#341

RE: Ostdeutsche halten DDR nicht für Unrechtsstaat

in Das Ende der DDR 15.03.2013 02:09
von frank | 1.753 Beiträge

Zitat von Monte im Beitrag #340
42% der Ostdeutschen halten die DDR nicht für einen Unrechtsstaat. Interessante These, das.Weder im BGB, noch im GG , ja sogar nicht einmal im StGB bin ich auf eine Begriffsbestimmung für das Wort Unrechtsstaat gestossen.( erst recht nicht in der Verfassung :)) Ein interessanter Diskussionsansatz ergibt sich meiner Meinung nach aus dem Inhalt des derzeit gültigen StGB. Denn, -wenn hier von Unrecht die Rede ist- ergibt sich stringent der Gedanke nach Sühne.Nun heißt es im §1 StGB; Zitat: Keine Strafe ohne Gesetz.Eine Tat kann nur bestraft werden,wenn die Strafbarkeit gesetzlich bestimmt war,bevor die Tat begangen wurde.-Zitat Ende. Also wäre es sehr sinnvoll in diesem Thread erstmal vorab zu klären, nach welcher Rechtsauffassung dieser Begriff zu definieren ist.Man kann natürlich auch versuchen, damalige Geschehnisse nach dem Rechtssystem der ehemaligen BRD zu beurteilen, sollte jedoch dabei bedenken,daß die DDR bis zum 3.10.1990 ein international anerkannter, souveräner Staat war.Welcher,-wie viele andere Staaten auch heute noch- sich um seine innen-und aussenpolitischen Angelegenheiten kümmerte und zu deren Durchsetzung entsprechende Gesetze erließ.Und Gesetze werden selbst heutzutage von dafür gewählten Vertretern des Volkes erlassen.Ob diese natürlich immer im Sinne der Vereidigungsformel ( ...zum Wohle des Volkes.. etc.p.p.) sind, sei hier dahingestellt



aus dieser 'auffassung' her wurden wahrscheinlich auch die renten der 'neuen bundesländer' berechnet , wie der vorredner schon richtig beurteilte !! vielleicht werden es ja in zukunft immer mehr , die da behaupten als 'ostdeutsche' :
wir leben in einem unrechtsstaat !!!



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#342

RE: Ostdeutsche halten DDR nicht für Unrechtsstaat

in Das Ende der DDR 15.03.2013 02:10
von Uleu | 528 Beiträge

Unrechtsstaat ? ist für mich ein propagandistischer Begriff ... Wenn es einen Unrechtsstaat gäbe, müsste es ja auch einen Rechtsstaat geben ... Da der Staat ein Gewaltmonopol ausübt, kann er es gar nicht allen recht machen.


" Die geheime Aufklärung ist ein Dienst, der nur Herren vorbehalten ist " ( Oberst Nicolai, Leiter der dt. Militäraufklärung im 1. WK )
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#343

RE: Ostdeutsche halten DDR nicht für Unrechtsstaat

in Das Ende der DDR 15.03.2013 02:16
von frank | 1.753 Beiträge

[quote=Uleu|p239596]Unrechtsstaat ? ist für mich ein propagandistischer Begriff ... Wenn es einen Unrechtsstaat gäbe, müsste es ja auch einen Rechtsstaat geben ... Da der Staat ein Gewaltmonopol ausübt, kann er es gar nicht allen recht machen.[/quote]

na , dann eben ungerechte behandlung !!!



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#344

RE: Ostdeutsche halten DDR nicht für Unrechtsstaat

in Das Ende der DDR 15.03.2013 08:01
von Lebensläufer | 1.235 Beiträge

Der war gut, der war wunderschön aus einem Vortext...... ps: Aus meiner Sicht müssen sich auch Ossis nicht mit der DDR identifizieren - aber das ist ein anderes Thema. Zitatende.

Und was waren wir dann, wir Ossis? So ne Art Gastbürger, nur mal so leicht mit, nie richtig angekommen in dieser DDR? Nur mal so 40 Jahre reingesprungen in den Sozialismus und der entlies uns ja dann um 89 herum? Also ne Leute, das ist doch völliger Quatsch hoch drei dieses Zitat auch wenn das Rainman schon versucht hatte auseinanderzunehmen.Lebe ich nun in einem Staat oder lebt der Staat mit mir oder ohne mich oder wie funktioniert das Ganze denn nun?

Ich verstehe das ja, (heutiges Beispiel) wenn ich wegen Arbeitsmangel oder beschissener Entlohnung im schönen Deutschland ne Weile nach Norwegen mache, mir dort ne Wohnung nehme und paar Jährchen da werkle, also eigentlich nie richtig dort aufschlagen möchte, dann ja, dann bin ich Einer der sich mit Norwegen nicht identifiziert aber doch nicht, wenn ich 36 lange Jahre in einem Land so der DDR geliebt, gelacht, geweint und rumgevögelt habe.

"Deswegen wohl die ganzen Islamis und Türken hier in der BRD, die nach vierzig Jahren einfach noch kein Deutsch können. Ne, ne das müssen Sie ja auch nicht, brauchen sich ja nicht identifizieren mit dem Staat????" Also Leute, überlegt besser nochmal richtig, ich überlege dann auch nochmal mit das da am Ende was ordentliches herauskommt mit der "Identifizierung".

Lebensläufer

Einen guten Tag allen ins Forum ...ne der war gut, ich brauche mich nicht zu ifi...was war das mit meiner DDR?


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#345

RE: Ostdeutsche halten DDR nicht für Unrechtsstaat

in Das Ende der DDR 15.03.2013 08:24
von schnatterinchen (gelöscht)
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@Lebensläufer guckst Du hier

We love america! Und täglich werden es mehr!


Quelle: Washington Post


zuletzt bearbeitet 15.03.2013 08:25 | nach oben springen

#346

RE: Ostdeutsche halten DDR nicht für Unrechtsstaat

in Das Ende der DDR 15.03.2013 08:55
von matloh | 1.204 Beiträge

Zitat von Rainman2 im Beitrag #336
<... cut ... >Nun neigt ein signifikanter Teil der Menschen nicht dazu, sich freiwillig gern in negative Zusammenhänge gestellt zu sehen. Somit weckt eine solche Ableitung, ob nun direkt vorgenommen oder enfach nur angenommen, den Widerstandswillen. In der sachlichen Ebene der Auseinandersetzung, in welchen Formen es Unrecht und fehlende Rechtsstaatlichkeit gab, sind die Differenzen gar nicht so groß.<... cut ...>
Ja, Rainman, Du hast natürlich völlig recht. Ein nicht unwesentlicher Teil dieser Diskussion dürfte kein rechts- oder staatstheoretisches Problem sein, sondern sich eher auf der psychologischen Ebene abspielen.

cheers matloh


Aus gegebenem Anlass temporär: Nein, die Erde ist keine Scheibe!

"Wer die Freiheit aufgibt, um Sicherheit zu gewinnen, wird am Ende beides verlieren." (Benjamin Franklin)
Rainman2 und Damals87 haben sich für diesen Beitrag bedankt
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#347

RE: Ostdeutsche halten DDR nicht für Unrechtsstaat

in Das Ende der DDR 15.03.2013 08:58
von Moskwitschka (gelöscht)
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Zitat von matloh im Beitrag #335

Aus meiner Sicht müssen sich auch Ossis nicht mit der DDR identifizieren - aber das ist ein anderes Thema.



Ja richtig, Haken dran. Ab auf den Müll der Geschichte, mit der Identität der Ostdeutschen. Da wo schon der Staat DDR liegt. Und da kann man dann gut im Dreck rumwühlen, den andere dort schon abgeladen haben oder sich bewußt entledigt haben, um als Saubermann/frau da zu stehen. Und die dann in dem Müll kramen, sind das letzte. Es werden wahrscheinlich dann auch weniger, denn wer lässt sich gerne als Ratte hinstellen, die im Müll wühlt.

Entschuldigt bitte den Sarkasmus. Aber das musste raus.

LG von der grenzgaengerin


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#348

RE: Ostdeutsche halten DDR nicht für Unrechtsstaat

in Das Ende der DDR 15.03.2013 09:08
von schnatterinchen (gelöscht)
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Zitat:
Ja richtig, Haken dran. Ab auf den Müll der Geschichte, mit der Identität der Ostdeutschen. Da wo schon der Staat DDR liegt. Und da kann man dann gut im Dreck rumwühlen, den andere dort schon abgeladen haben oder sich bewußt entledigt haben, um als Saubermann/frau da zu stehen. Und die dann in dem Müll kramen, sind das letzte. Es werden wahrscheinlich dann auch weniger, denn wer lässt sich gerne als Ratte hinstellen, die im Müll wühlt.

Entschuldigt bitte den Sarkasmus. Aber das musste raus.

LG von der grenzgaengerin

Zitat Ende

Wie wäre die " Identität der Ostdeutschen" zu beschreiben? Wenn ich fragen darf?


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#349

RE: Ostdeutsche halten DDR nicht für Unrechtsstaat

in Das Ende der DDR 15.03.2013 09:19
von ddr-bürger (gelöscht)
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Das Thema hier ist wirklich kaum mit "Rechtsbegriffen" zu klären. Es ist ein emotionales Thema. Wer zu der Personengruppe gehörte, die nicht in das polit. Bild der DDR passten hatte Nachteile und erlebte Ungerechtigkeiten. Das war so und ist auch heute wieder so. Nur heute spielt sich die Diskrimminierung auf anderen Gebieten ab.

@grenzgängerin

Mit der Identität der Ostdeutschen, das sehe ich ähnlich. Die Identität der Ostdeutschen geht in die Richtung leben in einem anderen Gesellschaftssystem und mit anderen sozialen Erfahrungen. Diese Erinnerungen sind heute nicht gewollt, da sie ja auch Gedanken an eine andere Gesellschaft bergen. Und das war ja nicht alles schlecht....
Um das in Mißkredit zu bringen wird die Indntität der ostdeutschen mit der Identität der DDR gleichgesetzt und dann der Staat als Unrechtsstaat deklariert.

Ich persönlich stehe zur DDR Zeit, der Staat hatte enorme Fehler und viele Ungerechtigkeiten aber er war ein Staat in dem nicht Aktionäre und Industrieelle das Sagen hatten. Ich weiß dafür hatten die böösen Diktatoren das Ruder in der Hand....

Aber Unrechtsstaat, das ist Polemik vom feinsten.


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#350

RE: Ostdeutsche halten DDR nicht für Unrechtsstaat

in Das Ende der DDR 15.03.2013 09:23
von Gelöschtes Mitglied
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Der Versuch einer Antwort aus Sicht eines Außenstehenden:

Ich hatte den Eindruck, dass weniger die nationale Zugehörigkeit im Vordergrund stand, sondern die Staatsangehörigkeit: In den offiziellen Verlautbarungen wurden die Einwohner der SBZ (sorry, das musste mal sein ) nach meinem Empfinden weniger als "Deutsche" als vielmehr als "Staatsbürger der DDR" bezeichnet.

Und wenn einem so ein Begriff über Jahre und Jahrzehnte hinweg eingeimpft wird, dann entsteht dadurch gewiss eine eigene, nationale Identität. Zumal dann, wenn Hallstein und seine Doktrin endlich dort gelandet waren, wo sie hingehörten: Im Abfalleimer. Zumal dann, wenn die DDR international als eigenständiger, souveräner Staat anerkannt war.


Rainman2 und schulzi haben sich für diesen Beitrag bedankt
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#351

RE: Ostdeutsche halten DDR nicht für Unrechtsstaat

in Das Ende der DDR 15.03.2013 09:34
von Rainman2 | 5.762 Beiträge

Zitat von Dandelion im Beitrag #350
Der Versuch einer Antwort aus Sicht eines Außenstehenden:

Ich hatte den Eindruck, dass weniger die nationale Zugehörigkeit im Vordergrund stand, sondern die Staatsangehörigkeit: In den offiziellen Verlautbarungen wurden die Einwohner der SBZ (sorry, das musste mal sein ) nach meinem Empfinden weniger als "Deutsche" als vielmehr als "Staatsbürger der DDR" bezeichnet.

Und wenn einem so ein Begriff über Jahre und Jahrzehnte hinweg eingeimpft wird, dann entsteht dadurch gewiss eine eigene, nationale Identität. Zumal dann, wenn Hallstein und seine Doktrin endlich dort gelandet waren, wo sie hingehörten: Im Abfalleimer. Zumal dann, wenn die DDR international als eigenständiger, souveräner Staat anerkannt war.

Hallo Dandelion,

kann ich als Insider nur zustimmen. Ich erinnere mich noch an das gänzlich merkwürdige, weil ungewohnte Gefühl, als im August 1978 das "Neue Deutschland" titelte: "Der erste Deutsche im All, ein Bürger der Deutschen Demokratischen Republik". Das war in meinem Leben das erste Mal, dass auch ich quasi in dem Begriff "Deutscher" mit verwurstet wurde. Und ich glaube, die Redensart vom "gelernten DDR-Bürger" ließ sich nach der Wende auch vor allem auf die mangelnde Gewohnheit in der Eigensicht als Deutscher zurückführen. Um so wichtiger wäre etwas mehr Fingerspitzengefühl beim Umgang mit dem Begriff der "DDR" gewesen, aber man kann halt nicht alles haben ...

ciao Rainman


"Ein gutes Volk, mein Volk. Nur die Leute sind schlecht bis ins Mark."
(aus: "Wer reißt denn gleich vor'm Teufel aus", DEFA 1977)


schuri hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#352

RE: Ostdeutsche halten DDR nicht für Unrechtsstaat

in Das Ende der DDR 15.03.2013 09:35
von schnatterinchen (gelöscht)
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Zitat von grenzgaengerin im Beitrag #347
Zitat von matloh im Beitrag #335

Aus meiner Sicht müssen sich auch Ossis nicht mit der DDR identifizieren - aber das ist ein anderes Thema.



Ja richtig, Haken dran. Ab auf den Müll der Geschichte, mit der Identität der Ostdeutschen. Da wo schon der Staat DDR liegt. Und da kann man dann gut im Dreck rumwühlen, den andere dort schon abgeladen haben oder sich bewußt entledigt haben, um als Saubermann/frau da zu stehen. Und die dann in dem Müll kramen, sind das letzte. Es werden wahrscheinlich dann auch weniger, denn wer lässt sich gerne als Ratte hinstellen, die im Müll wühlt.

Entschuldigt bitte den Sarkasmus. Aber das musste raus.

LG von der grenzgaengerin



@grenzgaengerin,

ich sags mal wie ich das sehe,
diese Identität entwickelt sich seit etwa 20 Jahren neu.Sie drückt sich z.B. im Wiederaufbau der Frauenkirche aus oder im Wiederentstehen der vor 1945 weltberümten Jagdwaffenschmiede in Thueringen oder der sensationellen Uhrenhersteller in Sachsen und dem Stolz der Leipziger Dresdner und Hallenser auf ihre grossen Musiker und Komponisten.
Sie drückt sich aus in der Beweglichkeit der Menschen sich auch schwierigen Situationen zu stellen und nicht nur zu jammern früher wärs besser gewesen.
Der ddr Staat hat die Menschen zu abnickern degradiert.
Diese Wachheit und das Selbstbewußtsein des verbliebenen Bürgertums in der ex ddr macht mich stolz und gibt mir Hoffnung auch wenn ich nicht mehr dort lebe.


zuletzt bearbeitet 15.03.2013 09:38 | nach oben springen

#353

RE: Ostdeutsche halten DDR nicht für Unrechtsstaat

in Das Ende der DDR 15.03.2013 09:40
von ddr-bürger (gelöscht)
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Nationalität: deutsch
Staatsbürgerschaft: DDR oder BRD

Das war Realität, leider wurde der Begriff Nationalität zu weit in den Hintergrund gerückt. Grund war evtl. die Nähe zu Nationalismus und dem negativen Beigeschmack.
Es gab aber die Nationalität deutsch, gemeinsame Sprache, Vergangenheit und Kultur. Goethe und Schiller wurden ja auch als "Nationalhelden" der Kultur benutzt.

Ich fühlte mich als Deutscher mit der Staatsbürgerschaft DDR.


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#354

RE: Ostdeutsche halten DDR nicht für Unrechtsstaat

in Das Ende der DDR 15.03.2013 09:46
von schnatterinchen (gelöscht)
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Zitat von ddr-bürger im Beitrag #353
Nationalität: deutsch
Staatsbürgerschaft: DDR oder BRD

Das war Realität, leider wurde der Begriff Nationalität zu weit in den Hintergrund gerückt. Grund war evtl. die Nähe zu Nationalismus und dem negativen Beigeschmack.
Es gab aber die Nationalität deutsch, gemeinsame Sprache, Vergangenheit und Kultur. Goethe und Schiller wurden ja auch als "Nationalhelden" der Kultur benutzt.

Ich fühlte mich als Deutscher mit der Staatsbürgerschaft DDR.


Nee, Grund war die Existenz eines potenten deutschen Staates mit der Bezeichnung BRD.Man wollte sich abgrenzen.
Die plötzliche Besinnung bei Sigmung Jähn war nur dem Wettbewerbsgedanken geschuldet erster gewesen zu sein.War er ja auch.Der Sigmund.
Es hieß ja dann im Volksmund der Valeri hätte zum Sigmund gesagt : mitfliegen darfste aber nichts anfassen!
Dann die neue Maßeinheit damals ein Jähn ist der Abstand von einem Jähnplakat zum nächsten
Wems immer eingefallen ist?


zuletzt bearbeitet 15.03.2013 09:50 | nach oben springen

#355

RE: Ostdeutsche halten DDR nicht für Unrechtsstaat

in Das Ende der DDR 15.03.2013 09:52
von ddr-bürger (gelöscht)
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nee, sehe ich nicht so....

Abgrenzung hatten wir genug


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#356

RE: Ostdeutsche halten DDR nicht für Unrechtsstaat

in Das Ende der DDR 15.03.2013 09:54
von Moskwitschka (gelöscht)
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Zitat von schnatterinchen im Beitrag #352


@grenzgaengerin,

ich sags mal wie ich das sehe,
diese Identität entwickelt sich seit etwa 20 Jahren neu.Sie drückt sich z.B. im Wiederaufbau der Frauenkirche aus oder im Wiederentstehen der vor 1945 weltberümten Jagdwaffenschmiede in Thueringen oder der sensationellen Uhrenhersteller in Sachsen und dem stolz der Leipziger Dresdner und Hallenser auf ihre grossen Musiker und Komponisten.
Sie drückt sich aus in der Beweglichkeit der Menschen sich auch schwierigen Situationen zu stellen und nicht nur zu jammern früher wärs besser gewesen.
Der ddr Staat hat die Menschen zu abnickern degradiert.
Diese Wachheit und das Selbstbewußtsein des verbliebenen Bürgertums in der ex ddr macht mich stolz und gibt mir Hoffnung auch wenn ich nicht mehr dort lebe.



Hallo schnatterinchen,

mach mich hier nicht katholisch. Ich habe mich als DDR - Bürgerin schon immer deutsch gefühlt. Ich hatte einfach Glück mit meiner Geburt, mit meinen Wurzeln, die in 2 Ländern liegen. Und dank meiner Prägung durch meine Großeltern bin ich nicht mit Scheuklappen durch die DDR gelaufen.

Das hindert mich aber nicht daran, mich in die Gefühle des DDR- Bürgers hinein zu versetzen, der nicht diese Gnade der Geburt hatte. Es ist auch ein Zeichen von Respekt und Empathie und auch Solidarität. Alles zu verteufeln ist natürlich einfacher. Ich habe nie den einfachen Weg gesucht. das war so, und das wird auch so bleiben.

LG von der grenzgaengerin

PS Dandelions Beitrag trifft voll ins Schwarze.


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#357

RE: Ostdeutsche halten DDR nicht für Unrechtsstaat

in Das Ende der DDR 15.03.2013 09:56
von schnatterinchen (gelöscht)
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Also ich war auch ddr Bürger . Nur mal so am Rand.
Ich habe hier doch nichts verteufelt oder nicht respektiert?Was soll das denn?
Ich frage mich nur immer warum der Staat ddr so eng mit den Menschen verbunden wird?
Deshalb auch mein "Beitrag" mit den USA Einwanderern weiter oben.


matloh hat sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 15.03.2013 10:05 | nach oben springen

#358

RE: Ostdeutsche halten DDR nicht für Unrechtsstaat

in Das Ende der DDR 15.03.2013 10:02
von Grenzverletzerin | 1.182 Beiträge

Zitat von ddr-bürger im Beitrag #353
Nationalität: deutsch
Staatsbürgerschaft: DDR oder BRD

Das war Realität, leider wurde der Begriff Nationalität zu weit in den Hintergrund gerückt. Grund war evtl. die Nähe zu Nationalismus und dem negativen Beigeschmack.
Es gab aber die Nationalität deutsch, gemeinsame Sprache, Vergangenheit und Kultur. Goethe und Schiller wurden ja auch als "Nationalhelden" der Kultur benutzt.

Ich fühlte mich als Deutscher mit der Staatsbürgerschaft DDR.


Da fällt mir eine kleine Geschichte ein. Als ich vor der Wende in die Bundesrepublik kam und meinen neuen...endlich BRD-Pass...beantragte, trug ich in dem entsprechenden Formular unter Staatsbürgerschaft-DDR- ein. Der Beamte des Einwohnermeldeamtes studierte das Formular...schaute mich an, begutachtete das Gießen-Protokoll und sagte leicht belustigt: Nee Kleene, sowas gibbet es nicht...
Na, das Äffchen war gut konditioniert...


Unter Chemikern funktioniert die Evolution noch: Dumme Experimentierer werden natürlicherweise und rasch eliminiert.

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#359

RE: Ostdeutsche halten DDR nicht für Unrechtsstaat

in Das Ende der DDR 15.03.2013 10:06
von ddr-bürger (gelöscht)
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@grenzverletzerin

die andere Seite der Medaille..., die einen bestanden auf der Staatsbürgerschaft, für die anderen gab es sie nicht.

Wann war das eigentlich?


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#360

RE: Ostdeutsche halten DDR nicht für Unrechtsstaat

in Das Ende der DDR 15.03.2013 10:08
von Grenzverletzerin | 1.182 Beiträge

Zitat von ddr-bürger im Beitrag #359
@grenzverletzerin

die andere Seite der Medaille..., die einen bestanden auf der Staatsbürgerschaft, für die anderen gab es sie nicht.

Wann war das eigentlich?




Februar 89!!


Unter Chemikern funktioniert die Evolution noch: Dumme Experimentierer werden natürlicherweise und rasch eliminiert.

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