#261

RE: Ostdeutsche halten DDR nicht für Unrechtsstaat

in Das Ende der DDR 13.03.2013 20:57
von Moskwitschka (gelöscht)
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Die Freiheit zu wählen, fing schon damit an, ob man wählen geht oder nicht.

Ich habe mir diese Freiheit bei meiner 1. Wahl genommen, gut öffentlich in eine FDJ Versammlung angekündigt, und wurde danach exmatrikuliert.

Bei meiner 2. Wahl war ich schwanger, und da kam der Wahlleiter mit der Urne zu mir nach hause.

Aus Erfahrung klug war ich bei allen folgenden mit den Kindern im Tierpark und bin erst abends wieder nach hause gekommen.

LG von der grenzgaengerin


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#262

RE: Ostdeutsche halten DDR nicht für Unrechtsstaat

in Das Ende der DDR 13.03.2013 21:01
von icke46 | 2.593 Beiträge

Zitat von grenzgaengerin im Beitrag #261
Die Freiheit zu wählen, fing schon damit an, ob man wählen geht oder nicht.

Ich habe mir diese Freiheit bei meiner 1. Wahl genommen, gut öffentlich in eine FDJ Versammlung angekündigt, und wurde danach exmatrikuliert.

Bei meiner 2. Wahl war ich schwanger, und da kam der Wahlleiter mit der Urne zu mir nach hause.

Aus Erfahrung klug war ich bei allen folgenden mit den Kindern im Tierpark und bin erst abends wieder nach hause gekommen.

LG von der grenzgaengerin






Nur so interessehalber - machst Du das heute auch noch so?

Gruss

icke



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#263

RE: Ostdeutsche halten DDR nicht für Unrechtsstaat

in Das Ende der DDR 13.03.2013 21:05
von 94 | 10.792 Beiträge

Bezieht sich das bei allen folgenden auf die Schwangerschaften oder auf die Wahlen?
Nächste Frage, bevor der FED in die Puschen kommt: Wie waren Deine Leistungen vor der Ex?


Verachte den Krieg, aber achte den Krieger!


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#264

RE: Ostdeutsche halten DDR nicht für Unrechtsstaat

in Das Ende der DDR 13.03.2013 21:06
von Moskwitschka (gelöscht)
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Zitat von icke46 im Beitrag #262


Nur so interessehalber - machst Du das heute auch noch so?

Gruss

icke




Seit 1990 habe ich immer fleißig mein Kreuzchen gemacht. Es fällt mir aber von Mal zu mal schwerer. Dieses Jahr komme ich richtig ins

LG von der grenzgaengerin


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#265

RE: Ostdeutsche halten DDR nicht für Unrechtsstaat

in Das Ende der DDR 13.03.2013 21:18
von Moskwitschka (gelöscht)
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Zitat von 94 im Beitrag #263
Bezieht sich das bei allen folgenden auf die Schwangerschaften oder auf die Wahlen?
Nächste Frage, bevor der FED in die Puschen kommt: Wie waren Deine Leistungen vor der Ex?


Ich habe in Dresden als Muttersprachlerin Russisch/Geschichte studiert und war nebenbei Hilfsassi Russisch. Wollte doch wirklich mal Lehrerin werden. Mit FED habe ich die Geschichte schon durch.

Unser Wahlleiter war wirklich eifrig. Der ist bei allen Rentnern mit der Wahlurne vorbei und hat nebenbei die "Verweigerer" eingesammelt :" Ich war sowieso gerade bei xy. Da bin ich gleich mal bei dir vorbeigekommen." Ich hätte ihn beim nächsten Mal gerne rausgeschmissen, doch wenn Du Kinder daneben zu stehen hast, habe ich lieber die Tierparkvariante gewählt.

Und meine Schwangerschaften sind so was von privat

LG on der grenzgaengerin


zuletzt bearbeitet 13.03.2013 21:46 | nach oben springen

#266

RE: Ostdeutsche halten DDR nicht für Unrechtsstaat

in Das Ende der DDR 13.03.2013 21:29
von Moskwitschka (gelöscht)
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Was mir dabei einfällt.

Ich habe nicht darauf geachtet, ob die Wahlurne verplombt war.

Und auch mit den Rentnern ist mir schleierhaft. Wenn sich da wirklich jemand aufgerafft hat und am Stock zum Wahllokal geschlichen ist, als der Wahlleiter unterwgs war.

Zur Erklärung. Wegen Wohnungsmangel haben mein Mann und ich die geerbte Wohnlaube in einer Kleingartenanlage ausgebaut. Also ein sehr übersichtlicher Wahlkreis mitten in Berlin.

Hat jemand ähnliche Erfahrungen gemacht? War das mit den Rentnern die Regel?

LG von der grenzgaengerin


zuletzt bearbeitet 13.03.2013 21:41 | nach oben springen

#267

RE: Ostdeutsche halten DDR nicht für Unrechtsstaat

in Das Ende der DDR 13.03.2013 23:09
von Küchenbulle 79 | 533 Beiträge

Ja mit den Rentnern war es wirklich so.Meine Oma war eine penetrante Wahlverweigerin und genauso penetrant waren die Wahlhelfer.
Sind immer pünktlich mit der Wanderurne bei Omma eingerückt,aber Oma blieb stur.Die Frau hatte Charakter.


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#268

RE: Ostdeutsche halten DDR nicht für Unrechtsstaat

in Das Ende der DDR 13.03.2013 23:26
von icke46 | 2.593 Beiträge

Zitat von Küchenbulle 79 im Beitrag #267
Ja mit den Rentnern war es wirklich so.Meine Oma war eine penetrante Wahlverweigerin und genauso penetrant waren die Wahlhelfer.
Sind immer pünktlich mit der Wanderurne bei Omma eingerückt,aber Oma blieb stur.Die Frau hatte Charakter.


Ich vermute aber auch mal, man konnte ihr (und auch den anderen Rentnern in der gleichen Situation) nichts mehr wollen. Ihre Rente hatte sie, und
sozusagen Ende Gelände.

Vermutlich ein unbestreitbarer Vorteil gegenüber denen, die sich im Falle einer Wahlverweigerung möglicherweise vor dem Arbeitskollektiv rechtfertigen mussten, mit der Gefahr, dass sie des Kollektives verlustig gehen.

Gruss

icke



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#269

RE: Ostdeutsche halten DDR nicht für Unrechtsstaat

in Das Ende der DDR 14.03.2013 06:51
von Lebensläufer | 1.235 Beiträge

Wisst ihr was für mich Unrecht ist? Wenn Einer mit seinen eigenen Händen sich nicht in den Berufsprozess einbringen kann obwohl er einen ordentlichen Beruf gelernt hatte, obwohl er kerngesund ist und im Vollbesitz seiner geistigen und sonstigen Kräfte. Wenn er dazu noch so mies (Vorrausetzung, er arbeitet doch im Beruf) entlohnt wird, das er des Staates Hilfe in Anspruch nehmen muss um in der Gesellschaft wo er wohnt zu überleben.

Alles Dinge, die ich gottseidank nicht in dieser damaligen DDR erlebt habe sondern eher das ganze Gegenteil. Denn Freiheit fängt schonmal mit Geld in der Tasche an und nicht mit nem prall und übervollgefüllten Schaufenster, wo ich mir mit leeren Taschen die Nase dran plattdrücke.

Wo ist gleich nochmal mein Anfangstext oben momentan Gang und Gäbe? Und das mit der verhinderten Freiheit gleich hinterher? Richtig Leute, im heutigen Unrechtssystem des Kapital. Jetzt habe ich das doch wirklich wunderschön herumgedreht was, da kommt doch richtig Freude auf bei diesem Scheißsystem wo du als Jugendlicher von einem prekären miesbezahlten Hilfsjob zum Nächsten schlitterst. Und das ist nur der Anfang in der Aufzählung vom Unrechtsstaat BRD.

Lebensläufer


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#270

RE: Ostdeutsche halten DDR nicht für Unrechtsstaat

in Das Ende der DDR 14.03.2013 07:06
von Grenzverletzerin | 1.182 Beiträge

Zitat von Lebensläufer im Beitrag #269
Wisst ihr was für mich Unrecht ist? Wenn Einer mit seinen eigenen Händen sich nicht in den Berufsprozess einbringen kann obwohl er einen ordentlichen Beruf gelernt hatte, obwohl er kerngesund ist und im Vollbesitz seiner geistigen und sonstigen Kräfte. Wenn er dazu noch so mies (Vorrausetzung, er arbeitet doch im Beruf) entlohnt wird, das er des Staates Hilfe in Anspruch nehmen muss um in der Gesellschaft wo er wohnt zu überleben.

Alles Dinge, die ich gottseidank nicht in dieser damaligen DDR erlebt habe sondern eher das ganze Gegenteil. Denn Freiheit fängt schonmal mit Geld in der Tasche an und nicht mit nem prall und übervollgefüllten Schaufenster, wo ich mir mit leeren Taschen die Nase dran plattdrücke.

Wo ist gleich nochmal mein Anfangstext oben momentan Gang und Gäbe? Und das mit der verhinderten Freiheit gleich hinterher? Richtig Leute, im heutigen Unrechtssystem des Kapital. Jetzt habe ich das doch wirklich wunderschön herumgedreht was, da kommt doch richtig Freude auf bei diesem Scheißsystem wo du als Jugendlicher von einem prekären miesbezahlten Hilfsjob zum Nächsten schlitterst. Und das ist nur der Anfang in der Aufzählung vom Unrechtsstaat BRD.

Lebensläufer


Lieber Rainer, jetzt verwechselst du Unrecht mit Ungerechtigkeit.


Unter Chemikern funktioniert die Evolution noch: Dumme Experimentierer werden natürlicherweise und rasch eliminiert.

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#271

RE: Ostdeutsche halten DDR nicht für Unrechtsstaat

in Das Ende der DDR 14.03.2013 07:25
von Lebensläufer | 1.235 Beiträge

Jetzt ist der Rainer wuschig Grenzverletzerin. Unrecht...Ungerechtigkeit...Ungerecht..ja wie denn nun? Aber tröste dich, ich war ein fauler Schüler, bin so ne Art Spätzünder, bei mir hats erst ab Dreißig richtig gezündet, vorher war ich nur mit..."mit bei meinen Schwiegereltern, mit an der Grenze, mit im Standesamt usw."Aber wir werden das schon rausfinden.

Lebensläufer

Nächster Text wieder Ernsthaft, nicht das noch Einer meint, ich kann sowas nicht.


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#272

RE: Ostdeutsche halten DDR nicht für Unrechtsstaat

in Das Ende der DDR 14.03.2013 07:55
von schnatterinchen (gelöscht)
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Ich kann mich noch an die letzten Komunalwahlen erinnern.Da bin ich mit nem dicken Filzer hin und habe auf dem Zettel aufgeräumt.Die Streifen hat man dann natürlich voll durchgesehen.Beim Einwurf konnte ich dann in die zur Faust geballten Gesichter der Wahlhelfer und -innen sehen.
Das philosophieren hier über freie Wahlen in der DDR. Echt putzig.


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#273

RE: Ostdeutsche halten DDR nicht für Unrechtsstaat

in Das Ende der DDR 14.03.2013 08:04
von schnatterinchen (gelöscht)
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Zitat von Feliks D. im Beitrag #241
Zitat von linamax im Beitrag #235
Was die alles meiner Familie alles angetan haben .


Vor oder nach der gemeinschaftlich begangenen Fahnenflucht? Es soll ja auch heute noch Staaten geben die sowas als untersuchungswürdige Straftat ansehen.



Na Genosse Dzerjinski,

du kannst doch sicher auch mit harten Fakten aufwarten. Welche Staaten sind denn das und wie hoch ist das Strafmaß für solche verräterischen, gesellschäftsschädlichen und staatsgefährdenden Verbrechen?


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#274

RE: Ostdeutsche halten DDR nicht für Unrechtsstaat

in Das Ende der DDR 14.03.2013 08:10
von Lebensläufer | 1.235 Beiträge

Mal ehrlich Schnatterinchen, was sollte das den bringen mit der Wählerei in der DDR? Das war doch klar wie Klossbrühe, das die SED niemals von einer anderen Blockpartei abgelöst, gar übertrumpft worden wäre? Also wer so in der Denke rangeht, hat einfach die DDR nicht verstanden, halt diesen diktatorischen Anspruch der Arbeiterklasse mit seinem Machtorgan, der SED-Partei.

Leute, Leute...wenn ich sowas lese "Freie Wahlen, überhaupt Wahlen und solcher Quatsch", das war doch logisch bis einzementiert mit bestem Ossizement, das man nie eine SED vom Sockel stoßen konnte, das war sozusagen ein ungeschriebenes Gesetz und nichts anderes. Zu was dann hier die ganze Aufregung zumal im Nachhinein?

So wie die Grenze (Grüne Grenze und Berliner Mauer) eine Art ungeschriebenes Gesetz war siehe der Volksmund wusste ganz genau(Voraussetzung bissel ich war einigermaßen helle in der Birne) , wenn ich da hingehe bekomme ich entweder ne Kugel in den Hintern oder überlebe das nicht oder mit viel Glück könnte es auch klappen, die Seite zu wechseln. So einfach war das in der DDR....mit den ungeschriebenen Gesetzen, dem zwischen den Zeilen lesen.

Lebensläufer


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#275

RE: Ostdeutsche halten DDR nicht für Unrechtsstaat

in Das Ende der DDR 14.03.2013 08:22
von matloh | 1.203 Beiträge

Zitat von Lebensläufer im Beitrag #274
wenn ich sowas lese "Freie Wahlen, überhaupt Wahlen und solcher Quatsch", das war doch logisch bis einzementiert mit bestem Ossizement, das man nie eine SED vom Sockel stoßen konnte, das war sozusagen ein ungeschriebenes Gesetz und nichts anderes.
Ok, warum muss man das dann hier im Forum immer wieder durchkauen?
Zitat von Lebensläufer im Beitrag #274
Zu was dann hier die ganze Aufregung zumal im Nachhinein?
Ach ja,... weil es immer wieder Forumsmitglieder gibt, die behaupten es hätte freie (bzw. demokratische) Wahlen gegeben.

Art. 38 GG (1) bzgl. Wahlen zum Bundestag kann m.E. als Beispiel für Kennzeichen demokratischer Wahlen her halten:
* allgemein (Anm.: alle Bürger, die die allgemeinen Vorraussetzungen erfüllen, dürfen wählen)
* unmittelbar (Anm.: die Wahl erfolgt direkt ohne Zwischeninstanzen)
* frei (Anm.: die Wahl erfolgt ohne Zwang oder Druck)
* gleich (Anm.: alle Wahlberechtigten haben die gleiche Anzahl von gleichgewichteten Stimmen)
* geheim (Anm.: es ist nicht nachvollziehbar, wer wen gewählt hat)

cheers matloh


Aus gegebenem Anlass temporär: Nein, die Erde ist keine Scheibe!

"Wer die Freiheit aufgibt, um Sicherheit zu gewinnen, wird am Ende beides verlieren." (Benjamin Franklin)
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#276

RE: Ostdeutsche halten DDR nicht für Unrechtsstaat

in Das Ende der DDR 14.03.2013 08:38
von Duck | 1.741 Beiträge

Zitat von Feliks D. im Beitrag #230
Zitat von schnatterinchen im Beitrag #226
War denn die SED legitimiert allein zu regieren?Wie hat die SED ihre Macht erlangt ? Ist es nicht so gewesen , daß bei freien Wahlen es mindestens mit der Alleinherrschaft der SED vorbei gewesen wäre? Schließt nicht schon diese Tatsache aus , daß die DDR ein demokratischer Staat war, der sich Gerecht zu seinen Bürger verhält ?


Alleinherrschaft? Meines Wissens hatt die SED lediglich 127 von 500 Abgeordneten gestellt! Dazu kamen 149 Abgeordnete die zwar SED Mitglieder waren, jedoch für andere Organisationen in die Volkskammer einzogen.

Alleinherrschaft sieht anders aus, da musste mal die CSU fragen... die wird sowas ab September wohl wieder haben.


Gar nicht so leicht sein Geschriebenes vielleicht vorher mal mit Fakten abzugleichen, oder doch?



Lieber Feliks, das das nur Fassade war das weist Du doch genauso gut wie die meisten ehemaligen wahlberechtigten DDR-Bürger in diesem Forum. Das ist genauso wie die 99%ige Wahlbeteiligung, selbst wenn nur ein Drittel wählen gegangen wäre hätte sich die Zahl nicht verändert aber ich denke das weißt Du.


08/88 - 10/88 Eisenach
10/88 - 12/88 Räsa / Unterbreizbach (Rhön Thüringen/Hessen)
12/88 - 01/90 Erbenhausen (Rhön Thüringen/Bayern)


zuletzt bearbeitet 14.03.2013 08:49 | nach oben springen

#277

RE: Ostdeutsche halten DDR nicht für Unrechtsstaat

in Das Ende der DDR 14.03.2013 09:02
von schnatterinchen (gelöscht)
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apropos freie Wahlen, ich hab mich immer gewundert warum der Bindfaden mit dem Kuli der in der Wahlbox in Bayern rechts in der Ecke angetakkert ist so kurz war.
Bis mir mal einer gesagt hat der reicht so gerade zum ankreuzen der oberen Zeile auf dem Wahlzettel.
Und da steht in Bayern immer die richtige Partei.


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#278

RE: Ostdeutsche halten DDR nicht für Unrechtsstaat

in Das Ende der DDR 14.03.2013 09:37
von utkieker | 2.914 Beiträge

Zitat von schnatterinchen im Beitrag #273
Zitat von Feliks D. im Beitrag #241
Zitat von linamax im Beitrag #235
Was die alles meiner Familie alles angetan haben .


Vor oder nach der gemeinschaftlich begangenen Fahnenflucht? Es soll ja auch heute noch Staaten geben die sowas als untersuchungswürdige Straftat ansehen.


Na Genosse Dzerjinski,

du kannst doch sicher auch mit harten Fakten aufwarten. Welche Staaten sind denn das und wie hoch ist das Strafmaß für solche verräterischen, gesellschäftsschädlichen und staatsgefährdenden Verbrechen?


Hallo Schnatterinchen,

In der DDR wurden Fahnenflüchtige nach der Strafrechtsreform von 1968 mit bis zu sechs Jahren Freiheitsentzug bestraft (davor mit bis zu acht Jahren). Im heutigen Deutschland wird Fahnenflucht nach §16 Wehrstrafgesetz bestraft.
Hier der komplette Wortlaut:
§ 16 Fahnenflucht
(1) Wer eigenmächtig seine Truppe oder Dienststelle verläßt oder ihr fernbleibt, um sich der Verpflichtung zum Wehrdienst dauernd oder für die Zeit eines bewaffneten Einsatzes zu entziehen oder die Beendigung des Wehrdienstverhältnisses zu erreichen, wird mit Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahren bestraft.
(2) Der Versuch ist strafbar.
(3) Stellt sich der Täter innerhalb eines Monats und ist er bereit, der Verpflichtung zum Wehrdienst nachzukommen, so ist die Strafe Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren.
(4) Die Vorschriften über den Versuch der Beteiligung nach § 30 Abs. 1 des Strafgesetzbuches gelten für Straftaten nach Absatz 1 entsprechend.

Aber auch in Österreich, der Schweiz ... ja in fast allen Ländern der Welt werden Fahnenflüchtige verurteilt. In Großbritanien (immerhin EU- Mitglied) ist die Höchststrafe lebenslänglich. Gerade fahnenflüchtige amerikanische und britische Soldaten suchten häufig die DDR auf, für sie war es häufig besser als lebenslänglich im Gefängnis einzusitzen. Für Soldaten der Sowjetarmee hinderte sie häufig die innerdeutsche Grenze bzw. die Berliner Mauer die Fahnenflucht zu vollenden!

Gruß Hartmut!


"Die Vergangenheit zu verbieten macht sie nicht ungeschehen, nicht einmal wenn man versucht sie selbst in sich zu verdrängen"
(Anja-Andrea 1959 - 2014)
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#279

RE: Ostdeutsche halten DDR nicht für Unrechtsstaat

in Das Ende der DDR 14.03.2013 09:42
von Grenzwolf62 (gelöscht)
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Im Artikel 1 der Verfassung der DDR stand er drin, der Führungsanspruch der marxistisch-leninistischen Partei.


zuletzt bearbeitet 14.03.2013 09:42 | nach oben springen

#280

RE: Ostdeutsche halten DDR nicht für Unrechtsstaat

in Das Ende der DDR 14.03.2013 09:46
von schnatterinchen (gelöscht)
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Zitat von utkieker im Beitrag #278
Zitat von schnatterinchen im Beitrag #273
Zitat von Feliks D. im Beitrag #241
Zitat von linamax im Beitrag #235
Was die alles meiner Familie alles angetan haben .


Vor oder nach der gemeinschaftlich begangenen Fahnenflucht? Es soll ja auch heute noch Staaten geben die sowas als untersuchungswürdige Straftat ansehen.


Na Genosse Dzerjinski,

du kannst doch sicher auch mit harten Fakten aufwarten. Welche Staaten sind denn das und wie hoch ist das Strafmaß für solche verräterischen, gesellschäftsschädlichen und staatsgefährdenden Verbrechen?


Hallo Schnatterinchen,

In der DDR wurden Fahnenflüchtige nach der Strafrechtsreform von 1968 mit bis zu sechs Jahren Freiheitsentzug bestraft (davor mit bis zu acht Jahren). Im heutigen Deutschland wird Fahnenflucht nach §16 Wehrstrafgesetz bestraft.
Hier der komplette Wortlaut:
§ 16 Fahnenflucht
(1) Wer eigenmächtig seine Truppe oder Dienststelle verläßt oder ihr fernbleibt, um sich der Verpflichtung zum Wehrdienst dauernd oder für die Zeit eines bewaffneten Einsatzes zu entziehen oder die Beendigung des Wehrdienstverhältnisses zu erreichen, wird mit Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahren bestraft.
(2) Der Versuch ist strafbar.
(3) Stellt sich der Täter innerhalb eines Monats und ist er bereit, der Verpflichtung zum Wehrdienst nachzukommen, so ist die Strafe Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren.
(4) Die Vorschriften über den Versuch der Beteiligung nach § 30 Abs. 1 des Strafgesetzbuches gelten für Straftaten nach Absatz 1 entsprechend.

Aber auch in Österreich, der Schweiz ... ja in fast allen Ländern der Welt werden Fahnenflüchtige verurteilt. In Großbritanien (immerhin EU- Mitglied) ist die Höchststrafe lebenslänglich. Gerade fahnenflüchtige amerikanische und britische Soldaten suchten häufig die DDR auf, für sie war es häufig besser als lebenslänglich im Gefängnis einzusitzen. Für Soldaten der Sowjetarmee hinderte sie häufig die innerdeutsche Grenze bzw. die Berliner Mauer die Fahnenflucht zu vollenden!

Gruß Hartmut!



Hallo Hartmut,

ja stimmt. Ich muß gestehen das Wort Fahnenflucht ist mir "durchgerutscht" weil ich irgendwie auf Republikflucht fixiert war.
Naja einfach langsamer lesen.


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