#21

RE: Honeckers Air Force One

in Die Nationale Volksarmee (NVA) der DDR 10.04.2012 10:17
von 94 | 10.792 Beiträge

Zitat von Feliks D.
Dies wäre vermeidbar gewesen!


Wieso wäre, hä? Und das Thema mit der Nachfolgegesellschaft 'berline' und dem von der Treuhand unabhängigen, aber trotzdem unvermeidlichen Zusammenbruch 1994 (!) hatten wir schon mal vor Jahr und Tag im Thread Letzter Interflug-Start vor 20 Jahren
Wo iss'n eigentlich der EDGE-Habicht bei diesem Thema?


Verachte den Krieg, aber achte den Krieger!


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#22

RE: Honeckers Air Force One

in Die Nationale Volksarmee (NVA) der DDR 10.04.2012 10:45
von EK 82/2 | 2.952 Beiträge

Zitat von 94

Zitat von Feliks D.
Dies wäre vermeidbar gewesen!


Wieso wäre, hä? Und das Thema mit der Nachfolgegesellschaft 'berline' und dem von der Treuhand unabhängigen, aber trotzdem unvermeidlichen Zusammenbruch 1994 (!) hatten wir schon mal vor Jahr und Tag im Thread Letzter Interflug-Start vor 20 Jahren
Wo iss'n eigentlich der EDGE-Habicht bei diesem Thema?



ich denke das thema müßte man weitreichender betrachten. die interflug war ein großer konkurent zur lufthansa und co da sie in schönefeld integriert war wogegen sich westliche fluggesellschaften in tegel erst einbinden musten. bis dahin hatte die pan am das berlingeschäft allein in der hand weil deutsche flugzeuge den berliner raum nicht überfliegen durften. wäre interessant wenn jemand etwas zu diesem konkurenzkampf etwas berichten könnte welcher sich direkt nach dem 2+4 abkommen abspielte.
andy


Alles was ich schreibe, ist nur meine Meinung und keine Feststellung.
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#23

RE: Honeckers Air Force One

in Die Nationale Volksarmee (NVA) der DDR 15.02.2013 07:35
von Gelöschtes Mitglied
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Zitat von Marder im Beitrag #14
Hallo,
die Interflug wurde abgewickelt, weil sie für den rationellen Betrieb nur 3 Airbus 310 hatte. Der Rest der Flotte war einfach veraltet und brauchte zuviel Treibstoff um rentabel zu sein.
Der letzte Generaldirektor Generalleutnant Dr. Klaus Henke von 1975 -1990 im Amt hat bei der Gelegenheit festgestellt, dass die Kosten nur zu 50% erwirtschaftet wird bzw. wurde durch den Verkauf von Flugtickets.
Damit ist ein Betrieb am Ende. Das ist heute auch noch so. Siehe Air Berlin oder Allitalia usw.
Es ist zu billig immer alles den "Wessis" und der Treuhand in die Schuhe zu schieben, obwohl es manchmal zutrifft.
MfG Jürgen

Ps. wenn ich hier wieder zitiert werde, bitte nur im Zusammenhang!!!


Also, die Flotte wäre teileise weiterbetrieben worden ohne Frage. Aber, eine IL-62 kostet auch in der Anschaffung immens weniger, als vergleichbare Technik aus dem Westen. Zudem waren bereits TU-154M gemeinsam mit der NVA für die 1990er Jahre bestellt. Diese waren zumindest in den 1990er Jahren noch konnkurenzfähig. Ausserdem wartete man auf die IL-96 und die TU-204. Zudem wollte mit mit Condor Boeing 757-230 betreiben. Zusätzlich war ab 1993 die Beschaffung von Boeing 737-300/400/500 vorgesehen. Zu letzteren lagen sogar Streckenprofile vor, weil man eben auch Ende der 1980er Jahre mit Boeing gesprochen hat!!!! Also, ja, zu DDR-Zeiten noch.

P.S. Die ältesten Flieger waren aber die rentabelsten, wenn man A310 vergisst. Die IL-18 waren sehr ökonomisch. Und immerhin, einige dieser IL-18 der Interflug fliegen noch immer aktiv!


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#24

RE: Honeckers Air Force One

in Die Nationale Volksarmee (NVA) der DDR 15.02.2013 07:37
von Gelöschtes Mitglied
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Zitat von 94 im Beitrag #21

Zitat von Feliks D.
Dies wäre vermeidbar gewesen!

Wieso wäre, hä? Und das Thema mit der Nachfolgegesellschaft 'berline' und dem von der Treuhand unabhängigen, aber trotzdem unvermeidlichen Zusammenbruch 1994 (!) hatten wir schon mal vor Jahr und Tag im Thread Letzter Interflug-Start vor 20 Jahren
Wo iss'n eigentlich der EDGE-Habicht bei diesem Thema?


Ups! Hier!

Nee, die Treuhand war auch hier, neben westelbischen Heuschrecken und seltsamen Banken am Werk!


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#25

RE: Honeckers Air Force One

in Die Nationale Volksarmee (NVA) der DDR 15.02.2013 08:16
von erkoe | 301 Beiträge

Kurz noch ein Nachtrag zum fliegenden Personal: Warst du in der Reg-Staffel, bliebst du Angehöriger der NVA, egal ob Jet oder Quirl. Alle Piloten der Interflug waren Reserveoffiziere und wurden in der TAS-45 (Transportfliegerausbildungsstaffel) oder dem HAG-35 (Hubschrauberausbildungsgeschwader) geschult. Einen "zivilen" Bildungsweg für Piloten gab es in der DDR nicht. Aus meiner Zeit sind mir allerdings keine Kameraden bekannt, die in den zivilen Sektor gewechselt sind. Es gab 2 Kollegen, welche bei der VP untergekommen sind. Allerding muss ich gestsehen: Bevor Kranflug auf dem Planchett gestanden hätte, wäre mir die Mi-24 lieber gewesen.

VG
Erik


Nicht alle Beulen im Helm eines Offiziers stammen vom Klassenfeind...


zuletzt bearbeitet 15.02.2013 08:17 | nach oben springen

#26

RE: Honeckers Air Force One

in Die Nationale Volksarmee (NVA) der DDR 16.02.2013 19:02
von Harzwanderer | 2.937 Beiträge

Das Ende der Interflug ist, meiner Meinung nach, nicht die Schuld des Westens.

Die Flotte war völlig veraltet und bestand aus unwirtschaftlichen und zu kleinen Flugzeugen, und die bedienten Routen waren alle keinen großen Profitbringer. Die Afrikarouten waren rein politisch und das ganze RGW-Netz zerfiel von selbst. Die Flughäfen, Flugsicherung etc., wo IF anfangs Grundstücke teuer verkaufen wollte, musste IF natürlich abgeben. Im Westen gibt es so ein Aeroflot-Monopol auf alles nicht, sondern Konkurrenz.

Noch ein Thema ist die östliche Struktur, nicht kaufmännisch, sondern mit diesen ganzen Stasi- und Militärelementen, mit viel zu viel Ersatzteilen und einem gigantischen Personalbestand, bezogen auf die Flugleistung.
Der einzige strategische Besitz bei IF war der Werftstandort in Diepensee. Damit hätte ein Lufthansa-Konkurrent sich in Berlin ansiedeln können. Aber General Henkes hat genau diese Werft gleich an LH verkauft. Mit dem schnellen Ende der DDR und der DM-Einführung haben sich dann auch die Pläne zerschlagen, noch eine irgendwie günstigere DDR-Airline Intercondor als Joint Venture in Berlin gründen zu können. Berline war zwar ein tolles Projekt mit enormem technischen Sachverstand (weltweit erster Umbau der Il-18 zum Frachter, inkl. russischer Zulassung) , aber zu schwach finanziert. Immerhin ist noch viel IF-Personal in der Luftfahrtbranche geblieben.

Dass es kein fliegendes IF-Museumsflugzeug (Il-18) aus der Zeit gibt, finde ich sehr schade. Was ist denn aus dem ersten Berline-Il-18-Umbaufrachter geworden?


zuletzt bearbeitet 16.02.2013 19:15 | nach oben springen

#27

RE: Honeckers Air Force One

in Die Nationale Volksarmee (NVA) der DDR 16.02.2013 19:46
von kassberg | 91 Beiträge

Mi der Regierungsstaffel bin ich selbst mitgeflogen, im Rahmen eines Truppentransportes (nach Astrachan) .

Interessant an der Doku fand ich u.a., dass sich Honecker seine Reise in die Bundesrepublik von den Sowjets bestätigen lassen musste.
Da war also nix mit Souveränität.



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#28

RE: Honeckers Air Force One

in Die Nationale Volksarmee (NVA) der DDR 16.02.2013 20:11
von damals wars | 12.206 Beiträge

Honni hatte bis zum Schluss ganz souverän die Befehle aus Moskau auszuführen. Davon weiß der Oberbefehlshaber Gorbi aber nicht mehr.


Als Gott den Menschen erschuf, war er bereits müde; das erklärt manches.(Mark Twain)
Ein demokratischer Rechtsstaat braucht Richter, keine Henker. Interview auf der Kundgebung Je suis Charlie am 11.01.2015
"Hass hat keinen Glauben, keine Rasse oder Religion, er ist giftig." der Witwer der britische Labour-Abgeordnete Jo Cox.
http://www.neo-magazin-royale.de/zdi/art...fur-frauke.html
Schmiernippel und frank haben sich für diesen Beitrag bedankt
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#29

RE: Honeckers Air Force One

in Die Nationale Volksarmee (NVA) der DDR 17.02.2013 01:13
von Gelöschtes Mitglied
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Zitat
Die Flotte war völlig veraltet und bestand aus unwirtschaftlichen und zu kleinen Flugzeugen, und die bedienten Routen waren alle keinen großen Profitbringer. Die Afrikarouten waren rein politisch und das ganze RGW-Netz zerfiel von selbst. Die Flughäfen, Flugsicherung etc., wo IF anfangs Grundstücke teuer verkaufen wollte, musste IF natürlich abgeben. Im Westen gibt es so ein Aeroflot-Monopol auf alles nicht, sondern Konkurrenz.


Teilweise richtig, teilweise falsch. Seit 1987 bediente man Singapur, Hong-Kong etc. und wie ich schrieb, war man dabei, neues Gerät zu erwerben.
Zu der Zeit flog LH auch noch B737-200 und B-727-200. Das ganze OMEGA-Navigationssystem der IF-Maschinen bekamen LH-Maschinen, denn da waren noch nicht alle Flieger mit ausgestattet. Veraltet an sich war auch nicht das Problem, sondern die relativ häufigen Triebwerksdefekte und fehlende Ersatzteile, wo sich die Situation aber ab 1990 besserte. Auch BERLIN stellte bereits ab 1992 auf Fokker F100 um!

Zitat
Berline war zwar ein tolles Projekt mit enormem technischen Sachverstand (weltweit erster Umbau der Il-18 zum Frachter, inkl. russischer Zulassung) ,

Der Umbaurüstsatz zum Frachter war schon immer seitens Iljuschin vorgesehen, aber bis auf ein Versuchsmuster nie umgesetzt, da genügend andere Frachter zur Verfügun standen. Der Umbau der BERLINE-Flugzeuge fand in Russland statt.

Zitat
aber zu schwach finanziert. Immerhin ist noch viel IF-Personal in der Luftfahrtbranche geblieben.


Eher nicht, man machte einfach die Hähne zu. Dabei sollen Angehörige anderer Fluggesellschaften kräftig mitgeholfen haben. (Tip: Deutsche BA war im kommen, Pan-Am Berlin Dienste zu LH usw....)

Zitat
Dass es kein fliegendes IF-Museumsflugzeug (Il-18) aus der Zeit gibt, finde ich sehr schade.


Ich auch.

Zitat
Was ist denn aus dem ersten Berline-Il-18-Umbaufrachter geworden?


Es gab zwei Stück davon, IL-18D(GrM). Es fliegen noch 4 IL-18 der Interflug, darunter auch ein Frachter mit SCD. Letzteren hat die Fluggesellschaft Aerocaribian und ist sogar nach ICAO Stage-III eingestuft.


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#30

RE: Honeckers Air Force One

in Die Nationale Volksarmee (NVA) der DDR 17.02.2013 01:13
von Gelöschtes Mitglied
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Zitat von kassberg im Beitrag #27
Mi der Regierungsstaffel bin ich selbst mitgeflogen, im Rahmen eines Truppentransportes (nach Astrachan) .

Interessant an der Doku fand ich u.a., dass sich Honecker seine Reise in die Bundesrepublik von den Sowjets bestätigen lassen musste.
Da war also nix mit Souveränität.

Ist erinnerlich, welche und weiter wie die Innenausstattung war?


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#31

RE: Honeckers Air Force One

in Die Nationale Volksarmee (NVA) der DDR 17.02.2013 10:16
von Harzwanderer | 2.937 Beiträge

Zitat
Immerhin ist noch viel IF-Personal in der Luftfahrtbranche geblieben.

Eher nicht, man machte einfach die Hähne zu. Dabei sollen Angehörige anderer Fluggesellschaften kräftig mitgeholfen haben. (Tip: Deutsche BA war im kommen, Pan-Am Berlin Dienste zu LH usw....)



Wer soll den "Hähne" zugemacht haben? IF-Angehörige sind reihum eingestellt worden, bei LH, LHT, AB, Germania, den Berliner Flughäfen, der DFS und so weiter. Und nicht nur als Fußvolk. Condor hat sogar extra Condor Berlin neu aufgemacht. Aber eine komplette IF kann wohl, und dann noch so plötzlich, niemand übernehmen oder hättest Du das erwartet?


zuletzt bearbeitet 17.02.2013 10:17 | nach oben springen

#32

RE: Honeckers Air Force One

in Die Nationale Volksarmee (NVA) der DDR 17.02.2013 11:40
von kassberg | 91 Beiträge

@EDGE-Henning

"Ist erinnerlich, welche und weiter wie die Innenausstattung war?"

Die Kennung kann ich Dir nicht sagen, aber es waren ganz normale TU 134 mit Interflug-Farbgebung ohne Sonderausstattung, also auch ohne Salonabschnitte.


Zitat von damals wars im Beitrag #28
Honni hatte bis zum Schluss ganz souverän die Befehle aus Moskau auszuführen. Davon weiß der Oberbefehlshaber Gorbi aber nicht mehr.


Das sehe ich mittlerweile ähnlich und glaube, dass die DDR bereits 1987 Geschichte war. Ich kann mich an ein Interview von Honecker erinnern , wo er sinngemäß sagt : Nicht die Montagsdemos hätten zum Mauerfall geführt, sondern sie (das ZK) seien von den Sowjets zur Aufgabe der Zweistaatlichkeit gedrängt worden.



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#33

RE: Honeckers Air Force One

in Die Nationale Volksarmee (NVA) der DDR 17.02.2013 12:51
von Gelöschtes Mitglied
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Zitat von Harzwanderer im Beitrag #31

Zitat
Immerhin ist noch viel IF-Personal in der Luftfahrtbranche geblieben.

Eher nicht, man machte einfach die Hähne zu. Dabei sollen Angehörige anderer Fluggesellschaften kräftig mitgeholfen haben. (Tip: Deutsche BA war im kommen, Pan-Am Berlin Dienste zu LH usw....)


Wer soll den "Hähne" zugemacht haben? IF-Angehörige sind reihum eingestellt worden, bei LH, LHT, AB, Germania, den Berliner Flughäfen, der DFS und so weiter. Und nicht nur als Fußvolk. Condor hat sogar extra Condor Berlin neu aufgemacht. Aber eine komplette IF kann wohl, und dann noch so plötzlich, niemand übernehmen oder hättest Du das erwartet?



Also LH hat so gut wie nichts von IF-Personal übernommen, lässt amn die mittlereile geschlossene Werft ausser betracht.. Der erste Liqidator wurde übrigens entlassen, weil er IF weiterführen wollte.


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#34

RE: Honeckers Air Force One

in Die Nationale Volksarmee (NVA) der DDR 17.02.2013 13:58
von Harzwanderer | 2.937 Beiträge

Zugemacht? Siehe: http://www.lufthansa-technik.com/de/berlin

IF hätte, wie oben gesagt, einen (sehr) großen Investor gebraucht. Also vermutlich LH, British Airways oder Air France. Ohne die Werft wurde es aber für alle anderen schlagartig uninteressant. Und einfach nur Geld reinpumpen war ja auch keine Lösung. LH ist auch schon lange keine Staatsairline mehr.
Der westliche Berlinflugverkehr war zu dieser Zeit auch noch in einem dramatischen Umbruch. Pan Am pleite, die ganze Übernahme der alliierten Strecken, die Öffnung des Berlinverkehrs für alle Airlines etc.

Ich finde einfach nur diese Unterstellungen unfair, der "böse" Westen habe die Kronjuwele Interflug zugemacht. So einfach war es eben nicht.

http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-13503138.html


zuletzt bearbeitet 17.02.2013 14:13 | nach oben springen

#35

RE: Honeckers Air Force One

in Die Nationale Volksarmee (NVA) der DDR 17.02.2013 21:20
von Gelöschtes Mitglied
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Zitat von Harzwanderer im Beitrag #34
Zugemacht? Siehe: http://www.lufthansa-technik.com/de/berlin

IF hätte, wie oben gesagt, einen (sehr) großen Investor gebraucht. Also vermutlich LH, British Airways oder Air France. Ohne die Werft wurde es aber für alle anderen schlagartig uninteressant. Und einfach nur Geld reinpumpen war ja auch keine Lösung. LH ist auch schon lange keine Staatsairline mehr.
Der westliche Berlinflugverkehr war zu dieser Zeit auch noch in einem dramatischen Umbruch. Pan Am pleite, die ganze Übernahme der alliierten Strecken, die Öffnung des Berlinverkehrs für alle Airlines etc.

Ich finde einfach nur diese Unterstellungen unfair, der "böse" Westen habe die Kronjuwele Interflug zugemacht. So einfach war es eben nicht.

http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-13503138.html

Ach mensch, diese Interessenten gabs doch.


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#36

RE: Honeckers Air Force One

in Die Nationale Volksarmee (NVA) der DDR 18.02.2013 19:12
von Harzwanderer | 2.937 Beiträge

Wer sollte das denn gewesen sein? Und welches Geschäftskonzept hättest Du einer IF vorgeschlagen?
Der IF-Spezialflug hat wenigstens überlebt, ich glaube Piper Deutschland war der Investor.


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#37

RE: Honeckers Air Force One

in Die Nationale Volksarmee (NVA) der DDR 18.02.2013 22:16
von Gelöschtes Mitglied
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Zitat von Harzwanderer im Beitrag #36
Wer sollte das denn gewesen sein? Und welches Geschäftskonzept hättest Du einer IF vorgeschlagen?
Der IF-Spezialflug hat wenigstens überlebt, ich glaube Piper Deutschland war der Investor.


Ich schreibe jetzt mal nix ausführliches mehr, weil das im betreffenden Forum bereit getan worden ist und noch immer getan wird.

Der BSF wurde zunächst geteilt in Bildflug und Kranflug. Ersterer ist heute Teil einer schweizer Firma und betriebt noch ein altes Flugzeug. BSF-Kranflug existiert nicht mehr. Piper hat die Firma gehörig ausgenommen. Einige "Überlebende" haben aber die Firma Spezialflug Berlin (SFB) gegründet. Diese koordiniert Aufträge in Deutschland der tschechischen Firma Aerocentrum.

Und welches Geschäftskonzept? Das was sie hatten. Es geht natürlich um den betrieb Verkehrsflug. Wie man sich u.a.verjüngen wollte, schrieb ich weiter oben. ...ich meine, es ist ja nicht so, dass kein Bedarf da war. BERLINE arbeitete zunächst sogar mit IL-18.
Und dass es Airlines gibt, die OHNE Kredit Flugzeuge kaufen, wäre mir neu....

Allerdings, ich habe keine Lust, alles mehrfach durchzukauen. Kann man auch im www.ddr-luftfahrtforum.de machen


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#38

RE: Honeckers Air Force One

in Die Nationale Volksarmee (NVA) der DDR 18.02.2013 22:18
von Gelöschtes Mitglied
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Zitat von Harzwanderer im Beitrag #36
Wer sollte das denn gewesen sein? Und welches Geschäftskonzept hättest Du einer IF vorgeschlagen?
Der IF-Spezialflug hat wenigstens überlebt, ich glaube Piper Deutschland war der Investor.

:-) Für'n Appel und Ei bekommen. Und anschliessend alles verklopft. Koennte Dir das Dinge erzählen, aber sicher nicht öffentlich...
Vielleicht mal unter 4 Augen.


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#39

RE: Honeckers Air Force One

in Die Nationale Volksarmee (NVA) der DDR 18.02.2013 22:35
von Harzwanderer | 2.937 Beiträge

Die Flotte von Verkehrsflug war einfach nicht mehr viel Wert. Der Großteil war alt und zu klein, die drei Airbusse waren mit den laufenden Krediten und Bundesbürgschaften einfach kein Eigentum der IF. Die IF-Flughäfen fielen an die neuen Bundesländer, die IF-Flugsicherung an die DFS, das IF-Netz in den Osten und in die bis dahin verbündeten Staaten war erkennbar kein Geldbringer. Luftfracht gab es nur ganz wenig und fast keine geeigneten Flugzeuge dafür. Da war doch nicht mehr viel. Wer hätte die kaufen sollen?


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#40

RE: Honeckers Air Force One

in Die Nationale Volksarmee (NVA) der DDR 19.02.2013 12:13
von Gelöschtes Mitglied
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Zitat von Harzwanderer im Beitrag #39
Die Flotte von Verkehrsflug war einfach nicht mehr viel Wert. Der Großteil war alt und zu klein, die drei Airbusse waren mit den laufenden Krediten und Bundesbürgschaften einfach kein Eigentum der IF. Die IF-Flughäfen fielen an die neuen Bundesländer, die IF-Flugsicherung an die DFS, das IF-Netz in den Osten und in die bis dahin verbündeten Staaten war erkennbar kein Geldbringer. Luftfracht gab es nur ganz wenig und fast keine geeigneten Flugzeuge dafür. Da war doch nicht mehr viel. Wer hätte die kaufen sollen?

FALSCH! Die IL-62M waren unter 10 Jahre, mein Herr. Von den TU-134A sollten 5 weiterfliehen. Die Dash-8 war Nagelneu. Die A310 waren nahelneu.
Und hör auf meit Eigentum, das hat fast keine Airline an ihrem Flieger, die sind immer nur Besitzer. Das IF-Netz ging nicht nur in den Osten. By the Way, ausserdem wollte man ja andererseits die mittlerweile ja auch retablen oststrecken.

Wenns nach Eigentum ginge, steht morgen weltweit der Luftverkehr.


erkoe hat sich für diesen Beitrag bedankt
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