#1

Aus Feinde werden Freunde

in Das Ende der DDR 06.04.2012 21:24
von Wanderer zwischen 2 Welten | 2.340 Beiträge

Als die NVA die Waffen streckte


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#2

RE: Aus Feinde werden Freunde

in Das Ende der DDR 07.04.2012 18:26
von Zermatt | 5.293 Beiträge

Was in den Köpfen der ehemaligen NVA Soldaten vorging...jetzt dem alten Klassenfeind zu dienen und dessen Befehle auszuführen.



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#3

RE: Aus Feinde werden Freunde

in Das Ende der DDR 07.04.2012 20:21
von Wanderer zwischen 2 Welten | 2.340 Beiträge

Zitat von Zermatt
Was in den Köpfen der ehemaligen NVA Soldaten vorging...jetzt dem alten Klassenfeind zu dienen und dessen Befehle auszuführen.


Aber was ging in den Koepfen der damaligen Bundeswehr Soldaten vor? Auch fuer sie war die NVA ja der Feind, wenn auch das Feindbild beim Bund in weniger leuchtenden Farben gemalt wurde als bei der NVA. Kann mir vorstellen das sowas bei den beteiligten Bundeswehr Soldaten auch nicht ganz spurlos abging.


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#4

RE: Aus Feinde werden Freunde

in Das Ende der DDR 07.04.2012 21:55
von DoreHolm | 7.695 Beiträge

Na sicher wurde jeder von der anderen Seite erst mal neugierig, mißtrauisch, manchmal auch überheblich, beäugt. Wie oft und wo auch immer auf der Welt mußten sich ehemalige Bürgerkriegsparteien zusammenfinden ? Das ist normal und ist im Zivilleben nicht anders gewesen. Ging mir auch so, obwohl es schon 1993 war, als ich durch Umstrukturierung in unserem Konzern von der Konzerntochert in Erfurt der in Pirmasens zugeordnet wurde. Es mußten ja erst mal Vorurteile abgebaut werden. Es haben wohl die meisten aus dem Osten am eigenen Leibe gespürt, daß wir als die Verlierer angesehen wurden und demzufolge auch persönlich in jedem Fall die schlechteren Fachleute zu sein sind. Viele Westdeutsche haben sehr schnell gemerkt, daß das eher das Gegenteil ist, bei einigen Wenigen, von denen ich auch einigen begegnet bin, ist diese Denkweise wohl bis an ihr Lebensende zementiert und sie werden versucht haben, diese auch an ihre Nachkommen weiterzugeben. Als ich gemerkt habe, und das war sehr bald, daß westlich von Eisenach auch nur mit Wasser gekocht wird, sind mir die dummen Sprüche solcher Leute hinten vorbeigegangen.
Ich meine immer, Vorurteile oder gar Feindschaft abzubauen geht am besten, indem man die beiden Seiten zusammen arbeiten und Probleme lösen läßt. So mancher etwas ausländerfeindlich Eingestellter kommt ganz gut mit seinem ausländischen Kollegen auf Montageeinsätzen, in der Entwicklungsabteilung oder am Band aus.



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#5

RE: Aus Feinde werden Freunde

in Das Ende der DDR 07.04.2012 23:28
von Rostocker | 7.719 Beiträge

Zitat von Zermatt
Was in den Köpfen der ehemaligen NVA Soldaten vorging...jetzt dem alten Klassenfeind zu dienen und dessen Befehle auszuführen.



Auch die NVA war für die Bundeswehr ein Feind--wer das bestreitet, der glaubt wohl seinen eigenen Worten nicht.Beide deutsche Armeen waren in unterschiedlichen Bündnissen.Und wenn man immer sagt -nur die eine Seite hatte ein Feindbild--der glaubt wieder nicht seinen eigenen Worten.Aber eins kann man glauben.heute befinden sich Teile einer deutschen Armee wieder nach 1945 im Krieg weit ab der Heimat.


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#6

RE: Aus Feinde werden Freunde

in Das Ende der DDR 08.04.2012 10:33
von Marder | 1.413 Beiträge

Zitat von Rostocker

Auch die NVA war für die Bundeswehr ein Feind--wer das bestreitet, der glaubt wohl seinen eigenen Worten nicht.Beide deutsche Armeen waren in unterschiedlichen Bündnissen.Und wenn man immer sagt -nur die eine Seite hatte ein Feindbild--der glaubt wieder nicht seinen eigenen Worten.Aber eins kann man glauben.heute befinden sich Teile einer deutschen Armee wieder nach 1945 im Krieg weit ab der Heimat.



Hallo Rostocker,
als Feind würde ich die ehemalige NVA nicht bezeichnen. Das Wort "Feind" war verpönt. Es wurde vom Gegner gesprochen. Das ist schon inhaltlich ein Unterschied.
Der grösste Unterschied ist aber, dass es keine politische Schulung während des Dienstes gab, der überhaupt erst ein "Feindbild" schaffen sollte.
Daher war es für BW Soldaten verhältnismässig einfach, die NVA Soldaten in der Bundeswehr zu akzeptieren.
MfG Jürgen


Er wirft den Kopf zurück und spricht: "Wohin ich blicke, Lump und Wicht!" Doch in den Spiegel blickt er nicht.
Ein kluger Mann macht nicht alle Fehler selber. Er lässt auch anderen eine Chance.
Ein Kluger bemerkt alles - ein Dummer macht über alles eine Bemerkung.
Der Horizont vieler Menschen ist ein Kreis mit dem Radius Null - und das nennen sie ihren Standpunkt.

Wer Rechtschreibfehler findet kann sie behalten.
zuletzt bearbeitet 08.04.2012 10:45 | nach oben springen

#7

RE: Aus Feinde werden Freunde

in Das Ende der DDR 08.04.2012 11:59
von Feliks D. | 8.887 Beiträge

Zitat von Marder

Der grösste Unterschied ist aber, dass es keine politische Schulung während des Dienstes gab...



Es gab und gibt keine politischen Schulungen in der Bundeswehr?


Was ich zu sagen hatte habe ich gesagt, nun fürchte ich das allerletzte Wort. Der Sprache Ohnmacht hat mich oft geplagt, doch Trotz und Hoffnung gab ich niemals fort! Mir scheint die Welt geht aus den Fugen bringt sich um, die vielen Kriege zählt man schon nicht mehr. Auch dieses neue große Deutschland macht mich stumm, der Zorn der Worte und die Wut wird mehr. Die Welt stirbt leise stilles Schreien hört man nicht, es hilft kein Weinen und man sieht's nicht im Gesicht. Wer einen Menschen rettet rettet so die Welt, am Ende überleben wir uns doch. Nur wir bestimmen wann der letzte Vorhang fällt, still und leise verlassen wir die Welt!

Macht es gut Freunde!
zuletzt bearbeitet 08.04.2012 12:01 | nach oben springen

#8

RE: Aus Feinde werden Freunde

in Das Ende der DDR 08.04.2012 14:12
von damals wars | 12.150 Beiträge

Auch wenn es nicht ganz passt, als wir nach der Wende uns im Rahmen einer Veranstaltung der Kammer der Technik das erste Mal mit westdeutschen Ingenieuren austauschten, haben wir uns sowohl fachlich als auch menschlich gut verstanden.
Sicher hatten wir nicht die Technik wie die Ingenieure im Westen, aber das Problem Umweltschutz war uns wohlbekannt.
Schon vom Studium her.

Bevor wir aber die Gelegenheit bekamen, unser Wissen anzuwenden, waren wir schon abgewickelt.
------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------
Lustig finde ich die Ausführungen des Bundeswehr- Offzier, wie schlecht die DDR Technik war.

Leider hat er vergessen, zu sagen, das die DDR Bürostühle für breitgesessene .... - Ä.... viel zu hart waren.

Und als die Bundeswehr zur "Friedenswahrung in der Türkei stationiert wurde, mussten sie dann doch auf NVA Material zurückgreifen. Sowohl Technik als auch Uniformen.

Sogar die US Army musste im Wüstenkrieg auf W 50 LKW mit Wassertanks zurückgreifen.


Als Gott den Menschen erschuf, war er bereits müde; das erklärt manches.(Mark Twain)
Ein demokratischer Rechtsstaat braucht Richter, keine Henker. Interview auf der Kundgebung Je suis Charlie am 11.01.2015
"Hass hat keinen Glauben, keine Rasse oder Religion, er ist giftig." der Witwer der britische Labour-Abgeordnete Jo Cox.
http://www.neo-magazin-royale.de/zdi/art...fur-frauke.html
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#9

RE: Aus Feinde werden Freunde

in Das Ende der DDR 08.04.2012 14:45
von Grenzwolf62 (gelöscht)
avatar

Die Zeit hat die Feindbildentwickler des kalten Krieges auf den Müllhaufen der Geschichte befördert und dort sind sie bestens aufgehoben.
Lasst uns dankbar sein das die demagogischen Einpeitscher und Scharfmacher unserer Jugend ihre perfiden Ziele nie erreicht haben.


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#10

RE: Aus Feinde werden Freunde

in Das Ende der DDR 08.04.2012 15:55
von Zermatt | 5.293 Beiträge

Zitat von Rostocker

Zitat von Zermatt
Was in den Köpfen der ehemaligen NVA Soldaten vorging...jetzt dem alten Klassenfeind zu dienen und dessen Befehle auszuführen.



Auch die NVA war für die Bundeswehr ein Feind--wer das bestreitet, der glaubt wohl seinen eigenen Worten nicht.Beide deutsche Armeen waren in unterschiedlichen Bündnissen.Und wenn man immer sagt -nur die eine Seite hatte ein Feindbild--der glaubt wieder nicht seinen eigenen Worten.Aber eins kann man glauben.heute befinden sich Teile einer deutschen Armee wieder nach 1945 im Krieg weit ab der Heimat.



Im Osten wurde doch planmässig und systematisch ein Feindbild aufgebaut-die Bundeswehr.War das umgekehrt auch so ?Wohl kaum.



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#11

RE: Aus Feinde werden Freunde

in Das Ende der DDR 08.04.2012 16:06
von Marder | 1.413 Beiträge

Zitat von Feliks D.

Zitat von Marder

Der grösste Unterschied ist aber, dass es keine politische Schulung während des Dienstes gab...



Es gab und gibt keine politischen Schulungen in der Bundeswehr?




Hallo Feliks,
ich kann mich nicht erinnern jemals einen Politoffizier in der Bundeswehr begegnet zu sein. Jedenfalls keinen, der vom Verteidigungsminister als solchen legitimiert worden ist oder war.
Und das Unterrichtsfach Politik mit vermitteln eines Feindbildes anhand des Klassenstandpunktes ist mir auch nicht bekannt.
Wenn du da mehr weisst bin ich gespannt
MfG Jürgen


Er wirft den Kopf zurück und spricht: "Wohin ich blicke, Lump und Wicht!" Doch in den Spiegel blickt er nicht.
Ein kluger Mann macht nicht alle Fehler selber. Er lässt auch anderen eine Chance.
Ein Kluger bemerkt alles - ein Dummer macht über alles eine Bemerkung.
Der Horizont vieler Menschen ist ein Kreis mit dem Radius Null - und das nennen sie ihren Standpunkt.

Wer Rechtschreibfehler findet kann sie behalten.
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#12

RE: Aus Feinde werden Freunde

in Das Ende der DDR 08.04.2012 16:07
von Häuptling | 77 Beiträge

Ich war 6 Jahre im GR-6, habe in all den Jahren weder Bundeswehr noch Alleierte gesehen, nur BGS und Zoll. Mir ist auch bekannt, dass es seit der Wende mehrere Freundschaften zw. GT und BGS Angehörigen gibt, vor allem im Lübecker Raum.
Von "Oben" wurde Feindschaften geschaffen und es wurde auch immer "scharf gemacht". In den GK war das meist nicht mehr so "Feindselig". Es waren doch eher Gegner, mit denen man keinen Kontakt haben dufte und auch hatte.


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#13

RE: Aus Feinde werden Freunde

in Das Ende der DDR 08.04.2012 17:07
von Wanderer zwischen 2 Welten | 2.340 Beiträge

Zitat von Marder

Zitat von Rostocker

Auch die NVA war für die Bundeswehr ein Feind--wer das bestreitet, der glaubt wohl seinen eigenen Worten nicht.Beide deutsche Armeen waren in unterschiedlichen Bündnissen.Und wenn man immer sagt -nur die eine Seite hatte ein Feindbild--der glaubt wieder nicht seinen eigenen Worten.Aber eins kann man glauben.heute befinden sich Teile einer deutschen Armee wieder nach 1945 im Krieg weit ab der Heimat.



Hallo Rostocker,
als Feind würde ich die ehemalige NVA nicht bezeichnen. Das Wort "Feind" war verpönt. Es wurde vom Gegner gesprochen. Das ist schon inhaltlich ein Unterschied.
Der grösste Unterschied ist aber, dass es keine politische Schulung während des Dienstes gab, der überhaupt erst ein "Feindbild" schaffen sollte.
Daher war es für BW Soldaten verhältnismässig einfach, die NVA Soldaten in der Bundeswehr zu akzeptieren.
MfG Jürgen





Auch wusste man bei der Bundeswehr gar nicht ob man einen moeglichen "Ernstfall", also Kampfhandlungen zwischen BW und NVA, als Krieg oder Buergerkrieg einschaetzen soll.


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#14

RE: Aus Feinde werden Freunde

in Das Ende der DDR 08.04.2012 17:12
von Wanderer zwischen 2 Welten | 2.340 Beiträge

Zitat von Häuptling
Ich war 6 Jahre im GR-6, habe in all den Jahren weder Bundeswehr noch Alleierte gesehen, nur BGS und Zoll. Mir ist auch bekannt, dass es seit der Wende mehrere Freundschaften zw. GT und BGS Angehörigen gibt, vor allem im Lübecker Raum.
Von "Oben" wurde Feindschaften geschaffen und es wurde auch immer "scharf gemacht". In den GK war das meist nicht mehr so "Feindselig". Es waren doch eher Gegner, mit denen man keinen Kontakt haben dufte und auch hatte.



Die BW hatte nichts mit Grenzsicherung zu tun. Das war Aufgabe vom BGS. Auch durfte niemand in Bundeswehruniform naeher als 5 km (glaube ich waren es) an die Grenze heran gehen.


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#15

RE: Aus Feinde werden Freunde

in Das Ende der DDR 08.04.2012 17:42
von RalphT | 877 Beiträge

Zitat von Feliks D.

Zitat von Marder

Der grösste Unterschied ist aber, dass es keine politische Schulung während des Dienstes gab...



Es gab und gibt keine politischen Schulungen in der Bundeswehr?




Doch, auf jeden Fall. Ich hatte damals eine Schulung mitmachen dürfen/müssen. Eine Woche im Weserbergland "Politsche Bildung". Was damals an Themen angesprochen worden ist? Ich weiß es nicht mehr. Ist zu lange her. Auf jeden Fall stand dort ein Zivilist und es waren Themen, die alle Bereiche der Politik und Gesellschaftsthemen ansprach. Natürlich Themen, die die Bundeswehr betrafen, aber auch einiges an allgemeinen Themen.

Ich fand es nicht verkehrt.


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#16

RE: Aus Feinde werden Freunde

in Das Ende der DDR 08.04.2012 17:55
von Marder | 1.413 Beiträge

Zitat von RalphT

Zitat von Feliks D.

Zitat von Marder

Der grösste Unterschied ist aber, dass es keine politische Schulung während des Dienstes gab...



Es gab und gibt keine politischen Schulungen in der Bundeswehr?




Doch, auf jeden Fall. Ich hatte damals eine Schulung mitmachen dürfen/müssen. Eine Woche im Weserbergland "Politsche Bildung". Was damals an Themen angesprochen worden ist? Ich weiß es nicht mehr. Ist zu lange her. Auf jeden Fall stand dort ein Zivilist und es waren Themen, die alle Bereiche der Politik und Gesellschaftsthemen ansprach. Natürlich Themen, die die Bundeswehr betrafen, aber auch einiges an allgemeinen Themen.

Ich fand es nicht verkehrt.




So ist es , wenn man nicht komplett zitiert wird. So ergeben sich dann Missverständnisse und Missdeutungen.
Original sieht meine Aussage so aus!!!!

"Der grösste Unterschied ist aber, dass es keine politische Schulung während des Dienstes gab, der überhaupt erst ein "Feindbild" schaffen sollte.

Das ist in meinen Augen schon eine etwas andere Aussage oder???

Nebensätze haben nicht nur in der Grammatik eine Bedeutung. Auch wenn das " der" grammatikalisch eigentlich ein " die" sein müsste.
MfG Jürgen


Er wirft den Kopf zurück und spricht: "Wohin ich blicke, Lump und Wicht!" Doch in den Spiegel blickt er nicht.
Ein kluger Mann macht nicht alle Fehler selber. Er lässt auch anderen eine Chance.
Ein Kluger bemerkt alles - ein Dummer macht über alles eine Bemerkung.
Der Horizont vieler Menschen ist ein Kreis mit dem Radius Null - und das nennen sie ihren Standpunkt.

Wer Rechtschreibfehler findet kann sie behalten.
zuletzt bearbeitet 08.04.2012 20:21 | nach oben springen

#17

RE: Aus Feinde werden Freunde

in Das Ende der DDR 08.04.2012 21:08
von Carolus (gelöscht)
avatar

Guten Abend allerseits,

an einen politischen "Unterricht" während meiner BW kann ich mich beim besten Willen nicht erinnern. Innere Führung (der Soldat als Staatsbürger) Erkennung von Feindflugzeugen und Panzer waren die Hauptthemen. Ich persönlich habe die NVA-Soldaten nie als Feind betrachtet, hätte auch nie auf sie geschossen, sie waren in ihrem Bündnis wie wir in dem unserem. Ich glaube auch, dass die UDSSR die NVA immer als "Wackelkanditaten" betrachtetet hat weil sie selbst, bei aller gegenteiligen Beteuerungen nicht davon überzeugt war, dass Deutsche im "Ernstfall" auf Deutsche schiessen. Die Westalliierten werden wohl die gleiche Meinung vertreten haben. Nach der sowjetischen Invasion in die CSR hat man uns unmotioniert an die bayrisch/tscheschische Grenze geschickt.
Seit 1882 war ich beruflich in der DDR tätig und habe dort mit vielen Leuten gesprochen. "Klassenfeindatmosphäre" habe ich selbst bei meinen offiziellen Gesprächspartner nie gespürt. Nach meinen Erfahrungen kann ich mir nicht vorstellen dass weder die BW noch die NVA für die jeweiligen Bündnispartner eine Bank gewesen wäre. Dazu waren die familieren (und nach der Brand-Politik) die außerfamilieren Bindungen zu eng.
Ich habe heute noch viele Freunde in der "DDR". Unvollstellbar das die ihre AK 47 auf mich oder ich mein G 3 auf sie richte.


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#18

RE: Aus Feinde werden Freunde

in Das Ende der DDR 08.04.2012 22:41
von DoreHolm | 7.695 Beiträge

Ja, Carolus, Deine Einstellung in allen Ehren, aber das wäre im Ernstfall der Idealfall gewesen. Ich glaube nicht, daß Panzer- und Geschützeinheiten nicht den Abzug betätigt und Jagdflieger nicht ihre Bomben abgeladen oder Bordgeschütze nicht betätigt hätten, wenn es den Befehl dazu gegeben hätte. Es macht auch heute noch einen Unterschied, einem vermeintlichen Gegener, welcher der eigene Bruder sein könnte und dem die Angst im Gesicht abzulesen ist, einfach so umzubringen und ihn sterben zu sehen oder auf anonyme Ziele zu schießen.
Ein Verwandter aus Hamburg, Fallschirmjäger der Reserve, hatte anläßlich der Hochzeit meiner Schwestern (das war etwa 1970) auf die saudumme Frage eines anderen Gastes klar gesagt, daß er auch auf mich geschossen hätte.



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#19

RE: Aus Feinde werden Freunde

in Das Ende der DDR 08.04.2012 22:46
von Marder | 1.413 Beiträge

Zitat von Carolus

Ich habe heute noch viele Freunde in der "DDR". Unvollstellbar das die ihre AK 47 auf mich oder ich mein G 3 auf sie richte.


Hallo,
ich will dir ja nicht alle Illusionen nehmen, aber im Falle des Falles wäre genau dieses Unvorstellbare geschehen. Lass uns froh sein, dass dieses nie ausprobiert wurde.
MfG Jürgen


Er wirft den Kopf zurück und spricht: "Wohin ich blicke, Lump und Wicht!" Doch in den Spiegel blickt er nicht.
Ein kluger Mann macht nicht alle Fehler selber. Er lässt auch anderen eine Chance.
Ein Kluger bemerkt alles - ein Dummer macht über alles eine Bemerkung.
Der Horizont vieler Menschen ist ein Kreis mit dem Radius Null - und das nennen sie ihren Standpunkt.

Wer Rechtschreibfehler findet kann sie behalten.
zuletzt bearbeitet 08.04.2012 23:20 | nach oben springen

#20

RE: Aus Feinde werden Freunde

in Das Ende der DDR 08.04.2012 23:55
von Rostocker | 7.719 Beiträge

Zitat von Zermatt

Zitat von Rostocker

Zitat von Zermatt
Was in den Köpfen der ehemaligen NVA Soldaten vorging...jetzt dem alten Klassenfeind zu dienen und dessen Befehle auszuführen.



Auch die NVA war für die Bundeswehr ein Feind--wer das bestreitet, der glaubt wohl seinen eigenen Worten nicht.Beide deutsche Armeen waren in unterschiedlichen Bündnissen.Und wenn man immer sagt -nur die eine Seite hatte ein Feindbild--der glaubt wieder nicht seinen eigenen Worten.Aber eins kann man glauben.heute befinden sich Teile einer deutschen Armee wieder nach 1945 im Krieg weit ab der Heimat.



Im Osten wurde doch planmässig und systematisch ein Feindbild aufgebaut-die Bundeswehr.War das umgekehrt auch so ?Wohl kaum.




Sicher war die Bundeswehr für die NVA der Feind--genauso wie für die Bundeswehr die NVA der Gegner war--was ist da der Unterschied..Und wo sucht sich denn heute die Bundeswehr,neue Feinde--tausend Kilometer weit von der Heimat entfernt.Und alles im Namen der Terrorismusbekämfung mit den Slogan--am Hindukusch in Afganistan wird die Freiheit Deutschlands verteidigt.Nein-auch in Zeiten des kalten Krieges hatte die Bundeswehr ihren Gegner (Feind) vor den Augen--und das war der Ostblock.Oder will man das bestreiten.


zuletzt bearbeitet 08.04.2012 23:57 | nach oben springen



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