#21

RE: Aus Feinde werden Freunde

in Das Ende der DDR 09.04.2012 19:55
von glasi | 2.815 Beiträge

Zitat von Feliks D.

Zitat von Marder

Der grösste Unterschied ist aber, dass es keine politische Schulung während des Dienstes gab...



Es gab und gibt keine politischen Schulungen in der Bundeswehr?



hallo felix. nartürlich gab es politische bildung bei uns. warum auch nicht???



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#22

RE: Aus Feinde werden Freunde

in Das Ende der DDR 09.04.2012 20:20
von Rostocker | 7.719 Beiträge

Zitat von glasi

Zitat von Feliks D.

Zitat von Marder

Der grösste Unterschied ist aber, dass es keine politische Schulung während des Dienstes gab...



Es gab und gibt keine politischen Schulungen in der Bundeswehr?



hallo felix. nartürlich gab es politische bildung bei uns. warum auch nicht???




Schulungen hin oder her--sicherlich wird es in einigen Armeen so etwas geben. Nur den Soldaten zum Wehrdienst einziehen,Knarre in der Hand drücken und nun mal los.Dann kann man jeden Blinden losschicken.Bezweifeln tue ich alledings bei den Amerikanern also der US Armee gewisse Schulungen. So wie die sich im Irak aufgeführt haben und nun in Afganistan--aber das waren ja Ausnahmen und BlindeOK-man soll nicht alle über einen Kamm scheren


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#23

RE: Aus Feinde werden Freunde

in Das Ende der DDR 09.04.2012 20:40
von Zermatt | 5.293 Beiträge

In dem Beittrag wird ja auch geschildert wie BW Soldaten nach der Wende Kasernen im Osten besuchten und sehr erschreckt waren in welchem schlechten Zustand diese waren....Unterkünfte,Duschen etc. War das so extrem ?



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#24

RE: Aus Feinde werden Freunde

in Das Ende der DDR 09.04.2012 20:41
von Feliks D. | 8.887 Beiträge

Zitat von Marder

Hallo Feliks,
ich kann mich nicht erinnern jemals einen Politoffizier in der Bundeswehr begegnet zu sein. Jedenfalls keinen, der vom Verteidigungsminister als solchen legitimiert worden ist oder war.
Und das Unterrichtsfach Politik mit vermitteln eines Feindbildes anhand des Klassenstandpunktes ist mir auch nicht bekannt.
Wenn du da mehr weisst bin ich gespannt
MfG Jürgen



Ob ich mehr weiß kann ich nicht beurteilen, ich denke in diesem Fall wäre dies so wie mit dem Blinden und der Farbe. Allein meine Gedanken dazu kann ich darlegen, die Bewertung wäre dann wieder deine Aufgabe.

Politische Schulung muss ja nicht zwangsläufig durch einen Politoffizier erfolgen, in diesem System wollen schließlich auch noch andere daran verdienen und so bindet man lieber Zivilisten ein. Um die Kontrolle über die vermittelten Inhalte zu behalten und alles zentral zu koordinieren hat die Bundeszentrale für Propaganda, hierzulande verklärend mit Bundeszentrale für politische Bildung umschrieben, die Oberhoheit bekommen. Zugeben muss ich das dies heute alles geschickter und subtiler verläuft. Heute wird der Gegner nicht mehr offen benannt sondern die FDGO wird gepriesen und jeder der auch nur ansatzweise an bestehenden Besitzverhältnissen rütteln will wird so automatisch zum Gegner dieses Systems gestempelt. Hat mehr etwas von lehren statt belehren, aber unterm Strich kommt das gleiche dabei raus. Ich weiß was ich schützen soll und somit erkenne ich auch meine Feinde, ergo das Feindbild wird nicht vermittelt sondern baut sich selbst auf. Dies durchaus nachhaltiger und erfolgreicher, dass muss ich, wie bereits gesagt, schon zugeben.

http://www.bpb.de/partner/51453/netzwerk...-der-bundeswehr


Was ich zu sagen hatte habe ich gesagt, nun fürchte ich das allerletzte Wort. Der Sprache Ohnmacht hat mich oft geplagt, doch Trotz und Hoffnung gab ich niemals fort! Mir scheint die Welt geht aus den Fugen bringt sich um, die vielen Kriege zählt man schon nicht mehr. Auch dieses neue große Deutschland macht mich stumm, der Zorn der Worte und die Wut wird mehr. Die Welt stirbt leise stilles Schreien hört man nicht, es hilft kein Weinen und man sieht's nicht im Gesicht. Wer einen Menschen rettet rettet so die Welt, am Ende überleben wir uns doch. Nur wir bestimmen wann der letzte Vorhang fällt, still und leise verlassen wir die Welt!

Macht es gut Freunde!
zuletzt bearbeitet 09.04.2012 20:42 | nach oben springen

#25

RE: Aus Feinde werden Freunde

in Das Ende der DDR 09.04.2012 20:42
von glasi | 2.815 Beiträge

Zitat von Marder

Zitat von Rostocker

Auch die NVA war für die Bundeswehr ein Feind--wer das bestreitet, der glaubt wohl seinen eigenen Worten nicht.Beide deutsche Armeen waren in unterschiedlichen Bündnissen.Und wenn man immer sagt -nur die eine Seite hatte ein Feindbild--der glaubt wieder nicht seinen eigenen Worten.Aber eins kann man glauben.heute befinden sich Teile einer deutschen Armee wieder nach 1945 im Krieg weit ab der Heimat.



Hallo Rostocker,
als Feind würde ich die ehemalige NVA nicht bezeichnen. Das Wort "Feind" war verpönt. Es wurde vom Gegner gesprochen. Das ist schon inhaltlich ein Unterschied.
Der grösste Unterschied ist aber, dass es keine politische Schulung während des Dienstes gab, der überhaupt erst ein "Feindbild" schaffen sollte.
Daher war es für BW Soldaten verhältnismässig einfach, die NVA Soldaten in der Bundeswehr zu akzeptieren.
MfG Jürgen



hallo jürgen. du hast recht. das wort feind war bei der BW verpönt. aber was hat der einzelne soldat wirklich gedacht. bei mir war es auch der gegner. aber er wäre sofort zum feind geworden wenn er einen fuß auf unseren boden gesetzt hätte. dann wär schluß mit lustig gewesen.



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#26

RE: Aus Feinde werden Freunde

in Das Ende der DDR 09.04.2012 21:00
von Rostocker | 7.719 Beiträge

Zitat von glasi

Zitat von Marder

Zitat von Rostocker

Auch die NVA war für die Bundeswehr ein Feind--wer das bestreitet, der glaubt wohl seinen eigenen Worten nicht.Beide deutsche Armeen waren in unterschiedlichen Bündnissen.Und wenn man immer sagt -nur die eine Seite hatte ein Feindbild--der glaubt wieder nicht seinen eigenen Worten.Aber eins kann man glauben.heute befinden sich Teile einer deutschen Armee wieder nach 1945 im Krieg weit ab der Heimat.



Hallo Rostocker,
als Feind würde ich die ehemalige NVA nicht bezeichnen. Das Wort "Feind" war verpönt. Es wurde vom Gegner gesprochen. Das ist schon inhaltlich ein Unterschied.
Der grösste Unterschied ist aber, dass es keine politische Schulung während des Dienstes gab, der überhaupt erst ein "Feindbild" schaffen sollte.
Daher war es für BW Soldaten verhältnismässig einfach, die NVA Soldaten in der Bundeswehr zu akzeptieren.
MfG Jürgen



hallo jürgen. du hast recht. das wort feind war bei der BW verpönt. aber was hat der einzelne soldat wirklich gedacht. bei mir war es auch der gegner. aber er wäre sofort zum feind geworden wenn er einen fuß auf unseren boden gesetzt hätte. dann wär schluß mit lustig gewesen.




Da gebe ich Dir Recht Glasi-so dachte die überwiegende Mehrheit hier auch.Da sieht man immer wieder was man aus einen Soldaten machen kann dessen Staat er dient. Und wir wollen doch froh sein und vom Glück reden--das es so abgelaufen ist zwischen Bundeswehr und NVA;wie es gekommen ist und zwar friedlich--auch wenn man mit vielen nicht einverstanden war.Aber es ist ohne Blutvergießen gelaufen.


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#27

RE: Aus Feinde werden Freunde

in Das Ende der DDR 09.04.2012 21:18
von glasi | 2.815 Beiträge

Zitat von DoreHolm
Na sicher wurde jeder von der anderen Seite erst mal neugierig, mißtrauisch, manchmal auch überheblich, beäugt. Wie oft und wo auch immer auf der Welt mußten sich ehemalige Bürgerkriegsparteien zusammenfinden ? Das ist normal und ist im Zivilleben nicht anders gewesen. Ging mir auch so, obwohl es schon 1993 war, als ich durch Umstrukturierung in unserem Konzern von der Konzerntochert in Erfurt der in Pirmasens zugeordnet wurde. Es mußten ja erst mal Vorurteile abgebaut werden. Es haben wohl die meisten aus dem Osten am eigenen Leibe gespürt, daß wir als die Verlierer angesehen wurden und demzufolge auch persönlich in jedem Fall die schlechteren Fachleute zu sein sind. Viele Westdeutsche haben sehr schnell gemerkt, daß das eher das Gegenteil ist, bei einigen Wenigen, von denen ich auch einigen begegnet bin, ist diese Denkweise wohl bis an ihr Lebensende zementiert und sie werden versucht haben, diese auch an ihre Nachkommen weiterzugeben. Als ich gemerkt habe, und das war sehr bald, daß westlich von Eisenach auch nur mit Wasser gekocht wird, sind mir die dummen Sprüche solcher Leute hinten vorbeigegangen.
Ich meine immer, Vorurteile oder gar Feindschaft abzubauen geht am besten, indem man die beiden Seiten zusammen arbeiten und Probleme lösen läßt. So mancher etwas ausländerfeindlich Eingestellter kommt ganz gut mit seinem ausländischen Kollegen auf Montageeinsätzen, in der Entwicklungsabteilung oder am Band aus.


ich gebe ja zu das ich und meine alten bw kamaraden uns wie kleine kinder aufgeführt haben. wie so kleine sieger. ok. schwam darüber. das war dumm . ich habe dann auch ganz schnell wieder die kurve gekriegt. ich kam mit meinen neuen kamarden ganz gut zurecht. auch mit denn neuen vorgesetzten. die habe ich sogar bewundert.



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#28

RE: Aus Feinde werden Freunde

in Das Ende der DDR 09.04.2012 21:21
von Marder | 1.413 Beiträge

Hallo Feliks,
es ist schon von der Bedeutung her ein Unterschied, zwischen Bildung und Schulung. Und du bzw, ich wirst bzw. werde doch nicht ernsthaft glauben, dass dieses Bildungsangebot mit der politischen Indoktrinierung in der DDR gleich zu setzen ist.
MfG Jürgen


Er wirft den Kopf zurück und spricht: "Wohin ich blicke, Lump und Wicht!" Doch in den Spiegel blickt er nicht.
Ein kluger Mann macht nicht alle Fehler selber. Er lässt auch anderen eine Chance.
Ein Kluger bemerkt alles - ein Dummer macht über alles eine Bemerkung.
Der Horizont vieler Menschen ist ein Kreis mit dem Radius Null - und das nennen sie ihren Standpunkt.

Wer Rechtschreibfehler findet kann sie behalten.
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#29

RE: Aus Feinde werden Freunde

in Das Ende der DDR 09.04.2012 21:37
von eisenringtheo | 9.170 Beiträge

Wir sind hier alle interessierte Bürger und suchen politische Bildung, das erhalten wir von der Bundeswehr.
http://www.jugendoffizier.eu/
Theo


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#30

RE: Aus Feinde werden Freunde

in Das Ende der DDR 09.04.2012 21:41
von glasi | 2.815 Beiträge

bei uns gehörte auch ein besuch der innerdeutschen grenze zur politschen bildung.



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#31

RE: Aus Feinde werden Freunde

in Das Ende der DDR 09.04.2012 22:08
von Feliks D. | 8.887 Beiträge

Nein das auf keinen Fall, ich schrieb ja heute hat dies mehr etwas von lehren statt belehren. Wer jedoch die falschen Lehren zieht ist raus, damals wie heute.

Ich für meinen Teil kann diesen Übergang auch nicht nachvollziehen, denn man ist ja schließlich aus einer politischen Überzeugung heraus Soldat geworden und diese kann man dann einfach so über Nacht ablegen oder wechseln? Allein das man ja auch weiterhin für seine Familie sorgen mußte würde mir als Erklärung einleuchten.

Vom unpolitischen Soldaten braucht mir keiner was zu erzählen, wer zu NVA ging tat dies um der DDR und dem Sozialismus zu dienen, wer zur Bundeswehr geht tut dieses weil er sich mit der BRD und ihrem System identifiziert. Die Typen die es nur wegen den Waffen und mal ein wenig ballern, ohne jegliche Überzeugung, machen die zähl ich jetzt mal nicht. Das sind für mich Söldner, keine Soldaten.


Was ich zu sagen hatte habe ich gesagt, nun fürchte ich das allerletzte Wort. Der Sprache Ohnmacht hat mich oft geplagt, doch Trotz und Hoffnung gab ich niemals fort! Mir scheint die Welt geht aus den Fugen bringt sich um, die vielen Kriege zählt man schon nicht mehr. Auch dieses neue große Deutschland macht mich stumm, der Zorn der Worte und die Wut wird mehr. Die Welt stirbt leise stilles Schreien hört man nicht, es hilft kein Weinen und man sieht's nicht im Gesicht. Wer einen Menschen rettet rettet so die Welt, am Ende überleben wir uns doch. Nur wir bestimmen wann der letzte Vorhang fällt, still und leise verlassen wir die Welt!

Macht es gut Freunde!
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#32

RE: Aus Feinde werden Freunde

in Das Ende der DDR 09.04.2012 22:37
von damals wars | 12.143 Beiträge

Zitat von glasi
bei uns gehörte auch ein besuch der innerdeutschen grenze zur politschen bildung.



Der Begriff "innerdeutsch" kommt sicher auch aus der "politischen Bildung"?


Als Gott den Menschen erschuf, war er bereits müde; das erklärt manches.(Mark Twain)
Ein demokratischer Rechtsstaat braucht Richter, keine Henker. Interview auf der Kundgebung Je suis Charlie am 11.01.2015
"Hass hat keinen Glauben, keine Rasse oder Religion, er ist giftig." der Witwer der britische Labour-Abgeordnete Jo Cox.
http://www.neo-magazin-royale.de/zdi/art...fur-frauke.html
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#33

RE: Aus Feinde werden Freunde

in Das Ende der DDR 09.04.2012 22:53
von eisenringtheo | 9.170 Beiträge

Zitat von damals wars
[Der Begriff "innerdeutsch" kommt sicher auch aus der "politischen Bildung"?


Nein, der ist 1945 entstanden, wie auch Demarkationslinie und Zonengrenzen. Etwa ab dem Mauerbau wurden diese Begriffe in der DDR nicht mehr gebraucht, sondern es wurde "Grenze" oder "Staatsgrenze" verwendet.
Theo


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#34

RE: Aus Feinde werden Freunde

in Das Ende der DDR 09.04.2012 23:05
von Wanderer zwischen 2 Welten | 2.340 Beiträge

Zitat von Feliks D.


Vom unpolitischen Soldaten braucht mir keiner was zu erzählen, wer zu NVA ging tat dies um der DDR und dem Sozialismus zu dienen, wer zur Bundeswehr geht tut dieses weil er sich mit der BRD und ihrem System identifiziert. Die Typen die es nur wegen den Waffen und mal ein wenig ballern, ohne jegliche Überzeugung, machen die zähl ich jetzt mal nicht. Das sind für mich Söldner, keine Soldaten.



Feliks, die meisten gingen zum Bund weil sie als Wehrpflichtige eingezogen wurden. Diejenigen die sich verpflichteten taten es meistens wegen billigen oder gar kostenlosen Weiterbildungsmoeglichkeiten die ihnen spaeter im Privatberuf von Nutzen sein konnten, nicht aber aus "politischer Ueberzeugung".


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#35

RE: Aus Feinde werden Freunde

in Das Ende der DDR 09.04.2012 23:20
von Pitti53 | 8.788 Beiträge

Wanderer,Feliks und auch ich gehe mit ihm konform,meint hier nicht Wehrpflichtige


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#36

RE: Aus Feinde werden Freunde

in Das Ende der DDR 10.04.2012 10:32
von Marder | 1.413 Beiträge

Hallo Feliks,
da gehe ich mit Dir konform.
MfG Jürgen


Er wirft den Kopf zurück und spricht: "Wohin ich blicke, Lump und Wicht!" Doch in den Spiegel blickt er nicht.
Ein kluger Mann macht nicht alle Fehler selber. Er lässt auch anderen eine Chance.
Ein Kluger bemerkt alles - ein Dummer macht über alles eine Bemerkung.
Der Horizont vieler Menschen ist ein Kreis mit dem Radius Null - und das nennen sie ihren Standpunkt.

Wer Rechtschreibfehler findet kann sie behalten.
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#37

RE: Aus Feinde werden Freunde

in Das Ende der DDR 10.04.2012 11:36
von 94 | 10.792 Beiträge

Zitat von Feliks D.
Politische Schulung muss ja nicht zwangsläufig durch einen Politoffizier erfolgen, ...


Wozu waren denn sonst die 'Hose-lang-Träger' da? Na egal, Ernst beiseite.

Die Reportage, welche am 26.09.2010 vom 2weiten deutschen Fernsehn ausgestrahlt wurde trägt den Titel 'Aus Feind wird Freund?'
Also mit 'wird' und Fragezeichen, nur mal so ...
Interessant dazu die Aussagen auch und besonders von Generalleutnant Jörg Schönbohm ...
http://modultool.zdf.de/public/blickpunk...odulePlayer.swf

Auf jeden Fall keine 'Freunde' wurden die Frauenwalder. Und damit meine ich nicht (nur ?) die Bundeswehr, sondern vor allem die seeeehr fantasievolle Auslegung der 10/3. Einfach nur ...


Verachte den Krieg, aber achte den Krieger!


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#38

RE: Aus Feinde werden Freunde

in Das Ende der DDR 10.04.2012 15:49
von josy95 | 4.915 Beiträge

Zitat von Feliks D.
Nein das auf keinen Fall, ich schrieb ja heute hat dies mehr etwas von lehren statt belehren. Wer jedoch die falschen Lehren zieht ist raus, damals wie heute.

Ich für meinen Teil kann diesen Übergang auch nicht nachvollziehen, denn man ist ja schließlich aus einer politischen Überzeugung heraus Soldat geworden und diese kann man dann einfach so über Nacht ablegen oder wechseln? Allein das man ja auch weiterhin für seine Familie sorgen mußte würde mir als Erklärung einleuchten.

Vom unpolitischen Soldaten braucht mir keiner was zu erzählen, wer zu NVA ging tat dies um der DDR und dem Sozialismus zu dienen, wer zur Bundeswehr geht tut dieses weil er sich mit der BRD und ihrem System identifiziert. Die Typen die es nur wegen den Waffen und mal ein wenig ballern, ohne jegliche Überzeugung, machen die zähl ich jetzt mal nicht. Das sind für mich Söldner, keine Soldaten.




@Feliks, da magst Du soweit Recht haben, was Berufssoldaten oder allgemein "freiwillig Längerdienende" anbelangt. Zu Differenzieren noch der Vorteile, die ein mehr oder minder freiwilliges Längerdienen mit sich brachten. Die waren zumindest in der DDR (so glaube ich mal) ausgeprägter, schon allein was z. Bsp. Chancen im Beruf oder Studium anbelangte. Glaube aber auch mal, das eine freiwillig verlängerte Dienstzeit bei der BW auch so einige Türen, Tore und Chancen öffnete.

Ich fand damals den in den alten Bundesländern geprägten Spruch: "Stellt euch vor, es ist Krieg und keiner geht hin" schon etwas bezeichnend. Zumal es dort noch die Alternative Zivieldienst gab. Wo ich jedoch auch mit meinem Wissen von Heute behaupten möchte, das Zivildienst in der alten BRD nicht unbedingt überall und entgegen anderen Beteuerungen so angesehen war und bestimmt auch den einen oder anderen Stein in den weiteren Lebensweg des Betroffenen gelegt hat...!
Unter denjenigen, die in der DDR nur ihren Grundwehrdienst ableisten mußten, war die Überzeugung, einen Ehrendienst leisten zu müssen, bei weitem nicht so ausgeprägt, wie die SED- Propaganda dies hinstellte. Es war ein bei einem hohen Prozentsatz der jungen Wehrpflichtigen notwendiges Übel, man konfrontierte sich damit und absolvierte es so gut es ging. Immer in der Hoffnung, es wird schon gut gehen, keinen (kriegerischen) Konflikt geben. Es ist gut gegangen. Und auch die Übernahme der NVA in die Bundeswehr. Ohne sinnlos Blut zu vergießen, ohne Bruderkrieg...!

Ein Sachverhalt, um den uns auch bestimmt einige unserer damaligen und erst recht heutigen Verbündeten ernsthaft und nicht unbedingt guten Sinnes beneiden....


josy95


Sternbild Krebs, eine seiner herausragenden Eigenschaften: Krebse kommen immer an ihr Ziel..., und wenn sie zei Schritt vorgehen und einen zurück...

Zu verstehen als Abmahnung an EINEN Admin... bitte lächeln!
zuletzt bearbeitet 11.04.2012 12:53 | nach oben springen

#39

RE: Aus Feinde werden Freunde

in Das Ende der DDR 10.04.2012 16:11
von SFGA | 1.519 Beiträge

Zitat von josy95

Zitat von Feliks D.
Nein das auf keinen Fall, ich schrieb ja heute hat dies mehr etwas von lehren statt belehren. Wer jedoch die falschen Lehren zieht ist raus, damals wie heute.

Ich für meinen Teil kann diesen Übergang auch nicht nachvollziehen, denn man ist ja schließlich aus einer politischen Überzeugung heraus Soldat geworden und diese kann man dann einfach so über Nacht ablegen oder wechseln? Allein das man ja auch weiterhin für seine Familie sorgen mußte würde mir als Erklärung einleuchten.

Vom unpolitischen Soldaten braucht mir keiner was zu erzählen, wer zu NVA ging tat dies um der DDR und dem Sozialismus zu dienen, wer zur Bundeswehr geht tut dieses weil er sich mit der BRD und ihrem System identifiziert. Die Typen die es nur wegen den Waffen und mal ein wenig ballern, ohne jegliche Überzeugung, machen die zähl ich jetzt mal nicht. Das sind für mich Söldner, keine Soldaten.




@Feliks, da magst Du soweit Recht haben, was Berufssoldaten oder allgemein "freiwillig Längerdienende" anbelangt. Zu Differezieren noch der Vorteile, die ein mehr oder minder freiwilliges Längerdienen mit sich brachten. Die waren zumindest in der DDR (so glaube ich mal) ausgeprägter, schon allein was z. Bsp. Chancen im Beruf oder Studium anbelangte. Glaube aber auch mal, das eine freiwillig verlängerte Dienstzeit bei der BW auch so einige Türen, Tore und Chancen öffnete.

Ich fand damals den in den alten Bundesländern geprägten Spruch: "Stellt euch vor, es ist Krieg und keiner geht hin" schon etwas bezeichnend. Zumal es dort noch die Alternative Zivieldienst gab. Wo ich jedoch auch mit meinem Wissen von Heute behaupten möchte, das Zivildienst in der alten BRD nicht unbedingt überall und entgegen anderen BEteuerungen so angesehen war und bestimmt auch den einen oder anderen Stein in den weiteren Lebensweg des Betroffenen gelegt hat...!
Unter denjenigen, die in der DDR nur ihren Grundwehrdienst ableisten mußten, war die Überzeugung, einen Ehrendienst leisten zu müssen, bei weitem nicht so ausgeprägt, wie die SED- Propaganda dies hinstellte. Es war ein bei einem hohen Prozentsatz der jungen Wehrpflichtigen ein notwendiges Übel, man konfrontierte sich damit und absolvierte es so gut es ging. Immer in der Hoffnung, es wird schon gut gehen, keinen (kriegerischen) Konflikt geben. Es ist gut gegangen. Und auch die Übernahme der NVA in die Bundeswehr. Ohne sinnlos Blut zu vergießen, ohne Bruderkrieg...!

Ein Sachverhalt, um den uns auch bestimmt einige unserer damaligen und erst recht heutigen Verbündeten ernsthaft und nicht unbedingt guten Sinnes beneiden....


jopsy95




Ihr habt beide nur bedingt Recht. Wer zum Bund geht macht es entweder aus Überzeugung oder um seine Existenz zu sichern.
Weil was du beim Bund bekommst an knack davon träumen viele. Auch brauch man keine Angst zu haben das jeden Tag die Kündigung kommen könnte, also wenn man kein blödsinn macht.
Die NVA-Soldaten mussten einstecken als Sie die BW übernahm. Sprich da war als Bsp. Major NVA und übernommen als Olt. ging als Hauptmann in Pansion.


JgRgt 1 Schwarzenborn / HFlgUstgStff 1 Holzdorf

Wenn einer von uns müde wird,der andere für ihn wacht.Wenn einer von uns zweifeln will,der andere gläubig lacht.Wenn einer von uns fallen sollt',der andere steht für zwei,denn jedem Kämpfer gibt ein Gott den Kameraden bei.
zuletzt bearbeitet 10.04.2012 16:15 | nach oben springen

#40

RE: Aus Feinde werden Freunde

in Das Ende der DDR 11.04.2012 08:24
von josy95 | 4.915 Beiträge

Zitat von SFGA

Zitat von josy95

Zitat von Feliks D.
Nein das auf keinen Fall, ich schrieb ja heute hat dies mehr etwas von lehren statt belehren. Wer jedoch die falschen Lehren zieht ist raus, damals wie heute.

Ich für meinen Teil kann diesen Übergang auch nicht nachvollziehen, denn man ist ja schließlich aus einer politischen Überzeugung heraus Soldat geworden und diese kann man dann einfach so über Nacht ablegen oder wechseln? Allein das man ja auch weiterhin für seine Familie sorgen mußte würde mir als Erklärung einleuchten.

Vom unpolitischen Soldaten braucht mir keiner was zu erzählen, wer zu NVA ging tat dies um der DDR und dem Sozialismus zu dienen, wer zur Bundeswehr geht tut dieses weil er sich mit der BRD und ihrem System identifiziert. Die Typen die es nur wegen den Waffen und mal ein wenig ballern, ohne jegliche Überzeugung, machen die zähl ich jetzt mal nicht. Das sind für mich Söldner, keine Soldaten.




@Feliks, da magst Du soweit Recht haben, was Berufssoldaten oder allgemein "freiwillig Längerdienende" anbelangt. Zu Differezieren noch der Vorteile, die ein mehr oder minder freiwilliges Längerdienen mit sich brachten. Die waren zumindest in der DDR (so glaube ich mal) ausgeprägter, schon allein was z. Bsp. Chancen im Beruf oder Studium anbelangte. Glaube aber auch mal, das eine freiwillig verlängerte Dienstzeit bei der BW auch so einige Türen, Tore und Chancen öffnete.

Ich fand damals den in den alten Bundesländern geprägten Spruch: "Stellt euch vor, es ist Krieg und keiner geht hin" schon etwas bezeichnend. Zumal es dort noch die Alternative Zivieldienst gab. Wo ich jedoch auch mit meinem Wissen von Heute behaupten möchte, das Zivildienst in der alten BRD nicht unbedingt überall und entgegen anderen BEteuerungen so angesehen war und bestimmt auch den einen oder anderen Stein in den weiteren Lebensweg des Betroffenen gelegt hat...!
Unter denjenigen, die in der DDR nur ihren Grundwehrdienst ableisten mußten, war die Überzeugung, einen Ehrendienst leisten zu müssen, bei weitem nicht so ausgeprägt, wie die SED- Propaganda dies hinstellte. Es war ein bei einem hohen Prozentsatz der jungen Wehrpflichtigen ein notwendiges Übel, man konfrontierte sich damit und absolvierte es so gut es ging. Immer in der Hoffnung, es wird schon gut gehen, keinen (kriegerischen) Konflikt geben. Es ist gut gegangen. Und auch die Übernahme der NVA in die Bundeswehr. Ohne sinnlos Blut zu vergießen, ohne Bruderkrieg...!

Ein Sachverhalt, um den uns auch bestimmt einige unserer damaligen und erst recht heutigen Verbündeten ernsthaft und nicht unbedingt guten Sinnes beneiden....


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Ihr habt beide nur bedingt Recht. Wer zum Bund geht macht es entweder aus Überzeugung oder um seine Existenz zu sichern.
Weil was du beim Bund bekommst an knack davon träumen viele. Auch brauch man keine Angst zu haben das jeden Tag die Kündigung kommen könnte, also wenn man kein blödsinn macht.
Die NVA-Soldaten mussten einstecken als Sie die BW übernahm. Sprich da war als Bsp. Major NVA und übernommen als Olt. ging als Hauptmann in Pansion.






...na klar, das Blatt hat sich dahingehend und zur heutigen Zeit auch sehr gewandelt. Du hast mit Deinem Statement sehr wohl den Nagel auf den berühmten Kopf getroffen, ein "Job" bei Bundeswehr, Bundesgrezschutz ect. ist heutzutage schon als sehr existenzsichernd anzusehen, incl. guter Bezahlung!

josy95


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