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#41

RE: "Ich hatte richtig Schiß"

in Grenztruppen der DDR 20.01.2015 23:00
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So tolle Sachen erlebt wie einige User hier habe ich zwar nicht, aber mein erstes Werfen mit Angriffshandgranate verlief etwas blamabel für mich. Ich hatte genau aufgepasst, wie es der führende Offz uns zeigt. Festhalten, Splint aufbiegen, Splint rausziehen und bis dahin den Bügel angedrückt lassen und dann werfen. Habe ich auch gemacht. Die Granate flog auch dorthin, wo sie hin sollte. Aber als beim Flug dieser kleine Knall des Zünders ausblieb, wußte ich schon, daß etwas nicht stimmen konnte. Als sich nach einer Minute nichts tat, ging der Offz hin, sah was los war und gab mir das Ding zurück. Ich wußte in dem Moment, was ich falsch gemacht hatte. Also, der Splint war noch drin, der Bügel lag an, aber der Ring war aufgerissen. Also noch mal in aller Ruhe geguckt, daß ich den Splint auch wirklich draußen hatte und dann geworfen. Schiss hatte ich keinen, denn ich kannte die Ursache.
Freude kam auf, wenn beim 81 mm-GW die Treibladung einer Granate nicht gezündet hatte. Dann hieß es, etwas warten, dann Rohr nach vorn ankippen. Einer stellte sich so, daß er das Rohr von hinten zwischen den Beinen hatte und die Hände an der Mündung. Dann wurde das Rohr langsam angehoben, bis die Granate vorn rausrutschte. Granate zur Seite gelegt und es konnte weitergehen.
Als ich auf einer großen Übung als nichtstrukturmäßiger Aufklärer im KC-SPW mitfuhr, sind wir in Annaburg durch das Ari-Zielgebiet gefahren. In der Fahrspur wurde hinter uns eine Granate sichtbar, die so halb schräg aus der Erde guckte. sah aus wie eine Granate vom 120er GW. Hat uns dann der Schiedsrichter, der etwa 100 m hinter uns lief, bestätigt.
Einen wirklichen gesundheitsschadenn habe ich mir erst viel später geholt, nämlich als RPG-7-Schütze bei den Kampfgruppen. 4 Granaten ohne Gehörschutz. Hat mir bei Dr. Nürnberg, dem Jüngeren in Erfurt 4 Wochen Krankschreibung eingebracht. Mein Audiogramm zeigt bei einer bestimmten Frequenz einen scharfen Ausschlag nach unten. Im praktischen Leben unerheblich, aber als meine Frau sagte, daß unser TV pfeift und ob ich das denn nicht höre, mußte ich eingestehen, daß ich das wirklich nicht hörte oder als die Türabdichtung am Auto defekt war und es bei etwas höherer Geschwindigkeit ebenfalls pfiff, hörten es alle Mitfahrenden, nur ich als Fahrer nicht. Die 4-wöchige Krankschreibung war eine herrliche Zeit. Ich konnte alles machen, mir fehlte praktisch nichts. Ich mußte mich nur von lauten Geräuschen fernhalten und weil ich damals in der Produktion arbeitete mit den lauten Motorgetrieben. Als Medikament bekam ich Strychnin verabreicht. Das soll die Sinnesempfindlichkeit erhöhen, wurde mir gesagt. Ist auch ein Rattengift.
Ansonsten, Situationen, bei denen ich akuten Schiss hatte, daran kann ich mich nicht erinnern. Vielleicht auch weil ich davon ausging, daß bei allen Übungen stets von den Vorgesetzten darauf geachtet wurde, daß nichts passiert. Ein verletzter oder gar toter Grundwehrdienender wäre ein Supergau für die direkten und indirekten Verantwortlichen gewesen und hätte der NVA rein gar nichts genützt.



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#42

RE: "Ich hatte richtig Schiß"

in Grenztruppen der DDR 20.01.2015 23:25
von G. Michael (gelöscht)
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Dore, Du bist herrlich. Sone Aktion wie mit der Spliiterhandgranate (sicher RGD 5) hab ich nicht erlebt, also Ring abgerissen.
Das entladen des GW wie beschrieben kenne ich auch noch, Rohr hinten anheben und einer fängt die Granate auf. Anfamg der 80ger wollte man das
ändern. Es sollte das Rohr aus der Bodenplatte herausgenommen werden, Dann Bodenstück entfernen und nach hinten entladen, hat sich aber nicht
durchgesetzt.
Und SPW, ich war immer mit den Glöwener Artilleristen als Richtschütze unterwegs. Bei einer Pause in Klietz, absitzen und Der PSH stand mit dem linken Vorderrad auf einer 152 mm Granate. 300 Meter weiter und das Ding gesprengt.
Ja, Gemeinde klingt wie aus einem schlechten Film, so war das.
Micha


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#43

RE: "Ich hatte richtig Schiß"

in Grenztruppen der DDR 21.01.2015 01:03
von G. Michael (gelöscht)
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Zitat von Grenzwolf62 im Beitrag #24

Zitat von exgakl

Zitat von Grenzwolf62

Zitat von exgakl
stimmt so nicht ganz, eine kleine Bastelarbeit würde helfen den Lauf der Ketten zu verstehen[zwinker] oder man hat darunter gesessen, dann weiss man auch wie es geht.....


Ich saß ja drunter und kenn den Modder-Abwurf[kotzen]



dann müssen die Kettenglieder, die während der Bewegung über dir satnden ja ganz schön schmutzig gewesen sein;-)




Egal wie auch immer in den Tigern und T34 soll es in der Wanne Öffnungen gegeben haben um den armen Hund im Loch was böses zukommen zu lassen, die mussten nicht mal drehen.
Das war wirklich böse und dagegen ist bissel Modder Spass.




Diese Bodenluken gab und gibt es, aber nicht um Geschenke an den Mucker zu übergeben. Notausstieg! Das Assteigen aus einem Panzer
ist sonst nur nach oben möglich (Primaschießscheiben). Aus diesem Grund wurde auch der Achsabstand des SPW 60PB (BTR60)
beim SPW 70 BP (BTR 70) geändert und es gab seitliche Türen zwischen den Achsen 2 und 3.
Micha


zuletzt bearbeitet 21.01.2015 01:21 | nach oben springen

#44

RE: "Ich hatte richtig Schiß"

in Grenztruppen der DDR 21.01.2015 01:20
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Mal schnell noch ein Bild. Micha


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#45

RE: "Ich hatte richtig Schiß"

in Grenztruppen der DDR 21.01.2015 08:16
von hardi24a | 331 Beiträge
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Gabs sowas auch 75 auf dem Böller ? Kann mich nicht recht erinnern


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#46

RE: "Ich hatte richtig Schiß"

in Grenztruppen der DDR 21.01.2015 09:11
von Harsberg | 3.417 Beiträge | 371 Punkte
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Zitat von Merlini im Beitrag #34
Die Splittergranate haben wir nicht auf das Teesieb geworfen, nur die Panzerhandgranate. Kann dir die Entfernung nicht mehr sagen und weis auch nicht wie viele ihn wirklich getroffen haben. Aber die Löcher waren bestimmt nicht von Regenwürmern.

Der Hesselfuchs



Die Panzerhandgranate hatte ja auch eine Hohlladung, hier mal die Daten



Nach einer Information wurde die Panzerhandgranate RKG-3 wegen hoher Versagerquote aus dem Verkehr gezogen, in Silberhütte umgearbeitet und unter der Bezeichnung RKG-3CU wieder eingeführt.


Phantasie ist wichtiger denn Wissen, denn Wissen ist begrenzt!
zuletzt bearbeitet 21.01.2015 09:16 | nach oben springen

#47

RE: "Ich hatte richtig Schiß"

in Grenztruppen der DDR 21.01.2015 09:25
von Hansteiner | 1.540 Beiträge | 288 Punkte
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Einmal "scharf" geworfen in der Ausbildung auf dem ISP Friedrichslohra, als US in NDH.

H.


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#48

RE: "Ich hatte richtig Schiß"

in Grenztruppen der DDR 21.01.2015 10:48
von DoreHolm | 7.925 Beiträge | 353 Punkte
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Zitat von G. Michael im Beitrag #42
Dore, Du bist herrlich. Sone Aktion wie mit der Spliiterhandgranate (sicher RGD 5) hab ich nicht erlebt, also Ring abgerissen.
Das entladen des GW wie beschrieben kenne ich auch noch, Rohr hinten anheben und einer fängt die Granate auf. Anfamg der 80ger wollte man das
ändern. Es sollte das Rohr aus der Bodenplatte herausgenommen werden, Dann Bodenstück entfernen und nach hinten entladen, hat sich aber nicht
durchgesetzt.
Und SPW, ich war immer mit den Glöwener Artilleristen als Richtschütze unterwegs. Bei einer Pause in Klietz, absitzen und Der PSH stand mit dem linken Vorderrad auf einer 152 mm Granate. 300 Meter weiter und das Ding gesprengt.
Ja, Gemeinde klingt wie aus einem schlechten Film, so war das.
Micha


Grün: Da der Splint nich ganz aufgebogen war, saß er offensichtlich so fest, daß ich mit dem Finger den Ring aufgerissen hatte. Trug davon auch eine ganz schöne kleine Risswunde davon. Übrigens, so einen Abzugsring habe ich heute noch als Andenken an meinem Schlüsselbund.



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#49

RE: "Ich hatte richtig Schiß"

in Grenztruppen der DDR 21.01.2015 11:29
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Zitat von Harsberg im Beitrag #46
Zitat von Merlini im Beitrag #34
Die Splittergranate haben wir nicht auf das Teesieb geworfen, nur die Panzerhandgranate. Kann dir die Entfernung nicht mehr sagen und weis auch nicht wie viele ihn wirklich getroffen haben. Aber die Löcher waren bestimmt nicht von Regenwürmern.

Der Hesselfuchs



Die Panzerhandgranate hatte ja auch eine Hohlladung, hier mal die Daten



Nach einer Information wurde die Panzerhandgranate RKG-3 wegen hoher Versagerquote aus dem Verkehr gezogen, in Silberhütte umgearbeitet und unter der Bezeichnung RKG-3CU wieder eingeführt.


Die Info hast Du nicht richtig gelesen. Die RKG- 3 gab es in 3Varianten.
E und EM, Sprengstoff TG50
CU Sprengstoff T H 45-55
Probleme hat die CU gemacht, wurden in Silberhütte über arbeitet und kamen als RKG 3 CU-umgebaut zurück.
Zu den Sprengstoffen, Gemische aus TNT und Hexogen, Die Zahlen stehen für die prozentualen Anteilen.
Micha


zuletzt bearbeitet 21.01.2015 11:46 | nach oben springen

#50

RE: "Ich hatte richtig Schiß"

in Grenztruppen der DDR 21.01.2015 13:15
von Linna | 198 Beiträge | 13 Punkte
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Zitat von G. Michael im Beitrag #37
Zitat von Linna im Beitrag #29
Die Panzerhandgranate (Übungshandgranate ) hat einen Kameraden von mir die Hand verstümmelt und ich habe ihn nach
dem Unglück nicht mehr wiedergesehen. Diese Handgranate musste mit einem Knallsatz versehen werden um die
Funktion vorzutäuschen. Sie hatte seitlich Austrittslöcher für den Gasstrahl und ein Feingewinde um den Knallsatz einzubringen.
Leider hat er das Gewinde verkantet und danach versucht es freizubekommen, indem er die Granate auf einen Stein aufschlug.
Dabei hatte er die rechte Hand auf den Austrittslöchern. Es gab einen Knall und einen Schrei .
Passiert im Dezember 1969 auf dem Böller bei Eisenach.
Gruß-Linna.



@Linna, ich mach mal einen auf Oberlehrer. Die Übungshandgranate, in der scharfen Variante RKG 3 genannt war die UPG-8. Ein Feingewinde
hatte die nicht. Stiel und Granatkörper wurden mit einem Rundgewinde verschraubt. Der Knallsatz UPG-8 kam auch im Signalgerät R-67 zum
Einsatz. Den Fallschirm bei der RKG 3 gab es, aber nicht als Bremsfallschirm, der war notwendig um die Führungsstange aus dem Stiel heraus-
zuziehen. An der Führungsstange gab es eine Hülse, diese hat die Kugelsicherung der Schlageinrichtung festgehalten, nach dem Ziehen
der Führungsstange war die Sclageinrichtung frei. Die Schlageinrichtung/Aufschlagzünder befand sich im Handgranatenstiel und hatte nie
Kontakt zum Ziel.
Micha


Hallo Micha,
vielen Dank für Deine Korrektur, für die Übungshandgranate stimmt es sicherlich. Bei der scharfen Version handelt es sich um
eine Hohlladungsgranate mit Aufschlagzünder. Damit der Gasstrahl der Hohlladung die Panzerung durchschlagen kann,
muß er in einem Winkel von 90 Grad auftreffen. Für die notwendige Stabilisierung der Flugbahn ist der "Fallschirm"
erforderlich. Mit dem Feingewinde meine ich natürlich das Rundgewinde.
Der Knallsatz der Übungsgranate wurde auch bei den üblichen Signalgeräten verwendet. Diese Signalgeräte waren
zu meiner Zeit umgebaute Schlösser des Wehrmachtskarabiners 98k.
Gruß-Linna



rasselbock hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#51

RE: "Ich hatte richtig Schiß"

in Grenztruppen der DDR 21.01.2015 13:20
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Zitat von Linna im Beitrag #50
Zitat von G. Michael im Beitrag #37
Zitat von Linna im Beitrag #29
Die Panzerhandgranate (Übungshandgranate ) hat einen Kameraden von mir die Hand verstümmelt und ich habe ihn nach
dem Unglück nicht mehr wiedergesehen. Diese Handgranate musste mit einem Knallsatz versehen werden um die
Funktion vorzutäuschen. Sie hatte seitlich Austrittslöcher für den Gasstrahl und ein Feingewinde um den Knallsatz einzubringen.
Leider hat er das Gewinde verkantet und danach versucht es freizubekommen, indem er die Granate auf einen Stein aufschlug.
Dabei hatte er die rechte Hand auf den Austrittslöchern. Es gab einen Knall und einen Schrei .
Passiert im Dezember 1969 auf dem Böller bei Eisenach.
Gruß-Linna.



@Linna, ich mach mal einen auf Oberlehrer. Die Übungshandgranate, in der scharfen Variante RKG 3 genannt war die UPG-8. Ein Feingewinde
hatte die nicht. Stiel und Granatkörper wurden mit einem Rundgewinde verschraubt. Der Knallsatz UPG-8 kam auch im Signalgerät R-67 zum
Einsatz. Den Fallschirm bei der RKG 3 gab es, aber nicht als Bremsfallschirm, der war notwendig um die Führungsstange aus dem Stiel heraus-
zuziehen. An der Führungsstange gab es eine Hülse, diese hat die Kugelsicherung der Schlageinrichtung festgehalten, nach dem Ziehen
der Führungsstange war die Sclageinrichtung frei. Die Schlageinrichtung/Aufschlagzünder befand sich im Handgranatenstiel und hatte nie
Kontakt zum Ziel.
Micha


Hallo Micha,
vielen Dank für Deine Korrektur, für die Übungshandgranate stimmt es sicherlich. Bei der scharfen Version handelt es sich um
eine Hohlladungsgranate mit Aufschlagzünder. Damit der Gasstrahl der Hohlladung die Panzerung durchschlagen kann,
muß er in einem Winkel von 90 Grad auftreffen. Für die notwendige Stabilisierung der Flugbahn ist der "Fallschirm"
erforderlich. Mit dem Feingewinde meine ich natürlich das Rundgewinde.
Der Knallsatz der Übungsgranate wurde auch bei den üblichen Signalgeräten verwendet. Diese Signalgeräte waren
zu meiner Zeit umgebaute Schlösser des Wehrmachtskarabiners 98k.
Gruß-Linna



Moin, Das Signalgerät was Du beschreibst ist das SP-1. Verwendet wurde die 7,62 mm Gewehrplatzpatrone.
Micha


hardi24a hat sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 21.01.2015 13:21 | nach oben springen

#52

RE: "Ich hatte richtig Schiß"

in Grenztruppen der DDR 21.01.2015 13:28
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Zitat von G. Michael im Beitrag #51
Zitat von Linna im Beitrag #50
Zitat von G. Michael im Beitrag #37
Zitat von Linna im Beitrag #29
Die Panzerhandgranate (Übungshandgranate ) hat einen Kameraden von mir die Hand verstümmelt und ich habe ihn nach
dem Unglück nicht mehr wiedergesehen. Diese Handgranate musste mit einem Knallsatz versehen werden um die
Funktion vorzutäuschen. Sie hatte seitlich Austrittslöcher für den Gasstrahl und ein Feingewinde um den Knallsatz einzubringen.
Leider hat er das Gewinde verkantet und danach versucht es freizubekommen, indem er die Granate auf einen Stein aufschlug.
Dabei hatte er die rechte Hand auf den Austrittslöchern. Es gab einen Knall und einen Schrei .
Passiert im Dezember 1969 auf dem Böller bei Eisenach.
Gruß-Linna.



@Linna, ich mach mal einen auf Oberlehrer. Die Übungshandgranate, in der scharfen Variante RKG 3 genannt war die UPG-8. Ein Feingewinde
hatte die nicht. Stiel und Granatkörper wurden mit einem Rundgewinde verschraubt. Der Knallsatz UPG-8 kam auch im Signalgerät R-67 zum
Einsatz. Den Fallschirm bei der RKG 3 gab es, aber nicht als Bremsfallschirm, der war notwendig um die Führungsstange aus dem Stiel heraus-
zuziehen. An der Führungsstange gab es eine Hülse, diese hat die Kugelsicherung der Schlageinrichtung festgehalten, nach dem Ziehen
der Führungsstange war die Sclageinrichtung frei. Die Schlageinrichtung/Aufschlagzünder befand sich im Handgranatenstiel und hatte nie
Kontakt zum Ziel.
Micha


Hallo Micha,
vielen Dank für Deine Korrektur, für die Übungshandgranate stimmt es sicherlich. Bei der scharfen Version handelt es sich um
eine Hohlladungsgranate mit Aufschlagzünder. Damit der Gasstrahl der Hohlladung die Panzerung durchschlagen kann,
muß er in einem Winkel von 90 Grad auftreffen. Für die notwendige Stabilisierung der Flugbahn ist der "Fallschirm"
erforderlich. Mit dem Feingewinde meine ich natürlich das Rundgewinde.
Der Knallsatz der Übungsgranate wurde auch bei den üblichen Signalgeräten verwendet. Diese Signalgeräte waren
zu meiner Zeit umgebaute Schlösser des Wehrmachtskarabiners 98k.
Gruß-Linna



Moin, Das Signalgerät was Du beschreibst ist das SP-1. Verwendet wurde die 7,62 mm Gewehrplatzpatrone.
Micha


Der Karabiner K98k hatte das Kaliber 7,92
Gruß-Linna



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#53

RE: "Ich hatte richtig Schiß"

in Grenztruppen der DDR 21.01.2015 13:35
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Zitat von Linna im Beitrag #52
Zitat von G. Michael im Beitrag #51
Zitat von Linna im Beitrag #50
Zitat von G. Michael im Beitrag #37
Zitat von Linna im Beitrag #29
Die Panzerhandgranate (Übungshandgranate ) hat einen Kameraden von mir die Hand verstümmelt und ich habe ihn nach
dem Unglück nicht mehr wiedergesehen. Diese Handgranate musste mit einem Knallsatz versehen werden um die
Funktion vorzutäuschen. Sie hatte seitlich Austrittslöcher für den Gasstrahl und ein Feingewinde um den Knallsatz einzubringen.
Leider hat er das Gewinde verkantet und danach versucht es freizubekommen, indem er die Granate auf einen Stein aufschlug.
Dabei hatte er die rechte Hand auf den Austrittslöchern. Es gab einen Knall und einen Schrei .
Passiert im Dezember 1969 auf dem Böller bei Eisenach.
Gruß-Linna.



@Linna, ich mach mal einen auf Oberlehrer. Die Übungshandgranate, in der scharfen Variante RKG 3 genannt war die UPG-8. Ein Feingewinde
hatte die nicht. Stiel und Granatkörper wurden mit einem Rundgewinde verschraubt. Der Knallsatz UPG-8 kam auch im Signalgerät R-67 zum
Einsatz. Den Fallschirm bei der RKG 3 gab es, aber nicht als Bremsfallschirm, der war notwendig um die Führungsstange aus dem Stiel heraus-
zuziehen. An der Führungsstange gab es eine Hülse, diese hat die Kugelsicherung der Schlageinrichtung festgehalten, nach dem Ziehen
der Führungsstange war die Sclageinrichtung frei. Die Schlageinrichtung/Aufschlagzünder befand sich im Handgranatenstiel und hatte nie
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Micha


Hallo Micha,
vielen Dank für Deine Korrektur, für die Übungshandgranate stimmt es sicherlich. Bei der scharfen Version handelt es sich um
eine Hohlladungsgranate mit Aufschlagzünder. Damit der Gasstrahl der Hohlladung die Panzerung durchschlagen kann,
muß er in einem Winkel von 90 Grad auftreffen. Für die notwendige Stabilisierung der Flugbahn ist der "Fallschirm"
erforderlich. Mit dem Feingewinde meine ich natürlich das Rundgewinde.
Der Knallsatz der Übungsgranate wurde auch bei den üblichen Signalgeräten verwendet. Diese Signalgeräte waren
zu meiner Zeit umgebaute Schlösser des Wehrmachtskarabiners 98k.
Gruß-Linna



Moin, Das Signalgerät was Du beschreibst ist das SP-1. Verwendet wurde die 7,62 mm Gewehrplatzpatrone.
Micha


Der Karabiner K98k hatte das Kaliber 7,92
Gruß-Linna



Richtig, aber ohne Lauf und Geschoß unwichtig.
Micha


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#54

RE: "Ich hatte richtig Schiß"

in Grenztruppen der DDR 21.01.2015 13:36
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Ich hatte aber auch den Eindruck, dass die Platzer für die SP 1 etwas dicker waren als die Mumpeln von der Kaschi. Kann mich aber auch getäuscht haben. Bei den SP 1 war ja immer die Rede von Karabinerschlössern, aber es wurde keine Typ angegeben.
Für die R 67 gab es ja außer der Leuchtpatronen noch einen Einsatz für Platzpatronen.

Der Hesselfuchs


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#55

RE: "Ich hatte richtig Schiß"

in Grenztruppen der DDR 21.01.2015 13:40
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Zitat von G. Michael im Beitrag #49
Zitat von Harsberg im Beitrag #46
Zitat von Merlini im Beitrag #34
Die Splittergranate haben wir nicht auf das Teesieb geworfen, nur die Panzerhandgranate. Kann dir die Entfernung nicht mehr sagen und weis auch nicht wie viele ihn wirklich getroffen haben. Aber die Löcher waren bestimmt nicht von Regenwürmern.

Der Hesselfuchs



Die Panzerhandgranate hatte ja auch eine Hohlladung, hier mal die Daten



Nach einer Information wurde die Panzerhandgranate RKG-3 wegen hoher Versagerquote aus dem Verkehr gezogen, in Silberhütte umgearbeitet und unter der Bezeichnung RKG-3CU wieder eingeführt.


Die Info hast Du nicht richtig gelesen. Die RKG- 3 gab es in 3Varianten.
E und EM, Sprengstoff TG50
CU Sprengstoff T H 45-55
Probleme hat die CU gemacht, wurden in Silberhütte über arbeitet und kamen als RKG 3 CU-umgebaut zurück.
Zu den Sprengstoffen, Gemische aus TNT und Hexogen, Die Zahlen stehen für die prozentualen Anteilen.
Micha



Die Info stimmt schon! Ist auch nachzulesen!

Hier sind die Varianten der RKG-3


Phantasie ist wichtiger denn Wissen, denn Wissen ist begrenzt!
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#56

RE: "Ich hatte richtig Schiß"

in Grenztruppen der DDR 21.01.2015 13:41
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Zitat von Merlini im Beitrag #54
Ich hatte aber auch den Eindruck, dass die Platzer für die SP 1 etwas dicker waren als die Mumpeln von der Kaschi. Kann mich aber auch getäuscht haben. Bei den SP 1 war ja immer die Rede von Karabinerschlössern, aber es wurde keine Typ angegeben.
Für die R 67 gab es ja außer der Leuchtpatronen noch einen Einsatz für Platzpatronen.

Der Hesselfuchs


Muß ich Dir bestätigen, diese Munition war für das SmG der PK-Serie. (PKS/PKT) Die R 67 waren eigentlich gedacht für die 26 mm
Leuchtpatrone.
Micha


Harsberg hat sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 21.01.2015 13:45 | nach oben springen

#57

RE: "Ich hatte richtig Schiß"

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#58

RE: "Ich hatte richtig Schiß"

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Zitat von G. Michael im Beitrag #53
Zitat von Linna im Beitrag #52
Zitat von G. Michael im Beitrag #51
Zitat von Linna im Beitrag #50
Zitat von G. Michael im Beitrag #37
Zitat von Linna im Beitrag #29
Die Panzerhandgranate (Übungshandgranate ) hat einen Kameraden von mir die Hand verstümmelt und ich habe ihn nach
dem Unglück nicht mehr wiedergesehen. Diese Handgranate musste mit einem Knallsatz versehen werden um die
Funktion vorzutäuschen. Sie hatte seitlich Austrittslöcher für den Gasstrahl und ein Feingewinde um den Knallsatz einzubringen.
Leider hat er das Gewinde verkantet und danach versucht es freizubekommen, indem er die Granate auf einen Stein aufschlug.
Dabei hatte er die rechte Hand auf den Austrittslöchern. Es gab einen Knall und einen Schrei .
Passiert im Dezember 1969 auf dem Böller bei Eisenach.
Gruß-Linna.



@Linna, ich mach mal einen auf Oberlehrer. Die Übungshandgranate, in der scharfen Variante RKG 3 genannt war die UPG-8. Ein Feingewinde
hatte die nicht. Stiel und Granatkörper wurden mit einem Rundgewinde verschraubt. Der Knallsatz UPG-8 kam auch im Signalgerät R-67 zum
Einsatz. Den Fallschirm bei der RKG 3 gab es, aber nicht als Bremsfallschirm, der war notwendig um die Führungsstange aus dem Stiel heraus-
zuziehen. An der Führungsstange gab es eine Hülse, diese hat die Kugelsicherung der Schlageinrichtung festgehalten, nach dem Ziehen
der Führungsstange war die Sclageinrichtung frei. Die Schlageinrichtung/Aufschlagzünder befand sich im Handgranatenstiel und hatte nie
Kontakt zum Ziel.
Micha


Hallo Micha,
vielen Dank für Deine Korrektur, für die Übungshandgranate stimmt es sicherlich. Bei der scharfen Version handelt es sich um
eine Hohlladungsgranate mit Aufschlagzünder. Damit der Gasstrahl der Hohlladung die Panzerung durchschlagen kann,
muß er in einem Winkel von 90 Grad auftreffen. Für die notwendige Stabilisierung der Flugbahn ist der "Fallschirm"
erforderlich. Mit dem Feingewinde meine ich natürlich das Rundgewinde.
Der Knallsatz der Übungsgranate wurde auch bei den üblichen Signalgeräten verwendet. Diese Signalgeräte waren
zu meiner Zeit umgebaute Schlösser des Wehrmachtskarabiners 98k.
Gruß-Linna



Moin, Das Signalgerät was Du beschreibst ist das SP-1. Verwendet wurde die 7,62 mm Gewehrplatzpatrone.
Micha


Der Karabiner K98k hatte das Kaliber 7,92
Gruß-Linna



Richtig, aber ohne Lauf und Geschoß unwichtig.
Micha


Auf keinen Fall, die Patrone muß ja in die Kammer passen
Gruß-Linna



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#59

RE: "Ich hatte richtig Schiß"

in Grenztruppen der DDR 21.01.2015 14:05
von G. Michael (gelöscht)
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Zitat von Linna im Beitrag #58
Zitat von G. Michael im Beitrag #53
Zitat von Linna im Beitrag #52
Zitat von G. Michael im Beitrag #51
Zitat von Linna im Beitrag #50
Zitat von G. Michael im Beitrag #37
Zitat von Linna im Beitrag #29
Die Panzerhandgranate (Übungshandgranate ) hat einen Kameraden von mir die Hand verstümmelt und ich habe ihn nach
dem Unglück nicht mehr wiedergesehen. Diese Handgranate musste mit einem Knallsatz versehen werden um die
Funktion vorzutäuschen. Sie hatte seitlich Austrittslöcher für den Gasstrahl und ein Feingewinde um den Knallsatz einzubringen.
Leider hat er das Gewinde verkantet und danach versucht es freizubekommen, indem er die Granate auf einen Stein aufschlug.
Dabei hatte er die rechte Hand auf den Austrittslöchern. Es gab einen Knall und einen Schrei .
Passiert im Dezember 1969 auf dem Böller bei Eisenach.
Gruß-Linna.



@Linna, ich mach mal einen auf Oberlehrer. Die Übungshandgranate, in der scharfen Variante RKG 3 genannt war die UPG-8. Ein Feingewinde
hatte die nicht. Stiel und Granatkörper wurden mit einem Rundgewinde verschraubt. Der Knallsatz UPG-8 kam auch im Signalgerät R-67 zum
Einsatz. Den Fallschirm bei der RKG 3 gab es, aber nicht als Bremsfallschirm, der war notwendig um die Führungsstange aus dem Stiel heraus-
zuziehen. An der Führungsstange gab es eine Hülse, diese hat die Kugelsicherung der Schlageinrichtung festgehalten, nach dem Ziehen
der Führungsstange war die Sclageinrichtung frei. Die Schlageinrichtung/Aufschlagzünder befand sich im Handgranatenstiel und hatte nie
Kontakt zum Ziel.
Micha


Hallo Micha,
vielen Dank für Deine Korrektur, für die Übungshandgranate stimmt es sicherlich. Bei der scharfen Version handelt es sich um
eine Hohlladungsgranate mit Aufschlagzünder. Damit der Gasstrahl der Hohlladung die Panzerung durchschlagen kann,
muß er in einem Winkel von 90 Grad auftreffen. Für die notwendige Stabilisierung der Flugbahn ist der "Fallschirm"
erforderlich. Mit dem Feingewinde meine ich natürlich das Rundgewinde.
Der Knallsatz der Übungsgranate wurde auch bei den üblichen Signalgeräten verwendet. Diese Signalgeräte waren
zu meiner Zeit umgebaute Schlösser des Wehrmachtskarabiners 98k.
Gruß-Linna



Moin, Das Signalgerät was Du beschreibst ist das SP-1. Verwendet wurde die 7,62 mm Gewehrplatzpatrone.
Micha


Der Karabiner K98k hatte das Kaliber 7,92
Gruß-Linna



Richtig, aber ohne Lauf und Geschoß unwichtig.
Micha


Auf keinen Fall, die Patrone muß ja in die Kammer passen
Gruß-Linna


Auch richtig, aber ich lasse es nun, sonst ufert das aus. Nur noch kurz, Bei Munition gibt es immer 2 Maße und bei Platzpatronen spielen 0,3mm Durchmesser an der Hülsenschulter kaum eine Rolle.
kaum eine Rolle.
Micha


Harsberg hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#60

RE: "Ich hatte richtig Schiß"

in Grenztruppen der DDR 21.01.2015 14:17
von Harsberg | 3.417 Beiträge | 371 Punkte
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Zitat
Nur noch kurz, Bei Munition gibt es immer 2 Maße und bei Platzpatronen spielen 0,3mm Durchmesser an der Hülsenschulter kaum eine Rolle.
kaum eine Rolle.
Micha



Sagt der Fachmann, der es natürlich weiß


Phantasie ist wichtiger denn Wissen, denn Wissen ist begrenzt!
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