#21

RE: Können wir von anderen lernen?

in Themen vom Tage 20.03.2012 18:19
von Gelöschtes Mitglied
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Zitat von Hackel39
[quote="Larissa"] von Hackel39
[blau]
Immerhin gibt es in bestimmten Gegenden wie z.B. Detroit, die ich nur aus dem Fernseher kenne, Zustände wie im abgehängten Osten, dort kann ich mir sehr gut vorstellen, daß dort die ekelhafteste Nazisaat aufgehen könnte, wenn weitere Faktoren und vor allem ausreichend viele radikale Verlierer zusammenkommen.
Was in solchen Konstellationen zu verhindern ist, das ist der erfolgreiche Versuch einer Minderheit von Profiteuren, breite Volksmassen für ihre Zwecke einzuspannen.
Und so ist das Ende der Apartheid nicht mehr und nicht weniger als die Bereitstellung eines Schiedsrichters in einem vorher wilden und unfairen Holzhackerfußballspiel ohne Regeln.
Wenn es nun dem ANC und der Weltgemeinschaft gelungen ist, Regeln in Südafrika einzuführen, so müssen die Beteiligten immer noch selber spielen und kreativ sein- Das nimmt denen keiner ab.
Schwarze müssen sich integrieren und Regeln beachten und so das Fundament der Errungenschaften festigen und das gilt auch für die Ossis im Morgenthaudeutschland.
Die aktuelle Hetze gegen ostdeutsche Empfängerländer (Stichwort: Abschaffung Länderfinanzausgleich) paßt trotz abweichender Thematik sehr gut hier rein, denn auch hier hetzen Minderheiten, die eigentlich besser wissen, was Sache ist und wollen sich auf Kosten vermeintlicher Schmarotzer profilieren, weil ihnen die Ideen ausgegangen sind.
Und so kann ich nur einmal mehr mahnen, sich niemals vor einen fremden Karren spannen zu lassen, bevor man den Zusammenhang 100 %ig begriffen hat.



Widerspruch, ganz klar. Die Zustaende,nicht nur in Detroit, in den Ghettos, sind verzeih mein Franzoesisch, verdammt noch mal absolut nicht zu vergleichen mit dem besagten 'abgehaengten Osten'. Sie sind weit davon entfernt. Wer diese Welt einmal erlebt hat, wird keinen Aufkleber 'I love Amerika' auf sein Auto kleben. Es ist eine erschuetternde Welt der Kriminalitaet, der Schmutz zwischen Ratten und Verkommenheit ganzer Land- und Hauserstriche, sich selbst ueberlassen Menschen, die in einer Ausweglosigkeit leben, der im vereinten Deutschland nicht existiert und auch nicht vorstellbar ist. Es gibt kein soziales Netz wie in Deutschland. Eben dort, in diesen Ghettos, geht es ueberhaupt nicht um Nazisaat. Vielmehr ist die Tendenz hin zum moslemischen Glauben, die erschreckend zunimmt.
Neonazis in den USA sind in die weissen laendlichen Gebieten zu finden, ebenso wie beschrieben, ueberall unter den Neureichen der USA, am wenigsten in den Ghettos.

Du sagst: Schwarze müssen sich integrieren und Regeln beachten und so das Fundament der Errungenschaften festigen und das gilt auch für die Ossis im Morgenthaudeutschland.

Schwarze WOLLEN sich nicht integrieren und warum sollten sie. Sie haben ihre eigene Entwicklung gemacht, nehmen fuer sich in Anspruch, ihre Kinder nicht mit Weissen verheiraten zu wollen. Ich rede nicht von den vielen Ausnahmen, sondern von einer Grundeinstellung der schwarzen Bevoelkerung. Und warum sollte sich die ehemaligen Bewohner der DDR 'unterwerfen' und sich integrieren? Das ist in hochstem Masse beaengstigend wenn ich das hoere. Kultur und Leben waren ueber lange Dekaden getrennt, zusammenkommen konnen wir nur alle, wenn wir dem anderen das eigene 'Ich' nicht nehmen.
Larissa


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#22

RE: Können wir von anderen lernen?

in Themen vom Tage 20.03.2012 19:39
von Hackel39 | 3.123 Beiträge

Zitat von Larissa

Zitat von Hackel39
[quote="Larissa"] von Hackel39
[blau]
Immerhin gibt es in bestimmten Gegenden wie z.B. Detroit, die ich nur aus dem Fernseher kenne, Zustände wie im abgehängten Osten, dort kann ich mir sehr gut vorstellen, daß dort die ekelhafteste Nazisaat aufgehen könnte, wenn weitere Faktoren und vor allem ausreichend viele radikale Verlierer zusammenkommen.
Was in solchen Konstellationen zu verhindern ist, das ist der erfolgreiche Versuch einer Minderheit von Profiteuren, breite Volksmassen für ihre Zwecke einzuspannen.
Und so ist das Ende der Apartheid nicht mehr und nicht weniger als die Bereitstellung eines Schiedsrichters in einem vorher wilden und unfairen Holzhackerfußballspiel ohne Regeln.
Wenn es nun dem ANC und der Weltgemeinschaft gelungen ist, Regeln in Südafrika einzuführen, so müssen die Beteiligten immer noch selber spielen und kreativ sein- Das nimmt denen keiner ab.
Schwarze müssen sich integrieren und Regeln beachten und so das Fundament der Errungenschaften festigen und das gilt auch für die Ossis im Morgenthaudeutschland.
Die aktuelle Hetze gegen ostdeutsche Empfängerländer (Stichwort: Abschaffung Länderfinanzausgleich) paßt trotz abweichender Thematik sehr gut hier rein, denn auch hier hetzen Minderheiten, die eigentlich besser wissen, was Sache ist und wollen sich auf Kosten vermeintlicher Schmarotzer profilieren, weil ihnen die Ideen ausgegangen sind.
Und so kann ich nur einmal mehr mahnen, sich niemals vor einen fremden Karren spannen zu lassen, bevor man den Zusammenhang 100 %ig begriffen hat.



Widerspruch, ganz klar. Die Zustaende,nicht nur in Detroit, in den Ghettos, sind verzeih mein Franzoesisch, verdammt noch mal absolut nicht zu vergleichen mit dem besagten 'abgehaengten Osten'. Sie sind weit davon entfernt. Wer diese Welt einmal erlebt hat, wird keinen Aufkleber 'I love Amerika' auf sein Auto kleben. Es ist eine erschuetternde Welt der Kriminalitaet, der Schmutz zwischen Ratten und Verkommenheit ganzer Land- und Hauserstriche, sich selbst ueberlassen Menschen, die in einer Ausweglosigkeit leben, der im vereinten Deutschland nicht existiert und auch nicht vorstellbar ist. Es gibt kein soziales Netz wie in Deutschland. Eben dort, in diesen Ghettos, geht es ueberhaupt nicht um Nazisaat. Vielmehr ist die Tendenz hin zum moslemischen Glauben, die erschreckend zunimmt.
Neonazis in den USA sind in die weissen laendlichen Gebieten zu finden, ebenso wie beschrieben, ueberall unter den Neureichen der USA, am wenigsten in den Ghettos.

Du sagst: Schwarze müssen sich integrieren und Regeln beachten und so das Fundament der Errungenschaften festigen und das gilt auch für die Ossis im Morgenthaudeutschland.

Schwarze WOLLEN sich nicht integrieren und warum sollten sie. Sie haben ihre eigene Entwicklung gemacht, nehmen fuer sich in Anspruch, ihre Kinder nicht mit Weissen verheiraten zu wollen. Ich rede nicht von den vielen Ausnahmen, sondern von einer Grundeinstellung der schwarzen Bevoelkerung. Und warum sollte sich die ehemaligen Bewohner der DDR 'unterwerfen' und sich integrieren? Das ist in hochstem Masse beaengstigend wenn ich das hoere. Kultur und Leben waren ueber lange Dekaden getrennt, zusammenkommen konnen wir nur alle, wenn wir dem anderen das eigene 'Ich' nicht nehmen.
Larissa






Aber Larissa, integrieren ist doch nicht unterwerfen.
Dennoch konstatiere ich hier wesentliche Unterschiede in unserer jeweiligen Kultur.
Genau weil in der BRD gewisse Grundsatzfragen der Integration im Sinne der Allgemeinheit beantwortet werden müssen, ist die Zerklüftung der Gesellschaft trotz aller Widrigkeiten im Osten hierzulande wohl noch nicht ganz so weit fortgeschritten wie in den USA, die ich wie gesagt nicht aus eigenem Erleben kenne.
Aber wer weiß, wo wir heute schon ohne die Linkspartei (die es im Weißen Haus nicht gibt) als Drohkulisse wären und so ist alles dahin gehend geregelt, daß das freie Spiel der Kräfte im Rahmen gewisser Koordinaten eben nicht zugelassen wird, siehe Krankenversicherung, NPD- Massenveranstaltungen, linkslastige Protestaktionen im Bundestag, Antidiskriminierungsparagrafen im Zusammenhang mit Alter, Geschlecht, Nationalität usw.
Ich weiß nicht, ob das jetzt intolerant ist, aber wenn z.B. ein dunkelhäutiger ICE- Kellner ausschließlich afrikanische Küche im Bordbistro servieren wollte, um mir seine Kultur näher zu bringen, wäre für mich schon eine Grenze überschritten, wenn ich jedoch in ein afrikanisches Restaurant gehen würde, käme auch Sauerkraut mit Schweinebraten als Bestellung für mich nicht in Frage- dort würde ich es tolerieren, daß es so etwas eben nicht unbedingt geben muß, selbst in Deutschland.
Aber mal was anderes zum Pluralismus, zur Vielfalt und den unbegrenzten Möglichkeiten in den USA.
Ist die scheinbar seit Jahrhunderten bereits fest zementierte Alternativwahl zwischen Demokraten und Republikanern ohne weitere maßgebliche politische Kräfte nicht ein Armutszeugnis für dieses Land ?
Können die Amerikaner nicht auch vom deutschen Demokratieverständnis etwas zur Nachnutzung verwerten ?



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#23

RE: Können wir von anderen lernen?

in Themen vom Tage 20.03.2012 19:58
von LO-Fahrer | 606 Beiträge

Ein Bekannter, der mehrere Jahre in Südafrika gelebt hat, hat mir mal erzählt, der Rassismus in SA mindestens genau so schlimm ist wie während der Apartheid. Nur heisst es jetzt nicht mehr "Schwarz gegen Weiß" sondern "Arm gegen Reich". Und die Schwarzen, die es "geschafft" haben ("Black" ist in Südafrika übrigens kein Schimpfwort oder diskreminierend im Gegensatz zu "Neger"), sind die weitaus schlimmeren Rassisten!


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#24

RE: Können wir von anderen lernen?

in Themen vom Tage 20.03.2012 20:52
von Gelöschtes Mitglied
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Zitat von LO-Fahrer
Ein Bekannter, der mehrere Jahre in Südafrika gelebt hat, hat mir mal erzählt, der Rassismus in SA mindestens genau so schlimm ist wie während der Apartheid. Nur heisst es jetzt nicht mehr "Schwarz gegen Weiß" sondern "Arm gegen Reich". Und die Schwarzen, die es "geschafft" haben ("Black" ist in Südafrika übrigens kein Schimpfwort oder diskreminierend im Gegensatz zu "Neger"), sind die weitaus schlimmeren Rassisten!




Ach, Ihr bringt mich alle teilweise zum LachSchmunzeln heute, und das tut mir gut! Ihr schreibt alle gut und der Meinungsaustausch ist interessant.

LO Fahrer, darf ich Dir mal etwas sagen. Das Wort Neger, hier englisch: Negro, ist eine Rassenbezeichnung. Das wissen viele Menschen nicht und asoziieren das Wort mit dem Wort NIGGER. Nigger ist hingegen eine schwere Beleidigung, stammt aus der damaligen Rassentrennung und von unseren arischen weissen Amerikanern, wenn diese die farbigen Sklaven beschimpften. Negro = Rasse, Jew = Rasse, Caucasian = Rasse, hispanic = Rasse. Negro wird however, im allgemeinen Sprachgebrauch hier vorsichtig benutzt, ist aber nicht mit dem Wort Nigger zu vergleichen. LO Driver: Deine Ausfuehrungen zu reich und arm, die treffen voll ins Schwarze, das habe ich auch in meinem vorherigen Bericht ansprechen wollen.
94 erwahnte Afroamerikaner. Dieser Begriff wird mehr im auslaendischen Sprachgebrauch benutzt, wird kaum noch verwendet von Weissen und Schwarzen hier im Lande, da er sich als laecherlich herausstellte, und zwar fuer die Schwarzen selbst, die nicht einmal auf dem afrikanischen Kontinent gewesen sind, die keine Ahnung von ihren Vorfahren oder afrikanischer Kultur haben und geschweige denn wissen, dass Afrika ein Kontinent ist und wo es liegt.

OOHHHH Hackel39, das waere was, die arroganten Amerikaner lernen von den Deutschen? da sind wir doch wieder Top mit dem Thema verbunden. Die Amis lieben die deutsche Arbeitsweise, die Disziplin, die Organisation vor allem und versuchen sich trotzdem aufzuspielen, das gesehen bei Lockheed Martin und technisch hochversierten deutschen Mitarbeitern, die nur schmunzeln koennen ueber die amerikanische Art, konstant den dicken Mann markieren zu muessen und einen Fehler nach dem anderen machen, den die Deutschen Mitarbeiter dann wieder zurechtbiegen muessen.
Ich bin fast aus dem Auto gefallen letzte Woche als meine Maklerin sagte...... "Langsam sollten die in Europa, vor allem in Deutschland, vom Mittelalter loskommen und lernen, wie in einer modernen Welt gelebt wird." Was soll man dazu sagen? Da gibt es nichts hinzuzufuegen.
Ist die scheinbar seit Jahrhunderten bereits fest zementierte Alternativwahl zwischen Demokraten und Republikanern ohne weitere maßgebliche politische Kräfte nicht ein Armutszeugnis für dieses Land ? Auch eine ganz eindeutige Antwort, my opinion; Mit Sicherheit ein Armutszeugnis, wird unser Obama doch als Sozialist und Kommunist auch verschrieen.

Und Hackel39, ich wuerde immer Sauerkraut essen, jeden Tag wenn ich koennte! gleichgueltig, ob mir ein Indianer, ein Chinese oder ein Afrikaner oder ein bajuwarischer Kumpel mir den mit 'Weisswurst' uuaaahhhh serviert. Ich bleibe trotzdem dabei, Das Wort integrieren hat einen schlechten Beigeschmack, haben wir oftmals bei unseren Tuerken in Deutschland gehoert. Alles markante Floskeln, die sich so einfach nicht bewerkstelligen lassen. Nie eigentlich bei den Italienern oder Griechen z.B. um nur einige zu nennen, die ihre Lebensweise ueberall in der Fremde, wie auch die Russen hier in den USA, aufrechterhalten. Die vielgepriesene Multikulturelle Gesellschaft hat sich im Nachhinein in Australien als truegerisch, sehr truegerisch erwiesen. Integrieren, heisst, ich nehme das an, was andere Voelker machen, was andere Lebensstile sind, nicht nur im Part mit den Auslaendern, sondern ihre Sitten und Gebrauche. Ganz abgesehen von der Religion, was waere dies fuer eine langweilige Welt! Das Verlangen der Integration ist ein grosses Deutsches Problem, ist hier absolut nicht wichtig, weil die Menschen leben, wie sie wollen. Und ich finde, das hoert sich schlecht an, wenn es heisst, die Ostdeutschen sollen sich integrieren. Unglaublich fuer mich, Deutsche sollen sich mit Deutschen integrieren? Ich will doch als Nordlicht auf keinen Fall in die Bayuwarische Welt integriert werden, danke nein, mir gefaellt der Tee in Friesland und das Bavarian Bier schmeckt mir auch nicht. Ich koennte mich leider nur dahingehend integrieren, dass ich ausreichend Holz vor der Huette habe und Bmw fahre. So gesehen, in welcher Weise aber meinst Du die Ostdeutschen sollten sich im Westen integrieren? Das waere doch interessant zu erfahren.
So viel zu - lernen von anderen. Wir muessen wohl erst einmal von den 'eigenen' lernen, dann koennen wir zu den 'anderen' gehen. Aber wir machen Fortschritte schon hier.
Larissa

PS: ein Lob an TOMMI, der nichtsahnend mit einfachem Satz ein grosses Thema aufmachte.


zuletzt bearbeitet 20.03.2012 20:57 | nach oben springen

#25

RE: Können wir von anderen lernen?

in Themen vom Tage 20.03.2012 21:04
von Wanderer zwischen 2 Welten | 2.340 Beiträge

Zitat von Hackel39

Aber mal was anderes zum Pluralismus, zur Vielfalt und den unbegrenzten Möglichkeiten in den USA.
Ist die scheinbar seit Jahrhunderten bereits fest zementierte Alternativwahl zwischen Demokraten und Republikanern ohne weitere maßgebliche politische Kräfte nicht ein Armutszeugnis für dieses Land ?
Können die Amerikaner nicht auch vom deutschen Demokratieverständnis etwas zur Nachnutzung verwerten ?



In America gibt es nicht nur die GOP und Democrats als Parteien, sondern auch unzaehlige Alternativparteien. Ende der 90iger Jahre wurde Jesse Ventura sogar als Kandidat so einer Partei zum Governor gewaehlt. Ausserdem besteht das amerikanische zwei Parteien System nicht "seit Jahrhunderten", sondern seit etwa 160 Jahren. Aber niemand zwingt US Buerger eine der beiden "Grossen" zu waehlen. Sie tun es leider aus freien Stuecken. Aber ist es in Deutschland wirklich anders. Staendig anwechselnd die gleichen 3 oder 4 Grossparteien zu waehlen, und das schon seit ueber 60 Jahren, zeugt auch nicht gerade von politischer Reife oder Demokratieverstaendnis.


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#26

RE: Können wir von anderen lernen?

in Themen vom Tage 20.03.2012 21:21
von Gelöschtes Mitglied
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Zitat von Wanderer zwischen 2 Welten

Zitat von Hackel39

Aber mal was anderes zum Pluralismus, zur Vielfalt und den unbegrenzten Möglichkeiten in den USA.
Ist die scheinbar seit Jahrhunderten bereits fest zementierte Alternativwahl zwischen Demokraten und Republikanern ohne weitere maßgebliche politische Kräfte nicht ein Armutszeugnis für dieses Land ?
Können die Amerikaner nicht auch vom deutschen Demokratieverständnis etwas zur Nachnutzung verwerten ?



In America gibt es nicht nur die GOP und Democrats als Parteien, sondern auch unzaehlige Alternativparteien. Ende der 90iger Jahre wurde Jesse Ventura sogar als Kandidat so einer Partei zum Governor gewaehlt. Ausserdem besteht das amerikanische zwei Parteien System nicht "seit Jahrhunderten", sondern seit etwa 160 Jahren. Aber niemand zwingt US Buerger eine der beiden "Grossen" zu waehlen. Sie tun es leider aus freien Stuecken. Aber ist es in Deutschland wirklich anders. Staendig anwechselnd die gleichen 3 oder 4 Grossparteien zu waehlen, und das schon seit ueber 60 Jahren, zeugt auch nicht gerade von politischer Reife oder Demokratieverstaendnis.





Hier geht es seit ueber einem Jahr im Hinblicke auf die Wahl im November 2012 um die GOP (Good Old Party) Republikaner, die einen Kandidaten ueberregional fuer die Presidentschaftswahl waehlen zur Zeit. Die Mehrzahl der Staaten bestimmen, nach Groesse geordnet und wichtig, wer als Kandidat gegen President Obama aufgestellt wird. Newt Gingrich ist schon weg vom Fenster, Ron Paul schon lange, und Santorum ist ein Idiot, der nicht mal reden kann und gegen Mitt Romney kaum eine Chance haben wird. Alles eine Soap Opera im grossen Spiel der Republikaner und Demokraten, wo kein anderer ein Bein auf die Erde bekommt.


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#27

RE: Können wir von anderen lernen?

in Themen vom Tage 20.03.2012 21:41
von Hackel39 | 3.123 Beiträge

Zitat von Larissa

Zitat von LO-Fahrer
Ein Bekannter, der mehrere Jahre in Südafrika gelebt hat, hat mir mal erzählt, der Rassismus in SA mindestens genau so schlimm ist wie während der Apartheid. Nur heisst es jetzt nicht mehr "Schwarz gegen Weiß" sondern "Arm gegen Reich". Und die Schwarzen, die es "geschafft" haben ("Black" ist in Südafrika übrigens kein Schimpfwort oder diskreminierend im Gegensatz zu "Neger"), sind die weitaus schlimmeren Rassisten!




Ach, Ihr bringt mich alle teilweise zum LachSchmunzeln heute, und das tut mir gut! Ihr schreibt alle gut und der Meinungsaustausch ist interessant.

LO Fahrer, darf ich Dir mal etwas sagen. Das Wort Neger, hier englisch: Negro, ist eine Rassenbezeichnung. Das wissen viele Menschen nicht und asoziieren das Wort mit dem Wort NIGGER. Nigger ist hingegen eine schwere Beleidigung, stammt aus der damaligen Rassentrennung und von unseren arischen weissen Amerikanern, wenn diese die farbigen Sklaven beschimpften. Negro = Rasse, Jew = Rasse, Caucasian = Rasse, hispanic = Rasse. Negro wird however, im allgemeinen Sprachgebrauch hier vorsichtig benutzt, ist aber nicht mit dem Wort Nigger zu vergleichen. LO Driver: Deine Ausfuehrungen zu reich und arm, die treffen voll ins Schwarze, das habe ich auch in meinem vorherigen Bericht ansprechen wollen.
.

. So gesehen, in welcher Weise aber meinst Du die Ostdeutschen sollten sich im Westen integrieren? Das waere doch interessant zu erfahren.
So viel zu - lernen von anderen. Wir muessen wohl erst einmal von den 'eigenen' lernen, dann koennen wir zu den 'anderen' gehen. Aber wir machen Fortschritte schon hier.
Larissa

PS: ein Lob an TOMMI, der nichtsahnend mit einfachem Satz ein grosses Thema aufmachte.




Ein bißchen reden wir aneinander vorbei, was aber klar an mir lag, da ich vergaß zu erwähnen, daß ich nur im Zusammenhang mit meiner Arbeit mit Ausländern zu tun hab, sonst überhaupt nicht.
Das wiederum liegt daran, daß im Schlußlichtkreis vom Schlußlichtland nicht mal Ausländer hin wollen und hier wohne ich nun mal.
Was ich mit der Intergration der Ossis meinte ist, daß zu Vorwendezeiten auch Personen die grundsätzlich nur 20 % an der Werkbank abgeliefert haben, am lautesten losgeplärrt haben, wenn in der Mangelwirtschaft nicht 100 % im Regal lagen bzw. wenn man sich die Exquisit- Waren (Qualitätsprodukte für Ostmark) nicht leisten konnte, weil man z.B. zu faul zu Überstunden oder Nebenjobs war oder einfach nicht mit Geld umgehen konnte.
Inzwischen kann sich doch jeder entsprechend seiner Präferenzen entfalten.
Wenn nun jemand aus Morgenthaudeutschland leben will wie ein Wessi, der in der 3. Generation ein gut laufendes Autohaus betreibt, dessen Gründungsvater vielleicht die ersten 15 Jahre nach der Eröffnung seiner Firma nur gerackert, seine Kinder vernachlässigt hat und nicht in den Urlaub gefahren ist, so muß sich der Ossi eben dahingehend integrieren, daß vor dem Wohlstand sehr viel Fleiß, Glück und Verzicht notwendig ist, um den Status der westdeutschen Vergleichsperson zu erreichen.
Etwas problematisch ist in diesem Zusammenhang allerdings die Erben- Problematik, Mark Twain hat dazu mal einen glänzenden Spruch dahingehend formuliert, daß ab der 3. Generation nur noch Kunstsammler und Spekulanten übrig sind in der 4. das Geld verpraßt ist, weil Erben normalerweise nicht mehr zu diesen Anstrengungen fähig sind, es sollte aber trotzdem die Ausnahme sein.
Integration hat keinen negativen Nachgeschmack für mich, wie übrigens auch Neger aus meiner DDR- Erinnerung heraus keinesfalls ein Schimpfwort war.
Stelle Dir mal vor, wie z.B. ein Eisenbahnbetrieb funktionieren würde, wenn einer perfekt die Technologie, Fahrplan und Dienstzeiten einhält und ein anderer nach dem Prinzip "Leben und Leben lassen" mit seiner ausgestrahlten Gemütlichkeit die Fahrzeiten an seine bevorzugte Frühstückszeit anpaßt, wenn einer grundsätzlich nicht zwischen 1- 3 Uhr pünktlich anfangen kann, weil er so seinen Biorythmus zerstört oder wenn einer grundsätzlich am letzten Arbeitstag der Woche nicht mal eine Stunde länger fährt wodurch ein anderer seinen Zug erst nach 6 Stunden Anreise weiterbefördern kann.
Wohlbemerkt, man verdient hier recht gut, nimmt sich aber zuweilen heraus nach der Schlagzahl eines Nachtportiers zu arbeiten und das zu Lasten der Überzahl der viel disziplinierteren Kollegen.
Wenn nun jemand meint, Siesta gegen Bezahlung ist legitim und das auch noch als Toleranzkriterium verkaufen will, dann kann ich da nicht mit gehen.



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#28

RE: Können wir von anderen lernen?

in Themen vom Tage 20.03.2012 22:43
von DoreHolm | 7.692 Beiträge

Hackel39, völlig einer Meinung. War von 77 bis zur Wende u.a. Arbeitsnormer mit eigener praktischer Erfahrung (Springer) in allen Produktionsabteilungen. Ich glaube zu wissen, was Du meinst. An´s Leder wollten mir zu Wendezeiten ein paar "Kollegen" mit 160% Normerfüllung und 55% Arbeitszeitauslastung.



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#29

RE: Können wir von anderen lernen?

in Themen vom Tage 20.03.2012 23:53
von nightforce (gelöscht)
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von Südafrika möchte ich nichts lernen.
Viel hat sich da seit 1990 nicht getan, gut die schwarze Bevölkerung darf nun mit in den Bus, statt hinterhergeschleift zu werden, aber die Rassentrennung lebt dort noch immer.
Man erkennt es, wenn man sich anschaut, wo und wie leben die Weißen und die Schwarzen, nö von dem Land möchte ich echt nix lernen.
Für mich ist es echt scheißegal, wie Einer aussieht, für mich wird zum Deutschen, wer unserer Sprache mächtig ist und sie benutzt.
Alle Anderen würd ich auch hinter dem Bus herschleifen.


zuletzt bearbeitet 20.03.2012 23:57 | nach oben springen

#30

RE: Können wir von anderen lernen?

in Themen vom Tage 21.03.2012 01:59
von Gelöschtes Mitglied
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Zitat von nightforce
von Südafrika möchte ich nichts lernen.
Viel hat sich da seit 1990 nicht getan, gut die schwarze Bevölkerung darf nun mit in den Bus, statt hinterhergeschleift zu werden, aber die Rassentrennung lebt dort noch immer.
Man erkennt es, wenn man sich anschaut, wo und wie leben die Weißen und die Schwarzen, nö von dem Land möchte ich echt nix lernen.
Für mich ist es echt scheißegal, wie Einer aussieht, für mich wird zum Deutschen, wer unserer Sprache mächtig ist und sie benutzt.
Alle Anderen würd ich auch hinter dem Bus herschleifen.




nightforce - auch mit Dir stimme ich ueberein. Es ist ja so, dass Menschen dieses 'Scheissegal-Gefuehl' problemlos annehmen koennen in der heutigen Zeit, es ist verstaendlich eben aufgrund verschiedener Ursachen und hauptsachlich, weil die Dinge nicht laufen, wie sie sollen.
Hackel39, ich weiss was Du sagen willst, das Thema hatten wir bereits einmal ueber die Verschiedenheit der Erziehung in Schule und auch ueber die Einstellung im Berufsleben. Ich denke trotzdem auch, dass es kaum einen gibt, der nicht erkannt hat, dass die Bundesrepublik kein Schlaraffenland ist. Nun da gibt es so viele Kriterien. Es waere ein neues Thema Wert um mal ausdiskutiert zu werden. Ich selbst war in einer, was soll ich sagen, selbstgemachten Blase fast 20 Jahre lang, habe nach meinem Lebensweg und schweren Enttaeuschungen mich einfach zurueckgezogen, lebte erst in der noch bestehenden SU und spaeteren Russischen Foerderation, in Schweden. Waehrend dieser Zeit und danach in Amerika habe ich sozusagen den Anschluss gaenzlich verloren was Deutschland anbelangte. Der Euro kam, die Vereinigung Deutschlands und was danach passierte habe ich kaum noch mitbekommen, habe nicht einmal mehr Zeitungen gelesen. Emotional schon immer uprooted, emotional schon seit der Kindheit ein Fluechtling, wollte ich Deutschland gaenzlich den Ruecken kehren, ich kann ueberall leben, meine Kinder gingen ihren eigenen Weg. Als ich dann Anschluss bekam mit meinen Genossen und Nichtgenossen erstmalig wieder ostdeutschen Boden betrat, das war 2010, habe ich auch nicht glauben wollen was dort passiert war, naemlich kaum etwas. Prunkvolle Bauten hier und da, vor allem in der vereinten Hauptstadt waren zu sehen. 22 Jahre nach dem Mauerfall war es aber nicht nur die Landschaft, die ausserhalb der grossen Staedte unveraendert war. Es waren die Menschen, die einen die sich ueber die Freiheit freuten, die anderen, die verletzt ihrer Wege gingen, ohne dieses wirklich zu sagen. Zu schnell und zu herbe war diese Vereinigung ueber die Buehne gegangen. Ich will nicht ins Detail gehen. Was mich bestuerzt ist immer noch das nach so vielen Jahren vollkommen 'getrennte' Denken und das Bilanzieren auf der einen und der anderen Seite. Und dabei sind die Deutschen so faehig und angesehen in der Welt, nur sie scheinen nicht aus dieser jungen Geschichte miteinander lernen zu wollen. Das 'koennen wir von anderen lernen' beginnt im eigenen Land, dann koennen wir erst weitergehen und vergleichen - wuerde ich sagen. Es ist eine Wahrheit in Deinen Worten, aber doch auch ein hartes Urteil enthalten. Die Menschen im Land der Dichter und Denker tun sich keinen Gefallen so weiter miteinander zu agieren.
Gruss, Larissa


zuletzt bearbeitet 21.03.2012 02:38 | nach oben springen

#31

RE: Können wir von anderen lernen?

in Themen vom Tage 21.03.2012 10:22
von utkieker | 2.920 Beiträge

Hallo Larissa,

Deutschland das Land von Goethe und Heine, Bach und Beethoven, Hegel und Marx es existiert tatsächlich noch! Manchmal habe ich jedoch den Eindruck, daß die Kultur der Dichter und Denker rückwärts gewand ist. Dabei mangelt es noch nicht ein mal an technischen Möglichkeiten, sondern der Mangel besteht darin wie die Möglichkeiten genutzt werden.
Vor zwanzig oder dreißig Jahren hat man sich unter Kollegen noch übers Fernsehen unterhalten, heutzutage ist es schon peinlich das Medium Fernsehen noch zu erwähnen. Quantitativ gab es sicher eine Bereicherung der Medienlandschaft - aber qualitativ? Geb es blöd und geb es billig - Hauptsache die Einschaltquoten stimmen, wie soll sich da der Geist frei entfalten? Gott sei dank gibt es das Internet und diverse Foren, in denen die Kapazität unseres Gehirns noch heraus gefordert wird, da hat vor dreißig Jahren auch noch keiner dran gedacht! Dennoch sollte man aber auch warnen auch Rassisten, Nazischweine, Demagogen und religiöse Fanatiker haben auch die Foren für sich entdeckt, möglicherweise kommt ihnen die geistige Verarmung durchaus zu paß.
Selbstverständlich ist es denkbar, daß auch dunkelhäutige sich auf Rassismus verstehen, aber das ist doch gar nicht das Thema einen "Wettbewerb" zu organisieren "Wer ist der bessere Rassist?" Mandela hat es ebend verstanden, daß eine Welt frei von Rassismus existieren kann und die erste Grundvorraussetzung ist ebend die Gleichheit vor dem Gesetz wieder herzustellen.

Gruß Hartmut!


"Die Vergangenheit zu verbieten macht sie nicht ungeschehen, nicht einmal wenn man versucht sie selbst in sich zu verdrängen"
(Anja-Andrea 1959 - 2014)
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#32

RE: Können wir von anderen lernen?

in Themen vom Tage 21.03.2012 12:36
von Gert | 12.354 Beiträge

Schwarze müssen sich integrieren und Regeln beachten und so das Fundament der Errungenschaften festigen und das gilt auch für die Ossis im Morgenthaudeutschland.
Die aktuelle Hetze gegen ostdeutsche Empfängerländer (Stichwort: Abschaffung Länderfinanzausgleich) paßt trotz abweichender Thematik sehr gut hier rein, denn auch hier hetzen Minderheiten, die eigentlich besser wissen, was Sache ist und wollen sich auf Kosten vermeintlicher Schmarotzer profilieren, weil ihnen die Ideen ausgegangen sind.
Und so kann ich nur einmal mehr mahnen, sich niemals vor einen fremden Karren spannen zu lassen, bevor man den Zusammenhang 100 %ig begriffen hat.


Wenn hier jemand hetzt, dann bist du das Hackl. Die Leute in den Kommunen im Rhein/Ruhrgebiet z.B. haben nur mal in Frage gestellt ob die Himmelsrichtung des Finanzausgleichs heute noch richtig ist, weil sie nämlich inzwischen finanziell auf dem Zahnfleisch gehen. Oftmals sind die Verschuldungen auf mehr als 20 Jahre solcher Transferleistungen zurückzuführen, d.h. alles wurde auf Kredit finanziert von dem sie keinen Cent sehen, die nach Kreditaufnahme sofort in den Osten transferiert werden. Deine Wortwahl ist noch unter B**d Niveau. Abschließend noch eine Frage zu deinem Begriff Morgenthau- ( Deutschland ) . weisst du überhaupt von wem du redest und von was ? Meine Geschichtskenntnisse bringen Deutschland nicht einen Wimpernschlag mit diesem Mann in Verbindung.( nach 1945 ) Oder ist das gar antisemitische Hetze ?


.
All free men, wherever they may live, are citizens of Berlin, and, therefore, as a free man, I take pride in the words ‘Ich bin ein Berliner!’”
John F.Kennedy 1963 in Berlin
Geld ist geprägte Freiheit!
Dostojewski 1866
Zuerst ignorieren sie dich, dann lachen sie über dich, dann bekämpfen sie dich und dann gewinnst du.
Mahatma Gandhi
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#33

RE: Können wir von anderen lernen?

in Themen vom Tage 21.03.2012 13:09
von 94 | 10.792 Beiträge

Tja @Gert, @Hackl erwähnte ja (noch) nicht, welchen H. Morgenthau deutsch-jüdischer Abstammung er bemüht. Und um zur Themenüberschrift zurückzufinden, die Mächtegleichgewichtstheorie des anderen Morgenthaus hat ja wohl einen gewissen Charme, odär?


Verachte den Krieg, aber achte den Krieger!


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#34

RE: Können wir von anderen lernen?

in Themen vom Tage 21.03.2012 13:48
von Hackel39 | 3.123 Beiträge

Zitat von Gert
Schwarze müssen sich integrieren und Regeln beachten und so das Fundament der Errungenschaften festigen und das gilt auch für die Ossis im Morgenthaudeutschland.
Die aktuelle Hetze gegen ostdeutsche Empfängerländer (Stichwort: Abschaffung Länderfinanzausgleich) paßt trotz abweichender Thematik sehr gut hier rein, denn auch hier hetzen Minderheiten, die eigentlich besser wissen, was Sache ist und wollen sich auf Kosten vermeintlicher Schmarotzer profilieren, weil ihnen die Ideen ausgegangen sind.
Und so kann ich nur einmal mehr mahnen, sich niemals vor einen fremden Karren spannen zu lassen, bevor man den Zusammenhang 100 %ig begriffen hat.


Wenn hier jemand hetzt, dann bist du das Hackl. Die Leute in den Kommunen im Rhein/Ruhrgebiet z.B. haben nur mal in Frage gestellt ob die Himmelsrichtung des Finanzausgleichs heute noch richtig ist, weil sie nämlich inzwischen finanziell auf dem Zahnfleisch gehen. Oftmals sind die Verschuldungen auf mehr als 20 Jahre solcher Transferleistungen zurückzuführen, d.h. alles wurde auf Kredit finanziert von dem sie keinen Cent sehen, die nach Kreditaufnahme sofort in den Osten transferiert werden. Deine Wortwahl ist noch unter B**d Niveau. Abschließend noch eine Frage zu deinem Begriff Morgenthau- ( Deutschland ) . weisst du überhaupt von wem du redest und von was ? Meine Geschichtskenntnisse bringen Deutschland nicht einen Wimpernschlag mit diesem Mann in Verbindung.( nach 1945 ) Oder ist das gar antisemitische Hetze ?




Fakt ist, daß in NRW schwergewichtige Firmen sitzen, die Riesengewinne erzielen und nicht so zur Finanierung des Gemeinwesens herangezogen werden, wie es möglich wäre.
Ich sprach z.B. vom Stromkartell RWE und EON, die sich den halben deutschen Markt aufgeteilt haben, ich meine auch Milliardärsfamilien, die es im Osten nicht gibt und verstehe nicht, wieso das mit Luxussteuer und Vermögenssteuererhöhungen nicht klappt.
Was ich auch feststelle ist, daß hier im Osten schon massenhaft Bürgermeister ihre ehemalige Shuttlepartei an die Macht verlassen haben, weil sie von der Verteilungsstrategie der sog. Volksparteien in Bund oder Ländern enttäuscht sind, wo von oben nach unten einer dem anderen die Mittel kürzt, ein Hauen und Stechen, einfach ekelhaft und die Kommunen, fast am Ende der Nahrungskette zerren ihren Bürgern das Fell über die Ohren, indem sie Infrastrukturprojekte mitzufinanzieren haben (z.B. Dorferneuerungsprogramm...alle Haushalte im Umkreis von 1 km um das Zentrum wurden hier dazu herangezogen), die früher aus anderen Töpfen kamen.
Ach so Morgenthau hat Dank Roosevelt das Versprechen, Deutschland als Konsequenz des angezettelten Weltkriegs in einen Agrarstaat zu verwandeln, nicht eingehalten.
Dank Kohls überstürzter Einheit ist das nun aber doch gelungen, wenn auch nur in der Bundesrepublik Ostdeutschland, die nach über 20 Jahren weder Dax- noch M- Dax Firmen hat und auch inzwischen auch aus der 3. Liga so gut wie raus ist.
Das ist mein Gradmesser für die Verteilungsgerechtigkeit.
Die neuen Schienenwege dienen dazu, die Niedriglohnflüchtlinge schnell in den Westen zu bringen, damit sie dort die Waren produzieren, die dann auf den steuerfinanzierten Autobahnen schnell in den Osten zurück kommen.
So sehe ich das und die Kommunalpolitiker vor Ort im Westen wissen genau, daß vom dort angesiedelten Gewerbe viel mehr Gewinne erwirtschaftet werden als ausgewiesen werden (Auslandsfilialen im Steuerparadies...das ist eine Baustelle der Bundesregierung) , allerdings kommen sie an die nicht ran, weil die Bundespolitiker die Weichen nicht dorthin zu stellen bereit sind.



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#35

RE: Können wir von anderen lernen?

in Themen vom Tage 21.03.2012 16:04
von Wanderer zwischen 2 Welten | 2.340 Beiträge

Zitat von Larissa



Hier geht es seit ueber einem Jahr im Hinblicke auf die Wahl im November 2012 um die GOP (Good Old Party) Republikaner, die einen Kandidaten ueberregional fuer die Presidentschaftswahl waehlen zur Zeit. Die Mehrzahl der Staaten bestimmen, nach Groesse geordnet und wichtig, wer als Kandidat gegen President Obama aufgestellt wird. Newt Gingrich ist schon weg vom Fenster, Ron Paul schon lange, und Santorum ist ein Idiot, der nicht mal reden kann und gegen Mitt Romney kaum eine Chance haben wird. Alles eine Soap Opera im grossen Spiel der Republikaner und Demokraten, wo kein anderer ein Bein auf die Erde bekommt.



Es kommt hier auf die Delegates an, und auf einen Kandidaten der Obama schlagen kann. Paul liegt an zweiter Stelle hinter Romney was die Anzahl der Delegates betrifft. Und laut Umfragen zu folge ist er der Einzige GOP Kandidat der Obama schlagen koennte. Also Ron Paul ist noch lange nicht weg vom Fenster. Wenn es den Republikanern ernst damit ist eine Wachabloesung in DC herbeizufuehren, dann koennen sie nur Ron Paul das Kandidaten aufstellen.


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#36

RE: Können wir von anderen lernen?

in Themen vom Tage 21.03.2012 16:25
von Gelöschtes Mitglied
avatar

Zitat von Wanderer zwischen 2 Welten

Zitat von Larissa



Hier geht es seit ueber einem Jahr im Hinblicke auf die Wahl im November 2012 um die GOP (Good Old Party) Republikaner, die einen Kandidaten ueberregional fuer die Presidentschaftswahl waehlen zur Zeit. Die Mehrzahl der Staaten bestimmen, nach Groesse geordnet und wichtig, wer als Kandidat gegen President Obama aufgestellt wird. Newt Gingrich ist schon weg vom Fenster, Ron Paul schon lange, und Santorum ist ein Idiot, der nicht mal reden kann und gegen Mitt Romney kaum eine Chance haben wird. Alles eine Soap Opera im grossen Spiel der Republikaner und Demokraten, wo kein anderer ein Bein auf die Erde bekommt.



Es kommt hier auf die Delegates an, und auf einen Kandidaten der Obama schlagen kann. Paul liegt an zweiter Stelle hinter Romney was die Anzahl der Delegates betrifft. Und laut Umfragen zu folge ist er der Einzige GOP Kandidat der Obama schlagen koennte. Also Ron Paul ist noch lange nicht weg vom Fenster. Wenn es den Republikanern ernst damit ist eine Wachabloesung in DC herbeizufuehren, dann koennen sie nur Ron Paul das Kandidaten aufstellen.




Ja, sie koennen das, aber er muss erst die Mehrheit haben und danach sieht es ueberhaupt nicht aus: Ron Paul liegt nicht an zweiter Stelle, nicht mehr jedenfalls. Newt Gingrich hat schon, distant third, das Handtuch geworfen. Ron Paul ist noch im Rennen, wie so oft als Presidentsschaftskandidat zuvor, lag aber noch weit hinter Gingrich. Beide sind weg vom Fenster. Ausserdem, in den Zwischen-Polls liegt Obama weit vor all diesen Kandidaten............ Ich sage mal Obama wird es wieder schaffen, ob Romney oder Santorum (!) wenn die nix besseres zu bieten haben und, das haben sie scheinbar nicht. Ron Paul wird niemals aufgestellt und auch nicht President, leider.
Larissa


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#37

RE: Können wir von anderen lernen?

in Themen vom Tage 21.03.2012 16:43
von Gert | 12.354 Beiträge

ist doch egal, wer das Rennen macht, Hauptsache besser als Busch. Busch war der absolute Tiefpunkt der USA, der ist ja eigentlich in Death Valley, dort hätte er(Busch) aber statt in DC auch sein Büro unterhalten sollen. ( gleiches gesellt sich zu gleichem )


.
All free men, wherever they may live, are citizens of Berlin, and, therefore, as a free man, I take pride in the words ‘Ich bin ein Berliner!’”
John F.Kennedy 1963 in Berlin
Geld ist geprägte Freiheit!
Dostojewski 1866
Zuerst ignorieren sie dich, dann lachen sie über dich, dann bekämpfen sie dich und dann gewinnst du.
Mahatma Gandhi
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#38

RE: Können wir von anderen lernen?

in Themen vom Tage 21.03.2012 18:42
von LO-Fahrer | 606 Beiträge

Zitat von Gert
ist doch egal, wer das Rennen macht, Hauptsache besser als Busch. Busch war der absolute Tiefpunkt der USA, der ist ja eigentlich in Death Valley, dort hätte er(Busch) aber statt in DC auch sein Büro unterhalten sollen. ( gleiches gesellt sich zu gleichem )





Daß es egal ist, wer das Rennen macht, damit gebe ich Dir recht. Meine Sypathie für GWB hält sich auch in sehr engen Grenzen, aber am Ende hatte er doch genau so viel wirklichen Einfluss auf die Politik wie heutzutage Obama oder unsere Bundesangie - nämlich keinen. Das sind doch alles nur Marionetten, die auszusprechen und auszuführen haben was ihnen von Wirtschaft und diversen Lobbygruppen vorgegeben wird.


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#39

RE: Können wir von anderen lernen?

in Themen vom Tage 27.03.2012 23:15
von Hackel39 | 3.123 Beiträge

Zitat von Larissa

Zitat von nightforce
von Südafrika möchte ich nichts lernen.
Viel hat sich da seit 1990 nicht getan, gut die schwarze Bevölkerung darf nun mit in den Bus, statt hinterhergeschleift zu werden, aber die Rassentrennung lebt dort noch immer.
Man erkennt es, wenn man sich anschaut, wo und wie leben die Weißen und die Schwarzen, nö von dem Land möchte ich echt nix lernen.
Für mich ist es echt scheißegal, wie Einer aussieht, für mich wird zum Deutschen, wer unserer Sprache mächtig ist und sie benutzt.
Alle Anderen würd ich auch hinter dem Bus herschleifen.




.
Hackel39, ich weiss was Du sagen willst, das Thema hatten wir bereits einmal ueber die Verschiedenheit der Erziehung in Schule und auch ueber die Einstellung im Berufsleben. Ich denke trotzdem auch, dass es kaum einen gibt, der nicht erkannt hat, dass die Bundesrepublik kein Schlaraffenland ist. Nun da gibt es so viele Kriterien. Es waere ein neues Thema Wert um mal ausdiskutiert zu werden. Ich selbst war in einer, was soll ich sagen, selbstgemachten Blase fast 20 Jahre lang, habe nach meinem Lebensweg und schweren Enttaeuschungen mich einfach zurueckgezogen, lebte erst in der noch bestehenden SU und spaeteren Russischen Foerderation, in Schweden. Waehrend dieser Zeit und danach in Amerika habe ich sozusagen den Anschluss gaenzlich verloren was Deutschland anbelangte. Der Euro kam, die Vereinigung Deutschlands und was danach passierte habe ich kaum noch mitbekommen, habe nicht einmal mehr Zeitungen gelesen. Emotional schon immer uprooted, emotional schon seit der Kindheit ein Fluechtling, wollte ich Deutschland gaenzlich den Ruecken kehren, ich kann ueberall leben, meine Kinder gingen ihren eigenen Weg. Als ich dann Anschluss bekam mit meinen Genossen und Nichtgenossen erstmalig wieder ostdeutschen Boden betrat, das war 2010, habe ich auch nicht glauben wollen was dort passiert war, naemlich kaum etwas. Prunkvolle Bauten hier und da, vor allem in der vereinten Hauptstadt waren zu sehen. 22 Jahre nach dem Mauerfall war es aber nicht nur die Landschaft, die ausserhalb der grossen Staedte unveraendert war. Es waren die Menschen, die einen die sich ueber die Freiheit freuten, die anderen, die verletzt ihrer Wege gingen, ohne dieses wirklich zu sagen. Zu schnell und zu herbe war diese Vereinigung ueber die Buehne gegangen. Ich will nicht ins Detail gehen. Was mich bestuerzt ist immer noch das nach so vielen Jahren vollkommen 'getrennte' Denken und das Bilanzieren auf der einen und der anderen Seite. Und dabei sind die Deutschen so faehig und angesehen in der Welt, nur sie scheinen nicht aus dieser jungen Geschichte miteinander lernen zu wollen. Das 'koennen wir von anderen lernen' beginnt im eigenen Land, dann koennen wir erst weitergehen und vergleichen - wuerde ich sagen. Es ist eine Wahrheit in Deinen Worten, aber doch auch ein hartes Urteil enthalten. Die Menschen im Land der Dichter und Denker tun sich keinen Gefallen so weiter miteinander zu agieren.
Gruss, Larissa




So dramatisch ist das nicht mit dem Aufrechnen.
Ich persönlich tue so etwas nur in Notwehr und zwar vorrangig dann, wenn Politiker sich profilieren wollen, wenn einem irgendwelche Belastungen aufgedrückt werden sollen, für die es zuweilen hanebüchene Begründungen gibt, wenn das Versagen der politischen Eliten vom Bürger bezahlt werden soll und erst recht, wenn er für nicht bestellte Investitionen, wie Prestigebauten und überdimensionierte Infrastrukturprojekte bezahlen soll.
In der Praxis geht das lange nicht so bissig zu wie hier zuweilen.
Ich habe Kollegen, die fahren z.B. "in die DDR", wenn sie den Fiat- Zug nach Wustermark bringen, sie meinen dann, daß ich mich darüber aufrege oder aber diverse Sticheleien über Stasimethoden, wenn sich mal wieder jemand durchmogeln will und das Drückebergerverhalten recherchiert werden muß, wobei es am Ende dann alle wieder gerecht finden, daß es eben nicht gelungen ist, sich auf Kosten anderer einen Vorteil verschafft zu haben.
Alltag eben.
Zwar hätte ich lieber heute als morgen die DDR zurück, das liegt aber an der Bilanzierung meiner persönlichen Präferenzen, die u.a. durch eine total unterentwickelte Konsumaffinität und ein vollkommen anderes Freiheitsverständnis gekennzeichnet sind.
Ob ich nun "verletzt meinen Weg gehe", wie Du das recht dramatisch formulierst, vermag ich nicht mal zu sagen, da aber unser Thema das Lernen voneinander sein soll, muß ich doch sagen, daß Opfer der Rassentrennung, die ohne Chance auf Bildung und Wohlstand geblieben sind um Welten schlechter dran sind als ich und trotzdem nicht zu reißenden Bestien werden oder vom Hochhaus herunter springen.
Um nichts in der Welt würde ich aber aus Deutschland weg gehen wollen, denn in der Konsequenz irgendwelcher persönlicher Niederlagen das Land zu verlassen wäre für mich das gleiche wie sein Wohnhaus abzureißen, weil dort auch Motten und Mäuse wohnen, wobei eingerissene Brücken in sehr seltenen Fällen auch die letzte Rettung sein können, da kann ich nicht mitreden.



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