#21

RE: War Joachim Gauck ein Bürgerrechtler?

in Themen vom Tage 10.03.2012 12:55
von Gert | 12.354 Beiträge

sprechen die für die gesamte Kirche oder nur für sich als Person ?


.
All free men, wherever they may live, are citizens of Berlin, and, therefore, as a free man, I take pride in the words ‘Ich bin ein Berliner!’”
John F.Kennedy 1963 in Berlin
Geld ist geprägte Freiheit!
Dostojewski 1866
Zuerst ignorieren sie dich, dann lachen sie über dich, dann bekämpfen sie dich und dann gewinnst du.
Mahatma Gandhi
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#22

RE: War Joachim Gauck ein Bürgerrechtler?

in Themen vom Tage 10.03.2012 14:43
von jennyblo | 36 Beiträge

Zitat von Weichmolch
Eine interessante Frage. Bürgerrechtler? Gauck?

Mit freundlicher Gemehnigung hänge ich hier mal eine Datei zur Kentnissnahme rein.

Weichmolch




Da hat der RA etwas schwach recherchiert, als er dieses Buch schrieb. Schon erstaunlich, wie sicher argumentiert wird, dass ein Kapitän doch an Kriegsverbrechen schuldig sein muss. Ob der gute Herr die gleiche Argumentationskette auch bei Kapitänen der DDR-Volksmarine gelten lassen würde?
Leider fand man nicht genaues, man hätte es sicher gern geschrieben. Verwundert muss man sein, dass die britische Gefangenschaft nicht erwähnt wird, saß er nicht aus den vermuteten Gründen dort bereits im Knast? Darf man deshalb nochmals verurteilt werden?

Eine Sache schafft der Herr RA unfreiwillig aus der Welt. Gauck war nie IM. Wollte man ihn nicht noch unlängst als IM Larve überführen?

Man hat den Eindruck, als ob hier einige über die schnelle Designation Gaucks schlecht überrascht wurden, die nun unbedingt seinen Antritt verhindern wollen. Je mehr ich solche Sachen wie diese Datei lese, um so sicherer werde ich, das Gauck genau der ist, den Deutschland braucht. Wenn die gleichen Leute auch bei Wulff so vorgegangen wären, was hätte uns allen erspart bleiben können. Aber da hat man einfach weggeschaut. Und Gauck darf keine Chance bekommen, nicht wahr?
jenny



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#23

RE: War Joachim Gauck ein Bürgerrechtler?

in Themen vom Tage 10.03.2012 15:18
von Polter (gelöscht)
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Zitat von Gert
er ist kurz vor der Wende zu den Bürgerrechtlern gestossen, wie so viele andere auch. Ich denke mal, von mir aus der Ferne mit großem Interesse und Sympathie beobachtet , bis zu den von der SED gefälschten Kommunalwahlen ( Mai 89 ??) war es sicher nicht möglich irgendwelche organisierte Opposition zu machen, ausser du hattest ein Komfortbett im Interhotel HSH in der Hinterhand. Das brauchtest du ganz gewiss, denn so bald du den Mund aufmachtest oder gar eine Org.aufbautest, haben dich die Rezeptionisten des besagten Hotels weggefangen. Also im Grunde sinnlos, da aussichtslos. So konnte eine wirksame Opposition nur einhergehen mit dem langsamen Machtverfall der SED. Dieser Machtverfall trat im Sommer 89 deutlich erkennbar hervor. Die, die diesen Machtverfall erkannten, sind dann aktiv geworden unter anderen auch Gauck. Das ist doch OK, zumindest aus meiner Sicht.Sinnloses Heldentum zuvor war eher kontraproduktiv.




Ist ja klr, Gert, dass Du das anders siehst als der Pfarrer Hans - Jochen Tschiche.


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#24

RE: War Joachim Gauck ein Bürgerrechtler?

in Themen vom Tage 10.03.2012 15:33
von Polter (gelöscht)
avatar

Zitat von jennyblo

Zitat von Weichmolch
Eine interessante Frage. Bürgerrechtler? Gauck?

Mit freundlicher Gemehnigung hänge ich hier mal eine Datei zur Kentnissnahme rein.

Weichmolch




Da hat der RA etwas schwach recherchiert, als er dieses Buch schrieb. Schon erstaunlich, wie sicher argumentiert wird, dass ein Kapitän doch an Kriegsverbrechen schuldig sein muss. Ob der gute Herr die gleiche Argumentationskette auch bei Kapitänen der DDR-Volksmarine gelten lassen würde?
Leider fand man nicht genaues, man hätte es sicher gern geschrieben. Verwundert muss man sein, dass die britische Gefangenschaft nicht erwähnt wird, saß er nicht aus den vermuteten Gründen dort bereits im Knast? Darf man deshalb nochmals verurteilt werden?

Eine Sache schafft der Herr RA unfreiwillig aus der Welt. Gauck war nie IM. Wollte man ihn nicht noch unlängst als IM Larve überführen?

Man hat den Eindruck, als ob hier einige über die schnelle Designation Gaucks schlecht überrascht wurden, die nun unbedingt seinen Antritt verhindern wollen. Je mehr ich solche Sachen wie diese Datei lese, um so sicherer werde ich, das Gauck genau der ist, den Deutschland braucht. Wenn die gleichen Leute auch bei Wulff so vorgegangen wären, was hätte uns allen erspart bleiben können. Aber da hat man einfach weggeschaut. Und Gauck darf keine Chance bekommen, nicht wahr?
jenny




Das stimmt wohl. Mit dieser Biografie und seinen Kontakten zur Stasi dürfte er nicht mal mehr Toilettenmann in einer öffentlichen Toilette in Deutschland werden.


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#25

RE: War Joachim Gauck ein Bürgerrechtler?

in Themen vom Tage 10.03.2012 19:48
von SCORN | 1.456 Beiträge

Zitat von jennyblo
[


Da hat der RA etwas schwach recherchiert, als er dieses Buch schrieb. Schon erstaunlich, wie sicher argumentiert wird, dass ein Kapitän doch an Kriegsverbrechen schuldig sein muss. Ob der gute Herr die gleiche Argumentationskette auch bei Kapitänen der DDR-Volksmarine gelten lassen würde?



Kapitäne der Volksmarine standen gewöhnlich nicht im Verdacht an der Erschießung Kriegs Gefangener beteiligt gewesen zu sein!


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#26

RE: War Joachim Gauck ein Bürgerrechtler?

in Themen vom Tage 10.03.2012 20:02
von Feliks D. | 8.887 Beiträge

Gewisse "Puppen", ähhh Damen, schreiben immer zu gewissen Momenten. Schau an...


Was ich zu sagen hatte habe ich gesagt, nun fürchte ich das allerletzte Wort. Der Sprache Ohnmacht hat mich oft geplagt, doch Trotz und Hoffnung gab ich niemals fort! Mir scheint die Welt geht aus den Fugen bringt sich um, die vielen Kriege zählt man schon nicht mehr. Auch dieses neue große Deutschland macht mich stumm, der Zorn der Worte und die Wut wird mehr. Die Welt stirbt leise stilles Schreien hört man nicht, es hilft kein Weinen und man sieht's nicht im Gesicht. Wer einen Menschen rettet rettet so die Welt, am Ende überleben wir uns doch. Nur wir bestimmen wann der letzte Vorhang fällt, still und leise verlassen wir die Welt!

Macht es gut Freunde!
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#27

RE: War Joachim Gauck ein Bürgerrechtler?

in Themen vom Tage 10.03.2012 20:04
von Pitti53 | 8.787 Beiträge

Zitat von Polter

Zitat von jennyblo

Zitat von Weichmolch
Eine interessante Frage. Bürgerrechtler? Gauck?

Mit freundlicher Gemehnigung hänge ich hier mal eine Datei zur Kentnissnahme rein.

Weichmolch




Da hat der RA etwas schwach recherchiert, als er dieses Buch schrieb. Schon erstaunlich, wie sicher argumentiert wird, dass ein Kapitän doch an Kriegsverbrechen schuldig sein muss. Ob der gute Herr die gleiche Argumentationskette auch bei Kapitänen der DDR-Volksmarine gelten lassen würde?
Leider fand man nicht genaues, man hätte es sicher gern geschrieben. Verwundert muss man sein, dass die britische Gefangenschaft nicht erwähnt wird, saß er nicht aus den vermuteten Gründen dort bereits im Knast? Darf man deshalb nochmals verurteilt werden?

Eine Sache schafft der Herr RA unfreiwillig aus der Welt. Gauck war nie IM. Wollte man ihn nicht noch unlängst als IM Larve überführen?

Man hat den Eindruck, als ob hier einige über die schnelle Designation Gaucks schlecht überrascht wurden, die nun unbedingt seinen Antritt verhindern wollen. Je mehr ich solche Sachen wie diese Datei lese, um so sicherer werde ich, das Gauck genau der ist, den Deutschland braucht. Wenn die gleichen Leute auch bei Wulff so vorgegangen wären, was hätte uns allen erspart bleiben können. Aber da hat man einfach weggeschaut. Und Gauck darf keine Chance bekommen, nicht wahr?
jenny




Das stimmt wohl. Mit dieser Biografie und seinen Kontakten zur Stasi dürfte er nicht mal mehr Toilettenmann in einer öffentlichen Toilette in Deutschland werden.





Ich mag ja keine ellenlange Zitate...aber der war gut Polter


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#28

RE: War Joachim Gauck ein Bürgerrechtler?

in Themen vom Tage 11.03.2012 09:46
von Theo85/2 | 1.198 Beiträge

Zitat von SCORN
ERKLÄRUNG zur bevorstehenden Wahl eines neuen Bundespräsidenten
Hartwig Hohnsbein, Pastor i.R., Göttingen
Göttingen, 24. Februar 2012
Helmhard Ungerer, Pastor i.R., Göttingen

"Die offizielle Kirche hat nicht für uns gesprochen.
Wir bezweifeln auch, dass der Ex-Pfarrer Gauck gute Voraussetzungen für das hohe Amt mitbringt.
Wir beziehen uns dabei auf Äußerungen, die seit seiner ersten Kandidatur 2010 bekannt geworden sind und die durchaus den Charakter von Grundsatzpositionen widerspiegeln:

· Erschreckend ist für uns, dass er in einem Interview Thilo Sarrazin für dessen unsägliches Buch Deutschland schafft sich ab, das er damals nicht einmal gelesen hatte, „Mut“ bescheinigt. Die „Junge Freiheit“ weiß deshalb, dass „Joachim Gauck ein guter Bundespräsident wird“, weil „Gauck Sarrazin lobte“.

· Zum Sozialstaatsgebot, das nach dem GG Art. 20 garantiert ist und von unzähligen Menschen in der evangelischen Kirche immer engagiert mitgetragen wurde, fällt ihm dieses ein: „Wir stellen uns nicht gerne die Frage, ob Solidarität und Fürsorglichkeit nicht auch dazu beitragen, uns erschlaffen zu lassen.“

· Sein Problem mit der polnischen Westgrenze kleidete er in die Worte: „Einheimischen und Vertriebenen galt der Verlust der Heimat als grobes Unrecht, das die Kommunisten noch zementierten, als sie 1950 die Oder-Neiße-Grenze als neue deutsch-polnische Staatsgrenze anerkannten“.

Die mühsame Entwicklung einer „Neuen Ostpolitik“ in den 60er/70er Jahren des vorigen Jahrhunderts, an der die evangelische Kirche mit ihrer „Vertriebenendenkschrift“ von 1965 einen beträchtlichen Anteil hatte und an der auch wir seinerzeit mitwirkten, weil erst dadurch das Tor zu einer Verständigung mit unseren östlichen Nachbarn aufgestoßen werden konnte, sehen wir in seiner Haltung zur polnischen Westgrenze im Nachherein in Frage gestellt.

· Der evangelischen Kirche im Westen und „westdeutschen Theologen“ in den 70er und 80 Jahren wirft der Ex-Ostpfarrer „Linkslastigkeit“ vor. „Linke in der Bundesrepublik inner- und außerhalb der Kirche hätten mit ihrer Kapitalismuskritik den Begriff Freiheit negativ besetzt“.

In jener Zeit waren wir in den westdeutschen Kirchen wie er in Ostdeutschland als Pastoren tätig. Wir maßen uns nicht an, seine Arbeit von damals zu überprüfen oder zu verwerfen. Wir verwahren uns allerdings dagegen, unsere pfarramtlichen Tätigkeiten, die er nicht kennen kann, als freiheitsfeindlich zu diffamieren.
Wir haben seinerzeit, angeregt durch Theologen wie Martin Luther King, Helmut Gollwitzer und Ernst Käsemann, später Dorothee Sölle, gepredigt, gebetet, demonstriert (und dabei oft üble Nachreden ertragen müssen), und zwar:

· gegen den amerikanischen Vietnamkrieg und für die Freiheit des vietnamesischen Volkes;
· gegen die südafrikanische Apartheid, die von mächtigen Banken und Konzernen Westdeutschlands unterstützt wurde, und für die Freiheit der Schwarzen, insbesondere auch für Nelson Mandela;
· gegen den Putsch in Chile und für die Freiheit des chilenischen Volkes;
· gegen eine Welt voller Waffen und gegen die atomare „Nachrüstung“ und für die Freiheit von Waffen und Waffenexporten.

Zu dieser „Friedensbewegung“ in den 80er Jahren äußerte der Ex-Pastor Gauck, sie hatte „unrecht“. Martin Niemöller, Heinrich Albertz, Dorothee Sölle, Heinrich Böll und viele andere Christen wären danach so etwas wie Deppen gewesen.

Von einem „Bürgerrechtler“ wie Gauck befürchten wir, dass er, einmal im Bundespräsidentenamt, so wie er den derzeitigen Afghanistankrieg gerechtfertigt hat, dann auch weitere mögliche Kriegsbeteiligungen Deutschlands, auch um Rohstoffe, mit pastoralem Pathos rechtfertigen wird."

Der Weltrat der Kirchen hat 1948 als Grundaussage proklamiert:
„KRIEG SOLL NACH GOTTES WILLEN NICHT SEIN!“ und damit den Krieg als Mittel der Politik geächtet.

Deshalb sagen wir NEIN zu diesem designierten Präsidenten!

V.i.S.d.P : Hartwig Hohnsbein, 37079 Göttingen, Romstr. 70
Helmhard Ungerer, 37083 Göttingen, Am Hachweg 17




Ich bin auch kein Fan von Herrn Gauck,aber hier kommt einem die "Galle hoch"! Und das 22 Jahre nach der "Wende"!

Theo 85/2


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#29

RE: War Joachim Gauck ein Bürgerrechtler?

in Themen vom Tage 11.03.2012 09:56
von DoreHolm | 7.688 Beiträge

Bei Gauk als BP habe ich auch enorme Bauchschmerzen. Die PDF von felix sollte sich jeder mal durchlesen. Wenn auch nur die Hälfte davon stimmt, reicht das aus, um den Nimbus von Gauck vom Sockel zu holen. Wendehals ist der richtige Ausdruck. Seit gut zwei Jahren bin ich im Vorruhestand und morgen bin ich Altersrentner, habe also viel Zeit zum Lesen. Mich interessiert die jüngere deutsche Geschichte und jeder, der sich eine objektive Meinung bilden möchte, sollte sich auch aus Quellen informieren, die nicht dem mediengeprägten Mainstream entsprechen. Beide Seiten zu hören und sich dann zu sagen, das kann möglich sein und das sicher nicht, ist eine Binsenweisheit. Gelesen habe ich inzwischen: E.Most (DDR-Chefbanker und DB-Vorstandsmitglied), Diestel (erster Innenminister nach der Wende), M.Wolf (Spionagechef), Andrew A.Port (amerikanischer Historiker "Die rätselhafte Stabilität der DDR), Kessler u. Streletz (DDR-Generäle), den Sarrazin natürlich (sollte jeder unvoreingenommen lesen, bevor dummgeschwätzt wird), M.G.Daimagüler (erfolgreicher türkischer Imigrant), H.Graf (Spaltung Deutschlands, Hintergründe). De Maiziere und Modrow habe ich schon liegen. Castro will ich mir noch zulegen und einige andere mehr. Also ganz gewiss nicht politisch einseitig ausgerichtet. Bezüglich Gauck, der Schorlemmer wäre mir lieber. Die Linken haben ihren Nominierungsvorschlag natürlich wieder mal vergeigt, aber das ist das Dilemma bei den Linken, daß sie sich hin und wieder selbst demontieren. Da herrscht im konservativen Lager mehr Einigkeit.



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#30

RE: War Joachim Gauck ein Bürgerrechtler?

in Themen vom Tage 11.03.2012 09:59
von Gert | 12.354 Beiträge

ich habe das Gefühl, wenn ich bestimmte Posts lese, dass der Kandidat Gauck genau der richtige ist. Wie anders sind die auf unterstem Niveau formulierten Kommentare hier zu bewerten, die ihn lächerlich machen sollen, verdächtig machen soll usw. Das schärfste ist ja das Etikett " Kontakte mit der Stasi ". Das heisst die allseits geliebte Stasi wird, nun zweckorientiert, als Negativelement hingestellt um ihn in ein schlechtes Licht zu rücken. Es ist wirklich nicht zu fassen. Wo habt ihr diese ideologischen Salti gelernt, wo war diese Artistenschule ?


.
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Geld ist geprägte Freiheit!
Dostojewski 1866
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#31

RE: War Joachim Gauck ein Bürgerrechtler?

in Themen vom Tage 11.03.2012 10:07
von SCORN | 1.456 Beiträge

Zitat von Theo85/2



Deshalb sagen wir NEIN zu diesem designierten Präsidenten!

V.i.S.d.P : Hartwig Hohnsbein, 37079 Göttingen, Romstr. 70
Helmhard Ungerer, 37083 Göttingen, Am Hachweg 17

Ich bin auch kein Fan von Herrn Gauck,aber hier kommt einem die "Galle hoch"! Und das 22 Jahre nach der "Wende"!

Theo 85/2



nun, dann ist es ja gut daß die Anschriften der Herrn Pastoren im Ruhestand ersichtlich sind! Da kannst du gleich dein Unverständniss den Herren persönlich übermitteln!


zuletzt bearbeitet 11.03.2012 10:07 | nach oben springen

#32

RE: War Joachim Gauck ein Bürgerrechtler?

in Themen vom Tage 11.03.2012 10:10
von Gert | 12.354 Beiträge

Zitat von SCORN

Zitat von jennyblo
[


Da hat der RA etwas schwach recherchiert, als er dieses Buch schrieb. Schon erstaunlich, wie sicher argumentiert wird, dass ein Kapitän doch an Kriegsverbrechen schuldig sein muss. Ob der gute Herr die gleiche Argumentationskette auch bei Kapitänen der DDR-Volksmarine gelten lassen würde?



Kapitäne der Volksmarine standen gewöhnlich nicht im Verdacht an der Erschießung Kriegs Gefangener beteiligt gewesen zu sein!





Gaucks Vater hat auch keine Kriegsgefangenen erschossen. Wenn das so gewesen wäre, wie konnt er unbehelligt 6 Jahre bis 1951 auf einer Rostocker Werft arbeiten. Dort wurde er bei "Nacht und Nebel" in der souveränen DDR abgeholt und vor ein sowj Militärtribunal gestellt. Hier ein Auszug aus Wiki --> warum wieso
Auch von dem Prozess vor einem sowjetischen Militärtribunal in Schwerin habe niemand erfahren. Das Urteil lautete auf zweimal 25 Jahre Freiheitsentzug, zum einen wegen angeblicher Spionage,[5] zum anderen wegen „antisowjetischer Hetze“. Als Beweisstück für den zweiten Anklagepunkt habe eine bei Gaucks Vater gefundene nautische Fachzeitschrift westlicher Herkunft gedient. Der Vater kam in ein sibirisches Arbeitslager. Bereits nach einem Jahr habe er als „invalidisiert“ eingestuft werden müssen. „Wir wussten nichts von alledem. An Sibirien dachten wir nicht. Wenn er lebt, so die Vermutung, sitzt er in Bautzen.“[6] Eingaben an staatliche Stellen und Gesuche an Wilhelm Pieck seien erfolglos geblieben, so Gauck in seinen Erinnerungen.

(5)↑ „Die ersten 25 Jahre wegen Spionage für einen Brief, den er von Fritz Löbau erhalten hatte, seinem ehemaligen Vorgesetzten auf der Rosslauer Werft, mit dem er 1947 Schnellboote für die Sowjets erprobt hatte. Löbau hatte sich in den Westen abgesetzt und meinen Vater zu einem Besuch nach West-Berlin eingeladen, fünfzig Mark Reisegeld lagen dem Brief bei. Obwohl mein Vater nicht reagiert hatte, wurde ihm die Einladung beziehungsweise diese Bekanntschaft zum Verhängnis; Löbau soll mit dem französischen Geheimdienst zusammengearbeitet haben.“

So war das offenbar


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#33

RE: War Joachim Gauck ein Bürgerrechtler?

in Themen vom Tage 11.03.2012 10:15
von Gert | 12.354 Beiträge

Zitat von SCORN

Zitat von Theo85/2



Deshalb sagen wir NEIN zu diesem designierten Präsidenten!

V.i.S.d.P : Hartwig Hohnsbein, 37079 Göttingen, Romstr. 70
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nun, dann ist es ja gut daß die Anschriften der Herrn Pastoren im Ruhestand ersichtlich sind! Da kannst du gleich dein Unverständniss den Herren persönlich übermitteln!




@Scorn, ich hatte gefragt, für wen die sprechen, nur für sich oder für die Kirche als Ganzes. Darauf habe ich keine Antwort bekommen. Wenn die beiden Pfarrer nur für sich sprechen, so ist das in Ordnung, hat aber kein Gewicht. Es ist die private Meinung 2 er Personen. Sie haben das Recht sich dazu zu äußern, mehr aber auch nicht.


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#34

RE: War Joachim Gauck ein Bürgerrechtler?

in Themen vom Tage 11.03.2012 10:16
von SCORN | 1.456 Beiträge

Zitat von Gert

So war das offenbar



da haben wir wohl 2 Varianten! Gaucks Vater war in der KM "Kapitän zur See", d.h. im Heer wäre er "Oberst" gewesen! Diese Dienstgradgruppe beteiligte sich im allgemeinen nicht persönlich an Erschießungen! Die Verantwortung dieser Offiziere lag woanders!


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#35

RE: War Joachim Gauck ein Bürgerrechtler?

in Themen vom Tage 11.03.2012 10:17
von Gert | 12.354 Beiträge

Zitat von Polter

Zitat von Gert
er ist kurz vor der Wende zu den Bürgerrechtlern gestossen, wie so viele andere auch. Ich denke mal, von mir aus der Ferne mit großem Interesse und Sympathie beobachtet , bis zu den von der SED gefälschten Kommunalwahlen ( Mai 89 ??) war es sicher nicht möglich irgendwelche organisierte Opposition zu machen, ausser du hattest ein Komfortbett im Interhotel HSH in der Hinterhand. Das brauchtest du ganz gewiss, denn so bald du den Mund aufmachtest oder gar eine Org.aufbautest, haben dich die Rezeptionisten des besagten Hotels weggefangen. Also im Grunde sinnlos, da aussichtslos. So konnte eine wirksame Opposition nur einhergehen mit dem langsamen Machtverfall der SED. Dieser Machtverfall trat im Sommer 89 deutlich erkennbar hervor. Die, die diesen Machtverfall erkannten, sind dann aktiv geworden unter anderen auch Gauck. Das ist doch OK, zumindest aus meiner Sicht.Sinnloses Heldentum zuvor war eher kontraproduktiv.




Ist ja klr, Gert, dass Du das anders siehst als der Pfarrer Hans - Jochen Tschiche.





Wer ist Tschiche ?


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#36

RE: War Joachim Gauck ein Bürgerrechtler?

in Themen vom Tage 11.03.2012 10:27
von SCORN | 1.456 Beiträge

Zitat von Gert


@Scorn, ich hatte gefragt, für wen die sprechen, nur für sich oder für die Kirche als Ganzes. Darauf habe ich keine Antwort bekommen. Wenn die beiden Pfarrer nur für sich sprechen, so ist das in Ordnung, hat aber kein Gewicht. Es ist die private Meinung 2 er Personen. Sie haben das Recht sich dazu zu äußern, mehr aber auch nicht.






für mich geht aus dem text eindeutig hervor für wen sie sprechen! aber wenn du es nicht findest kannst du ja nachfragen bei den herren.

Hartwig Hohnsbein: 0551 6 33 95 49

SCORN


zuletzt bearbeitet 11.03.2012 10:28 | nach oben springen

#37

RE: War Joachim Gauck ein Bürgerrechtler?

in Themen vom Tage 11.03.2012 12:34
von Gert | 12.354 Beiträge

Zitat von SCORN

Zitat von Gert

So war das offenbar



da haben wir wohl 2 Varianten! Gaucks Vater war in der KM "Kapitän zur See", d.h. im Heer wäre er "Oberst" gewesen! Diese Dienstgradgruppe beteiligte sich im allgemeinen nicht persönlich an Erschießungen! Die Verantwortung dieser Offiziere lag woanders!





Na ja das mag ja richtig sein. Scorn, du hast aber nicht zu den 2 widersprüchlichen Begründungen Stellung genommen. Hat er nun Kriegsverbrechen begangen oder stimmt die Urteilsbegründuing die ich in Wiki gelesen habe und hier eingestellt habe. Diese gibt doch ganz andere Urteilsbegründung des sowjetischen Militärtribunals wieder. Ich weiss nicht was richtig ist. Misstrauisch macht mich die Verhaftung erst 1951 und die völlig andere Erklärung warum er nach Sibirien kam-
Allein die Tatsache, dass er Kapitän war, macht ihn doch nicht automatisch zum Kriegsverbrecher. Die meisten Angehörigen der Marine haben sich meines Wissens nicht an Kriegsverbrechen beteiligt. Die Kriegsverbrechen gingen hauptsächlich auf das Konto der SS, Feldpolizei und auch Teile des Heeres.


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#38

RE: War Joachim Gauck ein Bürgerrechtler?

in Themen vom Tage 11.03.2012 13:59
von SCORN | 1.456 Beiträge

Gert,
die Aussagen zur Verurteilung auf welche du dich beziehst und letztendlich auch Wiki, beruhen auf den Aussagen Joachim Gaucks.
Eigendlich müsste in russischen Archiven die Lösung stecken. Ich bin Sicher dass es Leute gibt die in diese Richtung recherchieren.

Du hast Recht, die Masse der Kriegsverbrechen wurde an Land, von SS und auch Wehrmacht verübt! Allerdings gab es auch Kriegsverbrechen auf See. In der britischen Besatzungszone wurden diesbezüglich auch Todesurteile an Angehörigen der KM ausgesprochen und auch vollzogen. Darauf ein zu gehen würde dieses Thema sprengen!

SCORN


zuletzt bearbeitet 11.03.2012 14:15 | nach oben springen

#39

RE: War Joachim Gauck ein Bürgerrechtler?

in Themen vom Tage 11.03.2012 14:31
von Rostocker | 7.719 Beiträge

Zitat von Gert

Zitat von SCORN

Zitat von Gert

So war das offenbar



da haben wir wohl 2 Varianten! Gaucks Vater war in der KM "Kapitän zur See", d.h. im Heer wäre er "Oberst" gewesen! Diese Dienstgradgruppe beteiligte sich im allgemeinen nicht persönlich an Erschießungen! Die Verantwortung dieser Offiziere lag woanders!





Na ja das mag ja richtig sein. Scorn, du hast aber nicht zu den 2 widersprüchlichen Begründungen Stellung genommen. Hat er nun Kriegsverbrechen begangen oder stimmt die Urteilsbegründuing die ich in Wiki gelesen habe und hier eingestellt habe. Diese gibt doch ganz andere Urteilsbegründung des sowjetischen Militärtribunals wieder. Ich weiss nicht was richtig ist. Misstrauisch macht mich die Verhaftung erst 1951 und die völlig andere Erklärung warum er nach Sibirien kam-
Allein die Tatsache, dass er Kapitän war, macht ihn doch nicht automatisch zum Kriegsverbrecher. Die meisten Angehörigen der Marine haben sich meines Wissens nicht an Kriegsverbrechen beteiligt. Die Kriegsverbrechen gingen hauptsächlich auf das Konto der SS, Feldpolizei und auch Teile des Heeres.




Gert,ich empfehle Dir mal den Film --Rottenknechte--bei You Tube zu finden.Der Film basiert ja auf Wahrheit--aber zumuten kann man ihn Dir nur ganz schwer,sonst verlierste noch den Glauben.Ach ja der Film spielt über die Marine.


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#40

RE: War Joachim Gauck ein Bürgerrechtler?

in Themen vom Tage 11.03.2012 18:27
von Grenzwolf62 (gelöscht)
avatar

Zitat von Gert
ich habe das Gefühl, wenn ich bestimmte Posts lese, dass der Kandidat Gauck genau der richtige ist.



Ob Joachim Gauck ein Bürgerrechtler war ist wie vieles Ansichtssache.
Ich persönlich empfinde ihn als einen achtenswerten, integeren, intelligenten Mann mit Charisma, nicht mehr und nicht weniger und ich hoffe solch ein Mann wird nicht, vor allem von Leuten die sich besser voll Scham ins letzte Loch verkriechen sollten, mit Schmutz beworfen und verunglimpft.
Er wird der politischen Kultur in Deutschland gut tun.


zuletzt bearbeitet 11.03.2012 18:36 | nach oben springen



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