#41

RE: Organisierte Kriminalität in der DDR

in Leben in der DDR 03.03.2012 17:33
von Gert | 12.362 Beiträge

Zitat von passport
Das kann schon sein.
Aber die DDR hat Mörder und Terroristen gedeckt,da stimme ich @Harra zu.
Oder waren das etwa "Kundschafter des Friedens"? Was meinst du?

Kurze Antwort an ek40, weil dieses Thema nicht zum aktuellen Thread gehört :

Die Bundesrepublik lieferte auch keine Mörder und Straftäter an die DDR aus ! Aus welchen Grund sollte das die DDR tun ? Dieses war damals keine Entscheidungen auf rechtlicher Grundlage sondern politische Entscheidungen. Politik ist immer Primär. Lt. Mielkes Aussage wurde die BRD-Offiziellen auf indirekten Weg aber darüber informiert (RA Vogel gehörte zB. zu den Übermittlern)

passport




passport das ist doch keine Antwort auf die Frage von ek40. Über den Themenkomplex, dem deine Antworte zugrunde liegt , ist hier schon ausführlich diskutiert worden, in völlig anderen Zusammenhängen und auch Threads. Es ging in der Frage überhaupt erst mal nicht um Auslieferung sondern Erkennung. Die Erkennung des Ruheraums DDR für diese linksfaschistische Mörderbande RAF kam erst nach der Vereinigung D's .


.
All free men, wherever they may live, are citizens of Berlin, and, therefore, as a free man, I take pride in the words ‘Ich bin ein Berliner!’”
John F.Kennedy 1963 in Berlin
Geld ist geprägte Freiheit!
Dostojewski 1866
Zuerst ignorieren sie dich, dann lachen sie über dich, dann bekämpfen sie dich und dann gewinnst du.
Mahatma Gandhi
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#42

RE: Organisierte Kriminalität in der DDR

in Leben in der DDR 03.03.2012 17:45
von Alfred | 6.861 Beiträge

Gert,

Merkur hatte wohl einiges zur RAF geschrieben.

Es war der BRD auch schon vor 1989 bekannt, dass sich einige Personen in der DDR aufhielten.


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#43

RE: Organisierte Kriminalität in der DDR

in Leben in der DDR 03.03.2012 21:54
von frank | 1.753 Beiträge

Zitat von Alfred
Gert,

Merkur hatte wohl einiges zur RAF geschrieben.

Es war der BRD auch schon vor 1989 bekannt, dass sich einige Personen in der DDR aufhielten.



und da kannst du einen drauf lassen .! so oft wie wir nachts auf dem weg in die schorfheide posten beziehen mußten , um schnelle 'bmw' oder 'audi' zu lotsen ,kann mann nicht zählen .!! zumindest vermut ich die haben sich nicht nur 'pornos' angeguckt.!!!



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#44

RE: Organisierte Kriminalität in der DDR

in Leben in der DDR 03.03.2012 22:38
von Rostocker | 7.734 Beiträge

Zitat von Gert

Zitat von passport
Das kann schon sein.
Aber die DDR hat Mörder und Terroristen gedeckt,da stimme ich @Harra zu.
Oder waren das etwa "Kundschafter des Friedens"? Was meinst du?

Kurze Antwort an ek40, weil dieses Thema nicht zum aktuellen Thread gehört :

Die Bundesrepublik lieferte auch keine Mörder und Straftäter an die DDR aus ! Aus welchen Grund sollte das die DDR tun ? Dieses war damals keine Entscheidungen auf rechtlicher Grundlage sondern politische Entscheidungen. Politik ist immer Primär. Lt. Mielkes Aussage wurde die BRD-Offiziellen auf indirekten Weg aber darüber informiert (RA Vogel gehörte zB. zu den Übermittlern)

passport




passport das ist doch keine Antwort auf die Frage von ek40. Über den Themenkomplex, dem deine Antworte zugrunde liegt , ist hier schon ausführlich diskutiert worden, in völlig anderen Zusammenhängen und auch Threads. Es ging in der Frage überhaupt erst mal nicht um Auslieferung sondern Erkennung. Die Erkennung des Ruheraums DDR für diese linksfaschistische Mörderbande RAF kam erst nach der Vereinigung D's .





Was ist das denn für ne Truppe?


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#45

RE: Organisierte Kriminalität in der DDR

in Leben in der DDR 04.03.2012 00:26
von Gelöschtes Mitglied
avatar

Zitat von passport
Das kann schon sein.
Aber die DDR hat Mörder und Terroristen gedeckt,da stimme ich @Harra zu.
Oder waren das etwa "Kundschafter des Friedens"? Was meinst du?


Kurze Antwort an ek40, weil dieses Thema nicht zum aktuellen Thread gehört :

Die Bundesrepublik lieferte auch keine Mörder und Straftäter an die DDR aus ! Aus welchen Grund sollte das die DDR tun ? Dieses war damals keine Entscheidungen auf rechtlicher Grundlage sondern politische Entscheidungen. Politik ist immer Primär. Lt. Mielkes Aussage wurde die BRD-Offiziellen auf indirekten Weg aber darüber informiert (RA Vogel gehörte zB. zu den Übermittlern)

passport



Aha,sind wir wieder beim Vergleichen,in diese Richtung natürlich immer zulässig und richtig.....
Außerdem hast auch du sicherlich meine Frage so verstanden wie ich sie stellte.
Deine ersten Sätze sprechen für sich und bedürfen keiner weiteren Erklärung.........
Die Mörder und Terroristen der Roten Armee Fraktion waren also schutzbedüfrtig und wurden durch die Ex-DDR gedeckt.
Waren die RAF-Mitglieder eigentlich eher dem linken oder dem rechten Spektrum zuzuordnen?

Der gemäßigten Mitte sicherlich nicht.......

( PS. Du kannst,musst mir aber nicht antworten,ich kenne deine Antwort....)


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#46

RE: Organisierte Kriminalität in der DDR

in Leben in der DDR 04.03.2012 08:12
von Gert | 12.362 Beiträge

Zitat von Rostocker

Zitat von Gert

Zitat von passport
Das kann schon sein.
Aber die DDR hat Mörder und Terroristen gedeckt,da stimme ich @Harra zu.
Oder waren das etwa "Kundschafter des Friedens"? Was meinst du?

Kurze Antwort an ek40, weil dieses Thema nicht zum aktuellen Thread gehört :

Die Bundesrepublik lieferte auch keine Mörder und Straftäter an die DDR aus ! Aus welchen Grund sollte das die DDR tun ? Dieses war damals keine Entscheidungen auf rechtlicher Grundlage sondern politische Entscheidungen. Politik ist immer Primär. Lt. Mielkes Aussage wurde die BRD-Offiziellen auf indirekten Weg aber darüber informiert (RA Vogel gehörte zB. zu den Übermittlern)

passport




passport das ist doch keine Antwort auf die Frage von ek40. Über den Themenkomplex, dem deine Antworte zugrunde liegt , ist hier schon ausführlich diskutiert worden, in völlig anderen Zusammenhängen und auch Threads. Es ging in der Frage überhaupt erst mal nicht um Auslieferung sondern Erkennung. Die Erkennung des Ruheraums DDR für diese linksfaschistische Mörderbande RAF kam erst nach der Vereinigung D's .





Was ist das denn für ne Truppe?





steht doch drin Rostocker, RAF nannten sie sich Rote Armee Fraktion, sie zogen in den 70 er Jahren mordend und terrorisierend durch die alte Bundesrepublik. Als ihnen der Boden zu heiss wurde haben sie sich in den Jemen, nach Palästina und auch in die DDR abgesetzt. Nie gehört ? Hatteste kein Westfernsehen ?


.
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Zuerst ignorieren sie dich, dann lachen sie über dich, dann bekämpfen sie dich und dann gewinnst du.
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zuletzt bearbeitet 04.03.2012 08:13 | nach oben springen

#47

RE: Organisierte Kriminalität in der DDR

in Leben in der DDR 04.03.2012 08:23
von Alfred | 6.861 Beiträge

Noch was zum Thema:


Dateianlage:
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#48

RE: Organisierte Kriminalität in der DDR

in Leben in der DDR 04.03.2012 08:35
von Diskus303 | 485 Beiträge

Hallo,

OK = internationale Krimnalität????

Mit etwas Abstand betrachtet gab es OK irgendwie überall in der DDR:
In meiner Heimatstadt waren die Löcher im Maschendrahtzaun auf den Firmengelände von VEB Sachsenring so groß, daß fast alles darüber bestellt und geliefert werden konnte, was man bei Reparaturen am Trabbi so brauchte...
Auch eine simple (und fast schon legale) OK waren "Beziehungen" (landläufig auch als "Vitamin A/B" usw. bezeichnet).
Oder aber: Eine Hand wäscht die andere: ich besorge Dir 50 m Kabel Du mir 20 Sack Zement (beispielhaft).
Ohne Beziehungen lief ja fast gar nichts: Auch damit war fast jedes "kleinwirtschaftliche" Problem zu lösen.
Dies bedeutete, daß Waren gar nicht erst in den "öffentlichen Warenverkehr" gebracht wurden (allenfalls auf dem Papier).

Ich kann mich noch gut daran erinnern, wie ich seinerzeit mit solchen Tricks und Kniffen am Rande der Legalität meine Wohnung ausbaute.
(Stichwort: Ausbauwohnung)

Gruß Axel


Gruß Axel
zuletzt bearbeitet 04.03.2012 08:37 | nach oben springen

#49

RE: Organisierte Kriminalität in der DDR

in Leben in der DDR 04.03.2012 09:21
von Rostocker | 7.734 Beiträge

Zitat von Gert

Zitat von Rostocker

Zitat von Gert

Zitat von passport
Das kann schon sein.
Aber die DDR hat Mörder und Terroristen gedeckt,da stimme ich @Harra zu.
Oder waren das etwa "Kundschafter des Friedens"? Was meinst du?

Kurze Antwort an ek40, weil dieses Thema nicht zum aktuellen Thread gehört :

Die Bundesrepublik lieferte auch keine Mörder und Straftäter an die DDR aus ! Aus welchen Grund sollte das die DDR tun ? Dieses war damals keine Entscheidungen auf rechtlicher Grundlage sondern politische Entscheidungen. Politik ist immer Primär. Lt. Mielkes Aussage wurde die BRD-Offiziellen auf indirekten Weg aber darüber informiert (RA Vogel gehörte zB. zu den Übermittlern)

passport




passport das ist doch keine Antwort auf die Frage von ek40. Über den Themenkomplex, dem deine Antworte zugrunde liegt , ist hier schon ausführlich diskutiert worden, in völlig anderen Zusammenhängen und auch Threads. Es ging in der Frage überhaupt erst mal nicht um Auslieferung sondern Erkennung. Die Erkennung des Ruheraums DDR für diese linksfaschistische Mörderbande RAF kam erst nach der Vereinigung D's .





Was ist das denn für ne Truppe?





steht doch drin Rostocker, RAF nannten sie sich Rote Armee Fraktion, sie zogen in den 70 er Jahren mordend und terrorisierend durch die alte Bundesrepublik. Als ihnen der Boden zu heiss wurde haben sie sich in den Jemen, nach Palästina und auch in die DDR abgesetzt. Nie gehört ? Hatteste kein Westfernsehen ?




Oh doch Gert--Westfernsehen hatte ich,hatte sogar ne gute Flächenantenne alle drei Programme aus dem Westen empfangen und hin und wieder auch mal Löwenthal geschaut.Was RAF bedeutet,ist mir bekannt.Aber das man sie nun linksfaschistisch einzustufen hatte ist mir unbekannt.Was ist denn dann nun rechtsfaschistisch und wo hatten die ihren Ruheraum? Klar wird die Stasi damals ihren Nutzen und ihren Wissensstand aus der RAF gezogen haben.Aber das sehe ich als ganz normal an.So was tut jeder Geheimdienst dieser Welt--denn wenn es ein Nutzen hat,fragt man auch mal den Teufel.


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#50

RE: Organisierte Kriminalität in der DDR

in Leben in der DDR 04.03.2012 09:37
von Gert | 12.362 Beiträge

Zitat von Rostocker

Zitat von Gert

Zitat von Rostocker

Zitat von Gert

Zitat von passport
Das kann schon sein.
Aber die DDR hat Mörder und Terroristen gedeckt,da stimme ich @Harra zu.
Oder waren das etwa "Kundschafter des Friedens"? Was meinst du?

Kurze Antwort an ek40, weil dieses Thema nicht zum aktuellen Thread gehört :

Die Bundesrepublik lieferte auch keine Mörder und Straftäter an die DDR aus ! Aus welchen Grund sollte das die DDR tun ? Dieses war damals keine Entscheidungen auf rechtlicher Grundlage sondern politische Entscheidungen. Politik ist immer Primär. Lt. Mielkes Aussage wurde die BRD-Offiziellen auf indirekten Weg aber darüber informiert (RA Vogel gehörte zB. zu den Übermittlern)

passport




passport das ist doch keine Antwort auf die Frage von ek40. Über den Themenkomplex, dem deine Antworte zugrunde liegt , ist hier schon ausführlich diskutiert worden, in völlig anderen Zusammenhängen und auch Threads. Es ging in der Frage überhaupt erst mal nicht um Auslieferung sondern Erkennung. Die Erkennung des Ruheraums DDR für diese linksfaschistische Mörderbande RAF kam erst nach der Vereinigung D's .





Was ist das denn für ne Truppe?





steht doch drin Rostocker, RAF nannten sie sich Rote Armee Fraktion, sie zogen in den 70 er Jahren mordend und terrorisierend durch die alte Bundesrepublik. Als ihnen der Boden zu heiss wurde haben sie sich in den Jemen, nach Palästina und auch in die DDR abgesetzt. Nie gehört ? Hatteste kein Westfernsehen ?




Oh doch Gert--Westfernsehen hatte ich,hatte sogar ne gute Flächenantenne alle drei Programme aus dem Westen empfangen und hin und wieder auch mal Löwenthal geschaut.Was RAF bedeutet,ist mir bekannt.Aber das man sie nun linksfaschistisch einzustufen hatte ist mir unbekannt.Was ist denn dann nun rechtsfaschistisch und wo hatten die ihren Ruheraum? Klar wird die Stasi damals ihren Nutzen und ihren Wissensstand aus der RAF gezogen haben.Aber das sehe ich als ganz normal an.So was tut jeder Geheimdienst dieser Welt--denn wenn es ein Nutzen hat,fragt man auch mal den Teufel.




Ne Rostocker, große Erkenntnisse hat die Stasi sicher nicht von diesen Kriminellen abgeschöpft. Sie hatte ein anderes Interesse: die Stasi hatte vermutlich die Befürchtung, dass diese RAF-Welle auf ihr Territorium überschwappt und entsprechend hat sie den Fall behandelt. Sie hat die Mörder auf dem Gebiet der DDR ruhig gestellt, sprich mit neuen Identitäten ausgestattet irgendwo unauffällig versteckt. Sie unterlagen sicher ständiger Beobachtung durch Stasi Mitarbeiter. Im Frühjahr 1990 sind sie ja dann alle enttarnt und an die Strafverfolgungsbehörden der Bundesrepublik ausgeliefert worden, tja sie hatten auf die falsche Karte gesetzt, Jemen oder ähnlich wäre besser gewesen.


.
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#51

RE: Organisierte Kriminalität in der DDR

in Leben in der DDR 04.03.2012 10:51
von Gelöschtes Mitglied
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Zitat von Diskus303
Hallo,

OK = internationale Krimnalität????

Mit etwas Abstand betrachtet gab es OK irgendwie überall in der DDR:
In meiner Heimatstadt waren die Löcher im Maschendrahtzaun auf den Firmengelände von VEB Sachsenring so groß, daß fast alles darüber bestellt und geliefert werden konnte, was man bei Reparaturen am Trabbi so brauchte...
Auch eine simple (und fast schon legale) OK waren "Beziehungen" (landläufig auch als "Vitamin A/B" usw. bezeichnet).
Oder aber: Eine Hand wäscht die andere: ich besorge Dir 50 m Kabel Du mir 20 Sack Zement (beispielhaft).
Ohne Beziehungen lief ja fast gar nichts: Auch damit war fast jedes "kleinwirtschaftliche" Problem zu lösen.
Dies bedeutete, daß Waren gar nicht erst in den "öffentlichen Warenverkehr" gebracht wurden (allenfalls auf dem Papier).

Ich kann mich noch gut daran erinnern, wie ich seinerzeit mit solchen Tricks und Kniffen am Rande der Legalität meine Wohnung ausbaute.
(Stichwort: Ausbauwohnung)

Gruß Axel


Das gabs auch in Eisenach, allerdings wurden die Täter dingfest gemacht und erhielten langjärige Haftstrafen.


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#52

RE: Organisierte Kriminalität in der DDR

in Leben in der DDR 04.03.2012 12:47
von Rüganer (gelöscht)
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Zitat von Diskus303
Hallo,

Ich kann mich noch gut daran erinnern, wie ich seinerzeit mit solchen Tricks und Kniffen am Rande der Legalität meine Wohnung ausbaute.
(Stichwort: Ausbauwohnung)

Gruß Axel



Axel,
dies war doch ein Anzeichen dafür, dass der Sozialismus der DDR abgewirtschaftet hatte. Es war doch eine Schattenwirtschaft entstanden, und nur durch die funktionierte das Leben, privat, wie auch halboffiziell für die Betriebe. Hier oben auf Rügen konnte ein Betrieb vieles bekommen, wenn er denn im Gegenzug ferienplätze anzubieten hatte. Die LPG hatte 2 Finnhütten auf Mönchgut, dadurch bekam sie Ersatzteile, Saugzuggebläse und Maschinen für die Tischlerei. Einen Amboss für die Schmiede zu besorgen, war absolut unmöglich, mit Ferienplatz dauerte es einen Monat und der Amboss war da.
Über Bilanzen und die Hürden der gelobten Planwirtschaft würde heute noch kein Amboss vorhanden sein.
Ich habe einen Anbau 1986 gebaut, 80 m², benötigte dafür so um die 280 Schwerbetonhohlblocksteine. Keine Chance, überall kam ein Nein. nachdem ich dann 20 Mark West im Kollegenkreis geboten habe, hatte ich die Steine innerhalb eines halben Tages. Weil einer mit extrem guten Beziehungen einen kannte, der bei der Bäuerlichen Handelsgenossenschaft Lieferungen annahm, habe ich einen halben Hänger kalk in Tüten bekommen, die andere Hälfte ging an den Beziehungsinhaber. Andere, die keinen kannten, gingen leer aus.
Diese Sachen wurden doch von Jahr zu jahr schlimmer, welche Zukunft hätte der Sozialismus denn da noch haben wollen? Diese Art von Kriminalität konnte doch erst durch den Mangel entstehen. Lieber 5 min Angst, als dass man nicht mehr weiter kam, mit seinem Bau.
Heute bekommt man alles, selbst schlüsselfertig gebaute Häuser, in der DDR war alles in Berlin, hier oben war nichts. Hilf dir selbst, so hilft dir Gott.
Wer da noch von Wohnungsbauprogramm spricht, kann nur aus Berlin oder einer ehemaligen Bezirksstadt sein, wenn ich an Stralsund und seine verfallene Altstadt denke, da war nichts von Wohnungsbauprogramm. Nur, wenn Industriebetriebe ohne Wohnugen keine Leute mehr bekamen, wurde mühsam irgendwo etwas geschaffen.
Wenn der Mangel beseitugt ist, erlischt auch die Grundlage solcher Kriminalität.


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#53

RE: Organisierte Kriminalität in der DDR

in Leben in der DDR 04.03.2012 12:56
von Gert | 12.362 Beiträge

Zitat von Rüganer

Zitat von Diskus303
Hallo,

Ich kann mich noch gut daran erinnern, wie ich seinerzeit mit solchen Tricks und Kniffen am Rande der Legalität meine Wohnung ausbaute.
(Stichwort: Ausbauwohnung)

Gruß Axel



Axel,
dies war doch ein Anzeichen dafür, dass der Sozialismus der DDR abgewirtschaftet hatte. Es war doch eine Schattenwirtschaft entstanden, und nur durch die funktionierte das Leben, privat, wie auch halboffiziell für die Betriebe. Hier oben auf Rügen konnte ein Betrieb vieles bekommen, wenn er denn im Gegenzug ferienplätze anzubieten hatte. Die LPG hatte 2 Finnhütten auf Mönchgut, dadurch bekam sie Ersatzteile, Saugzuggebläse und Maschinen für die Tischlerei. Einen Amboss für die Schmiede zu besorgen, war absolut unmöglich, mit Ferienplatz dauerte es einen Monat und der Amboss war da.
Über Bilanzen und die Hürden der gelobten Planwirtschaft würde heute noch kein Amboss vorhanden sein.
Ich habe einen Anbau 1986 gebaut, 80 m², benötigte dafür so um die 280 Schwerbetonhohlblocksteine. Keine Chance, überall kam ein Nein. nachdem ich dann 20 Mark West im Kollegenkreis geboten habe, hatte ich die Steine innerhalb eines halben Tages. Weil einer mit extrem guten Beziehungen einen kannte, der bei der Bäuerlichen Handelsgenossenschaft Lieferungen annahm, habe ich einen halben Hänger kalk in Tüten bekommen, die andere Hälfte ging an den Beziehungsinhaber. Andere, die keinen kannten, gingen leer aus.
Diese Sachen wurden doch von Jahr zu jahr schlimmer, welche Zukunft hätte der Sozialismus denn da noch haben wollen? Diese Art von Kriminalität konnte doch erst durch den Mangel entstehen. Lieber 5 min Angst, als dass man nicht mehr weiter kam, mit seinem Bau.
Heute bekommt man alles, selbst schlüsselfertig gebaute Häuser, in der DDR war alles in Berlin, hier oben war nichts. Hilf dir selbst, so hilft dir Gott.
Wer da noch von Wohnungsbauprogramm spricht, kann nur aus Berlin oder einer ehemaligen Bezirksstadt sein, wenn ich an Stralsund und seine verfallene Altstadt denke, da war nichts von Wohnungsbauprogramm. Nur, wenn Industriebetriebe ohne Wohnugen keine Leute mehr bekamen, wurde mühsam irgendwo etwas geschaffen.
Wenn der Mangel beseitugt ist, erlischt auch die Grundlage solcher Kriminalität.





Dafür gabs keine HartzIV Empfänger, keine Aufstocker, keien armen Rentner, keine Kinderarmut, keine korrupte Regierung, keine Soldaten in Afgh., keine Spekulanten in den Banken, keine Kriminalität, keine Schüffler beim BND und VS, keine Datenspeicherung ....... ( habe ich noch was vergessen )


.
All free men, wherever they may live, are citizens of Berlin, and, therefore, as a free man, I take pride in the words ‘Ich bin ein Berliner!’”
John F.Kennedy 1963 in Berlin
Geld ist geprägte Freiheit!
Dostojewski 1866
Zuerst ignorieren sie dich, dann lachen sie über dich, dann bekämpfen sie dich und dann gewinnst du.
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#54

RE: Organisierte Kriminalität in der DDR

in Leben in der DDR 04.03.2012 13:00
von Feliks D. | 8.887 Beiträge

Zitat von Gert
die Stasi .......... Sie hat die Mörder auf dem Gebiet der DDR ruhig gestellt, sprich mit neuen Identitäten ausgestattet irgendwo unauffällig versteckt. Sie unterlagen sicher ständiger Beobachtung durch Stasi Mitarbeiter.



Was hätte der BRD denn besseres passieren können?


Was ich zu sagen hatte habe ich gesagt, nun fürchte ich das allerletzte Wort. Der Sprache Ohnmacht hat mich oft geplagt, doch Trotz und Hoffnung gab ich niemals fort! Mir scheint die Welt geht aus den Fugen bringt sich um, die vielen Kriege zählt man schon nicht mehr. Auch dieses neue große Deutschland macht mich stumm, der Zorn der Worte und die Wut wird mehr. Die Welt stirbt leise stilles Schreien hört man nicht, es hilft kein Weinen und man sieht's nicht im Gesicht. Wer einen Menschen rettet rettet so die Welt, am Ende überleben wir uns doch. Nur wir bestimmen wann der letzte Vorhang fällt, still und leise verlassen wir die Welt!

Macht es gut Freunde!
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#55

RE: Organisierte Kriminalität in der DDR

in Leben in der DDR 04.03.2012 13:50
von Merkur | 1.026 Beiträge

Es ist ja in der Tat eine sehr erheiternde Diskussionsrunde und ich denke, manch einer der Diskutanten weiß nicht, wovon er eigentlich redet/schreibt . Vielleicht sollte erst einmal geklärt werden, was Organisierte Kriminalität (OK) überhaupt ist. Die soz. Kriminalistik kannte den Begriff der OK nicht, dennoch reichten ihre Strukturen von außen in die DDR hinein.

Aber kurz mal ein Erklärungsansatz dazu, was OK eigentlich ist. OK ist prinzipiell die von Gewinn oder Machstreben bestimmte plamäßige Begehung von Straftaten, die einzeln oder in ihrer Gesamtheit von erheblicher Bedeutung sind, wenn mehr als zwei Beteiligte auf längere oder unbestimmte Dauer arbeitsteilig
- unter Verwendung gewerblicher oder geschäftsähnlicher Strukturen
- unter Anwendung von Gewalt oder anderer zur Einschüchterung geeigneter Mittel oder
- unter Einflussnahme auf Politik, Medien, öffentliche Verwaltung, Justiz oder Wirtschaft
zusammenwirken.
Zur OK gehören prinzipell nicht Straftaten des Terrorismus. Daher weiß ich nicht, warum das Thema RAF hier diskutiert wird. Zu den OK-relevanten Deliktsbereichen gehören hauptsächlich der Rauschgifthandel (gab es in der DDR nicht), der Waffenhandel/Waffenschmuggel (gab es in der DDR nicht), Zuhälterei, Menschenhandel und Ausbeutung (gab es in der DDR nicht), Steuer- und Zolldelikte, Wirtschaftskriminalität, Eigentumskriminalität sowie Fälschungskriminalität.
Ein weiteres bedeutsames Aktivitätsfeldfeld der OK ist die Geldwäsche.

Ich denke, nun kann zielgerichteter darüber diskutiert werden, ob es wesentliche Erscheinungsformen der OK in der DDR gab bzw. wie sich die in die DDR hereinragenden Straftaten auswirkten.



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#56

RE: Organisierte Kriminalität in der DDR

in Leben in der DDR 04.03.2012 14:15
von Diskus303 | 485 Beiträge

Zitat von Rüganer

Zitat von Diskus303
Hallo,

Ich kann mich noch gut daran erinnern, wie ich seinerzeit mit solchen Tricks und Kniffen am Rande der Legalität meine Wohnung ausbaute.
(Stichwort: Ausbauwohnung)

Gruß Axel



Axel,
....
....Wenn der Mangel beseitugt ist, erlischt auch die Grundlage solcher Kriminalität.




Grundsätzlich kann ich Deine Ausführungen nur bestätigen.

Allerdings widerspricht dem rotmarkierten die heutige Diebstahlskriminalitätstatistik. Das betrifft sowohl Kleindiebstähle (Ladendiebstahl) wie auch OK: siehe Buntmetallklau bei der DB.

(etwas OT): Ansonsten war man schon erfinderisch, um auf offizieller Ebene der "Mangelwirtschaft" zu begegnen: Mein Vater war in einer der "großen" Warenhausketten der DDR tätig. Ich kann mich noch sehr gut an den sog. Warentausch zwischen Warenhäusern der CSSR (wo kriegt man diese Häkchen über den "C" her ? außer bei Glücksrad"), Bulgarien und ?? und dem Warenhaus in dem mein Vater arbeitete quasi getauscht. Dabei wurden immer die Waren in die jeweligen Länder transportiert, die es dort nicht oder nur arg begrenzt gab: zB. habe ich da mal beim entladen eines tschechischen LKW´s geholfen der eine Ladung Staropram (Bier) anlieferte. Aus Bulgarien kamen zB. Keramiksachen und diverse Sprituosen/Liköre usw.

Da wurden in recht umfangreichen Rahmen Ware gegen Ware in die erschiedenen Länder transferiert.
Das hieß dann damals immer "tschechische Woche(n), Bulgarische Woche(n).

Gruß Axel


Gruß Axel
zuletzt bearbeitet 04.03.2012 14:26 | nach oben springen

#57

RE: Organisierte Kriminalität in der DDR

in Leben in der DDR 04.03.2012 14:21
von Diskus303 | 485 Beiträge

Zitat von Merkur
Es ist ja in der Tat eine sehr erheiternde Diskussionsrunde und ich denke, manch einer der Diskutanten weiß nicht, wovon er eigentlich redet/schreibt . Vielleicht sollte erst einmal geklärt werden, was Organisierte Kriminalität (OK) überhaupt ist. Die soz. Kriminalistik kannte den Begriff der OK nicht, dennoch reichten ihre Strukturen von außen in die DDR hinein.
...
...
Zu den OK-relevanten Deliktsbereichen gehören hauptsächlich der Rauschgifthandel (gab es in der DDR nicht), der Waffenhandel/Waffenschmuggel (gab es in der DDR nicht), Zuhälterei, Menschenhandel und Ausbeutung (gab es in der DDR nicht), Steuer- und Zolldelikte, Wirtschaftskriminalität, Eigentumskriminalität sowie Fälschungskriminalität.
Ein weiteres bedeutsames Aktivitätsfeldfeld der OK ist die Geldwäsche.

Ich denke, nun kann zielgerichteter darüber diskutiert werden, ob es wesentliche Erscheinungsformen der OK in der DDR gab bzw. wie sich die in die DDR hereinragenden Straftaten auswirkten.



Das rot markierte ist (für mich) ziemlich interressant:
Zu DDR-Zeiten wurden - gerade zu "Leipziger Messe"-Zeiten nicht enden wollende Gerüchte (?) laut, daß es staatlich organisierte/ verwaltete (?) Prostitution gab. Da sollen (den Gerüchten zufolge...) aus allen Teilen der Republik Damen aus dem (nichtexistierenden??) horizontalen Gewerbe nach Leipzig beordert worden sein, um dort dann hochinoffiziell Ihre Dienste (gegen Harte Währung) anzubieten

Weiß da einer was Genaues? Würde mich wirklich mal interressieren was an diesen Gerüchten/ Verlautbahrungen dran war...

Gruß Axel


Gruß Axel
zuletzt bearbeitet 04.03.2012 14:25 | nach oben springen

#58

RE: Organisierte Kriminalität in der DDR

in Leben in der DDR 04.03.2012 14:45
von Alfred | 6.861 Beiträge

Zitat von Diskus303

Zitat von Merkur
Es ist ja in der Tat eine sehr erheiternde Diskussionsrunde und ich denke, manch einer der Diskutanten weiß nicht, wovon er eigentlich redet/schreibt . Vielleicht sollte erst einmal geklärt werden, was Organisierte Kriminalität (OK) überhaupt ist. Die soz. Kriminalistik kannte den Begriff der OK nicht, dennoch reichten ihre Strukturen von außen in die DDR hinein.
...
...
Zu den OK-relevanten Deliktsbereichen gehören hauptsächlich der Rauschgifthandel (gab es in der DDR nicht), der Waffenhandel/Waffenschmuggel (gab es in der DDR nicht), Zuhälterei, Menschenhandel und Ausbeutung (gab es in der DDR nicht), Steuer- und Zolldelikte, Wirtschaftskriminalität, Eigentumskriminalität sowie Fälschungskriminalität.
Ein weiteres bedeutsames Aktivitätsfeldfeld der OK ist die Geldwäsche.

Ich denke, nun kann zielgerichteter darüber diskutiert werden, ob es wesentliche Erscheinungsformen der OK in der DDR gab bzw. wie sich die in die DDR hereinragenden Straftaten auswirkten.



Das rot markierte ist (für mich) ziemlich interressant:
Zu DDR-Zeiten wurden - gerade zu "Leipziger Messe"-Zeiten nicht enden wollende Gerüchte (?) laut, daß es staatlich organisierte/ verwaltete (?) Prostitution gab. Da sollen (den Gerüchten zufolge...) aus allen Teilen der Republik Damen aus dem (nichtexistierenden??) horizontalen Gewerbe nach Leipzig beordert worden sein, um dort dann hochinoffiziell Ihre Dienste (gegen Harte Währung) anzubieten

Weiß da einer was Genaues? Würde mich wirklich mal interressieren was an diesen Gerüchten/ Verlautbahrungen dran war...

Gruß Axel





Was verstehst Du denn unter "Staatlich organisiert" ?


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#59

RE: Organisierte Kriminalität in der DDR

in Leben in der DDR 04.03.2012 15:08
von Diskus303 | 485 Beiträge

Hallo Alfred,

Prostitution war in der DDR per se verboten.
Offiziell gab es sie in der DDR auch nicht.

Sie wurde immer als eine besonders ausbeuterische Erscheinungsform des "Kapitilismus" dargelegt...

Mit "staatlich organisiert" meine ich, daß es wohl Anlässe gab (Leipziger Messe) wo derartige Bedürfnisse entsprechend koordiniert und kontrolliert und möglichst von der Allgemeinheit abgeschottet befriedigt wurden...
Es wurde in dieser Hinsicht auch viel von "Devisenbeschaffung" gemunkelt : Einen Teil des im (Bei-) Schlaf erwirtschafteten Geldes den Damen, der andere Teil dem Staat...

Gruß Axel


Gruß Axel
zuletzt bearbeitet 04.03.2012 15:22 | nach oben springen

#60

RE: Organisierte Kriminalität in der DDR

in Leben in der DDR 04.03.2012 15:32
von Alfred | 6.861 Beiträge

Zitat von Diskus303
Hallo Alfred,

Prostitution war in der DDR per se verboten.
Offiziell gab es sie in der DDR auch nicht.

Sie wurde immer als eine besonders ausbeuterische Erscheinungsform des "Kapitilismus" dargelegt...

Mit "staatlich organisiert" meine ich, daß es wohl Anlässe gab (Leipziger Messe) wo derartige Bedürfnisse entsprechend koordiniert und kontrolliert und möglichst von der Allgemeinheit abgeschottet befriedigt wurden...
Es wurde in dieser Hinsicht auch viel von "Devisenbeschaffung" gemunkelt : Einen Teil des im (Bei-) Schlaf erwirtschafteten Geldes den Damen, der andere Teil dem Staat...

Gruß Axel




Axel,

es gab Frauen die suchten Kontakt zu Herren. Dies geschah z.B. in verschiedenen Hotels wie "Merkur" , "Palasthotel" , "Metropol" und anderen sogenannten "Devisenhotels".

Das Geld was die Damen erhielten konnten diese behalten, da ging nichts an den Staat. Sprich die Damen arbeiten auf eigene Tasche. Das man vielleicht dem Portier, Kellern und Rezeption etc. ein Trinkgeld gab ist eine andere Sache.


zuletzt bearbeitet 06.03.2012 12:50 | nach oben springen



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