#21

RE: Urlaub versaut

in Mein Leben als DDR Grenzsoldat 13.02.2012 12:34
von Gelöschtes Mitglied
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Zum Glück hatte ich nie etwas mit diesen Militärstreifen zu tun.
War ja fast auch nicht möglich,solchen Streifen zu begegnen
Wie auch,bei dem wenigen Ausgang den wir z.B. in Halbestadt hatten.......
In der Kompanie am Kanten war es nicht anders.
Doch wenn wir dann im Dorf mal in der Kneipe waren,wurden ja als Streife Personen aus der Kompanie eingesetzt.
Die Streife hat dann selber mitgetrunken.....dadurch gab es keine Probleme,man kannte ja die Leute.

Mit dem Zug musste/brauchte ich nicht oft fahren,auch wieder mitbedingt durch den wenigen Urlaub.
Wenn es dann mal Urlaub gab,habe ich mich mit dem Auto in Halberstadt abholen lassen.
Genauso war es später auch in Riebau.
Man konnte direkt vor der Kompanie ins Auto steigen,da diese noch kurz vor dem Sperrgebiet lag.
Dann den nächsten Feldweg rein und Zivilklamotten angezogen.

Insgesamt hatte ich Glück,da meine Standorte Halberstadt und Riebau relativ schnell von Magdeburg aus zu erreichen waren.
Andere Kameraden traff es da schon härter.
Wer z.B. aus dem Hohen Norden kam,oder sein Heim im Erzgebirge hatte,konnte schon einen Tag einplanen,um endlich seine Liebsten wiederzusehen.
Da gingen dann schon 2Tage für Ab - und Anreise vom Urlaub drauf.
Diese Jungs taten mir wirklich leid.

ek40


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#22

RE: Urlaub versaut

in Mein Leben als DDR Grenzsoldat 13.02.2012 12:44
von Gert | 12.354 Beiträge

Zitat von GilbertWolzow
sorry, dass ich jetzt mal nachfragen muss: durfte man als nva/ gt- angehöriger in uniform auf der heimfahrt kein bier trinken ?

Gilbert, von Bier trinken habe ich in meinem Post gar nichts erwähnt. Wenn du da sThema aber ansprichst, fällt mir dazu auch etwas ein. Da Militärangehörige auf der Heimfahrt schon mal Bier trinken und manche auch unmäßig trinken, wäre es für das Bild der Armee in der Öffentlichkeit besser gewesen, wenn sie das nicht in Uniform gemacht hätten. Die Trinkerei in Uniform und evtll. Probleme mit Mitreisenden oder gar der Militärpolizei sind für das Ansehen der Streitkräfte weitaus negativer als wenn das in Zivil geschähe.

@gert, schon seltsam deine erinnerungen.... bei uns in berlin (70´er und 80´er jahre) sind genug amerikaner, engländer und franzosen in ihrer freizeit in uniform gerumgelaufen.



Ebenso kann ich deine Bewertung "seltsame Erinnerung" nicht nachvollziehen. Ich hatte nichts von den Westsektoren Berlins geschrieben, sondern von der Bundesrepublik, in der ich seit 65 lebte. Und dort hat man die alliierten Streitkräfte nur in Uniform gesehen, wenn sie tagsüber Dienstgänge in Militärfahrzeugen ausführten, sonst so gut wie nie. Das trifft überwiegend auch für BW Angehörige, die man aber manchmal freitags auf der Heimreise zum WE Urlaub in Uniform sah. Auf jeden Fall sah das öffentliche Bild in der Bundesrepublik nicht wie im alten Preussen aus.


.
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John F.Kennedy 1963 in Berlin
Geld ist geprägte Freiheit!
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#23

RE: Urlaub versaut

in Mein Leben als DDR Grenzsoldat 13.02.2012 12:58
von 94 | 10.792 Beiträge

Ich wage stark zu bezweifeln, das GW in den 70´er und 80´er jahren in Westberlin im Ausgang war. Und vielleicht hätte der Verzicht/der maßvolle Umgang mit dem Nervengift dem Ansehen der Truppe besser zu Gesicht gestanden?
Ich jedenfalls erkannte Mitte/Ende der 80er (fast) jeden AA/AGT auch und besonders in Zivil und dürfte da nicht der Einzige gewesen sein?

Heutzutage fallen mir immer wieder auf Bahnreisen und zunehmend auch auf inländischen Flugreisen BW-Angehörige aus den niederen Dienstgradgruppen in Uniform auf. Doch leider keine ordentliche Ausgangsuniform, sondern im recht schlampig-(anzuschauenden) 'Gänseklein'.


Verachte den Krieg, aber achte den Krieger!


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#24

RE: Urlaub versaut

in Mein Leben als DDR Grenzsoldat 13.02.2012 15:08
von grenzgänger81 | 968 Beiträge

hallo seid gegrüsst miteinander !
im urlaub, habe ich keine uniform getragen,so weit mir das bekannt war....wenn ja hätte ich es auch ignoriert.
egal wie, dieser staat hatte einfach angst vor seiner eigenen bevölkerrung.das weiss eigentlich jeder,daraus resultiert der november 1989.
ich denke aber wir waren noch gut dran,wenn ich mir die armen russen angesehen habe, die ja überhaupt keinen draht zur umwelt hatten und denen man suggestiert hatte,morgen bricht der 3.weltkrieg aus,die waren noch beschissener dran.
egal wie !!!
ich möchte die ehemalige ddr nicht wieder haben bei allem für und wieder ..
allein schon dieses forum ,das einem die möglichkeit giebt seine meinung zu äussern ,wäre doch vor 22 jahren ein staatsverbrechen gewesen, ob dieses jemanden interresiert oder nicht ist erst einmal dahingestellt,ich darf meine meinung äussern,darf aussreissen,wenn es mir nicht gefällt(und wenn ich das geld dafür habe ),egal wie ich darf das und werde nicht für jahre hinter gittern verbringen müssen,nur weil ich sage :die bundesrepublick deutschland ist ein scheiss staat.
sorry bin jetzt etwas vom thema abgewichen,trotzdem trifft es den kern .
keiner behauptet, das hier alles friede freude eierkuchen ist und die letzten ereignissen (eurokkriese usw.) bieten auch anlass dazu,
dennoch sollten wir darüber nachdenken

Zitat von Gert
ich stelle mal die Frage, warum musste im Ausgang und Urlaub überhaupt Uniform getragen werden ? Dadurch erhielt das öffentliche Bild der DDR einen unheimlichen, militaristischen Eindruck, weil überall Uniformierte herumliefen. Ich habe als NVA /GT Angehöriger das damals so hingenommen ohne darüber nachzudenken weil ich in der Nachkriegszeit in diesem Obrigkeitsstaat aufgewachsen bin. Immer und überall hatte ich zuallererst einmal zu gehorchen und ( im bildlichen Sinne) die Hacken zusammenzureissen, so habe ich das auch befolgt. Ich war total überrascht, als ich im Westen ankam, dass sowohl Amis + Tommies wie Bundeswehr in der Freizeit immer in Zivil herumliefen.




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#25

RE: Urlaub versaut

in Mein Leben als DDR Grenzsoldat 13.02.2012 16:09
von josy95 | 4.915 Beiträge

Zitat von Weichmolch
Es ist nicht alles in einen Topf zum Rumrühren zu werfen.

Nehmt einfach gedanklich einen der bekannten Spinde und befüllt ihn - so wie soll. Ist dann wirklich noch Platz für zivile Kleidung? Ich höre natürlich sofort ein lautes und langgezogenes "Jaaaaaaa!". Ich bezweifele das.

Den graußeligen Charakter der DDR und seiner Armee einschließlich Grenztruppen an dem Uniform-Zwang bei der Reise zum und vom Urlaubsort ableiten zu wollen, das halte ich für sehr weit her geholt. Das hat den Urlaub bestimmt nicht versaut.

Was hat den Urlaub denn versaut? Da gibt es eine unangenehme Antwort: Individuelles Fehlverhalten

Wer schon im Zug dem Beschuß mit Glasmantelgeschoßen (Kal. 14,40 - Aufdrehzünder) nicht standhält, der sollte es sein lassen. Wenn dann die Transportpolizei einen volltrunkenen und hilflosen AA vom Bahnsteig einsammelt, dann geschah das oft zum Schutz des AA. Dieser ist in solchen Fällen zur Gefahr für Andere und sich selbst geworden.

Nach erfolgter Ausnüchterung in der jeweiligen Standortarrestanstalt und der freundlichen Abholung durch Angehörige seiner Einheit, die darüber selten erfreut waren, konnte zumindest das "Heldische" dieses Totalausfalles noch herausgestrichen werden.

Weichmolch




@Weichmolch, ich mutmaße jetzt mal, das die Spinte von ihrem Aufnahmevolumen schon so gebaut waren, das man dort keine Zivielsachen unterbringen konnte...!


Wenn ich mich noch an diesen Extremsackstand und die unverhältnismäßigen Strafen beim "erwischt-werden" erinnere, der/ die in meiner Zeit nach Zivielsachen gemacht wurde, kann ich auch heute nur mit dem Kopf noch schütteln!
Das ging schon los bei Kleinigkeiten wie Sporthosen, simplen T- Shirts ect.. Erlaubt war nur Schlafanzug, die A- typischen Stiefelsocken und Badelatschen.

Ich interpretiere dieses Verhalten mit dem großangelegten Generalmißtrauen in Blick auf vermeintliche Fahnenfluchtgedanken. Nur wie weit sollte denn ein NVA- oder GT- Angeghöriger wirklich kommen? Bis zum nächsten Bahnhof, zur nächsten Bushaltestelle, wo ihn wegen seiner äußerlichen Erkennungsmerkmale (u. a. Haarschnitt) spätestens die Trapo oder jeder Dorf- ABV, jede nur etwas blickige KD- Streife an Hand seines fehlenden Personalausweises, dafür Wehrdienstausweises und/ oder fehlenden Urlaubsscheines hochgezogen hätte?

Nach dem von mir schon mal ausführlich beschriebenem Desinfektionsdesaster mit der NVA- Unterwäsche und den epedemieartigen Massenerkrankungen an nicht harmlosen Hautpilzerkrankungen war dann auch private Unterwäsche plötzlich nicht nur erlaubt, sondern sogar ausdrücklich erwünscht!
Auch ist mir besagter Sackstand mit den Zivielsachen, die ab dem letzten Urlaub mitgebracht werden durften noch gut bekannt. Mußten beim Spieß abgegeben werden und wurden dort bis zur Abgabe der Uniform und Ausrüstung kurz vor der Entlassung eingelagert.
In dieser Zeit fanden dann auch verstärkt regelrecht schikanöse Spindkontrollen statt, das auch ja nicht einer was heimlich irgendwo versteckte...


Manch einer hat nun mal gewisse Abneigungen gegen das Tragen von Uniformen, besonders was seine Freizeit anbelangt. Gut, zu "besonderen Anlässen" zwirne ich mir auch gern nochmal meine Reichsbahnuniform an, dann aber nur Jacket und Mütze, hatte ich gerade wieder am Samstag zum Karneval für meine Büttenrede angepellt, trat ja auch als "alter Bahner" in die Bütt!

Das soll im Umkehrschluß nicht heißen, das ich adrette und schneidige Uniformen und ihre Träger nicht gern anzuschauen vermag!

josy95


Sternbild Krebs, eine seiner herausragenden Eigenschaften: Krebse kommen immer an ihr Ziel..., und wenn sie zei Schritt vorgehen und einen zurück...

Zu verstehen als Abmahnung an EINEN Admin... bitte lächeln!
zuletzt bearbeitet 13.02.2012 16:15 | nach oben springen

#26

RE: Urlaub versaut

in Mein Leben als DDR Grenzsoldat 13.02.2012 16:22
von EK 82/2 | 2.952 Beiträge

josy eine reichsbahnuniform sah auch schick aus, aber am geilsten fand ich immer die trapo-uniform. die hatte was, wogegen ich die mehreckigen amimützen der polizei wie kaspermützen sehe.die franzosen sehen geil aus finde ich mit ihren käppis. ist natürlich alles geschmacksache. aber uniform ist immer eine perfekte anzugsordnung( bundeswehr ausgenommen, die laufen rum wie hasen im feld ), sonst gäbe es in den oberen etagen keine anzüge mit schlips, das ist auch eine art uniform im zivilen bereich finde ich. denn in jeans und freizeitlook haste keine chance bei bewerbungen in manchen berufen.

ek 82/2


Alles was ich schreibe, ist nur meine Meinung und keine Feststellung.
zuletzt bearbeitet 13.02.2012 16:23 | nach oben springen

#27

RE: Urlaub versaut

in Mein Leben als DDR Grenzsoldat 13.02.2012 16:30
von josy95 | 4.915 Beiträge

@EK 82/2,


ich hasse Krawatten....!

Aber Du hast schon recht, eine schneidige Uniform hat schon was für sich. Mir gefallen z. Bsp. die Uniformen der polnischen und italienischen Polizei sehr gut, hier insbesondere die Mützen. Auch die kanadischen Uniformen haben ein gewisses Etwas.

Aber ich glaube, jetzt kommen wir hier etwas weit vom eigentlichen Thema ab...sorry!


josy95


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#28

RE: Urlaub versaut

in Mein Leben als DDR Grenzsoldat 13.02.2012 16:36
von Gert | 12.354 Beiträge

Zitat von EK 82/2
josy eine reichsbahnuniform sah auch schick aus, aber am geilsten fand ich immer die trapo-uniform. die hatte was, wogegen ich die mehreckigen amimützen der polizei wie kaspermützen sehe.die franzosen sehen geil aus finde ich mit ihren käppis. ist natürlich alles geschmacksache. aber uniform ist immer eine perfekte anzugsordnung( bundeswehr ausgenommen, die laufen rum wie hasen im feld ), sonst gäbe es in den oberen etagen keine anzüge mit schlips, das ist auch eine art uniform im zivilen bereich finde ich. denn in jeans und freizeitlook haste keine chance bei bewerbungen in manchen berufen.

ek 82/2




so ist es ek82, für die Bewerbungen zu den oberen Etagen ist ein gewisser Dress Code zwingend erforderlich


.
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John F.Kennedy 1963 in Berlin
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Zuerst ignorieren sie dich, dann lachen sie über dich, dann bekämpfen sie dich und dann gewinnst du.
Mahatma Gandhi
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#29

RE: Urlaub versaut

in Mein Leben als DDR Grenzsoldat 13.02.2012 16:40
von EK 82/2 | 2.952 Beiträge

gert ich sage zum anzug mit schlips immer affenkostüm, weil ich mich als kunde in der bank z.b. wohler fühle wenn mir einer gegenüber sitzt der modisch gekleidet ist. gibt schon leute die ich abstoßend finde, lodenmantel,langer roter schal,pulover über die schulter gehangen und weiteres. heimlich gesagt bei den winke ich im taxi zurück, verzichte gern auf die passend zahlende fahrt mit quittung und stress.
aber mal wieder zum urlaub, ich war alle 4-6 wochen 1 mal auf VKU. EU teilten wir in mehreren VKU auf und morgens um 2 uhr fuhr mein zug von meiningen nach berlin wo ich gegen 10 uhr ankam. da war unser kc echt klasse das er das so gelten ließ und unser paul (so hießen die meisten p3 fahrer mit spitznamen) war immer bereit uns zum bahnhof zu fahren.
ek 82/2


Alles was ich schreibe, ist nur meine Meinung und keine Feststellung.
zuletzt bearbeitet 13.02.2012 16:50 | nach oben springen

#30

RE: Urlaub versaut

in Mein Leben als DDR Grenzsoldat 24.02.2012 16:40
von josy95 | 4.915 Beiträge

quote="EK 82/2"]gert ich sage zum anzug mit schlips immer affenkostüm, weil ich mich als kunde in der bank z.b. wohler fühle wenn mir einer gegenüber sitzt der modisch gekleidet ist. gibt schon leute die ich abstoßend finde, lodenmantel,langer roter schal,pulover über die schulter gehangen und weiteres. heimlich gesagt bei den winke ich im taxi zurück, verzichte gern auf die passend zahlende fahrt mit quittung und stress.
aber mal wieder zum urlaub, ich war alle 4-6 wochen 1 mal auf VKU. EU teilten wir in mehreren VKU auf und morgens um 2 uhr fuhr mein zug von meiningen nach berlin wo ich gegen 10 uhr ankam. da war unser kc echt klasse das er das so gelten ließ und unser paul (so hießen die meisten p3 fahrer mit spitznamen) war immer bereit uns zum bahnhof zu fahren.
ek 82/2[/quote]



Wenn Du alle 4 - 6 Wochen auf Urlaub fahren konntest, ihr dazu noch Eueren EU entsprechend in VKU´s aufteilen konntest, Euer KC in punkto Transport zum Bahnhof Meiningen noch derart nett und freundlich war, dann freu Dich heute noch!

Wenn ich rechne, warst Du dann in Deinen 18 Monaten Gwd ca. 15 bis 18 mal auf Urlaub/ zu Haus.

Selbst war ich in den 18 Monaten gerade 8 mal zu Haus, die jedem Gwd´ler zustehenden 6 Pflichturlaube und zusätzlich 2 mal durch jeweils 1 Tag Sonderurlaub, eine Art kleiner VKU. Da war ich schon Spitzenreiter bei uns (keine Panik, ich habe nicht über das Maß des üblichen gekratzt! Auch wenn ich die Kratzerplatte mit Anbamsel hatte...!)

Anderes Beispiel. Ein anderer Gwd- ler aus meinem Dhj ist 7 Tage vor uns nach Haus gegangen, weil er noch einen EU offen hatte, dem man ihm einfach nicht gewähren konnte, ohne das er sich hatte was zu Schulden kommen lassen! So war der arme Tropf in 18 Monaten nur 5 mal zu Haus..., trotz Frau und Kind da Heim!

Problem der ganzen Sache war die akriebische und peinlich genaue Sicht auf die ständige Gewährleistung der Gefechtsbereitschaft und damit Sollstärke der Manschaften. Dazu kam, das in unserer Einheit ca. 70 % UAZ waren, die logischer Weise mehr Urlaubsanspruch hatten. Mit dem Insiderwissen von Heute weiß man auch warum nach der ständigen Gefechtsbereitschaft ein derartiger Sackstand gemacht wurde..., 1978 bis 1980 waren nicht gerade Zeiten der Entspannung zwischen Ost und West, Nato und Warschauer Vertrag...


josy


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zuletzt bearbeitet 24.02.2012 16:42 | nach oben springen

#31

RE: Urlaub versaut

in Mein Leben als DDR Grenzsoldat 24.02.2012 18:04
von furry | 3.570 Beiträge

Wenn ich mich an meine BePo-Zeit (Nov. 70 bis Apr. 72) zurück erinnere, ging es da hinsichtlich Urlaub ziemlich gesittet zu. In meinem Zug gab es die Vereinbarung, dass am Wochenende kein Ausgang in Anspruch genommen wird. Bei einer Sollstärke von 75% konnte somit der verbleibende Rest in den Wochenendurlaub (Samstag nach Dienst bis Sonntag 24 Uhr) aufbrechen. Dazu kam, dass die meisten von uns aus dem Bezirk stammten, so dass die Heimat in relativ kurzer Zeit zu erreichen war.
Bis man aber durch das Tor war, gab es noch einige Hürden zu nehmen. Angefangen hat es beim Waffenwart. Dieser nette Mensch konnte mit gynäkologischen Griffen in jeder Flinte noch etwas finden. Weiter ging es mit der Frisur. Zu der Zeit trug man im normalen Leben lang, aber für uns galt Fasonschnitt. Und dann musste man noch mit seiner "Eisenbahnermütze", durch die Wache kommen. Bei uns war es "Pflicht" ohne Mützenring und ohne Orden und Ehrenzeichen (außer Quali-Spange) in das zivile Leben zu treten. Kurz zu den Orden usw. Obwohl wir in der Masse gute Schützen waren, beim Schützenschnurschießen wurde sinnlos in die Gegend geballert. Diese Affenschaukel war verpönt.
Und hatte man wegen der vorangegangenen Highlights seinen Zug verpasst, ging es einfach, wenn auch verboten, an die Piste zum Trampen. Hier hatte diese häßliche Stadtförsteruniform ihren Vorteil. Bei einem "Grünen" am Strassenrand wurde doch eher mal angehalten.
Kurzum, in den 18 Monaten war ich 19 mal im Urlaub und wir durften im Urlaub Zivil (mit Fasonschnitt) tragen.


"Es gibt nur zwei Männer, denen ich vertraue: Der eine bin ich - der andere nicht Sie ... !" (Cameron Poe)
zuletzt bearbeitet 24.02.2012 18:04 | nach oben springen


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