#121

RE: Die DDR war doch noch zu retten

in Themen vom Tage 09.07.2012 06:29
von damals wars | 12.113 Beiträge

Zitat von Harra318 im Beitrag #97
„ Die DDR war doch noch zu retten „
ja ganz gewiss, aber nur mit Hilfe der BRD. Siehe zum Beispiel Ausbau der Autobahn A9, Transit München- Berlin. Unsere Straßen in der ehemaligen DDR hätten nach 23 Jahren garantiert so ausgesehen. Auch unser Niveau hätte sich den anderen sozialistischen Staaten angepasst.Die Bilder, aufgenommen voriges Jahr bei einer Rumänien- Rundreise.


Warum in die Ferne reisen:

http://www.zeit.de/online/2009/35/auto-beton

"Auf der Autobahn A 9 von Berlin nach München sollten Autofahrer stets eine gewisse Leidensbereitschaft mitbringen. In jüngster Zeit ist Geduld vor allem zwischen Dessau und Bitterfeld gefragt. Hier sind wieder einmal Bauarbeiter am Werk. Beton wird aufgefräst und mit Teer wieder verschlossen. Viele Staugeplagte stellen sich die Frage, warum Autobahnen, die noch gar nicht so lange fertig sind, schon der Reparatur bedürfen. Einer der Gründe heißt "Betonkrebs". Die tückische "Krankheit" lässt Betondecken reißen und zerbröseln.


Als Gott den Menschen erschuf, war er bereits müde; das erklärt manches.(Mark Twain)
Ein demokratischer Rechtsstaat braucht Richter, keine Henker. Interview auf der Kundgebung Je suis Charlie am 11.01.2015
"Hass hat keinen Glauben, keine Rasse oder Religion, er ist giftig." der Witwer der britische Labour-Abgeordnete Jo Cox.
http://www.neo-magazin-royale.de/zdi/art...fur-frauke.html
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#122

RE: Die DDR war doch noch zu retten

in Themen vom Tage 09.07.2012 06:42
von Hackel39 | 3.123 Beiträge

Zitat von Rumbi im Beitrag #116
Hallo an Alle,
habe mir zwar nicht jeden Beitrag vom Anfang dieser Diskussion bis zum letzen durchgelesen aber bei dem, was ich gelesen habe ist deutlich ein für und wieder erkennbar. Deshalb möchte ich auch meinen (Bautzener) Senf dazugeben. Mein Standpunkt von Anfang an und daran hat sich bis heute nichts geändert, war/ist der, das ich für die Wende war aber gegen die Vereinigung der beiden deutschen Staaten. Vereinigung irgendwann mal aber nicht zu diesem Zeitpunkt. Selbst die Währungsunion war bereits ein Fehler. Denn dadurch sind für die DDR die gesamten Ostmärkte weggebrochen und die meisten DDR-Betriebe hatten meist nur die Ostmärkte und mußten somit krachen gehen. Plötzlich mußten für Waren aus der DDR Devisen bezahlt werden, welcher Ostblockstaat hatte diese? Der nächste Punkt war, die DDR war nicht auf dem Niveou um der BRD Forderungen für die Bürger der DDR zu stellen. Die Verhandlungspartner der DDR waren auf die (Almosen) Zugeständnisse der BRD angewiesen. Ich habe das ganze damals mit einem lachendem und einem weinendem Auge gesehen. Zum einen war ich auch froh, die D-Mark in den Händen zu halten, zum anderen hatte ich auch Angst, was aus uns werden wird. Heute weiß ich, meine Ängste ware und sind real. Diejenige Generation, die in der DDR und jetzt in der BRD lebt, hat den großen Vorteil zu vergleichen. Wenn ich vergleiche, dann wäre mir die DDR schon lieber. Ein paar Beispiele: Mußte ich mir früher um meinen Arbeitsplatz sorgen machen? Nein! Hatte ich früher Existenzängste? Nein! Mußte ich früher jede Mark umdrehen und mich fragen, ob ich diese jetzt ausgeben kann und dann zum Monatsende noch Geld für Essen zu haben? Nein! Heute muß ich diese Fragen alle mit "ja" beantworten. Früher war ich jedes Jahr im Urlaub. Seit '91 kann ich mir keinen mehr leisten. Früher war ich öfters mal in einer Gaststätte essen oder habe in einer Gaststätte Abende mit Freunden und Nachbarn verbracht. Heute geht das nicht mehr. Früher haben wir jedes Jahr eine Gartenparty mit den Nachbarn durchgeführt... tja, lang lang ist's her und gibt es nicht mehr. So könnte ich die Liste noch lange fortführen.
Natürlich gibt es auch positive Punkte. Die Straßen und Häuser sind schöner. Ich muß mich nicht mehr nach Bananen anstellen oder vorm Fleischer oder Bäcker. Nun ja, da stelle ich mir die Frage, was ist mir lieber.... alles in hülle und fülle zu haben, wenn ich es mir denn leisten kann oder ist mir ein sorgenfreies Leben mit gesicherter Zukunft lieber. Ich würde mich für ein sorgenfreies Leben mit gesicherter Zukunft entscheiden.
Was nun die Wirtschaft betrifft. Ja, die Wirtschaft in der DDR war runtergewirtschaftet aber dies hat nicht an den Menschen gelegen sondern an der Regierung, die dies zugelassen hat. Die Menschen in der DDR haben größtenteils ihr bestes gegeben, sieh z.B. Autoentwicklungen, die nie gebaut werden durften und genau da lag das Problem. Der Fortschritt wurde gebremst und das auch oftmals vom "großen Bruder". Ich habe hier in den Beiträgen auch gelesen..... viele DDR-Betriebe wurden für nen Äppel und ein Ei verkauft und gingen dann doch Pleite. Ja warum denn? Ich erinnere mich gut an den Kühlschrankhersteller aus der ehemaligen DDR. Sie hatten den FCKW-freien Kühlschrank entwickelt. Hatten volle Auftragsbücher und gingen doch Pleite.... Weil dies vom Westen gar nicht erwünscht war. Ostdeutsche Firmen mit Neuentwicklungen waren, sind doch eine Gefahr für Westfirmen, weil... ernst zunehmende Konkurenz. Tja und wenn ich einen Konkurenten ausschalten kann, dann tu ich dies doch.
Das heutige Deutschland redet immer von einem Rechtsstaat. Da frag ich doch mal ganz im ernst.... wo gibt es denn in diesem Staat Gerechtigkeit? Ist es vielleicht gerecht, wenn ein einfacher Arbeiter mal seinen Mund aufmacht oder auch mal einen Fehler macht und dafür fristlos entlassen wird. Aber ein Bankenboss, der Milliarden in den Sand gesetzt hat dafür auch noch eine millionen schwere Abfindung bekommt und diese auch noch einklagt? Ist das Gerechtigkeit? Oder ist es vielleicht gerecht, wenn ein einfacher Bürger Probleme mit einer Firma hat, sagen wir mal mit einer Versicherung.... und wenn es denn zum Rechtsstreit kommt, diese Firma mit ganzen Heerscharen von Anwälten auftaucht, wo der kleine Bürger fast keine Chance hat (Ausnahmen bestätigen die Regel). Dann auch noch die doch so hoch gepriesene Freiheit in diesem Staat.... mag sein, dass es diese gibt aber ganz sicher nur für diejenigen, die sich diese Freiheit auch leisten können.
Zum Lohnsystem, da sind wir auch von einem Extrem ins nächste gefallen. Früher war die Schere zwischen Arbeiter und Boss zu klein und heute ist sie viel zu groß.
Nun noch zur innerdeutschen Grenze. Es war zwar nicht schön aber sie war da. Der Westen hat selbst zugegeben, dass die DDR durch die offene Grenze ausgeblutet ist und um dem ein Ende zu machen..... die BRD ist schon vor der DDR gegründet worden. Die Hauptschuld an der Teilung trägt nun mal Nazi-Deutschland. In Verlängerung dann die Aliierten. Was hätte die DDR anderes machen sollen? Klar ging es den Menschen in den westlichen Besatzungszonen besser. Sie hatten den Marschallplan, bekamen also alles für einen Neustart hinten und vorn reingesteckt und die DDR hingegen verlor nach allen Seiten. Was noch gut war, wurde in die SU abtransportiert als Reparationsleistungen und das andere nahmen die Bürger mit in den Westen. Die DDR hatte also schon bei ihrer Gründung verloren. Und um nicht noch mehr zu verlieren, mußte die Grenze eben dicht gemacht werden. Jetzt werden mich viele gleich steinigen..... ich bin der Meinung, jeder hat gewußt, wie diese Grenze gesichert ist. Somit hat auch jeder gewußt, wenn ich mich da hinein begebe, ist dies für mich lebensgefährlich. Somit hat dies jeder für sich selbst entschieden. Ich als Grenzer war nicht freiwillig dort. Ich hatte damals ein Versetzungsgesuch zu den Grenztruppen nach Pirna gestellt, dies wurde jedoch abgelehnt. Und nach Schwedt hatte ich kein Verlangen. Nun ja, und der Herr Kohl hat uns ja auch von vorn bis hinten belogen. Wie hier schon mal geschrieben steht, er mußte den DDR-Bürgen Zucker in den Hintern blasen um die nächsten Wahlen zu gewinnen. Leider sind die meisten darauf rein gefallen. Da ist nochwas, was die wenigsten wissen. Was auch, komischer Weise, die Meisten nicht interessiert. Im Sommer '90 haben die Aliierten den Artikel 23 aus dem Grundgesetz der BRD gestrichen. In dem Artikel 23 war der Geltungsbereich des Grundgesetzes verankert und regelte den Beitritt zum Geltungsbereich des Grundgesetzes. Die Aliierten hatten dazu das Recht, weil diese das Grundgesetz auch geschrieben haben. Denn die BRD und auch die DDR sollten im Grunde nur Übergangsregierungen sein. Deshalb konnte auch keiner der beiden deutschen Staaten den zweiten Weltkrieg mit einen für alle Deutschen geltenden Friedensvertrag beenden. Mit der Streichung des Artikels 23 durch die Aliierten hatten diese den Weg für ein freies, unabhängiges Deutschland frei gemacht. Damit ist das Grundgesetz außer Kraft gesetzt worden, denn ein Gesetz ohne Geltungsbereich, was also nirgendwo gilt, ist wertlos. Somit konnte auch die DDR der BRD nicht mehr nach Artikel 23 beitreten. Was hätte Kohl also damals tun müssen? Er hätte eine neue Verfassung ausarbeiten lassen müssen und diese dem deutschen Volke zur Entscheidung vorlegen und nach Annahme der Verfassung durch das deutsche Volk hätte müssen ein Friedensvertrag mit den (allen) Aliierten ausgearbeitet und unterzeichnet werden müssen. Erst zu diesem Zeitpunkt wäre der zweite Weltkrieg beendet gewesen. Dieses Thema hatte Frau Merkel schon mal auf ihrer Tagesordnung. Das im ersten Jahr ihrer Amtszeit als Bundeskanzlerin. Doch sie hat das damals abgetan als verjährt. Ein Friedensvertrag ist nach ihrer Ansicht nicht mehr nötig. Dies ist jedoch ein gewaltiger Irrtum. Denn somit gilt nach wie vor der Waffenstillstandsvertrag zwischen den Aliierten und der Wehrmacht. Ich weiß zwar nun nicht über die Rechtslage bescheid, ob sich Deutschland nennen kann wie es will oder ob es wieder der Name "Deutsche Reich" sein muß. Denn kapituliert hat damals nur die deutsche Wehrmacht aber nicht das "Deutsche Reich". So habe ich es zumindest nach gelesen. Da frag ich mich nun.... das Grundgesetz wurde außer Kraft gesetzt, da ohne Geltungsbereich, Verfassung hat Deutschland auch keine.... Friedensvertrag gibt es auch keinen.... somit müßten Deutschland doch nach wie vor Besatzungszone sein, nur eben, dass sich die Besatzer zurück gezogen haben.... nur eben... könnten sie jederzeit zurück kommen, solange es keinen gültigen Friedensvertrag gibt. .... äm, warum trägt Deutschland die Hauptlast an der Eurokriese?????
Vielleicht denkt der eine oder andere mal darüber nach......

Grüße an alle und nehmt mich ruhig auseinander....



Der industrielle Kahlschlag im Osten hatte auch weitere Ursachen und das war die Gleichmacherei im Entlohnungssystem in der DDR.
Überall dort, wo ehemalige Beschäftigte der Kombinate sich zusammen taten, um das Unternehmen weiter zu führen, war zumindest eine Chance da, erfolgreich in die Marktwirtschaft zu starten.
Was fehlte war eben Kapital, daß man z.B. Generaldirektoren u.a. Eliten der DDR- Wirtschaft in Form einer leistungsgerechten Entlohnung vorenthalten hatte, jenes Kapital, das sie später unabhängig von westdeutschen Glücksrittern gebraucht hätten, um z.B. die 50.000- DM- Einlage für die GmbH- Gründung aufzubringen und andere Investitionen anzuschieben, das hat sich bitter gerächt, den kaum jemand sonst hierzulande hätte Großbetriebe durch die Wirren der Wende sauber um die Klippen schiffen können.
Diese Basiseliten hatten kaum mehr als ein Facharbeiter mit 20 Überstunden im Monat oder 3-4 Nachmittagen auf der Schwarzbaustelle und das ist einfach nur in dem Moment tragisch, wo es sich tatsächlich um Könner gehandelt hat.
Natürlich gab es auch verblendete unkritische und untalentierte SED-höhrige Führungskräfte, aber die sind m.E. in der Unterzahl gewesen, in der Praxis haben die meisten der Direktoren wohl das bestmögliche herausgeholt.
Wenn man bedenkt, wie die westdeutschen/ -europäischen Konkurrenten damals oft nur zum Selbstkostenpreis ihre Waren hier herkarrten, um die eine oder andere perspektivreiche Industrie trocken zu legen, sagen wir mal Südzucker oder Wienerberger (ist ganz klar bewiesen) oder zu welchen Preis man heute ein S 50- Moped oder Fahrradanhänger verkaufen könnte, so wird klar, daß die Chance da gewesen wäre, aus eigener Kraft etwas zu schaffen.
Man hätte nur Kapital gebraucht, um solche Durststrecken (der Investitionsphase) durchzustehen und wenn man bedenkt, wieviel Geld später am grauen Kapitalmarkt versenkt wurde, so wäre die Anlage der geerbten und verdienten Tausender in GmbH- Anteile für die neue Firma um die Ecke sinnvoller gewesen.
Natürlich hast Du Recht, mit der übereilten Einführung der DM und den Prioritäten der überwiegend konsumgesteuerten Neubundesbürger, die natürlich eher Schrottaustos als GmbH- Anteile kauften, waren eigentlich schon alle Messen gesungen aber es gab eben doch auch Ursachen für das Mißlingen einer ostdeutschen Gründungsoffensive, die in der DDR- Zeit zu suchen sind und da meine ich nicht den Investitionsstau und teilweise technologischen Rückschritt, der oft sogar klassenkampfbedingt (CoCom- Liste) war- dieser Aspekt wäre mit der reformierten DDR bzw. spätestens der Einheit sowieso weg gefallen.
Dazu zählt übrigens auch die Reisefreiheit, hätte es die gegeben wäre auch hier vieles anders gekommen, aber das ist wohl schon ausreichend diskutiert, in diesem Zusammenhang aber erwähnenwert, da man hier ein wertvolles Startkapital (know how) hätte erwerben können.



zuletzt bearbeitet 09.07.2012 06:47 | nach oben springen

#123

RE: Die DDR war doch noch zu retten

in Themen vom Tage 09.07.2012 07:21
von Grenzwolf62 (gelöscht)
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War schon eine feine Sache die DDR, da kann man das Nachtrauern schon verstehen.
Mit einer Parallele ins Tierreich könnte man sagen im Zoo ist es auch nicht schlecht, gut etwas eng das Gehege und nicht ganz artgerecht, aber der Wärter gabelt regelmäßig Futter in den Trog und der Tierarzt schaut ab und an vorbei, im Winter ist der Stall schön warm und bei Regen trocken.
Keine Notwendigkeit auf Jagt nach Futter zu gehen und der böse Löwe bleibt auch draußen.
Einfach prima.
Nur blöd wenn man die Türen aufstehen lässt, da entschwinden die Tiere aus der Gemütlichkeit, da ziehen sie die freie böse Wildbahn vor.
Ja, warum wohl nur?


zuletzt bearbeitet 09.07.2012 07:31 | nach oben springen

#124

RE: Die DDR war doch noch zu retten

in Themen vom Tage 09.07.2012 07:48
von Hackel39 | 3.123 Beiträge

Zitat von Grenzwolf62 im Beitrag #123
War schon eine feine Sache die DDR, da kann man das Nachtrauern schon verstehen.
Mit einer Parallele ins Tierreich könnte man sagen im Zoo ist es auch nicht schlecht, gut etwas eng das Gehege und nicht ganz artgerecht, aber der Wärter gabelt regelmäßig Futter in den Trog und der Tierarzt schaut ab und an vorbei, im Winter ist der Stall schön warm und bei Regen trocken.
Keine Notwendigkeit auf Jagt nach Futter zu gehen und der böse Löwe bleibt auch draußen.
Einfach prima.
Nur blöd wenn man die Türen aufstehen lässt, da entschwinden die Tiere aus der Gemütlichkeit, da ziehen sie die freie böse Wildbahn vor.
Ja, warum wohl nur?



Vielleicht, weil man als DDR- Bürger auf der Evolutionsleiter schon weiter weg vom Tierreich war als die Raubtierkapitalisten mit ihren leicht bejagbaren Schäfchen ?
Wenn es denn Sinn und Zweck ist ein Leben lang jagen zu müssen, um existieren zu können so mag man denn durchs Tor entfleuchen, viel Spaß dabei.
Ich vergleiche den "Gewinn" der Wende immer so, daß der eine lieber ein Auto für 10.000 Mark hat und der andere Radkappen für das selbe Auto für 20.000 Mark.
Der mit den Radkappen ist zwar formal reicher, muß aber den ganzen Tag herumrennen um irgendeinen Dummen zu finden, der ihm die abkauft und alles nur, damit der mit den Radkappen am Ende mehr hat als sein Nachbar, der sein Auto und ansonsten viel mehr Zeit und Muse für die wirklich wichtigen Dinge des Lebens hat.
Und wenn alle Radkappen verkauft sind, kauft der sich dann aber kein Auto für 10.000 Mark und verjubelt die anderen 10.000, nein da ist ja noch der mit den Stoßdämpfern, der macht ja auch weiter und hat welche für 30.000 Mark....
Wenn das Sinn und Zweck des Lebens ist, möge das jeder für sich selbst entscheiden, ich jedenfalls fühle mich nicht besonders wohl in dieser Radkappenrepublik...und bitte bitte komme mir nun niemand mit Pkw- Lieferzeiten in der DDR...das hier ist nur eine Metapher.



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#125

RE: Die DDR war doch noch zu retten

in Themen vom Tage 09.07.2012 07:55
von Gert | 12.354 Beiträge

Zitat von Grenzwolf62 im Beitrag #123
War schon eine feine Sache die DDR, da kann man das Nachtrauern schon verstehen.
Mit einer Parallele ins Tierreich könnte man sagen im Zoo ist es auch nicht schlecht, gut etwas eng das Gehege und nicht ganz artgerecht, aber der Wärter gabelt regelmäßig Futter in den Trog und der Tierarzt schaut ab und an vorbei, im Winter ist der Stall schön warm und bei Regen trocken.
Keine Notwendigkeit auf Jagt nach Futter zu gehen und der böse Löwe bleibt auch draußen.
Einfach prima.
Nur blöd wenn man die Türen aufstehen lässt, da entschwinden die Tiere aus der Gemütlichkeit, da ziehen sie die freie böse Wildbahn vor.
Ja, warum wohl nur?



Grenzwolf, Kompliment das ist ein sehr schönes Bild !


.
All free men, wherever they may live, are citizens of Berlin, and, therefore, as a free man, I take pride in the words ‘Ich bin ein Berliner!’”
John F.Kennedy 1963 in Berlin
Geld ist geprägte Freiheit!
Dostojewski 1866
Zuerst ignorieren sie dich, dann lachen sie über dich, dann bekämpfen sie dich und dann gewinnst du.
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#126

RE: Die DDR war doch noch zu retten

in Themen vom Tage 09.07.2012 07:57
von Grenzwolf62 (gelöscht)
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Zitat von Hackel39 im Beitrag #124
Zitat von Grenzwolf62 im Beitrag #123
War schon eine feine Sache die DDR, da kann man das Nachtrauern schon verstehen.
Mit einer Parallele ins Tierreich könnte man sagen im Zoo ist es auch nicht schlecht, gut etwas eng das Gehege und nicht ganz artgerecht, aber der Wärter gabelt regelmäßig Futter in den Trog und der Tierarzt schaut ab und an vorbei, im Winter ist der Stall schön warm und bei Regen trocken.
Keine Notwendigkeit auf Jagt nach Futter zu gehen und der böse Löwe bleibt auch draußen.
Einfach prima.
Nur blöd wenn man die Türen aufstehen lässt, da entschwinden die Tiere aus der Gemütlichkeit, da ziehen sie die freie böse Wildbahn vor.
Ja, warum wohl nur?



Vielleicht, weil man als DDR- Bürger auf der Evolutionsleiter schon weiter weg vom Tierreich war
als die Raubtierkapitalisten mit ihren leicht bejagbaren Schäfchen ?
Wenn es denn Sinn und Zweck ist ein Leben lang jagen zu müssen, um existieren zu können so mag man denn durchs Tor entfleuchen, viel Spaß dabei.
Ich vergleiche den "Gewinn" der Wende immer so, daß der eine lieber ein Auto für 10.000 Mark hat und der andere Radkappen für das selbe Auto für 20.000 Mark.
Der mit den Radkappen ist zwar formal reicher, muß aber den ganzen Tag herumrennen um irgendeinen Dummen zu finden, der ihm die abkauft und alles nur, damit der mit den Radkappen am Ende mehr hat als sein Nachbar, der sein Auto und ansonsten viel mehr Zeit und Muse für die wirklich wichtigen Dinge des Lebens hat.
Und wenn alle Radkappen verkauft sind, kauft der sich dann aber kein Auto für 10.000 Mark und verjubelt die anderen 10.000, nein da ist ja noch der mit den Stoßdämpfern, der macht ja auch weiter und hat welche für 30.000 Mark....
Wenn das Sinn und Zweck des Lebens ist, möge das jeder für sich selbst entscheiden, ich jedenfalls fühle mich nicht besonders wohl in dieser Radkappenrepublik...und bitte bitte komme mir nun niemand mit Pkw- Lieferzeiten in der DDR...das hier ist nur eine Metapher.


Der Mensch ist aber nichts weiter als ein hochentwickelter Primat, ob nun West- oder Ostprimat spielt keine Rolle, das instinktive Verhalten bleibt gleich.
Hier schließt sich auch der Kreis zur damals allgegenwärtigen Banane.
Die Domteure haben bei der Dressur versagt, hätten mal lieber öfter in Brehms Tierleben schauen sollen.


zuletzt bearbeitet 09.07.2012 08:04 | nach oben springen

#127

RE: Die DDR war doch noch zu retten

in Themen vom Tage 09.07.2012 08:21
von Hackel39 | 3.123 Beiträge

Zitat von Grenzwolf62 im Beitrag #126
Zitat von Hackel39 im Beitrag #124
Zitat von Grenzwolf62 im Beitrag #123
War schon eine feine Sache die DDR, da kann man das Nachtrauern schon verstehen.
Mit einer Parallele ins Tierreich könnte man sagen im Zoo ist es auch nicht schlecht, gut etwas eng das Gehege und nicht ganz artgerecht, aber der Wärter gabelt regelmäßig Futter in den Trog und der Tierarzt schaut ab und an vorbei, im Winter ist der Stall schön warm und bei Regen trocken.
Keine Notwendigkeit auf Jagt nach Futter zu gehen und der böse Löwe bleibt auch draußen.
Einfach prima.
Nur blöd wenn man die Türen aufstehen lässt, da entschwinden die Tiere aus der Gemütlichkeit, da ziehen sie die freie böse Wildbahn vor.
Ja, warum wohl nur?



Vielleicht, weil man als DDR- Bürger auf der Evolutionsleiter schon weiter weg vom Tierreich war
als die Raubtierkapitalisten mit ihren leicht bejagbaren Schäfchen ?
Wenn es denn Sinn und Zweck ist ein Leben lang jagen zu müssen, um existieren zu können so mag man denn durchs Tor entfleuchen, viel Spaß dabei.
Ich vergleiche den "Gewinn" der Wende immer so, daß der eine lieber ein Auto für 10.000 Mark hat und der andere Radkappen für das selbe Auto für 20.000 Mark.
Der mit den Radkappen ist zwar formal reicher, muß aber den ganzen Tag herumrennen um irgendeinen Dummen zu finden, der ihm die abkauft und alles nur, damit der mit den Radkappen am Ende mehr hat als sein Nachbar, der sein Auto und ansonsten viel mehr Zeit und Muse für die wirklich wichtigen Dinge des Lebens hat.
Und wenn alle Radkappen verkauft sind, kauft der sich dann aber kein Auto für 10.000 Mark und verjubelt die anderen 10.000, nein da ist ja noch der mit den Stoßdämpfern, der macht ja auch weiter und hat welche für 30.000 Mark....
Wenn das Sinn und Zweck des Lebens ist, möge das jeder für sich selbst entscheiden, ich jedenfalls fühle mich nicht besonders wohl in dieser Radkappenrepublik...und bitte bitte komme mir nun niemand mit Pkw- Lieferzeiten in der DDR...das hier ist nur eine Metapher.


Der Mensch ist aber nichts weiter als ein hochentwickelter Primat, ob nun West- oder Ostprimat spielt keine Rolle, das instinktive Verhalten bleibt gleich.
Hier schließt sich auch der Kreis zur damals allgegenwärtigen Banane.
Die Domteure haben bei der Dressur versagt.



Nein, auch wenn Du ein Wolf bist, es gibt hieb- und stichfeste Gründe, die DDR als höher entwickelt zu betrachten- man darf den Konsum einfach nicht übergewichten und die Wolfsgesetze des Kapitalismus als Fortschritt betrachten, das ist zu kurz gedacht.
Allein die weitgehende Einbeziehung des gesamten arbeitsfähigen DDR- Bevölkerung in die Wertschöpfung hat nichts mit Fütterung zu tun, im Westen haben sich viel mehr Leute der arbeitsfernen Schichten freiwillig oder schicksalsbedingt an den steuerfinanzierten Futterstellen eingerichtet, die man östlich der Elbe irgendwie doch in die Kombinate geholt hat, damit sie später auch bei der Verteilung der sozialen Errungenschaften guten Gewissens dabei sein durften.
Das kapitalistische Modell funktioniert solange, wie es die Dompteure verstehen, andere Länder auszuplündern und zum eigenen Vorteil gegeneinander auszukaspern, damit ist seit der Globalisierungswelle Schluß, wo die Erste Welt nicht mehr den Ersten Griff zu billigen Rohstoffen und Arbeitskräften hat, sondern ehemalige Entwicklungsländer nun auf die selben Quellen Zugriff begehren.
Erst jetzt wird sich zeigen, welche Gesellschaftsordnung unter regulären Bedingungen gerechter organisiert und somit überlebensfähig sein wird, es sei denn man arrangiert sich damit regelmäßig Kriege zu führen.
Der Kreis, der sich dann schließt, wird uns schwerer im Magen liegen als hunderte von deinen Bananen oder meinst Du, daß die Ausbeutung bei Waffengleichheit langfristig noch realisierbar sein wird ?



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#128

RE: Die DDR war doch noch zu retten

in Themen vom Tage 09.07.2012 08:27
von Grenzwolf62 (gelöscht)
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Zitat von Hackel39 im Beitrag #127
Zitat von Grenzwolf62 im Beitrag #126
Zitat von Hackel39 im Beitrag #124
Zitat von Grenzwolf62 im Beitrag #123
War schon eine feine Sache die DDR, da kann man das Nachtrauern schon verstehen.
Mit einer Parallele ins Tierreich könnte man sagen im Zoo ist es auch nicht schlecht, gut etwas eng das Gehege und nicht ganz artgerecht, aber der Wärter gabelt regelmäßig Futter in den Trog und der Tierarzt schaut ab und an vorbei, im Winter ist der Stall schön warm und bei Regen trocken.
Keine Notwendigkeit auf Jagt nach Futter zu gehen und der böse Löwe bleibt auch draußen.
Einfach prima.
Nur blöd wenn man die Türen aufstehen lässt, da entschwinden die Tiere aus der Gemütlichkeit, da ziehen sie die freie böse Wildbahn vor.
Ja, warum wohl nur?



Vielleicht, weil man als DDR- Bürger auf der Evolutionsleiter schon weiter weg vom Tierreich war
als die Raubtierkapitalisten mit ihren leicht bejagbaren Schäfchen ?
Wenn es denn Sinn und Zweck ist ein Leben lang jagen zu müssen, um existieren zu können so mag man denn durchs Tor entfleuchen, viel Spaß dabei.
Ich vergleiche den "Gewinn" der Wende immer so, daß der eine lieber ein Auto für 10.000 Mark hat und der andere Radkappen für das selbe Auto für 20.000 Mark.
Der mit den Radkappen ist zwar formal reicher, muß aber den ganzen Tag herumrennen um irgendeinen Dummen zu finden, der ihm die abkauft und alles nur, damit der mit den Radkappen am Ende mehr hat als sein Nachbar, der sein Auto und ansonsten viel mehr Zeit und Muse für die wirklich wichtigen Dinge des Lebens hat.
Und wenn alle Radkappen verkauft sind, kauft der sich dann aber kein Auto für 10.000 Mark und verjubelt die anderen 10.000, nein da ist ja noch der mit den Stoßdämpfern, der macht ja auch weiter und hat welche für 30.000 Mark....
Wenn das Sinn und Zweck des Lebens ist, möge das jeder für sich selbst entscheiden, ich jedenfalls fühle mich nicht besonders wohl in dieser Radkappenrepublik...und bitte bitte komme mir nun niemand mit Pkw- Lieferzeiten in der DDR...das hier ist nur eine Metapher.


Der Mensch ist aber nichts weiter als ein hochentwickelter Primat, ob nun West- oder Ostprimat spielt keine Rolle, das instinktive Verhalten bleibt gleich.
Hier schließt sich auch der Kreis zur damals allgegenwärtigen Banane.
Die Domteure haben bei der Dressur versagt.



Nein, auch wenn Du ein Wolf bist, es gibt hieb- und stichfeste Gründe, die DDR als höher entwickelt zu betrachten- man darf den Konsum einfach nicht übergewichten und die Wolfsgesetze des Kapitalismus als Fortschritt betrachten, das ist zu kurz gedacht.
Allein die weitgehende Einbeziehung des gesamten arbeitsfähigen DDR- Bevölkerung in die Wertschöpfung hat nichts mit Fütterung zu tun, im Westen haben sich viel mehr Leute der arbeitsfernen Schichten freiwillig oder schicksalsbedingt an den steuerfinanzierten Futterstellen eingerichtet, die man östlich der Elbe irgendwie doch in die Kombinate geholt hat, damit sie später auch bei der Verteilung der sozialen Errungenschaften guten Gewissens dabei sein durften.
Das kapitalistische Modell funktioniert solange, wie es die Dompteure verstehen, andere Länder auszuplündern und zum eigenen Vorteil gegeneinander auszukaspern, damit ist seit der Globalisierungswelle Schluß, wo die Erste Welt nicht mehr den Ersten Griff zu billigen Rohstoffen und Arbeitskräften hat, sondern ehemalige Entwicklungsländer nun auf die selben Quellen Zugriff begehren.
Erst jetzt wird sich zeigen, welche Gesellschaftsordnung unter regulären Bedingungen gerechter organisiert und somit überlebensfähig sein wird, es sei denn man arrangiert sich damit regelmäßig Kriege zu führen.
Der Kreis, der sich dann schließt, wird uns schwerer im Magen liegen als hunderte von deinen Bananen oder meinst Du, daß die Ausbeutung bei Waffengleichheit langfristig noch realisierbar sein wird ?



Nenne doch einfach ein funktionionsfähiges, besseres wirtschaftliches und gesellschaftliches Modell als die Marktwirtschaft.
Eventuell gibt es ja eines.
Aber es sollte wirklich funktionsfähig sein.
Aber Vorsicht mit herbeigeträumten Mischmodellen, da funktioniert keines, soziale Martwirtschaft ist auch Kapitalismus in Reinkultur und demokratischer Sozialismus geht auch nicht, der mündet in Endkonsequenz immer in diktatorischen Kommunismus.


zuletzt bearbeitet 09.07.2012 08:39 | nach oben springen

#129

RE: Die DDR war doch noch zu retten

in Themen vom Tage 09.07.2012 08:54
von Hackel39 | 3.123 Beiträge

Zitat von Grenzwolf62 im Beitrag #128
Zitat von Hackel39 im Beitrag #127
Zitat von Grenzwolf62 im Beitrag #126
Zitat von Hackel39 im Beitrag #124
Zitat von Grenzwolf62 im Beitrag #123
War schon eine feine Sache die DDR, da kann man das Nachtrauern schon verstehen.
Mit einer Parallele ins Tierreich könnte man sagen im Zoo ist es auch nicht schlecht, gut etwas eng das Gehege und nicht ganz artgerecht, aber der Wärter gabelt regelmäßig Futter in den Trog und der Tierarzt schaut ab und an vorbei, im Winter ist der Stall schön warm und bei Regen trocken.
Keine Notwendigkeit auf Jagt nach Futter zu gehen und der böse Löwe bleibt auch draußen.
Einfach prima.
Nur blöd wenn man die Türen aufstehen lässt, da entschwinden die Tiere aus der Gemütlichkeit, da ziehen sie die freie böse Wildbahn vor.
Ja, warum wohl nur?



Vielleicht, weil man als DDR- Bürger auf der Evolutionsleiter schon weiter weg vom Tierreich war
als die Raubtierkapitalisten mit ihren leicht bejagbaren Schäfchen ?
Wenn es denn Sinn und Zweck ist ein Leben lang jagen zu müssen, um existieren zu können so mag man denn durchs Tor entfleuchen, viel Spaß dabei.
Ich vergleiche den "Gewinn" der Wende immer so, daß der eine lieber ein Auto für 10.000 Mark hat und der andere Radkappen für das selbe Auto für 20.000 Mark.
Der mit den Radkappen ist zwar formal reicher, muß aber den ganzen Tag herumrennen um irgendeinen Dummen zu finden, der ihm die abkauft und alles nur, damit der mit den Radkappen am Ende mehr hat als sein Nachbar, der sein Auto und ansonsten viel mehr Zeit und Muse für die wirklich wichtigen Dinge des Lebens hat.
Und wenn alle Radkappen verkauft sind, kauft der sich dann aber kein Auto für 10.000 Mark und verjubelt die anderen 10.000, nein da ist ja noch der mit den Stoßdämpfern, der macht ja auch weiter und hat welche für 30.000 Mark....
Wenn das Sinn und Zweck des Lebens ist, möge das jeder für sich selbst entscheiden, ich jedenfalls fühle mich nicht besonders wohl in dieser Radkappenrepublik...und bitte bitte komme mir nun niemand mit Pkw- Lieferzeiten in der DDR...das hier ist nur eine Metapher.


Der Mensch ist aber nichts weiter als ein hochentwickelter Primat, ob nun West- oder Ostprimat spielt keine Rolle, das instinktive Verhalten bleibt gleich.
Hier schließt sich auch der Kreis zur damals allgegenwärtigen Banane.
Die Domteure haben bei der Dressur versagt.



Nein, auch wenn Du ein Wolf bist, es gibt hieb- und stichfeste Gründe, die DDR als höher entwickelt zu betrachten- man darf den Konsum einfach nicht übergewichten und die Wolfsgesetze des Kapitalismus als Fortschritt betrachten, das ist zu kurz gedacht.
Allein die weitgehende Einbeziehung des gesamten arbeitsfähigen DDR- Bevölkerung in die Wertschöpfung hat nichts mit Fütterung zu tun, im Westen haben sich viel mehr Leute der arbeitsfernen Schichten freiwillig oder schicksalsbedingt an den steuerfinanzierten Futterstellen eingerichtet, die man östlich der Elbe irgendwie doch in die Kombinate geholt hat, damit sie später auch bei der Verteilung der sozialen Errungenschaften guten Gewissens dabei sein durften.
Das kapitalistische Modell funktioniert solange, wie es die Dompteure verstehen, andere Länder auszuplündern und zum eigenen Vorteil gegeneinander auszukaspern, damit ist seit der Globalisierungswelle Schluß, wo die Erste Welt nicht mehr den Ersten Griff zu billigen Rohstoffen und Arbeitskräften hat, sondern ehemalige Entwicklungsländer nun auf die selben Quellen Zugriff begehren.
Erst jetzt wird sich zeigen, welche Gesellschaftsordnung unter regulären Bedingungen gerechter organisiert und somit überlebensfähig sein wird, es sei denn man arrangiert sich damit regelmäßig Kriege zu führen.
Der Kreis, der sich dann schließt, wird uns schwerer im Magen liegen als hunderte von deinen Bananen oder meinst Du, daß die Ausbeutung bei Waffengleichheit langfristig noch realisierbar sein wird ?



Nenne doch einfach ein funktionionsfähiges, besseres wirtschaftliches und gesellschaftliches Modell als die Marktwirtschaft.
Eventuell gibt es ja eines.
Aber es sollte wirklich funktionsfähig sein.



Es gibt ganz hoffungsvolle Ansätze in rohstoffreichen Ländern wie Venezuela oder Kolumbien, die aktuell eher fit für die Zukunft sind als wir mit unseren Blockverpflichtungen und demografischen Problemen, das ist alles in Bewegung.
Mach bitte nicht den Fehler, dieser Republik das Zertifikat einer funktionierenden Marktwirtschaft zu verleihen, L. Erhard ist auch geistig tot in diesem Land, das im Moment so strukturiert ist, daß die Karten für das Spiel kaum noch gemischt und neu verteilt werden, das ist der Kardinalsfehler, dieser Betrügerökonomie, wo der Wohlstand abschließend verteilt ist und Kartelle den Taktstock schwingen nach dem durch und durch abhängige und versklavte Parlamentarier aufspielen.
Der Rückschritt dieses Geschäftsmodells tritt nur deshalb nicht zu Tage, weil bei diesem Kettenbrief noch keiner die Nerven verloren hat und noch genügend Substanz aus besseren Zeiten vorhanden ist.
Es gibt keine Durchlaßfähigkeit nach ober mehr, oder hast Du eine Antwort darauf, warum nur sieben der 500 größten Unternehmen aus der ostdeutschen Fläche (außer Berlin) kommen ?
Das ist doch genau der Indikator dafür, so beschissen kann man doch gar keine Karten verteilen, daß alles hier drüben eben nicht ins Laufen kommt !
Stell Dir vor Bayern München oder Bor. Dortmund kriegt nach jedem gewonnenen Titel beim Saisonstart 10 Punkte Gutschrift, irgendwann haben die schon beim Start der Meisterschaft gewonnen und genau so funktioniert unsere Wirtschaft.
Nun kann man sagen, daß es für die Championsleague besser ist, die Bayern ins Rennen zu schicken als Rot Weiß Erfurt, trotzdem hat das deutsche Volk im Alltag nichts davon, daß sich immer weniger Große global immmer mächtiger werden, während die breite Masse Jahr für Jahr verliert.
Wenn Bayern dann mal weg vom Fenster ist, global meine ich, hat das alles keinen Wert mehr, weil kein gesamtgesellschaftlich verwertbares Rückgrat mehr vorhanden ist, das ist meine aktuelle Befürchtung.
Und in Erfurt wird dann nichts mehr da sein, worauf wir aufbauen können.



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#130

RE: Die DDR war doch noch zu retten

in Themen vom Tage 09.07.2012 09:19
von Grenzwolf62 (gelöscht)
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Zitat von Hackel39 im Beitrag #129
Zitat von Grenzwolf62 im Beitrag #128
Zitat von Hackel39 im Beitrag #127
Zitat von Grenzwolf62 im Beitrag #126
Zitat von Hackel39 im Beitrag #124
Zitat von Grenzwolf62 im Beitrag #123
War schon eine feine Sache die DDR, da kann man das Nachtrauern schon verstehen.
Mit einer Parallele ins Tierreich könnte man sagen im Zoo ist es auch nicht schlecht, gut etwas eng das Gehege und nicht ganz artgerecht, aber der Wärter gabelt regelmäßig Futter in den Trog und der Tierarzt schaut ab und an vorbei, im Winter ist der Stall schön warm und bei Regen trocken.
Keine Notwendigkeit auf Jagt nach Futter zu gehen und der böse Löwe bleibt auch draußen.
Einfach prima.
Nur blöd wenn man die Türen aufstehen lässt, da entschwinden die Tiere aus der Gemütlichkeit, da ziehen sie die freie böse Wildbahn vor.
Ja, warum wohl nur?



Vielleicht, weil man als DDR- Bürger auf der Evolutionsleiter schon weiter weg vom Tierreich war
als die Raubtierkapitalisten mit ihren leicht bejagbaren Schäfchen ?
Wenn es denn Sinn und Zweck ist ein Leben lang jagen zu müssen, um existieren zu können so mag man denn durchs Tor entfleuchen, viel Spaß dabei.
Ich vergleiche den "Gewinn" der Wende immer so, daß der eine lieber ein Auto für 10.000 Mark hat und der andere Radkappen für das selbe Auto für 20.000 Mark.
Der mit den Radkappen ist zwar formal reicher, muß aber den ganzen Tag herumrennen um irgendeinen Dummen zu finden, der ihm die abkauft und alles nur, damit der mit den Radkappen am Ende mehr hat als sein Nachbar, der sein Auto und ansonsten viel mehr Zeit und Muse für die wirklich wichtigen Dinge des Lebens hat.
Und wenn alle Radkappen verkauft sind, kauft der sich dann aber kein Auto für 10.000 Mark und verjubelt die anderen 10.000, nein da ist ja noch der mit den Stoßdämpfern, der macht ja auch weiter und hat welche für 30.000 Mark....
Wenn das Sinn und Zweck des Lebens ist, möge das jeder für sich selbst entscheiden, ich jedenfalls fühle mich nicht besonders wohl in dieser Radkappenrepublik...und bitte bitte komme mir nun niemand mit Pkw- Lieferzeiten in der DDR...das hier ist nur eine Metapher.


Der Mensch ist aber nichts weiter als ein hochentwickelter Primat, ob nun West- oder Ostprimat spielt keine Rolle, das instinktive Verhalten bleibt gleich.
Hier schließt sich auch der Kreis zur damals allgegenwärtigen Banane.
Die Domteure haben bei der Dressur versagt.



Nein, auch wenn Du ein Wolf bist, es gibt hieb- und stichfeste Gründe, die DDR als höher entwickelt zu betrachten- man darf den Konsum einfach nicht übergewichten und die Wolfsgesetze des Kapitalismus als Fortschritt betrachten, das ist zu kurz gedacht.
Allein die weitgehende Einbeziehung des gesamten arbeitsfähigen DDR- Bevölkerung in die Wertschöpfung hat nichts mit Fütterung zu tun, im Westen haben sich viel mehr Leute der arbeitsfernen Schichten freiwillig oder schicksalsbedingt an den steuerfinanzierten Futterstellen eingerichtet, die man östlich der Elbe irgendwie doch in die Kombinate geholt hat, damit sie später auch bei der Verteilung der sozialen Errungenschaften guten Gewissens dabei sein durften.
Das kapitalistische Modell funktioniert solange, wie es die Dompteure verstehen, andere Länder auszuplündern und zum eigenen Vorteil gegeneinander auszukaspern, damit ist seit der Globalisierungswelle Schluß, wo die Erste Welt nicht mehr den Ersten Griff zu billigen Rohstoffen und Arbeitskräften hat, sondern ehemalige Entwicklungsländer nun auf die selben Quellen Zugriff begehren.
Erst jetzt wird sich zeigen, welche Gesellschaftsordnung unter regulären Bedingungen gerechter organisiert und somit überlebensfähig sein wird, es sei denn man arrangiert sich damit regelmäßig Kriege zu führen.
Der Kreis, der sich dann schließt, wird uns schwerer im Magen liegen als hunderte von deinen Bananen oder meinst Du, daß die Ausbeutung bei Waffengleichheit langfristig noch realisierbar sein wird ?



Nenne doch einfach ein funktionionsfähiges, besseres wirtschaftliches und gesellschaftliches Modell als die Marktwirtschaft.
Eventuell gibt es ja eines.
Aber es sollte wirklich funktionsfähig sein.



Es gibt ganz hoffungsvolle Ansätze in rohstoffreichen Ländern wie Venezuela oder Kolumbien, die aktuell eher fit für die Zukunft sind als wir mit unseren Blockverpflichtungen und demografischen Problemen, das ist alles in Bewegung.
Mach bitte nicht den Fehler, dieser Republik das Zertifikat einer funktionierenden Marktwirtschaft zu verleihen, L. Erhard ist auch geistig tot in diesem Land, das im Moment so strukturiert ist, daß die Karten für das Spiel kaum noch gemischt und neu verteilt werden, das ist der Kardinalsfehler, dieser Betrügerökonomie, wo der Wohlstand abschließend verteilt ist und Kartelle den Taktstock schwingen nach dem durch und durch abhängige und versklavte Parlamentarier aufspielen.
Der Rückschritt dieses Geschäftsmodells tritt nur deshalb nicht zu Tage, weil bei diesem Kettenbrief noch keiner die Nerven verloren hat und noch genügend Substanz aus besseren Zeiten vorhanden ist.
Es gibt keine Durchlaßfähigkeit nach ober mehr, oder hast Du eine Antwort darauf, warum nur sieben der 500 größten Unternehmen aus der ostdeutschen Fläche (außer Berlin) kommen ?
Das ist doch genau der Indikator dafür, so beschissen kann man doch gar keine Karten verteilen, daß alles hier drüben eben nicht ins Laufen kommt !
Stell Dir vor Bayern München oder Bor. Dortmund kriegt nach jedem gewonnenen Titel beim Saisonstart 10 Punkte Gutschrift, irgendwann haben die schon beim Start der Meisterschaft gewonnen und genau so funktioniert unsere Wirtschaft.
Nun kann man sagen, daß es für die Championsleague besser ist, die Bayern ins Rennen zu schicken als Rot Weiß Erfurt, trotzdem hat das deutsche Volk im Alltag nichts davon, daß sich immer weniger Große global immmer mächtiger werden, während die breite Masse Jahr für Jahr verliert.
Wenn Bayern dann mal weg vom Fenster ist, global meine ich, hat das alles keinen Wert mehr, weil kein gesamtgesellschaftlich verwertbares Rückgrat mehr vorhanden ist, das ist meine aktuelle Befürchtung.
Und in Erfurt wird dann nichts mehr da sein, worauf wir aufbauen können.




Ich kann mangels fundierter Einsichten in gesamtökonomische Vorgänge der deutschen Wirtschaft keine hundertprozentig richtige Analyse über die Funktionsfähigkeit dieser abgeben.
Erfahrene Ökonomen die sich beruflich damit auseinandersetzen beziehen ja selbst strittige Positionen.
Uns bleibt nur das persönlich gefühlte Resultat, einer wird dies als schlecht und ein anderer als gut bewerten und es bleibt abzuwarten wie die weitere Entwicklung tatsächlich ausfällt, momentane Einschätzungen werden auch hier nur spekulativ sein können.
Der wahre ökonomische Zustand der DDR-Volkswirtschaft wurde oft analysiert und ich vermute die Resultate wirst du kennen.
Die, vielleicht vorschnelle Vereinigung, hat den vollkommenden wirtschaftlichen Kollaps der DDR verhindert und damit wahrscheinlich auch das Szenario einer nicht mehr möglichen Versorgung der DDR-Bevölkerung mit dem nötigsten und ich meine hier Nahrung, Strom, Heizung etcetera.
Was wir im Nachhinein machen ist eher der Streit um das goldene Kalb.


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#131

RE: Die DDR war doch noch zu retten

in Themen vom Tage 09.07.2012 10:50
von Nostalgiker | 2.554 Beiträge

Zitat von Grenzwolf62 im Beitrag #130



Der wahre ökonomische Zustand der DDR-Volkswirtschaft wurde oft analysiert und ich vermute die Resultate wirst du kennen.
Die, vielleicht vorschnelle Vereinigung, hat den vollkommenden wirtschaftlichen Kollaps der DDR verhindert und damit wahrscheinlich auch das Szenario einer nicht mehr möglichen Versorgung der DDR-Bevölkerung mit dem nötigsten und ich meine hier Nahrung, Strom, Heizung etcetera.
Was wir im Nachhinein machen ist eher der Streit um das goldene Kalb.


Dieses Horrorszenario des unabweichlichen ökonomischen Zusammenbruchs der DDR wurde bereits seit Ende 1989 und verstärkt ab Frühjahr 1990 an die Wand gemalt nachdem die Weichen auf 'Anschluß' und Übernahme; weil von der überwältigen Mehrheit der DDR Bürger so gewollt; an die Wand gemalt wurde.

Mit der Eingliederung der DDR in das Bundesdeutsche Wirtschaftssystem waren 17 Millionen zusätzliche Konsumenten und nicht die vorhandenen Arbeitskräfte in der Industrie und damit die Industrie als solche interessant.

Vielleicht sollte der Eine oder Andere mal die Erinnerungen der Verhandlungsführer West beim "Einigungsvertrag" lesen und da besonders das nicht offen Ausgesprochene......

Die Verhandlungsführer Ost waren außer Provilierungssüchtig, ein wenig Bürgerbewegt, hatten aber weder Ahnung von Politik, Wirtschaft und Ökonomie......
Die besonders Geltungssüchtigen (Ost) in dieser Runde wurden nachdem das Papier im Sinne des Kapitals ausgehandelt war, mit Ministerpöstchen in der dann installierten Regierung für ihre Loyalität belohnt. Solange bis sie über ihre eigene Großmannsucht auf Bundes oder Landesebene stolperten und sie 'demokratisch' entsorgt wurden. Schließlich hatten sie ihre Schuldigkeit getan, sie wurden nicht mehr gebraucht.

Bisher ist noch nie auf dieser Welt ein Wirtschaftssystem, eine Volkswirtschaft, zusammengebrochen, das heißt das ein Staat Zahlungsunfähig war.
Die DDR wollte in ihrer offiziellen Darstellung zwar immer die beste und bei vielem die Erste sein aber aber das hätte sie nicht geschafft.

Es wird immer die immense Valutaverschuldung von ungefähr 50 Mrd. DM angeführt welche der DDR über kurz oder lang das Genick gebrochen hätte und eine Zahlungsunfähigkeit hervorgerufen hätte.
Was für eine Zahlungsunfähigkeit???? Die DDR hätte die Kreditzinsen nicht mehr bedienen können das wäre alles gewesen!
Zahlungsunfähig als Staat in seiner Gesamtheit wäre die DDR gewesen wenn die Betriebe keine Löhne und Gehälter hätten mehr zahlen können, also über die Staatsbank kein Geld mehr in den Finanzkreislauf gebracht worden wäre und für die noch umlaufende Geldmenge keine Deckung in Form von Gütern vorhanden gewesen wäre, um es ganz einfach zu sagen.

Heutzutage ist der Staat BRD mit gut 2 Billionen € verschuldet aber komischerweise redet da keine vom drohenden Kollaps.......
Wenn ich die Reden der Wirtschaftexperten so höre haben wir die Bilanz doch schön......

Im letzten Jahrhundert standen in Deutschland die Zeichen öfters auf Sturm was die Finanzsituation des Staates betrifft.
Die erste große Staatsverschuldung als Folge der Kriegsanleihen Erster WK lösten sich in der Hyperinflation von 1923 in Wohlgefallen auf.
Danach war der Staat Schuldenfrei, Sachwerte waren Schuldenfrei, nur Geldvermögen waren verbrannt.....
Die Weltwirtschaftskrise 1929 bis 1933 wirbelte ebenfalls vieles durcheinander und eine Folge war die 'Machtübername'....
Nachdem diese beendet war, die Wirtschaft de facto am Boden, auch da implodierte weder das Staatswesen bzw. was noch von ihm übrig war.
Bis zum bitteren Ende wurden Löhne und Gehälter gezahlt, funktionierte das Sozialwesen (so einigermaßen).

Erst nach Ende des Krieges hatte Reichsmark ihre Funktion als Zahlungsmittel so gut wie verloren und wurde Überwiegend durch Naturalhandel und Schwarzmärkte abgelöst.

Die Währungsreform 1948 entwertete die umlaufenden Geldmittel empfindlich, so dass sich auch hier wieder Geldvermögen in Luft auflöste, hingegen Sachwerte 1:1 umgewertet wurden.....

Die Ursachen der Zerrüttung der Währung lag erwiesenermaßen in der Finanzpolitik in den genannten Perioden. Die Finanzierung des II. Weltkrieges zum Beispiel erfolge auf deutscher Seite zum großen Teil mittels Neuverschuldung und nicht über Steuereinnahmen.

Auch heute erfolgt die Finanzierung der Bundespolitik über Neuverschuldung da die Steuereinnahmen bei weitem nicht ausreichen um ein funktionierendes Staatswesen am laufen zu halten.

Die Zeche werden letzten Endes wieder die "kleinen Leute" zahlen und nicht der Teil der Bevölkerung in der BRD welcher 90% des Privatvermögens in seinen Händen konzentriert.....

Dieser kleine Exkurs mußte mal sein weil diese Gebetsmühlenartige Wiederholung vom drohenden Kollaps der DDR Wirtschaft eine politisch populistische Darstellung nicht ganz so realer Verhältnisse aus der Zeit der Wende sind.

Die Treuhand hat solange am Sachvermögen der DDR Industrie rumgerechnet bis aus den vorhanden Aktiva (Vermögensgüter und Forderungen) nur noch Passiva (Verbindlichkeiten) übrig blieben.

Die heutige Meinungsindustrie verkauft nun seit Anbeginn der Zeitrechnung (1990) die Mär das nur das beherzte und unerschrockene Eingreifen des reichen Westonkels den Kollaps verhindert habe, verschweigt aber das der industrielle Kollaps im Beitrittsgebiet erst in den Jahren 1991 bis 1993 eintrat.......

Gruß
Nostalgiker


Aber auf einmal bricht ab der Gesang,
einer zeigt aus dem Fenster, da spazieren sie lang,
die neuen Menschen, der neue Mensch,
der sieht aus, wie er war
außen und unter`m Haar
wie er war ...

_______________
aus; "Nach der Schlacht" - Renft - 1974
Text: Kurt Demmler

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#132

RE: Die DDR war doch noch zu retten

in Themen vom Tage 09.07.2012 11:04
von Grenzwolf62 (gelöscht)
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Um es ganz lapidar auszudrücken, das Licht wäre einfach, mangels vorhandener Energieträger, ausgegangen.
Mit nur Braunkohle wäre es nicht weitergegangen und man kann sich die folgenden wirtschaftlichen Kettenreaktionen vorstellen.
Die DDR-Wirtschaft war ein künstlich am Leben erhaltener, abgeschotteter wirtschaftlicher Mikrokosmos mit sowjetischem Öl als einzigem Lebenselexier.
Ganz realistisch gesehen und ohne ideologische Dolchstoßlegenden zu bemühen wird mal wohl doch resümieren müssen das das Ende leider ein unausweichliches Ende war.


zuletzt bearbeitet 09.07.2012 11:06 | nach oben springen

#133

RE: Die DDR war doch noch zu retten

in Themen vom Tage 09.07.2012 11:13
von Nostalgiker | 2.554 Beiträge

Zitat von Grenzwolf62 im Beitrag #132
Um es ganz lapidar auszudrücken, das Licht wäre einfach, mangels vorhandener Energieträger, ausgegangen.
Mit nur Braunkohle wäre es nicht weitergegangen und man kann sich die folgenden wirtschaftlichen Kettenreaktionen vorstellen.
Die DDR-Wirtschaft war ein künstlich am Leben erhaltener, abgeschotteter wirtschaftlicher Mikrokosmos mit sowjetischem Öl als einzigem Lebenselexier.
Ganz realistisch gesehen und ohne ideologische Dolchstoßlegenden zu bemühen wird mal wohl doch resümieren müssen das das Ende leider ein unausweichliches Ende war.


Bist Du Experte auf diesem Gebiet?

Gruß
Nostalgiker


Aber auf einmal bricht ab der Gesang,
einer zeigt aus dem Fenster, da spazieren sie lang,
die neuen Menschen, der neue Mensch,
der sieht aus, wie er war
außen und unter`m Haar
wie er war ...

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Text: Kurt Demmler

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#134

RE: Die DDR war doch noch zu retten

in Themen vom Tage 09.07.2012 11:15
von Grenzwolf62 (gelöscht)
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Zitat von Nostalgiker im Beitrag #133
Zitat von Grenzwolf62 im Beitrag #132
Um es ganz lapidar auszudrücken, das Licht wäre einfach, mangels vorhandener Energieträger, ausgegangen.
Mit nur Braunkohle wäre es nicht weitergegangen und man kann sich die folgenden wirtschaftlichen Kettenreaktionen vorstellen.
Die DDR-Wirtschaft war ein künstlich am Leben erhaltener, abgeschotteter wirtschaftlicher Mikrokosmos mit sowjetischem Öl als einzigem Lebenselexier.
Ganz realistisch gesehen und ohne ideologische Dolchstoßlegenden zu bemühen wird mal wohl doch resümieren müssen das das Ende leider ein unausweichliches Ende war.


Bist Du Experte auf diesem Gebiet?

Gruß
Nostalgiker


Leidlich


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#135

RE: Die DDR war doch noch zu retten

in Themen vom Tage 09.07.2012 11:19
von Nostalgiker | 2.554 Beiträge

Zitat von Grenzwolf62 im Beitrag #134

Bist Du Experte auf diesem Gebiet?

Gruß
Nostalgiker

Leidlich



Dazu sage ich lieber nichts


Aber auf einmal bricht ab der Gesang,
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#136

RE: Die DDR war doch noch zu retten

in Themen vom Tage 09.07.2012 11:22
von Grenzwolf62 (gelöscht)
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Zitat von Nostalgiker im Beitrag #135
Zitat von Grenzwolf62 im Beitrag #134

Bist Du Experte auf diesem Gebiet?

Gruß
Nostalgiker

Leidlich



Dazu sage ich lieber nichts


Gut das wir nun doch noch einen gemeinsamen Kontext gefunden haben.


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#137

RE: Die DDR war doch noch zu retten

in Themen vom Tage 09.07.2012 12:05
von damals wars | 12.113 Beiträge

Zitat von Grenzwolf62 im Beitrag #123
War schon eine feine Sache die DDR, da kann man das Nachtrauern schon verstehen.
Mit einer Parallele ins Tierreich könnte man sagen im Zoo ist es auch nicht schlecht, gut etwas eng das Gehege und nicht ganz artgerecht, aber der Wärter gabelt regelmäßig Futter in den Trog und der Tierarzt schaut ab und an vorbei, im Winter ist der Stall schön warm und bei Regen trocken.
Keine Notwendigkeit auf Jagt nach Futter zu gehen und der böse Löwe bleibt auch draußen.
Einfach prima.
Nur blöd wenn man die Türen aufstehen lässt, da entschwinden die Tiere aus der Gemütlichkeit, da ziehen sie die freie böse Wildbahn vor.
Ja, warum wohl nur?



Weil sie mit Bananen und Coca Cola gelockt worden.


Als Gott den Menschen erschuf, war er bereits müde; das erklärt manches.(Mark Twain)
Ein demokratischer Rechtsstaat braucht Richter, keine Henker. Interview auf der Kundgebung Je suis Charlie am 11.01.2015
"Hass hat keinen Glauben, keine Rasse oder Religion, er ist giftig." der Witwer der britische Labour-Abgeordnete Jo Cox.
http://www.neo-magazin-royale.de/zdi/art...fur-frauke.html
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#138

RE: Die DDR war doch noch zu retten

in Themen vom Tage 09.07.2012 12:32
von Nostalgiker | 2.554 Beiträge

Ein wenig was zum lesen über das Thema Zur Rolle der DDR-Energiewirtschaft

Sehr interessant, allerdings auch ein paar Seiten.
Zumindest lohnt es sich diesen Beitrag zu lesen um auch im Nachhinein ein paar Probleme der DDR zu verstehen.

Gruß
Nostalgiker


Aber auf einmal bricht ab der Gesang,
einer zeigt aus dem Fenster, da spazieren sie lang,
die neuen Menschen, der neue Mensch,
der sieht aus, wie er war
außen und unter`m Haar
wie er war ...

_______________
aus; "Nach der Schlacht" - Renft - 1974
Text: Kurt Demmler

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#139

RE: Die DDR war doch noch zu retten

in Themen vom Tage 09.07.2012 12:34
von Hackel39 | 3.123 Beiträge

Zitat von Grenzwolf62 im Beitrag #132
Um es ganz lapidar auszudrücken, das Licht wäre einfach, mangels vorhandener Energieträger, ausgegangen.
Mit nur Braunkohle wäre es nicht weitergegangen und man kann sich die folgenden wirtschaftlichen Kettenreaktionen vorstellen.
Die DDR-Wirtschaft war ein künstlich am Leben erhaltener, abgeschotteter wirtschaftlicher Mikrokosmos mit sowjetischem Öl als einzigem Lebenselexier.
Ganz realistisch gesehen und ohne ideologische Dolchstoßlegenden zu bemühen wird mal wohl doch resümieren müssen das das Ende leider ein unausweichliches Ende war.


Das sowjetische Öl haben wir bis zuletzt selbst subventioniert, wenn Gorbatschow so weiter gemacht hätte und an der Macht geblieben wäre, hätten wir es sowieso bald anderswo kaufen müssen.
Weiß Du eigentlich, daß die Wismut 50 Mrd. Mark Verlust bis zur Stillegung verursacht hat, daß ein russischer General der hier stationierten Streitkräfte um die 10.000 Mark im Monat gekostet hat und daß wir den bezahlt haben (1989 soll der Koeffizient 1: 7 bis 12...zum Rubel betragen haben, wie die Schwankung begründet ist, vermag ich nicht zu sagen), das alles zusätzlich zu den früheren Reparationszahlungen, die praktisch nie aufgehört haben.
Nein, die Lücke war da aber das Konsumvolk war zu träge, um seine Chance zu nutzen.
Man stand im März 1990 mit einem Klumpen Gold an der Wahlurne, den hat man gegen Pferde und Kühe getauscht und zuletzt entnervt die Schleifsteine in den Graben geschmissen, weil diese Dienstleistung auch nicht mehr gefragt war.
Heute haben die meisten genauso viel wie früher, sofern sie nicht überdurchschnittlich viel Glück hatten oder überdurchschnittlich rücksichtslos waren.



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#140

RE: Die DDR war doch noch zu retten

in Themen vom Tage 09.07.2012 12:57
von Alfred | 6.841 Beiträge

Ein General der Gruppe hat 10.000 Matk gekostet ?

Mir ist bekannt, dass Honecker dies in seinen letzten Buch geschrieben hat. Erklärt hat er es jedoch nicht.


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