#101

RE: Die DDR war doch noch zu retten

in Themen vom Tage 07.07.2012 21:36
von Rostocker | 7.715 Beiträge

Zitat von Harra318 im Beitrag #97
„ Die DDR war doch noch zu retten „
ja ganz gewiss, aber nur mit Hilfe der BRD. Siehe zum Beispiel Ausbau der Autobahn A9, Transit München- Berlin. Unsere Straßen in der ehemaligen DDR hätten nach 23 Jahren garantiert so ausgesehen. Auch unser Niveau hätte sich den anderen sozialistischen Staaten angepasst.Die Bilder, aufgenommen voriges Jahr bei einer Rumänien- Rundreise.


Harra,ich brauche nicht nach Rumänien reisen um mir solche Straße anzuschauen. Davon gibt es doch in Deuschland genug von, die noch in einen schlimmeren Zustand sind.Wie die auf den Fotos. Also auch mal vor der eigenen Tür schauen bevor man auf Mängel suche in die Ferne reist.


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#102

RE: Die DDR war doch noch zu retten

in Themen vom Tage 07.07.2012 21:38
von Gert | 12.354 Beiträge

Zitat von SEG15D im Beitrag #100
Zitat Gert
@Hackl ich lese mit wachsendem Erstaunen deine Posts. Ich lese wie unzufrieden du mit der Tatsache bist, ständig unterwegs zu sein, wie unzufrieden du mit diesem Land bist. Entschuldige bitte , aus meiner Sicht ein Sch.. lebensgefühl
du bist Lokführer, ist doch richtig ? Das ist doch nach meinem Selbstverständnis ein Beruf, bei dem man ständig auf Reisen ist, ist das richtig ? Dann bist du doch im falschen Beruf, oder nicht ? Empfehlung Job kündigen, in die Heimatgemeinde zurückkehren und eine Lottoannahmestelle eröffnen. Da bist jeden Abend zu Hause.



P.S hast du dich nicht vorher darum gekümmert, wie diese Tätigkeit abläuft ?



Das ist aber schon etwas unter der Gürtellinie! Einen gestandenen Lokführer auf diese billige Art runterzusauen. Hab ich nicht von Dir erwartet!

Aber um seine Teilaussage zu untermauern: Ich fahre jeden Arbeitstag in die Landeshauptstadt. Das sind pro Tag 2h Fahrzeit für mich, eigentlich Freizeit, die ich gern anders verleben würde.
Aus EF fährt jeden Tag ein "Kollege im Amt" runter nach Apolda um zu arbeiten.
Für ihn ebenfalls fast 2h täglich Verlust der Freizeit mit Familie und so weiter.
So wird es letztenendlich vielen ergehen...da frag ich mich doch wie Du zu solch einer Meinung kommst.....

Und die so vielgerühmte und geforderte "Flexibilität" seitens der Arbeitgeber ist leider nur ein einseitg beschriebenes Blatt!
Ich weiß durchaus, wovon ich hierbei rede.

Grüße vom SEG15D
[/quote]

also SEG , ich kenne hier in meiner Heimatstadt(im Rheinland) einen ehemaligen, unter anderem Zugführer, bei der Bundesbahn ( heute in Pension ) der war 50 Jahr bei der Bahn und nur unterwegs in ganz Deutschland und ich glaube auch in Europa. Der hat nichts anders kennengelernt, so ist das nun mal wenn du bei der Bahn arbeitest. Wenn das nicht passt , muss man sich einen anderen Beruf suchen, so einfach ist das. Was ist daran unter der Gürtellinie ?


.
All free men, wherever they may live, are citizens of Berlin, and, therefore, as a free man, I take pride in the words ‘Ich bin ein Berliner!’”
John F.Kennedy 1963 in Berlin
Geld ist geprägte Freiheit!
Dostojewski 1866
Zuerst ignorieren sie dich, dann lachen sie über dich, dann bekämpfen sie dich und dann gewinnst du.
Mahatma Gandhi
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#103

RE: Die DDR war doch noch zu retten

in Themen vom Tage 07.07.2012 21:39
von Harra318 | 2.514 Beiträge

Zitat von Rostocker im Beitrag #101
Zitat von Harra318 im Beitrag #97
„ Die DDR war doch noch zu retten „
ja ganz gewiss, aber nur mit Hilfe der BRD. Siehe zum Beispiel Ausbau der Autobahn A9, Transit München- Berlin. Unsere Straßen in der ehemaligen DDR hätten nach 23 Jahren garantiert so ausgesehen. Auch unser Niveau hätte sich den anderen sozialistischen Staaten angepasst.Die Bilder, aufgenommen voriges Jahr bei einer Rumänien- Rundreise.


Harra,ich brauche nicht nach Rumänien reisen um mir solche Straße anzuschauen. Davon gibt es doch in Deuschland genug von, die noch in einen schlimmeren Zustand sind.Wie die auf den Fotos. Also auch mal vor der eigenen Tür schauen bevor man auf Mängel suche in die Ferne reist.




ich weiß ja nicht wo du wohnst


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#104

RE: Die DDR war doch noch zu retten

in Themen vom Tage 07.07.2012 22:02
von Fritze (gelöscht)
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Hör mal ,Harra wohnst du im Center Park ? Hier im Rheinland gibt es auch solche Strassen.Und die sind nicht mal alt. Pfusch am Bau und die berühmte Nachbesserei.
Aber mit der PKW Maut wird alles besser,da werden dann alle Strassen wie der Hockenheimring aussehen.


zuletzt bearbeitet 07.07.2012 22:04 | nach oben springen

#105

RE: Die DDR war doch noch zu retten

in Themen vom Tage 07.07.2012 22:05
von Harra318 | 2.514 Beiträge

Nein,im schönen Schwabenländle


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#106

RE: Die DDR war doch noch zu retten

in Themen vom Tage 07.07.2012 22:09
von Gert | 12.354 Beiträge

Zitat von Fritze im Beitrag #104
Hör mal ,Harra wohnst du im Center Park ? Hier im Rheinland gibt es auch solche Strassen.Und die sind nicht mal alt. Pfusch am Bau und die berühmte Nachbesserei.
Aber mit der PKW Maut wird alles besser,da werden dann alle Strassen wie der Hockenheimring aussehen.



Fritze, das kann aber nur in der Stadt Köln so sein, an anderen Stellen im Rheinland habe ich das noch nicht gesehen


.
All free men, wherever they may live, are citizens of Berlin, and, therefore, as a free man, I take pride in the words ‘Ich bin ein Berliner!’”
John F.Kennedy 1963 in Berlin
Geld ist geprägte Freiheit!
Dostojewski 1866
Zuerst ignorieren sie dich, dann lachen sie über dich, dann bekämpfen sie dich und dann gewinnst du.
Mahatma Gandhi
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#107

RE: Die DDR war doch noch zu retten

in Themen vom Tage 07.07.2012 22:10
von Fritze (gelöscht)
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Aha,einer der alles kann ,ausser hochdeutsch.


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#108

RE: Die DDR war doch noch zu retten

in Themen vom Tage 07.07.2012 22:17
von Harra318 | 2.514 Beiträge

Zitat von Fritze im Beitrag #107
Aha,einer der alles kann ,ausser hochdeutsch.

eben,Wissen ist Macht


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#109

RE: Die DDR war doch noch zu retten

in Themen vom Tage 07.07.2012 22:22
von frank | 1.753 Beiträge

Zitat von Wanderer zwischen 2 Welten im Beitrag #8
Also ich bin froh das Honecker und SED weg vom Fenster sind und das es zur Vereinigung kam. Aber der Prozess wurde uebereilt, und das hat die wirtschaftlichen und sozialen Probleme herbeigefuehrt die man heute noch in den "neuen Bundeslaendern" spuert. Kohl wollte damals eine schnelle Loesung, da die CDU dringend Stimmen brauchte fuer die naechste Bundestagswahl. Haette er sich auf die Waehler im Westen verlassen muessen, dann haette die CDU die Wahl naemlich verloren.


oder an seine finanzkräftigen 'konzerne' ein ganzes land zu verscherbeln !!!



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#110

RE: Die DDR war doch noch zu retten

in Themen vom Tage 07.07.2012 23:31
von Hackel39 | 3.123 Beiträge

Zitat von Gert im Beitrag #98
Zitat von Hackel39 im Beitrag #96

Zitat von Anton

Zitat von Hackel39

Aber wie gesagt, es ist zu spät für solche Denkmodelle---timeout---und ob ein großer Teil unserer Bürger für einen solch steinigen Weg fit gewesen wäre, stelle ich persönlich doch eher in Frage, die Chance war aber da.


In aller Bescheidenheit kann ich für mich sagen, daß ich schon fit gewesen wäre, aber nicht bereit dazu. Ich denke, daß das übertragen auf die Mehrheit der Bevölkerung auch so war.



Ich wiederum würde für 1000 Euro weniger im Monat lieber wieder an meinem Wohnort arbeiten und nicht Tag für Tag in der Gewissheit leben müssen, daß mich Kohl vor dem Hungertod bewahrt hat.
Noch verschärfter formuliert, wäre ich lieber wieder eingesperrt, wenn die Alternative zur Einsperrung Aussperrung bedeutet, eben weil ich so wie hundertausende Pendler auf Lebenszeit in einem entvölkerten und entindusrialisiertem Agrarstaat lebe, so wie er von den Siegern einst auch konzipiert war.
Ich war beispielsweise im Monat Januar an 4 Tagen zu Hause und wann immer ich auf meiner neunstündigen An- oder Abreise zur bzw. von der Arbeit wieder mal im verspäteten ICE sitze und Anschlüsse verpasse, oder nach einem halben Tag als Eisenbahnfahrgast meine 600 km - Tour auf der Lok antrete, dann muß ich immer wieder daran denken, wie schön es war, nach 3 min Fahrradfahrt im Bahnbetriebswerk zu sein und ich würde sonst was dafür geben, diesen Status zurück zu gewinnen.
Aber von mir aus, dann bin ich eben ein Jammerossi, der zwar auch fit ist, seinen Beruf liebt und überdurchschnittlich gut verdient, seine Werte aber nicht an Euro und Cent ausrichtet sondern an der Summe der glücklichen Tage am Ende des Monats und diese Abrechnung geht eindeutig zugunsten des DDR- Reichsbahnlokführers Hackel aus.
Jene Bilanz würde ganz klar anders aussehen, wäre eine wohnortnahe Beschäftigung möglich und so einigen wir uns doch darauf, daß vieles nur Zufall ist was zu dieser oder jener Bewertung der aktuellen Lebensumstände im konkreten Fall führt.



@Hackl ich lese mit wachsendem Erstaunen deine Posts. Ich lese wie unzufrieden du mit der Tatsache bist, ständig unterwegs zu sein, wie unzufrieden du mit diesem Land bist. Entschuldige bitte , aus meiner Sicht ein Sch.. lebensgefühl
du bist Lokführer, ist doch richtig ? Das ist doch nach meinem Selbstverständnis ein Beruf, bei dem man ständig auf Reisen ist, ist das richtig ? Dann bist du doch im falschen Beruf, oder nicht ? Empfehlung Job kündigen, in die Heimatgemeinde zurückkehren und eine Lottoannahmestelle eröffnen. Da bist jeden Abend zu Hause.



P.S hast du dich nicht vorher darum gekümmert, wie diese Tätigkeit abläuft ?




Lieber Gert,
wieder einmal hast Du einen kleinen aber feinen Unterscheid nicht beachtet bei Deiner Attacke.
Ich bin zu Reichsbahnzeiten oft mit weit über 100 Überstunden aus dem Monat raus gegangen, 1988 waren es 1400 im gesamten Jahr, niemand hat mich dazu gezwungen und es war mir nicht zu viel.
Mein Aktionsradius war zwischen Deuna (Eichsfeld) und Zeitz/ Leipzig/ Halle, alles vom Wohnort aus, später im 30 km entfernten Betriebswerk Halle, da ging es schon bis Berlin (nördlicher Außenring), Hoyerswerda, Kassel, Nürnberg usw....alles kein Problem.
Als ich 2005 erfuhr, daß ich mit 10,35 Euro/ h zu teuer war und für 30 % weniger in die Zeitarbeit wechseln sollte während sich ein weißkragenkrimineller Vorstandsassi namens Mehdorn das Gehalt von 1999-2005 versechsfachte, wurde ich wieder DDR- Bürger im Herzen.

Alles was Marx bezüglich des Zusammenhangs zwischen der Schwäche der Arbeiterklasse (Organisiertheit... aber auch linke Bazillen wie Hansen als Gewerkschaftschef der Transnet und späterer Kurzzeit- Abeitsdirektor im Bahnvorstand) und der Willkür der herrschenden Klasse theoretisch abhandelte ist mir 2005 praktisch um die Ohren geflogen.
Ich wechselte in eine Firma, die von mir nun erwartete, ausschließlich im hochprofitablen Transitgüterverkehr zwischen Aachen und Basel (Zuglauf Nordsee- Süditalien) tätig zu sein, und ich nahm dieses Angebot an, um nicht dieser Willkür ausgesetzt zu sein, um auch 2006 ff. noch in den Spiegel sehen zu können.
Diese neue Firma zahlt selbst Berufseinsteigern 20 % mehr Gehalt als ich es nach 24 Dienstjahren bei der Staatsbahn bekommen habe, ich selbst könnte mich bereits privat kranken versichern, von dieser Seite habe ich tatsächlich keinen Grund zur Klage.
Es ist die Art und Weise, wie man mit Menschen dort umgegangen ist, die Art und Weise mit der die Außerirdischen aus dem Sonytower (DB- Zentrale Berlin) ein Jahr später 1000 Lokführer (Bedingung: Deutschkenntnisse und Grundschulabschluß...Anzeige "Bahnzeit"!!) angeworben hatte, von denen (z.B. bezogen auf den Standort Mannheim) noch weniger als 10 % dabei geblieben sind, die man vorher aufwendig ausbilden mußte, ganz zu schweigen von der Abfindung zwischen 20-25.000 Euro, die man jedem ein Jahr früher gezahlt hat, der nicht zur Zeitarbeit wechseln wollte.
Wenn ich meine Bremswege so einschätzen würde, wie Suckale die damalige Personalsituation, wäre ich nach 10 km Fahrt schon tot.
Meine neue Tätigkeit war nun nicht mehr vom Wohnort aus zu bewältigen, so daß eigentlich ohne Not der Job vor der Haustür weg fiel, was für mich ein Quantensprung in den Absieg war, Geld ist nun mal nicht alles und zur damaligen Zeit hätte ich jeden Zug auch für die DB auf solchen Ferntrassen fahren können, wie ich sie heute fahre,aber die Kleinstaaterei zwischen den Bahndienststellen bremste Leute wie mich zudem noch aus, da benachbarte Betriebswerke, sagen wir Saalfeld, Leipzig, Magdeburg Rothensee ihr Revier beanspruchten mit der Konsequenz, daß man langfristig solche Züge an die Konkurrenz verlor, der ich nun angehöre.
Inzwischen habe ich mich meinem Schicksal gefügt und ich bin fest davon überzeugt, daß es einen politischen Auftrag zur Zersetzung der Staatsbahn gibt.
Diese Betrügerökonomie, diese bankrotte Republik muß alles abschütteln, was Geld kostet, muß alles verscheuern, was sich zu Kohle machen läßt und das war die Strategie der SPD- Leute um Mehdorn, Tiefensee, Hansen (alle versenkt) & Co.
Co ist noch da, nur trauen die sich nicht mehr so unverschämt dazwischen zu hauen, das hat aber andere Gründe und würde hier zu weit gehen.
Werter Gert, bitte glaube mir, daß ich nicht primär zum Hetzen im Forum bin, dort wo es Sinn macht lobe ich auch Errungenschaften, in der Gesamtbilanz schneidet die DDR aber eben seit 2005 wieder besser ab und wenn jemand sagt, daß niemand die DDR wirklich zurück haben will, dann sind die bloß noch nicht weit genug unten, die Weichen dort hin sind aber gestellt.



zuletzt bearbeitet 08.07.2012 00:50 | nach oben springen

#111

RE: Die DDR war doch noch zu retten

in Themen vom Tage 08.07.2012 00:05
von Hackel39 | 3.123 Beiträge

Zitat von Fritze im Beitrag #104
Hör mal ,Harra wohnst du im Center Park ? Hier im Rheinland gibt es auch solche Strassen.Und die sind nicht mal alt. Pfusch am Bau und die berühmte Nachbesserei.
Aber mit der PKW Maut wird alles besser,da werden dann alle Strassen wie der Hockenheimring aussehen.


Sollte es an den klammen Kommunen liegen, daß es solche Mißstände gibt, so ist bezogen auf Westdeutschland aber immer auch darauf hinzuweisen, daß dort die Amigo- Kultur viel ausgeprägter ist als im Osten.
Wenn 493 der 500 größten deutschen Unternehmen im Westen sitzen und die Gewerbesteuer zu 100% der Kommune zu fließen, so ist im Westen irgendwas mit dem Flußlauf nicht in Ordnung, ich erinnere mich z.B. an einen Kurort, der nach irgendeiner Gesundheitsreform (weniger Zuschuß zu Kuren oder Wegfall ?) ums Verrecken auch ohne die gewohnte Kundschaft seine Bäder behalten und weiter betrieben hat und sehenden Auges in eine gigantische Verschuldung geraten ist, die nun zu solchen Investitionsstaus geführt hat.
Im Osten ist schon von vorn herein kein Geld da, somit gibt es auch keine Amigo- Kultur, alles geht eher mit rechten Dingen zu, die Verwaltungen und Kontrollorgane gehen inzwischen sehr verantwortungsbewußt mit dem wenigen Geld um, die betteln eher bei den Eltern um einen neuen Spielplatz und vermitteln Schlaglochpatenschaften, als daß sie irgendwelche Verschuldungsrisiken eingehen.
An den Zuweisungen für die Kommunen kann man wohl am deutlichsten sehen, wie kaputt diese Betrügerökonomie schon ist.
Während man glaubt, dem Volk Milliardenüberschüsse und Milliardengewinne bundeseigener Firmen wie der DB Netz oder der Bundesbank als Erfolg verkaufen zu können, so sieht dieses Volk vor der eigenen Haustür, daß es nur noch um Scheinbuchungen und Psychologie geht, die Substanz ist am Schmelzen und das werden bald noch viel mehr Leute begreifen, die aufmerksam ihr Wohnumfeld im Auge behalten.
Schuldendienst, Verbindlichkeiten aus den Sozialsystemen, hirnrissige Bürgschaften für Südeuropa u.v.a. sind die Finanz- Anakonda, die unser Gemeinwesen nicht erst seit heute fest im Würgegriff hat und wenn die Mäuse alle sind, wird sie sich andere Opfer suchen.



zuletzt bearbeitet 08.07.2012 07:49 | nach oben springen

#112

RE: Die DDR war doch noch zu retten

in Themen vom Tage 08.07.2012 00:16
von frank | 1.753 Beiträge

Zitat von Fritze im Beitrag #104
Hör mal ,Harra wohnst du im Center Park ? Hier im Rheinland gibt es auch solche Strassen.Und die sind nicht mal alt. Pfusch am Bau und die berühmte Nachbesserei.
Aber mit der PKW Maut wird alles besser,da werden dann alle Strassen wie der Hockenheimring aussehen.


und die wird kommen so sicher wie das berühmte 'Amen in d....' , für die strassen ? fraglich !!!



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#113

RE: Die DDR war doch noch zu retten

in Themen vom Tage 08.07.2012 01:23
von frank | 1.753 Beiträge

Zitat von Hackel39 im Beitrag #111
Zitat von Fritze im Beitrag #104
Hör mal ,Harra wohnst du im Center Park ? Hier im Rheinland gibt es auch solche Strassen.Und die sind nicht mal alt. Pfusch am Bau und die berühmte Nachbesserei.
Aber mit der PKW Maut wird alles besser,da werden dann alle Strassen wie der Hockenheimring aussehen.


Sollte es an den klammen Kommunen liegen, daß es solche Mißstaände gibt, so ist bezogen auf Westdeutschland aber immer auch darauf hinzuweisen, daß dort die Amigo- Kultur viel ausgeprägter ist als im Osten.
Wenn 493 der 500 größten deutschen Unternehmen im Westen sitzen und die Gewerbesteuer zu 100% der Kommune zu fließen, so ist im Westen irgendwas mit dem Flußlauf nicht in Ordnung, ich erinnere mich z.B. an einen Kurort, der nach irgendeiner Gesundheitsreform (weniger Zuschuß zu Kuren oder Wegfall ?) ums Verrecken auch ohne die gewohnte Kundschaft seine Bäder behalten und weiter betrieben hat und sehenden Auges in eine gigantische Verschuldung geraten ist, die nun zu solchen Investitionsstaus geführt hat.
Im Osten ist schon von vorn herein kein Geld da, somit gibt es auch keine Amigo- Kultur, alles geht eher mit rechten Dingen zu, die Verwaltungen und Kontrollorgane gehen inzwischen sehr verantwortungsbewußt mit dem wenigen Geld um, die betteln eher bei den Eltern um einen neuen Spielplatz und vermitteln Schlaglochpatenschaften, als daß sie irgendwelche Verschuldungsrisiken eingehen.
An den Zuweisungen für die Kommunen kann man wohl am deutlichsten sehen, wie kaputt diese Betrügerökonomie schon ist.
Während man glaubt, dem Volk Milliardenüberschüsse und Milliardengewinne bundeseigener Firmen wie der DB Netz oder der Bundesbank als Erfolg verkaufen zu können, so sieht dieses Volk vor der eigenen Haustür, daß es nur noch um Scheinbuchungen und Psychologie geht, die Substanz ist am Schmelzen und das werden bald noch viel mehr Leute begreifen, die aufmerksam ihr Wohnumfeld im Auge behalten.
Schuldendienst, Verbindlichkeiten aus den Sozialsystemen, hirnrissige Bürgschaften für Südeuropa u.v.a. sind die Finanz- Anakonda, die unser Gemeinwesen nicht erst seit heute fest im Würgegriff hat und wenn die Mäuse alle sind, wird sie sich andere Opfer suchen.




und wenn ich mir das so richtig betrachte haben doch marx und engels mit ihrem 'manifest' recht ,alles dreht sich nur ums geld und macht ! den 'großen' dieser welt ist doch scheiß egal ob ein H4 empfänger mit fünfzig € in der woche leben muß oder nicht !
EINE SCHÖNE WELT wie sie auch hier manche user proklamieren , aber wo ist das humane ???



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#114

RE: Die DDR war doch noch zu retten

in Themen vom Tage 08.07.2012 08:19
von Hackel39 | 3.123 Beiträge

Zitat von frank im Beitrag #113
Zitat von Hackel39 im Beitrag #111
Zitat von Fritze im Beitrag #104
Hör mal ,Harra wohnst du im Center Park ? Hier im Rheinland gibt es auch solche Strassen.Und die sind nicht mal alt. Pfusch am Bau und die berühmte Nachbesserei.
Aber mit der PKW Maut wird alles besser,da werden dann alle Strassen wie der Hockenheimring aussehen.


Sollte es an den klammen Kommunen liegen, daß es solche Mißstaände gibt, so ist bezogen auf Westdeutschland aber immer auch darauf hinzuweisen, daß dort die Amigo- Kultur viel ausgeprägter ist als im Osten.
Wenn 493 der 500 größten deutschen Unternehmen im Westen sitzen und die Gewerbesteuer zu 100% der Kommune zu fließen, so ist im Westen irgendwas mit dem Flußlauf nicht in Ordnung, ich erinnere mich z.B. an einen Kurort, der nach irgendeiner Gesundheitsreform (weniger Zuschuß zu Kuren oder Wegfall ?) ums Verrecken auch ohne die gewohnte Kundschaft seine Bäder behalten und weiter betrieben hat und sehenden Auges in eine gigantische Verschuldung geraten ist, die nun zu solchen Investitionsstaus geführt hat.
Im Osten ist schon von vorn herein kein Geld da, somit gibt es auch keine Amigo- Kultur, alles geht eher mit rechten Dingen zu, die Verwaltungen und Kontrollorgane gehen inzwischen sehr verantwortungsbewußt mit dem wenigen Geld um, die betteln eher bei den Eltern um einen neuen Spielplatz und vermitteln Schlaglochpatenschaften, als daß sie irgendwelche Verschuldungsrisiken eingehen.
An den Zuweisungen für die Kommunen kann man wohl am deutlichsten sehen, wie kaputt diese Betrügerökonomie schon ist.
Während man glaubt, dem Volk Milliardenüberschüsse und Milliardengewinne bundeseigener Firmen wie der DB Netz oder der Bundesbank als Erfolg verkaufen zu können, so sieht dieses Volk vor der eigenen Haustür, daß es nur noch um Scheinbuchungen und Psychologie geht, die Substanz ist am Schmelzen und das werden bald noch viel mehr Leute begreifen, die aufmerksam ihr Wohnumfeld im Auge behalten.
Schuldendienst, Verbindlichkeiten aus den Sozialsystemen, hirnrissige Bürgschaften für Südeuropa u.v.a. sind die Finanz- Anakonda, die unser Gemeinwesen nicht erst seit heute fest im Würgegriff hat und wenn die Mäuse alle sind, wird sie sich andere Opfer suchen.




und wenn ich mir das so richtig betrachte haben doch marx und engels mit ihrem 'manifest' recht ,alles dreht sich nur ums geld und macht ! den 'großen' dieser welt ist doch scheiß egal ob ein H4 empfänger mit fünfzig € in der woche leben muß oder nicht !
EINE SCHÖNE WELT wie sie auch hier manche user proklamieren , aber wo ist das humane ???



Die DDR ist eben daran gescheitert, weil sie den totalen Marx wollte und das neue Deutschland wird daran scheitern, daß es den totalen Markt will.
Aber unsere Politiker sind nur die Zauberlehrlinge, die nun die Geister, die man rief, nicht mehr los werden.
Sie meinen in ihrer SED- typischen Allmachtsfantasie alles im Griff zu haben während ihre "Sozialpartner" aus der Wirtschaft ihr privates Ding durchziehen mit immer weniger Rücksicht auf deren Wähler, die somit auch immer weniger werden - ein Teufelskreis.
Diese Politiker (die Parteien) sprechen schon lange nicht mehr mit einer Stimme, wie die Abstimmung zum Euro Rettungsschirm wieder einmal gezeigt hat.
Außer der Linken gab es in jeder Partei auch Abweichler und so kriegt der Wähler Signale, die er nicht versteht und somit auch nicht mehr weiß, was er noch im Wahllokal soll, weil er nicht weiß, wer in der Volkspartei sich durchsetzen wird - da kann er doch besser einen Sonntagsspaziergang machen.
Übrigens sind die Größten dieser Welt auch von den Völkern dieser Welt groß gemacht worden, das beginnt mit dem eigenen unkritischen Einkaufsverhalten, der eigenen Bequemlichkeit und dem eigenen Unvermögen, wichtige Dinge mit dem eigenem gesunden Menschenverstand anzugehen.
Ich meine hier Dinge wie die Riesterrente, den Besuch im Mc Donald- Restaurant, der Benutzung von windows, die China- Solarmodule auf dem Dach....alles Beispiele, die zu einer Monopolbildung geführt haben, wenn auch die story dazu nicht immer vergleichbar ist, fakt ist aber, daß nicht nur die Zauberlehrlinge Schuld an diesem Desaster sind, die machen nur das, was der Meister sagt und das ist immer noch das Volk mit ihrem rationalen, aber eben auch kurzsichtigen und bequemen und vor allem werbungsindizierten Verhalten im Bezug auf seine Geldgeschäfte.



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#115

RE: Die DDR war doch noch zu retten

in Themen vom Tage 08.07.2012 09:27
von Gert | 12.354 Beiträge

Zitat von Hackel39 im Beitrag #110
Zitat von Gert im Beitrag #98
Zitat von Hackel39 im Beitrag #96

Zitat von Anton

Zitat von Hackel39

Aber wie gesagt, es ist zu spät für solche Denkmodelle---timeout---und ob ein großer Teil unserer Bürger für einen solch steinigen Weg fit gewesen wäre, stelle ich persönlich doch eher in Frage, die Chance war aber da.


In aller Bescheidenheit kann ich für mich sagen, daß ich schon fit gewesen wäre, aber nicht bereit dazu. Ich denke, daß das übertragen auf die Mehrheit der Bevölkerung auch so war.



Ich wiederum würde für 1000 Euro weniger im Monat lieber wieder an meinem Wohnort arbeiten und nicht Tag für Tag in der Gewissheit leben müssen, daß mich Kohl vor dem Hungertod bewahrt hat.
Noch verschärfter formuliert, wäre ich lieber wieder eingesperrt, wenn die Alternative zur Einsperrung Aussperrung bedeutet, eben weil ich so wie hundertausende Pendler auf Lebenszeit in einem entvölkerten und entindusrialisiertem Agrarstaat lebe, so wie er von den Siegern einst auch konzipiert war.
Ich war beispielsweise im Monat Januar an 4 Tagen zu Hause und wann immer ich auf meiner neunstündigen An- oder Abreise zur bzw. von der Arbeit wieder mal im verspäteten ICE sitze und Anschlüsse verpasse, oder nach einem halben Tag als Eisenbahnfahrgast meine 600 km - Tour auf der Lok antrete, dann muß ich immer wieder daran denken, wie schön es war, nach 3 min Fahrradfahrt im Bahnbetriebswerk zu sein und ich würde sonst was dafür geben, diesen Status zurück zu gewinnen.
Aber von mir aus, dann bin ich eben ein Jammerossi, der zwar auch fit ist, seinen Beruf liebt und überdurchschnittlich gut verdient, seine Werte aber nicht an Euro und Cent ausrichtet sondern an der Summe der glücklichen Tage am Ende des Monats und diese Abrechnung geht eindeutig zugunsten des DDR- Reichsbahnlokführers Hackel aus.
Jene Bilanz würde ganz klar anders aussehen, wäre eine wohnortnahe Beschäftigung möglich und so einigen wir uns doch darauf, daß vieles nur Zufall ist was zu dieser oder jener Bewertung der aktuellen Lebensumstände im konkreten Fall führt.


@Hackl ich lese mit wachsendem Erstaunen deine Posts. Ich lese wie unzufrieden du mit der Tatsache bist, ständig unterwegs zu sein, wie unzufrieden du mit diesem Land bist. Entschuldige bitte , aus meiner Sicht ein Sch.. lebensgefühl
du bist Lokführer, ist doch richtig ? Das ist doch nach meinem Selbstverständnis ein Beruf, bei dem man ständig auf Reisen ist, ist das richtig ? Dann bist du doch im falschen Beruf, oder nicht ? Empfehlung Job kündigen, in die Heimatgemeinde zurückkehren und eine Lottoannahmestelle eröffnen. Da bist jeden Abend zu Hause.



P.S hast du dich nicht vorher darum gekümmert, wie diese Tätigkeit abläuft ?



Lieber Gert,
wieder einmal hast Du einen kleinen aber feinen Unterscheid nicht beachtet bei Deiner Attacke.
Ich bin zu Reichsbahnzeiten oft mit weit über 100 Überstunden aus dem Monat raus gegangen, 1988 waren es 1400 im gesamten Jahr, niemand hat mich dazu gezwungen und es war mir nicht zu viel.
Mein Aktionsradius war zwischen Deuna (Eichsfeld) und Zeitz/ Leipzig/ Halle, alles vom Wohnort aus, später im 30 km entfernten Betriebswerk Halle, da ging es schon bis Berlin (nördlicher Außenring), Hoyerswerda, Kassel, Nürnberg usw....alles kein Problem.
Als ich 2005 erfuhr, daß ich mit 10,35 Euro/ h zu teuer war und für 30 % weniger in die Zeitarbeit wechseln sollte während sich ein weißkragenkrimineller Vorstandsassi namens Mehdorn das Gehalt von 1999-2005 versechsfachte, wurde ich wieder DDR- Bürger im Herzen.

Alles was Marx bezüglich des Zusammenhangs zwischen der Schwäche der Arbeiterklasse (Organisiertheit... aber auch linke Bazillen wie Hansen als Gewerkschaftschef der Transnet und späterer Kurzzeit- Abeitsdirektor im Bahnvorstand) und der Willkür der herrschenden Klasse theoretisch abhandelte ist mir 2005 praktisch um die Ohren geflogen.
Ich wechselte in eine Firma, die von mir nun erwartete, ausschließlich im hochprofitablen Transitgüterverkehr zwischen Aachen und Basel (Zuglauf Nordsee- Süditalien) tätig zu sein, und ich nahm dieses Angebot an, um nicht dieser Willkür ausgesetzt zu sein, um auch 2006 ff. noch in den Spiegel sehen zu können.
Diese neue Firma zahlt selbst Berufseinsteigern 20 % mehr Gehalt als ich es nach 24 Dienstjahren bei der Staatsbahn bekommen habe, ich selbst könnte mich bereits privat kranken versichern, von dieser Seite habe ich tatsächlich keinen Grund zur Klage.
Es ist die Art und Weise, wie man mit Menschen dort umgegangen ist, die Art und Weise mit der die Außerirdischen aus dem Sonytower (DB- Zentrale Berlin) ein Jahr später 1000 Lokführer (Bedingung: Deutschkenntnisse und Grundschulabschluß...Anzeige "Bahnzeit"!!) angeworben hatte, von denen (z.B. bezogen auf den Standort Mannheim) noch weniger als 10 % dabei geblieben sind, die man vorher aufwendig ausbilden mußte, ganz zu schweigen von der Abfindung zwischen 20-25.000 Euro, die man jedem ein Jahr früher gezahlt hat, der nicht zur Zeitarbeit wechseln wollte.
Wenn ich meine Bremswege so einschätzen würde, wie Suckale die damalige Personalsituation, wäre ich nach 10 km Fahrt schon tot.
Meine neue Tätigkeit war nun nicht mehr vom Wohnort aus zu bewältigen, so daß eigentlich ohne Not der Job vor der Haustür weg fiel, was für mich ein Quantensprung in den Absieg war, Geld ist nun mal nicht alles und zur damaligen Zeit hätte ich jeden Zug auch für die DB auf solchen Ferntrassen fahren können, wie ich sie heute fahre,aber die Kleinstaaterei zwischen den Bahndienststellen bremste Leute wie mich zudem noch aus, da benachbarte Betriebswerke, sagen wir Saalfeld, Leipzig, Magdeburg Rothensee ihr Revier beanspruchten mit der Konsequenz, daß man langfristig solche Züge an die Konkurrenz verlor, der ich nun angehöre.
Inzwischen habe ich mich meinem Schicksal gefügt und ich bin fest davon überzeugt, daß es einen politischen Auftrag zur Zersetzung der Staatsbahn gibt.
Diese Betrügerökonomie, diese bankrotte Republik muß alles abschütteln, was Geld kostet, muß alles verscheuern, was sich zu Kohle machen läßt und das war die Strategie der SPD- Leute um Mehdorn, Tiefensee, Hansen (alle versenkt) & Co.
Co ist noch da, nur trauen die sich nicht mehr so unverschämt dazwischen zu hauen, das hat aber andere Gründe und würde hier zu weit gehen.
Werter Gert, bitte glaube mir, daß ich nicht primär zum Hetzen im Forum bin, dort wo es Sinn macht lobe ich auch Errungenschaften, in der Gesamtbilanz schneidet die DDR aber eben seit 2005 wieder besser ab und wenn jemand sagt, daß niemand die DDR wirklich zurück haben will, dann sind die bloß noch nicht weit genug unten, die Weichen dort hin sind aber gestellt.





Hackl war nicht als Attacke gedacht, entschuldige bitte, habe nur zunehmend Unverständnis angesammelt über deine Klagen, abwesend von deiner Heimat zu sein wegen der Arbeit. Das Schicksal teilst du mit Millionen, die der Arbeit nachziehen ( InUSA tausende Kilometer mitunter ) und dabei dachte ich an meinen Freund, der 50 Jahre bei der DB war, davon sehr viele Jahre als Zugführer und deswegen in vielen Eisenbahnerheimen oder wie diese Unterkünfte heissen, schlafen musste, wenn er mal Ziel angekommen war. Der hat es aber mit Frohsinn und Humor ertragen, wenn er heute so erzählt.
Nix für Ungut, es ist letztlich deine Entscheidung ob du damit leben kannst.


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All free men, wherever they may live, are citizens of Berlin, and, therefore, as a free man, I take pride in the words ‘Ich bin ein Berliner!’”
John F.Kennedy 1963 in Berlin
Geld ist geprägte Freiheit!
Dostojewski 1866
Zuerst ignorieren sie dich, dann lachen sie über dich, dann bekämpfen sie dich und dann gewinnst du.
Mahatma Gandhi
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#116

RE: Die DDR war doch noch zu retten

in Themen vom Tage 08.07.2012 22:23
von Rumbi | 29 Beiträge

Hallo an Alle,
habe mir zwar nicht jeden Beitrag vom Anfang dieser Diskussion bis zum letzen durchgelesen aber bei dem, was ich gelesen habe ist deutlich ein für und wieder erkennbar. Deshalb möchte ich auch meinen (Bautzener) Senf dazugeben. Mein Standpunkt von Anfang an und daran hat sich bis heute nichts geändert, war/ist der, das ich für die Wende war aber gegen die Vereinigung der beiden deutschen Staaten. Vereinigung irgendwann mal aber nicht zu diesem Zeitpunkt. Selbst die Währungsunion war bereits ein Fehler. Denn dadurch sind für die DDR die gesamten Ostmärkte weggebrochen und die meisten DDR-Betriebe hatten meist nur die Ostmärkte und mußten somit krachen gehen. Plötzlich mußten für Waren aus der DDR Devisen bezahlt werden, welcher Ostblockstaat hatte diese? Der nächste Punkt war, die DDR war nicht auf dem Niveou um der BRD Forderungen für die Bürger der DDR zu stellen. Die Verhandlungspartner der DDR waren auf die (Almosen) Zugeständnisse der BRD angewiesen. Ich habe das ganze damals mit einem lachendem und einem weinendem Auge gesehen. Zum einen war ich auch froh, die D-Mark in den Händen zu halten, zum anderen hatte ich auch Angst, was aus uns werden wird. Heute weiß ich, meine Ängste ware und sind real. Diejenige Generation, die in der DDR und jetzt in der BRD lebt, hat den großen Vorteil zu vergleichen. Wenn ich vergleiche, dann wäre mir die DDR schon lieber. Ein paar Beispiele: Mußte ich mir früher um meinen Arbeitsplatz sorgen machen? Nein! Hatte ich früher Existenzängste? Nein! Mußte ich früher jede Mark umdrehen und mich fragen, ob ich diese jetzt ausgeben kann und dann zum Monatsende noch Geld für Essen zu haben? Nein! Heute muß ich diese Fragen alle mit "ja" beantworten. Früher war ich jedes Jahr im Urlaub. Seit '91 kann ich mir keinen mehr leisten. Früher war ich öfters mal in einer Gaststätte essen oder habe in einer Gaststätte Abende mit Freunden und Nachbarn verbracht. Heute geht das nicht mehr. Früher haben wir jedes Jahr eine Gartenparty mit den Nachbarn durchgeführt... tja, lang lang ist's her und gibt es nicht mehr. So könnte ich die Liste noch lange fortführen.
Natürlich gibt es auch positive Punkte. Die Straßen und Häuser sind schöner. Ich muß mich nicht mehr nach Bananen anstellen oder vorm Fleischer oder Bäcker. Nun ja, da stelle ich mir die Frage, was ist mir lieber.... alles in hülle und fülle zu haben, wenn ich es mir denn leisten kann oder ist mir ein sorgenfreies Leben mit gesicherter Zukunft lieber. Ich würde mich für ein sorgenfreies Leben mit gesicherter Zukunft entscheiden.
Was nun die Wirtschaft betrifft. Ja, die Wirtschaft in der DDR war runtergewirtschaftet aber dies hat nicht an den Menschen gelegen sondern an der Regierung, die dies zugelassen hat. Die Menschen in der DDR haben größtenteils ihr bestes gegeben, sieh z.B. Autoentwicklungen, die nie gebaut werden durften und genau da lag das Problem. Der Fortschritt wurde gebremst und das auch oftmals vom "großen Bruder". Ich habe hier in den Beiträgen auch gelesen..... viele DDR-Betriebe wurden für nen Äppel und ein Ei verkauft und gingen dann doch Pleite. Ja warum denn? Ich erinnere mich gut an den Kühlschrankhersteller aus der ehemaligen DDR. Sie hatten den FCKW-freien Kühlschrank entwickelt. Hatten volle Auftragsbücher und gingen doch Pleite.... Weil dies vom Westen gar nicht erwünscht war. Ostdeutsche Firmen mit Neuentwicklungen waren, sind doch eine Gefahr für Westfirmen, weil... ernst zunehmende Konkurenz. Tja und wenn ich einen Konkurenten ausschalten kann, dann tu ich dies doch.
Das heutige Deutschland redet immer von einem Rechtsstaat. Da frag ich doch mal ganz im ernst.... wo gibt es denn in diesem Staat Gerechtigkeit? Ist es vielleicht gerecht, wenn ein einfacher Arbeiter mal seinen Mund aufmacht oder auch mal einen Fehler macht und dafür fristlos entlassen wird. Aber ein Bankenboss, der Milliarden in den Sand gesetzt hat dafür auch noch eine millionen schwere Abfindung bekommt und diese auch noch einklagt? Ist das Gerechtigkeit? Oder ist es vielleicht gerecht, wenn ein einfacher Bürger Probleme mit einer Firma hat, sagen wir mal mit einer Versicherung.... und wenn es denn zum Rechtsstreit kommt, diese Firma mit ganzen Heerscharen von Anwälten auftaucht, wo der kleine Bürger fast keine Chance hat (Ausnahmen bestätigen die Regel). Dann auch noch die doch so hoch gepriesene Freiheit in diesem Staat.... mag sein, dass es diese gibt aber ganz sicher nur für diejenigen, die sich diese Freiheit auch leisten können.
Zum Lohnsystem, da sind wir auch von einem Extrem ins nächste gefallen. Früher war die Schere zwischen Arbeiter und Boss zu klein und heute ist sie viel zu groß.
Nun noch zur innerdeutschen Grenze. Es war zwar nicht schön aber sie war da. Der Westen hat selbst zugegeben, dass die DDR durch die offene Grenze ausgeblutet ist und um dem ein Ende zu machen..... die BRD ist schon vor der DDR gegründet worden. Die Hauptschuld an der Teilung trägt nun mal Nazi-Deutschland. In Verlängerung dann die Aliierten. Was hätte die DDR anderes machen sollen? Klar ging es den Menschen in den westlichen Besatzungszonen besser. Sie hatten den Marschallplan, bekamen also alles für einen Neustart hinten und vorn reingesteckt und die DDR hingegen verlor nach allen Seiten. Was noch gut war, wurde in die SU abtransportiert als Reparationsleistungen und das andere nahmen die Bürger mit in den Westen. Die DDR hatte also schon bei ihrer Gründung verloren. Und um nicht noch mehr zu verlieren, mußte die Grenze eben dicht gemacht werden. Jetzt werden mich viele gleich steinigen..... ich bin der Meinung, jeder hat gewußt, wie diese Grenze gesichert ist. Somit hat auch jeder gewußt, wenn ich mich da hinein begebe, ist dies für mich lebensgefährlich. Somit hat dies jeder für sich selbst entschieden. Ich als Grenzer war nicht freiwillig dort. Ich hatte damals ein Versetzungsgesuch zu den Grenztruppen nach Pirna gestellt, dies wurde jedoch abgelehnt. Und nach Schwedt hatte ich kein Verlangen. Nun ja, und der Herr Kohl hat uns ja auch von vorn bis hinten belogen. Wie hier schon mal geschrieben steht, er mußte den DDR-Bürgen Zucker in den Hintern blasen um die nächsten Wahlen zu gewinnen. Leider sind die meisten darauf rein gefallen. Da ist nochwas, was die wenigsten wissen. Was auch, komischer Weise, die Meisten nicht interessiert. Im Sommer '90 haben die Aliierten den Artikel 23 aus dem Grundgesetz der BRD gestrichen. In dem Artikel 23 war der Geltungsbereich des Grundgesetzes verankert und regelte den Beitritt zum Geltungsbereich des Grundgesetzes. Die Aliierten hatten dazu das Recht, weil diese das Grundgesetz auch geschrieben haben. Denn die BRD und auch die DDR sollten im Grunde nur Übergangsregierungen sein. Deshalb konnte auch keiner der beiden deutschen Staaten den zweiten Weltkrieg mit einen für alle Deutschen geltenden Friedensvertrag beenden. Mit der Streichung des Artikels 23 durch die Aliierten hatten diese den Weg für ein freies, unabhängiges Deutschland frei gemacht. Damit ist das Grundgesetz außer Kraft gesetzt worden, denn ein Gesetz ohne Geltungsbereich, was also nirgendwo gilt, ist wertlos. Somit konnte auch die DDR der BRD nicht mehr nach Artikel 23 beitreten. Was hätte Kohl also damals tun müssen? Er hätte eine neue Verfassung ausarbeiten lassen müssen und diese dem deutschen Volke zur Entscheidung vorlegen und nach Annahme der Verfassung durch das deutsche Volk hätte müssen ein Friedensvertrag mit den (allen) Aliierten ausgearbeitet und unterzeichnet werden müssen. Erst zu diesem Zeitpunkt wäre der zweite Weltkrieg beendet gewesen. Dieses Thema hatte Frau Merkel schon mal auf ihrer Tagesordnung. Das im ersten Jahr ihrer Amtszeit als Bundeskanzlerin. Doch sie hat das damals abgetan als verjährt. Ein Friedensvertrag ist nach ihrer Ansicht nicht mehr nötig. Dies ist jedoch ein gewaltiger Irrtum. Denn somit gilt nach wie vor der Waffenstillstandsvertrag zwischen den Aliierten und der Wehrmacht. Ich weiß zwar nun nicht über die Rechtslage bescheid, ob sich Deutschland nennen kann wie es will oder ob es wieder der Name "Deutsche Reich" sein muß. Denn kapituliert hat damals nur die deutsche Wehrmacht aber nicht das "Deutsche Reich". So habe ich es zumindest nach gelesen. Da frag ich mich nun.... das Grundgesetz wurde außer Kraft gesetzt, da ohne Geltungsbereich, Verfassung hat Deutschland auch keine.... Friedensvertrag gibt es auch keinen.... somit müßten Deutschland doch nach wie vor Besatzungszone sein, nur eben, dass sich die Besatzer zurück gezogen haben.... nur eben... könnten sie jederzeit zurück kommen, solange es keinen gültigen Friedensvertrag gibt. .... äm, warum trägt Deutschland die Hauptlast an der Eurokriese?????
Vielleicht denkt der eine oder andere mal darüber nach......

Grüße an alle und nehmt mich ruhig auseinander....



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#117

RE: Die DDR war doch noch zu retten

in Themen vom Tage 08.07.2012 22:30
von Harra318 | 2.514 Beiträge

Wasch mich,aber mach mich nicht nass !!!


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#118

RE: Die DDR war doch noch zu retten

in Themen vom Tage 08.07.2012 23:08
von SEG15D | 1.119 Beiträge

Na harra318,

warst wohl schon damals der absolute Systemgegner....
Wie hat sich das bei Dir geäußert?
Was hast Du getan dagegen?

Der SEG16D



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#119

RE: Die DDR war doch noch zu retten

in Themen vom Tage 08.07.2012 23:41
von josy95 | 4.915 Beiträge

Zitat von Rumbi im Beitrag #116
Hallo an Alle,
habe mir zwar nicht jeden Beitrag vom Anfang dieser Diskussion bis zum letzen durchgelesen aber bei dem, was ich gelesen habe ist deutlich ein für und wieder erkennbar. Deshalb möchte ich auch meinen (Bautzener) Senf dazugeben. Mein Standpunkt von Anfang an und daran hat sich bis heute nichts geändert, war/ist der, das ich für die Wende war aber gegen die Vereinigung der beiden deutschen Staaten. Vereinigung irgendwann mal aber nicht zu diesem Zeitpunkt. Selbst die Währungsunion war bereits ein Fehler. Denn dadurch sind für die DDR die gesamten Ostmärkte weggebrochen und die meisten DDR-Betriebe hatten meist nur die Ostmärkte und mußten somit krachen gehen. Plötzlich mußten für Waren aus der DDR Devisen bezahlt werden, welcher Ostblockstaat hatte diese? Der nächste Punkt war, die DDR war nicht auf dem Niveou um der BRD Forderungen für die Bürger der DDR zu stellen. Die Verhandlungspartner der DDR waren auf die (Almosen) Zugeständnisse der BRD angewiesen. Ich habe das ganze damals mit einem lachendem und einem weinendem Auge gesehen. Zum einen war ich auch froh, die D-Mark in den Händen zu halten, zum anderen hatte ich auch Angst, was aus uns werden wird. Heute weiß ich, meine Ängste ware und sind real. Diejenige Generation, die in der DDR und jetzt in der BRD lebt, hat den großen Vorteil zu vergleichen. Wenn ich vergleiche, dann wäre mir die DDR schon lieber. Ein paar Beispiele: Mußte ich mir früher um meinen Arbeitsplatz sorgen machen? Nein! Hatte ich früher Existenzängste? Nein! Mußte ich früher jede Mark umdrehen und mich fragen, ob ich diese jetzt ausgeben kann und dann zum Monatsende noch Geld für Essen zu haben? Nein! Heute muß ich diese Fragen alle mit "ja" beantworten. Früher war ich jedes Jahr im Urlaub. Seit '91 kann ich mir keinen mehr leisten. Früher war ich öfters mal in einer Gaststätte essen oder habe in einer Gaststätte Abende mit Freunden und Nachbarn verbracht. Heute geht das nicht mehr. Früher haben wir jedes Jahr eine Gartenparty mit den Nachbarn durchgeführt... tja, lang lang ist's her und gibt es nicht mehr. So könnte ich die Liste noch lange fortführen.
Natürlich gibt es auch positive Punkte. Die Straßen und Häuser sind schöner. Ich muß mich nicht mehr nach Bananen anstellen oder vorm Fleischer oder Bäcker. Nun ja, da stelle ich mir die Frage, was ist mir lieber.... alles in hülle und fülle zu haben, wenn ich es mir denn leisten kann oder ist mir ein sorgenfreies Leben mit gesicherter Zukunft lieber. Ich würde mich für ein sorgenfreies Leben mit gesicherter Zukunft entscheiden.
Was nun die Wirtschaft betrifft. Ja, die Wirtschaft in der DDR war runtergewirtschaftet aber dies hat nicht an den Menschen gelegen sondern an der Regierung, die dies zugelassen hat. Die Menschen in der DDR haben größtenteils ihr bestes gegeben, sieh z.B. Autoentwicklungen, die nie gebaut werden durften und genau da lag das Problem. Der Fortschritt wurde gebremst und das auch oftmals vom "großen Bruder". Ich habe hier in den Beiträgen auch gelesen..... viele DDR-Betriebe wurden für nen Äppel und ein Ei verkauft und gingen dann doch Pleite. Ja warum denn? Ich erinnere mich gut an den Kühlschrankhersteller aus der ehemaligen DDR. Sie hatten den FCKW-freien Kühlschrank entwickelt. Hatten volle Auftragsbücher und gingen doch Pleite.... Weil dies vom Westen gar nicht erwünscht war. Ostdeutsche Firmen mit Neuentwicklungen waren, sind doch eine Gefahr für Westfirmen, weil... ernst zunehmende Konkurenz. Tja und wenn ich einen Konkurenten ausschalten kann, dann tu ich dies doch.
Das heutige Deutschland redet immer von einem Rechtsstaat. Da frag ich doch mal ganz im ernst.... wo gibt es denn in diesem Staat Gerechtigkeit? Ist es vielleicht gerecht, wenn ein einfacher Arbeiter mal seinen Mund aufmacht oder auch mal einen Fehler macht und dafür fristlos entlassen wird. Aber ein Bankenboss, der Milliarden in den Sand gesetzt hat dafür auch noch eine millionen schwere Abfindung bekommt und diese auch noch einklagt? Ist das Gerechtigkeit? Oder ist es vielleicht gerecht, wenn ein einfacher Bürger Probleme mit einer Firma hat, sagen wir mal mit einer Versicherung.... und wenn es denn zum Rechtsstreit kommt, diese Firma mit ganzen Heerscharen von Anwälten auftaucht, wo der kleine Bürger fast keine Chance hat (Ausnahmen bestätigen die Regel). Dann auch noch die doch so hoch gepriesene Freiheit in diesem Staat.... mag sein, dass es diese gibt aber ganz sicher nur für diejenigen, die sich diese Freiheit auch leisten können.
Zum Lohnsystem, da sind wir auch von einem Extrem ins nächste gefallen. Früher war die Schere zwischen Arbeiter und Boss zu klein und heute ist sie viel zu groß.
Nun noch zur innerdeutschen Grenze. Es war zwar nicht schön aber sie war da. Der Westen hat selbst zugegeben, dass die DDR durch die offene Grenze ausgeblutet ist und um dem ein Ende zu machen..... die BRD ist schon vor der DDR gegründet worden. Die Hauptschuld an der Teilung trägt nun mal Nazi-Deutschland. In Verlängerung dann die Aliierten. Was hätte die DDR anderes machen sollen? Klar ging es den Menschen in den westlichen Besatzungszonen besser. Sie hatten den Marschallplan, bekamen also alles für einen Neustart hinten und vorn reingesteckt und die DDR hingegen verlor nach allen Seiten. Was noch gut war, wurde in die SU abtransportiert als Reparationsleistungen und das andere nahmen die Bürger mit in den Westen. Die DDR hatte also schon bei ihrer Gründung verloren. Und um nicht noch mehr zu verlieren, mußte die Grenze eben dicht gemacht werden. Jetzt werden mich viele gleich steinigen..... ich bin der Meinung, jeder hat gewußt, wie diese Grenze gesichert ist. Somit hat auch jeder gewußt, wenn ich mich da hinein begebe, ist dies für mich lebensgefährlich. Somit hat dies jeder für sich selbst entschieden. Ich als Grenzer war nicht freiwillig dort. Ich hatte damals ein Versetzungsgesuch zu den Grenztruppen nach Pirna gestellt, dies wurde jedoch abgelehnt. Und nach Schwedt hatte ich kein Verlangen. Nun ja, und der Herr Kohl hat uns ja auch von vorn bis hinten belogen. Wie hier schon mal geschrieben steht, er mußte den DDR-Bürgen Zucker in den Hintern blasen um die nächsten Wahlen zu gewinnen. Leider sind die meisten darauf rein gefallen. Da ist nochwas, was die wenigsten wissen. Was auch, komischer Weise, die Meisten nicht interessiert. Im Sommer '90 haben die Aliierten den Artikel 23 aus dem Grundgesetz der BRD gestrichen. In dem Artikel 23 war der Geltungsbereich des Grundgesetzes verankert und regelte den Beitritt zum Geltungsbereich des Grundgesetzes. Die Aliierten hatten dazu das Recht, weil diese das Grundgesetz auch geschrieben haben. Denn die BRD und auch die DDR sollten im Grunde nur Übergangsregierungen sein. Deshalb konnte auch keiner der beiden deutschen Staaten den zweiten Weltkrieg mit einen für alle Deutschen geltenden Friedensvertrag beenden. Mit der Streichung des Artikels 23 durch die Aliierten hatten diese den Weg für ein freies, unabhängiges Deutschland frei gemacht. Damit ist das Grundgesetz außer Kraft gesetzt worden, denn ein Gesetz ohne Geltungsbereich, was also nirgendwo gilt, ist wertlos. Somit konnte auch die DDR der BRD nicht mehr nach Artikel 23 beitreten. Was hätte Kohl also damals tun müssen? Er hätte eine neue Verfassung ausarbeiten lassen müssen und diese dem deutschen Volke zur Entscheidung vorlegen und nach Annahme der Verfassung durch das deutsche Volk hätte müssen ein Friedensvertrag mit den (allen) Aliierten ausgearbeitet und unterzeichnet werden müssen. Erst zu diesem Zeitpunkt wäre der zweite Weltkrieg beendet gewesen. Dieses Thema hatte Frau Merkel schon mal auf ihrer Tagesordnung. Das im ersten Jahr ihrer Amtszeit als Bundeskanzlerin. Doch sie hat das damals abgetan als verjährt. Ein Friedensvertrag ist nach ihrer Ansicht nicht mehr nötig. Dies ist jedoch ein gewaltiger Irrtum. Denn somit gilt nach wie vor der Waffenstillstandsvertrag zwischen den Aliierten und der Wehrmacht. Ich weiß zwar nun nicht über die Rechtslage bescheid, ob sich Deutschland nennen kann wie es will oder ob es wieder der Name "Deutsche Reich" sein muß. Denn kapituliert hat damals nur die deutsche Wehrmacht aber nicht das "Deutsche Reich". So habe ich es zumindest nach gelesen. Da frag ich mich nun.... das Grundgesetz wurde außer Kraft gesetzt, da ohne Geltungsbereich, Verfassung hat Deutschland auch keine.... Friedensvertrag gibt es auch keinen.... somit müßten Deutschland doch nach wie vor Besatzungszone sein, nur eben, dass sich die Besatzer zurück gezogen haben.... nur eben... könnten sie jederzeit zurück kommen, solange es keinen gültigen Friedensvertrag gibt. .... äm, warum trägt Deutschland die Hauptlast an der Eurokriese?????
Vielleicht denkt der eine oder andere mal darüber nach......

Grüße an alle und nehmt mich ruhig auseinander....




Das hast Du sehr ausführlich und sehr gut geschrieben!

Warum? Weil objektiv und real, auch wenn ich im Detail Dir nicht in allen Punkten persönlich 100% Zustimmung erteilen kann.

Und um eine Deiner letzten Feststellungen zu interpretieren: Deutschland ist nach wie vor Besatzungszone, nunmehr und nicht unbedingt mehr eine rein militärische im historischen Blickwinkel gesehen, eher eine vom internationalen Finazkapizal besetzte "€UROZONE"..., was auch immer der Einzelne darunter verstehen mag...!

josy95


Sternbild Krebs, eine seiner herausragenden Eigenschaften: Krebse kommen immer an ihr Ziel..., und wenn sie zei Schritt vorgehen und einen zurück...

Zu verstehen als Abmahnung an EINEN Admin... bitte lächeln!
zuletzt bearbeitet 08.07.2012 23:44 | nach oben springen

#120

RE: Die DDR war doch noch zu retten

in Themen vom Tage 09.07.2012 00:05
von Schmiernippel | 244 Beiträge

Ich beziehe mich auf das Zitat von Rumbi, will es hier aber nicht noch einmal zitieren. Finde auch , gut geschrieben und es wäre nicht schlecht, wenn die Wiedervereinigung so durchdachter und langsamer verlaufen wäre.
Aber eines dürfen wir nicht vergessen: Unsere Menschen wollten endlich reisen und die Westmark haben! Hinhalten ging nicht mehr! Und damit sind alle anderen Überlegungen null und nichtig geworden.
Außerdem musste Herr Kohl die nächste anstehende Wahl für die CDU gewinnen und dafür brauchte er unsere Bürger, denn seine reichten nicht mehr aus. Dafür brauchte er auf Teufel komm raus die Wiedervereinigung, egal zu welchem Preis!

Schmiernippel



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