#241

RE: Die DDR war doch noch zu retten

in Themen vom Tage 16.07.2012 19:00
von Arnstädter | 266 Beiträge

zu den Artikel(Antwort) 217
Man sollte nicht zu schnell alle Leute die ein etwas positiveres Bild von der DDR haben gleich in eine Ecke von Kaderfunktionären stecken.
Meine Person zb.war nicht in der Partei .Habe auch nie jemanden angeschwärzt.Ganz im Gegenteil.(ein Blick in meine Akte reichte)
Ich habe in der DDR auch meine Meinung sagen können,nur man mußte eben aufpassen wen man es sagt.(Und nicht nur hinterm Rücken)
Und heute?
Heute ist es die Gesellschaft selbst und die Medien ,die unsere Vergangenheit schlecht reden.
Dieses System ist nicht besser ,sondern nur überlebensfähiger.Jetzt stößt dieses System aber auch an seine Grenzen.
Im übrigen sind ein Großteil der sogenannten Hardlinerin in dieser Gesellschaft angekommen bzw.verstorben.
Ich stelle mal ne Frage.
Warum darf ein türkischstämmiger Deutscher (Fussballnationalspieler) zwei Herzen haben ,und ich als ehemaliger DDR Bürger muß mich schämen wenn ich auch positive Sachen über die DDR erzähle.


das System funktioniert weil du funktionierst
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#242

RE: Die DDR war doch noch zu retten

in Themen vom Tage 16.07.2012 19:25
von Nostalgiker | 2.554 Beiträge

Zitat von Grenzwolf62 im Beitrag #239
Mich bewegt mal eine Frage zu dem Thema, sind denn hier ein paar, unsere unermüdlichen Klassenkämpfer mal ausgenommen, die der alten BRD wenigstens ein ganz klein wenig Dank zollen für die in den Osten, nicht zu knapp geflossenen Mlliarden.?
Mir kommen die Argumentierungen hier oft wie das aufstampfen trotziger Kinder vor.
Den Osten hätte es auf jeden Fall auch schlechtr treffen können.


@GW62, rot gemarkert, einmal gelernte Schlagworte bekommt man nicht so einfach heraus aus den Gehirnwindungen, gell? Auch wenn sie in einem anderen Zusammenhang verwendet werden.
Sind wir hier nicht alle ein wenig kleine Klassenkämpfer? Auch die auf der anderen Seite stehen sind es; also Klassenkämpfer sieh es nicht so verbissen.......

Die "fließenden Milliarden" sind ein staatsorganisationsrechtlicher Mechanismus in der Bundesrepublik Deutschland zur Umverteilung finanzieller Mittel zwischen Bund und Ländern; sie sollen so mit den zur Erfüllung ihrer jeweiligen Staatsaufgaben notwendigen Mitteln ausgestattet werden auch Länderfinanzausgleich genannt und den gibt es schon lange......

Sind die Bayern eigentlich dafür dankbar das sie ihre "Republik" auf Kosten dieses Länderfinanzierungsausgleiches bis 1986 auf Vordermann bringen konnten ehe sie selbst zur Kasse gebeten wurden.
Oder wie schaut es mit Schleswig-Holstein, Saarland, Niedersachsen, Rheinland-Pfalz aus? Alles Länder die "bekommen", alles dankbare Bürger, nur die im Osten meckern und sind undankbar.......

Für die geflossenen Milliarden haben dann auch uneigennützige Berater den Gemeinden im Osten sehr großzügig dimensionierte Wasserwerke, Kläranlagen, Gewerbegebiete, mehrspurige Autotrassen und vieles mehr schmackhaft gemacht und für deren Unterhalt hat jetzt der Bürger zu zahlen......
Dafür dann auch noch Dankbarkeit zu erwarten ist doch etwas sehr blauäugig......

Die Masse der Bürger welche im Winter/Frühjahr 1990 "Deutschland einig Vaterland" und "Kommt die DM nicht zu uns, dann gehen wir zu ihr" gröhlend durch die Städte und Gemeinden zogen stellten sich das ganze wohl mehr so vor, alles bleibt beim gewohnten Gang in der DDR nur das er ein riesengroßer Intershop wird......
Die erste Ernüchterung kam beim Anblick der DM Preise für die Dinge welche zum Leben notwendig sind, der Zweite als die Wohnungsbaugesellschaften 'marktübliche' Mieten einführten, der Dritte als festgestellt wurde das Wasser, Strom, Heizung, Nahverkehr so richtig teuer sein können, ein weiterer als sehr viele auf Null Stunden saßen und wer aus seinem Ort nicht weg kam hatte kaum eine Chance wieder Arbeit zu bekommen.
In den 90ern wurde ein Großteil dieser Leute von der Strasse geholt und in Weiterbildungs- und Umschulungskurse gesteckt, mit der Aussicht das sie danach keine Arbeit finden werden. Jedenfalls in ihrem Territorium.

So könnte ich noch einige Beispiele aufzählen welche zur Dankbarkeit verpflichten, nur der renitente Ostler will das partout nicht einsehen.
Da gibt es ganze Landstriche die davon bevölkert werden und die haben solche aberwitzigen Vorstellungen das sie Arbeit haben und der Gipfel; so viel verdienen das sie sich davon ein Menschenwürdiges Leben leisten können.
Lieber speist man diese Leute mit Aufstockung und ähnlichen Maßnahmen ab.
Den Unternehmer freut es, braucht er doch seine Angestellten nicht zu entlohnen das übernimmt der Staat stattdessen.
Keine Lohnkosten, keine Steuern für die Gemeinde einfach gesagt und der Staat zahlt.

In der DDR gab es über weite Strecken eine unsinnige und falsche Subventionspolitik aber solch einen teilweisen Irrsinn des staatlich gewollten Verschleudernds von Milliardenbeträgen, nur zum Ruhigstellen der Beschäftigungslosen ist das gleiche in Grün.

Ich muß weder dankbar noch sonstwas sein und schon garnicht gegenüber einem Staat.
Diese Art der "Dankbarkeit" wurde von mir bis Ende 1989 eingefordert und es lässt tief blicken das dies Floskeln immer noch sehr tief in Dir stecken Grenzwolf.
Denk mal darüber nach.....

Gruß
Nostalgiker


Aber auf einmal bricht ab der Gesang,
einer zeigt aus dem Fenster, da spazieren sie lang,
die neuen Menschen, der neue Mensch,
der sieht aus, wie er war
außen und unter`m Haar
wie er war ...

_______________
aus; "Nach der Schlacht" - Renft - 1974
Text: Kurt Demmler

Pitti53, Udo und damals wars haben sich für diesen Beitrag bedankt
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#243

RE: Die DDR war doch noch zu retten

in Themen vom Tage 16.07.2012 20:44
von Marder | 1.413 Beiträge

Zitat von SET800 im Beitrag #240
Hallo, es stimmt, ess ind vile Milliarden aus Haushaltmitteln der BRD in die EX-DDR geflossen, soweit richtig. ich nenne ein andere Überlegung: Die auch noch so als "marode" bezeinete DDR Industrie die dann im Eiltempo verschrottet wurde und die tüchtigen erprobten Belegschaften in Kurzarbeit 100% geschickt wurden hätten eine großen Teil, wenn nicht sogar alle, der Investionen lesiten können.

Eine abgeschriebende Industrieanalge mit Belgschaft die sonst in Kurzarbeit 100% geschickt wird, die kann konkurenzlos billig produzieren. Die Grenzkosten für Halbzeug und kurzfristige Verschleißwerkezeuge, die können allemal erwirtschaftet werden.




Diese Industrieanlagen waren zum grössten Teil Schrott!!! Die wurden nicht erst zu Schrott gemacht nach der Wende. Seit doch mal ehrlich!!!

MfG Jürgen


Er wirft den Kopf zurück und spricht: "Wohin ich blicke, Lump und Wicht!" Doch in den Spiegel blickt er nicht.
Ein kluger Mann macht nicht alle Fehler selber. Er lässt auch anderen eine Chance.
Ein Kluger bemerkt alles - ein Dummer macht über alles eine Bemerkung.
Der Horizont vieler Menschen ist ein Kreis mit dem Radius Null - und das nennen sie ihren Standpunkt.

Wer Rechtschreibfehler findet kann sie behalten.
Pit 59 und matloh haben sich für diesen Beitrag bedankt
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#244

RE: Die DDR war doch noch zu retten

in Themen vom Tage 16.07.2012 21:44
von Rüganer (gelöscht)
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Den Unternehmer freut es, braucht er doch seine Angestellten nicht zu entlohnen das übernimmt der Staat stattdessen.
Keine Lohnkosten, keine Steuern für die Gemeinde einfach gesagt und der Staat zahlt.


Gruß
Nostalgiker[/quote]


Na, Nostalgiker, wieder auf ideologischem Kriegspfad?
Dass Du mich so als menschliches Schwein hinstellst, hätte ich bei deiner sonst doch sprichwörtlichen Sachlichkeit nicht erwartet, ich bin der Unternehmer und kann dir sagen, du lügst. so was mach ich nicht. Wieso beschuldigst du mich, da du mich doch gar nicht kennst? oder hast du pauschal alle Unternehmer mal angeschiss...? geht ja so leicht, meckern, pauschalisieren und von Leuten, die mal in der Armee die Politik der Arbeiter - und Bauern erklären und durchsetzen solten, Beifall erhaschen. Gleiche Brüder - gleiche Kappen...


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#245

RE: Die DDR war doch noch zu retten

in Themen vom Tage 16.07.2012 22:11
von Grenzwolf62 (gelöscht)
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Zitat von Nostalgiker im Beitrag #242
Zitat von Grenzwolf62 im Beitrag #239
Mich bewegt mal eine Frage zu dem Thema, sind denn hier ein paar, unsere unermüdlichen Klassenkämpfer mal ausgenommen, die der alten BRD wenigstens ein ganz klein wenig Dank zollen für die in den Osten, nicht zu knapp geflossenen Mlliarden.?
Mir kommen die Argumentierungen hier oft wie das aufstampfen trotziger Kinder vor.
Den Osten hätte es auf jeden Fall auch schlechtr treffen können.


@GW62, rot gemarkert, einmal gelernte Schlagworte bekommt man nicht so einfach heraus aus den Gehirnwindungen, gell? Auch wenn sie in einem anderen Zusammenhang verwendet werden.
Sind wir hier nicht alle ein wenig kleine Klassenkämpfer? Auch die auf der anderen Seite stehen sind es; also Klassenkämpfer sieh es nicht so verbissen.......

Die "fließenden Milliarden" sind ein staatsorganisationsrechtlicher Mechanismus in der Bundesrepublik Deutschland zur Umverteilung finanzieller Mittel zwischen Bund und Ländern; sie sollen so mit den zur Erfüllung ihrer jeweiligen Staatsaufgaben notwendigen Mitteln ausgestattet werden auch Länderfinanzausgleich genannt und den gibt es schon lange......

Sind die Bayern eigentlich dafür dankbar das sie ihre "Republik" auf Kosten dieses Länderfinanzierungsausgleiches bis 1986 auf Vordermann bringen konnten ehe sie selbst zur Kasse gebeten wurden.
Oder wie schaut es mit Schleswig-Holstein, Saarland, Niedersachsen, Rheinland-Pfalz aus? Alles Länder die "bekommen", alles dankbare Bürger, nur die im Osten meckern und sind undankbar.......

Für die geflossenen Milliarden haben dann auch uneigennützige Berater den Gemeinden im Osten sehr großzügig dimensionierte Wasserwerke, Kläranlagen, Gewerbegebiete, mehrspurige Autotrassen und vieles mehr schmackhaft gemacht und für deren Unterhalt hat jetzt der Bürger zu zahlen......
Dafür dann auch noch Dankbarkeit zu erwarten ist doch etwas sehr blauäugig......

Die Masse der Bürger welche im Winter/Frühjahr 1990 "Deutschland einig Vaterland" und "Kommt die DM nicht zu uns, dann gehen wir zu ihr" gröhlend durch die Städte und Gemeinden zogen stellten sich das ganze wohl mehr so vor, alles bleibt beim gewohnten Gang in der DDR nur das er ein riesengroßer Intershop wird......
Die erste Ernüchterung kam beim Anblick der DM Preise für die Dinge welche zum Leben notwendig sind, der Zweite als die Wohnungsbaugesellschaften 'marktübliche' Mieten einführten, der Dritte als festgestellt wurde das Wasser, Strom, Heizung, Nahverkehr so richtig teuer sein können, ein weiterer als sehr viele auf Null Stunden saßen und wer aus seinem Ort nicht weg kam hatte kaum eine Chance wieder Arbeit zu bekommen.
In den 90ern wurde ein Großteil dieser Leute von der Strasse geholt und in Weiterbildungs- und Umschulungskurse gesteckt, mit der Aussicht das sie danach keine Arbeit finden werden. Jedenfalls in ihrem Territorium.

So könnte ich noch einige Beispiele aufzählen welche zur Dankbarkeit verpflichten, nur der renitente Ostler will das partout nicht einsehen.
Da gibt es ganze Landstriche die davon bevölkert werden und die haben solche aberwitzigen Vorstellungen das sie Arbeit haben und der Gipfel; so viel verdienen das sie sich davon ein Menschenwürdiges Leben leisten können.
Lieber speist man diese Leute mit Aufstockung und ähnlichen Maßnahmen ab.
Den Unternehmer freut es, braucht er doch seine Angestellten nicht zu entlohnen das übernimmt der Staat stattdessen.
Keine Lohnkosten, keine Steuern für die Gemeinde einfach gesagt und der Staat zahlt.

In der DDR gab es über weite Strecken eine unsinnige und falsche Subventionspolitik aber solch einen teilweisen Irrsinn des staatlich gewollten Verschleudernds von Milliardenbeträgen, nur zum Ruhigstellen der Beschäftigungslosen ist das gleiche in Grün.

Ich muß weder dankbar noch sonstwas sein und schon garnicht gegenüber einem Staat.
Diese Art der "Dankbarkeit" wurde von mir bis Ende 1989 eingefordert und es lässt tief blicken das dies Floskeln immer noch sehr tief in Dir stecken Grenzwolf.
Denk mal darüber nach.....

Gruß
Nostalgiker


Floskeln brauche ich nicht, ich fühle und denke und leiste mir eine eigene, aus Erfahrung generierte Meinung.
Du schwingst dich überhaben auf meine und andere Sichtweisen lapidar abzutun und die deinigen als die alleinig wahren darzustellen.
Diskutanten wie du werden nie andere Meinungen akzeptieren und so lohnt auch keine Diskussion mit diesen.
Man nennt solcherart Verhalten Verbohrtheit, schwelge einfach weiter in deiner Nos(ost)talgie.
Und ich bin dankbar für vieles, z.B. das die ostdeutschen Städte nicht vollends Verfallen mussten, das nicht weiter die Luft und die Gewässer vergiftet wurden und ja, ich bin dankbar das ich und meine Kinder in Freiheit ein selbstbestimmtes Leben führen dürfen.
Ich weiß, alles Dinge die du negierst, dein Recht, mich erfreuen sie ungemein.
Und dieser muffige Kleinstaat der sich DDR nannte war kaputt, ausgelaugt, bis ins Mark niedergewirtschaftet und unrettbar verloren.
Und das war auch gut so.


Pit 59, Backe und matloh haben sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 17.07.2012 08:42 | nach oben springen

#246

RE: Die DDR war doch noch zu retten

in Themen vom Tage 17.07.2012 07:05
von damals wars | 12.180 Beiträge

Ich bin auch undankbar.
Den ich habe teuer bezahlt.
Mit meinem Arbeitsplatz und 5 Jahren Arbeitslosigkeit.


Als Gott den Menschen erschuf, war er bereits müde; das erklärt manches.(Mark Twain)
Ein demokratischer Rechtsstaat braucht Richter, keine Henker. Interview auf der Kundgebung Je suis Charlie am 11.01.2015
"Hass hat keinen Glauben, keine Rasse oder Religion, er ist giftig." der Witwer der britische Labour-Abgeordnete Jo Cox.
http://www.neo-magazin-royale.de/zdi/art...fur-frauke.html
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#247

RE: Die DDR war doch noch zu retten

in Themen vom Tage 17.07.2012 09:44
von Gelöschtes Mitglied
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Kommt ihr einfach nicht von dem Thema weg.
Was war noch zu retten , die Zeit damals in Europa war nicht mehr zu retten , Die damaligen Regierungen ob Besatzungsmächte , oder Nachbarländer , waren Regierungen die uns Deutschen die Möglichkeiten zur Wiedervereinignung gaben , Das hat damals Bundeskanzler Kohl gespührt, Wie viele Mitglieder des Bundestages sind im Osten aufgewachsen oder dessen Ehepartner stammten von hier , es war für sie alle eine Verpflichtung diesen Schritt zu gehen .
Denkt doch nicht nur an das Finanzielle .
Der Sozialismus hatte in den Ländern sich selber abgewirtschaftet , die Menschen waren ünglücklich ,
Wer mit der Leitung von Betrieben und Abteilungen verantwortlich war , der wußte wie es mit der Wirtschaft in der DDR aussah .
Was gut und von qualität war , ging in den Export,
Vorrangig wurden Betriebe beliefert Landwirtschaft , Bergbau , Landesverteidigung.
Wir normalen Betriebe bekamen zbsp. Eine spezielle Nummer ( die sogen, LVO-Nummer ) die besagte ,wer etwas für die Landesverteidigung lieferte hatte solche , damit wurde der Betrieb bei der Planung und Belieferung bevorzugt.
Stellt man sich mal vor , wir mußten für 4 Jahre voraus Ersatzteile und Materialien planen . Jedes Ersatzteil . für russische Großraumkipper z.bsp. Das Planungen wurden im Kombinat verdichtet und dort wurde entschieden , wer welches und wieviel Matreial bekommt. Was da an Mengen bestellt wurde , jeder mehr als er brauchte.
Wehe es stand mal ein Kippfahrzeug mehere Zeit wegen fehlender Ersatzteile ,das war dann der neue Spender . egal wie alt das Gerät war. So ging es doch in allen Bereichen zu .
So um 1976 waren mal gut Jahre in der DDR-Wirschaft . da gab es auch mal PKW-Reifen in den IFA_Verkaufstellen . Später dann nur über Beziehungen und mit schmieren ist man an Ersatzteilen gekommen.Aus Schrott wurde noch mal gerettet was zu retten ist.
In Senftenberg war ein Schrottplatz , da kamen alle defekte , veraltete, Unfall - Fahrzeuge usw, von der Trasse zurück .
Da konnte man mal sehen wo alles gute hingegangen ist . Auch dieser Schrott wurde aufgeteilt und hat so manchen zu Ehren geholfen.
Ich erzähle hier nicht blablabla.
Ihr damals Jungen und noch nichtmal dagewesenen habt doch garnichts oder doch nur das positive (von euren Eltern geschaffene kennen gelernt.,) stellt Euch doch jetzt hier nicht hin als hättet ihr alles durchgemacht. Die,die ,die DDR aufgebaut oder auch mit groß gewurden ist , können ein Lied von Freud und Leid singen. mfg ratata


glasi und matloh haben sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 17.07.2012 09:47 | nach oben springen

#248

RE: Die DDR war doch noch zu retten

in Themen vom Tage 17.07.2012 09:50
von Polter (gelöscht)
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Floskeln benötigt niemand und eine aus Erfahrung generierte Meinung kann interessant sein. Aber......
Mir fällt immer öfter der Spruch ein, der da lautet: Es gibt immer zwei Meinungen, meine und die falsche Meinung.
Für eine Einschätzung einer wirtschaftlichen Situation - auch die der DDR zur Wendezeit - benötigt man wohl doch mehr als Gefühl.
Ich meine hier ausdrücklich belegbare Fakten und Untersuchungen. Ich kann diese Dinge und Fakten sehr wohl im Internet finden, aber
untersuchen kann ich es selber nicht. Ich beschränke mich auf lesen und bewerten. Ja, ich zitiere und wähle damit aus, womit ich meine
Meinung bilde. ( Selbstverständlich die richtige Meinung ).Die für mich wohl beste Untersuchung findet man hier:

http://www.memo.uni-bremen.de/docs/m2706b.pdf

und das Inhaltsverzeichnis:
" War die DDR bankrott und total marode? -
Fiktion und Wirklichkeit 1989
Karl Mai September 2006
Inhaltsübersicht:
1. Einige Kenndaten der DDR-Wirtschaft in den 80er Jahren
1.1 Wachstumsraten und Wirtschaftsstruktur
1.2 Investitionsquoten
1.2.1 Brutto-Investitionen nach Umrechnung auf BRD-Statistik (VGR- Abgrenzung)
1.2.2 Brutto-Investitionen nach Umrechnung auf Preisbasis 1995 in Euro
1.2.3 Netto-Investitionen
1.3 Zum Verschleißgrad der Anlagen
1.4 Zur Staatsverschuldung 1989/90
1.4.1 Zur Außenverschuldung der DDR
1.4.2 Zur inneren Verschuldung der DDR
2. Einige historische Besonderheiten der DDR-Geschichte
3. Ein Blick zur BRD vor 1990
4. Fazit zur Endlage der DDR-Wirtschaft "

Viel Spaß dabei!


Angelo und Damals87 haben sich für diesen Beitrag bedankt
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#249

RE: Die DDR war doch noch zu retten

in Themen vom Tage 17.07.2012 11:01
von Nostalgiker | 2.554 Beiträge

Zitat von Rüganer im Beitrag #244

Na, Nostalgiker, wieder auf ideologischem Kriegspfad?
Dass Du mich so als menschliches Schwein hinstellst, hätte ich bei deiner sonst doch sprichwörtlichen Sachlichkeit nicht erwartet, ich bin der Unternehmer und kann dir sagen, du lügst. so was mach ich nicht. Wieso beschuldigst du mich, da du mich doch gar nicht kennst? oder hast du pauschal alle Unternehmer mal angeschiss...? geht ja so leicht, meckern, pauschalisieren und von Leuten, die mal in der Armee die Politik der Arbeiter - und Bauern erklären und durchsetzen solten, Beifall erhaschen. Gleiche Brüder - gleiche Kappen...


Moin @Rüganer,

gestern schlecht drauf gewesen?
Ja so ist das wenn einem eine pauschale, undifferenzierte Aussage unterkommt und man der Auffassung ist der Schreiber hat einen damit persönlich gemeint.
Du hast recht ich kenne Dich nicht, ich weiß nicht wie Du die letzten 20 Jahre Deine Firma geführt hast, wie Dein Verhältnis zu Deinen Mitarbeitern ist.
Mich nun gleich als Lügner zu darzustellen, och ne! das ist doch übertrieben.
Und Beifall von irgendwelchen Brüdern zu erhaschen, meinst ich lege es genau darauf an? So wie Du mir zu recht vorhältst ich kenne dich nicht sage ich Dir genau das gleiche; Du kennst mich nicht um solche eine Einschätzung meiner Person hier abzugeben.
Dies zu Vertiefen ist hier nicht der Ort und ich halte auch nicht viel von in öffentlichen Foren ausgetragenen Zwist welcher sich letztendlich nur darauf beschränkt sich selbst zu profilieren. seine eigene (jedenfalls das was der Eine oder Andere dafür hält) Meinung unter's Volk zu bringen und ansonsten Unwillens ist auch nur den Ansatz einer Diskussion zuzulassen.
Lass uns doch einfach zur Sachlichkeit zurückkehren und emotionale Ausbrüche zur Abendzeit als das betrachten was sie sind/waren, ein emotionaler Akt welcher daraus resultierte weil sich jemand fälschlicherweise in seiner Ehre gekränkt sah.

Eines möchte ich noch nachschieben und verstehe es bitte nicht falsch.
Du bist in die Luft gegangen wegen einer in meinen Augen harmlosen aber nicht rechtens verwendeten Pauschalisierung. Dein Recht darauf ungehalten zu reagieren.
Nun ist das hier ein Forum welches den Fokus auf die Grenze und Grenzer legt.
Wie muß sich wohl ein Grenzer Ost fühlen wenn im pauschal und undifferenziert eine Schießwütigkeit vorgehalten wird und er/sie haben Grenzverletzer/Flüchtlinge "abgeknallt wie Hasen"?
Oder wenn Mitarbeiter des MfS ganz pauschal als Verbrecherbande bezeichnet werden?
Oder wenn Menschen welche in der DDR, egal wo, ab einer mittleren Leitungsposition prinzipiell als Täter, Systemnah und damit sind sie Verabscheuungswürdig gebrandmarkt werden.
Meinst das gefällt den Menschen aus den genannten Personengruppen?
Ich glaube eher nicht.und wenn sie sich dagegen wehren und ich das gutheiße klatsche ich keinen Beifall für meine Brüder im Geiste, sondern ich bin gegen das ausheben von Gräben und der Errichtung von ausgrenzenden Mauern.

Ich habe keinen Alleinstellungsanspruch darauf das meine Meinung die einzig richtige sei. Nur wenn mir, nicht unbedingt von Dir, vorgehalten wird wie grundsätzlich falsch meine Meinung doch sei und nur die eigene des Anderen sei die einzig richtige......
Aber das hatten wir schon.

Übrigens bezog ich mich mit meiner Aussage auch auf den Fakt des um sich greifenden Booms der sogenannten 400€ Jobs welche gerade hier in Berlin ziemliche Blüten treibt. Das ist natürlich auf bestimmte Branchen beschränkt.
Auch das in der Wirtschaft die Besinnung auf die "Kernkompetenz" immer mehr um sich greift und damit viele Sparten einmal 'ausgesourst' werden, oder die Produktion plus relevante Bereiche hier in Berlin nach Brandenburg verlegt werden, für die Betroffenen meist mit dramatischen Einkommenseinbußen. 5,34€ Brutto die Stunde für einen Diplomingenieur mit jahrelanger Berufserfahrung ist eine Tatsache und kein Witz. (Kenne die betroffene Person persönlich)
Die moderne Form der Sklavenhaltung; Leiharbeit, lass ich mal außen vor.......

Das ein Großteil dieser Menschen sich nach den in der Jetztzeit gemachten Erfahrungen nach einem System welches ihnen bei allen Widrigkeiten die das Leben in selbigen mit sich brachte, ein Mindestmaß an Sicherheit und Auskommen bot, zurücksehnen; wem ist es zu verdenken.

Eines wurde bei aller wirtschaftlicher Schieflage in der DDR den dort lebenden Menschen nicht genommen, die Würde.
Auch wenn das der Eine oder Andere nicht so sieht und meint Reisen, Meinung = Meckern äußern, freie Wohnortwahl auf dieser Welt seien unabdingbare Rechte und das pochen auf ein Recht auf Arbeit, soziale Sicherheit und Menschenwürde sei nur Geschwätz und Ablenkungsmanöver ewig Gestriger, ja der hat die Zeichen der Zeit noch nicht gesehen.

Aber wir sollen uns jetzt wieder auf die in Agonie liegende DDR in den Endachtzigern konzentrieren.

Gruß
Nostalgiker


Aber auf einmal bricht ab der Gesang,
einer zeigt aus dem Fenster, da spazieren sie lang,
die neuen Menschen, der neue Mensch,
der sieht aus, wie er war
außen und unter`m Haar
wie er war ...

_______________
aus; "Nach der Schlacht" - Renft - 1974
Text: Kurt Demmler

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#250

RE: Die DDR war doch noch zu retten

in Themen vom Tage 17.07.2012 11:17
von Nostalgiker | 2.554 Beiträge

Zitat von Grenzwolf62 im Beitrag #245



Floskeln brauche ich nicht, ich fühle und denke und leiste mir eine eigene, aus Erfahrung generierte Meinung.
Ach ja wirklich? Nach dem Schema: Du Floskeln, ich Meinung.

Du schwingst dich überhaben auf meine und andere Sichtweisen lapidar abzutun und die deinigen als die alleinig wahren darzustellen.
Was machst Du? Verkaufst doch Deine aus Erfahrung generierte Meinung als die allein selig machende

Diskutanten wie du werden nie andere Meinungen akzeptieren und so lohnt auch keine Diskussion mit diesen.
Sprichst Du von Dir selber in diesem Satz

Man nennt solcherart Verhalten Verbohrtheit, schwelge einfach weiter in deiner Nos(ost)talgie.
Jau, mit dem ersten Teil hast Du recht, besonders wenn man Deinen vorangegangen Satz liest.

Und ich bin dankbar für vieles, z.B. das die ostdeutschen Städte nicht vollends Verfallen mussten, das nicht weiter die Luft und die Gewässer vergiftet wurden und ja, ich bin dankbar das ich und meine Kinder in Freiheit ein selbstbestimmtes Leben führen dürfen.
Amen!

Wer gestattet Dir etwas zu "dürfen"? Untertanengeist?


Ich weiß, alles Dinge die du negierst, dein Recht, mich erfreuen sie ungemein.
Bist Du ein Wissender das Du weist was ich negiere.


Und dieser muffige Kleinstaat der sich DDR nannte war kaputt, ausgelaugt, bis ins Mark niedergewirtschaftet und unrettbar verloren.
Und das war auch gut so.

Ist es nicht herrlich befreiend mal so richtig zu sagen was einen belastet und es rauszulassen?




Nett das wir darüber geredet haben

Nostalgiker


Aber auf einmal bricht ab der Gesang,
einer zeigt aus dem Fenster, da spazieren sie lang,
die neuen Menschen, der neue Mensch,
der sieht aus, wie er war
außen und unter`m Haar
wie er war ...

_______________
aus; "Nach der Schlacht" - Renft - 1974
Text: Kurt Demmler

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#251

RE: Die DDR war doch noch zu retten

in Themen vom Tage 17.07.2012 11:22
von Alfred | 6.849 Beiträge

Zitat von ratata im Beitrag #247
Kommt ihr einfach nicht von dem Thema weg.
Was war noch zu retten , die Zeit damals in Europa war nicht mehr zu retten , Die damaligen Regierungen ob Besatzungsmächte , oder Nachbarländer , waren Regierungen die uns Deutschen die Möglichkeiten zur Wiedervereinignung gaben , Das hat damals Bundeskanzler Kohl gespührt, Wie viele Mitglieder des Bundestages sind im Osten aufgewachsen oder dessen Ehepartner stammten von hier , es war für sie alle eine Verpflichtung diesen Schritt zu gehen .
Denkt doch nicht nur an das Finanzielle .
Der Sozialismus hatte in den Ländern sich selber abgewirtschaftet , die Menschen waren ünglücklich ,
Wer mit der Leitung von Betrieben und Abteilungen verantwortlich war , der wußte wie es mit der Wirtschaft in der DDR aussah .
Was gut und von qualität war , ging in den Export,
Vorrangig wurden Betriebe beliefert Landwirtschaft , Bergbau , Landesverteidigung.
Wir normalen Betriebe bekamen zbsp. Eine spezielle Nummer ( die sogen, LVO-Nummer ) die besagte ,wer etwas für die Landesverteidigung lieferte hatte solche , damit wurde der Betrieb bei der Planung und Belieferung bevorzugt.
Stellt man sich mal vor , wir mußten für 4 Jahre voraus Ersatzteile und Materialien planen . Jedes Ersatzteil . für russische Großraumkipper z.bsp. Das Planungen wurden im Kombinat verdichtet und dort wurde entschieden , wer welches und wieviel Matreial bekommt. Was da an Mengen bestellt wurde , jeder mehr als er brauchte.
Wehe es stand mal ein Kippfahrzeug mehere Zeit wegen fehlender Ersatzteile ,das war dann der neue Spender . egal wie alt das Gerät war. So ging es doch in allen Bereichen zu .
So um 1976 waren mal gut Jahre in der DDR-Wirschaft . da gab es auch mal PKW-Reifen in den IFA_Verkaufstellen . Später dann nur über Beziehungen und mit schmieren ist man an Ersatzteilen gekommen.Aus Schrott wurde noch mal gerettet was zu retten ist.
In Senftenberg war ein Schrottplatz , da kamen alle defekte , veraltete, Unfall - Fahrzeuge usw, von der Trasse zurück .
Da konnte man mal sehen wo alles gute hingegangen ist . Auch dieser Schrott wurde aufgeteilt und hat so manchen zu Ehren geholfen.
Ich erzähle hier nicht blablabla.
Ihr damals Jungen und noch nichtmal dagewesenen habt doch garnichts oder doch nur das positive (von euren Eltern geschaffene kennen gelernt.,) stellt Euch doch jetzt hier nicht hin als hättet ihr alles durchgemacht. Die,die ,die DDR aufgebaut oder auch mit groß gewurden ist , können ein Lied von Freud und Leid singen. mfg ratata




Es muss ja nicht jeder alles erlebt haben um darüber zu schreiben. Es muss auch nicht verkehrt sein, wenn Opa, Oma oder die Eltern ihren Kinder Geschichte erklären.

Richtig ist, dass es in der DDR schwere Fehler gab, sonst wäre dieser Staat noch vorhanden. Jedoch sollte man nicht übersehen, welche Fehler heute in der Wirtschaft gemacht werden und welche Katastrophen diese auslösen können.
Da gibt es schon einen Unterschied zur DDR. Es soll heute vorkommen, dass durch Fehlentscheidungen innerhalb kurzer Frist tausende ohne Job da stehen und bei einigen soll dies auch sehr schnell die Existenz bedrohen können. Nimm nur "Schlecker".

Den großen Banken werden Milliarden in den Arsch geblasen , wenn der kleine Unternehmer mal in Schwierigkeiten kommt, sieht dies oftmals ganz anders aus. Auf der anderen Seite fehlen der öffentlichen Hand 300,00 Euro um den Sand auf einen Spielplatz zu erneuern.

Sprich, so zu tun als wären allen Planungen in der DDR schlecht und heute alle gut, halte ich für nicht korrekt.

Nimm die Planungen für die Lehrstellen. In der DDR war sicher, dass Du nach der Lehre einen entsprechenden Job bekommen hast. Diese Planung würde auch der BRD gut stehen.


zuletzt bearbeitet 17.07.2012 12:10 | nach oben springen

#252

RE: Die DDR war doch noch zu retten

in Themen vom Tage 17.07.2012 11:44
von Rüganer (gelöscht)
avatar

Nostalgiker,

die Frage ist nicht, ob ich gut oder schlecht drauf bin.
Der Grenzer, der pauschalisiert als schießwütiges Etwas, der MfS-ler, der pauschalisiert als Mitglied einer Verbrecherbande, der mittlere Leitungskader, der als Täter pauschal in das Abseits gestellt werden, alle fühlen nicht anders, als der Unternehmer, der pauschalisiert als jemand hier durch dich hingestellt wurde, der seine Leute nicht oder so niedrig bezahlt, dass diese irgendwo aufstocken gehen müssen.
Und wenn Pitti diesen, deinen, so finde ich jedenfalls eben so unsachlichen Beitrag dann mit Beifall versieht, dann sage ich mir angesichts des ehemaligen Berufes und der in deinem Beitrag vorherrschenden ideologischen Tendenz – gleiche Brüder – gleiche Kappen.
Dass vieles im Argen liegt, ist doch unbestritten, nur dann bitte Ross und Reiter mit Namen nennen und nicht dem Bäcker um die Ecke oder dem Installateur oder dem Dachdecker auf die Füße treten, die redlich ihre Leute bezahlen, so sie denn selbst bezahlt werden. Wenn der Dipl.-Ing. für 5, 34 die Stunde Brutto arbeiten geht, dann muss er sich fragen lassen, warum er dies tut.
Es gibt kein Recht auf Arbeit mehr und ich persönlich habe die Erfahrung, dass für wesentlich mehr in Brutto nicht mal ein Kraftfahrer hier auf der Insel Rügen zu finden ist, der bereit und in der Lage ist, auch mal eine Palette Material von Hand abzuladen.
Ich erinnere an dieser Stelle mal an den user maxel22, der schreibt, dass er sich nicht auf Harz 4 ausruhen will oder sonst woher sein Geld beziehen möchte und deshalb ein eigenes Projekt anstößt. Da gebe ich dir natürlich Recht, der Mann tut etwas, um seine Menschenwürde zu erhalten und um in den Spiegel sehen zu können. Sollte der einen Angestellten haben, dann wäre er Unternehmer... eine sehr gescholtene Kaste...der Abschaum, denn die leben ja nur auf Kosten der anderen – so wurde es in den Büchern der DDR gelehrt und so glauben es immer noch einige, scheint es mir jedenfalls.


zuletzt bearbeitet 17.07.2012 11:52 | nach oben springen

#253

RE: Die DDR war doch noch zu retten

in Themen vom Tage 17.07.2012 11:51
von Rüganer (gelöscht)
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Alfred,

woher willst du die Garantie für einen Job für den ausgebildeten Jugendlichen nehmen? Du kannst nicht in die Personalstruktur der Firmen eingreifen und Stellen dafür requirieren.
Ich gebe Dir aber Recht, ich würde auch für eine Zentrale Ausbildung plädieren, statt jedem eine Ausbildungsgenehmigung zu geben und dann so ein Mischmasch an Niveau zu erhalten.
Dafür sollte Geld da sein. Allerdings muss auch für die Leute etwas gefunden werden, die in der Schule so bisschen durchhängen. Früher wurden die Mechanisatoren in der Landwirtschaft, wenn ich die Technik von heute dort sehe, dann können die dort auch nur gut ausgebildete Mitarbeiter gebrauchen.
Da aber die meisten Betriebe Privatunternehmen sind, ist es wohl nur ganz schwierig zu machen, wer lässt sich schon reinreden, in seine Unternehmensführung.


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#254

RE: Die DDR war doch noch zu retten

in Themen vom Tage 17.07.2012 12:04
von EK 82/2 | 2.952 Beiträge

eiem privatunternehmen eine vorschrift zu geben auszubilden geht nicht, aber eine pflichtabgabe an den staat prozentual vom reingewinn wäre möglich damit der staat mittel zur ausbildung hat und diese dann wieder den firmen zu gute kommt wenn sie lehrlinge ausbilden. somit wäre ein kleinbetrieb für auszubildene nicht schlechter gestellt wie ein großkonzern. grade die kleinen haben oft finanzierungsprobleme obwohl sie gerne ausbilden würden.
zum thema dankbarkeit. wofür dankbar? wir tauschten doch nur das eine gegen das andere ein und bekamen nichts geschenkt was dankbarkeit betreffen könnte.


Alles was ich schreibe, ist nur meine Meinung und keine Feststellung.
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#255

RE: Die DDR war doch noch zu retten

in Themen vom Tage 17.07.2012 12:08
von Alfred | 6.849 Beiträge

Rüganer,

ich will ein Beispiel bringen.

Von einem Kumpel der Sohn lernte einen Beruf. Schon zu Lehrbeginn war klar, dass die Ausgebildeten nicht übernommen werden. Ich kenne aber auch Betriebe, die bilden entsprechend des Bedarfes aus. Sprich es gibt beides.
Genau wie nicht jeder Arbeitgeber ein "Ungheuer" ist. Aber es gibt eben solche und solche. Hast Du dich vielleicht noch nicht gewundert, wie Konkurenten bestimmte Preise machen können. Dies geht doch nur wenn ích Beschiss mache oder Trick 18 anwende. Und warum Herr XY für 5,00 Euro arbeitet ? Weil er für diese Kohle arbeiten gehen muss. Ganz einfach.


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#256

RE: Die DDR war doch noch zu retten

in Themen vom Tage 17.07.2012 12:16
von Gelöschtes Mitglied
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Nun meine wohl letzen Sätze zur Rettung der DDR.

Es geht hier allgemein um die Rettung der DDR?
, Ich kann ein SOZIALISMUS nicht mit dem KAPITALISMUS gleich bewerten . Geht wohl einfach nicht ,ODER ?.

Die Besitzverhältnisse waren oder sind doch ganz anders.

Wenn Meier oder Schulze seine Firma in den Sand setzt ist es sein Geld ?.

Soweit ist der Kapitalismus noch nicht , das alles dem Volk gehört .!


Mein Vorschlag,diskutiert lieber , über die Verhältnisse in den damaligen sozial. Staaten .

Wie könnte man hier und dort vieles ändern ,
mfg ratata


zuletzt bearbeitet 17.07.2012 12:26 | nach oben springen

#257

RE: Die DDR war doch noch zu retten

in Themen vom Tage 17.07.2012 12:16
von EK 82/2 | 2.952 Beiträge

Zitat von Alfred im Beitrag #255
Rüganer,

ich will ein Beispiel bringen.

Von einem Kumpel der Sohn lernte einen Beruf. Schon zu Lehrbeginn war klar, dass die Ausgebildeten nicht übernommen werden. Ich kenne aber auch Betriebe, die bilden entsprechend des Bedarfes aus. Sprich es gibt beides.
Genau wie nicht jeder Arbeitgeber ein "Ungheuer" ist. Aber es gibt eben solche und solche. Hast Du dich vielleicht noch nicht gewundert, wie Konkurenten bestimmte Preise machen können. Dies geht doch nur wenn ích Beschiss mache oder Trick 18 anwende. Und warum Herr XY für 5,00 Euro arbeitet ? Weil er für diese Kohle arbeiten gehen muss. Ganz einfach.

wer macht denn die politik? genau hier liegt das problem. wenn sich eine regierung permanent gegen einen landesweiten mindestlohn wehrt weil es die konzerne treffen könnte gibt man den ausbeutern honig in die hand. schaut mal in stellensuchen einiger firmen, tariflohn fehl am platz, 400€ jobs dominieren wie auch 20 stunden wochen und zeitarbeiter sind eh hoch gefragt. davon kann niemand leben ohne aufstockung nur der unternehmer lebt gut davon und die aktien der politiker steigen an wert.


Alles was ich schreibe, ist nur meine Meinung und keine Feststellung.
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#258

RE: Die DDR war doch noch zu retten

in Themen vom Tage 17.07.2012 12:25
von Alfred | 6.849 Beiträge

Zitat von ratata im Beitrag #256
Nun meine wohl letzen Sätze zur Rettung der DDR.

Es geht hier allgemein um die Rettung der DDR?
, Ich kann ein SOZIALISMUS nicht mit dem KAPITALISMUS gleich bewerten . Geht wohl einfach nicht ,ODER ?.

Die Besitzverhältnisse waren oder sind doch ganz anders.

Wenn Meier oder Schulze seine Firma in den Sand setzt ist es sein Geld ?.

Soweit ist der Kapitalismus noch nicht , das alles dem Volk gehört .!

Dann diskutiert lieber , über die Verhältnisse in den damaligen sozial. Staaten . mfg ratata



Ratata,

wenn XY die Firma in den Sand setzen ist es eben nicht immer deren Geld.

Denk nur an die Banken.


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#259

RE: Die DDR war doch noch zu retten

in Themen vom Tage 17.07.2012 12:41
von Nostalgiker | 2.554 Beiträge

Rüganer,

ich glaube wir sollten mal etwas grundsätzliches klären.

Wer hier auf diesen albernen Beifallbutton drückt ist mir sowas von egal, nicht egal hingegen ist mir das mit der Einrichtung dieses "Spielzeuges" hier mal wieder bereits vorhandene Gräben weiter vertieft werden und sich irgendwann bisher herbeifabulierte Fraktionen im Forum wirklich mal unversönlich gegenüberstehen.
Mit anderen Worten: ich finde diese Idee mit diesem Button einfach Sch***e.
Soweit zur Vorrede.

Was die "vorherrschenden ideologischen Tendenz" betrifft welche Du in meinem Beitrag ausmachst, halten wir uns jetzt Tendenzen vor?
Ich könnte wenn ich wollte hier sehr vielen Beiträgen bzw. ihren Schreiben ein ideologische Tendenz vorhalten, in Ausnahmefällen mache ich das auch.
Nur einen Beitrag auf Grund der Tatsache ablehnen weil einem die vorherrschende ideologischen Tendenz nicht passt, ist doch nicht der richtige Weg.

Nicht jeder kann und will den Weg in die Selbstständigkeit gehen.
Besagter Dipl.-Ing. ist Ende Fünfzig, hat Familie und ist Territorial gebunden.
Weiter möchte ich auf das Schicksal nicht eingehen , jedenfalls nicht in einem öffentlichen Raum.

Du irrst wenn Du schreibst das es heutzutage kein Recht auf Arbeit mehr gebe.
In der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte wird es als elementares Menschenrecht betrachtet, wobei diejenigen welche in der Vergangenheit so gerne mit dieser Erklärung rumfuchtelten andere elementare Rechte im Blickfeld hatten.

Aus gutem Grund ist ein Recht auf Arbeit nicht im Grundgesetz verankert. Wo kämen wir denn da hin wenn Menschen auf die Idee kommen könnten ihr im Grundgesetz garantiertes Recht einzuklagen?

Was Dein Beispiel mit dem Kraftfahrer betrifft, es gibt solche Leute und da sage ich mir sie sollten egal wie alt sie sind ihr Glück als Superstar oder Modell versuchen. Da verdienen sie einen Haufen Knete, brauchen nicht viel zu machen und lernen andere Reiche, Schöne und Berühmtheiten von dieser Welt kennen.....

Wer einen Angestellten hat würde ich nun nicht unbedingt als Unternehmer sehen, eher als Gewerbetreibenden mit 'nem Angestellten.
Aber das ist Ansichtssache.
Denn dieses Kleinstunternehmertum ist doch ein Rückfall in die vorindustrielle Zeit und eine Wirtschaft braucht zwar einen Dienstleistungssektor aber nur Dienstleistungen geht auch nicht.

Die DDR krankte auch daran das sie gerade diese Kleinunternehmen und den Dienstleistungssektor reglementiert und damit faktisch zerschlagen hat.
1972 wurden in einer ziemlich konzentrierten Aktion die noch existierenden Privatbetriebe und Halbstaatlichen in 'Volkseigentum' überführt.
Das die Besitzer enteignet wurden ist eine der Geschichten welche so gerne von denen verbreitet wird die nicht dabei waren.
Den Besitzern wurde in der Regel Staatlicherseits die Firma abgekauft aber das Geld bekamen sie nicht zur freien Verfügung sondern es ging auf ein Sperrkonnto und von diesem wurde pro Jahr eine bestimmte Summe ausgezahlt.
Natürlich wurden Maschinen, Anlagen, Grundstücke etc. wirtschaftlich bewertet, dass heißt nach Zeitwert und da gab es nun mal nicht Unsummen dafür.....
Vielfach wurde den ehemaligen Besitzern angeboten als Betriebsleiter in ihrem ehemaligen Betrieb weiterzuarbeiten.
Die Einen empfanden dies als Schmach und Schande und lehnten dankend ab, Andere wiederum machten es.

Nachdem sich herausstellte das danach im Angebot viele der 100.000 Dinge des täglichen Bedarfs fehlten kamen die obersten Wirtschaftslenker auf die glorreiche Idee das jeder Betrieb, egal was seine Kernkompetenz war wie es Heute heißt, auch Konsumgüter herstellen mußte.
Da wurden die seltsamsten Sachen produziert. Eine Werft! stellte Vogelbauer her. Wie witzig.......

In dem Kombinat in dem ich tätig war kam irgendjemand auf die Idee wir könnten doch Radios herstellen. als ob es keine Firmen in der DDR gab die Radios herstellte.
Aber gesagt, getan und mit einem immensen Entwicklungsaufwand wurde ein durchaus edles Radio zur Produktionsreife gebracht. Wobei die zuständigen Entwickler auf diesem Gebiet keine erfahrenen Profis waren.
Wenn dann auch noch dieses Radio mindesten zu seinem Selbstkostenpreis verkauft worden wäre, kein Mensch hätte es sich leisten können.....
So wurden also Ressourcen verschleudert welche woanders besser aufgehoben wären und der Betrieb macht mit diesem Produkt auch noch Verlust.
Aber es war Staatlicherseits so gewollt.

Gruß
Nostalgiker


Aber auf einmal bricht ab der Gesang,
einer zeigt aus dem Fenster, da spazieren sie lang,
die neuen Menschen, der neue Mensch,
der sieht aus, wie er war
außen und unter`m Haar
wie er war ...

_______________
aus; "Nach der Schlacht" - Renft - 1974
Text: Kurt Demmler

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#260

RE: Die DDR war doch noch zu retten

in Themen vom Tage 17.07.2012 12:43
von Rüganer (gelöscht)
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Zitat von EK 82/2 im Beitrag #257
[quote=Alfred|p203120]Rüganer,

wer macht denn die politik? genau hier liegt das problem. wenn sich eine regierung permanent gegen einen landesweiten mindestlohn wehrt weil es die konzerne treffen könnte gibt man den ausbeutern honig in die hand. schaut mal in stellensuchen einiger firmen, tariflohn fehl am platz, 400€ jobs dominieren wie auch 20 stunden wochen und zeitarbeiter sind eh hoch gefragt. davon kann niemand leben ohne aufstockung nur der unternehmer lebt gut davon und die aktien der politiker steigen an wert.


Na da sind wir doch schon wieder beim bösen Unternehmer...
hat doch Methode...
Alfred, der Herr XY, der für 5,00 Euro muss, ja, kann er nichts anderes? Warum geht er nicht dorthin, wo er besser bezahlt wird? Hat er keine Ideen als Dipl. - Ing? Ist er vielleicht zu alt? Ohne dies alles zu wissen, kann man schlecht drüber urteilen.
Ach und EK 82/2|, solange du vielleicht auch ein Anhänger der Devise : "Geiz ist geil " bist, solange wirst du dafür sorgen, dass nur das billigste Produkt gekauft, der billigste Unternehmer liefern kann, der billigste Handwerker den Zuschlag erhält und somit derjenige, der den Mindestlohn bezahlt, außen vor bleibt. Es muss ja alles billig sein, wenn möglich unter den Herstellungskosten.
Wenn man lauter Waren aus China kauft, muss man sich nicht wundern, wenn die Einkommen auch langsam in Richtung chinesischer Wanderarbeiter tendieren.


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