#201

RE: Die DDR war doch noch zu retten

in Themen vom Tage 12.07.2012 22:38
von Grenzwolf62 (gelöscht)
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Zitat von Nostalgiker im Beitrag #193
Zitat von Grenzwolf62 im Beitrag #186

Das wirklich gute am ehemals real existierenden Sozialismus war, das er vorgeführt hat wie diese Lehren anwendbar sind und den Menschen somit gezeigt hat wofür sie sich tunlichst hüten sollten.
Bleibt zu hoffen das das Vergessen nicht umsichgreift und vielen ein warmer Hintern und ein bequemes wenn auch ödes Dasein wichtiger erscheint als Freiheit und Selbstbestimmung.


Auch wenn es sich langsam vom Ursprungsthema entfernt empfinde ich die Totschlagargumente "Freiheit" und der Modebegriff für alles nichterklärbare, nämlich "Selbstbestimmung" als ärmlichen und nicht aussagefähigen Versuch etwas mit Begriffen zu begründen unter denen aber auch jeder etwas anderes versteht und erfährt.

In meinen Augen ist das einfach eine gedankenlose, oberflächliche inflationäre Verwendung von Worten über deren ureigenen Inhalt sich keine Gedanken gemacht wird.

Wir in Europa und da speziell in Deutschland reden mit einer Maßlosigkeit über Rechte welche in einer Charta sehr allgemein und unverbindlich als Ziel für alle Menschen benannt werden als ob sie ehernde Gesetze seien welche in Deutschland Eins zu Eins Realität sind.

Es kommt auch hier in der Diskussion zum Vorschein das ein Mensch welcher, aus welchen Gründen auch immer, unterhalb des Existenzminimums leben muß eine ganz andere Deutung von diesen Begriffen 'Freiheit', 'Selbstbestimmung', 'Reisefreiheit' und 'Lebensqualität' hat.

Um nur mal beim Begriff "Selbstbestimmung" zu bleiben, unter ihm wird im weitesten folgendes verstanden:


- Wahlmöglichkeiten zu haben zwischen verschiedenen akzeptablen Alternativen
- schließt das Recht ein, seine eigenen (persönlichen) Angelegenheiten selbst regeln zu können,
- am politischen Leben teilnehmen zu können,
- verschiedenste soziale Rollen wahrnehmen zu dürfen
- Entscheidungen treffen zu können ohne dabei psychisch oder körperlich in Abhängigkeit zu geraten
- auch das Recht, Fehler machen zu dürfen.

alles schön und gut, nur diese Begriffserklärungen welche ich genannt habe fand ich auf einer Seite auf der es um die 'Selbstbetimmung' von Menschen mit Behinderungen geht.
Ergo waren die Menschen in der DDR etwa behindert weil laut @Grenzwolf62 es eine Selbstbestimmung nicht gab?
Weitere Begriffserklärungen für dieses Wort gehen über Autonomie, Emanzipation, Souveränität, Ungebundenheit bis hin zu Willkür, Zwanglosigkeit, Enthemmung, .........
Von Begriffsannäherung aus der esotherischen Ecke mal ganz zu schweigen......

In welchem Kontex ist denn nun die fehlende 'Selbstbestimmung' in der DDR zu sehen?

Um aus dem propagandistischen Sprachgebrauch welcher in der Wahrnehmung der DDR Bürger und Außenstehender als leere Worthülsen daherkam weil er etwas darzustellen versuchten was in der unmittelbar selbst erfahrenen Realität so nicht existierte, darauf zu schließen, dass das Ziel dieser Bemühungen, eine sozial gerechte gerechte Gesellschaft zu schaffen deren Priorität eben nicht der Schutz des privaten Eigentums zum Zwecke der Ausbeutung des größeren Teil der Gesellschaft ist, für alle Zeiten vom Tisch sei und das nur weil das Experiment der Schaffung dieser Gesellschaft scheiterte, ist meiner Meinung nach zu einfach geschlussfolgert.
Dieser Versuch scheiterte an inneren wie an äußeren Faktoren, an einer Umsetzung der Idee welche mit der ursprünglichen Idee so gut wie nichts mehr gemein hatte.

Die heutige Gesellschaft bietet weder Ideen noch Ziele sondern nur Worthülsen wie 'Freiheit' und 'Selbstbestimmung' aus dem Baukasten "wie bastle ich mir eine Lebensphilosophie welche keinen wehtut aber sehr überzeugend klingt".
Ganz wichtig ist das diese individuelle Lebensphilosophie auf keinen Fall die Grundfesten, dem Motor der gegenwärtigen Gesellschaft,angreift nämlich die Macht- und Besitzverhältnisse.
So lange dies funktioniert und es funktioniert zur Zeit halbwegs weil mit immensen finanziellen und manipulativen Aufwand denjenigen Menschen die es selbst erlebt haben und vor allen denjenigen die es nicht kennen das System 'Sozialismus' als das Schreckenssystem auf dieser Welt an sich nahegebracht werden soll und wird.

Inkompetente, machtbesessene und realitätsfremde Politiker und Parteiführer haben einen immensen Schaden angerichtet in dem sie unter anderem meinten grundlegende ökonomische Gesetze umzudeuten, zu ignorieren und auszuhebeln, mit dem bekannten Ergebnis. Ob dieser erzeugte Schaden irreparabel ist wird die Zukunft zeigen.

Ein sollte klar sein, die Ressourcen dieser Welt lassen es nicht zu das 7 Milliarden Menschen, und es werden immer mehr, den gleichen Lebensstandard haben wie die Mehrheit der Deutschen, die diesen ja als das ihnen zustehende Grundrecht ansehen und die restliche Welt nach diesem "Standard" messen.

Schon jetzt werden Kriegseinsätze zum Schutz der Handelswege geführt, wann brechen die ersten offenen Kämpfe um Rohstoffe, Nahrungsmittel, Wasser, Land aus?

Gruß
Nostalgiker



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#202

RE: Die DDR war doch noch zu retten

in Themen vom Tage 12.07.2012 23:34
von Sennewald | 25 Beiträge

na klar war doch die DDR zu retten, daran feilen ja heute noch viele.....



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#203

RE: Die DDR war doch noch zu retten

in Themen vom Tage 13.07.2012 07:05
von Rüganer (gelöscht)
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Zitat von Fritze im Beitrag #200
Du führst einen kleinen Betrieb ? Sehr schön ! Was machst Du mit einem Angestellten,der klaut ? In der DDR habt ihr doch alle geklaut wie die Raben und fandet das noch cool und gerecht. Man muss doch schliesslich alles mitnehmen.War doch Volkseigentum.
Pass nur auf,daß Du als Konkurent nicht plattgemacht wirst.dann ist Schluss mit Leben !
Stell Dir mal vor ,es gibt sogar Leute die nicht unbedingt Gewinnorientiert sind,trotzdem Spass am Schaffen haben und sich freuen,wenn sie anderen helfen können ohne ihnen überteuerte Rechnungen zu präsentieren.Aber der Standardspruch vom deutschen Handwerker :"Das wird teuer ",ist ja schon das Normale .
Freundschaft und schlaf gut !



Fritze,

wisch mal den Schaum vorm Mund wieder ab und komm runter...
meinen Betrieb gibt es schon über 20 Jahre und wenn ich einen erwischen würde, dann würde er draußen sein.
Falls du den Unterschied zum Klauen in der DDR nicht begreifen kannst, dann hilft vielleicht der Hinweis darauf - heute kann ich alles bekommen und muss nicht mehr umorganisieren. Vielleicht bemühst du dich auch in einer klaren Minute mal, nicht zu verallgemeinern, Ihr habt alle geklaut...
und um meine Firma mach DUdir mal keine Sorgen.
Trink weniger, die Leber wird es danken...


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#204

RE: Die DDR war doch noch zu retten

in Themen vom Tage 13.07.2012 08:12
von Hackel39 | 3.123 Beiträge

Zitat von Rüganer im Beitrag #199
Nostalgiker,
ich führe einen kleinen Betrieb und dies schon seit der Wende, da ist Betriebswirtschaft das A und O. Jedoch nicht politisch betrachtet und schon gar nicht im Sinne der Klasse, welcher auch immer. Einzig und allein in dem Sinne, dass Gewinn erwirtschaftet werden muss, schließlich sind da Kosten und ich will ja auch leben und dies nicht schlecht...
Wenn dies in der DDR auch so gehandhabt worden wäre, dann wäre sie unter Umständen noch zu retten gewesen, aber wir mussten uns ja mit persönlich schöpferischen Plänen, Kollektivschöpferischen Pläne, ´Kampfprogrammen und dem sozialistischen Wettbewerb und den Übungen der Zivilverteidigung innerhalb der Arbeitszeit abgeben. Soweit zu der Durchsetzung der ökonomischen Erkenntnisse in der DDR.
Unterstell mir nicht, ich wäre trendy gegen alles gewesen, ich finde es nur im Nachgang Schei.. wie die führende Klasse mit Leuten umgegangen ist, die sich nur selber etwas aufbauen wollten. Da hätten ja Ausbeuter draus werden können, Kulaken oder gar schlimmeres...
Aber diese Geschichten wären dann ja wieder erlebte Praxis a'la DDR.




Erst mal stimme ich Dir zu, daß die DDR in einer früheren Phase mit einer Gründungsoffensive für Kleinunternehmen die Kurve gekriegt hätte und es ist gut, daß Du nach der Wende die Flucht nach vorne gewagt hast, selbst wenn das möglicherweise aus der Not heraus geschah.
Es ist aber ein Fehler, die ganze Sache nicht auch politisch zu betrachten.
Selbst FDP- Politiker bescheinigen diesem Deutschland, daß es schon lange nicht mehr auf dem Fundament der Marktwirtschaft steht und daß diese Republik, wenn es ein Unternehmen wäre, längst zwangsverwaltet oder ruiniert wäre.
http://www.welt.de/debatte/kommentare/ar...en-buessen.html
Im Prinzip machen die mit ihren undifferenzierten Verteilungsorgien das nach, was das Politbüro mit ihren nicht mehr bezahlbaren sozialpolitischen Maßnahmen vorgemacht hat.
Obwohl ich die DDR überwiegend positiv und seit inzwischen 10-15 Jahren gesamtgesellschaftlich sogar als überlegen gegenüber dieser Betrügerökonomie bewerte, finde ich diesen Kurs der Bundesregierung außerordentlich fragwürdig, weil er kaum noch Hilfe zur Selbsthilfe bietet.
Das liegt daran, daß wir einerseits an den Grenzen des Wachstums angekommen sind und andererseits vom Volk selbst kein patriotisches Verhalten außerhalb der Fußballstadien bei Länderspielen erwartet werden kann .
Auch die Gewinne, die Dein Betrieb erwirtschaftet stehen Dir zu- Du gehst ein unternehmerisches Risiko ein und organisierst Arbeit, die nachgefragt wird und genau das hat eben in der DDR gefehlt- kaum jemand war innerhalb der Betriebe bereit oder in der Lage echte Verantwortung zu übernehmen.
Ich werde nie die Geste und die Aussage einer Kostenrechnerin bei einer Parteiversammlung vergessen als sie nicht mehr und nicht weniger sagte als :"Mehr als arbeiten können wir doch auch nicht", und glaube mir, das klang ehrlich verzweifelt.
Zwar hat man mit Jugendobjekten (wir hatten eine Jugendlok) versucht, pro forma etwas zu gestalten und bis zu einem gewissen Grade hatten wir auch Einfluß auf die Ökonomie aber wenn die einen z.B. Leerfahrten um jeden Preis vermeiden zu versuchten, fuhr eben eine andere Lok, die für einen Zug verplant war eben dafür leer hinterher.
Um des Friedens willen.
Das gleiche waren die Höchstleistungsschichten zum Weltfriedenstag- Hier hat man unter Laborbedingungen gezeigt, was möglich ist- Züge wurden vorsortiert, damit man in der entscheidenden Schicht mehr als sonst zusammenstellen konnte- alles verzweifelte Aktionen und brotlose Künste.
Selbst wenn man Kollektive für störungs- und unfallfreies Fahren prämiert hat, war das zwar nützlich, es reichte aber nicht, weil man Projekte nicht an Personen binden konnte, und auch weil man Transporte, die auf der Straße sinnvoller wären aus der Not heraus auf der Schiene beließ mit der Konsequenz enormer Leerlaufzeiten und lächerlicher Kilometerleistungen in vielen Schichten- eben weil es dauernd irgendwo Staus gab.
Die DR und tausende andere Betriebe hätten neu sortiert werden müssen, angepaßt an die Wahrheiten der (damals) neuen Zeiten.
Symptomatisch für diese Ignoranz und Inkompetenz war einmal eine Leerreisezugfahrt von der Kreisstadt zurück auf den Heimatbahnhof.
Der Leerpark mit der 110er Diesellok hatte bis zuletzt eine Höchstgeschwindigkeit von 50 km/h obwohl Strecke, Fahrzeuge und Zeitfenster 100 zugelassen hätte.
Der Grund dafür war, daß früher die Fahrt mit einer Dampflok erfolgte und es auf dem Wendebahnhof keine Drehscheibe gab und eine Dampflok darf nun mal mit Schlepptender voraus nur 50 fahren.
Der Fahrplan wurde nie geändert.
Manchmal war es wirklich zum verzweifeln.



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#205

RE: Die DDR war doch noch zu retten

in Themen vom Tage 13.07.2012 08:54
von Nostalgiker | 2.554 Beiträge

Zitat von Rüganer im Beitrag #199
Nostalgiker,
ich führe einen kleinen Betrieb und dies schon seit der Wende, da ist Betriebswirtschaft das A und O. Jedoch nicht politisch betrachtet und schon gar nicht im Sinne der Klasse, welcher auch immer. Einzig und allein in dem Sinne, dass Gewinn erwirtschaftet werden muss, schließlich sind da Kosten und ich will ja auch leben und dies nicht schlecht...
Wenn dies in der DDR auch so gehandhabt worden wäre, dann wäre sie unter Umständen noch zu retten gewesen, aber wir mussten uns ja mit persönlich schöpferischen Plänen, Kollektivschöpferischen Pläne, ´Kampfprogrammen und dem sozialistischen Wettbewerb und den Übungen der Zivilverteidigung innerhalb der Arbeitszeit abgeben. Soweit zu der Durchsetzung der ökonomischen Erkenntnisse in der DDR.
Unterstell mir nicht, ich wäre trendy gegen alles gewesen, ich finde es nur im Nachgang Schei.. wie die führende Klasse mit Leuten umgegangen ist, die sich nur selber etwas aufbauen wollten. Da hätten ja Ausbeuter draus werden können, Kulaken oder gar schlimmeres...
Aber diese Geschichten wären dann ja wieder erlebte Praxis a'la DDR.




@Rüganer, da "muß" Dir der Theoretiker leider ein wenig Widersprechen.
es ist weder für einen Kleinst-, noch Klein-, Mittel-, Großbetrieb oder Konzern egal unter welchen Bedingungen er seinen Gewinn erwirtschaftet.
Bei Androhung seines eigenen Unterganges muß er Gewinn erwirtschaften, macht er das nicht ist er nicht konkurrenzfähig oder zumindest Effektiv was den Einsatz der Mittel betrifft.
Ein Problem in der DDR Wirtschaft war das die Betriebe nicht selbstständig über ihren erwirtschafteten Gewinn, bis auf einen kleinen unbedeutenden Teil, selbst verfügen konnten.
Gewinne wurden/mußten an den Staatshaushalt abgeführt werden und im Gegenzug erhielten die Betriebe Mittel für Investionen, Instandhaltung etc. zugeteilt.....
Da waren die schönsten "persönlich schöpferischen Plänen, Kollektivschöpferischen Pläne" das Papier und die Wandzeitung nicht wert auf denen sie Veröffentlicht wurden.
Der sozialistische Wettbewerb, nun gut.....................
Die Wirtschaft und Ökonomie der DDR darauf zu reduzieren, zu einfach.

Was ich schon zu DDR Zeiten völlig absurd empfand war die 'vertrauensvolle, offene Plandiskussion der Werktätigen' zum laufenden Jahresplan.
Wir hatten hier kurz das Thema Bilanzanteile angeschnitten.
Diese wurden den Kombinaten in der Regel für das folgende Planjahr im November überstellt. Das ganze durchlief eine bestimmte Prozedur und am Anfang des Planjahres wurden den Betrieben ihre Bilanzanteile übergeben damit sie bei den Lieferanten bestellen konnten. Soweit die gängige Praxis und der Ablauf.
Parallel dazu wurde der Planvorschlag für das laufende Jahr veröffentlicht und meist im Februar wenn ich mich richtig erinnere 'vertauensvoll' in den Kollektiven beraten, wenn es geht modifiziert und 'verabschiedet'.
Nur war zu diesem Zeitpunkt der Plan bereits beschlossen, die Materialmengen standen fest etc., da konnte die 'Arbeiterklasse' beschließen was sie wollte, meinetwegen den Plan mit 120% zu erfüllen. Material bekamen sie aber nur 100% dafür und selbst wenn sie es schafften, von den 20% Übererfüllung hatten sie nicht wirklich was und der Betrieb schon garnicht....
Also wofür sich anstrengen?

Gerade in der Endzeit machten fast alle mit und taten so als ob, in Wirklichkeit hat es keinen mehr interessiert.......

"wie die führende Klasse mit Leuten umgegangen ist, die sich nur selber etwas aufbauen wollten", schreibst Du und hast vielleicht dabei übersehen das die "führende" Klasse die der Arbeiter und Bauern war, die sich demzufolge selber mit dem Umgang ihresgleichen betrogen hat.....
Denke mal Du meintest die Avantgarde des Proletariats, in deren Führungsriege seltsamerweise überproportional viele Handwerker waren und was passiert wenn Handwerker die Lenkung eines Staates an sich reißen haben wir selbst erlebt.....

Kulaken als Begriff für eine Klasse gab es in der DDR nicht. Ist eine Erfindung in der SU für die SU aus den Endzwanzigern um die dortige Bauernschaft zu reglementieren und letztendlich in Abhängigkeitsverhältnisse zum Staat zu bringen welche fatal an Sklaverei erinnern....

Noch eine Bitte wenn Du für Dich den Anspruch erhebst das Dir nichts unterstellt werde, halte Dich dann bitte diesbezüglich anderen Usern zurück und unterstelle ihnen nichts was Du nicht beweisen kannst. Danke.

Gruß
Nostalgiker


Aber auf einmal bricht ab der Gesang,
einer zeigt aus dem Fenster, da spazieren sie lang,
die neuen Menschen, der neue Mensch,
der sieht aus, wie er war
außen und unter`m Haar
wie er war ...

_______________
aus; "Nach der Schlacht" - Renft - 1974
Text: Kurt Demmler

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#206

RE: Die DDR war doch noch zu retten

in Themen vom Tage 13.07.2012 09:08
von Tobeck | 484 Beiträge

Zitat von Nostalgiker im Beitrag #175
@Tobeck,
nach Deinen Aussagen hätte es doch der DDR bestens gehen müssen, schleppten doch die 'Befreier' fast alles was auch nur aussah wie ein Teil einer Industrieanlage gegen Osten......


Ich habe ja darauf hingewiesen, dass man die wirtschaftliche Entwicklung in mehreren Jahrzehnten nicht nur mit Reparationen erklären kann. Auch Südkorea hatte als armer Agrarstaat ähnlich schlechte Voraussetzungen, hat aber in wenigen Jahrzehnten den Aufstieg zu einem bedeutenden Industrieland geschafft. Hat das Wirtschaftssystem eine größere Bedeutung als die immer wieder erwähnten Reparationen?


Zitat von Nostalgiker im Beitrag #175

Die Marshallplanhilfe betrug insgesamt fast 14 Milliarden US-Dollar, Westdeutschland erhielt davon ca. 1,4 Milliarden. Die Gesamtsumme entspricht im heutigen Geldwert etwa 100 Milliarden USD.
Und 100 Milliarden sind auch Heutzutage kein Klacks....


100 Milliarden heutiger Kaufkraft/Geldwert für Westeuropa, davon 10 % für die deutschen Westzonen, also die erwähnten 10 Mrd. heutiger Kaufkraft.

Zitat von Nostalgiker im Beitrag #175

Erst in den sechziger Jahre hat sich Süd-Korea von einem Agrarstaat in eine Industrienation verwandelt. Davor war Nord-Korea die dominierende Industrienation, zumal der Süden des Landes Rohstoffarm ist.


Da stellt sich die Frage warum Nordkorea "abgestiegen" ist? Da es das gleiche Volk ist, mit gleicher Mentalität, Kultur u.s.w., was bleibt als Erklärung übrig? Das Wirtschaftssystem? Die Abwanderung/Flucht von Facharbeitern, Ingenieuren u.s.w. in den Süden? Interessant ist doch die Parallele zu Deutschland - vor 1945 lag neben dem Ruhrgebiet ein weiterer industrieller Kern in Mitteldeutschland - im heutigen Sachsen, im Chemiedreieck, in Thüringen aber auch in Berlin. Beide industriellen Kerne haben an Bedeutung verloren und die industriellen Kerne liegen heute vor allem in Süddeutschland. Im Ruhrgebiet war der Bedeutungsverlust der Montanindustrie ein wichtiger Grund. Was war in Mitteldeutschland die Ursache? Es bleibt wie in Korea das Wirtschaftssystem als Erklärungsansatz übrig, und die Abwanderung bzw. Neugründung von Betrieben, Abwanderung von Facharbeitern u.s.w. nach Westdeutschland bis 1961.

War die DDR noch zu retten? Das Hauptproblem war die zu niedrige Produktivität im Vergleich mit dem Weltmarkt. Die Einbindung in den RGW konnte die bekannten Probleme alleine nicht lösen. Eine stärkere Öffnung für den Weltmarkt hätte aus den genannten Produktivitätsgründen eine Absenkung der Löhne als schnell zu realisierende Lösung vorausgesetzt. Absenkung der Löhne heißt also nichts anderes als eine Absenkung des Lebensstandards - genau das hatte Schürer auch prognostiziert.

Bereits vor 1990 verlagerten westdeutsche Betriebe bestimmter Branchen bzw. Teilen davon, wie z.B. der Textil- und Elektroindustrie ihre Produktion zum Teil seit mindestens 10 Jahren in Billiglohnländer, z.B. nach Südostasien. Diese Branchen in der ehemaligen DDR hatten mit der Währungsunion und der Wiedervereinigung, der faktischen Währungsaufwertung und Einbindung in die Weltmärkte keine Chance mehr, zu überleben. Der Zug war 1990 längst abgefahren, die Wiedervereinigung kam mindestens 30 Jahre zu spät! Das ist die bittere Erkenntnis. Den Fehler, den viele heute immer wieder machen, ist die Situation der achtziger Jahre einfach fortzuschreiben, ohne die Veränderungen der Weltwirtschaft seit dem zu beachten.


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#207

RE: Die DDR war doch noch zu retten

in Themen vom Tage 13.07.2012 09:37
von Rüganer (gelöscht)
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@Hackel39
Guten Morgen und vielleicht noch etwas zur Gründung meines Betriebes. Ich stand als Technischer Leiter eines VEG vor dem Aus. Das VEG wurde aufgelöst, natürlich war auch ich auf dem Arbeitsamt und habe mich dort arbeitslos gemeldet, aber ich habe nach 2 Versuchen gewusst, jetzt hast du es.. Dies wird etwas und siehe – besser als die Hände in den Schoß gelegt, gejammert und geklagt und bedauert, dass die Zeit der DDR nun vorbei ist.
Natürlich gehört auch dazu, dass man mal Haus, Hof und Anbauschuppen verpfändet, solch Risiko treibt einen dann auch dazu, sich voll in das Zeug zu legen.
Ich gebe dir unumwunden Recht, wenn die Bundesrepublik ein privates Unternehmen wäre, dann wäre es sicher Pleite und keine Bank würde einen roten Heller mehr dafür geben, keine Frage. Dies ist aber nicht Thema des Threads, hier geht es um die DDR.
Was ich vehement bestreite ist deine Aussage, dass kaum jemand in der DDR innerhalb der Betriebe bereit war, Verantwortung zu übernehmen. Das System hat es nicht zugelassen, dass man verantwortlich arbeiten konnte, behaupte ich. Im Neuruppiner Leiterplattenwerk wollten wir teure NSW – Technik nachbauen, wollten dazu einmal auf die Leipziger Messe, den Stand des Lieferanten besuchen um uns das neueste Gerät anzusehen. China macht es heute fast in gleicher Weise, Japan war damals ebenfalls führend in dieser Kopiertechnik.
Abgelehnt, man hätte ja mit den Standbetreuern reden können – politisch nicht gewollt.
Nein es gab viele kluge und interessierte Leute, die auch im Sinne der Volkswirtschaft etwas machen wollten, man hat ihnen seitens der führenden Klasse nur immer kräftig gezeigt, wo der Hammer hängt.
Unfähige Kräfte, die aber NSW Reisekader waren, wurden zum Einkauf gen Westen gesandt, kauften Maschinen ein, die später in den Ecken herumstanden und bei denen die Monteure aus dem Westen den Kopf schüttelten und fragten, was wir denn damit wollten? Passte nicht in unsere Produktionsreihe.
Es tut mir leid, aber in der DDR kannte ich keinen Menschen, der aus Überzeugung und Kraft seiner Zugehörigkeit zur führenden Klasse, permanent Höchstleistungen vollbracht hat. Geld war und ist auch heute noch der treibende Faktor. Objektvereinbarungen war zu meinen Zeiten in Neuruppin das Zauberwort, als ich von der Ingenieurschule kam lernte ich als erstes den Begriff materielle Stimulierung kennen. War der Hauptmechaniker und seine Abteilungsleiter mit von der Partie, wenn es an Produktionsfreien Zeiten galt, eine Lufttechnische Anlage zu erneuern, dann gab es materielle Stimulierung, dann flossen Prämien. Wenn zu einem eigentlich unhaltbaren Termin eine Anlage stehen musste, dann gab es eine Objektvereinbarung und dann wurde „geknüppelt“ und das Ding stand dann termingerecht. Da wurden keine Leute im Kollektiv geduldet, die mal im Schongang arbeiteten, oder zu spät kamen, oder gar besoffen waren. Da haben schon die Leute untereinander für gesorgt und damit schon einmal demonstriert, wie es hätte überall und jederzeit sein können, wenn man das Leistungsprinzip auch durchgesetzt hätte.
Aber schon daran krankte es und wieder aus politischen Gründen, denn sonst wären tatsächlich einige schon zu DDR Zeiten arbeitslos gewesen und viele Klötze am Bein eines Betriebes, hätten wegfallen müssen. Damit meine ich schon wieder die Versammlungen in der Arbeitszeit, das Geschwafel über den Sieg des Sozialismus und die vielen Titelkämpfe. Solch Veranstaltungen kann heute kein Betrieb bezahlen, damals konnte es auch keiner, nur man hat es einfach bar wider besseres Wissen um die Ökonomie getan.
Und so, Hackel39, wie deine Kostenrechnerin verzweifelt meinte, mehr als arbeiten können wir doch auch nicht, so verzweifelten viele an diesem System, gaben auf und identifizierten sich nicht mehr damit.
Ich habe mich bei meinem Umzug nach Rügen und der Aufnahme der Tätigkeit als Technischer Leiter gefragt, warum die Schlosser in dem VEG nicht wenigstens ein bisschen mitzogen, die hatten zu tun, Futter für ihre privaten Schweine zu beschaffen, um da zu Geld zu kommen. Bis hierhin waren solch ideologisch gefärbte Veranstaltungen in der Arbeitszeit entweder noch gar nicht durchgedrungen, oder aber die Jungs waren hier oben pragmatischer.
Jedenfalls interessierte sich hier keiner für solche schöpferischen Pläne und Selbstverpflichtungen, wie sie in der Industrie üblich waren.
Was für eine Zeit, wenn man sich so erinnert.


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#208

RE: Die DDR war doch noch zu retten

in Themen vom Tage 13.07.2012 10:06
von Nostalgiker | 2.554 Beiträge

Zitat von Tobeck im Beitrag #206


- vor 1945 lag neben dem Ruhrgebiet ein weiterer industrieller Kern in Mitteldeutschland - im heutigen Sachsen, im Chemiedreieck, in Thüringen aber auch in Berlin. Beide industriellen Kerne haben an Bedeutung verloren und die industriellen Kerne liegen heute vor allem in Süddeutschland. Im Ruhrgebiet war der Bedeutungsverlust der Montanindustrie ein wichtiger Grund. Was war in Mitteldeutschland die Ursache?

In Mitteldeutschland, Sachsen und Teile von Sachsen-Anhalt war vor allem die verarbeitende Industrie angesiedelt.
Die von Dir als Vergleich herangezogene Montanindustrie (Kohle, Eisen- und Stahlindustrie) befand sich weiter östlich, in Schlesien wo sich auch die entsprechenden Bodenschätze befanden und das Gebiet gehörte weder zur SBZ und dann auch nicht zur DDR. Also ist der Vergleich so nicht ganz richtig.


War die DDR noch zu retten? Das Hauptproblem war die zu niedrige Produktivität im Vergleich mit dem Weltmarkt. Die Einbindung in den RGW konnte die bekannten Probleme alleine nicht lösen. Eine stärkere Öffnung für den Weltmarkt hätte aus den genannten Produktivitätsgründen eine Absenkung der Löhne als schnell zu realisierende Lösung vorausgesetzt. Absenkung der Löhne heißt also nichts anderes als eine Absenkung des Lebensstandards - genau das hatte Schürer auch prognostiziert.

Nicht nur die Produktivitätsrate war ein Hemmnis.
Ebenso war eine Form des ökonomischen Selbstmordes der DDR die Verfolgung der Direktive des "Störfrei" machens.
Letztens hatte ich eine interessante Studie gelesen was in der DDR auch auf Grund dieser Wirtschaftspolitik für Klein und Kleinstserien produziert worden sind. In Erinnerung ist mir geblieben das die DDR bezogen auf die Palette von Verabeitungsmaschinen über 70% der weltweiten Produktion selbst herstellte......
In einigen anderen Branchen sah es nicht unähnlich aus.
Das hält auf die Dauer keine Wirtschaft aus.......


Bereits vor 1990 verlagerten westdeutsche Betriebe bestimmter Branchen bzw. Teilen davon, wie z.B. der Textil- und Elektroindustrie ihre Produktion zum Teil seit mindestens 10 Jahren in Billiglohnländer, z.B. nach Südostasien. Diese Branchen in der ehemaligen DDR hatten mit der Währungsunion und der Wiedervereinigung, der faktischen Währungsaufwertung und Einbindung in die Weltmärkte keine Chance mehr, zu überleben. Der Zug war 1990 längst abgefahren, die Wiedervereinigung kam mindestens 30 Jahre zu spät! Das ist die bittere Erkenntnis. Den Fehler, den viele heute immer wieder machen, ist die Situation der achtziger Jahre einfach fortzuschreiben, ohne die Veränderungen der Weltwirtschaft seit dem zu beachten.

Das Kapital wird immer dorthin wandern wo die Lohnkosten am niedrigsten sind. Wie es heute heißt Human Capital soll so wenig wie möglich kosten und maximalen Gewinn abwerfen.
Nur irgendwann ist die Karawane einmal um die Welt und dann? Aber das ist nicht das Thema hier.



@Rüganer,
Die Gefahr des "redens" mit den NSW-Ausstellern wird bestimmt der Grund gewesen sein eine Fahrt nach Leipzig zur Messe zu abzulehnen.
NSW-Reisekader generell als "unfähige Kräfte" hinzustellen ist mal wieder etwas pauschal und undifferenziert.
NSW Importe liefen generell über die dafür Zuständigen staatlichen Aussenhandelsbetriebe (Staatliches Außenhandelsmonopol) und der betriebliche Reisekader hatte, wenn überhaupt mehr eine beratende aber keine entscheidende Funktion.
Aus meiner Praxis könnte ich Dir eine ellenlange List von Importen zusammenstellen welche viel Geld kosteten aber nicht oder kaum genutzt werden konnten weil einfach bestimmte Komponenten nicht mit eingekauft wurden......

Der neue, sozialistische Mensch hat Höchstleistungen in der Produktion zum Wohle einer Idee und gesellschaftlichen Anerkennung; Bild an der "Strasse unserer Besten" abgeliefert und nicht wegen des schnöden Mammons wegen. Nur wo war der Neue Mensch?
Solchen Quatsch, nämlich das es dem Arbeiter in der DDR ernsthaft nach gesellschaftlicher Anerkennung dürstet und nicht nach leistungsgerechterer Entlohnung mußte ich mal zwangsweise in einer Dissertation lesen.
Das war alles Ernst gemeint und nicht nur der Verfasser war von dieser These überzeugt.....

Ansonsten sei Dir versichert @Rüganer der Gedanke an Arbeitslose in der DDR von mir zur Unzeit am falschen Ort geäußert bescherte mir einige anregende Unterhaltungen mit "zuständigen Stellen" und diese Unterhaltungen fanden garantiert nicht während der Arbeitszeit statt.
Kritik ja bitte aber immer im Sinne der großen Linie, alles andere war subversiv und mußte bekämpft werden....... und wurde bekämpft statt sich mal sachlich damit auseinanderzusetzen.

Gruß
Nostalgiker


Aber auf einmal bricht ab der Gesang,
einer zeigt aus dem Fenster, da spazieren sie lang,
die neuen Menschen, der neue Mensch,
der sieht aus, wie er war
außen und unter`m Haar
wie er war ...

_______________
aus; "Nach der Schlacht" - Renft - 1974
Text: Kurt Demmler

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#209

RE: Die DDR war doch noch zu retten

in Themen vom Tage 13.07.2012 12:02
von Rüganer (gelöscht)
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Hallo Nostalgiker,

es beruhigt mich ungemein, wenn auch du eine ellenlange Liste von Importen zusammenstellen kannst, die quasi „in die Hose gingen“. Ein gewaltiger Sargnagel für die Bestattung der DDR und hat bestimmt nichts mit notorischer Meckerei zu tun, wenn selbst Du so etwas dokumentieren kannst. Und die betreffenden NSW-Reisekader waren jedenfalls unfähig, sonst wären diese Importe gar nicht erst getätigt worden.
Grundsätzlich fällt mir aber auf, dass wir doch gar nicht so weit entfernt voneinander stehen, wenn auch du diese Kampfprogramme, dieses wunderschöne Beispiel in der Dissertation und auch die Plandiskussion anführst, alles Dinge, die so unnütz wie ein Kropf waren.
Und dies meine ich, wenn ich die ideologische Durchsetzung der Arbeit, der Ökonomie und des täglichen Lebens in der DDR kritisiere. Es kommt mir im Nachhinein so vor, wie des Kaisers neue Kleider, alle jubelten dem Kaiser zu, obwohl jeder sah, wie die Realität aussah.
Deswegen behaupte ich nach wie vor, ich arbeite heute ohne jeglichen politischen Einfluss auf meine Tätigkeit und auf meine Ökonomie, von den Gewinnen behalte ich den Teil, den der Staat mir noch lässt und würde auch in meiner Branche in jedem anderen Land der Welt diesen Betrieb führen können.
Kannst du dich vielleicht noch daran erinnern, dass bei den sogenannten Neuerer -Vereinbarungen streng darauf geachtet wurde, dass das Verhältnis Arbeiter zu Angestellten eingehalten werden musste? Die Praxis sah dann so aus, dass Leute beteiligt wurden, die absolut nichts mit der Sache zu tun hatten, nur um dieses Verhältnis zu erzielen.
Ich gebe dir vollkommen recht, wo war er, der Neuer Mensch?


zuletzt bearbeitet 13.07.2012 12:02 | nach oben springen

#210

RE: Die DDR war doch noch zu retten

in Themen vom Tage 13.07.2012 12:28
von Hackel39 | 3.123 Beiträge

Zitat von Nostalgiker im Beitrag #208
[quote=Tobeck|p202693]


NSW-Reisekader generell als "unfähige Kräfte" hinzustellen ist mal wieder etwas pauschal und undifferenziert.
NSW Importe liefen generell über die dafür Zuständigen staatlichen Aussenhandelsbetriebe (Staatliches Außenhandelsmonopol) und der betriebliche Reisekader hatte, wenn überhaupt mehr eine beratende aber keine entscheidende Funktion.
Aus meiner Praxis könnte ich Dir eine ellenlange List von Importen zusammenstellen welche viel Geld kosteten aber nicht oder kaum genutzt werden konnten weil einfach bestimmte Komponenten nicht mit eingekauft wurden......

Der neue, sozialistische Mensch hat Höchstleistungen in der Produktion zum Wohle einer Idee und gesellschaftlichen Anerkennung; Bild an der "Strasse unserer Besten" abgeliefert und nicht wegen des schnöden Mammons wegen. Nur wo war der Neue Mensch?
Solchen Quatsch, nämlich das es dem Arbeiter in der DDR ernsthaft nach gesellschaftlicher Anerkennung dürstet und nicht nach leistungsgerechterer Entlohnung mußte ich mal zwangsweise in einer Dissertation lesen.
Das war alles Ernst gemeint und nicht nur der Verfasser war von dieser These überzeugt.....

Ansonsten sei Dir versichert @Rüganer der Gedanke an Arbeitslose in der DDR von mir zur Unzeit am falschen Ort geäußert bescherte mir einige anregende Unterhaltungen mit "zuständigen Stellen" und diese Unterhaltungen fanden garantiert nicht während der Arbeitszeit statt.
Kritik ja bitte aber immer im Sinne der großen Linie, alles andere war subversiv und mußte bekämpft werden....... und wurde bekämpft statt sich mal sachlich damit auseinanderzusetzen.

Gruß
Nostalgiker





Dazu mal eine praktische Frage.
Wie sah das mit den Reisekadern aus, waren die für mehrere Betriebe zur Beschaffung der Technik aus dem NSW- Bereich vorgesehen ?
Waren das überhaupt gelernte Fachleute aus der Produktion und wie wurde denen beigebracht, was mitzubringen war ?
Konnte man die Cocom- Liste umgehen, wenn ja auch im großen Stil ?
Also ich stelle mir das extrem schwer vor, wirklich intelligente Einkäufe im "Feindesland" zu tätigen ohne echte Helfer vor Ort, ohne mindestens ein Praktikum West im artverwandten Betrieb.
Offizielle ehrliche Kontakte auf Messen wären sicher hilfreicher gewesen, aber dort könnte genauso gut einer vom Verfassungsschutz am Mannesmann- Stand die Einhaltung der Cocom- Liste überwachet haben...
Ich weiß nur, daß auf meiner einzigen Westreise immer ein Verfassungsschützer dabei war, obwohl wir nur den Fischmarkt besuchten und Bananen kauften und uns am Abend mit der regionalen CVJM- Jugend trafen und wenn die da schon präsent waren, da ging es anderswo sicherlich auch noch schwieriger von statten, Joint ventures auf Schleichwegen zu organisieren.



zuletzt bearbeitet 13.07.2012 12:48 | nach oben springen

#211

RE: Die DDR war doch noch zu retten

in Themen vom Tage 13.07.2012 12:53
von Rüganer (gelöscht)
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[/quote]

Dazu mal eine praktische Frage.
Wie sah das mit den Reisekadern aus, waren die für mehrere Betriebe zur Beschaffung der Technik aus dem NSW- Bereich vorgesehen ?
Waren das überhaupt gelernte Fachleute aus der Produktion und wie wurde denen beigebracht, was mitzubringen war ?
Konnte man die Cocom- Liste umgehen, wenn ja auch im großen Stil ?
Also ich stelle mir das extrem schwer vor, wirklich intelligente Einkäufe im "Feindesland" zu tätigen ohne echte Helfer vor Ort, ohne mindestens ein Praktikum West im artverwandten Betrieb.
Offizielle ehrliche Kontakte auf Messen wären sicher hilfreicher gewesen, aber dort könnte genauso gut einer vom Verfassungsschutz am Mannesmann- Stand die Einhaltung der Cocom- Liste überwachet haben...
Ich weiß nur, daß auf meiner einzigen Westreise immer ein Verfassungsschützer dabei war, obwohl wir nur den Fischmarkt besuchten und Bananen kauften und uns am Abend mit der regionalen CVJM- Jugend trafen und wenn die da schon präsent waren, da ging es anderswo sicherlich auch noch schwieriger von statten, Joint ventures auf Schleichwegen zu organisieren.[/quote]


Hackel39,

ich kann nur für meine damalige Firma sprechen, der Reisekader in dem Fall war der Bereichsleiter Technologie, der doch eigentlich wissen sollte, was demnächst in der Produktion abgehen soll und mit welchen Anlagen und was dazu nötig ist. Scheinbar konnte er es doch nicht und war überfordert damit oder aber, die geplante Produktion war verändert, jedenfalls waren 125.000 VE, Verrechnungseinheiten, wimre, in den Sand geknallt worden.
Ich glaube weniger, dass der Verfassungsschutz mit am Messestand gesessen hätte, und ob generell Technik für die Herstellung von Leiterplatten auf der Cocom – Liste gestanden hat, glaub ich so nicht, einiges wohl schon. Unsere Technik wurde in der Regel durch Monteure des Herstellers aufgestellt, probegefahren und übergeben. Die wussten alle, wo ihre Maschinen und Anlagen standen. Ich habe etwa 8 Jahre Monteursbetreuung gemacht, mit einem Team unserer Leute die Anlagen mit aufgebaut und technisch abgenommen, da sprach man schon miteinander über vieles. Bestaunt wurde immer, wie wir trotzt aller widrigen Umstände Dinge zum Laufen brachten, allerdings fiel es uns auch schwer, zu verstehen, dass der Tausch einer Steckkarte im Schaltschrank ökonomischer ist, als die Fehlersuche auf einer solchen Karte und die Reparatur. Wir hatten keine Austauschkarten.
Amerikanische Ätzmaschinen, alles in Zollabmessungen, dafür haben wir selbst in mühevoller Kleinarbeit Ersatzteile gefertigt, weil uns nur eine bestimmte Summe für Ersatzteile zur Verfügung stand. Die wurde dann sehr schnell durch solche Dinge wie Impeller für Kreiselpumpen aus Titan aufgefressen, es liefen aber schon Versuche, diese in der DDR für uns zu fertigen.
Deine Vorstellung von einem Praktikum in einem artverwandtem Betrieb West – lustig. Wenn der sich eingearbeitet hätte, wäre er dageblieben. Denn er hätte eine Menge Geld verdient und seine Familie, die hätte er nachgeholt. Dafür gab es doch Beispiele.
Nachdem wir die ersten 3 gleichen Anlagen aufgebaut hatten, sagten mir die Monteure auch: Bei uns kannst du sofort anfangen, die Anlagen kennst du, Englisch sprichst du, komm.
Ich habe niemals, nicht mal im Spaß daran gedacht, meine Familie zu verlassen und von meiner Grenzerzeit wusste ich auch, so einfach mal rüber – ist nicht. Aber ich hätte gerne auch dort gearbeitet, heute in Schweden montieren, nächste Woche in Griechenland, dann in Brasilien uns so immer rund um Die Welt. Ich war damals jung und wollte eigentlich etwas sehen – wäre ein toller Job gewesen - leider alles Geschichte


zuletzt bearbeitet 13.07.2012 12:54 | nach oben springen

#212

RE: Die DDR war doch noch zu retten

in Themen vom Tage 13.07.2012 12:59
von Grenzwolf62 (gelöscht)
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Sonderbar, ich habe im Bekanntenkreis mal die Frage gestellt, ob jemand die DDR wiederhaben möchte, also ausnahmslos alle haben sofort abwehrend die Hände gehoben und es sind dabei nicht alle auf Rosen gebettet.
Ich weiß ja nicht welche herausgehobene Kaderfunktion hier einige innehatten, aber die Mehrheit draußen scheint das kleine große Ländlein wohl nicht zu vermissen.
So, nun weiter mit Profitoptimierung


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#213

RE: Die DDR war doch noch zu retten

in Themen vom Tage 13.07.2012 13:04
von Nostalgiker | 2.554 Beiträge

Hallo Rüganer,

da muß ich doch noch etwas anfügen.
Diese Neuerervereinbarungen waren in dem Bereich indem ich arbeitete nicht ganz so präsent aber ich kenne diese paritätische Ausgewogenheit wonach sich auf einmal Leute in diesem Team befanden welche nur zu Dekorationszwecken aufgenommen werden mußten.

Die Ideologisierung der Arbeit und die allgegenwärtige Durchdringung selbiger mit Parolen, Sprüchen etc. war irgendwie.....
Entweder konnte man sich das Leben damit schwer machen darüber nachzudenken warum ich nach Manier der Scharia "meine Hand für mein Produkt!" im Falle des Falles hergeben sollte oder warum mutierte mein Arbeitsplatz Anfang der 80er auf einmal zum Kampfplatz?
Klar es war ein "Kampfplatz für den Frieden" aber warum die Ausweitung der Kampfzone bis in mein Büro?
Das und noch vieles mehr machten doch die vielleicht von mir damals nicht so gesehenen positiven Inhalte solcher Losungen, sowie die gesamte Propaganda lächerlich. Heute erst recht.....
Kämpfte die Fleischverkäuferin etwa mit mir um das letzte Schnitzel, nur weil auch ihr Arbeitsplatz ein Kampfplatz war?

Zur eigenen Ehrretung möchte ich sagen genau wie mich heutzutage die flächendeckende Werbung in Form von Tafeln nicht unbedingt interessiert, so haben mich die Transparente und Spüche damals nicht besonders tangiert.

Wir bekamen zum Beispiel Mitte der Achtziger die ersten Bürocomputer und alles (fast) wurde auf EDV Umgestellt.
Nicht nur das wir in einem Nachweisbuch genaustens die Auslastung des PCs dokumentieren mußten, nein es wurden auch die benötigten Daten ganz schick auf Datenträgern dargereicht. Floppys; 5,25″.
Aus dem NSW und deshalb schwer bewacht und sparsam eingesetzt.
Schicken war nicht so das Ding, besonders nachdem es öfters vorkam das die Floppys am Begleitschreiben festgetackert wurden......
Also machten sich Zwei!!! Kollegen mit der Floppy auf den Weg um sie persönlich abzuliefern.
Ich glaube wir hatten so einen PC 1715 zur Verfügung ohne große Festplatte. Also wurden die Daten ausgedruckt!
Weiter möchte ich nicht ins Detail gehen.....

Nur wenn ich davon ausgehe das aus 20 Kombinatsbetrieben sich jeden Monat 2 Kollegen auf den Weg machten um eine Datendisk nach Berlin zu bringen.......
Einzige Entschuldigung ein Intranet gab es damals noch nicht zum Datenaustausch und Übermittlung.....
Aber ich glaube die Datenübermittlung getrommelt wäre ein wenig effektiver gewesen......

Nebeneffekt; die Kollegen, meist Frauen, hatten eine umfangreiche Einkaufsliste ihrer Kollegen welche sie in Berlin abarbeiteten und Abends fuhren sie mit dem Städteschnellexpress wieder zurück in ihre Heimat......
Oder ihre Wünsche wurden vorab übermittelt und wir besorgten die Begehrlichkeiten denn auch in Berlin gab es nicht immer alles zu aller Zeit.....

@Hackel39, die Leute welche ich kannte und die in das NSW fahren durften um solche Geschäfte abzuwickeln wußten schon was sie wollten und wo sie es bekommen konnten.
Das "falsche" kauften sie in der Regel nicht ein aber der Knackpunkt war wie bei so vielem die Bereitstellung der Finanzmittel und das führte eben dazu das eine zwar hocheffektive Gußanlage für die Herstellung von Aluminiumguß (Motorblöcke) gekauft und installiert wurde aber das "drumherum" was auch zu solch einer Anlage gehört nicht gekauft wurde (Devisen!) sondern in Form der bereits erwähnten Neuerervereinbarungen selbst geschnitzt wurden um die Anlage so einigermaßen zum laufen zu bringen und am laufen zu halten.

Dies hatte den Nebeneffekt das die Bezieher des Alumiumgußes (zum Beispiel die Autohersteller in der DDR) sich Monat für Monat am Tisch des zuständigen Produktionsdirektors versammelten und um unter Vorlage von Dringlichkeitsnachweisen um die Aufteilung der monatlichen Produktionsmenge feilschten .... die Anlage hatte auch nur eine bestimmte Kapazität......
Diesen Irrsinn machte ich bis Ende 1989 monatlich mit......(unter anderem)


Gruß
Nostalgiker


Aber auf einmal bricht ab der Gesang,
einer zeigt aus dem Fenster, da spazieren sie lang,
die neuen Menschen, der neue Mensch,
der sieht aus, wie er war
außen und unter`m Haar
wie er war ...

_______________
aus; "Nach der Schlacht" - Renft - 1974
Text: Kurt Demmler

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#214

RE: Die DDR war doch noch zu retten

in Themen vom Tage 14.07.2012 22:12
von frank | 1.753 Beiträge

Zitat von Grenzwolf62 im Beitrag #212
Sonderbar, ich habe im Bekanntenkreis mal die Frage gestellt, ob jemand die DDR wiederhaben möchte, also ausnahmslos alle haben sofort abwehrend die Hände gehoben und es sind dabei nicht alle auf Rosen gebettet.
Ich weiß ja nicht welche herausgehobene Kaderfunktion hier einige innehatten, aber die Mehrheit draußen scheint das kleine große Ländlein wohl nicht zu vermissen.
So, nun weiter mit Profitoptimierung


erhöhung der strompreise , der mieten , der grundnahrungsmittel und damit verbundene hohe armutsrate in diesem kleinen GRO?EN ländlein ? würden zwar viele die ddr nicht zurück haben wollen , aber auf das, haben millionen H4 empfänger auch keinen bock !!!



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#215

RE: Die DDR war doch noch zu retten

in Themen vom Tage 14.07.2012 22:20
von Harra318 | 2.514 Beiträge

Zitat von frank im Beitrag #214
Zitat von Grenzwolf62 im Beitrag #212
Sonderbar, ich habe im Bekanntenkreis mal die Frage gestellt, ob jemand die DDR wiederhaben möchte, also ausnahmslos alle haben sofort abwehrend die Hände gehoben und es sind dabei nicht alle auf Rosen gebettet.
Ich weiß ja nicht welche herausgehobene Kaderfunktion hier einige innehatten, aber die Mehrheit draußen scheint das kleine große Ländlein wohl nicht zu vermissen.
So, nun weiter mit Profitoptimierung


erhöhung der strompreise , der mieten , der grundnahrungsmittel und damit verbundene hohe armutsrate in diesem kleinen GRO?EN ländlein ? würden zwar viele die ddr nicht zurück haben wollen , aber auf das, haben millionen H4 empfänger auch keinen bock !!!

jeder ist sein Glückes......!Siehe dein Freund @Felix 2Häuser und 3 Wohnungen.Ach ein ehemaliger DDR-Bürger.Jeder ist des Glückes eig...........!!!!!


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#216

RE: Die DDR war doch noch zu retten

in Themen vom Tage 14.07.2012 22:31
von Gelöschtes Mitglied
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Auf dem V. Parteitag der SED 1957 verkündete Walter Ulbricht das Ziel für die nächsten vier Jahre: das Erreichen des westdeutschen Lebensstandards. „Überholen ohne einzuholen“ lautete die Devise. Die Überlegenheit des Sozialismus sollte bewiesen werden. Tatsächlich blieben Versorgungsschwierigkeiten bis zum Ende der DDR ständiger Begleiter im Alltag. Aber es war eine eigene sozialistische Konsumkultur entstanden, anders, als sich das die SED-Führung ausgemalt hatte: Das Schlangestehen vor den Geschäften gehörte ebenso dazu wie der Tauschhandel, die Eigenversorgung mit allem, was der Kleingarten hergab, und die Verschwendung hoch subventionierter Lebensmittel wie zum Beispiel Brot, das als Tierfutter billiger war als die Erzeugnisse der volkseigenen Futtermittelproduktion.
Die Mangelwirtschaft war das Markenzeichen von 40 Jahren Wirtschaftsentwicklung in der DDR. Auf eine Wohnung mussten Familien in der Regel fünf Jahre lang warten, auf ein Telefon zehn Jahre, auf einen „Wartburg“ 15 Jahre. Genussmittel wie Schokolade oder Südfrüchte waren entweder überteuert oder gar nicht zu haben. Eine Möglichkeit, die DDR-Mangelwirtschaft zu umschiffen, war GENEX. Diese Einrichtung des DDR-Außenhandels verkaufte gegen ausländische Valuta DDR-Waren an DDR-Bürger. Auf diese Weise ließen sich die langen Jahre des Wartens auf einen „Trabbi“ auf wenige Wochen reduzieren, und er kostete 1977 auch nur 4.934 bis 5.102 West-Mark statt 8.500 Ost-Mark. Dessen ungeachtet existierte im Arbeiter- und Bauernstaat ein System der Sonderversorgung. So gab es in größeren Betrieben und Behörden Verkaufsstellen von Handelsorganisation (HO) und Konsum, die besser beliefert wurden (HO Wismut, Militär-HO). Für hohe SED-Funktionäre und Generäle der NVA boten Sonderverkaufsstellen (in Wandlitz und Strausberg) auch Westwaren zu billigen Ostpreisen an. Um den Kaufkraftüberhang der eigenen Bevölkerung abzubauen, wurden Ende der 1960er Jahre Geschäfte eröffnet, in denen Mangelwaren und gelegentlich auch Westimporte zu sehr hohen Ostpreisen angeboten wurden: „Delikat“ für Lebensmittel und „Exquisit“ für Textilien und Schuhe. Im Sommer 1974 gab die SED-Führung dem „Devisendrang“ nach und legalisierte für die DDR-Bevölkerung das Einkaufen in den „Intershops“, die ursprünglich als Duty-Free-Geschäfte für durchreisende Ausländer mit „harter“ Währung gedacht waren. Damit erfolgte die Spaltung der Gesellschaft in Menschen mit und ohne DM. Zur Förderung der Systembindung erlangte die praktische Sozialpolitik im Sinne „sozialistischer Errungenschaften“ mehr und mehr an Bedeutung. So baute die SED das kollektive Versorgungs- und Sicherungssystem in den 1970er und 1980er Jahren großzügig aus und versuchte damit, den Legitimationsmangel der eigenen politischen Herrschaft zu kompensieren. Aber gerade diese Sozialgeschenke beschleunigten den wirtschaften Ruin. Am 31.10.1989 legte der DDR-Planungschef Gerhard Schürer dem Politbüro der SED ein Geheimgutachten vor, aus dem hervorging: Die DDR ist pleite. „Allein ein Stoppen der Verschuldung würde im Jahre 1990 eine Senkung des Lebensstandards um 25 bis 30 Prozent erfordern und die DDR unregierbar machen.
So nun könnt Ihr Euch noch mehr den Kopfzerbrechen ob die DDR noch zu retten war. Wer es nun nocht glaubt , Sie war nicht mehr zu retten , der möge sich schnell noch an Herrn Schalck -Golodkowsky wenden , Vielleicht zeigt er ein paar Tricks mal was aus der Zauberkiste . mfg ratata


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#217

RE: Die DDR war doch noch zu retten

in Themen vom Tage 14.07.2012 22:33
von frank | 1.753 Beiträge

Zitat von Harra318 im Beitrag #215
Zitat von frank im Beitrag #214
Zitat von Grenzwolf62 im Beitrag #212
Sonderbar, ich habe im Bekanntenkreis mal die Frage gestellt, ob jemand die DDR wiederhaben möchte, also ausnahmslos alle haben sofort abwehrend die Hände gehoben und es sind dabei nicht alle auf Rosen gebettet.
Ich weiß ja nicht welche herausgehobene Kaderfunktion hier einige innehatten, aber die Mehrheit draußen scheint das kleine große Ländlein wohl nicht zu vermissen.
So, nun weiter mit Profitoptimierung


erhöhung der strompreise , der mieten , der grundnahrungsmittel und damit verbundene hohe armutsrate in diesem kleinen GRO?EN ländlein ? würden zwar viele die ddr nicht zurück haben wollen , aber auf das, haben millionen H4 empfänger auch keinen bock !!!

jeder ist sein Glückes......!Siehe dein Freund @Felix 2Häuser und 3 Wohnungen.Ach ein ehemaliger DDR-Bürger.Jeder ist des Glückes eig...........!!!!!


freunde ?.entschuldige bitte, suche ich mir bitte immer noch selber aus ! ich bild mir meine eigene meinung , bin auch nicht neidisch wie du auf anderen besitzstand sondern interresiere mich für die be - oder mißhandlung von bedürftigen in diesem land , was nun nicht aber auch rein gar nichts mit : jeder ist seines glückes ...zu tun hat !!!



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#218

RE: Die DDR war doch noch zu retten

in Themen vom Tage 14.07.2012 22:38
von Gelöschtes Mitglied
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Auch gabe es noch damals eine gewisse Herta König im Finanzministerium der DDR, die es auch noch geschick verstand Millionen von Ostmark zu deponieren , Da deshalb sang wohl die Hahneman ."WO ist mein Geld nur geblieben , wo , wo ,wo
Mfg ratata


zuletzt bearbeitet 14.07.2012 22:49 | nach oben springen

#219

RE: Die DDR war doch noch zu retten

in Themen vom Tage 14.07.2012 23:55
von frank | 1.753 Beiträge

Zitat von ratata im Beitrag #218
Auch gabe es noch damals eine gewisse Herta König im Finanzministerium der DDR, die es auch noch geschick verstand Millionen von Ostmark zu deponieren , Da deshalb sang wohl die Hahneman ."WO ist mein Geld nur geblieben , wo , wo ,wo Mfg ratata


entschuldige meine unwissenheit ! aber da melde ich erklärungsbedarf an ?



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#220

RE: Die DDR war doch noch zu retten

in Themen vom Tage 15.07.2012 09:03
von eisenringtheo | 9.164 Beiträge

Die verschobenen Millionen haben wir offenbar gefunden, aber wir Schweizer sagen nichts....Der Bundesrat (=Bundesregierung) schweigt sich diplomatisch geschickt aus, (..der Bericht ist noch nicht fertig!)
http://bazonline.ch/schweiz/standard/Die.../story/20264062
Theo


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