#1

perleberg Unfall eines Uffz.Schueler

in Mein Leben als DDR Grenzsoldat 01.02.2012 15:08
von schmuddel (gelöscht)
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Ich schmuddel war 1987/88 in perleberg in der Egon Schulz in der1kompanie als Bu-Schueler da begab es sich das sich ein Uaz waerend einerWache den Stress nicht mehr gewachsen war und von seinemVorgesetzten und seinen Mitschülern ziemlich uebelmitgespielt hatten ich glaub es war Sonntags hatte dieser Uaz seine Wache mit Kallaschnikov und 60 Scharfen Patronen verlassen und war nicht mehr Erreichbar somit wurde mitten in der Nacht zum Sonntag der Bereiche Grenzsicherung ausgelöst
Wer weiß weitere hintergruende dieses schicksalhaften Tages der Uffz-Schule Egon Schulz der mit einem weiterem Totem UaZ-Schüler in der glorreichen Geschichte der GT der DDR ich war bei der Suche dabei


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zuletzt bearbeitet 01.02.2012 17:35 | nach oben springen

#2

RE: perleberg

in Mein Leben als DDR Grenzsoldat 01.02.2012 15:17
von schmuddel (gelöscht)
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Gefechtsalarm Ausgelöst Uffz.endete


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#3

RE: perleberg

in Mein Leben als DDR Grenzsoldat 30.07.2012 20:42
von DBozz (gelöscht)
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Hi Schmuddel,

ich hab da eine andere Version zu gehört.

In meiner Erinnerung war das wohl so, das der US auf dem STÜP als Wachtposten eingesetzt war und seinen Posten verlassen hatte.
Er soll wohl psychisch labil gewesen sein, hat wohl von UaZ aufgekohlt auf BU, dann sich bequatschen lassen, nochmal ausgeholt und
auf Fähnrich aufgestockt, auf Grund dessen hat seine Freundin mit ihm Schluss gemacht, das, so sagte man uns, soll der Auslöser gewesen sein.
Als das aufflog, wurde Gefechtsalarm ausgelöst und die komplette Uffz.Schule musste mit raus, inklusive Bewaffnung mit scharfer Munition, den STÜP abriegeln. Es wurde eine Hundestaffel auf ihn angesetzt, da er nicht zu finden war, bei der Grösse kein Wunder.
Nach ca. 4-6h, gefühlt ganzer Tag, wurde Entwarnung gegeben, da man ihn mittlerweile gefunden hatte, durch die Hundestaffel.
Der US hatte sich selbst entleibt, mit der AK in den Kopf geschossen. Also kein Unfall, Selbstmord war die Ursache.
Zu seiner Labilität zu sagen bleibt noch, das er auf der Flucht einen Dumper "entführt" hat, als dieser, der ja auf Langstecke nicht ausgelegt ist, den Geist aufgab, er ein volles Magazin auf ihn abgefeuert hat, er dann immer mal wieder um sich feuernd irgendwann hinlegte und sich selbst erschoss.
Das ist meine Info zu diesem Vorfall.

Gruß DBozz


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#4

RE: perleberg

in Mein Leben als DDR Grenzsoldat 31.07.2012 10:53
von 94 | 10.792 Beiträge

An der US IV gabs wohl öftersmal Tote? ... Schüsse an der Elbe


Verachte den Krieg, aber achte den Krieger!


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#5

RE: perleberg

in Mein Leben als DDR Grenzsoldat 31.07.2012 11:32
von DBozz (gelöscht)
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Ja, das stimmt wohl, auf der Uffz.Schule wurden alle hochgepeitscht zu Heißdüsen, durch die Ausbilder.
Denn in unserem Halbjahr weiß ich von einer Aktion, da sind Soldaten heimlich über´n Zaun, hatten wohl Durst
und danach angesoffen wieder zurück. Nüchtern war das wohl kein Problem, aber zurück wie beim Sturmangiff,
da war der Posten überfordert und hat erstmal sein Magazin entleert, worauf die ganze Schule natürlich wach war.
Die Soldaten haben sie alle vom Boden aufsammeln können, trotz Schnaps im Kopf hat sich keiner mehr gerührt vor Angst,
auch der Posten war erstarrt vor Angst.
Aber auch später in den GK´s hat ja öfter geknallt, kein Wunder die Jungs kamen völlig übermüdet aus dem Grenzdienst,
da hat mancher schon mal bei der Sicherheit das Magazin vergessen raus zunehmen und schon waren alle wach.


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#6

RE: perleberg

in Mein Leben als DDR Grenzsoldat 08.01.2013 00:21
von Mart | 734 Beiträge

Zitat von 94 im Beitrag #4
An der US IV gabs wohl öftersmal Tote? ... Schüsse an der Elbe

Das lese ich erst jetzt.
Die Frage ist im Grunde aus eigenem Erleben nicht beantwortbar, da war schon die Geheimhaltung vor. Im Grunde müßte man bei BStU schauen, wie die entsprechende Sammelakte der HA I gehießen haben könnte - da sollte es wohl ganz genau stehen.

Zu meiner Zeit funktionierte der Buschfunk des Uffz-Korps ganz gut, für meine drei Jahre (81-84) sind mir erinnerlich:
* Der Vorfall Außenstelle Glöwen, ein Toter. (Hier irgendwo umfassend behandelt)
* (wohl erfolgloser) Selbstmordversuch eines U-Schülers, der einem Kameraden die Hand wegschoss (auch hier oder in einem anderen Forum von mir schon thematisiert)
* im Ansatz verhinderter Selbstmordversuch eines U-Schülers auf Rückfahrt nach Urlaub (ggf noch nicht erwähnt)
* Überschlag eines vollbesetzten W50, nur leicht Verletzte. (war 8. Kompanie; hier wohl auch schon erwähnt)

Natürlich ist jeder Tote einer zu viel, das mal vorab.
Verglichen mit den Risiken im zivilen Leben scheint mir das nicht außerordentlich hoch. Man muss ja bedenken, dass dort 1.200 Mann plus sicher mehr als 200 Mann Stammpersonal waren.


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#7

RE: perleberg

in Mein Leben als DDR Grenzsoldat 08.01.2013 02:30
von Pfropfmesser 949 | 13 Beiträge

mir ist auch ein vorfall bekannt.
ich war von mai bis oktober 87 an der unteroffiziersschule perleberg.
es wurde nur hinter vorgehaltener hand darüber geredet.
ein unteroffiziersschüler hat sich oder einen kameraden im wachgebäude erschossen.
ein abprallschuss/querschläger hat einen der beiden getroffen.
ob der schuss absichtlich oder versehentlich abgegeben wurde, weiß ich nicht.
ich meine mich aber erinnern zu können, dass über selbsttötung gesprochen wurde.



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#8

RE: perleberg

in Mein Leben als DDR Grenzsoldat 08.01.2013 10:37
von 94 | 10.792 Beiträge

Zitat von Pfropfmesser 949
ein unteroffiziersschüler hat sich oder einen kameraden im wachgebäude erschossen. [...] ich meine mich aber erinnern zu können, dass über selbsttötung gesprochen wurde.


So entstehen Gerüchte ... es war aus Geigel heraus und es war auf der Munwache und es war definitiv KEIN Suizid, nicht mal by Proxy.
Ein Zimmerkamerad der Beiden berichtete hier (Link im #4) und war auch zur Beisetzung seines Stubenkameraden.
Dieser wurde nichtmal neunzehn.

P.S. meinte natürlich die US VI


Verachte den Krieg, aber achte den Krieger!


zuletzt bearbeitet 08.01.2013 11:52 | nach oben springen

#9

RE: perleberg

in Mein Leben als DDR Grenzsoldat 12.02.2013 22:35
von Pfropfmesser 949 | 13 Beiträge

der vorfall, den ich beschrieb, ereignete sich im sommer 1987;
es ist kein gerücht, sondern mein erlebnis.



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#10

RE: perleberg

in Mein Leben als DDR Grenzsoldat 13.02.2013 08:15
von 94 | 10.792 Beiträge

Na ich zweifle doch gar Nichts an! Nur eine Selbsttötung war es nunmal nicht. Nicht mal vom Hörensagen. Und gehe mal davon aus, das wir schon den gleichen tragischen Vorfall meinen? Diese Entstehung von Gerüchten bezog sich eher auf einige 'oder' in Deinem Beitrag.
Mann, ähm Frau! Itzo komme ich mir schon vor wie ein Donnergaul.
Achso, das sicher über Selbsttötung und auch Anderes (wie in #1 und #3) gesprochen wurde, na da bin ich mir sogar sicher. Und genau sowas nenne ich dann mal ein Gerücht, laut Wikipedia ... eine unverbürgte Nachricht, die stets von allgemeinen bzw. öffentlichen Interesse ist, sich diffus und zumeist mündlich verbreitet und deren Inhalt mehr oder weniger starken Veränderungen unterliegt.


Verachte den Krieg, aber achte den Krieger!


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zuletzt bearbeitet 13.02.2013 08:16 | nach oben springen

#11

RE: perleberg

in Mein Leben als DDR Grenzsoldat 26.02.2015 12:28
von Autobahngrenzer | 23 Beiträge

Zitat von Gast im Beitrag #3
Hi Schmuddel,

In meiner Erinnerung war das wohl so, das der US auf dem STÜP als Wachtposten eingesetzt war und seinen Posten verlassen hatte.
Als das aufflog, wurde Gefechtsalarm ausgelöst und die komplette Uffz.Schule musste mit raus, inklusive Bewaffnung mit scharfer Munition, den STÜP abriegeln. Es wurde eine Hundestaffel auf ihn angesetzt, da er nicht zu finden war, bei der Grösse kein Wunder.
Nach ca. 4-6h, gefühlt ganzer Tag, wurde Entwarnung gegeben, da man ihn mittlerweile gefunden hatte, durch die Hundestaffel.
Der US hatte sich selbst entleibt, mit der AK in den Kopf geschossen. Also kein Unfall, Selbstmord war die Ursache.
Zu seiner Labilität zu sagen bleibt noch, das er auf der Flucht einen Dumper "entführt" hat, als dieser, der ja auf Langstecke nicht ausgelegt ist, den Geist aufgab, er ein volles Magazin auf ihn abgefeuert hat, er dann immer mal wieder um sich feuernd irgendwann hinlegte und sich selbst erschoss.
Das ist meine Info zu diesem Vorfall.

Gruß DBozz




Bin hier neu im Forum, lese jetzt erst den Beitrag, aber genauso war´s.
War die erste Februarwoche 1988 Ende der Woche. Der Kamerad ist auf dem STÜP umhergeirrt hat mehrmals um sich geschossen, ist mit dem Dumper gefahren, hat die Batterie vom Dumper zerlegt, als dieser nicht mehr weiterfuhr - habe das Bild von den Einschüssen noch vor Augen.
Er hat dann den STÜP verlassen ist durch ein kleines Wäldchen geirrt bis vor das nächste Dorf und hat sich dann an einen Baum gelegt, die Kalaschnikow unters Kinn und auf Dauerfeuer gestellt, 2 Schüsse wurden abgegeben. Das Ganze war ganz schön heftig. Wir mussten mitten in der Nacht raus, lagen in der Kälte und hatten "Schießbefehl". Ein U-Schüler von uns aus der Stube glaubte an eine Übung und hatte den Schlafanzug drunter, der hatte sich den Arsch abgefroren und gebibbert bei stundenlangem Liegen in der Kälte im Straßengraben. Das Gelände des STÜP wurde komplett umlagert, nur der Kamerad war nicht mehr auf dem STÜP, er lag bereits tot hinter der Abriegelung außerhalb des STÜP. Eigentlich Wahnsinn, er hätte, durchgedreht wie er war, u.U. auch auf uns aus dem Hinterhalt schießen können. Als es früh so 8 Uhr hell wurde, fand man ihn, der Alarm wurde dann abgeblasen.
Wir (unser Zug) mussten dann am Sonntag alle nochmal raus (der einzige freie Tag in der Woche! Warum wir, weiß ich nicht.) mit Fährtenhund und Bettwäsche im Glas, sind den ganzen Weg mit Hund nochmal abgelaufen, der Hund hatte die Spur, wir haben alle "Befunde" gesehen bis hin zum Baum.
Es war schon traurig, dass man solchen Leuten noch eine Waffe in die Hand gegeben hat und die Situation vorher nicht bemerkt hatte.
Im Halbjahr zuvor Sommer 1987 hatte ein U-Schüler einen anderen erschossen auf der Wache, auch darüber hatte uns unser Ausbilder genau informiert, der war im Halbjahr zuvor U-Schüler. Das war dramatisch, der hätte nicht unbedingt sterben müssen, so wie er uns sagte.
Fahrlässiger Schußwaffengebrauch war ja nicht selten, hatte später noch drei erlebt, aber zum Glück sind alle glimpflich abgelaufen.

Gruß
Autobahngrenzer


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#12

RE: perleberg

in Mein Leben als DDR Grenzsoldat 26.02.2015 14:03
von damals wars | 12.130 Beiträge

Ja, Der Tote in Glöwen ( Leuchtzeichen in den Kopf bekommen) aus meinem Jahrgang machte mich ganz schön betroffen, da man ja selbst das Opfer hätte sein können.


Als Gott den Menschen erschuf, war er bereits müde; das erklärt manches.(Mark Twain)
Ein demokratischer Rechtsstaat braucht Richter, keine Henker. Interview auf der Kundgebung Je suis Charlie am 11.01.2015
"Hass hat keinen Glauben, keine Rasse oder Religion, er ist giftig." der Witwer der britische Labour-Abgeordnete Jo Cox.
http://www.neo-magazin-royale.de/zdi/art...fur-frauke.html
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#13

RE: perleberg

in Mein Leben als DDR Grenzsoldat 26.02.2015 15:48
von G. Michael (gelöscht)
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Na Hubert da simmer wieder. Der U.- Schüler und sein Tod machten Dich betroffen, kann ich nachvollziehen und treffen hätte es jeden können, egal welcher
Jahrgang. Immer in Abhängigkeit ob da ein Ausbilder oder ein Chaot mit auf dem Acker ist. So wie Du schreibst ist Dir nur die Variante von einem
Unfall zu Ohren gekommen. Der "Unfall" war ein Konstrukt was sich am besten verkaufen ließ. Mich macht der Fall immer noch wütend.
Der US. hat nicht ein Leuchtmittel in den Kopf bekommen, dem wurde ein 30 mm 1-Stern rot in`s Gesicht geschossen.
@94 benutzt in diesem Thema das Wort Geigel, war hier nicht der Fall, grober Unfug trifft es auch nicht. Zuerst sollte ein technisches Versagen bei der
Signalmunition verkauft werden, das hat sich bewahrheitet. Also Unfall!!
Vorsätzlicher Verstoß gegen Vorschriften und Sicherheitsbestimmungen war die Ursache.
Micha


zuletzt bearbeitet 26.02.2015 18:23 | nach oben springen

#14

RE: perleberg

in Mein Leben als DDR Grenzsoldat 26.02.2015 23:00
von U700 | 32 Beiträge

Zitat von Autobahngrenzer im Beitrag #11
Zitat von Gast im Beitrag #3
Hi Schmuddel,

In meiner Erinnerung war das wohl so, das der US auf dem STÜP als Wachtposten eingesetzt war und seinen Posten verlassen hatte.
Als das aufflog, wurde Gefechtsalarm ausgelöst und die komplette Uffz.Schule musste mit raus, inklusive Bewaffnung mit scharfer Munition, den STÜP abriegeln. Es wurde eine Hundestaffel auf ihn angesetzt, da er nicht zu finden war, bei der Grösse kein Wunder.
Nach ca. 4-6h, gefühlt ganzer Tag, wurde Entwarnung gegeben, da man ihn mittlerweile gefunden hatte, durch die Hundestaffel.
Der US hatte sich selbst entleibt, mit der AK in den Kopf geschossen. Also kein Unfall, Selbstmord war die Ursache.
Zu seiner Labilität zu sagen bleibt noch, das er auf der Flucht einen Dumper "entführt" hat, als dieser, der ja auf Langstecke nicht ausgelegt ist, den Geist aufgab, er ein volles Magazin auf ihn abgefeuert hat, er dann immer mal wieder um sich feuernd irgendwann hinlegte und sich selbst erschoss.
Das ist meine Info zu diesem Vorfall.

Gruß DBozz




Bin hier neu im Forum, lese jetzt erst den Beitrag, aber genauso war´s.
War die erste Februarwoche 1988 Ende der Woche. Der Kamerad ist auf dem STÜP umhergeirrt hat mehrmals um sich geschossen, ist mit dem Dumper gefahren, hat die Batterie vom Dumper zerlegt, als dieser nicht mehr weiterfuhr - habe das Bild von den Einschüssen noch vor Augen.
Er hat dann den STÜP verlassen ist durch ein kleines Wäldchen geirrt bis vor das nächste Dorf und hat sich dann an einen Baum gelegt, die Kalaschnikow unters Kinn und auf Dauerfeuer gestellt, 2 Schüsse wurden abgegeben. Das Ganze war ganz schön heftig. Wir mussten mitten in der Nacht raus, lagen in der Kälte und hatten "Schießbefehl". Ein U-Schüler von uns aus der Stube glaubte an eine Übung und hatte den Schlafanzug drunter, der hatte sich den Arsch abgefroren und gebibbert bei stundenlangem Liegen in der Kälte im Straßengraben. Das Gelände des STÜP wurde komplett umlagert, nur der Kamerad war nicht mehr auf dem STÜP, er lag bereits tot hinter der Abriegelung außerhalb des STÜP. Eigentlich Wahnsinn, er hätte, durchgedreht wie er war, u.U. auch auf uns aus dem Hinterhalt schießen können. Als es früh so 8 Uhr hell wurde, fand man ihn, der Alarm wurde dann abgeblasen.
Wir (unser Zug) mussten dann am Sonntag alle nochmal raus (der einzige freie Tag in der Woche! Warum wir, weiß ich nicht.) mit Fährtenhund und Bettwäsche im Glas, sind den ganzen Weg mit Hund nochmal abgelaufen, der Hund hatte die Spur, wir haben alle "Befunde" gesehen bis hin zum Baum.
Es war schon traurig, dass man solchen Leuten noch eine Waffe in die Hand gegeben hat und die Situation vorher nicht bemerkt hatte.
Im Halbjahr zuvor Sommer 1987 hatte ein U-Schüler einen anderen erschossen auf der Wache, auch darüber hatte uns unser Ausbilder genau informiert, der war im Halbjahr zuvor U-Schüler. Das war dramatisch, der hätte nicht unbedingt sterben müssen, so wie er uns sagte.
Fahrlässiger Schußwaffengebrauch war ja nicht selten, hatte später noch drei erlebt, aber zum Glück sind alle glimpflich abgelaufen.

Gruß
Autobahngrenzer



So wars, durfte auch mit suchen. U700



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#15

RE: perleberg

in Mein Leben als DDR Grenzsoldat 02.03.2015 20:39
von Autobahngrenzer | 23 Beiträge

Habe nochmal gründlich überlegt und recherchiert, der Amoklauf von U-Schüler A.S. war am Freitag Nachmittag den 12.2.88 abends fiels auf, dass er fehlte, der STÜP wurde abgeriegelt nachts und wir mussten dann So. nochmal raus, wie schon gesagt. Er hat 38 Schuss auf den Dumper abgegeben, die Batterie damit zerlegt (Bild hab ich noch vor Augen), dann Teile seiner Ausrüstung verbuddelt (glaub Seitengewehr, Tragegestell, Koppel?), dann den WDA verbrannt und sich erschossen. Das Ganze wurde nie eindeutig geklärt, man fand wohl einen Brief (Trennung seiner Freundin), das sah man dann als Grund an.

Gruß
Autobahngrenzer


zuletzt bearbeitet 02.03.2015 20:39 | nach oben springen

#16

RE: perleberg

in Mein Leben als DDR Grenzsoldat 02.03.2015 20:51
von damals wars | 12.130 Beiträge

Ich habe den Unfall so wiedergegeben, wie er mir von einem Uffz.meines Jahrgangs aus meiner Kompanie , der in Glöwen ausgebildet wurde, geschildert worden war.
Der verantwortliche, noch sehr junge Offizier landete im Arrest, dort habe ich ihn "bewacht", das Bett durfte nicht runtergeklapptwerden, ist mir noch in Erinnerung.

Kein Gerücht war ein Selbstmordversuch mit einem Kamm, den Uffz.schüler habe ich im Med. Punkt getroffen, die Spuren waren auf dem Unterarm noch zu sehen. Er war mindestens so unsportlich wie ich und wurde nach seiner Schilderung sehr getriezt.
Er wußte Gott sei Dank nicht, in welche Richtung man sich die Pulsadern aufschneidet, und hatte es so überlebt.


Als Gott den Menschen erschuf, war er bereits müde; das erklärt manches.(Mark Twain)
Ein demokratischer Rechtsstaat braucht Richter, keine Henker. Interview auf der Kundgebung Je suis Charlie am 11.01.2015
"Hass hat keinen Glauben, keine Rasse oder Religion, er ist giftig." der Witwer der britische Labour-Abgeordnete Jo Cox.
http://www.neo-magazin-royale.de/zdi/art...fur-frauke.html
zuletzt bearbeitet 02.03.2015 21:02 | nach oben springen

#17

RE: perleberg

in Mein Leben als DDR Grenzsoldat 02.03.2015 21:32
von G. Michael (gelöscht)
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Zitat von damals wars im Beitrag #16
Ich habe den Unfall so wiedergegeben, wie er mir von einem Uffz.meines Jahrgangs aus meiner Kompanie , der in Glöwen ausgebildet wurde, geschildert worden war.
Der verantwortliche, noch sehr junge Offizier landete im Arrest, dort habe ich ihn "bewacht", das Bett durfte nicht runtergeklapptwerden, ist mir noch in Erinnerung.

Kein Gerücht war ein Selbstmordversuch mit einem Kamm, den Uffz.schüler habe ich im Med. Punkt getroffen, die Spuren waren auf dem Unterarm noch zu sehen. Er war mindestens so unsportlich wie ich und wurde nach seiner Schilderung sehr getriezt.
Er wußte Gott sei Dank nicht, in welche Richtung man sich die Pulsadern aufschneidet, und hatte es so überlebt.


Hubi, ich muß mal wieder @94 bemühen, er schrieb hier so sinngemäß "und so entstehen Gerüchte" und Du bist Dir nicht zu schade solch einen Mist
(wenn auch nur gehört) hier zu verbreiten. Ich weis gar nicht wie ich es Dir beibringen soll. Einfach gesagt "Lüge"
Der ach so jung Offizier war im Arrest und wurde von Dir bewacht, da war er ja in guten Händen. Spazz beiseite, der hätte vor nen Militärstaatsanwalt
und anschließend nach Schwedt gehört. Besser noch die Uniform vom Wanst reißen und den zivilen Strafvollzug geleistete Dienstteit aberkennen.
Von einem Offizier sollte man doch erwarten können, das er den Gefechtsacker nicht mit Leucht- Signalmunition waagerecht überschießt wenn sich
Personen im Gelände befinden. Der Vorgang wurde bis ins Letzte nachgestellt.
Wieso ein Unfall konstruiert wurde ließe sich ganz einfach erklären, würde aber Ärger bedeuten. Kannst Du Dich noch an Namen erinnern?
Wer hat denn in der UAK. zum Zeitpunkt gedient?????
Auch die Spurenbeseitigung war von ganz besonderer Art.
Micha
Wenn de Intresse hast gib Zeichen, gern per PN, und Du bekommst Namen und wer mit wem..


zuletzt bearbeitet 02.03.2015 22:26 | nach oben springen

#18

RE: perleberg

in Mein Leben als DDR Grenzsoldat 03.03.2015 07:39
von S51 | 3.733 Beiträge

Wie kommt ihr eigentlich alle auf einen Offizier? Ich war an dem Tage mit auf dem Taktikacker, nur halt bei der Nachbareinheit (Ltn Mün..., Fw. Tä...). Die Ausbildung haben die GF der Züge durchgeführt. Allesamt Berufsunteroffiziere. Das Handleuchtzeichen hat ein Stabsfeldwebel abgeschossen. Den Befehl "Volle Deckung" hat ein US nicht befolgt, das war US R..., das Opfer. Er wurde mit unserem Lkw in die Einheit gebracht, weil kein Sani-LO draußen verfügbar war.
Der Zugführer hatte die Befehlsgewalt, insofern die Verantwortung ja, aber geschossen hat er nicht. Er hat diese spezielle "Form der Ausbildung" auch nicht befohlen. Das liefe heutzutage eher unter "Augenblicksversagen".


GK Nord, GR 20, 7. GK
VPI B-Lbg. K III


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#19

RE: perleberg

in Mein Leben als DDR Grenzsoldat 03.03.2015 07:54
von G. Michael (gelöscht)
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Zitat von S51 im Beitrag #18
Wie kommt ihr eigentlich alle auf einen Offizier? Ich war an dem Tage mit auf dem Taktikacker, nur halt bei der Nachbareinheit (Ltn Mün..., Fw. Tä...). Die Ausbildung haben die GF der Züge durchgeführt. Allesamt Berufsunteroffiziere. Das Handleuchtzeichen hat ein Stabsfeldwebel abgeschossen. Den Befehl "Volle Deckung" hat ein US nicht befolgt, das war US R..., das Opfer. Er wurde mit unserem Lkw in die Einheit gebracht, weil kein Sani-LO draußen verfügbar war.
Der Zugführer hatte die Befehlsgewalt, insofern die Verantwortung ja, aber geschossen hat er nicht. Er hat diese spezielle "Form der Ausbildung" auch nicht befohlen. Das liefe heutzutage eher unter "Augenblicksversagen".


Aha, neue Erkenntnisse aus der Nachbareinheit, haste was gehört?
Sankra LO war vor Ort Ufw, U. W Stfw. R.W. und der Hptm B wurde nachgeordert, kam mit B 1000.
Michelel


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#20

RE: perleberg

in Mein Leben als DDR Grenzsoldat 03.03.2015 07:57
von S51 | 3.733 Beiträge

Nein, nicht gehört. Ich war mit auf dem Lkw, der R in die Einheit gebracht hat. Hab die letzten Züge miterlebt. Es war kein Sankra dort, der kam uns erst entgegen. Da war alles schon vorbei.
Ich stand im gleichen Graben, zur gleichen Zeit wie R... nur eben im Nachbarzug.


GK Nord, GR 20, 7. GK
VPI B-Lbg. K III


zuletzt bearbeitet 03.03.2015 08:02 | nach oben springen


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