#21

RE: Zitate - Verordnungen - Anmerkungen

in Die Grenze,Die Teilung,geteilte Familien 28.05.2009 09:27
von Rainman2 | 5.754 Beiträge

Hallo Rainer-Maria,

verzeih mir, wenn ich Dir in den letzten Wochen nicht beigestanden, Dich sogar kritisiert habe. Nun aber mal eine Anmerkung in Bezug auf diejenigen, die sich gern mit Dir streiten. Es bereitet mir ein Gefühl irgendwo zwischen Amüsement und Zorn, wenn ich sehe, wie mit Deinen Beiträgen, außer den immer wieder sehr schön ausgewähten literarischen Auszügen, umgegangen wird. Ist man nicht Deiner Meinung, wird das Geschriebene gnadenlos zerfetzt. Gibt man Dir recht, relativiert man sofort jede der Aussagen, indem irgendwas dagegen gehalten wird. Ein einfaches "Ja" gibt es da nicht mehr. Das ist mir nur so aufgefallen und ich wollte es eben mal loswerden. Bleib wacker, alter Streiter, und lass Dich nicht unterkriegen.

Bis neulich in Eisenach und in alter Verbundenheit
Rainman


"Ein gutes Volk, mein Volk. Nur die Leute sind schlecht bis ins Mark."
(aus: "Wer reißt denn gleich vor'm Teufel aus", DEFA 1977)


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#22

RE: Zitate - Verordnungen - Anmerkungen

in Die Grenze,Die Teilung,geteilte Familien 28.05.2009 09:53
von manudave (gelöscht)
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Hallo Rainman,

antworten wird man ja noch dürfen.
Außerdem sind einige Aussagen von Rainer-Maria schon sehr provokant und das sollte von uns Demokraten auch nicht unbeantwortet bleiben. Ich würde es traurig finden, wenn solche Beiträge wie kürzlich einfach so hingenommen würden.
Allerdings solltest du das nicht nur auf Rainer-Maria beziehen. Alle Beiträge - egal von wem - werden irgendwo beantwortet und auch kritisiert - es steht niemand unter Artenschutz.
Friede-Freude-Eierkuchen kann es bei politischen Themen kaum geben...

Zur Aussage von Augenzeuge:

In Antwort auf:
Später sprachen deutsche Politiker vom größten Fehler Adenauers.


Darüber ist man sich heute noch uneinig. Das Angebot Stalins auf ein neutrales, wiedervereinigtes Deutschland war entweder eine Verzweiflungstat und es wäre ein ungeliebtes Kind geworden oder eine genau ausgeklügelte Aktion, denn die Instabilität dieses Staates hätte ihm auch sehr gut nützen können.
Adenauer konnte man DAS nicht vorwerfen - aber er war sicher kein Entspannungspolitiker, das ist schon richtig.


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#23

RE: Zitate - Verordnungen - Anmerkungen

in Die Grenze,Die Teilung,geteilte Familien 28.05.2009 14:05
von Berliner (gelöscht)
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"Ich hatte eine zu hohe Meinung von den Leuten, die mich jetzt ausgebuergert haben. Ich habe nicht geahnt, dass es ihnen so schlecht geht, dass sie so schwach sind, dass sie sich so fuerchten muessen, nicht vor mir und meinen Liedern, sondern vor ihrem Volk."

Wolf Biermann, Nov. 1976


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#24

RE: Zitate - Verordnungen - Anmerkungen

in Die Grenze,Die Teilung,geteilte Familien 28.05.2009 18:10
von Augenzeuge (gelöscht)
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Zitat von Rainer-Maria-Rohloff
Jetzt aber schnell, Augenzeuge und Manudave, die Geschichtsbücher und die Lexikons gewälzt…


Hallo Rainman,
ich nehme an, du meinst auch mich mit "...zerfetzen des Beitrages". Schade, das du meinen Beitrag zwischen Amüsement und Zorn siehst- hoffe das erstere überwiegt, aber gleichzeitig die Provokationslust (siehe Zitat, oben)bei Rainer-Maria nicht erkennen willst. Ich kann nur hoffen, das andere Teilnehmer meine Antwort anders sehen als du. Bisher hat Rainer immer die längsten Beiträge geschrieben, und das soll ich nur mit ja oder nein kommentieren dürfen? Das kann niemand wollen.
Weißt du Rainman, unsere politischen Meinungen sind oft nicht weit auseinander, obwohl es die Erfahrungen schon sind. Auch wenn du dich jetzt mit Rainer solidarisierst, so spiegeln deine Beiträge oft etwas anderes wider. Oder sehe ich das nur so? Wenn ich auf die Punkte selektiv eingehe, dann zerfetze ich ihn gleich? Obwohl ich doch nur mit gegensätzlichen ERfahrungen und Fakten antworte? Nein, das möchte ich nicht tun. Mein Ziel war und ist es, diesem Forum eine Bereicherung durch objektive und sachliche Beiträge zu sein. Habe ich das verfehlt? Dann bedaure ich das. Bisher dachte ich, von einer höflichen, aber kontroversen politischen Diskussion haben alle etwas. Gerade deshalb, weil ich eine andere politische Meinung als viele haben muss, die am Kanten gestanden haben. Sorry, wenn dem so nicht ist.

Gruß, Augenzeuge


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#25

RE: Zitate - Verordnungen - Anmerkungen

in Die Grenze,Die Teilung,geteilte Familien 28.05.2009 21:37
von Rainer-Maria-Rohloff (gelöscht)
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Datum 28.05.2009

Hallo alle zusammen, wie gestern schon geschrieben hier die Geschichte von Walter Matthias Diggelmann / Schweiz – In wessen Auftrag morden die US- Soldaten in Vietnam? Sie stammt aus dem Buch VIETNAM IN DIESER STUNDE / Mitteldeutscher Verlag Halle/ Saale 1968
Erst wollte ich sie in die Weiterführung Diskussion setzen aber dann dachte ich, egal, du schreibst sowieso die längsten Texte ( laut Augenzeuge ), setz sie gleich hier herein. Auf eure Texte so von Rainman, Augenzeuge, Manudave und anderen werde ich noch eingehen, leider fehlt mir durch eine Baumaßnahme am Haus ein bisschen die Zeit. Ruhig, Männer, auch wenn ich gern provoziere aber dann immer nur aus einem bestimmten Grund und der hieß in diesem Thema: Es gab nicht nur die Zitate / Aussagen von Mielke, Norden und Co. sondern auch die der Alten Krieger in Westdeutschland und wer, Augenzeuge war in seinen Grundzügen aggressiv? Na, der friedliebende Osten? Falsch, ganz falsch, der Westen und seine Nato- Verbündeten. Die Aussage des amerikanischen General, der mal in etwa gesagt hatte: „ Da sind sie wohl in unsere gut gestellte Falle getappt, die Russen in Afghanistan“, die finde ich noch, Augenzeuge, .muss bloß einmal kramen in meinen Zeitungsstapeln Aber ich hatte es schon einmal geschrieben: ich bin weder Links noch Rechts noch sonst Etwas, ich bin bloß empfindlich oder besser mein Gerechtigkeitsgefühl leidet, wenn ständig nur auf „ Einem“ herumgehackt wird. „ Es ist doch die eigene Nase, an die sich gerade die fassen sollten, die gerne auf die Anderen mit dem Finger zeigen den nicht einen Jota waren sie besser, die alten Krieger im Westen“Aber wie geschrieben und versprochen, ich antworte noch, hier erst einmal die Geschichte.

Wer hat den amerikanischen Soldaten den Auftrag gegeben, in Vietnam Menschen zu töten? fragte kürzlich mein Sohn. Der freie Westen, antwortete ich. Wer ist das? fragte mein Sohn. Wir alle, antwortete ich. Du? Ich nicht. Aber andere? Was für andere?
Hör zu, mein Sohn. In unserer Stadt gibt es einen höchst angesehenen Ordinarius für klassische Literatur. Dieser Mann hielt kürzlich einen Vortrag. Er verdammte die gesamte moderne Literatur in Bausch und Bogen. Er sagte: „ Das ist Kloakenliteratur.“ Er sagte: ….diese heute über die ganze westliche Welt verbreitete Legion von Dichtern, deren Beruf es ist, im Scheußlichen und Gemeinen zu wühlen….“
Er forderte: „ Ziehen wir den schlichten und gediegenen Grundriß wieder nach, auf dem das Gebäude jeder großen Kultur errichtet worden ist.“ Er fragte: „Gibt es den heute keine Würde und keinen Anstand mehr, nicht den Hochsinn eines selbstlos tätigen Mannes, einer Mutter, die Tag für Tag im Stillen wirkt, das Wagnis einer großen Liebe oder die stumme Treue von Freunden?“ Er sagte, als er an die Verzweifelten, Versklavten, Gepeinigten dachte: „ Wohl aber haben sie Verständnis für ein männliches, aus tiefer Not gesungenes Kirchenlied…“
Für ihn, mein Sohn, und für die Tausende, die ihm zugejubelt haben, töten US- Soldaten in Vietnam. Ein anderes Beispiel, mein Sohn: Der Chefredakteur einer Tageszeitung, dessen Anfälligkeit für braune Ideologie bekannt ist, schreibt Leitartikel gegen entartete Kunst, überschreibt seine Artikel zum Beispiel mit Schlagzeilen wie „ Das Jahrhundert der Schweine“. Für ihn, mein Sohn, und für die aber Tausende, die ihm zujubeln, morden die US- Soldaten in Vietnam. Dieses Beispiel ist die unverständlich?
Nun gut, ein anderes: In der französischen Schweiz lebte bis vor kurzem Freddy Gilbert Nils Anderssons. Seine Mutter ist Schweizerin, sein Vater jedoch stammt aus Schweden, und darum ist Freddy Schwede. Freddy hat jahrelang die schrecklichen Bilder über den amerikanischen Terror in Vietnam verbreitet, schreckliche Bilder über die südafrikanische Rassenpolitik, er hat sich während des Algerienkonfliktes ganz offen auf die Seite der Unterdrückten gestellt, hat ihnen geholfen, wo er nur konnte.
Nun hat ihn der Schweizerische Bundesrat aus unserem Land ausgewiesen. Für diesen Bundesrat morden die US- Soldaten in Vietnam. Noch ein Beispiel?
Hunderte von jungen Deutschen und jungen Schweizern ziehen durch Europa und singen: „Glaube, Mut und Gottvertrauen / gaben ihnen weite Sicht. / Und sie fingen an zu bauen, / doch das Ende sahen sie nicht. / So wie diese alten Dome / fest in Fundamenten ruhn, / werden wir das Große schaffen, / wenn wir es im Glauben tun.“
Und in ihrem Programmheft kann man lesen: „ Mit sing- out wollen wir den moralischen Pazifismus überwinden und einen kämpferischen Geist schaffen. Wir lieben unser Land und wollen ein starkes Europa bauen, das sich mit Amerika dafür einsetzt, dass die Freiheit erhalten und verbreitet wird.“
Für sie und für jene aber Tausende, die den Singenden zujubeln, morden die US- Soldaten in Vietnam. Ich will noch mehr hören, sagt mein Sohn.
In einer Weihnachtsbotschaft an seine Soldaten sagte der amerikanische General Westmoreland:
„ Es sind zweitausend Jahre her, seit durch die Geburt Christi Gnade in die Welt gebracht worden ist. Die Gewalt und die Unmenschlichkeit, die damals in der Welt herrschten, sind leider immer noch unter uns….Wir, die wir in diesem lebenswichtigen Kampf stehen, glauben, dass die christliche Friedensbotschaft für die Menschen, die guten Willens sind, auf dieser durch den Krieg verwüsteten Welt Wirklichkeit werden kann. Wir wissen, das die Welt, die Christus aufbauen wollte, näher der Verwirklichung steht, wenn wir fortfahren, dem vietnamesischen Volk in seiner Suche nach Frieden und Ruhe zu helfen.“
Für den Heiland morden die US- Soldaten in Vietnam….
Halt, sagt mein Sohn, du hast doch einmal erklärt, Jesus als Rebell und Revolutionär sei nur möglich gewesen, weil damals die größenwahnsinnigen und mord brennenden Römer auch Palästina unterjocht hätten. Und hingerichtet sei Jesus worden, weil die reichen Juden damals mit den römischen Imperialisten kollaboriert hätten. Rom ist doch untergegangen, nicht wahr?
Doch erzähle weiter….
Es gibt auch sehr reiche Schweizer, welche mit den Amerikanern kollaborieren, darum das Morden in Vietnam gutheißen. Denk daran, mein Sohn, das 51% aller Vermögen in unserem Land sich in den Händen von nur 3% aller Steuerzahler befindet. Und kürzlich hat der Präsident der Vereinigten Staaten auch noch die Uhrenzölle gesenkt. Wir leben zum Teil vom Uhrenexport.
Willst du sagen, die US- Soldaten morden für die Uhrenfabrikanten?
Ich würde sagen, für diese 3%, welche den Mord in Vietnam bejahen. Erzähl weiter, Papa, das ist spannend. Am 13. Juni 1966 haben in Ins vor den Toren der Strafanstalt Witzwill unsere Militärdienstverweigerer demonstriert. Auf einem Transparent war zu lesen:
„ Wir protestieren gegen die Verurteilung und Inhaftierung von Militärdienstverweigerern aus Gewissensgründen. Ein neues Denken ist vonnöten! Ziviler Aufbaudienst statt Gefängnis!
Konjunkturbekämpfung auch für Rüstungsausgaben! Stopp den Waffenschiebern! Aktive Außenpolitik zur Sicherung des Weltfriedens!“
Diese Demonstranten wurden von den Ordnungskräften des Staates und vielen, vielen Bürgern mit Wasserwerfern empfangen, viele, viele Bürger schrien: „ Hängt sie auf!“
Für diese viele, vielen Bürger und für den Polizeichef von Bern morden die US- Soldaten in Vietnam.
Darf man in der Schweiz nicht demonstrieren?
Aber ja, mein Sohn, aber ja. In der Schweiz darfst du Tag und Nacht für die in Vietnam mordenden US- Soldaten demonstrieren. Die Polizei wird dabei dein Freund und Helfer sein!

Gruß Rainer- Maria


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#26

RE: Zitate - Verordnungen - Anmerkungen

in Die Grenze,Die Teilung,geteilte Familien 30.05.2009 11:54
von CaptnDelta (gelöscht)
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Mal was aus der jetzigen Zeit, einfach nur so beobachtet:

Ich arbeite hier in Kalifornien mit etlichen Nationen zusammen, relativ wenig Europaern, oder Afrikanern, allerdings viel Leuten aus dem asiatischem Raum, gerade aus Vietnam oder Korea. Mein bester Freund in der Arbeit stammt aus Vietnam, und er ist gerade in Saigon seine Familie besuchen. Obwohl es da irgendwann einen Krieg gegeben hat... Vielleicht sind Vorurteile einfach fuer aeltere Leute, allerdings geht die heutige Generation die Sache anders an: Es geht eher darum, welche Arbeit in welchem Land gemacht wird, einfach nur um das Geschaeft ertraeglich zu halten. Dabei ist das Top-Mangement in Vietnam, die Top-Ingenieure in Californien, und die Produktion in Korea. Und dabei war alles vor ein paar Jahren noch im Krieg...

Falsche Feindbilder sind einfach falsch,
Vor allem wenn kein Krieg ist.

-Th


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#27

RE: Zitate - Verordnungen - Anmerkungen

in Die Grenze,Die Teilung,geteilte Familien 30.05.2009 12:16
von Rainer-Maria-Rohloff (gelöscht)
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Hallo Augenzeuge,entschuldige kurz noch zu CaptnDelta weil ich seinen Text jetzt erst gelesen hatte da war meiner schon geschrieben ich werd später noch mal darauf eingehen aber jetzt wieder zu dir, war doch nicht schlecht, die Geschichte mit dem freien Westen, der Schweizer hätte mein Onkel, der ehemalige Fallschirmjäger der Wehrmacht sein können und sein Sohn ich, so wie jeden Sonntag nach dem Mittagstisch, als bei uns Geschichtsstunde angesagt war. Aber darüber habe ich schon in Weiterführung Diskussion BRD- DDR etliche Beiträge eingestellt. Er konnte immer so gut erklären, die Zusammenhänge, das Warum, Wieso, Weshalb. Dafür bin ich ihm heute noch dankbar.
Aber ich kam mit einem Ausspruch von Konrad Adenauer, so könnte ich noch vier Dutzend Andere von Strauß, Ehrhard und Co. aufführen und neben die von Mielke, Norden und Co. stellen aber dann ginge das immer hin und her zwischen uns Beiden weil wir wohl aus sehr unterschiedlichen Rennställen stammen wie es mein Bruder Rainman mal so schön geschrieben hatte. Es gibt ein gutes Bild, eine Zeichnung, vielleicht findet es mal jemand und stellt es hier ein und es stammt von Johannes Wüsten. Bauer und Junker. 1938. Feder, Tusche, 26,6 x18,5 cm.
Das hatte mich schon als Junge fasziniert, eine meiner Tanten, sie war eine Sammlerin auf diesem Gebiet so wie ich ein Büchernarr bin hatte es in ihrem Haus im Treppenhaus hängen, nein, es hängt heute noch an der gleichen Stelle und bin ich mal dort stehe ich wie als Junge immer davor und lasse es auf mich wirken.
Ich möchte es hier erklären, also der Junker oder Rittmeister sitzt auf seinem Pferd das sich aufbäumt , den rechten Arm mit der Reitpeitsche erhoben und zum Schlag ausholend und unten steht der Bauer, die Sense mit beiden Händen fest gepackt nach hinten haltend so als würde er sagen: „Wenn du mich jetzt schlägst, Herr, dann hole ich dich mit meiner Sense vom Pferd“.
Die Herren, Augenzeuge, die hatten wir in dem Rennstall aus dem auch mein Bruder im Geist kommt abgeschafft, seit 1945 bis 1989 abgeschafft Ich denke, da wird er mir hinter mir stehen. Der Arbeiter, dann der Werktätige genannt, der Bauer, Angehörige der Intelligenz nahmen ihre Geschicke selbst in die Hand, ich kann das auch gut beurteilen, für die Arbeiter/ Werktätigen weil ich selber einer war und noch bin. In ihre Schlösser, Burgen, Fabriken, Herrenhäuser und Paläste wurden neue Mieter einquartiert, Kindergartenknirpse, Altenheimbewohner, Volkssolidarität, Museen, Urlauber aus dem Volk, nicht nur verdiente Werktätige, nein, Alle so kinderreiche Familien und viele mehr. Sie haben darin eine sehr schöne, wunderschöne Zeit verbracht, aber für die Werterhaltung recht wenig getan, so würde heute ein Enkel der alten Herren argumentieren. Da gebe ich ihm Recht und die neue Enkelgeneration kümmert sich auch heute wieder liebevoll um ihre alten Besitztümer, das erkenne ich auch ehrlich an. Der heutige Geist ist wohl auch etwas fortschrittlicher gerade in ihrer Kaste geworden, sie haben die Reitpeitsche zwar nicht abgelegt aber sie erheben nicht mehr die Hand damit!
Jetzt würdest du argumentieren, aber da waren doch noch die mit den eigenen Ferienheimen und da muss ich sagen, an einigen habe sogar ich mitgebaut, brauchte auch keinen Extra- Ausweis so wie hier mal geschrieben wurde aber es wurde wohl unterschiedlich gehandhabt. Ich war ein Arbeiter, zu mir hatten sie Vertrauen, der VEB etwas Staatsnah aber das gab es im Westen auch , da durfte auch nicht jede Firma die Raketensilos für die Nato bauen oder daran mitbauen.
Und ich muss auch mal ganz simpel fragen, was gab es in ihren Häusern, „den obersten Zehntausend“ wie ich sie mal in einem meiner Texte bezeichnet habe, was es in den FDGB- Häusern des Volkes nicht gab. Kegelbahn, Schwimmbad, Lesesaal oder Bibliothek, Esssäle, Kinderspielräume, große weiträumige Gelände zum Toben und zur Erholung. War doch alles da, hier wie dort.
Na gut, die leichten Mädchen so wie mein Freund Peter sie genießen konnte, die gab es im FDGB- Heim nicht, aber dafür hübsches weibliches Personal. Nein, halt, da fällt mir ein, einen Fahrstuhl zum Strand so wie dieses Haus des Ministerium des Inneren in Sellin an der Ostseeküste, das war etwas einmalig oder selten. Die feinen Pinkel waren wohl zu faul zum Laufen, der Weg über die Strandpromenade zu lang.
Ja, Augenzeuge, sie bekamen wohl schon leichte Herrenallüren die ihnen dann schnell vom Volk ausgetrieben wurden. Ruck, Zuck, weg waren Sie aber auf einmal waren wieder neue Herren da. Darüber lohnt es sich doch mal zu diskutieren, wie hatte Manudave so in etwa geschrieben: „Wir aufrechten Demokraten“ und im freien Westen, das füge ich jetzt an, ja, ja, die Junker und die Bauern so wie auf der gute Zeichnung.
Jetzt meine Frage, aus welchem Rennstall stammst du? Oder wie hatten die Singe Klubs der FDJ in ihrem guten Lied getextet: „ Sag mir wo du stehst“?

Gruß Rainer- Maria


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#28

RE: Zitate - Verordnungen - Anmerkungen

in Die Grenze,Die Teilung,geteilte Familien 30.05.2009 13:27
von CaptnDelta (gelöscht)
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Bin mir nicht sicher ob ich in diese "tiefen Wasser waden solle",, mal sehen was passiert:

Zitat von Rainer-Maria-Rohloff
Hallo Augenzeuge,[snip]...
Aber ich kam mit einem Ausspruch von Konrad Adenauer, so könnte ich noch vier Dutzend Andere von Strauß, Ehrhard und Co. aufführen und neben die von Mielke, Norden und Co. stellen aber dann ginge das immer hin und her zwischen uns Beiden weil wir wohl aus sehr unterschiedlichen Rennställen stammen wie es mein Bruder Rainman mal so schön geschrieben hatte.

Kuck noch mal nach, Rainer, mit der Rennstallgeschichte. Es war ein bisschen anders: Du bist hier nicht im Unrecht, allerdings auch nicht im Recht.

Zitat von Rainer-Maria-Rohloff
In ihre Schlösser, Burgen, Fabriken, Herrenhäuser und Paläste wurden neue Mieter einquartiert, Kindergartenknirpse, Altenheimbewohner, Volkssolidarität, Museen, Urlauber aus dem Volk, nicht nur verdiente Werktätige, nein, Alle so kinderreiche Familien und viele mehr. Sie haben darin eine sehr schöne, wunderschöne Zeit verbracht, aber für die Werterhaltung recht wenig getan, so würde heute ein Enkel der alten Herren argumentieren.

Naja, ich bin da einer "von denen Enkeln", ich bin auch recht froh das meine Mutter das alte Haus entlich letztes Jahr verkauft hat. Ich hab' nach Steuern einen Riesenprofit von 513.00 Euro gemacht (meine Mutter und meine Schwester auch!!!), von dem setz ich mich dann jetzt zur Ruhe.

Allerdings kein Wort davon das wir bis in die 60er Jahre als meiner Grosselterns Firma die Proletarier so erbaermlich ausgebeutet haben, das jeder noch bis zum letzten Atemzug gesagt hat das war die beste Zeit die sie erlebt haben, mit so kapitalistischen Ausbeutungsmethoden wie Firmenausfluegen, Freibier jeden zweiten Freitag, und Hochzeiten auf Firmenkosten. Als die Kommunisten die Kiste dann irgendwann enteignet haben, mein Grossvater allerdings dummerweise seine Hand ueber diese 'Proleten' gehalten hat, musste er leider als Ausbeuter kurz in's Gefaengniss und dann zur "Kur". Dummerweise war das Gesundheitswesen so dermasen ueber dem Weltstandard, das er waerend der Kur mit dem unheilbaren amerikanischen Kartoffelkaeferbazillus infiziert wurde (sowas war ausserhalb der DDR unerreichbar), und daran starb.

Den zweiten Teil mit den Gefaengnissaufsehern aus Hoheneck fueg ich spaeter noch mal bei, da gibts 'ne Beziehung zu obiger Geschichte.

Zitat von Rainer-Maria-Rohloff
Na gut, die leichten Mädchen so wie mein Freund Peter sie genießen konnte, die gab es im FDGB- Heim nicht, aber dafür hübsches weibliches Personal.

Naja, es gab die zumindest in Bulgarien oder Ungarn seit Anfang der 80er Jahre. War schon eher peinlich wie sich da manche Ostlerin angeschmiegt hat. Wir reissen da manchmal heut' noch Witzte drueber wie eindringlich ich da meine West-Spezln warnte (die da eher unvorbereitet aufschlugen).

Zitat von Rainer-Maria-Rohloff
Jetzt meine Frage, aus welchem Rennstall stammst du? Oder wie hatten die Singe Klubs der FDJ in ihrem guten Lied getextet: „ Sag mir wo du stehst“?

Vielleicht gibst einfach mehr als einen Punkt auf deiner Landkarte, wo man da zu stehen haette.
-Th


zuletzt bearbeitet 30.05.2009 13:56 | nach oben springen

#29

RE: Zitate - Verordnungen - Anmerkungen

in Die Grenze,Die Teilung,geteilte Familien 30.05.2009 14:08
von Rainer-Maria-Rohloff (gelöscht)
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Hallo Captn Delta, einer aus den USA, wir beide hatten noch nicht das Vergnügen und ich grüße dich hiermit ehrlichen Herzens. Gleich zu Anfang, es geht mir nicht darum, alte Feindbilder wieder aufzubauen, der Text dieses Schweizers erklärt nur gut die damalige Zeit und darum habe ich ihn aus meinem Bücherfundus gewählt.
Als ich vor 32 Jahren an dieser Grenze stand, hatte ich ein klares Feindbild, so wie Rainman um mich einmal auf seine Texte zu berufen stets sehr gut erklärt. " Schwarz war schwarz und Weiß war weiß, so einfach war das".Die Mine, diese SM-70 Splittermine, die wir Pioniere montiert haben war für den Feind, nicht für das eigene Volk gedacht. Heute, älter geworden sehe ich das alles aus einem anderen Blickwinkel, so wie die amerikanischen Veteranen aus dem Vietnamkrieg.Damals war ich jung, ungestüm, es war eine interessante aber auch zum Teil entbehrungsreiche Zeit.Aber ich möchte sie nicht missen, sonst hätten wir ja hier im Forum nichts zu erzählen,kleiner Scherz und das wäre doch langweilig, da wirst du mir zustimmen.
Und weil ich so ein Filmfan bin, nimm Sylvester Enzio Stallone in RamboI, so wie ihm wird es wohl vielen ehemaligen Grenzsoldaten und Offizieren Ende der achtziger Jahre gegangen sein, das Volk, was sie doch eigentlich schützen sollten stand auf einmal gegen sie, protestierte, und einige von ihnen, bestimmt nicht alle verstanden die Welt nicht mehr. Die Vietnamesen übrigens obwohl es da von der Abstammung her gewaltige Unterschiede gibt,das hab ich aus einem Buch, von dem ich bald mal einen Text hier einstellen werde, sind ein sehr angenehmer Menschenschlag.Soviel erst einmal für heute in die USA.

Gruß Rainer- Maria


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#30

RE: Zitate - Verordnungen - Anmerkungen

in Die Grenze,Die Teilung,geteilte Familien 30.05.2009 14:38
von nightforce (gelöscht)
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Rainer-Maria,
jetzt wo du es ansprichst, fällt mir dazu Afghanistan ein (Rambo 3)
Gegen die Russen großzügig von den USA unterstützt, und jetzt?
Jetzt steht da unsere Bundeswehr und soll all das unterstützen, was die USA dort nicht fertig gebracht hat.
Wie hieß es in dem Film; "so ein Volk kann man nicht besiegen"
und dann war da nochwas von dem Gift der Cobra und der Rache der Afghanen.
Manch Volk möchte einfach nicht befreit werden, daß sollte langsam auch mal die USA einsehen.
Ähnlich läuft es ja auch im Irak.
Und heuer haben wir Nordkorea, wer weiss eigendlich wie es zur Trennung dieses Staates kam?
Gruß nf


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#31

RE: Zitate - Verordnungen - Anmerkungen

in Die Grenze,Die Teilung,geteilte Familien 30.05.2009 15:13
von Augenzeuge (gelöscht)
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Hallo Rainer,
ein paar Antworten zu deinem Beitrag möchte ich dir gern geben. Ich weiß nicht so recht, wie ich meinen "Rennstall" bezeichnen soll. Anfangs habe ich mich sicher kaum von den anderen, auch dir, unterschieden. Meine Eltern gehörten leider nicht zu den Arbeitern, sondern zur Intelligenz. Hiermit hatte man manchmal schon ein Problem. Als Jugendlicher bin ich dann relativ viel (für DDR-Verhältnisse) in der Welt des Ostblockes herumgekommen. Das Zusammentreffen mit vielen unterschiedlichen Menschen, Einblicke in Entwicklungen vor Ort und viele Erlebnisse im praktischen existierenden "Sozialismus" veränderten meinen Standpunkt. Das Erlebene passte nicht zu dem Gelernten. Freiheit und Selbstbestimmung, Pazifismus statt Militarismus waren mir irgendwann wichtiger als der jahrelang eingetrichterte Klassenstandpunkt, dem diese Bedingungen einfach nicht passten. Klar, mit 19 schwankst du noch hin und her. Letztlich haben es aber die "Herren" der DDR geschafft, mich zu überzeugen, was für mich richtig ist. Die DDR war nicht mehr das Land, wo ich meine Zukunft sah! Aber ich habe bisher in meinen Beiträgen schon einiges zu mir geschrieben. Ich denke, du hast das auch gelesen. Und wenn nicht, dann diskutiere ich gern mit dir in Eisenach nochmal detaillierter darüber. Und vielleicht hast du dann auch einen Namen für meinen "Rennstall". Aber ich möchte mich hier nicht wiederholen, wir sind vom Thema eh schon weggerutscht.

Du hast übrigens recht, die FDGB-Heime waren nicht schlechter als vergleichbare Einrichtungen in der BRD. Allerdings kann ich mit praktischer Erfahrungen hier nicht viel beifügen.

Zu deiner Geschichte mit den Schweizer Uhrenherstellern- und ihrer Unterstützung der Amerikaner:

Du schreibst:"Und in ihrem Programmheft kann man lesen: „ Mit sing- out wollen wir den moralischen Pazifismus überwinden und einen kämpferischen Geist schaffen. Wir lieben unser Land und wollen ein starkes Europa bauen, das sich mit Amerika dafür einsetzt, dass die Freiheit erhalten und verbreitet wird.“
Für sie und für jene aber Tausende, die den Singenden zujubeln, morden die US- Soldaten in Vietnam."

Zunächst, die Leute sind für mich eine winzige, klare Randgruppe, die keineswegs als schweizerische Meinung dargestellt werden kann. Ich kann einfach nicht erkennen, wie aus den ersten beiden Sätzen der dritte automatisch abgeleitet werden kann. Die Schaffung des kämpferischen Geistes war doch im Osten doch viel weiter verbreitet, als in der Schweiz.
Letztlich entspricht dieses Buch dem engstirnigen Denken dieser Zeit, und ich bin nach diesen Zeilen mehr als froh, das dies endlich überwunden ist.

Gruß, Augenzeuge


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#32

RE: Zitate - Verordnungen - Anmerkungen

in Die Grenze,Die Teilung,geteilte Familien 31.05.2009 19:50
von Augenzeuge (gelöscht)
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Unabhängigkeit im Denken ist das erste Kennzeichen der Freiheit. Ohne sie bleibst du ein Sklave der Umstände.

Swami Vivekânanda



Eine neue Art von Denken ist notwendig, wenn die Menschheit weiterleben will.

Was mich erschreckt, ist nicht die Zerstörungskraft der Bombe, sondern die Explosionskraft des menschlichen Herzens zum Bösen.

Albert Einstein




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#33

RE: Zitate - Verordnungen - Anmerkungen

in Die Grenze,Die Teilung,geteilte Familien 01.06.2009 12:52
von Berliner (gelöscht)
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Zitat von Augenzeuge
"Mir ist nie klar geworden, wie dieser mittelmässige Mann (Honecker) sich an der Spitze des Politbüros so lange hat halten können. (Helmut Schmidt)"


Eine Antwort auf diese rhetorische Frage mit einem (nicht DDR-bezogenen) Zitat von Calvin Coolidge:

"Nichts auf der Welt geht über Beharrlichkeit. Talent nicht - es wimmelt von gescheiterten Existenzen mit Talent. Genie nicht - das verkannte Genie wurde zum Begriff. Erziehung nicht - allerorten finden sich gut erzogene Versager. Zielstrebigkeit und Ausdauer allein verbürgen den Erfolg."

Calvin Coolidge


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#34

RE: Zitate - Verordnungen - Anmerkungen

in Die Grenze,Die Teilung,geteilte Familien 01.06.2009 14:14
von CaptnDelta (gelöscht)
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Zitat von Berliner
Zitat von Augenzeuge
"Mir ist nie klar geworden, wie dieser mittelmässige Mann (Honecker) sich an der Spitze des Politbüros so lange hat halten können. (Helmut Schmidt)"

Eine Antwort auf diese rhetorische Frage mit einem (nicht DDR-bezogenen) Zitat von Calvin Coolidge:
"Nichts auf der Welt geht über Beharrlichkeit. Talent nicht - es wimmelt von gescheiterten Existenzen mit Talent. Genie nicht - das verkannte Genie wurde zum Begriff. Erziehung nicht - allerorten finden sich gut erzogene Versager. Zielstrebigkeit und Ausdauer allein verbürgen den Erfolg."
Calvin Coolidge


Yea, but you'd still think they'd find someone not as mediocre as Honecker...
I know, you think W was mediocre, but how about having a country run by his water cooler for 18 years...
-Th


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#35

RE: Zitate - Verordnungen - Anmerkungen

in Die Grenze,Die Teilung,geteilte Familien 01.06.2009 14:25
von Berliner (gelöscht)
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Zitat von CaptnDelta
Yea, but you\\\'d still think they\\\'d find someone not as mediocre as Honecker...
I know, you think W was mediocre, but how about having a country run by his water cooler for 18 years...


Der Zitat war so gemeint, dass in der DDR nicht "gewaehlt" wurde, der am qualifizierstesten war, sondern wer am machtstrebendsten war. Man muesste nur starrkoepfig und gnadenlos seine Ziele verfolgen, und das hat er geschafft.

Was meinst Du damit "fuer 18 Jahren von einem Wasserbehaelter regiert zu werden" ?

Berliner

zuletzt bearbeitet 01.06.2009 14:28 | nach oben springen

#36

RE: Zitate - Verordnungen - Anmerkungen

in Die Grenze,Die Teilung,geteilte Familien 01.06.2009 22:42
von CaptnDelta (gelöscht)
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Zitat von Berliner
Was meinst Du damit "fuer 18 Jahren von einem Wasserbehaelter regiert zu werden" ?

Naja, damit war der "Honi" noch am ehesten vergleichbar (Ohne irgendwelchen Wasserbehaeltern zu Nahe zu treten)

-Th


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#37

RE: Zitate - Verordnungen - Anmerkungen

in Die Grenze,Die Teilung,geteilte Familien 02.06.2009 02:01
von Berliner (gelöscht)
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Zitat von CaptnDelta
...Ohne irgendwelchen Wasserbehaeltern zu Nahe zu treten


"Naja, jemand der einen Tatra 815 ueber die Strassen Deutschlands faehrt muss i.O. sein..." (Zitat von mir )

Berliner

zuletzt bearbeitet 02.06.2009 02:03 | nach oben springen

#38

RE: Zitate - Verordnungen - Anmerkungen

in Die Grenze,Die Teilung,geteilte Familien 02.06.2009 20:51
von Augenzeuge (gelöscht)
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"Das Gesetz ändert sich, das Gewissen nicht. Es steht über dem Gesetz des Landes."

Sophie Scholl


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#39

RE: Zitate - Verordnungen - Anmerkungen

in Die Grenze,Die Teilung,geteilte Familien 07.06.2009 16:25
von manudave (gelöscht)
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"Die Sicherung unserer Staatsgrenze kam für unsere Gegner völlig überraschend. Trotzdem versuchten unsere Feinde auch nach dem 13.August 1961 immer wieder, die Grenze der DDR zu durchbrechen"

Heimatkunde - Lehrbuch für die Klasse 4, Verlag Volk und Wissen, 1988



Das ich das nochmal lesen würde...


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#40

RE: Zitate - Verordnungen - Anmerkungen

in Die Grenze,Die Teilung,geteilte Familien 07.06.2009 23:55
von Rainman2 | 5.754 Beiträge

Mal einen kleinen Seitenhieb zur Souveränität der BRD:

"Schon Adenauer hatte seine Anerkennung der alliierten Oberhoheit wie ein Staatsgeheimnis behandelt. Sie passte nicht so recht in die Atmosphäre zehn Tage vor der Staatsgründung, und die drei Mächte hatten auch kein Interesse, diese Voraussetzung für den 23.Mai 1949 an die große Glocke zu hängen. Das blieb kein Einzelfall.

Die Einschränkungen der deutschen Souveränität existierten völkerrechtlich unverändert, solange Deutschland geteilt blieb und solange sie nicht durch einen Friedensvertrag förmlich beendet wurden. Durch die Kapitulation am 8.Mai 1945 ging die Souveränität des Reiches auf die Sieger über. Deutschland erhielt sie erst mit der Wirksamkeit des friedensvertraglichen Zwei-plus-Vier-Abkommens am 15.März 1991 zurück."

Egon Bahr


Hier der gesamte Artikel aus der Zeit online.


"Ein gutes Volk, mein Volk. Nur die Leute sind schlecht bis ins Mark."
(aus: "Wer reißt denn gleich vor'm Teufel aus", DEFA 1977)


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