#21

RE: Mein erster Tag an der Grenze.

in Mein Grenzer Tagebuch 03.03.2012 14:55
von Grenzwolf62 (gelöscht)
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Zitat von EK 82/2
mußte einer mal zum sch...n hinter den baum, nahm einer beide waffen und der andere die magazine.

ek 82/2



ist ne Anektode oder?
ernst meinst das sicherlich nicht.


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#22

RE: Mein erster Tag an der Grenze.

in Mein Grenzer Tagebuch 03.03.2012 15:49
von Häuptling | 77 Beiträge

Zitat von Grenzwolf62
[quote="EK 82/2"] mußte einer mal zum sch...n hinter den baum, nahm einer beide waffen und der andere die magazine.

ek 82/2



Ist ´n Witz, sowas hab ich noch nicht gehört...
Aber das eine ganze GK aufgelöst wurde (1979 Pötenitz), das kenne ich....


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#23

RE: Mein erster Tag an der Grenze.

in Mein Grenzer Tagebuch 03.03.2012 16:10
von Grenzwolf62 (gelöscht)
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Zitat von Hendrik EK82-2
[quote="94"]
Die "Frischen" kamen bereits nach 3 Monaten Grundausbildung an den Kanten.



Hallo, wie, nach Weferlingen sind 82 welche nach 3 Monaten an die Grenze gekommen?
Wurde nicht in Halberstadt generell 6 Monate Grundausbildung gemacht?
Interessant.


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#24

RE: Mein erster Tag an der Grenze.

in Mein Grenzer Tagebuch 03.03.2012 17:25
von Pit 59 | 10.153 Beiträge

Zitat von EK 82/2 mußte einer mal zum sch...n hinter den baum, nahm einer beide waffen und der andere die magazine.

ek 82/2



Das Glaubste aber selber nicht.Und das ganze wo Ihr doch wie eine Familie ward,vom Soldaten bis zum KC.


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#25

RE: Mein erster Tag an der Grenze.

in Mein Grenzer Tagebuch 03.03.2012 19:24
von Hendrik EK82-2 (gelöscht)
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Zitat von Grenzwolf62

Zitat von Hendrik EK82-2
[quote="94"]
Die "Frischen" kamen bereits nach 3 Monaten Grundausbildung an den Kanten.



Hallo, wie, nach Weferlingen sind 82 welche nach 3 Monaten an die Grenze gekommen?
Wurde nicht in Halberstadt generell 6 Monate Grundausbildung gemacht?
Interessant.




Ich hatte das "Vergnügen" 3 Monate vor der Entlassung Platz zu machen für die 3-Monatigen. Die waren wohl aber aus Halberstadt. Musste bestimmt der Rhytmus erhalten bleiben

Wenn ich micht recht erinnere, war das irgendwie versuchsweise.


zuletzt bearbeitet 03.03.2012 19:27 | nach oben springen

#26

RE: Mein erster Tag an der Grenze.

in Mein Grenzer Tagebuch 03.03.2012 20:55
von Greso | 2.377 Beiträge

So sah mein erster Tag an der Grenze aus.Und ich dachte,wenn du erst da stehst,wo die stehen,die hachhause fahren.

Angefügte Bilder:
Armeezeit 009.jpg

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#27

RE: Mein erster Tag an der Grenze.

in Mein Grenzer Tagebuch 03.03.2012 21:14
von feldwebel88 | 279 Beiträge

greso,ist das die gk barneberg auf dem foto?


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#28

RE: Mein erster Tag an der Grenze.

in Mein Grenzer Tagebuch 03.03.2012 21:30
von Greso | 2.377 Beiträge

Zitat von feldwebel88
greso,ist das die gk barneberg auf dem foto?




Ja,das ist sie..


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#29

RE: Mein erster Tag an der Grenze.

in Mein Grenzer Tagebuch 28.10.2012 17:20
von Mholzmichel | 381 Beiträge

Mein erster Tag an der Grenze war gleich eine Nachtschicht mit "Knochenbrecher Ede" wie der richtig hieß weiß ich nicht mehr. Jedenfalls ei Hühne uns "E". Naja soviel weiß ich noch dass er mich eingewiesen hat und ich 8 Stunden nur in meine Richtung geklotzt hab. Ich hab mich zwar mit ihm unterhalten aber mein Blick wich so wie "angeordnet", nicht von dieser Richtung und die war links. Wir waren auf einem BT 6, soviel weiß ich noch aber PP keine Ahnung mehr. Wir hatten im "Rattenloch" im Mannschaftszelt mit kanonenofen übernchtet, bis die "E`s" nach Hause sind.
Hab schon mal in Google Earth gesucht aber ich glaub die 3. GK wurde komlett niedergewaltzt.


EK 81/2
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#30

RE: Mein erster Tag an der Grenze.

in Mein Grenzer Tagebuch 26.01.2013 20:55
von derpae.der99 | 107 Beiträge

Mein erster Tag in der Grenzkompanie war aus heutiger Sicht gruselig. Ich weiß nicht mehr ganz genau wer zuerst in der Stube stand. Ich oder der Mann im Ledermantel. Wir waren jedenfalls unter 4 Augen, wie auch immer dies möglich war. Gut, die Alten waren im Grenzdienst, aber wo waren die anderen Drei aus meinem Diensthalbjahr? Keine Ahnung, jedenfalls stand ich einem komischen Typen gegenüber. “Na Genosse, haben Sie ein Radio?“, wollte er wissen. “Nein“, antwortete ich mit gutem Gewissen. Meine Gedanken, aha daher weht der Wind: Die unendliche Jagd auf ein Kosmos Komische Grammatik, aber wenn ich vom Kosmos schreibe, meine ich nicht das All, sondern ein Radio sowjetischer Bauart Namens Kosmos. Ich hörte als Kind mit jenem Kosmos z.B. die “Schlagerrevue“ mit Heinz Quermann. Wenig später spuckte das Teil “Am Tag als Conny Cramer starb“ aus. Das Kosmos und ich hatten Gefallen am Deutschlandfunk gefunden und wir verbrachten viele gemeinsame Stunden mit Karl Ludwig Wolfs “Schlagerderby“. Irgendwann verschwand dieses Radio dann wieder im Schrank meiner Eltern, denn Papi rückte ein größeres Transistorradio raus. Ich bin jetzt ganz schön weit weg gekommen, vom ersten Tag in der Grenzkompanie, aber ich taste mich wieder dort hin - versprochen. Jedenfalls fiel mir irgendwann im Sommer 1982 dieses Radio wieder ein. Es war genau das, was ich brauchte, in der 7. Kompanie in Potsdam. Die Fußball-WM lief wohl schon und die wurde uns komplett vorenthalten. Na ja, in Potsdam gab's ja so was wie Freizeit so wie so nicht. Irgendwann war es mir jedenfalls gelungen, dieses Radio Namens Kosmos in die Kompanie zu holen. Ich weiß heute nicht mehr wie, aber was ich heute noch vor mir habe, wie wir da gefilzt wurden, wenn wir mal jenseits der Latte gewesen sind. Das war extrem und die Aktion mit dem Kosmos muss dann ums verrecken, dem angepasst gewesen sein.
Ich kann mich noch gut erinnern, es war längst Nachtruhe und ich hörte im Bett mit nem Ohrhörer das Spiel BRD - Frankreich. Ein irres Spiel und ich kommentierte es für die Kameraden im Dunkeln mit. Zumindest für die, die nicht schliefen.
Die Tage vergingen und ich dachte an nichts schlimmes, bis eines Tages eine Tiefenkontrolle an stand. Grund war wohl ein irgendwo, durch die Benutzung eines Ufos, abgebrannter Schuppen. Die Jagd nach den Dingern, womit man wunderbar Wasser zum sieden bringen konnte, war eröffnet. Nun, ich hatte kein Ufo im Spind, aber das Radio? Nein, das war ja am Muni-Bunker im Dauereinsatz. Hmm, aber das Ladegerät für die Knopfzellen lag in einem Stiefel. Na ja was folgte, waren wohl mit die aufregendsten Stunden meiner Wehrzeit. Natürlich wussten unsere 2 Uffze was das für ein Teil war. Da halfen auch keine Ausreden, von wegen, ich habe die Batterien der Uhren damit geladen. Es war der Wahnsinn, was da ablief. Es befand sich nichts mehr in unserem Zimmer. Kein Bett, kein Schrank, nichts. Alles wurde zerlegt. Die ganze Kompanie wurde auf den Kopf gestellt. Ich saß dann beim KC. Alle waren sie da, was Rang und Namen hatte. Auf die Ansage, “Holen sie das Radio“, entgegnete ich ziemlich gelassen, “gut, dann lassen sie mich nach Hause“. “Wenn wir das Radio finden, ist ihnen der Knast sicher“, meinte daraufhin irgendeiner. Na ja, ich war nie im Knast, aber die Suche nach dem Radio, die endete wohl nie. Uffz. B. baute sogar ein kleines Vertrauensverhältnis auf. Wir liefen uns sogar mal in einem KU rein zufällig übern Weg und wir, also ich und ein bis heute guter Kamerad sowie unsere heutigen Frauen, mussten diese Klette den ganzen Tag in der Disko ertragen.
Unsere letzten gemeinsamen Stunden führten uns dann nach Halberstadt, wo wir quasi mit den dortigen Kompanien, in die Grenzkompanien verteilt wurden. Uffz. Z., also der Andere, stand links von mir in der Reihe und er fragte mich leise: “Nun kannstes ja sagen, hast du ein Radio gehabt oder nicht?“ Ich hab' wirklich kurz überlegt, aber meine Antwort blieb beim nein.
Kurzer Zeit später, es war der erste Tag in der Grenzkompanie, zerlegte ein Herr im Ledermantel meine Klamotten. tzz
Wenn ich mir das heute überlege, dass da wirklich alle dicht gehalten haben. Trotzdem hatte ich dann als EK doch noch Verluste zu beklagen. Ein Cora im Dienst und auch unser (mein) Stubenradio wanderte kurzzeitig wegen hören vom "Feindsender NDR 2" zum Polit in den Schrank.

Mein erster Tag am Kanten, mal abgesehen von Kurzeinsätzen an der Elbe im ersten Diensthalbjahr, war gelinde gesagt Scheiße. Was ich da alles schleppen musste und wie weit wir da durch die Botanik gelatscht sind. Der Postenführer war mir total unsympathisch und wir wurden auch später nie warm miteinander.


EK 83 II
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#31

RE: Mein erster Tag an der Grenze.

in Mein Grenzer Tagebuch 26.01.2013 22:22
von Pitti53 | 8.791 Beiträge

Und der kam im Ledermantel?

aus welchem Film soll das sein?


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#32

RE: Mein erster Tag an der Grenze.

in Mein Grenzer Tagebuch 26.01.2013 22:35
von Sonne | 510 Beiträge

Zitat von derpae.der99 im Beitrag #30
Mein erster Tag in der Grenzkompanie war aus heutiger Sicht gruselig. Ich weiß nicht mehr ganz genau wer zuerst in der Stube stand. Ich oder der Mann im Ledermantel. Wir waren jedenfalls unter 4 Augen, wie auch immer dies möglich war. Gut, die Alten waren im Grenzdienst, aber wo waren die anderen Drei aus meinem Diensthalbjahr? Keine Ahnung, jedenfalls stand ich einem komischen Typen gegenüber. “Na Genosse, haben Sie ein Radio?“, wollte er wissen. “Nein“, antwortete ich mit gutem Gewissen. Meine Gedanken, aha daher weht der Wind: Die unendliche Jagd auf ein Kosmos Komische Grammatik, aber wenn ich vom Kosmos schreibe, meine ich nicht das All, sondern ein Radio sowjetischer Bauart Namens Kosmos. Ich hörte als Kind mit jenem Kosmos z.B. die “Schlagerrevue“ mit Heinz Quermann. Wenig später spuckte das Teil “Am Tag als Conny Cramer starb“ aus. Das Kosmos und ich hatten Gefallen am Deutschlandfunk gefunden und wir verbrachten viele gemeinsame Stunden mit Karl Ludwig Wolfs “Schlagerderby“. Irgendwann verschwand dieses Radio dann wieder im Schrank meiner Eltern, denn Papi rückte ein größeres Transistorradio raus. Ich bin jetzt ganz schön weit weg gekommen, vom ersten Tag in der Grenzkompanie, aber ich taste mich wieder dort hin - versprochen. Jedenfalls fiel mir irgendwann im Sommer 1982 dieses Radio wieder ein. Es war genau das, was ich brauchte, in der 7. Kompanie in Potsdam. Die Fußball-WM lief wohl schon und die wurde uns komplett vorenthalten. Na ja, in Potsdam gab's ja so was wie Freizeit so wie so nicht. Irgendwann war es mir jedenfalls gelungen, dieses Radio Namens Kosmos in die Kompanie zu holen. Ich weiß heute nicht mehr wie, aber was ich heute noch vor mir habe, wie wir da gefilzt wurden, wenn wir mal jenseits der Latte gewesen sind. Das war extrem und die Aktion mit dem Kosmos muss dann ums verrecken, dem angepasst gewesen sein.
Ich kann mich noch gut erinnern, es war längst Nachtruhe und ich hörte im Bett mit nem Ohrhörer das Spiel BRD - Frankreich. Ein irres Spiel und ich kommentierte es für die Kameraden im Dunkeln mit. Zumindest für die, die nicht schliefen.
Die Tage vergingen und ich dachte an nichts schlimmes, bis eines Tages eine Tiefenkontrolle an stand. Grund war wohl ein irgendwo, durch die Benutzung eines Ufos, abgebrannter Schuppen. Die Jagd nach den Dingern, womit man wunderbar Wasser zum sieden bringen konnte, war eröffnet. Nun, ich hatte kein Ufo im Spind, aber das Radio? Nein, das war ja am Muni-Bunker im Dauereinsatz. Hmm, aber das Ladegerät für die Knopfzellen lag in einem Stiefel. Na ja was folgte, waren wohl mit die aufregendsten Stunden meiner Wehrzeit. Natürlich wussten unsere 2 Uffze was das für ein Teil war. Da halfen auch keine Ausreden, von wegen, ich habe die Batterien der Uhren damit geladen. Es war der Wahnsinn, was da ablief. Es befand sich nichts mehr in unserem Zimmer. Kein Bett, kein Schrank, nichts. Alles wurde zerlegt. Die ganze Kompanie wurde auf den Kopf gestellt. Ich saß dann beim KC. Alle waren sie da, was Rang und Namen hatte. Auf die Ansage, “Holen sie das Radio“, entgegnete ich ziemlich gelassen, “gut, dann lassen sie mich nach Hause“. “Wenn wir das Radio finden, ist ihnen der Knast sicher“, meinte daraufhin irgendeiner. Na ja, ich war nie im Knast, aber die Suche nach dem Radio, die endete wohl nie. Uffz. B. baute sogar ein kleines Vertrauensverhältnis auf. Wir liefen uns sogar mal in einem KU rein zufällig übern Weg und wir, also ich und ein bis heute guter Kamerad sowie unsere heutigen Frauen, mussten diese Klette den ganzen Tag in der Disko ertragen.
Unsere letzten gemeinsamen Stunden führten uns dann nach Halberstadt, wo wir quasi mit den dortigen Kompanien, in die Grenzkompanien verteilt wurden. Uffz. Z., also der Andere, stand links von mir in der Reihe und er fragte mich leise: “Nun kannstes ja sagen, hast du ein Radio gehabt oder nicht?“ Ich hab' wirklich kurz überlegt, aber meine Antwort blieb beim nein.
Kurzer Zeit später, es war der erste Tag in der Grenzkompanie, zerlegte ein Herr im Ledermantel meine Klamotten. tzz
Wenn ich mir das heute überlege, dass da wirklich alle dicht gehalten haben. Trotzdem hatte ich dann als EK doch noch Verluste zu beklagen. Ein Cora im Dienst und auch unser (mein) Stubenradio wanderte kurzzeitig wegen hören vom "Feindsender NDR 2" zum Polit in den Schrank.

Mein erster Tag am Kanten, mal abgesehen von Kurzeinsätzen an der Elbe im ersten Diensthalbjahr, war gelinde gesagt Scheiße. Was ich da alles schleppen musste und wie weit wir da durch die Botanik gelatscht sind. Der Postenführer war mir total unsympathisch und wir wurden auch später nie warm miteinander.



Wir sind kein Spaßforum !!!!!!!!!!


Gruß Sonne

05/66-10/67
18 Monate meiner Jugend
in Glowe, Rothesütte, Elend


Wer Stroh im Kopf hat, fürchtet den Funken der Wahrheit.
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#33

RE: Mein erster Tag an der Grenze.

in Mein Grenzer Tagebuch 26.01.2013 23:20
von Greso | 2.377 Beiträge

Zitat von Greso im Beitrag #28

Zitat von feldwebel88
greso,ist das die gk barneberg auf dem foto?




Ja,das ist sie..



Hier noch die Straßenseite.


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#34

RE: Mein erster Tag an der Grenze.

in Mein Grenzer Tagebuch 26.01.2013 23:29
von Lebensläufer | 1.235 Beiträge

Was meinst du mit Spassforum Sonne, der Text mit dem Transitorradio geht doch in Ordnung den du da zitierst. Bist doch auch fast so ein Grenzerurgestein wie der Greso. Sollten die Jüngeren da jetzt nen Knicks machen vor euch "Alten" oder wie verstehe ich deinen sinngemäßen " Aufschrei"?

Lebensläufer


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#35

RE: Mein erster Tag an der Grenze.

in Mein Grenzer Tagebuch 26.01.2013 23:32
von jecki09 | 422 Beiträge

Meinen ersten Tag an der Grenze hatte ich als Offiziersschüler im III. Lehrjahr im Praktikum. Das in der GK Ifta. An diesen ersten Tag selbst kann ich mich nicht erinnern.
Aber in den ersten 1-2 Wochen lief ich mit einigen Unteroffizieren und Gefreiten den Abschnitt hoch und runter. Manche wollten mich testen ob ich die Strecken und das Tempo durchhalte. [Damals als Langstreckenläufer (je 1 mal Rennsteig kleine und lange Strecke gelaufen) kein Problem.]
Wenn ich nicht durchs Gelände bin, war ich als Posten auf der Füst (B-Turm Straße Netra) und habe die Postenpunkte auf der Karte gepaukt. Zumindestens wusste ich zum Ende des Praktikums alle POP, Tore etc. mit Geländebezeichnung und Nummer.

Einmal war ich mit dem Fähnrich Armin Schi.... im Bereich des Willerhäuser Weg am GZ I um Bewuchs beseitigen. Leiter an den GZ I und soweit wie möglich Freindwärts übergebeugt die Äste abschlagen. Dabei fiel mein Käppi auf das vorgelagerte Gebiet. Na, ja, Käppi weg, in der Kompanie liegt Reserve, dachte ich. Da meinte der GAK; Leiter hoch; auf dem Pfahl sitzend, Leiter auf der anderen Seite runter; Käppi holen, Leiter hoch und zurück; Waffe sollte freundwärts bleiben.

Wie gesagt, wurde es gemacht.

Später konnte man drüber zwar nicht lachen, aber. Am Ende des Praktikums sagte der Polit noch, ich solle - wenn ich 2 Pickel habe - nicht alles vergessen was ich gelernt und gesehen habe. Dafür war ich Oltn. Schub... richtig dankbar. Vorallem weil ich 2-3 Monate später wieder in Ifta ankam.


Winch hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#36

RE: Mein erster Tag an der Grenze.

in Mein Grenzer Tagebuch 26.01.2013 23:46
von Duck | 1.741 Beiträge

Zitat von derpae.der99 im Beitrag #30
Mein erster Tag in der Grenzkompanie war aus heutiger Sicht gruselig. Ich weiß nicht mehr ganz genau wer zuerst in der Stube stand. Ich oder der Mann im Ledermantel. Wir waren jedenfalls unter 4 Augen, wie auch immer dies möglich war. Gut, die Alten waren im Grenzdienst, aber wo waren die anderen Drei aus meinem Diensthalbjahr? Keine Ahnung, jedenfalls stand ich einem komischen Typen gegenüber. “Na Genosse, haben Sie ein Radio?“, wollte er wissen. “Nein“, antwortete ich mit gutem Gewissen. Meine Gedanken, aha daher weht der Wind: Die unendliche Jagd auf ein Kosmos Komische Grammatik, aber wenn ich vom Kosmos schreibe, meine ich nicht das All, sondern ein Radio sowjetischer Bauart Namens Kosmos. Ich hörte als Kind mit jenem Kosmos z.B. die “Schlagerrevue“ mit Heinz Quermann. Wenig später spuckte das Teil “Am Tag als Conny Cramer starb“ aus. Das Kosmos und ich hatten Gefallen am Deutschlandfunk gefunden und wir verbrachten viele gemeinsame Stunden mit Karl Ludwig Wolfs “Schlagerderby“. Irgendwann verschwand dieses Radio dann wieder im Schrank meiner Eltern, denn Papi rückte ein größeres Transistorradio raus. Ich bin jetzt ganz schön weit weg gekommen, vom ersten Tag in der Grenzkompanie, aber ich taste mich wieder dort hin - versprochen. Jedenfalls fiel mir irgendwann im Sommer 1982 dieses Radio wieder ein. Es war genau das, was ich brauchte, in der 7. Kompanie in Potsdam. Die Fußball-WM lief wohl schon und die wurde uns komplett vorenthalten. Na ja, in Potsdam gab's ja so was wie Freizeit so wie so nicht. Irgendwann war es mir jedenfalls gelungen, dieses Radio Namens Kosmos in die Kompanie zu holen. Ich weiß heute nicht mehr wie, aber was ich heute noch vor mir habe, wie wir da gefilzt wurden, wenn wir mal jenseits der Latte gewesen sind. Das war extrem und die Aktion mit dem Kosmos muss dann ums verrecken, dem angepasst gewesen sein.
Ich kann mich noch gut erinnern, es war längst Nachtruhe und ich hörte im Bett mit nem Ohrhörer das Spiel BRD - Frankreich. Ein irres Spiel und ich kommentierte es für die Kameraden im Dunkeln mit. Zumindest für die, die nicht schliefen.
Die Tage vergingen und ich dachte an nichts schlimmes, bis eines Tages eine Tiefenkontrolle an stand. Grund war wohl ein irgendwo, durch die Benutzung eines Ufos, abgebrannter Schuppen. Die Jagd nach den Dingern, womit man wunderbar Wasser zum sieden bringen konnte, war eröffnet. Nun, ich hatte kein Ufo im Spind, aber das Radio? Nein, das war ja am Muni-Bunker im Dauereinsatz. Hmm, aber das Ladegerät für die Knopfzellen lag in einem Stiefel. Na ja was folgte, waren wohl mit die aufregendsten Stunden meiner Wehrzeit. Natürlich wussten unsere 2 Uffze was das für ein Teil war. Da halfen auch keine Ausreden, von wegen, ich habe die Batterien der Uhren damit geladen. Es war der Wahnsinn, was da ablief. Es befand sich nichts mehr in unserem Zimmer. Kein Bett, kein Schrank, nichts. Alles wurde zerlegt. Die ganze Kompanie wurde auf den Kopf gestellt. Ich saß dann beim KC. Alle waren sie da, was Rang und Namen hatte. Auf die Ansage, “Holen sie das Radio“, entgegnete ich ziemlich gelassen, “gut, dann lassen sie mich nach Hause“. “Wenn wir das Radio finden, ist ihnen der Knast sicher“, meinte daraufhin irgendeiner. Na ja, ich war nie im Knast, aber die Suche nach dem Radio, die endete wohl nie. Uffz. B. baute sogar ein kleines Vertrauensverhältnis auf. Wir liefen uns sogar mal in einem KU rein zufällig übern Weg und wir, also ich und ein bis heute guter Kamerad sowie unsere heutigen Frauen, mussten diese Klette den ganzen Tag in der Disko ertragen.
Unsere letzten gemeinsamen Stunden führten uns dann nach Halberstadt, wo wir quasi mit den dortigen Kompanien, in die Grenzkompanien verteilt wurden. Uffz. Z., also der Andere, stand links von mir in der Reihe und er fragte mich leise: “Nun kannstes ja sagen, hast du ein Radio gehabt oder nicht?“ Ich hab' wirklich kurz überlegt, aber meine Antwort blieb beim nein.
Kurzer Zeit später, es war der erste Tag in der Grenzkompanie, zerlegte ein Herr im Ledermantel meine Klamotten. tzz
Wenn ich mir das heute überlege, dass da wirklich alle dicht gehalten haben. Trotzdem hatte ich dann als EK doch noch Verluste zu beklagen. Ein Cora im Dienst und auch unser (mein) Stubenradio wanderte kurzzeitig wegen hören vom "Feindsender NDR 2" zum Polit in den Schrank.

Mein erster Tag am Kanten, mal abgesehen von Kurzeinsätzen an der Elbe im ersten Diensthalbjahr, war gelinde gesagt Scheiße. Was ich da alles schleppen musste und wie weit wir da durch die Botanik gelatscht sind. Der Postenführer war mir total unsympathisch und wir wurden auch später nie warm miteinander.


Mann im Ledermantel?? Also wenn Du die Jungs meinst wovon ich ausgehe die hatten auch eine ganz normale Uniform. Leute mit Ledermantel kenne ich nur aus einer anderen Zeit


08/88 - 10/88 Eisenach
10/88 - 12/88 Räsa / Unterbreizbach (Rhön Thüringen/Hessen)
12/88 - 01/90 Erbenhausen (Rhön Thüringen/Bayern)


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#37

RE: Mein erster Tag an der Grenze.

in Mein Grenzer Tagebuch 26.01.2013 23:51
von Greso | 2.377 Beiträge

Zitat von Lebensläufer im Beitrag #34
Was meinst du mit Spassforum Sonne, der Text mit dem Transitorradio geht doch in Ordnung den du da zitierst. Bist doch auch fast so ein Grenzerurgestein wie der Greso. Sollten die Jüngeren da jetzt nen Knicks machen vor euch "Alten" oder wie verstehe ich deinen sinngemäßen " Aufschrei"?

Lebensläufer

Erst 6 Tage im Forum,und schon die" Alten Leute" hassen.


zuletzt bearbeitet 27.01.2013 00:01 | nach oben springen

#38

RE: Mein erster Tag an der Grenze.

in Mein Grenzer Tagebuch 27.01.2013 00:04
von Lebensläufer | 1.235 Beiträge

Na Greso dich alten Sammler kenne ich doch auch noch...aus der alten Zeit im Forum vom Angelo, als der Rainer-Maria Rohloff noch "beliebt" war. Nun bin ich der geläuterte Lebensläufer, bin schon bissel auswärts weitergelaufen, jetzt zurück gekehrt. Also der Ledermantel mag wohl nicht ganz korrekt sein aber sonst...ich konnte da nichts entdecken?

Lebensläufer..."die Alten Leutchen hassen", der war wirklich gut Greso. Sammle mal weiter Mann mit den tollen alten Fotos aus deiner Jungmannzeit. Du, die sind wirklich nicht schlecht was ihr da so für Standposen veranstaltet habt.


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#39

RE: Mein erster Tag an der Grenze.

in Mein Grenzer Tagebuch 27.01.2013 00:24
von derpae.der99 | 107 Beiträge

Okay ich gebe zu, dass klingt schon sehr nach Hollywood. Tatsächlich stand der Mann im Schlafanzug vor mir.

Zitat von Sonne im Beitrag #32


Wir sind kein Spaßforum !!!!!!!!!!


Leute, ich habe die hässlichen Erlebnisse vergessen.

Nachtrag: Ich bin auch am ersten Tag beim Müll wegbringen, unten auf dem Hof, einem Vorgesetzten begegnet. Den habe ich, so wie wir dies beigebracht bekommen haben, gegrüßt. Danach haben mich unsere EKs erstmal beiseite genommen und mir diese Unart ausgetrieben.

Ist das jetzt traurig genug?


EK 83 II
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#40

RE: Mein erster Tag an der Grenze.

in Mein Grenzer Tagebuch 27.01.2013 09:49
von Lebensläufer | 1.235 Beiträge

derpae du musst hier vor Niemanden geradestehen nur weil der meint, paar Jährchen vor dir am Kanten gewesen zu sein. Oder gar meint, es besser zu wissen weil er mal Offizier war. .Deine Geschichte war gut, war ehrlich, da gabs nicht zu meckern. Ich könnte hier (auch in nem anderen Forum) immer sinngemäß ausrasten, wenn paar Exgrenzer meinen:

Aber "nein Mann so war das nicht und zu meiner Zeit, da war das ganz anders und sieh doch mal Mann, der Abweiser hatte nen Plastesockel(das nur als ein Beispiel hier aus nen Fred) und der hätte dich doch nie getragen und wunderschön sahs auch noch aus was da auf den Fotos mit dem Grenzsignalzaun zu sehen war, wie gerade frisch gebaut das Ding so kurz vorm Ende der DDR".

Weißte was derpae, da sagt der Rainer Pustekuchen, ich bin da 1977 als junger Pionier rübergeklettert ohne auszulösen und damit wars gut. So einfach war das an der damaligen Grenze und jeder hatte es zu seiner Zeit anders(ganz anders) erlebt ohne sich hier heute irgendwelche Kinkerlitzchen vorhalten zu lassen oder sich gar noch klein machen zu lassen.

Manche scheinen hier völlig die alten beschissenen Zeiten vergessen zu haben, die schwelgen sowas von im Technikkram und wunderbar wars doch damals am Kanten und ne, ich könnte glatt nochmal die wunderschöne Uniform anziehen und her mit die tollen Resitreffen und hoppla nochmal über die Eskaladierwand als heutiger Opa und wollen wir nicht gleich noch den Härtetest mit hinten anhängen.

Deswegen bin ich auch nicht in diesem sagenhaften Urgrenzerforum von dem alle so schwärmen weil du wohl da noch heute Männchen machen müsstest, wenn dir mal auf die Schnelle nach 36 Jahren nun gerade das Details zu ner bestimmten Sache von damals am Kanten einfach nicht einfällt." Mein Gott, was für eine Schande wäre das denn und da stehst du dann, gebranntmarkt und wie bissel blöde und alles lacht."

Aber nicht mit mir Leute, nicht mit mir. Und hoffendlich auch nicht mit Anderen hier die sich ehrlich einbringen, nur simpel und einfach von ihrer Zeit am Kanten texten möchten.Ich denke, das war deutlich genug formuliert das hier Einige mal langsam wachwerden.

Lebensläufer...vormals hier unter Rainer-Maria Rohloff


Batrachos, Fraggle und gitarre52 haben sich für diesen Beitrag bedankt
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