#1

Mal wieder ein Grenzthema

in Grenztruppen der DDR 17.01.2012 20:09
von PF75 | 3.294 Beiträge

kam mir gestern mal in den sinn,mußten sich die Gakl eigendlich irgenwie anmelden wenn sie mal im abschnitt waren ?
zu meiner zeit hatte sich die unsitte eingeschlichen das die gakl auch zur beobachtung der eigenen kräfte eingesetzt wurden, sie gingen in Boitzenburg an bord eines grenzbootes und wurden dann irgendwo an land gestezt.
nach beschwerden seitens der eindesetzten grenzsicherungskräfte (wenn einer an der Elbe rumspringt kannste nicht mehr lange schauen oder fragen,dann kommen gleich ein paar harte) nahm man später offiziell wieder davon abstand.
Wir haben hier ja ein paar Spezis ,mal sehen was die so sagen.


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#2

RE: Mal wieder ein Grenzthema

in Grenztruppen der DDR 17.01.2012 20:22
von Mike59 | 7.978 Beiträge

Zitat von PF75
kam mir gestern mal in den sinn,mußten sich die Gakl eigendlich irgenwie anmelden wenn sie mal im abschnitt waren ?
zu meiner zeit hatte sich die unsitte eingeschlichen das die gakl auch zur beobachtung der eigenen kräfte eingesetzt wurden, sie gingen in Boitzenburg an bord eines grenzbootes und wurden dann irgendwo an land gestezt.
nach beschwerden seitens der eindesetzten grenzsicherungskräfte (wenn einer an der Elbe rumspringt kannste nicht mehr lange schauen oder fragen,dann kommen gleich ein paar harte) nahm man später offiziell wieder davon abstand.
Wir haben hier ja ein paar Spezis ,mal sehen was die so sagen.




Ohne Anmelden in den GAs?
Wie willst du das denn machen, wenn es nicht wie bei euch mit der Entenpolizei möglich ist zwischen die Zäune (in den GAs) zu kommen?
Klar wurden die GAkl auch zu Kontrollen eingesetzt. Waren ja vom Dienstgrad her gesehen meist Vorgesetzte, wenn auch keine direkten. Neben den offenen Kontrollen gab es auch gedeckte Kontrollen. Nachahmung (imitieren) von Grenzverletzern war strikt untersagt - wer es dennoch gemacht hat - na sein Problem - der hatte meiner Meinung nach nicht alle Tassen im Schrank.

Alter Wahlspruch: Vertrauen ist gut - Kontrolle ist besser. Heute läuft das alles unter Qualitätsmanagement.

Mike59


zuletzt bearbeitet 17.01.2012 20:24 | nach oben springen

#3

RE: Mal wieder ein Grenzthema

in Grenztruppen der DDR 17.01.2012 20:29
von PF75 | 3.294 Beiträge

@ Mike 59
-Zu meiner zeit (75-76) ( konnte man die Gassentore noch mit nem Taschenmesser öffnen,im Elbabschnitt war nur eine Signalschnur vor Tor und am GSZ konnte man mittels des Reingungsstabes der AK und des perönlichen Käppis das feld überbrücken,kein mensch hat das bemerkt wann man reinm oder raus ist.


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#4

RE: Mal wieder ein Grenzthema

in Grenztruppen der DDR 17.01.2012 20:37
von Mike59 | 7.978 Beiträge

Zitat von PF75
@ Mike 59
-Zu meiner zeit (75-76) ( konnte man die Gassentore noch mit nem Taschenmesser öffnen,im Elbabschnitt war nur eine Signalschnur vor Tor und am GSZ konnte man mittels des Reingungsstabes der AK und des perönlichen Käppis das feld überbrücken,kein mensch hat das bemerkt wann man reinm oder raus ist.



--------------------------

Na wenn keiner was gemerkt hat, war eventuell gar keiner da der rein und raus ging? Also das dürfte in späteren Jahren sicher nicht unmöglich gewesen sein - aber doch sehr schwierig. Ansonsten ist da bestimmt die eine und auch andere 7,62 unterwegs gewesen. Deswegen gab es ja die strikten Vorschriften für die Durchführung von Kontrollen. Ich habe Offz. kennengelernt, die haben mit dem Scherenfernrohr von 2 - 4 Km Entfernung gedeckte Kontrollen gemacht. Das ging auch. Wohlwissend, dass die Posten im GAs nur auf sie gewartet haben.

Mike59


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#5

RE: Mal wieder ein Grenzthema

in Grenztruppen der DDR 17.01.2012 22:52
von Rostocker | 7.726 Beiträge

Ich glaube wir hatten das Thema in etwa schon--aber egal.Zu meiner Zeit,musste man sich bei der Füst.Anmelden wenn man durchs Gassentor wollte.Sicherlich wird es einige Tricks gegeben haben um eine Überbrückung zu stande zu bringen..Wenn eine Kontrolle unterwegs war,wusten es meist die Grenzposten schon.Hab auch selber gesehen,während meines Resi-Dienstes.bei Herrenburg,das selbst Schneewittchen sich angemeldet hat und ich die Anweisung bekam--keine Kontrolle durchzuführen,war mir auch Recht--denn der Grenzer brauchte seine Ruhe und als Resi erst Recht. Wenn man schon aus dem Arbeitsleben für 3 Monate in den Zwangsurlaub geschickt wird.


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#6

RE: Mal wieder ein Grenzthema

in Grenztruppen der DDR 18.01.2012 01:15
von damals wars | 12.198 Beiträge

In Berlin haben die sich nicht angemeldet. Die sind im Vorgelagerten rumspaziert und haben dort auch kampiert.
Dafur wurden wir von ihnen fotographiert und im Regiment "angeschissen".
Zum Beispiel wenn wir die Füsse im Turm hochlegten oder ähnliche Straftaten begingen.


Als Gott den Menschen erschuf, war er bereits müde; das erklärt manches.(Mark Twain)
Ein demokratischer Rechtsstaat braucht Richter, keine Henker. Interview auf der Kundgebung Je suis Charlie am 11.01.2015
"Hass hat keinen Glauben, keine Rasse oder Religion, er ist giftig." der Witwer der britische Labour-Abgeordnete Jo Cox.
http://www.neo-magazin-royale.de/zdi/art...fur-frauke.html
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#7

RE: Mal wieder ein Grenzthema

in Grenztruppen der DDR 18.01.2012 08:44
von eisenringtheo | 9.181 Beiträge

Eine militärische Haltung wie in den Filmen der "Olsenbande"?


zuletzt bearbeitet 18.01.2012 08:47 | nach oben springen

#8

RE: Mal wieder ein Grenzthema

in Grenztruppen der DDR 18.01.2012 09:37
von S51 | 3.733 Beiträge

Zitat von Mike59

Zitat von PF75
kam mir gestern mal in den sinn,mußten sich die Gakl eigendlich irgenwie anmelden ...




Ohne Anmelden in den GAs?
Wie willst du das denn machen, wenn es nicht wie bei euch mit der Entenpolizei möglich ist zwischen die Zäune (in den GAs) zu kommen?
Klar wurden die GAkl auch zu Kontrollen eingesetzt. ...




Kontrollen im Hinterland hat man nur mitbekommen, wenn man zufällig mal am GMN eingestöpselt war. Im Oberharz war das eher selten. Über Funk wurde kein "Berta-Ida-Berta" (Batzen im Busch) gemeldet weil dann der Anpfiff über die Funkaufklärung garantiert war. Ansonsten hat es einen eben getroffen. Doch haben sich die Kontrollen meist nur auf die Wege getraut und das war eher kein Problem.
Solche Kontrollen waren im Abschnitt Schierke bis 1988/89 über das Eckerloch auch ohne Passieren eines GSZ im Schutzstreifen möglich. Denn so etwas gab es bis dahin dort nicht und Gassen gab es nur bis zum oberen Königsberger Weg. Gerade der Hauptfeld Blä... war für solche Aktionen berüchtigt. Doch war er wohlweislich gegebenenfalls schnell mit der Parole bei der Hand.
Eine "7,62" oder "9 mm" wäre bei uns extrem unüblich gewesen. Wußte man doch nie, ob sich nicht womöglich nur ein Urlauber mal vertan hatte.
GAK-Kontrollen waren an sich jedoch bei uns eher unüblich. Die Schichtbelastung war derart hoch, dass es dafür nur selten Kapazitäten gab. Ich kenne gar keinen Fall. Kontrolliert haben der Hauptfeld, der Polit, die Zugführer und ganz, ganz selten auch mal der KC. Alle immer mit Begleitung durch Posten. Äußerst selten waren auch Battaillion und Regiment derart im Abschnitt. In diesen Fällen hat der KC jedoch schon aus eigenem Interesse für die entsprechende Warnung gesorgt.
Kontrollen wurden beim KGSi angemeldet. Doch konnte das eben auch per Telefon aus der Kompanie passieren. An den Gassen haben sich die Kontrollen nur gemeldet, wenn sie diese passieren mussten. Also nicht, wenn sie oben über die Brockenstraße, von der obereren Kreuzung oder eben durch das Eckernloch hereinkamen. In diesem Fall hat der jeweils nächste Posten einen Moment abgepasst, wo sie nicht am Netz waren und hat "Berta-Ida-Berta ab bis" durchgegeben. Schließlich hatte auch der KGSi kein Interesse daran, womöglich in einer "ruhigen Minute" erwischt zu werden.


GK Nord, GR 20, 7. GK
VPI B-Lbg. K III


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#9

RE: Mal wieder ein Grenzthema

in Grenztruppen der DDR 18.01.2012 09:45
von S51 | 3.733 Beiträge

Zitat von eisenringtheo
Eine militärische Haltung wie in den Filmen der "Olsenbande"?



Schade, ich kann das Video nicht sehen.
Grundsätzlich gab es im Dienst eigentlich fast nichts, was es nicht gab. Man durfte sich nur nicht erwischen lassen und es musste immer gut gehen.
Selbst wenn die Kontrolle mit dem P3 (den man eigentlich jeweils nicht überhören konnte) unterwegs war, brauchte sie von Posten zu Posten bei rund 3 Kilometer Abstand einige Minuten. Zu Fuß ungleich länger. Da war also, vom ersten Posten abgesehen, immer reichlich Vorwarnzeit.


GK Nord, GR 20, 7. GK
VPI B-Lbg. K III


zuletzt bearbeitet 18.01.2012 09:49 | nach oben springen

#10

RE: Mal wieder ein Grenzthema

in Grenztruppen der DDR 18.01.2012 10:54
von 94 | 10.792 Beiträge

Also unbemerkt kam man schon in den Abschnitt, aber NIE allein.


Verachte den Krieg, aber achte den Krieger!


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#11

RE: Mal wieder ein Grenzthema

in Grenztruppen der DDR 18.01.2012 10:57
von exgakl | 7.237 Beiträge

Zitat von 94
Also unbemerkt kam man schon in den Abschnitt, aber NIE allein.



meinste wirklich?


Man sollte niemanden mit Tatsachen verwirren, der sich seine Meinung schon gebildet hat....
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#12

RE: Mal wieder ein Grenzthema

in Grenztruppen der DDR 18.01.2012 11:07
von 94 | 10.792 Beiträge

Jau, meinte natürlich einen 'normalen' Angehörigen einer GK.


Verachte den Krieg, aber achte den Krieger!


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#13

RE: Mal wieder ein Grenzthema

in Grenztruppen der DDR 18.01.2012 11:11
von exgakl | 7.237 Beiträge

@94 ich habe in meinem Gesundheitsbuch keine Einträge gefunden, die bei mir etwas unnormales diagnostizierten....


Man sollte niemanden mit Tatsachen verwirren, der sich seine Meinung schon gebildet hat....
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#14

RE: Mal wieder ein Grenzthema

in Grenztruppen der DDR 18.01.2012 11:18
von 94 | 10.792 Beiträge

Na dann erzähl mal, wann wo wie und warum Du allein zwischen den Zäunen warst. Das 5. W, also das wer nehme ich jetzt mal an, warst Du?
Achtung, ich benutze einen Schleimy


Verachte den Krieg, aber achte den Krieger!


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#15

RE: Mal wieder ein Grenzthema

in Grenztruppen der DDR 18.01.2012 11:30
von exgakl | 7.237 Beiträge

auf die Schnelle fallen mir zwei Begebenheiten ein.... einmal während die Kompanie zur, ach wie hies es noch.... Übung gefechtsmäßige Grenzsicherung... o.ä. verhindert war, an den Tagen wurde im Schutzstreifen durch Grenzaufklärer jeweils als Einzelposten gesichert.
EIn anderes Mal ist mir ein Aktion zur Unkrautbekämpfung auf dem K6 in Erinnerung, dazu war ich ebenfalls allein mit den zwei Arbeitern der LPG im Abschnitt... ganz schön staubig... wa?

VG exgakl


Man sollte niemanden mit Tatsachen verwirren, der sich seine Meinung schon gebildet hat....
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#16

RE: Mal wieder ein Grenzthema

in Grenztruppen der DDR 18.01.2012 12:35
von S51 | 3.733 Beiträge

Zur Jagd mit Gen.-Maj. W. war ich öfter allein draußen. Mit Gen. B. auch. Zur Einweisung der Jagd mit OSL W. von der Funkaufklärung auch. Er konnte übrigens auch allein, ganz ohne Posten in den Schutzstreifen.
Bei Abriegelungen im Schutzstreifen zwischen Winterberg und Königsberg waren die GAK allein mit Hund eingesetzt. Von dort aus begann dann im Bedarfsfall auch die Verfolgung.
Zur Vorbereitung der Forstarbeiten 1985 im Sommer war ich wochenlang viele Schichten zwischen Westseite Brocken und Winterberg allein mit dem Förster im Schutzstreifen bzw. auf dem vorgelagerten Gebiet. Ganz ohne jede sonstige Sicherung. Nur am ersten Tag waren SIK dabei aber da haben wir das Pensum nicht geschafft und so hat jemand im Regiment entschieden, dass es eben so gehen muss. Klappte auch.
Von machen, vom Eckernloch ausgehenden Einsätzen bin ich zumindest allein zurückgekommen.


GK Nord, GR 20, 7. GK
VPI B-Lbg. K III


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#17

RE: Mal wieder ein Grenzthema

in Grenztruppen der DDR 18.01.2012 13:08
von 94 | 10.792 Beiträge

Na beim Sechser ham ja wohl die Kulper auf Dich acht gegeben @exgakl *grins*
Ansonsten nehme ich mal etwas erstaunt zur Kenntniss, das es nichts gab, was es nicht gab.


Verachte den Krieg, aber achte den Krieger!


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#18

RE: Mal wieder ein Grenzthema

in Grenztruppen der DDR 18.01.2012 13:13
von Winch | 171 Beiträge

bin auch erstaunt, was es so alles gegeben haben soll. also allein zwischen die zäune ist schon sehr merkwürdig.


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#19

RE: Mal wieder ein Grenzthema

in Grenztruppen der DDR 18.01.2012 13:17
von exgakl | 7.237 Beiträge

Zitat von Winch
bin auch erstaunt, was es so alles gegeben haben soll. also allein zwischen die zäune ist schon sehr merkwürdig.




wie hies es schon immer bei der Sendung mit der Maus.... "Klingt komisch... iss aber so"


Man sollte niemanden mit Tatsachen verwirren, der sich seine Meinung schon gebildet hat....
zuletzt bearbeitet 18.01.2012 13:17 | nach oben springen

#20

RE: Mal wieder ein Grenzthema

in Grenztruppen der DDR 18.01.2012 14:04
von Stabsfeld | 69 Beiträge

alleine auf dem vorgelagerten? kann ich mir nicht vorstellen, da wurde ja gegen alle Dienstvorschriften verstossen ODER ???

Zitat von S51
Zur Jagd mit Gen.-Maj. W. war ich öfter allein draußen. Mit Gen. B. auch. Zur Einweisung der Jagd mit OSL W. von der Funkaufklärung auch. Er konnte übrigens auch allein, ganz ohne Posten in den Schutzstreifen.
Bei Abriegelungen im Schutzstreifen zwischen Winterberg und Königsberg waren die GAK allein mit Hund eingesetzt. Von dort aus begann dann im Bedarfsfall auch die Verfolgung.
Zur Vorbereitung der Forstarbeiten 1985 im Sommer war ich wochenlang viele Schichten zwischen Westseite Brocken und Winterberg allein mit dem Förster im Schutzstreifen bzw. auf dem vorgelagerten Gebiet. Ganz ohne jede sonstige Sicherung. Nur am ersten Tag waren SIK dabei aber da haben wir das Pensum nicht geschafft und so hat jemand im Regiment entschieden, dass es eben so gehen muss. Klappte auch.
Von machen, vom Eckernloch ausgehenden Einsätzen bin ich zumindest allein zurückgekommen.



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