#61

RE: Mal wieder ein Grenzthema

in Grenztruppen der DDR 02.03.2012 20:27
von Wanderer zwischen 2 Welten | 2.340 Beiträge

Zitat von Zkom IV
@ S51
Habe mal eine Frage zu dieser gemeinsamen Grenzkommission. Die wurde ja in Berlin nicht tätig. Wie lief denn so eine gemeinsame Begehung ab. Blieb da jeder streng auf seiner Seite oder wurde dann mal von da nach dort und zurück gewechselt. Wer nahm denn überhaupt an diesen Begehungen teil ? Waren da auf Westseite auch Zöllner dabei ?

Gruß Frank


Zu diesem Thema ein kurzes Video von 1986.


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#62

RE: Mal wieder ein Grenzthema

in Grenztruppen der DDR 02.03.2012 20:29
von Mike59 | 7.965 Beiträge

Zitat von Wanderer zwischen 2 Welten
[quote="Zkom IV"]@ S51
Habe mal eine Frage zu dieser gemeinsamen Grenzkommission. Die wurde ja in Berlin nicht tätig. Wie lief denn so eine gemeinsame Begehung ab. Blieb da jeder streng auf seiner Seite oder wurde dann mal von da nach dort und zurück gewechselt. Wer nahm denn überhaupt an diesen Begehungen teil ? Waren da auf Westseite auch Zöllner dabei ?

Gruß Frank



Definier doch mal "gemeinsame Begehung"

Mike59


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#63

RE: Mal wieder ein Grenzthema

in Grenztruppen der DDR 02.03.2012 20:34
von Rostocker | 7.719 Beiträge

Zitat von Gert
ich habe da mal ne Frage an die Kameraden an der grünen Grenze. Bei meinem Dienst an der Ostsee,6. GBK wurde nachts auch direkt am Kolonnenweg, der entlang der beiden Stacheldrahtzäune verlief, Grenzstreife gelaufen. Das zu meiner Erfahrung.

Als ich nun 1/2 Jahr nach meiner Entlassung mit einem guten Freund, der, ich glaube im Grenzbataillon oder Regiment Dermbach/Rhön von 1961 - 1964 gedient hatte, zusammen unsere Flucht planten und dann von Kaltennordheim in Richtung Grenze liefen, erreichten wir nach Stunden schleichen durchs Gelände und Wald den Grenzzaun. Wir traten aus einem Waldweg und direkt dort war ein BT aus Holz. Ich erschrak, aber mein Freund und Führer des Unternehmens beruhigte mich und sagte, dass nachts der Turm nicht besetzt war und auch die Postenkette zurückgezogen am 500 m Schutzstreifen lief, also da vorne keiner mehr wäre.
Das kannte ich von meinem Dienst in der Lübecker Bucht nicht. Ist hier jemand, der dazu etwas sagen kann ? War das so?



Aber bis zu Ostsee hoch dort,war doch der Sicherungsabschnitt von GR6 wenn ich mich nicht täusche--wie hieß denn oder wie nannte sich den dort der Postenplatz.


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#64

RE: Mal wieder ein Grenzthema

in Grenztruppen der DDR 02.03.2012 20:38
von Greso | 2.377 Beiträge

Also,BT, wurden Nachts nicht besetzt,und Kontrollen liefen die einzelnen Postenplätze ab.Aber wir als Posten,lagen schon getarnt etwas zurückgezogen und immer den Zaun im Blickfeld.Das war 1966


zuletzt bearbeitet 02.03.2012 20:42 | nach oben springen

#65

RE: Mal wieder ein Grenzthema

in Grenztruppen der DDR 02.03.2012 21:18
von Rostocker | 7.719 Beiträge

Also wir haben uns Nachts immer Grenzstreife geben lassen -50 bis 100m links und rechts vom Postenplatz.Natürlich ging es weiter hinaus,zum Postentreff.Hin und wieder kam es dann mal vor,das vom Westen her mal die Lichthupe von einen VW-Bus betätigt wurde.Und der ZGD uns aus der Dunkelheit herraus überraschte.Wir taten natürlich so--als wüsten wir das sie da waren--in wirklichkeit wusten wir garnichtsNatürlich gab es Postenplätze,die am GSZ waren und dort musste das Postenpaar auch den K2 ablaufen.Aber vorne waren die Postenplätze auch besetzt.


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#66

RE: Mal wieder ein Grenzthema

in Grenztruppen der DDR 02.03.2012 21:43
von Greso | 2.377 Beiträge

Zitat von PF75
kam mir gestern mal in den sinn,mußten sich die Gakl eigendlich irgenwie anmelden wenn sie mal im abschnitt waren ?
zu meiner zeit hatte sich die unsitte eingeschlichen das die gakl auch zur beobachtung der eigenen kräfte eingesetzt wurden, sie gingen in Boitzenburg an bord eines grenzbootes und wurden dann irgendwo an land gestezt.
nach beschwerden seitens der eindesetzten grenzsicherungskräfte (wenn einer an der Elbe rumspringt kannste nicht mehr lange schauen oder fragen,dann kommen gleich ein paar harte) nahm man später offiziell wieder davon abstand.
Wir haben hier ja ein paar Spezis ,mal sehen was die so sagen.



Zu meiner Zeit,war es nicht möglich,ohne Anmeldung im Grenz und Postenbereich einzudringen.Besuche wurden immer gemeldet.Wer mal ein Spielchen machen wollte,um ein Postenpaar zu überraschen,na auf soetwas haben wir doch nur gewartet.Aber 100%,der hätte das nie wieder gemacht..Und Gakl,gab es zu meinerZeit noch njicht.
Greso


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#67

RE: Mal wieder ein Grenzthema

in Grenztruppen der DDR 07.05.2012 17:25
von Dirk Götz | 5 Beiträge

Also ich war regelmäßig innerhalb meines Dienstes im Grenzbat. bei Kontrollen innerhalb des Grenzstreifens eingesätzt.
Meine Tätigkeit innerhalb des Bat. war Leiter des Med. Dienstes. Trotzdem war es üblich im Gefolge zB. Chef Grenzaufklärung und anderer innerhalb des Dienstes im Bat. Kontrollen im Grenzabschnitt durch zu führen.
Viel Zeit innerhalb des Grenzabschnittes habe ich werend des Mienenabbaus verbracht, da war der Med. Dienst tgl. mit den Pionieren
zur Med. Sicherstellung am Zaun 1...



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#68

RE: Mal wieder ein Grenzthema

in Grenztruppen der DDR 08.05.2012 09:37
von S51 | 3.733 Beiträge

Zitat von Mike59

Zitat von Wanderer zwischen 2 Welten
[quote="Zkom IV"]@ S51
Habe mal eine Frage zu dieser gemeinsamen Grenzkommission. Die wurde ja in Berlin nicht tätig. Wie lief denn so eine gemeinsame Begehung ab. Blieb da jeder streng auf seiner Seite oder wurde dann mal von da nach dort und zurück gewechselt. Wer nahm denn überhaupt an diesen Begehungen teil ? Waren da auf Westseite auch Zöllner dabei ?

Gruß Frank



Definier doch mal "gemeinsame Begehung"

Mike59





Also wenn die GK, wie es wohl die Regel war, den Abschnitt überprüfte, dann hieß das wirklich "Begehung". Ganz sicher bin ich mir zwar nicht. Es waren nur zwei Tage und ist auch schon länger her (Oktober 1985) doch glaube ich, dass es so hieß.
Beide Seiten hatten je einen Leiter, es gab Protollführer, Leute von den Ministerien, Sachverständige und Vermesser und eben aus dem jeweiligen Abschnitt Vertreter vom Grenzschutz. Abgesehen von Leuten wie mir war Zivil angesagt. Im normalen Abschnitt wüßte ich nicht, das Zöllner dabei waren. Das mag an Übergängen anders gewesen sein.
Wie schon zuvor geschrieben, es gab einen Bereich, der von beiden Seiten gemeinsam begangen wurde und sowohl hüben wie drüben einige dutzend Meter oder auch mehr umfassen konnte. Immer dort, wo notwendig oder praktisch. Notfalls wurde sogar der Zaun I dafür umgelegt. Das haben dann Pioniere erledigt und für die Informationsweitergabe (was wo wann) wäre zum Beispiel ich zuständig gewesen. Oder auch für die Öffnung von Toren. Zu dieser Zeit war ich also ganz legal ab und an auch "drüben" bzw. beispielsweise der BGS auf unserem vorgelagerten Gebiet. Welcher Bereich so ganz ohne jede Formalität betreten werden durfte wurde zu Beginn von den Leitern abgesprochen. Da müssten auch noch private Fotos von mir existieren denn die Westseite sah das nicht so eng. Und jene, die auf unserer Seite regelmäßig dabei waren auch nicht. Nur so jemand wie ich hat sich das denn doch nicht getraut zu fotografieren.
Nachtrag: Ich kann mich nicht erinnern, zu solchen Gelegenheiten Urlaubern an der Linie begegnet zu sein. Die hätten sicher nicht schlecht gestaunt. Wurde da auf Westseite abgesperrt?


GK Nord, GR 20, 7. GK
VPI B-Lbg. K III


zuletzt bearbeitet 08.05.2012 09:39 | nach oben springen


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