#21

RE: Heldenpathos und Geschichtsverfälschung- Der Umgang der DDR mit dem Zweiten Weltkrieg

in Mythos DDR und Grenze 08.01.2012 23:55
von Pitti53 | 8.791 Beiträge

Zitat von Gert

Zitat von Rostocker

Zitat von Zermatt
Mit den Entschädigung an verfolgte Juden im Zweiten Weltkrieg haben sich die Verantwortlichen in der DDR ja nicht gerade mit Ruhm bekleckert.Gehört zwar nicht direkt hier hin,ist aber auch ein Teil davon.



Sicherlich gehört es hier hin-Und mit Sicherheit,steht fest das Deutschland den zweiten Weltkrieg begonnen hat und diesen Krieg verloren hat mit all den Grausamkeiten die mit diesen Krieg in Verbindung stehen.Aber wenn ich heute noch höre was dem Jüdischen Volk angetan wurde das wurde auch anderen Völkern angetan von deutscher Seite.Das sollte man nicht vergessen.Ja ich schäme mich was das Deutschland durch die beginnenden Kriege für Leid über die Völker Europas gebracht hat.Aber ich bin es auch leid,das Generationen später noch einen Kniefall machen sollen --die mit all dem nichts zu tun hatte.Ich bin für Erinnerung,der Geschichte-aber ich muss mir Geschichte nicht vorhalten lassen--vor allen nicht meinen Kindern,Enkeln und Ur-Enkeln.Und eins will ich mal noch mit einbringen--Gewinner von Kriegen sind immer die--die nicht genug an Kapital bekommen können-einfach mal auf das heute schauen und sich fragen --wer verdient an den Kriegen. Und nicht einfach-das Wort Demokratie in den Mund nehmen--denn die Millionen an Gewinnen schäffelt nicht das Volk. Gruß Rostocker--man nun bin ich auch weit ab vom Thema
:




@Rostocker rot mark.
Das Gefühl habe ich auch, habe gerade gegrübelt, was die Gewinne der Rüstungsindustrie mit den Verbrechen an den Juden zu tun haben.

Gruß Gert




oh oh Gert.Wer waren denn deijenigen die A.H. finanziert haben? Und damit den diese Verbrechen erst ermöglicht haben?


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#22

RE: Heldenpathos und Geschichtsverfälschung- Der Umgang der DDR mit dem Zweiten Weltkrieg

in Mythos DDR und Grenze 09.01.2012 00:22
von Bongo (gelöscht)
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Thema ist:
Heldenpathos und Geschichtsverfälschung- Der Umgang der DDR mit dem Zweiten Weltkrieg

und nicht die Kriegsschuldfrage und ähnliches. Aber war ja nicht anders zu erwarten, dass es wieder in diese Richtung abdriftet.

Bongo


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#23

RE: Heldenpathos und Geschichtsverfälschung- Der Umgang der DDR mit dem Zweiten Weltkrieg

in Mythos DDR und Grenze 09.01.2012 00:28
von Rostocker | 7.734 Beiträge

Ja,Ja, Gert,alles allein hat nur A:H; gemacht--ohne die profitgierende Indusdrie--alle musste ja Folgen--das war ja wie ne Revoution ohne Entmachtung der Großindusdriellen die wie eh und je an Kriegen Gewinne schäffelt. Oder willste das bestreiten. Das ist wie heute--hunderte von Jahren ist nie eine Bedrohung von Afganistan auf Deutschland ausgegangen.Aber heute befindet sich Deutschland in einen Krieg mit Afganistan--wurde Deutschland bedroht durch dieses Land--ich glaube nicht.Nein --wie ist es denn--damals sagten wir--durch die Sowjetunion lernen heist Siegen lernen:Und heute kriechen wir unseren neuen Verbündeten -jenseits des großen Teiches bis zu Halskrause in den A....... und alles im Namen der Demokratie--wo der Stolz auf das eigene Dasein-dahin schmelzt


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#24

RE: Heldenpathos und Geschichtsverfälschung- Der Umgang der DDR mit dem Zweiten Weltkrieg

in Mythos DDR und Grenze 09.01.2012 01:15
von Ari@D187 | 1.989 Beiträge

Mensch Männers,

für alles rund um das Kapital, Demokratie, die böse Buntewehr, A.H., etc. macht doch bitte ein eigenes Thema auf. Danke.

Ari


Scheint es auch Wahnsinn, so hat es doch Methode...
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#25

RE: Heldenpathos und Geschichtsverfälschung- Der Umgang der DDR mit dem Zweiten Weltkrieg

in Mythos DDR und Grenze 09.01.2012 02:02
von S51 | 3.733 Beiträge

Also ehrlich "gesagt", je jünger man war, hat man damals eigentlich noch viel geglaubt. Das wurde mit den Jahren dann immer weniger. Da war das offizielle Bild aus Schule und Öffentlichkeit. Die unsicher machende Bestimmtheit, die zu glauben verlangte. Aber da waren auch Abende in der Familie. Wenn der Großvater mütterlicherweits erzählte, welche Kämpfe sich um 1920 in Polen abgespielt haben. Zu einer Zeit, in der für uns in der Schule eigentlich gar nichts dort passiert ist. Wenn er erzählte, das er sich als Deutscher in der damaligen polnischen Armee "empfahl", bevor seine Einheit 1938 in Tschechien einmarschierte. Ja, wieso dort, sie und dann? Weil ihn seine Untergebenen und Mitkämpfer von 1920 aus dem polnischen Offizierskorps warnten, das er wie andere Deutsche auch ihren Gestellungsort sonst nicht erreichen würden. Er wußte, was dies zu bedeuten hatte, hatte er es doch um 1920 bei den Gefangenen seiner Einheit selbst erlebt. Wie er sich vor seinen dann 1939 einmarschierten Landsleuten immer noch verstecken musste, weil die ihn sonst an die Russen ausgeliefert hätten. Als ehemaligen Offizier vor Warschau. Da waren sie, die Nazis und die Sowjetsoldaten in dieser Zeit also gar keine Feinde? Und wie die Polen ihn geschützt haben bis zu dem Moment, als die AK 1945 seine jüngste Tochter durch die Minen jagte. Weil er ja doch ein Deutscher war. Das er den Russen dafür was danach kam als die kurze Herrschaft der AK endete, bis zum Schluß noch dankbar war.
Als ein Onkel erzählte, wie er ab 1941 von Sieg zu Sieg marschierte und von Kessel zu Kessel bis seine Einheit dann im großen Kessel an der Wolga geschluckt wurde und er gerade noch so rechtzeitig verwundet ausgeflogen wurde, nur um später bei Minsk doch in Gefangenschaft zu geraten. Wenn er erzählte, wie es ist, wenn in einem Lager vor Hunger und Krankheit das Tier über den Menschen siegt. Und für den Gegenüber der Mensch dann erst ab einem gewissen Dienstgrad beginnt. Das kratzte teilweise sehr am offiziellen Bild, welches man da hatte.
Wie der Vater erzählte von Kreta und dann von Afrika und meinte, dass die Anderen wie Tiere waren aber die Eigenen eben noch schlimmer, jedenfalls kein bischen besser. Der "faire Krieg" nur Show für dumme Gläubige. Der ich doch besser nicht werden sollte. Weil man doch nur glauben soll, was vernünftig nicht zu erklären sei. Man Glauben egal woran deshalb besser mißtrauen solle. Und mir gezeigt hat, wie die Klinge eines Messers beschaffen sein muss, damit die Spitze sich nicht "festfrisst". Worüber man durchaus in´s Grübeln kommen konnte.
Der andere Onkel davon erzählte, wie seine Boote noch nach dem Krieg Minen räumen mussten. Sie hätten ablehnen können aber hatten die Wahl, dann höchst freiwillig in den Kohlegruben zu arbeiten. Er blieb übrigens bis an sein Rentenalter dann bei diesem Dienstherrn, ging nicht in die Gruben.
Und alle darin übereinstimmten, dass man dies heute (damals) natürlich alles nicht sagen dürfe. Weil dies Ärger bedeuten würde. Weil die offizielle Geschichte auf solche Geschichten nirgendwo Wert legen würde. Hüben und drüben nicht. Das gäbe nur dunkle Flecken. Hätte auch immer etwas mit Glauben zu tun, der bekanntlich immer eine Überzeugungsfrage auch gegen Fakten sei. Was ich nun wiederum privat sehr gut kannte.
Zu der Zeit aber war ich längst selbst Uniformträger. Da habe ich offiziell alles gebührend für gut befunden und für mich beschlossen, alles möglichst nicht zu ernst zu nehmen. Und Befehle natürlich ausgeführt. Wie meine Vorfahren auch. Ich denke kaum, dass ich etwas Besonderes war.


GK Nord, GR 20, 7. GK
VPI B-Lbg. K III


zuletzt bearbeitet 09.01.2012 02:20 | nach oben springen

#26

RE: Heldenpathos und Geschichtsverfälschung- Der Umgang der DDR mit dem Zweiten Weltkrieg

in Mythos DDR und Grenze 09.01.2012 05:11
von SCORN | 1.456 Beiträge

Zitat von Ari@D187
......... und ebenfalls 12 Millionen Toten unter der deutschen Zivilbevölkerung.
Ari



Frage am Rande, wie kommst du auf diese Zahl? ich dachte man ging bisher davon aus dass ca. 3,5 mio deutsche Zivilisten umkamen, mehr wie Soldaten.


zuletzt bearbeitet 09.01.2012 05:13 | nach oben springen

#27

RE: Heldenpathos und Geschichtsverfälschung- Der Umgang der DDR mit dem Zweiten Weltkrieg

in Mythos DDR und Grenze 09.01.2012 06:24
von damals wars | 12.215 Beiträge

Zitat
@
Das Gefühl habe ich auch, habe gerade gegrübelt, was die Gewinne der Rüstungsindustrie mit den Verbrechen an den Juden zu tun haben.

Gruß Gert



was die Gewinne der Rüstungsindustrie mit den Verbrechen an den Juden zu tun haben.
Und von Auschwitz hast Du sicher auch noch nichts gehört?

Das dritte Reich wurde geschaffen, um die Juden zu plündern ( Stichwort Arisierung) und zu vernichten!
Schrieb jemand schon in seinen Buch "Mein Kampf".

Und Krieg ist in erster Linie ein Geschäft mit den Ziel des Strebens nach Maximalprofit.

Und die besetzten Länder wie Griechenland, Frankreich, Niederlande, Sowjetunion wurden durch die Rüstungskonzerne gnadenlos ausgeplündert.

Ansonsten halte ich es mit Weizäcker, ein Bundespräsident, Weltkriegsteilnehmer:

Der 8. Mai ist für uns vor allem ein Tag der Erinnerung an das, was Menschen erleiden mußten. Er ist zugleich ein Tag des Nachdenkens über den Gang unserer Geschichte. Je .........................ehrlicher ......................wir ihn begehen, desto freier sind wir, uns seinen Folgen verantwortlich zu stellen.
http://www.hdg.de/lemo/html/dokumente/Ne...aecker8Mai1985/

Wieviel Prozent der Dorfbewohner hatten wohl 1933 NSDAP gewählt?


Als Gott den Menschen erschuf, war er bereits müde; das erklärt manches.(Mark Twain)
Ein demokratischer Rechtsstaat braucht Richter, keine Henker. Interview auf der Kundgebung Je suis Charlie am 11.01.2015
"Hass hat keinen Glauben, keine Rasse oder Religion, er ist giftig." der Witwer der britische Labour-Abgeordnete Jo Cox.
http://www.neo-magazin-royale.de/zdi/art...fur-frauke.html
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#28

RE: Heldenpathos und Geschichtsverfälschung- Der Umgang der DDR mit dem Zweiten Weltkrieg

in Mythos DDR und Grenze 09.01.2012 16:00
von Polter (gelöscht)
avatar

Welcher Sieger eines Krieges läßt seine Helden demontieren?

Wann sollte dies Anhand der Verbrechen erfolgen?
Zeitschiene: Verbrechen vor der Kapitulatin, in der SBZ , in der DDR oder nach dem 21.12.1991

Ursache und Wirkung darf man auch nicht außer acht lassen.


Einen Nachtrag erlaube ich mir noch:
Welcher deutsche Soldat, der an Verbrechen im 2. Weltkrieg beteiligt war, hat bei seiner Rückkehr der Ehefrau, dem Sohn oder Enkel
erzählt, daß er in Rußland Frauen erschossen hat, Frauen vergewaltigt, Kinder in ein Feuer geworfen oder Häuser angesteckt hat.?
Solche Verbrechen sind durch Sieger dokumentiert. Um der Wahrheit willen!


zuletzt bearbeitet 09.01.2012 17:04 | nach oben springen

#29

RE: Heldenpathos und Geschichtsverfälschung- Der Umgang der DDR mit dem Zweiten Weltkrieg

in Mythos DDR und Grenze 09.01.2012 16:14
von glasi | 2.815 Beiträge

kurze zwischenfrage. wurde in den schulen zu DDR zeiten auch über den hitler - stalinpakt gesprochen?



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#30

RE: Heldenpathos und Geschichtsverfälschung- Der Umgang der DDR mit dem Zweiten Weltkrieg

in Mythos DDR und Grenze 09.01.2012 17:16
von Landwind (gelöscht)
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Hallo glasi,

Zitat von glasi
kurze zwischenfrage. wurde in den schulen zu DDR zeiten auch über den hitler - stalinpakt gesprochen?



eine kurze Frage, eine kurze klare Antwort: Nein.

Solche Ereignisse passten nicht in das Bild der offiziellen Politik.

Aber es war nicht der einzige Fakt, der nicht offiziel angesprochen wurde. So zum Beispiel wurde in keinerlei Lehrplan auch der Befehl Lenins zur Ermordung der Zarenfamilie erwähnt.

Vieles erfuhr man erst später, besonders nach 1985 (Glasnost) oder aber man hatte das Glück in der Sowjetunion zu weilen. Dort erfuhr man schon eher mal, was man uns in der DDR vorenthielt.

MfG


der koch hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#31

RE: Heldenpathos und Geschichtsverfälschung- Der Umgang der DDR mit dem Zweiten Weltkrieg

in Mythos DDR und Grenze 09.01.2012 17:46
von eisenringtheo | 9.190 Beiträge

Zitat von Landwind
Hallo glasi,

Zitat von glasi
kurze zwischenfrage. wurde in den schulen zu DDR zeiten auch über den hitler - stalinpakt gesprochen?



eine kurze Frage, eine kurze klare Antwort: Nein.

Solche Ereignisse passten nicht in das Bild der offiziellen Politik.

Aber es war nicht der einzige Fakt, der nicht offiziel angesprochen wurde. So zum Beispiel wurde in keinerlei Lehrplan auch der Befehl Lenins zur Ermordung der Zarenfamilie erwähnt.

Vieles erfuhr man erst später, besonders nach 1985 (Glasnost) oder aber man hatte das Glück in der Sowjetunion zu weilen. Dort erfuhr man schon eher mal, was man uns in der DDR vorenthielt.

MfG




Alles was nicht ins Geschichtsbild passte, verschwand. Es verschwand ganz einfach: Stalin verschwand (Stalinstadt, Stalinalle), Ulbricht verschwand (Walter Ulbricht Werke, Walter Ulbricht Stadion) und hätte der Sozialismus gesiegt, wäre auch die BRD Geschichte verschwunden (Adenauer, Kohl, Strauss) hätte es einfach nicht mehr gegeben...Amtlich gelöscht.
Ich habe mal ein DDR Buch gelesen, welches den Kampf der deutschen Antifaschisten während des Dritten Reiches beschrieb. Moskau verpflichtete sie, sich zurückzuhalten, von Sabotage und Anschlägen abzusehen und auch aktiv am Westfeldzug mitzuwirken. Und weshalb dieses Verhalten? Moskau wollte, dass die Nazis die Kapitalisten und Imperialisten vernichten, damit es dann im Kampf geschwächt ins sozialistische Lager kommt. Schlau nicht wahr? Man kann es glauben, muss es aber nicht.
Nach dem Überfall auf die SU sah das natürlich anders aus. Stalin, friedliebend wie er nun mal war, wollte dem Westen den Sozialismus ohne Krieg bringen.
Theo


zuletzt bearbeitet 09.01.2012 17:46 | nach oben springen

#32

RE: Heldenpathos und Geschichtsverfälschung- Der Umgang der DDR mit dem Zweiten Weltkrieg

in Mythos DDR und Grenze 09.01.2012 17:55
von matloh | 1.204 Beiträge

Zitat von eisenringtheo
... Stalin, friedliebend wie er nun mal war...

Der war gut!


Aus gegebenem Anlass temporär: Nein, die Erde ist keine Scheibe!

"Wer die Freiheit aufgibt, um Sicherheit zu gewinnen, wird am Ende beides verlieren." (Benjamin Franklin)
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#33

RE: Heldenpathos und Geschichtsverfälschung- Der Umgang der DDR mit dem Zweiten Weltkrieg

in Mythos DDR und Grenze 09.01.2012 19:26
von eisenringtheo | 9.190 Beiträge

Zitat von matloh

Zitat von eisenringtheo
... Stalin, friedliebend wie er nun mal war...

Der war gut!



Ist doch so...!!

Theo


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#34

RE: Heldenpathos und Geschichtsverfälschung- Der Umgang der DDR mit dem Zweiten Weltkrieg

in Mythos DDR und Grenze 09.01.2012 20:12
von matloh | 1.204 Beiträge

Zitat von eisenringtheo

Zitat von matloh

Zitat von eisenringtheo
... Stalin, friedliebend wie er nun mal war...

Der war gut!



Ist doch so...!!


Klar - der Papst ist ja auch Muslime.
Aber jetzt zurück zum Thema!

cheers matloh


Aus gegebenem Anlass temporär: Nein, die Erde ist keine Scheibe!

"Wer die Freiheit aufgibt, um Sicherheit zu gewinnen, wird am Ende beides verlieren." (Benjamin Franklin)
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#35

RE: Heldenpathos und Geschichtsverfälschung- Der Umgang der DDR mit dem Zweiten Weltkrieg

in Mythos DDR und Grenze 09.01.2012 21:02
von Anton | 156 Beiträge

Zitat von glasi
kurze zwischenfrage. wurde in den schulen zu DDR zeiten auch über den hitler - stalinpakt gesprochen?



Zu Beginn der 80iger Jahre wurde im Geschichtsunterricht von einem 'Nichtangriffs-Abkommen' zwischen Nazideutschland und der UdSSR gesprochen. Der Name Stalin kam darin ebenso wenig vor wie nähere Details des Vertrages. Uns Schülern wurde immer suggeriert, daß die deutsche Wehrmacht mit Beginn des 2. Weltkriegs ganz Polen besetzte und das es bis zum Überfall auf die Sowjetunion im Juni 1941 so blieb.

VG Anton



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#36

RE: Heldenpathos und Geschichtsverfälschung- Der Umgang der DDR mit dem Zweiten Weltkrieg

in Mythos DDR und Grenze 09.01.2012 21:14
von glasi | 2.815 Beiträge

das problem für die DDR war , sie konnte in der schule ihre weise der geschichte erzählen oder weglassen, aber zuhause saßen die zeitzeugen. oma, opas, väter usw. mein großvater hat 1939 mit den russen am bug auf den gemeinsamen sieg angestoßen. das hätte mal an schulen erzählen sollen



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#37

RE: Heldenpathos und Geschichtsverfälschung- Der Umgang der DDR mit dem Zweiten Weltkrieg

in Mythos DDR und Grenze 09.01.2012 21:19
von damals wars | 12.215 Beiträge

Zitat von Anton

Zitat von glasi
kurze zwischenfrage. wurde in den schulen zu DDR zeiten auch über den hitler - stalinpakt gesprochen?



Zu Beginn der 80iger Jahre wurde im Geschichtsunterricht von einem 'Nichtangriffs-Abkommen' zwischen Nazideutschland und der UdSSR gesprochen. Der Name Stalin kam darin ebenso wenig vor wie nähere Details des Vertrages. Uns Schülern wurde immer suggeriert, daß die deutsche Wehrmacht mit Beginn des 2. Weltkriegs ganz Polen besetzte und das es bis zum Überfall auf die Sowjetunion im Juni 1941 so blieb.

VG Anton




In der Literatur wurde das Thema Nichtangriffspakt durchaus thematisiert.
Verwiesen wurde immer auf die parallel verlaufenden Verhandlungen mit den Westmächten, deren Delegationen mit den langsamsten vorhandenen Dampfer Richtung Sowjetunion duckerten,
Während man zum Führer für das Münchener Abkommen mit dem Flugzeug eilte
.
Und die Besetzung Polens wurde nicht verschwiegen. Sondern auf die überwiegend russische Bevölkerung in diesem Gebiet und die entsprechende Befreiung derselben verwiesen.


Als Gott den Menschen erschuf, war er bereits müde; das erklärt manches.(Mark Twain)
Ein demokratischer Rechtsstaat braucht Richter, keine Henker. Interview auf der Kundgebung Je suis Charlie am 11.01.2015
"Hass hat keinen Glauben, keine Rasse oder Religion, er ist giftig." der Witwer der britische Labour-Abgeordnete Jo Cox.
http://www.neo-magazin-royale.de/zdi/art...fur-frauke.html
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#38

RE: Heldenpathos und Geschichtsverfälschung- Der Umgang der DDR mit dem Zweiten Weltkrieg

in Mythos DDR und Grenze 09.01.2012 21:25
von eisenringtheo | 9.190 Beiträge

Dass ein "Nichtangriffspakt" kein "Freundschafts-" oder "Zusammenarbeitsvertrag" ist, konnte man noch erklären. Aber warum man aus sowjetischer Sicht überhaupt einen Vertrag abschließen musste, wollte oder sollte, war schon komplizierter.
http://www.kominform.at/article.php?story=20060129120646225
Theo


zuletzt bearbeitet 09.01.2012 21:25 | nach oben springen

#39

RE: Heldenpathos und Geschichtsverfälschung- Der Umgang der DDR mit dem Zweiten Weltkrieg

in Mythos DDR und Grenze 09.01.2012 21:29
von Anton | 156 Beiträge

Zitat von damals wars

.
Und die Besetzung Polens wurde nicht verschwiegen. Sondern auf die überwiegend russische Bevölkerung in diesem Gebiet und die entsprechende Befreiung derselben verwiesen.



Dann hast du einen anderen Geschichtsunterricht bekommen, als ich. Oder dein Lehrer hat sich getraut, außerhalb des Lehrplans mehr zu erzählen, als es vorgesehen war.
Die Besetzung Polens durch die Sowjetunion zu Beginn des 2. Weltkriegs wurde an meiner Schule nie erwähnt oder thematisiert.

VG Anton



der koch hat sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 09.01.2012 21:30 | nach oben springen

#40

RE: Heldenpathos und Geschichtsverfälschung- Der Umgang der DDR mit dem Zweiten Weltkrieg

in Mythos DDR und Grenze 09.01.2012 21:38
von Ari@D187 | 1.989 Beiträge

Zitat von SCORN

Zitat von Ari@D187
......... und ebenfalls 12 Millionen Toten unter der deutschen Zivilbevölkerung.
Ari



Frage am Rande, wie kommst du auf diese Zahl? ich dachte man ging bisher davon aus dass ca. 3,5 mio deutsche Zivilisten umkamen, mehr wie Soldaten.



Besten Dank für den Hinweis, Scorn. Die Angaben die man findet sind teilweise ziemlich widersprüchlich bzw. in den Größenordnungen stark abweichend.
Die von mir genannten Zahlen stammen nach einiger Recherche aus einer sehr zweifelhaften Quelle und können als stark übertrieben betrachtet werden. Die Zahlen habe ich daher komplett aus dem Beitrag herausgenommen.

Gruß
Ari


Scheint es auch Wahnsinn, so hat es doch Methode...
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