#1

Ausbildung zum DDR Grenztruppen Soldaten

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 17.05.2009 18:21
von manudave (gelöscht)
avatar
Wie war eigentlich die zeitliche Reihenfolge von der Musterung bis zum ersten Dienst an der Grenze bzw. welche Stationen gab es in der Ausbildung?

zuletzt bearbeitet 17.05.2009 18:30 | nach oben springen

#2

RE: Ausbildung

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 17.05.2009 18:39
von grenzgänger86 | 375 Beiträge

Hallo manudave,

bei mir war es so,daß ich mit 18 jahren gemustert und für tauglich befunden wurde.Dann war 2 Jahre Ruhe,ich mußte zur Nachmusterung und wurde dann im November 85 nach Potsdam für ein halbes Jahr zur Ausbildung eingezogen.Nach dem halben Jahr am 29.04.1986 bin ich dann in den Harz nach Schierke versetzt wurden und am 01.05.1986 habe ich dann das erstemal die Grenze gesehen,an den Tag wurden wir durch den stellv.KC im gesammten Abschnitt eingewiesen.Man konnte sich natürlich nicht alles merken,aber das hat man dann in den nächsten Tagen und Wochen von den "Alten"beigebracht bekommen.
Die Ausbildung hat keinen "Spaß" gemacht,sehr oft Sturmbahn und lange Märsche,dann hatten wir noch Häuserkampf geübt und wurden auf dem SPW ausgebildet,das war der Nähe von Berlin geschuldet,dann hätten die Grenztruppen Berlin schützen müssen(wenn der Gegner kommt),das ist uns jedenfalls damals gesagt wurden.

04/86-04/87 in Schierke


nach oben springen

#3

RE: Ausbildung zum DDR Grenztruppen Soldaten

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 17.05.2009 19:47
von maja64 (gelöscht)
avatar

Also mir wurde bei der Musterung so beiläufig gesagt ,wir holen sie mit 19.Knapp ein Jahr später ,Einberufungsüberprüfung(wieder eine Art Musterung)zum Abschluß vor einer Kommision die Frage:Würden Sie mit der Waffe in der Hand Ihr Land verteidigen?Antwort meinerseits:Ja.Darauf der Satz:Dann ziehen wir Sie zum 04.05.1983 zu den Grenztruppen der DDR ein(soviel zum Thema wie man zu den GT der DDR kommt).
Die Ausbildung im ersten Diensthalbjahr,eigentlich eine bessere Mot.Schützen Ausbildung,und immer die Frage,wann geht es endlich an den Kanten.Drei mal während dieser Zeit Einsatz an der Grenze (2x in der Nähe der GÜST Probstzella u. ein mal in der Nähe von der GÜST Hirschberg),aber zu unserer Entäuschung nur am GSZ (Hinterlandzaun).


nach oben springen

#4

RE: Ausbildung zum DDR Grenztruppen Soldaten

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 17.05.2009 22:13
von Rostocker | 7.719 Beiträge

Wie soll ich es beschreiben.Musterung zum Mot-Schützen,dann kam die Einberufungsmusterung.Dort wurde mir gesagt,das ich am 4.5.1974 eingezogen werde.Meine Frage daraufhin war--wo geht es denn hin---man sagte zu den Grenztruppen der DDR---ich darauf hin,ja wo denn hin----können wir Ihnen nicht sagen--daraufhin sagte ich--ist gut und tschüß.So bekam ich dann im April74 meinen Einberufungsbefehl,das erste darauf war erstmal fl.Bier und 2 doppelte Korn.Also bin ich in Glöwen zu Grenzdienstausbildung gelandet,die dauerte von Mai bis Oktober.Mit viel Politunterricht,Mot-Schützen-Ausbildung und sehr langen Märschen und was jeden Soldaten ein Greul ist,die Schutzausbildung.Zwischendurch einen 4 Wöchigen Lehrgang für Schießplätze in Bergen (Sachsen Anhalt) gemacht.Ach so ja--kurz vor der Versetzung-kleinen Grenzeinsatz in Dönitz Raum Lenzen am rande des Schutzstreifen.Aber ganz wichtig war noch--3 Wochen soz.Hilfe als Schlosser in einen Betrieb in Glöwen,so bin ich um den Härtetest rum gekommen.Ja und im Oktober74 ging es dann an die Grenze nach Zarrentin GR 6 GK7 bis Oktober 1975


nach oben springen

#5

RE: Ausbildung zum DDR Grenztruppen Soldaten

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 18.05.2009 06:44
von Udo (gelöscht)
avatar

Mit 18 Musterung und ein Jahr später, im September, Einberufungsmusterung.

Dort die dumme Frage: Ach, der Udo, Sie wollen also 3 Jahre machen.
Ich: Nö!
Dann holen wir sie erst mit 26 Jahren.
Dann ist das wohl so.

Im nächsten Zimmer sagte man mir dann, dass ich mich auf Anfang November einrichten soll.
So war es dann auch. Grenztruppentauglichkeit wurde auch bei mir mit der berühmten Frage:
Sind Sie bereit, die DDR mit der Waffe zu verteidigen?
geklärt.
Udo


nach oben springen

#6

RE: Ausbildung zum DDR Grenztruppen Soldaten

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 18.05.2009 08:16
von sentry | 1.077 Beiträge

..irgendwann bei Musterung gefragt worden: "Würden Sie auch zu den Grenztruppen gehen?"
Ich: "Is' mir egal." ("Ja" wollte ich nicht sagen, ich war nicht sonderlich heiß drauf, "Nein" wollte ich nicht sagen, weil ich auch nicht sonderlich heiß drauf war, in Egessin wochenlang durch den Sand zu gleiten.)

In der DDR zu meiner Zeit ('86) mußte der Wehrdienst vor dem Studium abgeleistet werden. Damit war zumindest die Zeitschiene keine Lotterie, wie bei vielen anderen.
Ursprünglich hatte ich mich zu 3 Jahren (Uffz. auf Zeit) verpflichtet, weil auch ich der Meinung war, das wäre bei der Studienplatzvergabe zumindest hilfreich. Irgendwann nach einem kleinen Schlüsselerlebnis ging ich jedoch zum WKK um "abzukohlen". Ich dachte, wenn man gut ist in der Schule muss das auch so klappen, also müssen 18 Monate Armee reichen.
Das einzige Widerwort im WWK war: "Ach, auf einmal?!?"
Ich: "Ja, auf einmal!"
Ich musste irgendwas unterschreiben und hatte 18 Monate gewonnen. Ansonsten lief alles fahrplanmäßig, die beliebte Schikane des Wartenlassens ging ja nicht - ich hatte meinen Studienplatz schon sicher.
6 Monate Grundausbildung in Halberstadt: viel Polit, viel Schutz, viel Laufschritt, aber glücklicherweise wenig lange Märsche, wenig Sturmbahn, kein Feldlager, ansonsten genau so, wie die Kollegen es hier schon beschrieben haben.
Erst sehr kurz vor Ablauf der 6 Monate erfuhren wir, wo es hingehen sollte. Marienborn galt unter den zu vergebenden GÜSten (denn dafür wurde unsere Kompanie ausgebildet) als das Härteste, was möglich war- keiner wollte da hin. Es gab haufenweise Gerüchte, was das für eine Hölle wäre und dass sich der Kommandant seine Zukünftigen persönlich aussuchen würde und sie auch abholen würde. Gesehen habe ich ihn in Halberstadt nicht. Aber das änderte nichts an der Tatsache, das mich das große Los getroffen hatte.
Mein bester Kumpel in HBS wurde zwar nach Oebisfelde verfrachtet, aber trotzdem sind eine Menge bestätigte Typen mit mir nach Marienborn gekommen, was das Leben dort erheblich erleichtert hat. Das war ein Ort, wo Freunde gerade am Anfang enorm wichtig waren (schade, dass ich zu keinem mehr Kontakt habe).

Anfangs haben wir die eigenartigen Typen in den schicken Uniformen bestaunt ("Was sind das denn für welche?"), einige meiner frischen Kameraden haben sogar vor den Gefreiten salutiert, weil sie nicht realisierten, dass da auch bloß Soldaten in den Stiefelhosen steckten. Das gab immer gut Gelächter (auch später als unsere zukünftigen Posten eintrafen).
Dann wurden wir eingekleidet und waren ab sofort auch welche von "denen". Dann ging auch schnell der Grenzdienst und das große Gelerne los - und es gab viel zu lernen. Aufzeichnungen waren verboten und im Gegensatz zu vielen anderen Einheiten wurden auch keine geführt, also musste alles während der Schichten aufgenommen und gespeichert werden: -zig Zaunfelder (von wo bis wo), Gassen, Abschnitte, Postenpunkte, Beobachtungs- und Schusssektoren, was ist wem wie zu melden, Einheitenkennzeichen auf der Westseite, Bewaffnung, Tarnzahlen, GMN- und Funkkennzahlen, wo stehen Signalmittel im Abschnitt, Telefonnummern, dabei nie Parole und Gassenzahl vergessen, das eigenartige Vokabular der SiK-Soldaten, Verhaltensweisen, das (inoffizielle) "operative Zusammenwirken" der Posten untereinander und, und und. ...und dabei immer alles auch gleich ausführen. Man durfte nichts übersehen währenddessen.
Mein Grenzdienst begann am Tag nach der Ankunft in Marienborn als es hell wurde. Ich musster mit meinem Zugführer (Ultn.) K6-Streife einmal rund um die Autobahn-GÜSt laufen. Das werden wohl so 5 km gewesen sein. Mittags ging ich dann auf meine erste Spätschicht auf den Postenpunkt A1 ganz vorn an der Grenzlinie. Da oben war man immer zu dritt. Natürlich war das der Punkt, wo es am meisten zu lernen, aber auch am meisten zu sehen gab. Mir wurde eine halbe Stunde eingeräumt, alles aufzunehmen und ein bisschen zu staunen und zu gaffen wohin ich wollte (der Westen, starke Autos und Motorräder, die unglaublich gewaltige und beeidruckende Anlage der GÜSt Marienborn), sozusagen freigestellt von allen Grenzerpflichten und danach ging der Ernst des Lebens in der Postenecke los...die erste von 297 Schichten im nächsten Jahr, die erste von 49 Schichten da oben auf dem "Schiff", dem Postenpunkt, wo ich am 26.04.1988 in der Nachtschicht zum 27.04. auch meinen letzten Grenzdienst ableistete. Einen Tag später ging's nach Hause...gedient bis zum letzten Tag, welcher Mucker in Egessin konnte das schon von sich behaupten!?!


nach oben springen

#7

RE: Ausbildung zum DDR Grenztruppen Soldaten

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 18.05.2009 11:58
von moesi | 11 Beiträge


Hallo manudave,
bei meiner Musterung wurde ich auch gefragt ob ich irgendwelche Wünsche hätte,
alles außer Mot.-Schützen,war mein Antwort.
Die nächste Frage war die mit der Waffe die DDR verteidigen,also Grenzdienst.
Na ja meinte ich ,ich habe doch Westverwandtschaft(Onkel,Tante,Großeltern)
,dies sei kein Problem.Was mich doch sehr gewundert hat,letztendlich hätte ich ja die Gelegnheit nutzen können.
Nun auf jeden Fall nach einer Pause wurde mir mitgeteilt,ich werde zum MKF im Grenzdienst ausgebildet.
Den Führerschein für LKW bekam ich somit über die GST gesponsert,mehr später.
Mit 19 Jahren wurde ich tatsächlich gezogen.
Grüße Mario.



nach oben springen

#8

RE: Ausbildung zum DDR Grenztruppen Soldaten

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 18.05.2009 17:03
von küche69 | 428 Beiträge

Möchte mich heute wieder einmal zu Wort melden und auch zum Thema Ausbildung etwas sagen. Auch ich wurde mit guten 18 Jahren das Erstemal gemustert, mit den üblichen Fragen ob ich länger in die NVA möchte ect.. Das verneinte ich aber und da sagten sie mir dann können sie noch eine lange Zeit warten, so war es dann auch, ich wurde erst mit 23 Jahren gezogen. Die Ausbildung lief ab wie bei allen anderen, nur das diese nur ca. 4 Wochen gedauert hat und dann wurden wir versetzt ich erst einmal nicht, da ich mit einer Beinverletzung in Potsdam im Krankenhaus lag.Da ich dann doch versetzt wurde in die 6.GK-Morsleben und für den Grenzdienst nicht tauglich war, so habe ich, da ich ja Maler von Beruf bin, in der Kompanie die Speiseräume und sämtliche Stühle und Hocker gestrichen. Das war dann beendet und ich half dem Schreiber bei seinen Aufgaben, schrieb Urlaubsscheine, Postentabellen und Einsatzpläne ect.. Da diese Aufgabe mich aber nach Ansicht der Offiziere ganz ausfüllte, so lernte ich noch die Akku`s zu laden und die Batterien der Handlampen, machte die Wäschekammer usw.. Aber dann kam ich in die Küche und dort blieb ich die letzten 15 Monaten und fuhr sehr gut dabei, aber davon habe ich schon geschrieben.



nach oben springen

#9

RE: Ausbildung zum DDR Grenztruppen Soldaten

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 18.05.2009 20:15
von manudave (gelöscht)
avatar

In Antwort auf:
Sind Sie bereit, die DDR mit der Waffe zu verteidigen?


Und wenn man gar nicht schiessen wollte, gings es dann zu den Bausoldaten?


nach oben springen

#10

RE: Ausbildung zum DDR Grenztruppen Soldaten

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 18.05.2009 20:20
von nightforce (gelöscht)
avatar

Nein David, man muß da differenzieren.
totaler Waffenverweigerer = Bausoldat
die bunte Mitte = NVA
die Waffe in Friedenszeiten zur Sicherung einsetzen = GT
Gruß nf


nach oben springen

#11

RE: Ausbildung zum DDR Grenztruppen Soldaten

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 18.05.2009 22:22
von moesi | 11 Beiträge

Schicht beendet ,der zweite Teil meiner Ausführung.
Nun mußte ich also den LKW-Führerschein machen,auf einem W50,das im Harz auf engen Strassen,u.a.war auch ein Umzug zu fahren.Die Fahrschule selbst kostete 60,-Mark ,zuzüglich 6,-Mark für den Erste Hilfe Kurs.
Nun mit knapp 19 Jahren wurde ich dann eingezogen.
9:17 Uhr bin ich durch das Tor der Kaserne in Halberstadt gegangen,kurioserweise weiss ich die Uhrzeit bei der Entlassung nicht mehr so genau.
Aufstellung auf dem Appellplatz,Einkleidung,Schutzzeug ausprobieren in einem geschlossenenem Raum ,ich nehme an dass dort eine Art Tränengas gesprüht wurde,schon wußte man ob die Gasmaske dicht war.
Gegen 14:00 Uhr ging es mittels LKW nach Ilsenburg an der Stapelburger Strasse.
Zimmer beziehen,Betten bauen,Soldat sein müssen ,der 1.Tag war so was von ätzend.
Wir hatten af jeden Fall nur 4 Wochen Grundausbildung ,weitere 4 Wochen noch einmal Fahrschulausbildung auf L.O. ,mit Lehrbahn usw.
Dann ging es auf die verschiedenen Kompanien,in meinem Fall war das wieder Halberstadt,Stab Nachrichtenkompanie Funkzug,Gaz69 fahren und Funken lernen,-morsen-.
Als Knolle hatte man schon einige Aufgaben,neben den Revieren ,verschiedene Dienste wie dem E' Kaffee kochen ect.,war ja noch das Funken zu lernen.
Dazu gab es Hörkassetten mit den Funkgruppen in unterschiedlichen Tempos,und eben selber Tasten fi.....
Der Funkzug machte regelmäßig Antennentraining ,an-und abbauen der unterschiedlichsten Antennen nachZeit.
Dann wurde man eventuell in Kabelzug gesteckt ,am Kanten Gräben ausheben für den GSZ:
Manchmal fuhr ic Kurierdienst,oder eben Offiziere an den Kanten.
Küchendienst,Parkdienst,Fahrzeugwartung,es gab soviel Abwechselung sollte man gar nicht glauben.
Einmal im halben Jahr war Schießübung ,in dem Fall in Tanne.
Alle halbe Jahr gab es die Kupferübung,oder auch Strahlenschutzübung,das war dann schon stressig,gab es meines Wissens nur im Stab.
Tja so hat man seine Zeit abgedient,es gab gute und schlechte Tage so ist das Leben.
Grüße aus Bayern Mario.



nach oben springen

#12

RE: Ausbildung zum DDR Grenztruppen Soldaten

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 18.05.2009 22:40
von PF75 | 3.292 Beiträge

Bei der musterung war ich noch fürs KFZ-Wesen vorgesehn,aber ein halbes jahr später hieß es ab nach Potsdam,war ja verkehrstechnisch noch gut gelegen.Ausbildung war vorwiegen Mot.-schützenmäßig. wir hatten ja noch glück der schießplatz und undere spielwiese lage außerhalb von potsdam und da konnten wir immer mit dem Auto hin,30 mann rauf auf den W50 mit sack und pack und ab gings.duften auch ab und zu mal nach Glöwen fahren den Regiementsstab bewachen,wae aber doof da die hattenja noch ofenheizung und da mußten man den ersten tag losziehen und irgendwo kohlen klauen.nach der grundausbildung war in Glöwen sammelpunkt und da wurde man eingeteilt für die einzelnen GK.war schon komisch mitten in der nacht irgendwo im nirgengwo anzukommen unsere GK lag genau zwischen 2 dörfern mitten auf dem acker.


nach oben springen

#13

RE: Ausbildung zum DDR Grenztruppen Soldaten

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 19.05.2009 16:20
von Pitti53 | 8.786 Beiträge

hi sentry,
kann deine erfahrungen in der sik marienborn nur bestätigen,wenn aus anderer sicht.war dort zugführer und polit.aber genau wie bei dir mußte ich erstmal viiiiel lernen.und ich habe von den soldaten gelernt.einigen war es eine ehre m i r was beizubringen.
übrigens der kommandant hat die soldaten wirklich selbst ausgesucht.aber nur nach personalakte.der kc und polit fuhren 6 wochen vor der versetzung nach halberstadt und suchten sich die kandidaten aus.zu meiner zeit(1976-1983)ging es auch nach der größe.unter 1,80 ging gar nicht.später mußten wir kompromisse mangels personal machen


nach oben springen

#14

RE: Ausbildung zum DDR Grenztruppen Soldaten

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 19.05.2009 16:26
von sentry | 1.077 Beiträge

...ick 1,90 m


nach oben springen

#15

RE: Ausbildung zum DDR Grenztruppen Soldaten

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 19.05.2009 16:30
von Pitti53 | 8.786 Beiträge

dann warste genau die richtige wahl..der kurioste soldat bei uns wurde übrigens in peking geboren..oder der sohn eines professors.bekannt aus das "neue leben".der hat mich mal fast umgebracht


nach oben springen

#16

RE: Ausbildung zum DDR Grenztruppen Soldaten

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 09.02.2010 21:52
von Helli (gelöscht)
avatar

Ist zwar schon etwas "eingeschlafen" das Thema aber ich hätte auch mal eine Frage zu der Ausbildung der Grenzsoldaten.

Und zwar: Wie denkt ihr, wurden die angehenden Grenzsoldaten psychisch oder emotional manipuliert oder mit welchen Mittel eventuelle auch desensibilisiert? Gab es irgendwelche Lieder zum Beispiel,
die zusammen gesungen wurden, um den Zusammenhalt zu stärken (oder es zumindest zu versuchen) etc?
Oder kurz gesagt: Wie und mit welchen Mitteln wurde versucht euer Stimmungs- und Meinungsbild zu beeinflussen?

Würde mich sehr interessieren.. :)

MfG Helena


nach oben springen

#17

RE: Ausbildung zum DDR Grenztruppen Soldaten

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 09.02.2010 23:35
von Rostocker | 7.719 Beiträge

Zitat von Helli
Ist zwar schon etwas "eingeschlafen" das Thema aber ich hätte auch mal eine Frage zu der Ausbildung der Grenzsoldaten.

Und zwar: Wie denkt ihr, wurden die angehenden Grenzsoldaten psychisch oder emotional manipuliert oder mit welchen Mittel eventuelle auch desensibilisiert? Gab es irgendwelche Lieder zum Beispiel,
die zusammen gesungen wurden, um den Zusammenhalt zu stärken (oder es zumindest zu versuchen) etc?
Oder kurz gesagt: Wie und mit welchen Mitteln wurde versucht euer Stimmungs- und Meinungsbild zu beeinflussen?

Würde mich sehr interessieren.. :)

MfG Helena


--------------------------------------------------------------------------------------
Hallo Helene!Manipuliert kann ich nicht sagen.Aber zusammen haben wir gesungen,wenn wir zum GD raus fuhren.Und das Lied ging so ungefähr.

Ich wandere ja so gerne am Stacheldraht entlang,die Knarre auf den Rücken das Bandmaß in der Hand.Wo die bunten Leuchter stehn,ja da kann man uns sehn.Dieser Tag-dieser Tag,der wird abgeschnitten bald bin ich wieder zu Haus.
Ach ja-dieses Lied.schließe ich für mich ein,also diese Verse.


nach oben springen

#18

RE: Ausbildung zum DDR Grenztruppen Soldaten

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 10.02.2010 06:40
von Rainer-Maria-Rohloff (gelöscht)
avatar

Guten Morgen Helena, man sollte einmal weggehen von der Vorstellung, das da jedem neueingezogenen Wehrpflichtigen gleich eine Gehirnswäsche verpasst wurde.Zuma, was in diesem speziellen Fall die Grenztruppen der DDR betrifft.
Dem war eben nicht so und Alles begann mit ganz normalem Kasernenalltag, wie in jeder Kaserne bei jeder anderen Armee auf der schönen großen Erdkugel ebenfalls.
Nimm Filme, so Full Metal Jaket...du wirst ihn gesehen haben und wenn nicht, schau ihn dir an.
Wie man aus dummen Jungen Kerle formt, das wird darin schön beschrieben und alles beginnt mit dem Bettenbau und endet mit einem gewissen Feinschliff, den der "dumme Junge" dann verpasst bekommen hatte.
Ohne Frage, ich war auch mal so ein dummer Junge und habe es eigentlich nie bereut, einmal durch diese Armeemühle gegangen zu sein.
Verabschiede dich also von diesem Klischee, das uns nun ganz besonders...und weil wir doch auf Wacht für den Frieden standen, also das uns da ganz besonders zugesetzt wurde...das wir sensibilisiert wurden.
Dem war eben nicht so, wenn ich jetzt einmal von mir ausgehe.
Und Rostocker hatte ja schon geschrieben, was für Lieder gesungen wurden...eben weil der Grenzsoldat vorrangig das Zuhause, die Familie, die Frau, die Kinder, die Freundin im Kopf hatte( es gab natürlich auch die vom anderen Ufer, die einen Freund hatten)
So einfach war das und der Grenzverletzter, der Sperrbrecher im Stasideutsch, der kam erst ein ganzes Stück später in seiner Bewertung vor.
Der hatte ihn spätestens interessiert, wenn es ernst wurde. Aber jeder sieht das Anders hier im Forum, das wirst du noch mitbekommen.
Viel Erfolg bei deiner Sache.

R-M-R


nach oben springen

#19

RE: Ausbildung zum DDR Grenztruppen Soldaten

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 10.02.2010 08:34
von Rotti | 83 Beiträge

Hallo R-M-R,

das sehe ich ein bischen differenzierter.
Dein Beispiel ist zwar Klasse, es trifft allerdings nicht ganz. Etwas wird in dem Film nicht dargestellt und das gab es bei ebenfalls allen Soldaten. Die Vorbereitung auf den eventuellen Gegner -> DDR-Deutsch-> Politunterricht.

Politunterricht, AK-ansehen, und nicht zu vergessen - legales Westfernsehen - Der Schwarze Kanal.
Und während der gesamten Ausbildung und Dienstzeit wurden wir alle auffällig und unauffällig ständig beinflußt.
Ich erinnere mich da noch ganz deutlich an einen Vortrag -> was der GV so alles für seinen Durchbruch mitnimmt: Schlagringe, Messer und KK-Kalaschnikows - Stichwort alles Mörder und Verbrecher und Klassenfeinde.

Nur und das ist für Helena, in der DDR wurden alle und jeder ständig berieselt. Auch das Mitglied der Kirchengemeinde und Verweigerer konnte sich der Dauerbeeinflußung nicht entziehen.

Alle mussten sich berieseln lassen. Bei einigen war es abschreckend, andere fanden es gut.
Da diese Berieselung aber permanent und stänig um Dich rum war, haben viele sie nicht mehr als das wahrgenommen was sie wirklich ist -> Gehirnwäsche.
Heute gibt es sie genauso, vielleicht nicht so brachial aber genauso wirksam.

Ich bin übrigens der Meinung das die Angehörigen von GT schon besonders bearbeitet wurden:
Angst -> vor dem Kanten, vor dem GV, vor dem nicht verhinderten Grenzdurchbruch, vor deinen eigenen Mitsoldaten, vor den 2000-ern. Wenn Du etwas falsch machst, dann die Konsequenzen. Du musst lernen wie die Grenze funktioniert sonst... und der GV muss geschnappt werden sonst... . Ich habe erlebt wie Leute degradiert wurden, weil sie eine Spur übersehen hatten.

Gruß
Rotti


nach oben springen

#20

RE: Ausbildung zum DDR Grenztruppen Soldaten

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 10.02.2010 11:26
von Greso | 2.377 Beiträge

Mal ganz kurz,am24.03.64 gemustert ,tauglich, Befragung Soldat auf Zeit,abgelehnt wurde ich zu den Panzern
gemustert.Am 3.11.65 Einberufung nach Dingelstedt,dort Grundausbildung und nach 6 Monate zur Grenze nach Barneberg.Entlassung am 26.04.67 als Gefr.
Greso


nach oben springen



Besucher
28 Mitglieder und 79 Gäste sind Online

Wir begrüßen unser neuestes Mitglied: loryglory
Besucherzähler
Heute waren 2818 Gäste und 171 Mitglieder, gestern 3414 Gäste und 170 Mitglieder online.

Forum Statistiken
Das Forum hat 14360 Themen und 557334 Beiträge.

Heute waren 171 Mitglieder Online:

Besucherrekord: 589 Benutzer (24.10.2016 20:54).

Xobor Ein eigenes Forum erstellen