#41

RE: Ausbildung zum DDR Grenztruppen Soldaten

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 12.02.2010 19:47
von Rotti | 83 Beiträge

Hallo Heli,

in meiner Ausbildungskompanie / -jahrgang waren überdurchschnittlich viele Berliner und Umgebungsberliner. Das Interesse am "Ost"-Fernsehen war entsprechend gering ausgeprägt. Nun wurde während der Ausbildung "plötzlich" regelmäßig ferngesehen und zwar nur und ausschließlich die Aktuelle Kamera, sowie gelegentlich zur weiteren erbauung der Schwarze Kanal. Und dies bei gleichzeitigem Ausschluss einer normalen Presse. In der Ausbildung kannst Du ja nicht einfach so zum nächsten Zeitungskiosk (achso nur zu Info, wir lagen im Bergwerksverwaltungsgebäude in Mönchhai im Huy). Zeit zum Lesen ebenfalls eingeschränkt. Das was heute zu viel auf dich einströmt ist plötzlich eingeschränkt und gefiltert. Das änderte sich zwar nach der Ausbildung. Letztendlich wurde aber die Information schon vorsortiert und mit kleinen Schildchen versehen -> gut / böse.
Und auf die Dauer bleibt immer etwas hängen.
Zu diesem Vortrag weiß ich nicht mehr soviel, ich glaube er war gegen Ende der Ausbildung und sollte uns zeigen, daß der GV keine Rücksicht kennt. Er weiß das an der Grenze Soldaten stehen werden, er weiß das diese Soldaten den Auftrag haben ihn am verlassen der DDR zu hindern. Und er der GV ist genau darauf vorbereitet -> Schlagringe, Messer, Gewehre etc.. Er weiß das du schießen kannst und er wird dich notfalls mit Gewalt daran hindern. Damit wird die versuchte Grenzverletzung aus der unpersönlichen Ebene herausgehoben -> Aus Ich verlasse einen undemokratischen Staat und gehe in die Freiheit" wird "Ich erkämpfe mir die Freiheit mit allen Mitteln". Damit wird aus einer Flucht plötzlich ein Angriff und das ist das entscheidene im Film, es ist ein Angriff auf dich selbst. Und du must nicht nur deinen Staat verteidigen, nein du selbst wirst angegriffen. Und damit kommt auch die Angst - in Berlin kann man vielleicht spontan und angetrunken auf die Mauer zurennen und versuch rüberzukommen. Am Brocken geht das nicht, das können nur Anwohner. Also sind die meisten GV vorbereitet und du hast gleichzeitig diesen Film im Kopf. Gleichzeitig weißt Du mittlerweile was so passieren kann, wenn man dir nachweist das du den Durchbruch hättest verhindern können.

Also für mich ist der Satz von Rainman2 eindeutig - auch heute wird so manipuliert, jeder Versicherungsvertreter wird so geschult. Jeder ordentliche Verkäufer wird mit Suggestivfragen arbeiten.
Du must bei der Beantwortung der Frage zum Gebrauch der Schusswaffe keine extremen Konsequenzen befürchten - nur du weißt das ja nicht. Und die Fragen in der DDR waren ja teilweise schon perfide.

Beispiel: Ganz offen -> Wer nicht für uns ist, ist gegen uns! Wir sind für Frieden und Völkerverständigung, der Frieden muss verteidigt werden, bist du etwa gegen den Frieden ????

Und nun diskutier mal -> wohlgemerkt dein Gegenüber ist immer im Rang höher und keine dir per Gesetz Befehl geben.

Gruß
Rotti


zuletzt bearbeitet 12.02.2010 19:53 | nach oben springen

#42

RE: Ausbildung zum DDR Grenztruppen Soldaten

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 14.02.2010 17:04
von Helli (gelöscht)
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Oh Danke! Das hat meine Fragen dann wohl beantwortet :)


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#43

RE: Ausbildung zum DDR Grenztruppen Soldaten

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 14.02.2010 17:38
von Ludwig | 252 Beiträge

1975 kam bei mir der berüchtigte und befürchtete Brief vom WKK: "Sie haben mitzubringen .......", der Ton gefiel
mir überhaupt nicht !. Ich bin dann zu "befohlenen" Zeitpunkt hin und man fragte mich dort, was ich
bei der NVA gern machen würde. MKF war meine Antwort, da ich immer ein Faible für Autos hatte und ich hoffte
auf diese weise den Flebben machen zu können. Man stimmte zu, ich war tauglich, MKF war im WDA eingetragen.
Keine Frage in Richtung GT!!! Das erfuhr ich dann erst mit dem Einberufungsbefehl, sicher hatte sich die 2000
über meine familiäre Situation informiert.



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#44

RE: Ausbildung zum DDR Grenztruppen Soldaten

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 14.02.2010 18:09
von S51 | 3.733 Beiträge

Zitat von Helli
Wurde denn eigentlich oft zB mit Schwedt, einer Degradierung oder sonstigen Konsequenzen gedroht? Oder wurde darüber kaum gesprochen?



Nein, es wurde eigentlich selten unverblümt mit konkreten Konsequenzen gedroht. Das funktionierte eher anders. Da gab es Formulierungen wie "jeder muss sich seiner Verantwortung für den Schutz des Sozialismus und ... jederzeit bewußt sein". Das kann man verschieden verstehen.
Der gelernte DDR-Bürger verstand alles immer in der sozusagen offiziellen Variante (Schutz des Sozialismus als Ziel) aber immer auch etwa das, was dahinter stand oder stehen konnte (wirst du deiner Verantwortung nicht gerecht - musst du dich verantworten).
Mit Konsequenzen wurde bei individuellem Fehlverhalten gedroht. Ja, so wie woanders sicher auch aber eher unbestimmt. Wie die Konsequenzen aussehen würden, wusste man erst, wenn sie eintraten. Das hatte zur Folge, dass man eigentlich grundsätzlich von der schwerstmöglichen Variante ausging. Auch, wenn diese eher selten zutraf.
Dass es Schwedt gab, wusste jeder. Gesprochen hat man darüber nicht offen. Selbst jene, die von dort kamen nicht und dies oft bis heute. Das war für uns Soldaten aller Grade so etwas wie die vage Androhung einer Hölle für den Christen. Damit möchte ich keinen beleidigen aber das Beispiel passt durchaus. Die Unwissenheit über das, was einen erwarten konnte (wie in anderen Bereichen auch) machte seine Wirkung aus und das selbst dann, wenn es in Wirklichkeit vielleicht ganz anders war. Dann hatte "der" eben bloß Glück gehabt, etwas, was einem selbst vielleicht nicht helfen würde.
Und trotz allem wäre es ein falscher Eindruck, wenn man nun denken würde, wir wären alle wie die dressierten Hündchen Spur gelaufen. Eigentlich jeder hat sich trotzdem oder gerade deswegen immer auch seine privaten Freiheiten gegönnt. Vielleicht sogar eher als heute, wo man befürchten muss, an Gesetze zu geraten, die einem keine Wahl mehr lassen. Weil es ein "von ... bis" eben nicht mehr gibt. Weil Gummiparagraphen oder Gummiregeln eben auch den Vorteil haben, dass nicht nur die Gegenseite, sondern auch selbst man sie durchaus variabel auslegen kann. Es war eben oft eine Frage der Begründung.


GK Nord, GR 20, 7. GK
VPI B-Lbg. K III


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#45

RE: Ausbildung zum DDR Grenztruppen Soldaten

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 02.08.2010 11:59
von Sachse (gelöscht)
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Es war durchaus auch möglich, den Wunsch zu äußern, an die Grenze zu kommen. Und nach Prüfung von Sicherheits- und Zuverlässigkeitskriterien wurde dem auch durchaus entsprochen.

Grenze - das klang nach Männlichkeit, Abenteuer, einem Schuss Romantik und letztlich auch nach "dem Staat, der bislang so viel für mich getan hat, etwas zurück geben". Letzteres sicher nur für die, die -wie ich- von nem "150%igen" Vater erzogen wurden ...


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#46

RE: Ausbildung zum DDR Grenztruppen Soldaten

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 02.08.2010 17:29
von Bärchen | 66 Beiträge

Hallo

Bereits vor meiner Musterung wollte man mich für die Laufbahn des Offiziers "begeistern", da mein Opa im 3. Reich wegen seiner politischen Einstellung im Gefängnis saß. Ich streubte mich jedoch dagegen. Außerdem wollte, oder konnte man mir nicht sagen, für welche Waffengattung man mich wollte. Als dann das Musterungsgespräch dran war, wollte man, dass ich mich für 3 Jahre verpflichte. Zu diesem Zeitpunkt stand für mich jedoch bereits fest, dass ich meine 18 Monate abreiße und das war's dann für mich. Diese "Genossen" in der Kommision liesen jedoch nicht locker und und "drohten" damit, da ich dann erst mit 26 oder 27 Jahren eingezogen werde. Da rutschte mir der Spruch raus: "Die 3 Jahre mache ich dann halbtags". - kommen also auch 1 1/2 Jahre bei raus. Das wurde mir sehr übel genommen und man warf mich aus dem Zimmer und ich mußte vor der Tür warten. Als ich also da so saß, kam ein Offizier (Militärstattsanwalt) vorbei, den ich kannte. Meine Mutter arbeitete mit seiner Frau zusammen. Er fragte mich, was ich hier noch suche und ich sagte ihm, dass ich warten solle, da ich die Wünschen der Kommision nicht erfüllen will. Er meinte, ich solle kurz warten. Und tatsächlich, nach ziemlich kurzer Zeit wurde ich wieder herein befohlen und man erklärte mir, dass ich für die GT vorgesehen bin. Ob ich etwas dagegen hätte. Da ein sehr guter Freund von mir bereits 6 Monate am Kanten Dienst schob und er mir mal erklärten, dass das alles gar nicht so ist, mit schießen auf Menschen usw., erklärte ich mein Einverständnis. Da meine Eltern gesundheitlich nicht auf der Höhe waren, fragte ich, ob es möglich sei, dass ich nach Berlin komme. Ich wohne nur 40 Km von Berlin entfernt. Wenn dies nicht ginge, dann bat ich darum, nach Thüringen zu kommen, da dort meine ganze Verwandschaft lebt und ich im Notfall von denen mit einem Auto nach Hause gefahren werden könnte. Damals hatte ich noch kein Auto. So kam ich also nach Eisenach.
Nach der Ausbildung kam ich ja nach KWH. Die Stasi muß damals ihre Hausaufgaben nicht gemacht haben. Nach der Wende erfuhr ich durch meinen Onkel, der damals schon im Westen lebte, dass er beim BGS war und er seinen Dienst damals im Bereich BGS-Mitte versah. Wir hatten damals keine Verbindung zum ihm. Wir stellten dann auch fest, dass wir uns an der Grenze auch nie begegnet sind.


mfg
Bärchen

05/85 Eisenach
07/85 bis 10/86 Kaltenwestheim
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#47

RE: Ausbildung zum DDR Grenztruppen Soldaten

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 03.08.2010 10:55
von Sonne | 510 Beiträge

Einberufung eigentlich als Mot.Schütze,dann zur Grenze.Grundausbildung in Glowe auf Rügen 4 Monate-danach gings per Zug (Fiehtransport) nach Blankenburg in den Harz-nach 4 Wochen wurden wir auf die Grenzkompanien aufgeteilt.Ich kam nach Rothesütte in den Harz. Am 15.10.1966 mußte ich mit einem Postenführer das erste mal auf Skiern in den GD.An diesem Tag kamen wir in unserem Postengebiet nicht an-wir waren ja Flachländer und konnten garnicht Ski fahren.Aber irgendwie war das wohl vom KC so eingeplant.Im ürigen ging der Schnee bis zum Frühjahr nicht weg.Am Ende des Winters konnten wir dann Ski fahren.

Angefügte Bilder:
Grenze0005.JPG

Gruß Sonne

05/66-10/67
18 Monate meiner Jugend
in Glowe, Rothesütte, Elend


Wer Stroh im Kopf hat, fürchtet den Funken der Wahrheit.
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#48

RE: Ausbildung zum DDR Grenztruppen Soldaten

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 04.08.2010 05:49
von chilango | 16 Beiträge

Ok. dann bringe ich mal meinen teil zur Beeinflussung, bei mir bei der Musterung.
Ich habe mich vorher für 3 Jahre UaZ mit der Ansage Baupios in Bernau MKF Tatra 813 (Ich wollte so ein Teil fahren, war geil darauf) verpflichtet.
Bei der Musterung (oder Überprüfung) begann das Gespräch mit der Feststellung das ich ja UaZ werden möchte und das ich für die Grenze vorgesehen bin, worauf ich antwortete "Ok. dann anderthalb Jahre".
Dies wurde gekontert "Was haben sie gegen die Staatsgrenze der DDR?"
Und jetzt legten sich meine Ohren flach an. Das Hirn lief auf Hochtouren und ich sagte mir selbst "Pass jetzt ganz genau auf was du sagst"
Ich war darauf nicht vorbereitet. Nur eben wie man da relativ vorsichtig hingeht.
Ich: "Nichts! Nur es könnte sein das ich auf Menschen schiessen soll"
Antwort: "Das könnte ihnen auch im Krieg passieren"
Ich: "Ja aber da auf bewaffnete und im Zweifel wer schiesst zuerst"
Im Endeffekt meinten sie dann "Ok Baupio aber Grenze und sie haben nichts mit der Grenzsicherung (Waffe) zu tun"
Also ich kam raus, auch da sie mich dann im anschliessenden Gespräch als Fähnrich, Leiter in einer KFZ-Werkstatt mit Studium wollten. War zwar anfangs interessant aber als ich rausging setzte das Hirn wieder ein.

Im Endeffekt Baupio GR24 und kein MKF Tatra 813 sondern Grabenfräse auf Trecker MTS82 :( aber es war ein ruhiger Job

Ansonsten war eben immer das Zauberwort immer 1333 oder eben Schwedt. Keiner kannte es aber alle haben "davon gehört"



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#49

RE: Ausbildung zum DDR Grenztruppen Soldaten

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 04.08.2010 08:00
von küche69 | 428 Beiträge

Hallo zusammen!

Es wird wohl bei jedem männlichen DDRbürger ähnliche gewesen sein, welcher zum Wehrdienst eingezogen wurde!

Bei mir war es auch so wie meine Vorschreiber schon berichtet haben; mit knapp 18 Jahren wurde ich zur Musterung bestellt, der Ablauf war ja immer der gleiche, persönliche Auskunft (damit auch der Richtige dort am tisch saß), danach folgte die Ärztliche Untersuchung und danach saß man wieder vor einem Tisch (dahinter mehrere Offiziere, die wollten einen überzeugen, dass man länger dient und nicht nur seine 18 Monate), bei mir haben sie aber auf Granit gebissen, andere konnten gleich wieder gehen, später habe ich erfahren diese wurden überzeugt, ich musste lange warten und erst am Nachmittag wurde ich entlassen, ohne mich länger verpflichtet zu haben:
Somit hat die Musterung von morgens bis nachmittags gegen 15.00 Uhr gedauert!

Danach war es für 4 Jahre ruhig, Ende 1987 musste ich zu einer Kurzmusterung und das folgende Jahr 1988 musste ich einrücken.

Es folgte die Ausbildung zum Modschützen in Potsdam und nach ca. 6 Wochen , ging es schon an die Grenze, wo für viele sicherlich der normale Ablauf eines Grenzsoldaten anfing und auch sein Ende nahm!

Da ich durch eine schwere Verletzung (Aufenthalt im Lazarett in Potsdam)u und danach nicht Grenzdiensttauglich, dadurch Innendienst, demzufolge kam ich in die Küche und habe somit wie im "normalen" Leben draussen in der Küche meinen Grundwehrdienst abgeleistet, es war wie auf Arbeit gehn für mich. Also es war schon schwierig am Anfang, die Umstellung und auch das genaue Kalkullieren usw, aber ich habe mich fix zurecht gefunden und dann jeden Tag in der Küche gestanden und mit den Zivis mich um die Verpflegung der Soldaten und Offz. gekümmert.

Ende 1989 wurde ich am 26.10 entlassen und 14-Tage später haben sie die Grenze geöffnet, zu diesem Zeitpunkt habe ich es nicht verstanden und auch jetzt kommen mir manchmal Zweifel, wenn ich sehe was hier so abgeht!

Grüße von Küche69 06/88 bis 10/89 6.GK. Morsleben

___________________

"Wer nicht mit beiden Augen sieht, wird nie die ganze Wahrheit sehen!"



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#50

RE: Ausbildung zum DDR Grenztruppen Soldaten

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 04.08.2010 11:15
von westsachse | 464 Beiträge

Mal mein Beitrag zu diesem Thema.

Musterung mit der üblichen Befragung nach der längeren Dienstzeit. Da ich nicht länger gehen wollte die Bemerkung: “Dann machen Sie sich darauf gefasst, dass wir Sie erst mit25-26 einberufen.“ Wäre auch schön gewesen denn das hätte bedeutet nach 1989. Aber das wusste man damals noch nicht.

Dann Einberufung ca. ein Jahr später zu den GT. 04. Mai 1984 früh Haus des FDGB Nähe Hbf. Zwickau. Kurze Einweisung zu Verhaltensregeln Zugfahrt nach Eisenach im Schneckentempo und mit vielen Aufenthalten.

Dann Ausbildung zum Grenzsoldat im GAR11 1. ABK. Dauer normalerweise 6 Monate wie Uffz.- Schule. Inhalt erst die ganz normale Muckerschule ( scharren und tanzen, ...) aber auch grenzspezifische Sachen z. B. Verhalten bei Personenkontrollen Person zu Fuß oder mit Fahrzeug – Festnahmen – Leibesvisitationen. Theoretische Ausbildung zum Grenzgesetz der DDR, internationales Recht, Status der Alliierten natürlich auch die Politberieselung. Dann MKF Ausbildung jeder mit dem Fahrzeug, welches er auch am Kanten dann hatte ( also TS, Trabi, P3 oder LO): Fahren auf Kolonnenweg, Abstimmung mit Beifahrer bei mobiler KS, usw.

Glücklicher weise hatte unser Erich kurz vorher angewiesen, das die Minen von der Grenze verschwinden sollen. Dazu musste aber hinten ein neuer ( „besserer, sicherer“ ) GSZ gebaut werden. Dazu wurden die Frischen verwendet, was uns 6 Wochen weniger Ausbildung einbrachte. Dafür Zaunbau von Vacha Richtung Oberzella. Untergebracht auf der PiK Pferdsdorf. Dort musste erst einmal angebaut werden. Hinzu kamen noch zwei Wochen Wache in Erfurt im GKS, die etwas Abwechslung brachten.

Ende Oktober 1984 ging es dann so richtig an den Kanten – für mich nach Lauchröden.

Gruß

westsachse


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#51

RE: Ausbildung zum DDR Grenztruppen Soldaten

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 04.08.2010 15:44
von Asso | 36 Beiträge

War wohl überall faßt das Gleiche . Bin mit 18 zur Musterung und für Kfz gemustert weil ich schon für Motorad und Lkw Fahrerlaubnis hatte . Das ich zur Grenze komme habe ich erst mit meiner Einberufung erfahren . Ein halbes Jahr GAR Halberstadt mit dem schlimmsten Zugführer den es dar wohl gab . Der Mensch war Staabsfeldwebel und wahrscheinlich nicht größer als 1,65 und er konnte wohl keine großen Leute ausstehen . Das er mir mit 1,88 oft zum verstehen gab . Jedenfalls war der nicht umsonst im GAR , am Kanten hätte der bestimmt einen Grenzer zum Amok gebracht . Doch es hatte auch sein gutes , nach dem halben Jahr Halberstadt war ich fit wie ein Turnschuh und körperlich in Höchstform .
Danach ging es für die nächsten 12 Monate nach Sommersdorf GR 25 .



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#52

RE: Ausbildung zum DDR Grenztruppen Soldaten

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 02.10.2012 23:15
von Häuptling | 77 Beiträge

Zitat von Rostocker im Beitrag #4
Ja und im Oktober74 ging es dann an die Grenze nach Zarrentin GR 6 GK7 bis Oktober 1975

Häääm? Haste das was verwechselt Rostocker???, ich war von 1978-1979 in Gallin (11.GK) und da war die 7. GK Groß Thurow (II.GB Schattin) und Zarrenthin war die 10. GK (III.GB Lassahn).


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#53

RE: Ausbildung zum DDR Grenztruppen Soldaten

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 04.10.2012 20:46
von Fritze (gelöscht)
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Tja Häuptling,da musste mal noch gründlich lesen.Hat sich schonmal geändert.In den 1980er Jahren war das II. GB in Lassahn und Gallin war 12.GK im III.GB.Und vorher wars noch anders.Sieh mal bei Google unter Grenzregiment 6 nach ! Da werden sie geholfen !!!


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#54

RE: Ausbildung zum DDR Grenztruppen Soldaten

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 06.10.2012 23:27
von Häuptling | 77 Beiträge

Zitat von Fritze im Beitrag #53
Tja Häuptling,da musste mal noch gründlich lesen.Hat sich schonmal geändert.In den 1980er Jahren war das II. GB in Lassahn und Gallin war 12.GK im III.GB.Und vorher wars noch anders.Sieh mal bei Google unter Grenzregiment 6 nach ! Da werden sie geholfen !!!

Das war nach 1984, nach dem die Kompaniesicherung wieder eingeführt wurde. Und da hilft mir Goggle gar nicht weiter, da bei dieser Dislozierung das I. GB und das II. GB die tatsächliche Grenzsicherung durchgeführt haben und das III. GB (die hatten auch die SPG-9 und AGS-17), welche zur Hinterlandsicherung eingesetzt waren. Und bis 1984:Battailonssicherung.
I.GB Selmsdorf
1. GK Pötenitz, 2. GK Selmsdorf, 3. GK Selmsdorf, 4. GK Palingen, Reserveobjekt Dassow
II. GB Schattin
5. GK Schattin, 6. GK Utecht, 7. GK Groß Thurow (Horst), 8. GK Kneese, Reserveobjekt Schlagbrügge
III. GB Lassahn
9. GK Lassahn, 10. GK Zarenthin, 11. GK Gallin, 12. GK Leisterförde, Reserveobjekt WIFO-Objekt
Also ich war in der 11.GK, 3. GK, 6. GK und 4. GK und nach einigen Jahren in der Ausbildung "zum Praktikum" in Kneese. Der KC hat sich mit einem OaZ einen Spaß erlaubt, der sollte mich in den Abschnitt einweisen.... ;-)


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#55

RE: Ausbildung zum DDR Grenztruppen Soldaten

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 05.11.2012 15:28
von Nick | 452 Beiträge

hallo liebes Expertenteam ,
ich habe da mal eine frage und hoffe das ihr mir weiter helfen könnt.
es gab doch in groß glinicke eine GAK , welche GAK war dort stationirt und wie lautete ihr PF und
auf welchem bereich ging die ausbildung zum grenzer .

Mfg nick


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#56

RE: Ausbildung zum DDR Grenztruppen Soldaten

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 05.11.2012 15:32
von exgakl | 7.223 Beiträge

Zitat von Nick im Beitrag #55
hallo liebes Expertenteam ,
ich habe da mal eine frage und hoffe das ihr mir weiter helfen könnt.
es gab doch in groß glinicke eine GAK , welche GAK war dort stationirt und wie lautete ihr PF und
auf welchem bereich ging die ausbildung zum grenzer .

Mfg nick


Groß Glienicke???? Hmm... kann es sein, dass Du Falkensee meinst?

VG exgakl


Man sollte niemanden mit Tatsachen verwirren, der sich seine Meinung schon gebildet hat....
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#57

RE: Ausbildung zum DDR Grenztruppen Soldaten

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 05.11.2012 15:34
von Nick | 452 Beiträge

Nein , in groß glinicke soll damalz eine GAK gewesen sein .


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#58

RE: Ausbildung zum DDR Grenztruppen Soldaten

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 05.11.2012 15:40
von exgakl | 7.223 Beiträge

Zitat von Nick im Beitrag #57
Nein , in groß glinicke soll damalz eine GAK gewesen sein .


können wir "damals" in Jahreszahlen ausdrücken?


Man sollte niemanden mit Tatsachen verwirren, der sich seine Meinung schon gebildet hat....
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#59

RE: Ausbildung zum DDR Grenztruppen Soldaten

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 05.11.2012 15:40
von Nick | 452 Beiträge

Ich hätte dar noch eine frage , es ist mir etwas gesagt worden das ich nicht glauben kann , das ein grenzer nicht zu einer GAK musste .
kann auch sein das ich mich verhört haba.


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#60

RE: Ausbildung zum DDR Grenztruppen Soldaten

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 05.11.2012 15:42
von Nick | 452 Beiträge

in jahres zahlen leider nicht aber ich werde mich weiter umhören .


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