#21

RE: Wasserdurchlass ("Stasi-Schleuse") bei Volkerode/Eichsfeld.

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 24.03.2014 01:12
von S51 | 3.733 Beiträge

Zitat von Mike59 im Beitrag #14

Zitat von Polter
Bin aufgewachsen an der Grenze und habe an der Grenze gelebt! Wenn ich das alles hier lese, dann war die Grenze ein Löcherkäse!
Die Stasi organisierte einen gewaltigen Verkehr über die Grenze bzw. über unter und durch die Zaunmaschen.
Das soetwas stattfand ist unstittig, aber in welchem Umfang? Wenn es auch sooo bekannt war und jetzt auch geschrieben iwird, dann hat aber
die Geheimhaltung nicht funktioniert. Die Bundespolizei und der Zollgrenzdienst so geschlafen? In einem anderen Thema, hier im
Forum, war ein Beitrag, daß Westberliner und Bundesdeutsche ( Zivilisten ) eingebunden waren in die Grenzüberwachung. Haben die alle gepennt?

--------
Noch nie was von kleinem Grenzverkehr gehört [perlweiss]

Mike59



Von gewaltig kann keine Rede sein.
Wenn ich vom Zeitraum 09-12/83 im Bereich Bodesprung bis Brocken ausgehe, dann gab es etwa einmal alle 14 Tage einen Einsatz. In völlig unregelmäßigen Abständen. Bei dem aber keineswegs immer auch wirklich etwas passierte. Denn jedes Mal gab es mindestens zwei Ausweichstellen und so haben wir oft völlig umsonst auf das Stichwort gewartet. Ausnahme war nur ein kurzer Zeitraum im Oktober und November. Danach etwa einmal im Monat. Das ergäbe theoretisch effektiv einmal im viertel Jahr... Und ja, das Auftauchen von Forstbeamten oder -Arbeitern reichte für einen Abbruch. Jemand, der zweimal in die gleiche Richtung ging, auch. Die haben nicht gepennt auf der Gegenseite und ich wette, sie wissen mehr als wir heute noch erfahren. Die Gegenseite ist eher von mehr Stellen ausgegangen als es wirklich gab.


GK Nord, GR 20, 7. GK
VPI B-Lbg. K III


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#22

RE: Wasserdurchlass ("Stasi-Schleuse") bei Volkerode/Eichsfeld.

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 24.03.2014 10:13
von U700 | 32 Beiträge

Hallo CAT,

den Wasserdurchlass kenne ich aus meiner Dienstzeit. Die Wasserdurchlässe von der Pfaffschwender Kuppe bis nach Asbach/Sickenberg wurden täglich durch die Kontrollstreifen am K6 (GZ) und K3 (GSSZ) täglich kontrolliert. Da zu meinen Aufgaben auch die Wartung des Grenzmeldenetztes gehörte bin ich öfter in den Genuss der Kontrollstreife gekommen.

Was dort genau passierte kann ich nicht sagen. Das ist alles nur Hörensagen. Nach meiner Erinnerung wurde der Abschnitt von Pfaffschwender Kuppe bis Hesselkuppe bei besonderen Einsätzen komplett gesperrt. Es kann sein, dass die Gobertstreife an der Pffaffschwender Kuppe blieb. Danach übernahmen andere Truppenteile die Grenzsicherung. Die A-Gruppe blieb auf der FÜST und die beiden anderen Posten waren in Asbach und in Sickenberg.

Auf dem Gobert fanden auch Jagden statt, da mussten wir nicht komplett raus. Da haben dann höhere Chargen von GT versucht Tiere zu treffen.

Viele Grüße
U700



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#23

RE: Wasserdurchlass ("Stasi-Schleuse") bei Volkerode/Eichsfeld.

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 24.03.2014 21:50
von CAT | 351 Beiträge

Hallo U700, danke für Deine Info. Die "Gobert" ist heute auch noch ein gutes Jagdgebiet. Ein Bekannter von mir geht rund um Asbach-Sickenberg bis rauf auf die "Gobert" auf Jagd. Ich bin sehr oft dort oben und habe noch nie irgendwelches Wild gesehen. Im Winter sieht man jedoch viele Spuren. An anderen Stellen am "Grünen Band" im Eichsfeld siehst Du dafür dann jedesmal etwas. Gruß Uwe.

Zitat von U700 im Beitrag #22
Hallo CAT,

den Wasserdurchlass kenne ich aus meiner Dienstzeit. Die Wasserdurchlässe von der Pfaffschwender Kuppe bis nach Asbach/Sickenberg wurden täglich durch die Kontrollstreifen am K6 (GZ) und K3 (GSSZ) täglich kontrolliert. Da zu meinen Aufgaben auch die Wartung des Grenzmeldenetztes gehörte bin ich öfter in den Genuss der Kontrollstreife gekommen.

Was dort genau passierte kann ich nicht sagen. Das ist alles nur Hörensagen. Nach meiner Erinnerung wurde der Abschnitt von Pfaffschwender Kuppe bis Hesselkuppe bei besonderen Einsätzen komplett gesperrt. Es kann sein, dass die Gobertstreife an der Pffaffschwender Kuppe blieb. Danach übernahmen andere Truppenteile die Grenzsicherung. Die A-Gruppe blieb auf der FÜST und die beiden anderen Posten waren in Asbach und in Sickenberg.

Auf dem Gobert fanden auch Jagden statt, da mussten wir nicht komplett raus. Da haben dann höhere Chargen von GT versucht Tiere zu treffen.

Viele Grüße
U700


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#24

RE: Wasserdurchlass ("Stasi-Schleuse") bei Volkerode/Eichsfeld.

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 25.03.2014 10:13
von U700 | 32 Beiträge

Hallo CAT,
zu meiner Zeit gab es 2 Zäune, das war quasi Wildhaltung in einem großen Gehege. Wir hatten auch den "Vorteil" 8 Stunden Dienst zu schieben. Unsere Aufgabe war "Beobachten". Da hat man mehr Wild als Menschen gesehen. Ich kann mich noch an so einen blöden Dachs erinnern der hat im Bereich "Pfaffschwender Kuppe" in der Nähe vom Tor im GSSZ gebuddelt und immer Alarm ausgelöst. Der war unheimlich beliebt :-). Der GSSZ war bis in den bereich Volkerrode, Tor an der Kapelle, teilweise mit extra Wildabweisern versehen, weil die Tiere in ihrer Sturm- und Drangzeit durch den Zaun wollten. Irgendwo gab es auch eine Scheinwerfertrasse am GSSZ. Ich glaube links vom Tor Kapelle Volkerrode in Richtung nächstes Tor(zwischen Volkerrode und Pfaffschwende). Die ging immer bei Grenzalarm an, man konnte dann schön den K3 kontrolllieren. Wölfe und Bären habe ich nicht gesehen. Dafür aber den Rest (was man in Deutschland Wildtiere nennt.)

Viele Grüße
U700



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