#21

RE: Die Anwendung des Leistungsprinzips in der politischen Ökonomie der DDR

in Leben in der DDR 25.11.2011 07:40
von Rüganer (gelöscht)
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@uffz_nachrichten

ich kann nicht beurteilen, was in solchen Betrieben abgeht, wie du sie beschreibst.
Ich kann für die heutige Zeit nur von Firmen ausgehen, die ich kenne und ich selbst habe eine kleine Firma, also solche Zustände, wie du sie schilderst, kenne ich nicht. Sie werden für bestimmte Branchen schon zutreffen, ich will dies nicht bestreiten. Was ich jedoch kenne, ist völlig das Gegenteil, denn wie sagt man so schön: kein „Privatkrauter“ kann sich solche Leute, die über die Schriftgröße streiten und sonst nichts machen, leisten und wird sie sich auch nicht leisten.
Meine Leute erhalten leistungsgerechten Lohn, der Verkäufer mehr, als derjenige, der im Lager die schweren Kartons schleppt, weil wir alle vom Verkäufer und dessen Erfolgen leben, deswegen bekommt der mehr. Deswegen hätten auch diejenigen, die die technische Funktionsfähigkeit der Produktionsanlagen des VEB sicherstellten, die Nachts um 02.00 Uhr zur Beseitigung der Havarie an den Anlagen aus dem Bett geholt wurden, weil Schlosser X und Schichtleiter Y am Ende ihres Lateins waren, entsprechend mehr bekommen müssen - an das Bewusstsein und die Erkenntnis zu appellieren, die Arbeiterklasse hat dir das Studium ermöglicht, nun musst du der Arbeiterklasse etwas zurückgeben, hat da wenig Sinn gemacht.
Was das Durchschleppen von Leuten betrifft, wenn es denn heute auch so sein sollte, dann bezahlt dies das Unternehmen, zu DDR – Zeiten bezahlte es letztendlich die gesamte Volkswirtschaft, da Volkseigentum. Ich könnte und wollte mir so ein Durchschleppen nicht leisten, ich kenne auch keinen Mittelständler, der solch Durchschleppen praktiziert. In Großbetrieben mag dies schon so sein, wie du es beschreibst.
@maxel22
wenn der LPG-Bauer, der tagtäglich in der Bullenmast knüppelte, am Jahresende mit 2000 Mark Jahresendprämie nach Hause geht, dann hat der tatsächlich körperlich schwer geschuftet und kein Mensch neidet ihm diese Prämie. Hier ging es um 14000 Mark, eine Summe, die keine andere Branche in der DDR erhalten hat. Dieses krasse Beispiel sollte verdeutlichen, dass diese nichts mit Leistungsprinzip zu tun haben kann. Bei welcher Summe wäre dieser Mann bei einer Tätigkeit in der Industrie der DDR, meinetwegen auch in Bitterfeld oder Leuna gewesen? Kein Mensch hat den Schichtarbeitern im gleichen Betrieb die höhere Prämie geneidet, dies hat auch was mit Leistung zu tun, aber du kannst mir nicht erzählen, dass solche krassen Differenzen dem Leistungsprinzip zuträglich und in irgendeiner Weise gerechtfertigt waren.


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#22

RE: Die Anwendung des Leistungsprinzips in der politischen Ökonomie der DDR

in Leben in der DDR 25.11.2011 08:41
von Gelöschtes Mitglied
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Zitat von Rüganer
@uffz_nachrichten

.............................
@maxel22
wenn der LPG-Bauer, der tagtäglich in der Bullenmast knüppelte, am Jahresende mit 2000 Mark Jahresendprämie nach Hause geht, dann hat der tatsächlich körperlich schwer geschuftet und kein Mensch neidet ihm diese Prämie. Hier ging es um 14000 Mark, eine Summe, die keine andere Branche in der DDR erhalten hat. Dieses krasse Beispiel sollte verdeutlichen, dass diese nichts mit Leistungsprinzip zu tun haben kann. Bei welcher Summe wäre dieser Mann bei einer Tätigkeit in der Industrie der DDR, meinetwegen auch in Bitterfeld oder Leuna gewesen? Kein Mensch hat den Schichtarbeitern im gleichen Betrieb die höhere Prämie geneidet, dies hat auch was mit Leistung zu tun, aber du kannst mir nicht erzählen, dass solche krassen Differenzen dem Leistungsprinzip zuträglich und in irgendeiner Weise gerechtfertigt waren.



Da gebe ich Dir Recht, wenn man es so betrachtet. Ich hatte es allgemein gesehen, nicht das Geld in dieser Höhe. Da waren sicher noch andere Sachen in Spiel, das hat es auch so in der DDR nicht gegeben. Mir ging es um das Prinzip, im Text hörte sich das anders an. Für einen der nicht aus der DDR kommt, sind 14.000 zum Beispiel Abfindung nicht viel.

Grüße


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#23

RE: Die Anwendung des Leistungsprinzips in der politischen Ökonomie der DDR

in Leben in der DDR 25.11.2011 08:57
von Feliks D. | 8.887 Beiträge

Die 14.000 Mark waren keine Abfindung sondern eine Prämie und da ist das schon eine ganz schöne Latte. Für die Summe musste man sonst gute 8 Monate arbeiten!


Was ich zu sagen hatte habe ich gesagt, nun fürchte ich das allerletzte Wort. Der Sprache Ohnmacht hat mich oft geplagt, doch Trotz und Hoffnung gab ich niemals fort! Mir scheint die Welt geht aus den Fugen bringt sich um, die vielen Kriege zählt man schon nicht mehr. Auch dieses neue große Deutschland macht mich stumm, der Zorn der Worte und die Wut wird mehr. Die Welt stirbt leise stilles Schreien hört man nicht, es hilft kein Weinen und man sieht's nicht im Gesicht. Wer einen Menschen rettet rettet so die Welt, am Ende überleben wir uns doch. Nur wir bestimmen wann der letzte Vorhang fällt, still und leise verlassen wir die Welt!

Macht es gut Freunde!
zuletzt bearbeitet 25.11.2011 09:00 | nach oben springen

#24

RE: Die Anwendung des Leistungsprinzips in der politischen Ökonomie der DDR

in Leben in der DDR 25.11.2011 20:20
von uffz_nachrichten | 475 Beiträge

Zitat von Rüganer
................

Was das Durchschleppen von Leuten betrifft, wenn es denn heute auch so sein sollte, dann bezahlt dies das Unternehmen, zu DDR – Zeiten bezahlte es letztendlich die gesamte Volkswirtschaft, da Volkseigentum. Ich könnte und wollte mir so ein Durchschleppen nicht leisten, ich kenne auch keinen Mittelständler, der solch Durchschleppen praktiziert. In Großbetrieben mag dies schon so sein, wie du es beschreibst.
´..........



Daß das vom Unternehmen bezahlt wird ist bei großen/größten Unternehmen nur vordergründig der Fall! Entweder haben sie eine derart marktbeherrschende Stellung ( wie im geschilderten Fall ), so daß sie die vollen Kosten auf die Preise umlegen können. Oder sie kündigen mal fix die Entlassung von ein paar tsd. Mitarbeitern an und erhalten von der, mit pawlowschem Reflex reagierenden, Politik mal eben Zuschüsse oder ähnliches.
Als kleiner "Krauter" ( ich kenn das, hatte selber mal ne Klempnerfirma mit 11 Leuten ) kannst du dir sowas natürlich nicht leisten. Da bist du vollauf damit beschäftigt Außenstände einzutreiben oder den Staat im Staate davon abzuhalten dir den Kontokorrentrahmen zusammenzustreichen ;-)



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#25

RE: Die Anwendung des Leistungsprinzips in der politischen Ökonomie der DDR

in Leben in der DDR 25.11.2011 20:24
von uffz_nachrichten | 475 Beiträge

Zitat von Feliks D.
Die 14.000 Mark waren keine Abfindung sondern eine Prämie und da ist das schon eine ganz schöne Latte. Für die Summe musste man sonst gute 8 Monate arbeiten!



Ähh, ich glaub es handelt sich dabei um Mark der DDR, nicht D-Mark im Jahre 1992. 14tsd. Mark der DDR sind für´n normalen Arbeiter vor 1990 wohl kaum in 8 Monaten erzielbar gewesen. Nichtmal Brutto.



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#26

RE: Die Anwendung des Leistungsprinzips in der politischen Ökonomie der DDR

in Leben in der DDR 25.11.2011 20:27
von Feliks D. | 8.887 Beiträge

Ist mir bekannt dass es um den Fischershelfer zu DDR Zeiten geht.


Was ich zu sagen hatte habe ich gesagt, nun fürchte ich das allerletzte Wort. Der Sprache Ohnmacht hat mich oft geplagt, doch Trotz und Hoffnung gab ich niemals fort! Mir scheint die Welt geht aus den Fugen bringt sich um, die vielen Kriege zählt man schon nicht mehr. Auch dieses neue große Deutschland macht mich stumm, der Zorn der Worte und die Wut wird mehr. Die Welt stirbt leise stilles Schreien hört man nicht, es hilft kein Weinen und man sieht's nicht im Gesicht. Wer einen Menschen rettet rettet so die Welt, am Ende überleben wir uns doch. Nur wir bestimmen wann der letzte Vorhang fällt, still und leise verlassen wir die Welt!

Macht es gut Freunde!
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#27

RE: Die Anwendung des Leistungsprinzips in der politischen Ökonomie der DDR

in Leben in der DDR 25.11.2011 21:30
von GZB1 | 3.287 Beiträge

Also ne Prämie in der Höhe kann ich mier bei der Fischereigenossenschaft nicht vorstellen, evtl. waren es Genossenschaftsanteile von nem verkauften Fischkutter o.ä. und der Kolleeesche hat diese zum Jahresende ausgezahlt bekommen.


zuletzt bearbeitet 25.11.2011 21:32 | nach oben springen

#28

RE: Die Anwendung des Leistungsprinzips in der politischen Ökonomie der DDR

in Leben in der DDR 25.11.2011 22:09
von mannomann14 | 625 Beiträge

Zitat von GZB1
Also ne Prämie in der Höhe kann ich mier bei der Fischereigenossenschaft nicht vorstellen, evtl. waren es Genossenschaftsanteile von nem verkauften Fischkutter o.ä. und der Kolleeesche hat diese zum Jahresende ausgezahlt bekommen.


Hallo GZB1
das ist noch eine geringe Prämie gewesen, ein Kutterführer erhielt in der FPG Karlshagen mal 42000 Mark
gruß mannomann


Etwas über mich zu schreiben, um sich dann daraus ein Bild von mir machen zu können , wäre ungefähr so, wie der Versuch Architektur zu tanzen...
zuletzt bearbeitet 25.11.2011 22:09 | nach oben springen

#29

RE: Die Anwendung des Leistungsprinzips in der politischen Ökonomie der DDR

in Leben in der DDR 25.11.2011 22:19
von GZB1 | 3.287 Beiträge

Zitat von mannomann14

Zitat von GZB1
Also ne Prämie in der Höhe kann ich mier bei der Fischereigenossenschaft nicht vorstellen, evtl. waren es Genossenschaftsanteile von nem verkauften Fischkutter o.ä. und der Kolleeesche hat diese zum Jahresende ausgezahlt bekommen.


Hallo GZB1
das ist noch eine geringe Prämie gewesen, ein Kutterführer erhielt in der FPG Karlshagen mal 42000 Mark
gruß mannomann





Mmmh mannomann,

das ist mehr als die Prämie für Held der DDR und Karl-Marx-Orden zusammen; zuletzt 25.000 Mark

http://de.wikipedia.org/wiki/Karl-Marx-Orden


zuletzt bearbeitet 25.11.2011 22:20 | nach oben springen

#30

RE: Die Anwendung des Leistungsprinzips in der politischen Ökonomie der DDR

in Leben in der DDR 25.11.2011 23:04
von mannomann14 | 625 Beiträge

hallo GZB,
lese mal in den link rein,da steht unter anderem was zum normalem Jahresverdienst der FPG, ich versuche mal denjenigen zu erreichen,vieleicht hat er ja noch den Kontoauszug zu liegen,

http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-13491470.html

gruß mannomann


Etwas über mich zu schreiben, um sich dann daraus ein Bild von mir machen zu können , wäre ungefähr so, wie der Versuch Architektur zu tanzen...
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#31

RE: Die Anwendung des Leistungsprinzips in der politischen Ökonomie der DDR

in Leben in der DDR 25.11.2011 23:16
von Feliks D. | 8.887 Beiträge

Von Mannos Link...

Zitat
Die Fischereigenossenschaft Karlshagen etwa, mit Jahresverdiensten bis zu 60 000 DDR-Mark früher einer der einträglichsten Erwerbszweige überhaupt, schrumpfte von 440 Mitgliedern und 24 Kuttern auf 120 mit gerade noch 14 Booten. Und selbst diese wenigen Fangschiffe drohen demnächst auf Grund zu laufen.



Ja Wahnsinn, und der Uffz. wollte mir wegen den 14.000 in 8 Monaten schon an die Wäsche.


Was ich zu sagen hatte habe ich gesagt, nun fürchte ich das allerletzte Wort. Der Sprache Ohnmacht hat mich oft geplagt, doch Trotz und Hoffnung gab ich niemals fort! Mir scheint die Welt geht aus den Fugen bringt sich um, die vielen Kriege zählt man schon nicht mehr. Auch dieses neue große Deutschland macht mich stumm, der Zorn der Worte und die Wut wird mehr. Die Welt stirbt leise stilles Schreien hört man nicht, es hilft kein Weinen und man sieht's nicht im Gesicht. Wer einen Menschen rettet rettet so die Welt, am Ende überleben wir uns doch. Nur wir bestimmen wann der letzte Vorhang fällt, still und leise verlassen wir die Welt!

Macht es gut Freunde!
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#32

RE: Die Anwendung des Leistungsprinzips in der politischen Ökonomie der DDR

in Leben in der DDR 25.11.2011 23:19
von GZB1 | 3.287 Beiträge

Das ist doch mal wieder der Beweis, jaab nüscht inne DDR watt et nüsch jaaab.

Nur nich imma am richtjen Fleck.


zuletzt bearbeitet 25.11.2011 23:20 | nach oben springen

#33

RE: Die Anwendung des Leistungsprinzips in der politischen Ökonomie der DDR

in Leben in der DDR 26.11.2011 00:07
von Pitti53 | 8.789 Beiträge

Zitat von Feliks D.
Von Mannos Link...

Zitat
Die Fischereigenossenschaft Karlshagen etwa, mit Jahresverdiensten bis zu 60 000 DDR-Mark früher einer der einträglichsten Erwerbszweige überhaupt, schrumpfte von 440 Mitgliedern und 24 Kuttern auf 120 mit gerade noch 14 Booten. Und selbst diese wenigen Fangschiffe drohen demnächst auf Grund zu laufen.



Ja Wahnsinn, und der Uffz. wollte mir wegen den 14.000 in 8 Monaten schon an die Wäsche.





Man man ,warum bin ich nicht 1973 zu den Fischern gegangen?

Ich hatte kurz vor dem Ende der Lehre ein Angebot,sie sagten nur nix von dem Verdienst

Also habe ich mich Idealist wie ich bin für die Offizierslaufbahn entschieden.

Ob ich den Fischgeruch den ganzen Tag ausgehalten hätte?


zuletzt bearbeitet 26.11.2011 00:10 | nach oben springen

#34

RE: Die Anwendung des Leistungsprinzips in der politischen Ökonomie der DDR

in Leben in der DDR 26.11.2011 09:49
von uffz_nachrichten | 475 Beiträge

Zitat von Feliks D.
Von Mannos Link...

Zitat
Die Fischereigenossenschaft Karlshagen etwa, mit Jahresverdiensten bis zu 60 000 DDR-Mark früher einer der einträglichsten Erwerbszweige überhaupt, schrumpfte von 440 Mitgliedern und 24 Kuttern auf 120 mit gerade noch 14 Booten. Und selbst diese wenigen Fangschiffe drohen demnächst auf Grund zu laufen.



Ja Wahnsinn, und der Uffz. wollte mir wegen den 14.000 in 8 Monaten schon an die Wäsche.




Wahnsinn, genau das ist es. Jetzt weiß ich endlich auch, warum das Angeln in meinem Verwandtenkreis so eine Beliebtheit hatte.
Die wußten das und wollten auch alle reich werden.
Nee, im ernst, ich geh niemandem an die Wäsche.



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#35

RE: Die Anwendung des Leistungsprinzips in der politischen Ökonomie der DDR

in Leben in der DDR 26.11.2011 19:03
von eisenringtheo | 9.171 Beiträge

Zitat
Die Fischereigenossenschaft Karlshagen etwa, mit Jahresverdiensten bis zu 60 000 DDR-Mark früher einer der einträglichsten Erwerbszweige überhaupt, schrumpfte von 440 Mitgliedern und 24 Kuttern auf 120 mit gerade noch 14 Booten. Und selbst diese wenigen Fangschiffe drohen demnächst auf Grund zu laufen.



Gibt es da nachvollziehbare Gründe dafür?
Theo


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#36

RE: Die Anwendung des Leistungsprinzips in der politischen Ökonomie der DDR

in Leben in der DDR 26.11.2011 19:09
von Pitti53 | 8.789 Beiträge

Zitat von eisenringtheo

Zitat
Die Fischereigenossenschaft Karlshagen etwa, mit Jahresverdiensten bis zu 60 000 DDR-Mark früher einer der einträglichsten Erwerbszweige überhaupt, schrumpfte von 440 Mitgliedern und 24 Kuttern auf 120 mit gerade noch 14 Booten. Und selbst diese wenigen Fangschiffe drohen demnächst auf Grund zu laufen.



Gibt es da nachvollziehbare Gründe dafür?
Theo




Weil wohl überall plötzlich die Abnehmer/Kosumenten fehlten??

Jeder gierte doch nur nach "Westware"

Später merkte man schnell,daß man sich damit auch den eigenen Betrieb wegrationalisiert hatte,und seinen eigenen Arbeitsplatz gleich mit


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#37

RE: Die Anwendung des Leistungsprinzips in der politischen Ökonomie der DDR

in Leben in der DDR 26.11.2011 19:12
von Feliks D. | 8.887 Beiträge

Pitti er meint die Höhe des Gehaltes, staun immer noch!


Was ich zu sagen hatte habe ich gesagt, nun fürchte ich das allerletzte Wort. Der Sprache Ohnmacht hat mich oft geplagt, doch Trotz und Hoffnung gab ich niemals fort! Mir scheint die Welt geht aus den Fugen bringt sich um, die vielen Kriege zählt man schon nicht mehr. Auch dieses neue große Deutschland macht mich stumm, der Zorn der Worte und die Wut wird mehr. Die Welt stirbt leise stilles Schreien hört man nicht, es hilft kein Weinen und man sieht's nicht im Gesicht. Wer einen Menschen rettet rettet so die Welt, am Ende überleben wir uns doch. Nur wir bestimmen wann der letzte Vorhang fällt, still und leise verlassen wir die Welt!

Macht es gut Freunde!
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#38

RE: Die Anwendung des Leistungsprinzips in der politischen Ökonomie der DDR

in Leben in der DDR 26.11.2011 19:15
von Pitti53 | 8.789 Beiträge

Zitat von Feliks D.
Pitti er meint die Höhe des Gehaltes, staun immer noch!



ach so.sicher ein Tippfehler der Redaktion

kann ich mir nicht vorstellen.War ja der Verdienst eines Divisionskommandeurs? Geht gar nicht


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#39

RE: Die Anwendung des Leistungsprinzips in der politischen Ökonomie der DDR

in Leben in der DDR 26.11.2011 19:26
von Rüganer (gelöscht)
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Theo,
ich denke, es war mit ein politischer Preis, der den Fischern für deren Fänge gezahlt wurde, jedenfalls in der kleinen Küstenfischerei. Der Staat DDR subventionierte diesen Fisch derartig hoch, fast keiner hätte sich sonst Hering oder diese Fische kaufen können, die frei gehandelt wurden. Und da siehst du schon, es gab eben auch Fische, die sah man nicht so offen, es gab mal den blöden Witz: Ham se Aal? Nee, nach Aal fragt ja keiner… Lachs, Steibutt, sowas war Edelfisch und sollte eigentlich vorrangig in den Export gehen, gegen Beziehungen bekam man aber mitunter was.
Vielleicht wurden die Küstenfischer auch nur so gut bezahlt, damit sie mit ihren Kuttern immer wieder in den Heimathafen liefen? Egal, nach der Wende geht es ihnen nicht mehr gut, Fangquoten beim Hering, dem Brotfisch, Fangquoten beim Dorsch, veraltete Technik und ganz schlechte Erlöse drücken heute die Kapitäne. Statt Silber des Meeres haben sie heute Angler oder Touristen an Bord und es ist wieder so, wie vor 30 Jahren, frischen Fisch bekommt man nur durch Anstehen am Kutter, wenn denn einer kommt, oder durch Beziehungen zu einem noch fischenden Fischer. Selbst als Rüganer hat man solche Probleme, oder man isst schon 3 Tage alten, toten Fisch… Wem der schmeckt…
@Pitti
kein Schreibfehler...
kannste glauben. Ich habe einen Cousin, der ist Kapitän der Kleinen Küstenfischerei gewesen. Hier auf Rügen und ich kenne noch einige andere.
Weggebrochen ist alles nur, weil die Subventionen weggefallen sind. Analog denen bei Hühnereiern. Erinerst du dich? Im Laden für den halben Preis zu bekommen, der einem privaten Erzeuger für das Ei bezahlt wurde. So war es auch beim Fisch.


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#40

RE: Die Anwendung des Leistungsprinzips in der politischen Ökonomie der DDR

in Leben in der DDR 26.11.2011 19:27
von Polter (gelöscht)
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- politische Ökonomie in der DDR ? Gab es eine eigenständige Ökonomie ? Ich dachte bisher immer, daß Ökonomie unabhängig von
einen politischen Regime stattfindet. Es kommt darauf an, nach meiner Meinung, wie man Ökonomie für Menschen benutzt. Für lohnabhängige Arbeitnehmer oder Unternehmer, Banken usw.
Ich denke, daß vieles hier geschrieben wurde, eigentlich zur Betriebswirtschaftslehre gehören, also zur Erwirtschaftung eines betrieblichen Gewinns. Und da gab es sicherlich die Probleme und Zwänge.


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