#1

Das DDR-Fernsehen-Erinnerungen

in Das Ende der DDR 12.05.2009 09:33
von Bunkerkommandant (gelöscht)
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Hallo,

da wir im Beitrag "Mehr Respekt für Ostdeutsche" etwas vom Thema abgekommen sind,
möchte ich gern ein eigenes daraus machen:

Wir sind abgeschweift zu O.F. Weidling und seinem mutigen Auftritt während der
Eröffnung des Friedrichstadtpalastes. Alles darüber lest Ihr im o.g. Beitrag.

Wie sind Eure Erinnerungen? Wen habt Ihr gemocht? Was erinnert Euch eher negativ ans DDR-Fernsehen?

An den letzten Wochenenden wurde beispielsweise auf dem MDR die Fernsehserie "Zur See" wiederholt.
(Jetzt folgt "Treffpunkt Flughafen")
Da passiert es mir manchmal - ich gebe es zu - das ich feuchte Augen bekomme.
Günther Schubert und Horst Drinda ... hervorragende Schauspieler, die dem DDR-Fernsehen ihr Gesicht gaben.

Grabt mal in Euerm Gedächtnis , es geht bei Pittiplatsch los und hört beim Verkehrsmagazin auf.

Wir lesen uns,
Gruß Thomas.


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#2

RE: Das DDR-Fernsehen-Erinnerungen

in Das Ende der DDR 12.05.2009 10:30
von grenzgänger86 | 375 Beiträge

Hallo zusammen,

Du hast recht Thomas,"zur See"war ne spitzen Serie und auch die "Polizeiruf 110" Serie war nicht übertrieben,sondern so wie es war in der DDR dargestellt.Als Kind natürlich das sandmännchen,da hat der "Westsandmann"nie rangereicht.
Was ich nie geschaut habe war der "Schwarze Kanal" gefiel mir einfach nicht,da wurde auch immer bloß eine Seite schlecht geredet-wie heute
Tschau
04/86-04/87 in Schierke


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#3

RE: Das DDR-Fernsehen-Erinnerungen

in Das Ende der DDR 12.05.2009 10:46
von Rainman2 | 5.761 Beiträge
Hallo Thomas (Bunkerkommandant),

danke für diesen Thread, ist eine gute Idee!

Eine meiner einschneidensten Fernseherfahrungen zu DDR-Zeiten war eine Serie kurzer gespielter Szenen. Das nannte sich "Schauspielereien". Ich erinnere mich sehr gut an eine dieser Geschichten. Sie war von Rudi Strahl geschrieben und wurde gespielt von Käthe Reichel und Kurt Böwe. "Kurt" sitzt auf dem Friedhof am Grab seiner dritten Frau. Neben ihm am Grab werkelt eine Frau, wirkt wie ein altes Muttchen. Sie ist pragmatisch und zupackend. Sie sagt ihm, er müsse das Gras schneiden und das Unkraut rupfen. Er holt eine Nagelschere hervor und beginnt, an den Grashalmen herumzuschnippeln. Sie kommt ihm mit ihrer Hacke zu Hilfe, zeigt ihm, wie man das machen muss. Er ist verlegen, sagt, für ihn erscheint dieses Gras immer wie das Haar seiner Frau. Sie ist betroffen. Sie kommen ins Gespräch. Es stellt sich heraus, dass "Käthe" die dritte Frau kannte, da sie sich schon unterhalten hatten, als diese zu ihren Lebzeiten das Grab der zweiten Frau pflegte. Das Gespräch von "Käthe" und "Kurt" kippt immer stärker in einen Flirt hinein und als beide von den Gräbern weg, hin zum Ausgang des Friedhofs gehen, ist aus der alten eine beschwingte, jung wirkende Frau geworden.

Solche Szenen einfach mal zu bringen, solche Schauspieler mit solchen Stückchen einfach mal in Szene zu setzen, war auch für das DDR-Fernsehen nicht unbedingt alltäglich. Dennoch, es wurde gemacht, auch wenn die Einschaltquote für solche Sachen nicht allzu hoch gewesen sein dürfte. Immer wenn ich "Sehnsucht nach gutem Fernsehen" für mich definieren will, erzähle ich diese Geschichte. Und auf dem Bildschirm war sie noch wesentlich besser!

ciao Rainman

"Ein gutes Volk, mein Volk. Nur die Leute sind schlecht bis ins Mark."
(aus: "Wer reißt denn gleich vor'm Teufel aus", DEFA 1977)


zuletzt bearbeitet 12.05.2009 10:47 | nach oben springen

#4

RE: Das DDR-Fernsehen-Erinnerungen

in Das Ende der DDR 12.05.2009 11:36
von Udo (gelöscht)
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Fred Delmare in der Verfilmung "Die Gerechten von Kummerow" und überhaupt alle seine Rollen. Leider ist er, wie auch Schubert, schon tot.


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#5

RE: Das DDR-Fernsehen-Erinnerungen

in Das Ende der DDR 12.05.2009 13:36
von Bunkerkommandant (gelöscht)
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Um es mal weiterzuführen, als Kind mochte ich natürlich "Zu Besuch im Märchenland" und "Professor Flimmrich". Ich erinnere mich an das Mini-Kino Freitags um 18:30 Uhr, oder Heißer Draht ins Jenseits (Adolar).
Später haben mich die historische Ferfilmungen des DDR-Fernsehens fasziniert: "Sachens Glanz und Preußens Gloria" mit Rolf Hoppe, oder "Rächer, Retter und Rapiere" , die Geschhichte des Bauerngenerals Georg Kresse mit Walter Plathe.
Wer erinnert sich nicht an "Rentner haben niemals Zeit".
Was mich geprägt hat für meinen Dienst bei den bewaffneten Organen war "Das unsichtbare Visier" , "For eyes only" mit Alfred Müller und der "Polizeiruf 110".

Wir lesen uns,
Thomas.


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#6

RE: Das DDR-Fernsehen-Erinnerungen

in Das Ende der DDR 12.05.2009 14:20
von küche69 | 428 Beiträge

Auch die Serien "Rentner haben niemals Zeit" oder "Benno macht Geschichten" und "Schwester Agnes", alles war aus dem wahren Leben und ich schaue mir diese Sachen auch heute noch an soweit sie gezeigt werden. Auch waren die Indianerfilme mit Goijko Mitic einfach Klasse und wer hat nicht als Heranwachsender Cowboy und Indianer gespielt!Auch die ganzen Märchenverfilmungen der Gebrüder Grimm sind für mich un übertroffen.Überhaupt hatten wir Schauspieler die waren wie wir und das sah man halt gern. Florentiner 74 auch mit der Agnes war gut gemacht, es ging um eine junge Frau - schwanger - und keine Wohnung, Agnes machte das dann aber.



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#7

RE: Das DDR-Fernsehen-Erinnerungen

in Das Ende der DDR 13.05.2009 00:54
von CaptnDelta (gelöscht)
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Willi Schwabe's Rumpelkammer,
Aussenseiter-Spitzenreiter,
Wunschbriefkasten,
Das unsichtbare Visier (super Titelmusik hier, Walter Kubiczeck ist im Januar gestorben)
Archive des Todes,
Der Fernsehkoch empfiehlt
TierparkTeleTreff mit Prof. Dr. Dr. Dr. Dr. Dr. Dr. Dr. Dathe
Professor Kaul
A-HA
....

-Th


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#8

RE: Das DDR-Fernsehen-Erinnerungen

in Das Ende der DDR 13.05.2009 10:58
von stalag-gra | 219 Beiträge

Also mich hatte damals, wenn ich es richtig in Erinnerung habe, "radar" das militärhistorische Magazin sehr gut gefallen.
Ich wurde zwar für verrückt erklärt, wie ich als "Westler" doch nur DDR-Fernsehen schauen könnte und dann noch so eine Sendung.

Was solls, ich fand es sehr informativ und wenn man wohlwollend über die "vaterländisch-sozialistischen Untertöne" hinweggehört hat, konnte man durchaus einiges lernen.
War zumindest besser als heute die "reißerische Leichenfledderei" von einem Guido Knopp im ZDF.


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#9

RE: Das DDR-Fernsehen-Erinnerungen

in Das Ende der DDR 13.05.2009 12:59
von Augenzeuge (gelöscht)
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Ich erinnere mich gern an den Film "Der Mann der nach der Oma kam". Gemocht habe ich die Witze von Herricht, Preil und nicht zuletzt Cohrs.
Da gab es mal einen Komiker der auch mit Cohrs schon aufgetreten war, langsame, sächsische ruhige Stimme, weiß nicht wie der hieß, vielleicht weiss es jemand. Echt toll.

Und--die Olsenbande, heute habe ich immer noch alle Streifen auf DVD. Genial.

Gruß, Augenzeuge


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#10

RE: Das DDR-Fernsehen-Erinnerungen

in Das Ende der DDR 13.05.2009 13:39
von küche69 | 428 Beiträge

Hallo Augenzeuge, du meinst möglicherweise Bobby Bölke, der ist zusammen mit Eberhardt Cohrs aufgetretten!



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#11

RE: Das DDR-Fernsehen-Erinnerungen

in Das Ende der DDR 13.05.2009 13:42
von küche69 | 428 Beiträge

Geschichten übern Gartenzaun konnte man sich auch ansehen. Bong der Musiksender zeigte auch was gerade in den Hitparaden und bei Amiga so angesagt war.



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#12

RE: Das DDR-Fernsehen-Erinnerungen

in Das Ende der DDR 13.05.2009 14:21
von Galaxy (gelöscht)
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Ich erinnere mich an folgende filme/sendungen von damals: 4 panzersoldaten und ein hund,geheimkommando spree/bumerang,aber vati,dolles familienalbum,klock 8 achtern strom,sportaktuell,im stadion,tele bz,treffpukt berlin mit h. jacobus,fernsehkoch kurt drummer,jan und tini,prof. flimmrich, und und und !


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#13

RE: Das DDR-Fernsehen-Erinnerungen

in Das Ende der DDR 13.05.2009 14:26
von Galaxy (gelöscht)
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im zusammenhang mit dem thema empfehle ich die seite http://www.tvprogramme.net da werden so manche erinnerungen wieder lebendig!!!


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#14

RE: Das DDR-Fernsehen-Erinnerungen

in Das Ende der DDR 13.05.2009 15:00
von Augenzeuge (gelöscht)
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Hallo Küche 69,

danke für deine Hilfe. Aber der Bölke war es nicht. Jetzt habe ich mal recherchiert, es war Winfried Krause.

Gruß, Augenzeuge


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#15

RE: Das DDR-Fernsehen-Erinnerungen

in Das Ende der DDR 13.05.2009 16:05
von Pitti53 | 8.788 Beiträge

hauptmann kloss war auch klasse


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#16

RE: Das DDR-Fernsehen-Erinnerungen

in Das Ende der DDR 13.05.2009 16:13
von Rainman2 | 5.761 Beiträge

Hallo Augenzeuge,

küche69 hat insofern recht, als dass Bobby Bölke wirklich 7 Jahre lang als fester Partner mit Cohrs aufgetreten ist. Winfried Krause, der auch mit Cohrs zusammen gearbietet hat, aber nicht als fester Partner, fand ich auch genial. Ob er über seine Frau berichtete oder versehentlich seine Füße in Gips badete - immer ein Brüller.

ciao Rainman


"Ein gutes Volk, mein Volk. Nur die Leute sind schlecht bis ins Mark."
(aus: "Wer reißt denn gleich vor'm Teufel aus", DEFA 1977)


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#17

RE: Das DDR-Fernsehen-Erinnerungen

in Das Ende der DDR 13.05.2009 16:55
von turtle | 6.961 Beiträge

Ja Augenzeuge die Olsenbande war toll. Filme mit Gerd E-Schäfer,Agnes Kraus,gefielen mir auch.
Als Kind mit dem blauen Halstuch waren es Ernst Thälmann "Führer seiner Klasse" und Sohn seiner Klasse.
Sie nannten ihn Amigo, und der kleine Muck. Überhaupt die Märchenfilme waren immer schön. Nackt unter Wölfen.Karbid und Sauerampfer,oder das 7.Kreuz sowie den Poln.Film Die Kreuzritter habe ich auch noch in guter Erinnerung.Und am Abend Pitti,Frau Elster,Herr Fuchs,Schnatterrinchen und Co. Da waren da noch so russische Zeichentrickfilme mit einem Wolf und Hasen,wie habe ich da gelacht! Gruß Peter(Turtle)


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#18

RE: Das DDR-Fernsehen-Erinnerungen

in Das Ende der DDR 13.05.2009 17:51
von grenzgänger86 | 375 Beiträge

Hallo zusammen,

mir fällt spontan die Samstagabendshow "Ein Kessel Buntes" ein und dann noch jeden Abend die Nachrichtensendung der DDR "Aktuelle Kamera".Die mußten wir uns zum Gemeinschaftempfang jeden Abend 19.30 Uhr im Fernsehraum der Ausbildungskompanie in Potsdam ansehen.
04/86-04/87 in Schierke


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#19

RE: Das DDR-Fernsehen-Erinnerungen

in Das Ende der DDR 13.05.2009 18:26
von Augenzeuge (gelöscht)
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Hallo zusammen-
zu den Beiträgen fällt mir ein Spruch ein- er stammt zwar aus einer ZDF-Sendung- aber er passt hier auch wunderbar:
"Das war Spitze" oder auch ostdeutsch: "Mächtig gewaltig!".

Übrigens, jetzt haben wir doch wohl etwas gemeinsames Gutes gefunden, oder?
Muß auch mal sein- bei allen Kontroversen.

PS: Der schwarze Kanal wird natürlich ignoriert- Sudel-Ede, ruhe und schäme dich!

Gruß, Augenzeuge


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#20

RE: Das DDR-Fernsehen-Erinnerungen

in Das Ende der DDR 13.05.2009 19:41
von Bunkerkommandant (gelöscht)
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Nabend alle Mann,

hier stimme ich Augenzeuge wieder zu, nachdem wir uns alle in "Mehr Respekt für Ostdeutsche" die Köpfe eingeschlagen haben,
kann man sich hier wieder mal ruhig und entspannt miteinander unterhalten und sich an den guten und erinnernswerten Dingen der DDR erfreuen.

Rainman2 hat Recht, Wilfried Krause war der, mit der langsamen, sächsischen Stimme. Dazu hatte er immer einen Dederon-Beutel, aber Krause war dann meist
zu sehen in der Weihnachtssendung "Zwischen Frühstück und Gänsebraten": ...und langsam gnätschte er im feinsten Sächsisch:
..."Hääähr Quääärmonn..." oder "Frauu Ääbort..." (Heinz Quermann/Margot Ebert)
Später, nach der Wende, war er dann Partner bei Gunther Emmerlich, dem Kammersänger: "Herr Emmorlisch, Herr Emmorlisch...isch muss Ihn' ma was erzähl'n..."

Der erste/alte Partner von Eberhard Cohrs hieß übrigens tatsächlich auch Krause, aber das war Günther...
Dann kam auch Bobby Böhlke.

Wir lesen uns,
Thomas.


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