#1

"Antifaschistischer Schuitzwall" Wo saßen die Faschisten?

in DDR Staat und Regime 15.11.2011 10:41
von Skifahrer (gelöscht)
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Die DDR-Grenze zurBRD wurde ja als "Antifaschistischer Schutzwall" bezeichnet. Nun fiel ja auf, daß die Sperranlagen nach innen
gerichtet waren, also logische Folgerung: die Faschisten, gegen die die Grenze schützen soll, saßen innen, also in der DDR!

Diese Gedanken kamen sicher manchem Wehrpflichtigen damals.
Frage: Was wäre die Antwort eines Politoffiziers gewesen, hätte jemand die Frage gestellt?
Was wäre mit dem Fragesteller passiert, er hätte ja nur seine täglichen Beobachtungen als Frage formuliert?

Gruß aus dem Harz
Skifahrer


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#2

RE: "Antifaschistischer Schuitzwall" Wo saßen die Faschisten?

in DDR Staat und Regime 15.11.2011 11:10
von Sonne | 510 Beiträge

Zitat von Skifahrer
Die DDR-Grenze zurBRD wurde ja als "Antifaschistischer Schutzwall" bezeichnet. Nun fiel ja auf, daß die Sperranlagen nach innen
gerichtet waren, also logische Folgerung: die Faschisten, gegen die die Grenze schützen soll, saßen innen, also in der DDR!

Diese Gedanken kamen sicher manchem Wehrpflichtigen damals.
Frage: Was wäre die Antwort eines Politoffiziers gewesen, hätte jemand die Frage gestellt?
Was wäre mit dem Fragesteller passiert, er hätte ja nur seine täglichen Beobachtungen als Frage formuliert?


Zu meiner Zeit hat keiner sich getraut solch eine Frage zu stellen.

Gruß aus dem Harz
Skifahrer


Gruß Sonne

05/66-10/67
18 Monate meiner Jugend
in Glowe, Rothesütte, Elend


Wer Stroh im Kopf hat, fürchtet den Funken der Wahrheit.
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#3

RE: "Antifaschistischer Schuitzwall" Wo saßen die Faschisten?

in DDR Staat und Regime 15.11.2011 11:30
von eisenringtheo | 9.168 Beiträge

Eine Frage wie: "Was ist der Zweck der befestigten Staatsgrenze?" wurde doch sicher ausgiebig schon in der Schule durchgekaut.
Und es waren doch die Faschisten der BRD und der aggressivsten Kreise des USA, die mit ihrer rücksichtslos gegen den Sozialismus und den Weltfrieden gerichteten und proftigierigen Politik alles getan haben, um der DDR und dem Sozialismus zu schaden. Sie haben mit ihren Agenten und Saboteuren bevorzugt charakterlich schwache und verblendete Arbeitskräfte mit falschen Versprechungen ins kapitalistische Ausland gelockt und sie dort einfach ihrem Elend überlassen. Mit der Befestigung der Staatsgrenze hat man diesem verbrecherischen und skrupellosen Treiben Einhalt geboten.
Gut bin ich nicht Politoffizier gewesen.
Theo


zuletzt bearbeitet 15.11.2011 11:31 | nach oben springen

#4

RE: "Antifaschistischer Schuitzwall" Wo saßen die Faschisten?

in DDR Staat und Regime 15.11.2011 12:12
von Pit 59 | 10.134 Beiträge

Mensch Theo,das hätte mit Sicherheit kein Polit Offizier so gekonnt wie Du das Formuliert hast. Obwohl damit nicht die Frage Beantwortet ist.Bezug auf "Alle Sicherungseinrichtungen nach Freundwärts"


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#5

RE: "Antifaschistischer Schuitzwall" Wo saßen die Faschisten?

in DDR Staat und Regime 15.11.2011 12:20
von Polter (gelöscht)
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Also mit meinem IQ, der kurz über der Zimmertemperatur liegt, würde ich die Frage politisch korrekt so beantworten: Der Lump, Strolch oder Verbrecher welcher vom Westen her eindringt, der wird im Landesinneren gefaßt. Der vom Osten in den Westen will und dem es
gelingt, der ist unwiderruflich weg!


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#6

RE: "Antifaschistischer Schuitzwall" Wo saßen die Faschisten?

in DDR Staat und Regime 15.11.2011 13:30
von damals wars | 12.140 Beiträge

Wenn die von Wehrmachtsoffizieren geführte Bundeswehr in der DDR einmarschiert wäre, und der sowjetische Gegenschlag hätte die Bundeswehr Richtung Grenze zurückgedrängt, wäre diese an der ehemaligen Grenze stecken geblieben und die Truppen wären zerschlagen worden.

Die Taktik hatte die Sowjetarmee in Auswertung des .... entwickelt


Als Gott den Menschen erschuf, war er bereits müde; das erklärt manches.(Mark Twain)
Ein demokratischer Rechtsstaat braucht Richter, keine Henker. Interview auf der Kundgebung Je suis Charlie am 11.01.2015
"Hass hat keinen Glauben, keine Rasse oder Religion, er ist giftig." der Witwer der britische Labour-Abgeordnete Jo Cox.
http://www.neo-magazin-royale.de/zdi/art...fur-frauke.html
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#7

RE: "Antifaschistischer Schuitzwall" Wo saßen die Faschisten?

in DDR Staat und Regime 15.11.2011 13:38
von Rostocker | 7.719 Beiträge

Zitat von Polter
Also mit meinem IQ, der kurz über der Zimmertemperatur liegt, würde ich die Frage politisch korrekt so beantworten: Der Lump, Strolch oder Verbrecher welcher vom Westen her eindringt, der wird im Landesinneren gefaßt. Der vom Osten in den Westen will und dem es
gelingt, der ist unwiderruflich weg!



Den findest dann in Beate Uhse--Shop wieder.


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#8

RE: "Antifaschistischer Schuitzwall" Wo saßen die Faschisten?

in DDR Staat und Regime 15.11.2011 13:50
von eisenringtheo | 9.168 Beiträge

Zitat von Pit 59
Mensch Theo,das hätte mit Sicherheit kein Polit Offizier so gekonnt wie Du das Formuliert hast. Obwohl damit nicht die Frage Beantwortet ist.Bezug auf "Alle Sicherungseinrichtungen nach Freundwärts"



Doch, die Abwerbung der Arbeitskräfte und der Menschenhandel mit DDR Bürgern als Opfer konnte so wirksam gestoppt werden. Die Eroberung der DDR sollte auf "kaltem Wege" erfolgen. Wenn die DDR nach Abwerbung, Sabotage, Terror usw. am Boden gewesen wäre, hätte man sie erobern können. Durch den Mauerbau konnte das nicht mehr eintreten und der Friede war dauerhaft gesichert.
Quelle:
http://www.dreizehnter-august.de/ihh-17/start.htm
http://www.dreizehnter-august.de/ihh-17/imp.htm
http://www.dreizehnter-august.de/ihh-17/4.htm
http://www.dreizehnter-august.de/ihh-17/11.htm
Ballade vom Spatzen
Über die Grenze flogen zwei Spatzen,
um westliche Perdeäpfel zu kratzen.
Sie fraßen sich fett. Da kamen die Katzen,
beäugten, wie spielend mit einem Knäul Wolle,
das Hüpfen der Spatzen von Knolle zu Knolle -
dann spielten die Krallen ihre Rolle...
Noch manche tschilpen, die Wolle sei besser
im Westen, die Nüsse größer, schärfer die Messer,
und schöner die Mädchen, der Regen nässer.
Es loben noch manche wie diese Spatzen
westlichen Käse und West-Matratzen
nur eines vergessen sie: die Katzen!
Zit. nach: Unsere BVG-Zeitung, Betriebszeitung der Berliner Verkehrsbetriebe

Theo


zuletzt bearbeitet 15.11.2011 13:56 | nach oben springen

#9

RE: "Antifaschistischer Schuitzwall" Wo saßen die Faschisten?

in DDR Staat und Regime 15.11.2011 14:11
von Mike59 | 7.955 Beiträge

Nebenbei bemerkt war die Mauer in Berlin der Antifa Schutzwall. Zur Grenze West hat man das eigentlich nicht gesagt.
@Theo hast einen tollen Fundus. BVG Zeitung, alle Achtung.

Mike59


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#10

RE: "Antifaschistischer Schuitzwall" Wo saßen die Faschisten?

in DDR Staat und Regime 15.11.2011 14:26
von Gert | 12.354 Beiträge

@Theo du nutzt das Wort "Abwerbung" für das Verlassen von Bürgern der damaligen DDR. Dieser Begriff ist nicht korrekt ihn nutzte die Ulbricht Administration , um diesen Vorgang verbal zu diskriminieren. Ich kann mich erinnern, dass ich niemals in meiner Umgebung Westdeutsche Werber gesehen habe, die Leute dazu verleiteten, vor dem Mauerbau die DDR zu verlassen. Die Gründe waren die vielfachen Diskriminierungen von Andersdenkenden, Enteignungen ( Z. B. zwangweise In die LPG geschickt, Hotelenteignungen an der Ostsee), drohende Verhaftungen wegen Lapalien, wegen konstruierter Steuervergehen also z.T. die pure Willkür die die Leute aus dem Lande trieben. Natürlich war auch ein Anteil von Übersiedlern dabei, die die höheren Einkommen und den höheren Lebensstandard im Westen lockte. Aber im Großen und Ganzen hat es ich jeder sehr gut überlegt, seine angestammte Heimat zu verlassen. Das tut man nicht wegen Kleinigkeiten. Hinter einem solchen Schritt steht schon ein großer Druck, bevor man sich dazu entschließt.

Gruß Gert


.
All free men, wherever they may live, are citizens of Berlin, and, therefore, as a free man, I take pride in the words ‘Ich bin ein Berliner!’”
John F.Kennedy 1963 in Berlin
Geld ist geprägte Freiheit!
Dostojewski 1866
Zuerst ignorieren sie dich, dann lachen sie über dich, dann bekämpfen sie dich und dann gewinnst du.
Mahatma Gandhi
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#11

RE: "Antifaschistischer Schuitzwall" Wo saßen die Faschisten?

in DDR Staat und Regime 15.11.2011 14:36
von Alfred | 6.841 Beiträge

Gert,

ist Deine Darstellung nicht ein wenig einfach ?

Es gab in Berlin Ost mehrere 10.000 Personen die nutzen die Vorteile der DDR und arbeiteten im Westteil. Das dort verdiente Geld tauschte man z.T. in Ostgeld und war der dicke Otto. Ich kenne einige den ging das schwer auf den Beutel.
Es gab keine Werber ? Gert,ich habe da anderes in Erinnerung. Es wurde da schon Werbung gemacht, z.B. bei Ärzten u.a.. Die konnte man schon beim Studium ansprechen, nach der Devise, studieren im Osten und später arbeiten im Westen.


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#12

RE: "Antifaschistischer Schuitzwall" Wo saßen die Faschisten?

in DDR Staat und Regime 15.11.2011 14:40
von Mike59 | 7.955 Beiträge

Na den Hotel Besitzer und Bauer Lindemann hat bestimmt keiner abgeworben - von dem Zeug hatten die im Westen doch selber mehr als genug.

Mann Gert und du mit der Waffe in der Hand das alles beschützt - ich bin stolz auf dich.

Mike59


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#13

RE: "Antifaschistischer Schuitzwall" Wo saßen die Faschisten?

in DDR Staat und Regime 15.11.2011 14:44
von damals wars | 12.140 Beiträge

Auszug aus dem Kabinettsprotokoll der 112 Kabinettssitzung (Regierung Adenauer)

"Die amtliche Politik der Bundesrepublik fordere zum Ausharren in der Sowjetzone aus, die westdeutsche Industrie aber werbe Arbeitskräfte aus der Zone."

Aus: Die Kabinettsprotokolle der Bundesregierung, Band 9

Adenauer wirst Du wohl glauben, oder?


Als Gott den Menschen erschuf, war er bereits müde; das erklärt manches.(Mark Twain)
Ein demokratischer Rechtsstaat braucht Richter, keine Henker. Interview auf der Kundgebung Je suis Charlie am 11.01.2015
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http://www.neo-magazin-royale.de/zdi/art...fur-frauke.html
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#14

RE: "Antifaschistischer Schuitzwall" Wo saßen die Faschisten?

in DDR Staat und Regime 15.11.2011 16:55
von Gert | 12.354 Beiträge

Zitat von Mike59
Na den Hotel Besitzer und Bauer Lindemann hat bestimmt keiner abgeworben - von dem Zeug hatten die im Westen doch selber mehr als genug.

Mann Gert und du mit der Waffe in der Hand das alles beschützt - ich bin stolz auf dich.

Mike59



@Mike
Hast du noch nie von der Aktion Rose in den Ostseebädern gehört, im Jahr 1953 passierte das ? Da wurden etliche Besitzer von Ferienhotels mit konstruierten Verbrechensvorwürfen dazu gezwungen, ihr Hotel an den Staat abzutreten, die dann an den FdGB weitergereicht wurden únd zu Feriendomizilen erklärt wurden. Ein Beispiel, wie die Staatsmafia diese Menschen um ihren Besitz gebracht hat.
hier nachzulesen
http://de.wikipedia.org/wiki/Aktion_Rose
Bauern, ich kann mich noch gut an den Widerstand von vielen Bauern gegen die Zwangskollektivierung Ende 50 er Jahr erinnern. Die, die damit mit denfinitiv nicht einverstanden waren, sind dann in den Westen gegangen. Das ist nicht als Abwerbung, sondern als Vertreibung zu bezeichnen.
hiernachlesen : http://de.wikipedia.org/wiki/Zwangskollektivierung
So wird daraus ein Schuh.
Ob du stolz auf mich bist ist dein privates Vergnügen. Ich war es nicht, ich bin durch Gesetz zum Dienst mit der Waffe gezwungen worden. Wenn ich nur ein Jahr älter gewesen wäre, wäre nie in die NVA eingetreten, dann wäre ich als gerade 18 jähriger noch im Sommer 61 auch " rüber gemacht ".

Gruß Gert


.
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John F.Kennedy 1963 in Berlin
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Dostojewski 1866
Zuerst ignorieren sie dich, dann lachen sie über dich, dann bekämpfen sie dich und dann gewinnst du.
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#15

RE: "Antifaschistischer Schuitzwall" Wo saßen die Faschisten?

in DDR Staat und Regime 15.11.2011 22:21
von Gelöschtes Mitglied
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Zitat von Gert

Zitat von Mike59
Na den Hotel Besitzer und Bauer Lindemann hat bestimmt keiner abgeworben - von dem Zeug hatten die im Westen doch selber mehr als genug.

Mann Gert und du mit der Waffe in der Hand das alles beschützt - ich bin stolz auf dich.
Mike59


@Mike
Hast du noch nie von der Aktion Rose in den Ostseebädern gehört, im Jahr 1953 passierte das ? Da wurden etliche Besitzer von Ferienhotels mit konstruierten Verbrechensvorwürfen dazu gezwungen, ihr Hotel an den Staat abzutreten, die dann an den FdGB weitergereicht wurden únd zu Feriendomizilen erklärt wurden. Ein Beispiel, wie die Staatsmafia diese Menschen um ihren Besitz gebracht hat.
hier nachzulesen
http://de.wikipedia.org/wiki/Aktion_Rose
Bauern, ich kann mich noch gut an den Widerstand von vielen Bauern gegen die Zwangskollektivierung Ende 50 er Jahr erinnern. Die, die damit mit denfinitiv nicht einverstanden waren, sind dann in den Westen gegangen. Das ist nicht als Abwerbung, sondern als Vertreibung zu bezeichnen.
hiernachlesen : http://de.wikipedia.org/wiki/Zwangskollektivierung
So wird daraus ein Schuh.
Ob du stolz auf mich bist ist dein privates Vergnügen. Ich war es nicht, ich bin durch Gesetz zum Dienst mit der Waffe gezwungen worden. Wenn ich nur ein Jahr älter gewesen wäre, wäre nie in die NVA eingetreten, dann wäre ich als gerade 18 jähriger noch im Sommer 61 auch " rüber gemacht ". Gruß Gert




Ach Gert, hier werden sie nicht gezwungen, sie verlassen ihre Domizile ganz von alleine, wie 1929, mit Sack und Pack und ueberlassen ihre Laenderein den Banken und dem Staat, weil sie die Steuern nicht mehr bezahlen koennen und bis ueber beide Ohren hochverschuldet sind. Ebenso ganz normale Hausbesitzer. Die Banken verkaufen diese Laenderein und Haeuser dann weiter, allerdings gehen die Menschen nicht ganz ohne davon: sie duerfen ihre Schulden behalten, die tragen sie weiter mit sich herum, auch in andere Staaten, Neubeginn gleich Null. Die gleiche Geschichte einer Staatsmafia in gruen.

Wie gut laufen doch die Genossenschaften heute noch, wenn die Bauern die nicht haetten...... die auch nicht mehr wissen, ob sie Kuehe oder Schweine zuechten oder Weizen anbauen sollen. Besitz ist meist ebenfalls in Millionenhoehe verschuldet. Subventionen, der groesste Schwindel, fuer Landbesitzer und fuer den davon abhaengigen Rest der Bevoelkerung.
Ich kenne zwei davon, die es versucht haben. Dem einen fehlten die finanziellen Mittel, die Hoffnung, man wuerde ihm etwas unter die Arme greifen bewahrheitete sich nicht, man griff ihm viel mehr in den ohnehin kargen Geldbeutel. Der andere fing klein an, er wollte allerdings nicht Hobbybauer sein, er wollte seinen Lebensunterhalt damit verdienen, also ging auch das ueber Kopf. Sicher sind die anderen, die in den Westen gegangen sind alle stinkreich geworden.
Gruss, Larissa

Wo sassen die Faschisten? Die sassen nicht, die marschierten bereits wieder, als die SU die Truppe der Allierten verliess....Richtung antifaschistischer Schutzwall.
@Theo, besser kann man es nicht sagen.


zuletzt bearbeitet 15.11.2011 22:23 | nach oben springen

#16

RE: "Antifaschistischer Schuitzwall" Wo saßen die Faschisten?

in DDR Staat und Regime 15.11.2011 22:27
von Pitti53 | 8.787 Beiträge

Zitat von Gert

Zitat von Mike59
Na den Hotel Besitzer und Bauer Lindemann hat bestimmt keiner abgeworben - von dem Zeug hatten die im Westen doch selber mehr als genug.

Mann Gert und du mit der Waffe in der Hand das alles beschützt - ich bin stolz auf dich.

Mike59



@Mike
Hast du noch nie von der Aktion Rose in den Ostseebädern gehört, im Jahr 1953 passierte das ? Da wurden etliche Besitzer von Ferienhotels mit konstruierten Verbrechensvorwürfen dazu gezwungen, ihr Hotel an den Staat abzutreten, die dann an den FdGB weitergereicht wurden únd zu Feriendomizilen erklärt wurden. Ein Beispiel, wie die Staatsmafia diese Menschen um ihren Besitz gebracht hat.
hier nachzulesen
http://de.wikipedia.org/wiki/Aktion_Rose
Bauern, ich kann mich noch gut an den Widerstand von vielen Bauern gegen die Zwangskollektivierung Ende 50 er Jahr erinnern. Die, die damit mit denfinitiv nicht einverstanden waren, sind dann in den Westen gegangen. Das ist nicht als Abwerbung, sondern als Vertreibung zu bezeichnen.
hiernachlesen : http://de.wikipedia.org/wiki/Zwangskollektivierung
So wird daraus ein Schuh.
Ob du stolz auf mich bist ist dein privates Vergnügen. Ich war es nicht, ich bin durch Gesetz zum Dienst mit der Waffe gezwungen worden. Wenn ich nur ein Jahr älter gewesen wäre, wäre nie in die NVA eingetreten, dann wäre ich als gerade 18 jähriger noch im Sommer 61 auch " rüber gemacht ".

Gruß Gert




Ja stimmt Gert.Ein unrühmliches Kapitel in der Geschichte der DDR

Aber,die ,die in Westen gingen wurden dafür auch entschädigt

Genauso wie die Ostpreußen oder Sudetendeutschen u.a. die im Westen landeten

Muß man auch wissen


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#17

RE: "Antifaschistischer Schuitzwall" Wo saßen die Faschisten?

in DDR Staat und Regime 15.11.2011 22:46
von Gelöschtes Mitglied
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Zitat von Pitti53
[quote="Gert
Ja stimmt Gert.Ein unrühmliches Kapitel in der Geschichte der DDR

Aber,die ,die in Westen gingen wurden dafür auch entschädigt
Genauso wie die Ostpreußen oder Sudetendeutschen u.a. die im Westen landeten
Muß man auch wissen



Kleinlich entschaedigt.
Aus West- und Ostpreussen und aus dem Sudetenland, u.a. die landeten nicht, die wurden ganz klar vertrieben, das waren Fluechtlinge. Fuer riesige Laendereien wurde mit DM in kleiner Hoehe entschaedigt. Fuer Wald, Seen und grosse Laenderein, Gutshof in Westpreussen, erhielt mein Vater 8.000 DM und musste auf alle Rechte verzichten.

Ja, wenn man den Reichen etwas wegnimmt und verteilt, dann ist das immer unruehmlich. Habe mich immer gefragt, warum Robin Hood so ein Held ist und Karl Marx nicht. Der Gedanke, Besitz zu verteilen, kam natuerlich bei denen nicht an, die mehr zu verlieren hatten, ganz klar.....genau wie heute............im Gegensatz zur heutigen Mafia im Westen war allerdings die 'Sache' eine andere.
Gruss, Larissa


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#18

RE: "Antifaschistischer Schuitzwall" Wo saßen die Faschisten?

in DDR Staat und Regime 15.11.2011 22:55
von Pitti53 | 8.787 Beiträge

Zitat von Larissa

Zitat von Pitti53
[quote="Gert
Ja stimmt Gert.Ein unrühmliches Kapitel in der Geschichte der DDR

Aber,die ,die in Westen gingen wurden dafür auch entschädigt
Genauso wie die Ostpreußen oder Sudetendeutschen u.a. die im Westen landeten
Muß man auch wissen



Kleinlich entschaedigt.
Aus West- und Ostpreussen und aus dem Sudetenland, u.a. die landeten nicht, die wurden ganz klar vertrieben, das waren Fluechtlinge. Fuer riesige Laendereien wurde mit DM in kleiner Hoehe entschaedigt. Fuer Wald, Seen und grosse Laenderein, Gutshof in Westpreussen, erhielt mein Vater 8.000 DM und musste auf alle Rechte verzichten.

Ja, wenn man den Reichen etwas wegnimmt und verteilt, dann ist das immer unruehmlich. Habe mich immer gefragt, warum Robin Hood so ein Held ist und Karl Marx nicht. Der Gedanke, Besitz zu verteilen, kam natuerlich bei denen nicht an, die mehr zu verlieren hatten, ganz klar.....genau wie heute............im Gegensatz zur heutigen Mafia im Westen war allerdings die 'Sache' eine andere.
Gruss, Larissa





Moment Larissa....die "Vertreibung" war Folge des II.WK und Entscheidung der Siegermächte

Das es überhaupt in der BRD eine Entschädigung gab ist wunderlich.In der DDR gab es nichts.Auch meine Großeltern und Schwiegereltern stammten aus diesen Gegenden,erhielten aber in der DDR nichts.Sie haben auch nichts erwartet.

Sie waren froh 1945 wieder ein Dach über dem Kopf zu haben.

Als sie aber nach 1990 erfuhren ,daß andere aus ihrer Sippe die es in den Westen verschlagen hatte ,dort eine Entschädigung erhalten hatten waren sie auf diese stinkesauer.Denn davon hatten die natürlich niee was erzählt,geschweige denn,wollten mit ihnen teilen


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#19

RE: "Antifaschistischer Schuitzwall" Wo saßen die Faschisten?

in DDR Staat und Regime 15.11.2011 23:05
von Marder | 1.413 Beiträge

Das nannte sich Lastenausgleich und wurde zum Teil auch von den westdeutschen Bürgen zusätzlich eingezahlt.

http://www.studienstelleog.de/bestaende/Lasten1a.htm

MfG Jürgen

"zitat"

Der Lastenausgleich war eine eindrucksvolle Hilfsaktion, ein Entschädigungswerk im westlichen Teil Deutschlands, das nach Art und Umfang als einzigartig gilt. Sein Ziel: den Menschen, die durch den Zweiten Weltkrieg Hab und Gut verloren hatten, wirtschaftlich wieder auf die Beine zu helfen, ihnen die wirtschaftliche Eingliederung zu erleichtern. Der Lastenausgleich galt den Heimatvertriebenen, den Flüchtlingen und den Sachgeschädigten. Er sollte deren Kriegs- und Kriegsfolgelasten von jenen mittragen lassen, die nichts oder nur einen Teil ihres Eigentums verloren hatten. Sie mußten daher für den Lastenausgleich der Geschädigten aufkommen. Zahlungsverpflichtet waren die Eigentümer von Grundstücken, Häusern und sonstigem Vermögen, aber auch Schuldner, denen die Währungsreform von 1948 die Schuldensumme bis auf einen kleinen Teil zusammengestrichen hatte. Ihnen wurde eine Hypotheken- und Kreditgewinnabgabe abverlangt, den übrigen eine Vermögensabgabe. Alles zusammen ergab die Lastenausgleichsabgabe. Allerdings fiel das Aufkommen aus den Währungsreformgewinnen der Schuldner nicht sonderlich ins Gewicht. Entscheidend waren die Mittel aus der Vermögensabgabe. Gesammelt wurden die Abgaben im Ausgleichsfonds.

"Zitat Ende"


Er wirft den Kopf zurück und spricht: "Wohin ich blicke, Lump und Wicht!" Doch in den Spiegel blickt er nicht.
Ein kluger Mann macht nicht alle Fehler selber. Er lässt auch anderen eine Chance.
Ein Kluger bemerkt alles - ein Dummer macht über alles eine Bemerkung.
Der Horizont vieler Menschen ist ein Kreis mit dem Radius Null - und das nennen sie ihren Standpunkt.

Wer Rechtschreibfehler findet kann sie behalten.
zuletzt bearbeitet 15.11.2011 23:08 | nach oben springen

#20

RE: "Antifaschistischer Schuitzwall" Wo saßen die Faschisten?

in DDR Staat und Regime 15.11.2011 23:19
von Pitti53 | 8.787 Beiträge

Zitat von Marder
Das nannte sich Lastenausgleich und wurde zum Teil auch von den westdeutschen Bürgen zusätzlich eingezahlt.

http://www.studienstelleog.de/bestaende/Lasten1a.htm

MfG Jürgen

"zitat"

Der Lastenausgleich war eine eindrucksvolle Hilfsaktion, ein Entschädigungswerk im westlichen Teil Deutschlands, das nach Art und Umfang als einzigartig gilt. Sein Ziel: den Menschen, die durch den Zweiten Weltkrieg Hab und Gut verloren hatten, wirtschaftlich wieder auf die Beine zu helfen, ihnen die wirtschaftliche Eingliederung zu erleichtern. Der Lastenausgleich galt den Heimatvertriebenen, den Flüchtlingen und den Sachgeschädigten. Er sollte deren Kriegs- und Kriegsfolgelasten von jenen mittragen lassen, die nichts oder nur einen Teil ihres Eigentums verloren hatten. Sie mußten daher für den Lastenausgleich der Geschädigten aufkommen. Zahlungsverpflichtet waren die Eigentümer von Grundstücken, Häusern und sonstigem Vermögen, aber auch Schuldner, denen die Währungsreform von 1948 die Schuldensumme bis auf einen kleinen Teil zusammengestrichen hatte. Ihnen wurde eine Hypotheken- und Kreditgewinnabgabe abverlangt, den übrigen eine Vermögensabgabe. Alles zusammen ergab die Lastenausgleichsabgabe. Allerdings fiel das Aufkommen aus den Währungsreformgewinnen der Schuldner nicht sonderlich ins Gewicht. Entscheidend waren die Mittel aus der Vermögensabgabe. Gesammelt wurden die Abgaben im Ausgleichsfonds.

"Zitat Ende"



Genau Lastenausgleich hieß es.

Damit hat man auch so manchen in den Westen gelockt,wenn sie es denn erfuhren.

Meine Sippe wollte es nicht.Hier gab es die Bodenreform,auch nicht schlecht.Aber werden sicher wieder einige sagen auch dem vorausgegangen eine Enteignung...Damals wars den Leuten egal,die Land erhielten,wenn es auch nicht viel war


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