#221

RE: Gehören Symbole aus DDR-Zeiten verboten???

in Leben in der DDR 19.06.2012 19:14
von Hackel39 | 3.123 Beiträge

Zitat von Sennewald
Auch mal wieder so ein Beispiel wo die Ursprungsfrage in einen ganz anderen tenor abdriftet...und wir enden bei Softeis...
Klar ist doch alle faschistischen und auch die Symbole welche in der DDR oder in anderen kommunistischen Laendern zur Unterdrueckung der Menschen dienten, sind nicht legal , und ueber andere Symbole, wie das gruene Maennchen, oder gar Pitiplatsch zu diskutieren finde ich eine "Verwaesserung" der Diskussion..aber eigentliche war die eingangsfrage schon falsch( gehoeren Symbole aus der DDr verboten".....vielleicht habe ich ja auch was verpasst und das ist nur eine witzige Diskussion ohne Pointen..Gruss an alle



Also ich bewahre meine Streckenkenntnisnachweise, Bahnhofspläne u.v.a. was ich zum Dienst brauche in einem FDJ- Hefter auf und selbst wenn das jemanden stören würde, käme der nicht auf den Müll, das Verbot der FDJ ist für mich ohne aktuelle Relevanz.
Modelleisenbahnen mit dem "Reichsbahnlogo" sind inzwischen wieder sehr beliebt und teilweise schon echte Raritäten und wenn mir die schweizer Stellwerkskollegen aus Basel eine gute Fahrt ins Reichsgebiet wünschen, finde ich das inzwischen recht normal- offenbar können Ausländer unseren sensibilisierten Umgang mit der DDR- Vergangenheit gar nicht verstehen.
Wenn ich mir vorstelle, daß die Wachmannschaften der Grenztruppen hier solche Veteranentreffen veranstalten und solche Ehrungen erfahren würden wie die ehemals marodierenden GI- Verbrecher im Vietnamkrieg http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-13512807.html seitens der US- Öffentlichkeit, so sollte doch der Umgang mit den DDR- Symbolen doch tatsächlich viel unverkrampfter sein.
Es ist nicht mehr und nicht weniger als Heimatliebe, sich zu den Symbolen der gekenterten Republik zu bekennen.



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#222

RE: Gehören Symbole aus DDR-Zeiten verboten???

in Leben in der DDR 19.06.2012 19:22
von Grenzwolf62 (gelöscht)
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Zitat von Hackel39

Zitat von Sennewald
Auch mal wieder so ein Beispiel wo die Ursprungsfrage in einen ganz anderen tenor abdriftet...und wir enden bei Softeis...
Klar ist doch alle faschistischen und auch die Symbole welche in der DDR oder in anderen kommunistischen Laendern zur Unterdrueckung der Menschen dienten, sind nicht legal , und ueber andere Symbole, wie das gruene Maennchen, oder gar Pitiplatsch zu diskutieren finde ich eine "Verwaesserung" der Diskussion..aber eigentliche war die eingangsfrage schon falsch( gehoeren Symbole aus der DDr verboten".....vielleicht habe ich ja auch was verpasst und das ist nur eine witzige Diskussion ohne Pointen..Gruss an alle



Also ich bewahre meine Streckenkenntnisnachweise, Bahnhofspläne u.v.a. was ich zum Dienst brauche in einem FDJ- Hefter auf und selbst wenn das jemanden stören würde, käme der nicht auf den Müll, das Verbot der FDJ ist für mich ohne aktuelle Relevanz.
Modelleisenbahnen mit dem "Reichsbahnlogo" sind inzwischen wieder sehr beliebt und teilweise schon echte Raritäten und wenn mir die schweizer Stellwerkskollegen aus Basel eine gute Fahrt ins Reichsgebiet wünschen, finde ich das inzwischen recht normal- offenbar können Ausländer unseren sensibilisierten Umgang mit der DDR- Vergangenheit gar nicht verstehen.
Wenn ich mir vorstelle, daß die Wachmannschaften der Grenztruppen hier solche Veteranentreffen veranstalten und solche Ehrungen erfahren würden wie die ehemals marodierenden GI- Verbrecher im Vietnamkrieg http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-13512807.html seitens der US- Öffentlichkeit, so sollte doch der Umgang mit den DDR- Symbolen doch tatsächlich viel unverkrampfter sein.
Es ist nicht mehr und nicht weniger als Heimatliebe, sich zu den Symbolen der gekenterten Republik zu bekennen.




Na aber hallo, bei allem Respekt, die Mehrzahl der von dir so unüberlegt betitelten waren ganz normale Wehrpflichtige die ganz gewiss nicht dort sein wollten.
Beim allumfassenden Kampf gegen den US-Imperialismus mal doch ein ganz klein wenig nachdenken.
Dann kannst du auch wieder entspannt in deine vergilbten FDJ-Ordner gucken.


zuletzt bearbeitet 19.06.2012 19:24 | nach oben springen

#223

RE: Gehören Symbole aus DDR-Zeiten verboten???

in Leben in der DDR 19.06.2012 19:50
von Hackel39 | 3.123 Beiträge

Zitat von Grenzwolf62

Zitat von Hackel39

Zitat von Sennewald
Auch mal wieder so ein Beispiel wo die Ursprungsfrage in einen ganz anderen tenor abdriftet...und wir enden bei Softeis...
Klar ist doch alle faschistischen und auch die Symbole welche in der DDR oder in anderen kommunistischen Laendern zur Unterdrueckung der Menschen dienten, sind nicht legal , und ueber andere Symbole, wie das gruene Maennchen, oder gar Pitiplatsch zu diskutieren finde ich eine "Verwaesserung" der Diskussion..aber eigentliche war die eingangsfrage schon falsch( gehoeren Symbole aus der DDr verboten".....vielleicht habe ich ja auch was verpasst und das ist nur eine witzige Diskussion ohne Pointen..Gruss an alle



Also ich bewahre meine Streckenkenntnisnachweise, Bahnhofspläne u.v.a. was ich zum Dienst brauche in einem FDJ- Hefter auf und selbst wenn das jemanden stören würde, käme der nicht auf den Müll, das Verbot der FDJ ist für mich ohne aktuelle Relevanz.
Modelleisenbahnen mit dem "Reichsbahnlogo" sind inzwischen wieder sehr beliebt und teilweise schon echte Raritäten und wenn mir die schweizer Stellwerkskollegen aus Basel eine gute Fahrt ins Reichsgebiet wünschen, finde ich das inzwischen recht normal- offenbar können Ausländer unseren sensibilisierten Umgang mit der DDR- Vergangenheit gar nicht verstehen.
Wenn ich mir vorstelle, daß die Wachmannschaften der Grenztruppen hier solche Veteranentreffen veranstalten und solche Ehrungen erfahren würden wie die ehemals marodierenden GI- Verbrecher im Vietnamkrieg http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-13512807.html seitens der US- Öffentlichkeit, so sollte doch der Umgang mit den DDR- Symbolen doch tatsächlich viel unverkrampfter sein.
Es ist nicht mehr und nicht weniger als Heimatliebe, sich zu den Symbolen der gekenterten Republik zu bekennen.




Na aber hallo, bei allem Respekt, die Mehrzahl der von dir so unüberlegt betitelten waren ganz normale Wehrpflichtige die ganz gewiss nicht dort sein wollten.
Beim allumfassenden Kampf gegen den US-Imperialismus mal doch ein ganz klein wenig nachdenken.
Dann kannst du auch wieder entspannt in deine vergilbten FDJ-Ordner gucken.




Ich weiß nur, daß sich die amerikanische Mittelschicht recht geschickt um den Vietnameinsatz drücken konnte, schlimmstenfalls war man eben kein Patriot.
Genausowenig übrigens wie die deutsche Mittelschicht in Afghanistan präsent ist, es sind vorwiegend materielle Interessen und Abeteuerlust, die junge Leute zu solchen Einsätzen treiben, auch weil sie dort noch die Kameradschaften zu finden glauben, die es in dieser total bekloppten Arbeitswelt hierzulande nicht mehr gibt.
Ich halte mich schon absichtlich zurück mit der Thematik "Unterschichtenarmee" die hier auch aktuell ist, da alle Gespräche, die ich bislang mit diesen Personenkreis mittelbar (über Freundin) als auch direkt, z.B. auf meinen Bahnreisen geführt habe, zu eben diesem Ergebnis führen.



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#224

RE: Gehören Symbole aus DDR-Zeiten verboten???

in Leben in der DDR 20.06.2012 09:38
von Grenzwolf62 (gelöscht)
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Zitat von Hackel39

Zitat von Grenzwolf62

Zitat von Hackel39

Zitat von Sennewald
Auch mal wieder so ein Beispiel wo die Ursprungsfrage in einen ganz anderen tenor abdriftet...und wir enden bei Softeis...
Klar ist doch alle faschistischen und auch die Symbole welche in der DDR oder in anderen kommunistischen Laendern zur Unterdrueckung der Menschen dienten, sind nicht legal , und ueber andere Symbole, wie das gruene Maennchen, oder gar Pitiplatsch zu diskutieren finde ich eine "Verwaesserung" der Diskussion..aber eigentliche war die eingangsfrage schon falsch( gehoeren Symbole aus der DDr verboten".....vielleicht habe ich ja auch was verpasst und das ist nur eine witzige Diskussion ohne Pointen..Gruss an alle



Also ich bewahre meine Streckenkenntnisnachweise, Bahnhofspläne u.v.a. was ich zum Dienst brauche in einem FDJ- Hefter auf und selbst wenn das jemanden stören würde, käme der nicht auf den Müll, das Verbot der FDJ ist für mich ohne aktuelle Relevanz.
Modelleisenbahnen mit dem "Reichsbahnlogo" sind inzwischen wieder sehr beliebt und teilweise schon echte Raritäten und wenn mir die schweizer Stellwerkskollegen aus Basel eine gute Fahrt ins Reichsgebiet wünschen, finde ich das inzwischen recht normal- offenbar können Ausländer unseren sensibilisierten Umgang mit der DDR- Vergangenheit gar nicht verstehen.
Wenn ich mir vorstelle, daß die Wachmannschaften der Grenztruppen hier solche Veteranentreffen veranstalten und solche Ehrungen erfahren würden wie die ehemals marodierenden GI- Verbrecher im Vietnamkrieg http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-13512807.html seitens der US- Öffentlichkeit, so sollte doch der Umgang mit den DDR- Symbolen doch tatsächlich viel unverkrampfter sein.
Es ist nicht mehr und nicht weniger als Heimatliebe, sich zu den Symbolen der gekenterten Republik zu bekennen.




Na aber hallo, bei allem Respekt, die Mehrzahl der von dir so unüberlegt betitelten waren ganz normale Wehrpflichtige die ganz gewiss nicht dort sein wollten.
Beim allumfassenden Kampf gegen den US-Imperialismus mal doch ein ganz klein wenig nachdenken.
Dann kannst du auch wieder entspannt in deine vergilbten FDJ-Ordner gucken.




Ich weiß nur, daß sich die amerikanische Mittelschicht recht geschickt um den Vietnameinsatz drücken konnte, schlimmstenfalls war man eben kein Patriot.
Genausowenig übrigens wie die deutsche Mittelschicht in Afghanistan präsent ist, es sind vorwiegend materielle Interessen und Abeteuerlust, die junge Leute zu solchen Einsätzen treiben, auch weil sie dort noch die Kameradschaften zu finden glauben, die es in dieser total bekloppten Arbeitswelt hierzulande nicht mehr gibt.
Ich halte mich schon absichtlich zurück mit der Thematik "Unterschichtenarmee" die hier auch aktuell ist, da alle Gespräche, die ich bislang mit diesen Personenkreis mittelbar (über Freundin) als auch direkt, z.B. auf meinen Bahnreisen geführt habe, zu eben diesem Ergebnis führen.




Jeder Krieg ist einfach Sch... egal wo und wer ihn führt.
Ich bin froh das ich nicht wie mein Vater in einen richtigen ziehen musste, schon schlimm genug das ich das große Gefängnis mit bewacht habe.
Alles gute für dich und für uns


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#225

RE: Gehören Symbole aus DDR-Zeiten verboten???

in Leben in der DDR 21.06.2012 18:25
von Hackel39 | 3.123 Beiträge

Zitat von Grenzwolf62 aus RE: Gehören Symbole aus DDR-Zeiten verboten???

Zitat von Hackel39

Zitat von Grenzwolf62

Zitat von Hackel39

Zitat von Sennewald
Auch mal wieder so ein Beispiel wo die Ursprungsfrage in einen ganz anderen tenor abdriftet...und wir enden bei Softeis...
Klar ist doch alle faschistischen und auch die Symbole welche in der DDR oder in anderen kommunistischen Laendern zur Unterdrueckung der Menschen dienten, sind nicht legal , und ueber andere Symbole, wie das gruene Maennchen, oder gar Pitiplatsch zu diskutieren finde ich eine "Verwaesserung" der Diskussion..aber eigentliche war die eingangsfrage schon falsch( gehoeren Symbole aus der DDr verboten".....vielleicht habe ich ja auch was verpasst und das ist nur eine witzige Diskussion ohne Pointen..Gruss an alle


Also ich bewahre meine Streckenkenntnisnachweise, Bahnhofspläne u.v.a. was ich zum Dienst brauche in einem FDJ- Hefter auf und selbst wenn das jemanden stören würde, käme der nicht auf den Müll, das Verbot der FDJ ist für mich ohne aktuelle Relevanz.
Modelleisenbahnen mit dem "Reichsbahnlogo" sind inzwischen wieder sehr beliebt und teilweise schon echte Raritäten und wenn mir die schweizer Stellwerkskollegen aus Basel eine gute Fahrt ins Reichsgebiet wünschen, finde ich das inzwischen recht normal- offenbar können Ausländer unseren sensibilisierten Umgang mit der DDR- Vergangenheit gar nicht verstehen.
Wenn ich mir vorstelle, daß die Wachmannschaften der Grenztruppen hier solche Veteranentreffen veranstalten und solche Ehrungen erfahren würden wie die ehemals marodierenden GI- Verbrecher im Vietnamkrieg http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-13512807.html seitens der US- Öffentlichkeit, so sollte doch der Umgang mit den DDR- Symbolen doch tatsächlich viel unverkrampfter sein.
Es ist nicht mehr und nicht weniger als Heimatliebe, sich zu den Symbolen der gekenterten Republik zu bekennen.



Na aber hallo, bei allem Respekt, die Mehrzahl der von dir so unüberlegt betitelten waren ganz normale Wehrpflichtige die ganz gewiss nicht dort sein wollten.
Beim allumfassenden Kampf gegen den US-Imperialismus mal doch ein ganz klein wenig nachdenken.
Dann kannst du auch wieder entspannt in deine vergilbten FDJ-Ordner gucken.




Ich weiß nur, daß sich die amerikanische Mittelschicht recht geschickt um den Vietnameinsatz drücken konnte, schlimmstenfalls war man eben kein Patriot.
Genausowenig übrigens wie die deutsche Mittelschicht in Afghanistan präsent ist, es sind vorwiegend materielle Interessen und Abeteuerlust, die junge Leute zu solchen Einsätzen treiben, auch weil sie dort noch die Kameradschaften zu finden glauben, die es in dieser total bekloppten Arbeitswelt hierzulande nicht mehr gibt.
Ich halte mich schon absichtlich zurück mit der Thematik "Unterschichtenarmee" die hier auch aktuell ist, da alle Gespräche, die ich bislang mit diesen Personenkreis mittelbar (über Freundin) als auch direkt, z.B. auf meinen Bahnreisen geführt habe, zu eben diesem Ergebnis führen.




Jeder Krieg ist einfach Sch... egal wo und wer ihn führt.
Ich bin froh das ich nicht wie mein Vater in einen richtigen ziehen musste, schon schlimm genug das ich das große Gefängnis mit bewacht habe.
Alles gute für dich und für uns




...für mich wars kein Gefängnis, heute bin ich berufsbedingt aus der Heimat ausgesperrt und nur 3-4 ganze Tage im Monat zu Hause...und wenn die Alternative zum "DDR- Gefängnis" Aussperrung bedeutet, wäre ich lieber wieder eingesperrt.
Und die Einberufungsaktivitäten der BW- Offiziere zu den aktuellen Kriegen kann man möglicherweise sogar mit der Strategie von Zeitschriftenwerbern vergleichen- niemand muß im Moment wirklich dort hin, aber wenn man sich etwas einreden läßt, hat man eben das Abo am Hals weil er nur die Prämie im Hinterkopf hatte, so sehe ich das.
Das ist kein Vergleich mit der Rekruten- "Gewinnung" der Wehrmacht, hier gab es nur noch Zwang.

Wie sich das mit den Berufssoldaten darstellt, kann ich nicht genau sagen- aber auch da führe ich den persönlichen Vergleich an.
Das mit den 3-4 freien tagen im Monat, muß ich auch nicht, ich kann notfalls auch hier arbeiten, z.B. bei der DB Zeitarbeit.
Dort hätte ich einen Vorstandschef mit dem 200fachen Lokführergehalt und eben diese praktizierte Mißachtung ehrlicher Arbeit wäre noch schlimmer als die Aussperrung.
Ebenso verhält es sich wahrscheinlich mit einem Teil der Volunteers of Germany, die meinen, unter der Flagge der Bundeswehr eine Berufsehre verteidigen zu müssen.
Leider ist mir so jemand aber bislang eben nicht bekannt, meine Erkenntnisse basieren auf bislang 5 Einsatzkräfte, die ich mittelbar oder unmittelbar kennen lernen durfte, das ist dabei zu bedenken, mithin eine recht dünne Datenbasis.



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#226

RE: Gehören Symbole aus DDR-Zeiten verboten???

in Leben in der DDR 26.10.2012 13:00
von schulzi | 1.759 Beiträge

die junge union hat bestimmt vergessen oder will nicht wissen das die ost -CDU der treuste lakai der SED war. schulzi


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#227

RE: Gehören Symbole aus DDR-Zeiten verboten???

in Leben in der DDR 26.10.2012 15:46
von LO-Wahnsinn | 3.489 Beiträge

Zitat von GZB1 im Beitrag #1
Im Nachwuchs der CDU gibt es anläßlich des gegenwärtigen Parteitages in Leipzig etwas krude Vorstellungen von der Bewältigung der DDR-Zeit:

"...Die Junge Union beantragt ein Verbot von DDR-Symbolen. In ihrem Antrag heißt es: „Die Verbreitung und Verwendung von Symbolen aus der Zeit der DDR soll - analog zu rechtsradikalen Symbolen - (...) strafbar gemacht werden. Ferner muss auch geprüft werden, ob die Verherrlichung der DDR durch sogenannte „Ostalgie“-Produkte ebenfalls verboten werden kann...“

http://nachrichten.lvz-online.de/nachric...g-a-113474.html

Ob das was hilft?

Früher hieß es immer, was verboten ist macht doppelt soviel Spaß!


Mir fällt dazu nur eins ein, man sollte die Leute die sowas vorschlagen und die DDR mit dem 3. Reich auf eine Stufe stellen, dringend zu einer Drogenentzugskur schicken.
Oder man verklagt sie gleich wegen Volksverhetzung.
Ich hab noch eine Stempelkarte und Führerschein aus der DDR, mit Symbolik der DDR drauf, na hoffentlich klagt mich nun keiner an.

Oh man, was Rauchen die für Zeug, kann nur Bahndammgras Nordseite sein.


Ein Volk, das sich einem fremden Geist fügt,
verliert schließlich alle guten Eigenschaften und damit sich selbst.
Ernst Moritz Arndt (1769 - 1860)
frank hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#228

RE: Gehören Symbole aus DDR-Zeiten verboten???

in Leben in der DDR 26.10.2012 16:28
von Vorwendezeittouri | 142 Beiträge

Nein, gehören nicht verboten! Warum? Weil man sich immer an die deutsche Teilung erinnern sollte, und ich finde die Symbole eines sozialischen Staates wesentlich weniger schlimm, als die Symbole der damaligen NS-Zeit, weil dort unter der Führung des damaligen Unrechtsstaates Volks-Massenvernichtungen durchgeführt wurden, das ist in meinen Augen erheblich schlimmer und grausamer, als der Schießbefehl an der innerdeutschen Grenze (wobei ich auch das nicht verharmlosen möchte, um Gottes Willen). NS-Zeit war trotzdem deutschlands dunkelstes Kapitel, daher auch Symbol-Verbote aus dieser Zeit absolut gerechtfertigt.

Zudem werden und wurden ja auch DDR-Symbole heutigen Berlin-Touristen zum Kauf angeboten....


"Keine Atempause, Geschichte wird gemacht, es geht voran!" (Fehlfarben, 1980)
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#229

RE: Gehören Symbole aus DDR-Zeiten verboten???

in Leben in der DDR 26.10.2012 20:36
von Jackson | 102 Beiträge

Um kurz auf das Thema zu antworten; Nein



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#230

RE: Gehören Symbole aus DDR-Zeiten verboten???

in Leben in der DDR 26.10.2012 21:22
von Gert | 12.354 Beiträge

Zitat von Hackel39 im Beitrag #225
Zitat von Grenzwolf62 im Beitrag #224

Zitat von Hackel39

Zitat von Grenzwolf62

Zitat von Hackel39

Zitat von Sennewald
Auch mal wieder so ein Beispiel wo die Ursprungsfrage in einen ganz anderen tenor abdriftet...und wir enden bei Softeis...
Klar ist doch alle faschistischen und auch die Symbole welche in der DDR oder in anderen kommunistischen Laendern zur Unterdrueckung der Menschen dienten, sind nicht legal , und ueber andere Symbole, wie das gruene Maennchen, oder gar Pitiplatsch zu diskutieren finde ich eine "Verwaesserung" der Diskussion..aber eigentliche war die eingangsfrage schon falsch( gehoeren Symbole aus der DDr verboten".....vielleicht habe ich ja auch was verpasst und das ist nur eine witzige Diskussion ohne Pointen..Gruss an alle


Also ich bewahre meine Streckenkenntnisnachweise, Bahnhofspläne u.v.a. was ich zum Dienst brauche in einem FDJ- Hefter auf und selbst wenn das jemanden stören würde, käme der nicht auf den Müll, das Verbot der FDJ ist für mich ohne aktuelle Relevanz.
Modelleisenbahnen mit dem "Reichsbahnlogo" sind inzwischen wieder sehr beliebt und teilweise schon echte Raritäten und wenn mir die schweizer Stellwerkskollegen aus Basel eine gute Fahrt ins Reichsgebiet wünschen, finde ich das inzwischen recht normal- offenbar können Ausländer unseren sensibilisierten Umgang mit der DDR- Vergangenheit gar nicht verstehen.
Wenn ich mir vorstelle, daß die Wachmannschaften der Grenztruppen hier solche Veteranentreffen veranstalten und solche Ehrungen erfahren würden wie die ehemals marodierenden GI- Verbrecher im Vietnamkrieg http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-13512807.html seitens der US- Öffentlichkeit, so sollte doch der Umgang mit den DDR- Symbolen doch tatsächlich viel unverkrampfter sein.
Es ist nicht mehr und nicht weniger als Heimatliebe, sich zu den Symbolen der gekenterten Republik zu bekennen.


Na aber hallo, bei allem Respekt, die Mehrzahl der von dir so unüberlegt betitelten waren ganz normale Wehrpflichtige die ganz gewiss nicht dort sein wollten.
Beim allumfassenden Kampf gegen den US-Imperialismus mal doch ein ganz klein wenig nachdenken.
Dann kannst du auch wieder entspannt in deine vergilbten FDJ-Ordner gucken.



Ich weiß nur, daß sich die amerikanische Mittelschicht recht geschickt um den Vietnameinsatz drücken konnte, schlimmstenfalls war man eben kein Patriot.
Genausowenig übrigens wie die deutsche Mittelschicht in Afghanistan präsent ist, es sind vorwiegend materielle Interessen und Abeteuerlust, die junge Leute zu solchen Einsätzen treiben, auch weil sie dort noch die Kameradschaften zu finden glauben, die es in dieser total bekloppten Arbeitswelt hierzulande nicht mehr gibt.
Ich halte mich schon absichtlich zurück mit der Thematik "Unterschichtenarmee" die hier auch aktuell ist, da alle Gespräche, die ich bislang mit diesen Personenkreis mittelbar (über Freundin) als auch direkt, z.B. auf meinen Bahnreisen geführt habe, zu eben diesem Ergebnis führen.




Jeder Krieg ist einfach Sch... egal wo und wer ihn führt.
Ich bin froh das ich nicht wie mein Vater in einen richtigen ziehen musste, schon schlimm genug das ich das große Gefängnis mit bewacht habe.
Alles gute für dich und für uns




...für mich wars kein Gefängnis, heute bin ich berufsbedingt aus der Heimat ausgesperrt und nur 3-4 ganze Tage im Monat zu Hause...und wenn die Alternative zum "DDR- Gefängnis" Aussperrung bedeutet, wäre ich lieber wieder eingesperrt.
Und die Einberufungsaktivitäten der BW- Offiziere zu den aktuellen Kriegen kann man möglicherweise sogar mit der Strategie von Zeitschriftenwerbern vergleichen- niemand muß im Moment wirklich dort hin, aber wenn man sich etwas einreden läßt, hat man eben das Abo am Hals weil er nur die Prämie im Hinterkopf hatte, so sehe ich das.
Das ist kein Vergleich mit der Rekruten- "Gewinnung" der Wehrmacht, hier gab es nur noch Zwang.

Wie sich das mit den Berufssoldaten darstellt, kann ich nicht genau sagen- aber auch da führe ich den persönlichen Vergleich an.
Das mit den 3-4 freien tagen im Monat, muß ich auch nicht, ich kann notfalls auch hier arbeiten, z.B. bei der DB Zeitarbeit.
Dort hätte ich einen Vorstandschef mit dem 200fachen Lokführergehalt und eben diese praktizierte Mißachtung ehrlicher Arbeit wäre noch schlimmer als die Aussperrung.
Ebenso verhält es sich wahrscheinlich mit einem Teil der Volunteers of Germany, die meinen, unter der Flagge der Bundeswehr eine Berufsehre verteidigen zu müssen.
Leider ist mir so jemand aber bislang eben nicht bekannt, meine Erkenntnisse basieren auf bislang 5 Einsatzkräfte, die ich mittelbar oder unmittelbar kennen lernen durfte, das ist dabei zu bedenken, mithin eine recht dünne Datenbasis.




also Hackl da verstehe ich dich nicht . Du hast einen Beruf, der ganz klar mit mehr oder weniger großer Reisetätigkeit verbunden ist. Wenn ich dich richtig lese, hast du auch Spass in diesem Beruf. Andererseits predigst du die unbedingte und ständige Anwesenheit auf deiner sachsen-anhaltinischen Scholle, die dir nun durch dieses böse westdeutsche System verwehrt wird. Da bleibt ja nur noch die Lok der Kindereisenbahn im Phantasialand, oder ?


.
All free men, wherever they may live, are citizens of Berlin, and, therefore, as a free man, I take pride in the words ‘Ich bin ein Berliner!’”
John F.Kennedy 1963 in Berlin
Geld ist geprägte Freiheit!
Dostojewski 1866
Zuerst ignorieren sie dich, dann lachen sie über dich, dann bekämpfen sie dich und dann gewinnst du.
Mahatma Gandhi
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#231

RE: Gehören Symbole aus DDR-Zeiten verboten???

in Leben in der DDR 26.10.2012 21:28
von Mike59 | 7.959 Beiträge

Zitat von Grenzwolf62 im Beitrag #222
[quote="Hackel39"][quote="Sennewald"]
Beim allumfassenden Kampf gegen den US-Imperialismus mal doch ein ganz klein wenig nachdenken.
Dann kannst du auch wieder entspannt in deine vergilbten FDJ-Ordner gucken


Kurze Frage, was ist ?


Zitat
Dann kannst du auch wieder entspannt in deine vergilbten FDJ-Ordner gucken.



Sag bloss du hast so etwas?

Mike59


zuletzt bearbeitet 26.10.2012 21:30 | nach oben springen

#232

RE: Gehören Symbole aus DDR-Zeiten verboten???

in Leben in der DDR 26.10.2012 21:32
von Wanderer zwischen 2 Welten | 2.340 Beiträge

Zitat von Vorwendezeittouri im Beitrag #228
Nein, gehören nicht verboten! Warum? Weil man sich immer an die deutsche Teilung erinnern sollte, und ich finde die Symbole eines sozialischen Staates wesentlich weniger schlimm, als die Symbole der damaligen NS-Zeit, weil dort unter der Führung des damaligen Unrechtsstaates Volks-Massenvernichtungen durchgeführt wurden, das ist in meinen Augen erheblich schlimmer und grausamer, als der Schießbefehl an der innerdeutschen Grenze (wobei ich auch das nicht verharmlosen möchte, um Gottes Willen). NS-Zeit war trotzdem deutschlands dunkelstes Kapitel, daher auch Symbol-Verbote aus dieser Zeit absolut gerechtfertigt.

Zudem werden und wurden ja auch DDR-Symbole heutigen Berlin-Touristen zum Kauf angeboten....


Echte NS Symbole gibt es ueberhaupt nicht. Das Hakenkreuz ist tausende von Jahren alt und wurde von vielen Kulturen verwendet. Die SS Runen ("Sig" Rune lautet der richtige Name) , wie der Name schon sagt, sind Runen , ebenfalls tausende von Jahren alt und eine Art von Uralphabet der nord- und mitteleuropaeischen Voelker. Hitler hat diese Symbole aus der Vergangenheit unserer Kultur uebernommen um davon abzulenken das der Nationalsozialismus gar nicht auf deutschem Mist gewachsen ist, sondern seinen Ursprung in der roemischen Kultur hat. Schon aus diesem Grund bin ich auch gegen ein Verbot dieser Symbole.


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#233

RE: Gehören Symbole aus DDR-Zeiten verboten???

in Leben in der DDR 27.10.2012 12:13
von Grenzfuchs | 445 Beiträge

Zitat von LO-Wahnsinn im Beitrag #227
Zitat von GZB1 im Beitrag #1
Im Nachwuchs der CDU gibt es anläßlich des gegenwärtigen Parteitages in Leipzig etwas krude Vorstellungen von der Bewältigung der DDR-Zeit:

"...Die Junge Union beantragt ein Verbot von DDR-Symbolen. In ihrem Antrag heißt es: „Die Verbreitung und Verwendung von Symbolen aus der Zeit der DDR soll - analog zu rechtsradikalen Symbolen - (...) strafbar gemacht werden. Ferner muss auch geprüft werden, ob die Verherrlichung der DDR durch sogenannte „Ostalgie“-Produkte ebenfalls verboten werden kann...“

http://nachrichten.lvz-online.de/nachric...g-a-113474.html

Ob das was hilft?

Früher hieß es immer, was verboten ist macht doppelt soviel Spaß!


Mir fällt dazu nur eins ein, man sollte die Leute die sowas vorschlagen und die DDR mit dem 3. Reich auf eine Stufe stellen, dringend zu einer Drogenentzugskur schicken.
Oder man verklagt sie gleich wegen Volksverhetzung.
Ich hab noch eine Stempelkarte und Führerschein aus der DDR, mit Symbolik der DDR drauf, na hoffentlich klagt mich nun keiner an.

Oh man, was Rauchen die für Zeug, kann nur Bahndammgras Nordseite sein.




Hallo Männers,

DDR-Symbole verbieten, so ein Schmarn!

[""Mein Vorschlag wäre "die DDR und alles was irgend wo und wie diesbezüglich niedergeschrieben und dokumentiert" wurde, ist radikal auszuradieren! Selbst die Geschichte des Sportes muss neu geschrieben werden! Schriftsteller, Musiker, Künstler und was weiß ich nicht noch alles, alles weg, hat es nie gegeben!""]

Ich glaube die Unionsmitglieder wären glücklich, wenn es die DDR gar nicht gegeben hätte. Also machen wir die Landkarte der ehemaligen DDR weiß, ja ein weißer Fleck, den nachfolgende Generationen erforschen können! Und die 16 Mio. Einwohner hat es nie gegeben.

Nee, nee, nee, versteh einer die Welt!

Bei soviel Arroganz, Dummheit, nee = Frechheit krieg ich einen Hals. Die sind doch reif für die Kla..! Sollene sich gefälligst um eine ordentliche Polizik kümmern und soziale Mißstände beheben! In diesem Staat geht es immer mehr Menschen beschissener, die soziale Armut nimmt radikal zu, aber über Symbole der DDR zu philosophieren.

Ach so, na ja, bei den nächsten Wahlen weiß ich, was ich nicht wählen werde!

Gruß vom Grenzfuchs


Wer mit dem Strom schwimmt, wird nie die Quelle sehen!

GT der DDR, 1972-1975, GKS Süd -> GR-10 "Ernst Grube", II. Bat. Göttengrün / 8.GK Juchhöh - Uffz. - FW. d. Res.
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#234

RE: Gehören Symbole aus DDR-Zeiten verboten???

in Leben in der DDR 27.10.2012 13:08
von Ecki | 408 Beiträge

Zitat von Grenzfuchs im Beitrag #233
Also machen wir die Landkarte der ehemaligen DDR weiß, ja ein weißer Fleck, den nachfolgende Generationen erforschen können! Und die 16 Mio. Einwohner hat es nie gegeben.
Mein lieber Grenzfuchs,

gelb, nicht weiß bitte.
Denn mit Gelb haben wir DDR-ler Erfahrung: Im DDR-Autoatlas war das Gebiet der BRD eine gelbe Fläche. Das führte zu einer großen Orientierungslosigkeit, als wir gleich nach der Wende im Trabbi mal so auf die Schnelle "rübermachten".

Liebe Grüße

Ecki


Gott sei Dank!


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#235

RE: Gehören Symbole aus DDR-Zeiten verboten???

in Leben in der DDR 27.10.2012 14:28
von Weichmolch (gelöscht)
avatar

Zitat von Ecki im Beitrag #234
Mein lieber Grenzfuchs,

gelb, nicht weiß bitte.
Denn mit Gelb haben wir DDR-ler Erfahrung: Im DDR-Autoatlas war das Gebiet der BRD eine gelbe Fläche. Das führte zu einer großen Orientierungslosigkeit, als wir gleich nach der Wende im Trabbi mal so auf die Schnelle "rübermachten".

Liebe Grüße

Ecki



Bitte prüf diese Aussage nochmals sorgfältig. Für Berlin stimme ich zu. Aber für die BRD? Ein Scan würde mich an dieser Stelle überzeugen.

Weichmolch


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#236

RE: Gehören Symbole aus DDR-Zeiten verboten???

in Leben in der DDR 27.10.2012 15:58
von Ecki | 408 Beiträge

Zitat von Weichmolch im Beitrag #235
Zitat von Ecki im Beitrag #234
Mein lieber Grenzfuchs,

gelb, nicht weiß bitte.
Denn mit Gelb haben wir DDR-ler Erfahrung: Im DDR-Autoatlas war das Gebiet der BRD eine gelbe Fläche. Das führte zu einer großen Orientierungslosigkeit, als wir gleich nach der Wende im Trabbi mal so auf die Schnelle "rübermachten".

Liebe Grüße

Ecki



Bitte prüf diese Aussage nochmals sorgfältig. Für Berlin stimme ich zu. Aber für die BRD? Ein Scan würde mich an dieser Stelle überzeugen.

Weichmolch
Mein lieber Weichmolch,

ach Gott, den habe ich doch längst entsorgt. Aber die Erlebnisse von damals habe ich zeitnah aufgeschrieben, hier ein Auszug:

Sonntag, 12. November

... Gegen 2 Uhr sahen wir rechts neben der Straße ein Postenhäuschen mit einer geöffneten Schranke über einem asphaltierten Weg. Ich wusste, dass dies der Zugang zur sogenannten „5-km-Sperrzone“ ist, welche der eigentlichen Grenze vorgelagert war. Kein Mensch weit und breit. Ich beschloss, den Weg entlang zu fahren. Nach Passieren der Schranke bot sich ein beeindruckendes Bild. Es war stockdunkel. Wir sahen in ein Tal, in dem eine von Norden nach Süden verlaufende Straße zu erkennen war. Und direkt an der Straße ein leuchtendes Band. Ich war überzeugt: Die Straße ist die A 9 und das Leuchtband der Grenzübergang Hirschberg.
Natürlich waren wir ziemlich aufgeregt, die Müdigkeit verflog. Lediglich meine Tochter schlief friedvoll. Ich fuhr den in das Tal führenden Weg weiter. Er führte genau auf das Leuchtband zu, das sich zunehmend als eine Aneinanderreihung von beidseitig der Straße befindlichen, grellen Neonlampen erwies. Immer schärfer hoben sich auch die Konturen von Betongebäuden ab. Plötzlich waren wir auf der A 9, mitten im Grenzübergang. Kein Mensch zu sehen. Wir fuhren in südliche Richtung, im Grenzübergangsbereich waren einige halbgeöffnete Tore, welche wir umfahren mussten. Dann fuhren wir über eine Brücke, auf der sich links eine Betonstele mit dem DDR-Wappen befand. Kurz hinter der Brücke sahen wir rechts ein Schild mit dem Wappen des Freistaates Bayern. Dann wurde die Autobahn ganz glatt.
Wir waren im „Westen“!
Mittlerweile war es kurz vor 3 Uhr. Immer noch dunkel, frostig. Die Autobahn so gut wie leer. Wohin die A 9 führt, welche Ortschaften in der Nähe sind - wir konnten es nicht feststellen, da in unserem „DDR-Autoatlas“ die BRD-Fläche lediglich mit gelber Farbe gefüllt war.
Es ging bergauf, wir unterquerten die autobahnüberspannende Raststätte Rudolphstein und sahen einen Wegweiser „Hof 20 km“. Hof, das wussten wir, war eine größere Stadt. Da wollten wir hin. ...


Liebe Grüße

Ecki


Gott sei Dank!


Gert hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#237

RE: Gehören Symbole aus DDR-Zeiten verboten???

in Leben in der DDR 27.10.2012 16:45
von DoreHolm | 7.694 Beiträge

Ich hatte einen Reiseatlas DDR ("Atlas für Motortouristik", so hieß er, glaube ich), das muß so Anfang der 60er gewesen sein, denn ich machte da viele Radtouren in Thüringen. Der Atlas war auf den Außenseiten in einem etwas dunkleren Gelb gehalten und ich glaube, im Maßstab 1:200.000, also recht genau. Die BRD, das weiß ich nun aber genau, war zweifarbig (gelb und hellgrün) nach Wald und nicht Wald und die Fortsetzungen der F-Straßen waren auch als rote Linie eingezeichnet. Zur Wende hatte ich aber noch einen kleinformatigen Reiseatlas Deutschland von 1961. Der war sehr gut zu gebrauchen, allerdings waren da logischerweise noch nicht alle Autobahnen von 1989 drauf. Am 11.11., es war jedenfalls der Sonnabend nach der Maueröffnung, fuhren wir früh los, über Übergang Eisenach. Kurz hinter der Grenze fragte meine Frau ganz aufgeregt, ob wir schon im Westen sind. Ich sagte, na, hier stehen Fahrzeuge vom BGS (Herleshausen), also sind wir schon drüben. Es ging nach Köln zu ihrer Schwester. Die fahrt war für mich alles andere als lustig. Die Zündung stimmte nicht und ich hatte dauernd Zündaussetzer, die ich dann erst in Köln zusammen mit meinem Schwager beheben konnte. Unterwegs an einer Tanke haben wir eine aktuelle Karte der BRD erhalten. Bei der zweiten Fahrt erhielten wir wieder an einer Tanke einen A 4-Reiseatlas 1:300.000 mit dem Aufdruck "Kostenlose Ausgabe für Besucher aus der DDR" . Den habe ich heute noch.
Damals hat uns jeder zugewunken, heute rümpfe selbst ich die nase, wenn vor mir so ein "Stinker" fährt. Ist eben alles Gewohnheitssache.



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#238

RE: Gehören Symbole aus DDR-Zeiten verboten???

in Leben in der DDR 27.10.2012 17:03
von Gert | 12.354 Beiträge

Zitat von DoreHolm im Beitrag #237
Ich hatte einen Reiseatlas DDR ("Atlas für Motortouristik", so hieß er, glaube ich), das muß so Anfang der 60er gewesen sein, denn ich machte da viele Radtouren in Thüringen. Der Atlas war auf den Außenseiten in einem etwas dunkleren Gelb gehalten und ich glaube, im Maßstab 1:200.000, also recht genau. Die BRD, das weiß ich nun aber genau, war zweifarbig (gelb und hellgrün) nach Wald und nicht Wald und die Fortsetzungen der F-Straßen waren auch als rote Linie eingezeichnet. Zur Wende hatte ich aber noch einen kleinformatigen Reiseatlas Deutschland von 1961. Der war sehr gut zu gebrauchen, allerdings waren da logischerweise noch nicht alle Autobahnen von 1989 drauf. Am 11.11., es war jedenfalls der Sonnabend nach der Maueröffnung, fuhren wir früh los, über Übergang Eisenach. Kurz hinter der Grenze fragte meine Frau ganz aufgeregt, ob wir schon im Westen sind. Ich sagte, na, hier stehen Fahrzeuge vom BGS (Herleshausen), also sind wir schon drüben. Es ging nach Köln zu ihrer Schwester. Die fahrt war für mich alles andere als lustig. Die Zündung stimmte nicht und ich hatte dauernd Zündaussetzer, die ich dann erst in Köln zusammen mit meinem Schwager beheben konnte. Unterwegs an einer Tanke haben wir eine aktuelle Karte der BRD erhalten. Bei der zweiten Fahrt erhielten wir wieder an einer Tanke einen A 4-Reiseatlas 1:300.000 mit dem Aufdruck "Kostenlose Ausgabe für Besucher aus der DDR" . Den habe ich heute noch.
Damals hat uns jeder zugewunken, heute rümpfe selbst ich die nase, wenn vor mir so ein "Stinker" fährt. Ist eben alles Gewohnheitssache.


@DoreHolm
Du als eh. Parteisekretär hattest nichts besseres zu tun, als gleich am ersten Wochenende nach der Grenzöffnung in das Feindesland zu fahren. Und stell dir vor, die haben alle auch noch fröhlich euch zugewinkt. Haste denn auch gleich das Begrüßungsgeld abgeholt ? Innerhalb 24 Stunden waren 30 und mehr Jahre politische Schulung und permanente Darstellung des Klassenfeindes als die Ausgeburt des Bösen im Eimer.
Also ich staune wirklich, was man hier im Forum alles liest.


.
All free men, wherever they may live, are citizens of Berlin, and, therefore, as a free man, I take pride in the words ‘Ich bin ein Berliner!’”
John F.Kennedy 1963 in Berlin
Geld ist geprägte Freiheit!
Dostojewski 1866
Zuerst ignorieren sie dich, dann lachen sie über dich, dann bekämpfen sie dich und dann gewinnst du.
Mahatma Gandhi
Backe, Pit 59 und Altmark01 haben sich für diesen Beitrag bedankt
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#239

RE: Gehören Symbole aus DDR-Zeiten verboten???

in Leben in der DDR 27.10.2012 17:17
von LO-Wahnsinn | 3.489 Beiträge

Zitat von Ecki im Beitrag #236
Zitat von Weichmolch im Beitrag #235
Zitat von Ecki im Beitrag #234
Mein lieber Grenzfuchs,

gelb, nicht weiß bitte.
Denn mit Gelb haben wir DDR-ler Erfahrung: Im DDR-Autoatlas war das Gebiet der BRD eine gelbe Fläche. Das führte zu einer großen Orientierungslosigkeit, als wir gleich nach der Wende im Trabbi mal so auf die Schnelle "rübermachten".

Liebe Grüße

Ecki



Bitte prüf diese Aussage nochmals sorgfältig. Für Berlin stimme ich zu. Aber für die BRD? Ein Scan würde mich an dieser Stelle überzeugen.

Weichmolch
Mein lieber Weichmolch,

ach Gott, den habe ich doch längst entsorgt. Aber die Erlebnisse von damals habe ich zeitnah aufgeschrieben, hier ein Auszug:

Sonntag, 12. November

... Gegen 2 Uhr sahen wir rechts neben der Straße ein Postenhäuschen mit einer geöffneten Schranke über einem asphaltierten Weg. Ich wusste, dass dies der Zugang zur sogenannten „5-km-Sperrzone“ ist, welche der eigentlichen Grenze vorgelagert war. Kein Mensch weit und breit. Ich beschloss, den Weg entlang zu fahren. Nach Passieren der Schranke bot sich ein beeindruckendes Bild. Es war stockdunkel. Wir sahen in ein Tal, in dem eine von Norden nach Süden verlaufende Straße zu erkennen war. Und direkt an der Straße ein leuchtendes Band. Ich war überzeugt: Die Straße ist die A 9 und das Leuchtband der Grenzübergang Hirschberg.
Natürlich waren wir ziemlich aufgeregt, die Müdigkeit verflog. Lediglich meine Tochter schlief friedvoll. Ich fuhr den in das Tal führenden Weg weiter. Er führte genau auf das Leuchtband zu, das sich zunehmend als eine Aneinanderreihung von beidseitig der Straße befindlichen, grellen Neonlampen erwies. Immer schärfer hoben sich auch die Konturen von Betongebäuden ab. Plötzlich waren wir auf der A 9, mitten im Grenzübergang. Kein Mensch zu sehen. Wir fuhren in südliche Richtung, im Grenzübergangsbereich waren einige halbgeöffnete Tore, welche wir umfahren mussten. Dann fuhren wir über eine Brücke, auf der sich links eine Betonstele mit dem DDR-Wappen befand. Kurz hinter der Brücke sahen wir rechts ein Schild mit dem Wappen des Freistaates Bayern. Dann wurde die Autobahn ganz glatt.
Wir waren im „Westen“!
Mittlerweile war es kurz vor 3 Uhr. Immer noch dunkel, frostig. Die Autobahn so gut wie leer. Wohin die A 9 führt, welche Ortschaften in der Nähe sind - wir konnten es nicht feststellen, da in unserem „DDR-Autoatlas“ die BRD-Fläche lediglich mit gelber Farbe gefüllt war.
Es ging bergauf, wir unterquerten die autobahnüberspannende Raststätte Rudolphstein und sahen einen Wegweiser „Hof 20 km“. Hof, das wussten wir, war eine größere Stadt. Da wollten wir hin. ...


Liebe Grüße

Ecki




Dann bist Du offenbar den gleichen Weg gefahren wie ich.


Ein Volk, das sich einem fremden Geist fügt,
verliert schließlich alle guten Eigenschaften und damit sich selbst.
Ernst Moritz Arndt (1769 - 1860)
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#240

RE: Gehören Symbole aus DDR-Zeiten verboten???

in Leben in der DDR 27.10.2012 17:19
von Pit 59 | 10.135 Beiträge

Dann bist Du offenbar den gleichen Weg gefahren wie ich.@LO-W

Mehrere tausend andere auch.


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