#1

Schießbefehl DDR Grenze - Eine Erklärung

in Grenztruppen der DDR 12.11.2011 17:13
von Feliks D. | 8.887 Beiträge

Ja sicher, gefühlt die hundertste Diskussion zum Thema mag man nun denken. Wenn dem so wäre würde sie sich sicher nicht von allen anderen zum Thema unterscheiden, 100 Seiten Ja und Nein und am Ende doch kein Ergebnis.

Nun bin ich aber weit davon eine letztendlich fruchtlose Diskussion führen zu wollen, sondern erkläre dass auch ich mich entschlossen habe der offiziell verkündeten amtlichen Version zu folgen nach der es keinen Schießbefehl gab, sondern nur eine Erlaubnis zum Einsatz der Waffe.

Wenn nun also selbst schon offizielle Stellen der BRD dem "Unrechtsstaat" DDR bescheinigen müssen keinen Schießbefehl gehabt zu haben, dann sollte sich die weitere Laiendiskussion, in der uns erklärt werden soll es gäbe ihn doch, zum Thema wohl endgültig erübrigen.

Ende der Erklärung


Was ich zu sagen hatte habe ich gesagt, nun fürchte ich das allerletzte Wort. Der Sprache Ohnmacht hat mich oft geplagt, doch Trotz und Hoffnung gab ich niemals fort! Mir scheint die Welt geht aus den Fugen bringt sich um, die vielen Kriege zählt man schon nicht mehr. Auch dieses neue große Deutschland macht mich stumm, der Zorn der Worte und die Wut wird mehr. Die Welt stirbt leise stilles Schreien hört man nicht, es hilft kein Weinen und man sieht's nicht im Gesicht. Wer einen Menschen rettet rettet so die Welt, am Ende überleben wir uns doch. Nur wir bestimmen wann der letzte Vorhang fällt, still und leise verlassen wir die Welt!

Macht es gut Freunde!
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#2

RE: Schießbefehl DDR Grenze - Eine Erklärung

in Grenztruppen der DDR 12.11.2011 17:19
von Gelöschtes Mitglied
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.................................................................Grenzverletzer zu vernichten.
Jeden Tag von einem Laien an der Grenze zur Vergatterung gehört.
Mit vernichten war als Waffe nicht das Gummimesser gemeint.....

Ende meiner Erklärung!


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#3

RE: Schießbefehl DDR Grenze - Eine Erklärung

in Grenztruppen der DDR 12.11.2011 17:30
von Gert | 12.356 Beiträge

Das ist richtig Feliks, es gab wohl kein schriftlich ausformuliertes Gesetz und auch keinen schriftlichen Befehl. Die Leute, die diese Grenzabriegelung zu verantworten hatten, waren schlau genug, keine schriftlichen Dokumente über heikle Themen anzufertigen ( Man weiss ja nie und ihre Ahnung war richtig, nix ist ewig). Da ich als eh. Grenzsoldat aber Zeuge bin, kann ich dir sagen, das ich mit jeder Vergatterung den Befehl erhalten habe, Grenzverletzer festzunehmen und wenn dies nicht möglich ist, notfalls mit der Schusswaffe zu vernichten. Da wir keine Luftgewehre auf die Grenzstreife mitbekamen, war die Sache eindeutig und klar formuliert, aber eben immer nur mündlich. Das habe ich nie schriftlich bekommen. Diese mündlich erteilten Befehle waren für mich verbindlich und auch unzweideutig gegeben, also Gesetz.


.
All free men, wherever they may live, are citizens of Berlin, and, therefore, as a free man, I take pride in the words ‘Ich bin ein Berliner!’”
John F.Kennedy 1963 in Berlin
Geld ist geprägte Freiheit!
Dostojewski 1866
Zuerst ignorieren sie dich, dann lachen sie über dich, dann bekämpfen sie dich und dann gewinnst du.
Mahatma Gandhi
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#4

RE: Schießbefehl DDR Grenze - Eine Erklärung

in Grenztruppen der DDR 12.11.2011 17:38
von exgakl | 7.237 Beiträge

Zitat von Gert
Das ist richtig Feliks, es gab wohl kein schriftlich ausformuliertes Gesetz und auch keinen schriftlichen Befehl. Die Leute, die diese Grenzabriegelung zu verantworten hatten, waren schlau genug, keine schriftlichen Dokumente über heikle Themen anzufertigen ( Man weiss ja nie und ihre Ahnung war richtig, nix ist ewig). Da ich als eh. Grenzsoldat aber Zeuge bin, kann ich dir sagen, das ich mit jeder Vergatterung den Befehl erhalten habe, Grenzverletzer festzunehmen und wenn dies nicht möglich ist, notfalls mit der Schusswaffe zu vernichten. Da wir keine Luftgewehre auf die Grenzstreife mitbekamen, war die Sache eindeutig und klar formuliert, aber eben immer nur mündlich. Das habe ich nie schriftlich bekommen.

Diese mündlich erteilten Befehle waren für mich verbindlich und auch unzweideutig gegeben, also Gesetz.








Donnerwetter Gert, Du hättest also ohne Skrupel geschossen, da die mündlich gegebenen Befehle nun mal Gesetz waren... na ja
Bisher ahnte ich ja nicht einmal, was Du damals für ein Hardliner warst!
Ich finde die Diskussion um den Schießbefehl immer wieder spannend... wurde doch bei der Verurteilung von Krenz sogar durch das bundesdeutsche Gericht festgestellt, das es keinen Schießbefehl bei den Grenztruppen gab... nach Aussage des Gerichtes war der Befehl im Klassenauftrag verankert! (eine Aussage wie früher beim Parteitag)

VG exgakl


Man sollte niemanden mit Tatsachen verwirren, der sich seine Meinung schon gebildet hat....
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#5

RE: Schießbefehl DDR Grenze - Eine Erklärung

in Grenztruppen der DDR 12.11.2011 17:45
von Gert | 12.356 Beiträge

Zitat von exgakl

Zitat von Gert
Das ist richtig Feliks, es gab wohl kein schriftlich ausformuliertes Gesetz und auch keinen schriftlichen Befehl. Die Leute, die diese Grenzabriegelung zu verantworten hatten, waren schlau genug, keine schriftlichen Dokumente über heikle Themen anzufertigen ( Man weiss ja nie und ihre Ahnung war richtig, nix ist ewig). Da ich als eh. Grenzsoldat aber Zeuge bin, kann ich dir sagen, das ich mit jeder Vergatterung den Befehl erhalten habe, Grenzverletzer festzunehmen und wenn dies nicht möglich ist, notfalls mit der Schusswaffe zu vernichten. Da wir keine Luftgewehre auf die Grenzstreife mitbekamen, war die Sache eindeutig und klar formuliert, aber eben immer nur mündlich. Das habe ich nie schriftlich bekommen.

Diese mündlich erteilten Befehle waren für mich verbindlich und auch unzweideutig gegeben, also Gesetz.








Donnerwetter Gert, Du hättest also ohne Skrupel geschossen, da die mündlich gegebenen Befehle nun mal Gesetz waren... na ja
Bisher ahnte ich ja nicht einmal, was Du damals für ein Hardliner warst!
Ich finde die Diskussion um den Schießbefehl immer wieder spannend... wurde doch bei der Verurteilung von Krenz sogar durch das bundesdeutsche Gericht festgestellt, das es keinen Schießbefehl bei den Grenztruppen gab... nach Aussage des Gerichtes war der Befehl im Klassenauftrag verankert! (eine Aussage wie früher beim Parteitag)

VG exgakl




Ja Karsten ich hätte geschossen, aber nicht getroffen. Diese Version hatte ich mir zurecht gelegt. Schließlich wollte ich in meinem jungen Leben nicht in einer der DDR Haftanstalten landen ( Ich weiss nicht ob es 1963 schon Schwedt gab, ich kann mich jedenfalls nicht erinnern dass darüber gesprochen wurde ) Um diese evtll. schlechten Schiessergebnisse zu untermauern habe ich beim Scharfschiessen mich mitunter etwas dämlich angestellt. Zum Glück bin ich nie in eine solche heikle Situation gekommen.

Gruß Gert


.
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#6

RE: Schießbefehl DDR Grenze - Eine Erklärung

in Grenztruppen der DDR 12.11.2011 17:49
von Alfred | 6.853 Beiträge

Gert,

wie die Waffe anzuwenden war , ist doch geregelt. Dies kann man auch heute nachlesen und es gibt diese Dokumente noch, vom NVR angefangen bis auf die verschiedensten Ebenen.
Auch ersetzte die Vergatterung keine Befehle , Gesetze.
Vernichten war - ist - ein militärischer Begriff und bedeutete nicht erschießen. Es gab Armeen die wurden vernichtet, dies bedeutete aber nicht, dass alle Angehörigen der Armee tot waren.

Kein Befehl sah das ERSCHIEßEN vor.

Aber dieses Thema hatten wir ja nun schon zig mal.


zuletzt bearbeitet 12.11.2011 17:49 | nach oben springen

#7

RE: Schießbefehl DDR Grenze - Eine Erklärung

in Grenztruppen der DDR 12.11.2011 17:57
von exgakl | 7.237 Beiträge

@ Gert, ich habe mich die ganze Zeit gefragt, wie Du die Kurve wieder kriegst.. jetzt weiss ich es!


Man sollte niemanden mit Tatsachen verwirren, der sich seine Meinung schon gebildet hat....
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#8

RE: Schießbefehl DDR Grenze - Eine Erklärung

in Grenztruppen der DDR 12.11.2011 18:19
von Thunderhorse | 4.016 Beiträge

Zitat von exgakl

Zitat von Gert
Das ist richtig Feliks, es gab wohl kein schriftlich ausformuliertes Gesetz und auch keinen schriftlichen Befehl. Die Leute, die diese Grenzabriegelung zu verantworten hatten, waren schlau genug, keine schriftlichen Dokumente über heikle Themen anzufertigen ( Man weiss ja nie und ihre Ahnung war richtig, nix ist ewig). Da ich als eh. Grenzsoldat aber Zeuge bin, kann ich dir sagen, das ich mit jeder Vergatterung den Befehl erhalten habe, Grenzverletzer festzunehmen und wenn dies nicht möglich ist, notfalls mit der Schusswaffe zu vernichten. Da wir keine Luftgewehre auf die Grenzstreife mitbekamen, war die Sache eindeutig und klar formuliert, aber eben immer nur mündlich. Das habe ich nie schriftlich bekommen.

Diese mündlich erteilten Befehle waren für mich verbindlich und auch unzweideutig gegeben, also Gesetz.








Donnerwetter Gert, Du hättest also ohne Skrupel geschossen, da die mündlich gegebenen Befehle nun mal Gesetz waren... na ja
Bisher ahnte ich ja nicht einmal, was Du damals für ein Hardliner warst!
Ich finde die Diskussion um den Schießbefehl immer wieder spannend... wurde doch bei der Verurteilung von Krenz sogar durch das bundesdeutsche Gericht festgestellt, das es keinen Schießbefehl bei den Grenztruppen gab... nach Aussage des Gerichtes war der Befehl im Klassenauftrag verankert! (eine Aussage wie früher beim Parteitag)

VG exgakl




Wimre (ohne nun zig hunderte von Seiten an Urteilen nachzulesen) wurde seitens der Gerichte festgestellt das es keine Anhaltspunkte dafür gibt, das es einen Schießbefehl im Sinne eines förmlichen Befehls in "Schriftform" existiert, der die ausdrückliche Tötung von Flüchtenden angeordnet hat.
Die mündliche Befehlslage (Vergatterung) kann jeder selbst nachlesen.

And out.


"Mobility, Vigilance, Justice"
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#9

RE: Schießbefehl DDR Grenze - Eine Erklärung

in Grenztruppen der DDR 12.11.2011 18:26
von utkieker | 2.925 Beiträge

@Baumgarten

"wir, ehemalige Generale der Grenztruppen der Deutschen Demokratischen Republik, bitten Sie, die uns unterstellten Soldaten, Unteroffiziere und Offiziere von Strafverfolgung für die in Ausübung ihres Dienstes an der Grenze begangenen Handlungen freizustellen. Sie leisteten ihren Dienst auf der Grundlage der Verfassung und der Gesetze der DDR, des Fahneneides und erteilter Befehle.
Wir übernehmen persönlich die Verantwortung für die den Grenztruppen übertragenen Aufgaben und für den Dienst der Tausenden jungen Menschen an der Grenze.
Bei unserer Bitte gehen wir auch davon aus, daß Soldaten auf der ganzen Welt in gleicher Weise Befehlen gehorchten, die ihnen erteilt wurden. Niemand hat sie vor Gericht gestellt. Wir sind der Überzeugung, daß die Einheit des deutschen Volkes nur erreicht werden kann, wenn die Legitimität des Staates DDR nicht rückwirkend in Frage gestellt, wenn es nicht in Sieger und Besiegte gespalten wird, wenn neues Denken an die Stelle des Geistes des Kalten Krieges tritt.
Dabei sollen die Leiden der Opfer auf beiden Seiten der Grenze und ihrer Angehörigen sowie die tragischen Geschehnisse nicht vergessen werden.
Akzeptieren Sie unsere Bereitschaft, für alle uns Unterstellten die Verantwortung zu übernehmen."

Generaloberst Klaus-Dieter Baumgarten
Generalleutnant Karl Leonhardt
Generalleutnant Gerhard Lorenz
Generalmajor Dieter Teichmann

Ich möchte es den Herren Generälen hoch anerkennen, daß sie sich der Verantwortung stellten und sich de facto vor ihren Untergebenen stellten.
Ich mach mir selbst nichts vor als junger Uffz. hätte ich vermutlich geschossen und kann es nachvollziehen, wenn es andere im Befehlsnotstand auch taten. Im Nachhinein kann man sich gerne selbst in die Tasche lügen und dennoch bin ich froh darüber nie vor einer solchen Entscheidung gestanden zu haben...

Gruß Hartmut!


"Die Vergangenheit zu verbieten macht sie nicht ungeschehen, nicht einmal wenn man versucht sie selbst in sich zu verdrängen"
(Anja-Andrea 1959 - 2014)
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#10

RE: Schießbefehl DDR Grenze - Eine Erklärung

in Grenztruppen der DDR 12.11.2011 18:32
von Pitti53 | 8.789 Beiträge

Zitat von Thunderhorse

Zitat von exgakl

Zitat von Gert
Das ist richtig Feliks, es gab wohl kein schriftlich ausformuliertes Gesetz und auch keinen schriftlichen Befehl. Die Leute, die diese Grenzabriegelung zu verantworten hatten, waren schlau genug, keine schriftlichen Dokumente über heikle Themen anzufertigen ( Man weiss ja nie und ihre Ahnung war richtig, nix ist ewig). Da ich als eh. Grenzsoldat aber Zeuge bin, kann ich dir sagen, das ich mit jeder Vergatterung den Befehl erhalten habe, Grenzverletzer festzunehmen und wenn dies nicht möglich ist, notfalls mit der Schusswaffe zu vernichten. Da wir keine Luftgewehre auf die Grenzstreife mitbekamen, war die Sache eindeutig und klar formuliert, aber eben immer nur mündlich. Das habe ich nie schriftlich bekommen.

Diese mündlich erteilten Befehle waren für mich verbindlich und auch unzweideutig gegeben, also Gesetz.








Donnerwetter Gert, Du hättest also ohne Skrupel geschossen, da die mündlich gegebenen Befehle nun mal Gesetz waren... na ja
Bisher ahnte ich ja nicht einmal, was Du damals für ein Hardliner warst!
Ich finde die Diskussion um den Schießbefehl immer wieder spannend... wurde doch bei der Verurteilung von Krenz sogar durch das bundesdeutsche Gericht festgestellt, das es keinen Schießbefehl bei den Grenztruppen gab... nach Aussage des Gerichtes war der Befehl im Klassenauftrag verankert! (eine Aussage wie früher beim Parteitag)

VG exgakl




Wimre (ohne nun zig hunderte von Seiten an Urteilen nachzulesen) wurde seitens der Gerichte festgestellt das es keine Anhaltspunkte dafür gibt, das es einen Schießbefehl im Sinne eines förmlichen Befehls in "Schriftform" existiert, der die ausdrückliche Tötung von Flüchtenden angeordnet hat.
Die mündliche Befehlslage (Vergatterung) kann jeder selbst nachlesen.

And out.




Na also TH hat ein Machtwort gesprochen.Dem sollte man glauben

Alles andere artet nur wieder in Spekulationen aus


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#11

RE: Schießbefehl DDR Grenze - Eine Erklärung

in Grenztruppen der DDR 12.11.2011 18:42
von Feliks D. | 8.887 Beiträge

Schriftform hin oder her, die Aussage ist eindeutig und bezieht sich nich explizit darauf...

Zitat
Einen Schießbefehl im Sinne einer Verpflichtung zum Todesschuss gab es – juristisch betrachtet – nicht. Aber Belobigungen und Prämien für Todesschützen, ideologische Beeinflussung der jungen Wehrpflichtigen und Soldaten sowie Strafgesetze, die Fluchtversuche unter bestimmten Bedingungen als Verbrechen definierten, rückten im Alltag der Grenzsoldaten die Erlaubnis zum Einsatz der Waffe in die unmittelbare Nähe der Pflicht.
Quelle: Der Regierende Bürgermeister von Berlin,- Senatskanzlei -, Referat II A, Online-Kommunikation



Auch wäre mir neu das eine Vergatterung in der DDR, egal welchen Wortlauts, derartige Rechtsgewalt innehatte um bestehende gesetzliche Rechtsnormen wie den §27 GrenzG und Vorläufer aufzuheben. Wie oben richtig erläutert gab es lediglich eine Befugnis zum Einsatz der Schusswaffe wie sie andere staatliche Stellen auch hatten und immer noch haben.

Weitere Diskussion aus diesem Grund überflüssig.


Was ich zu sagen hatte habe ich gesagt, nun fürchte ich das allerletzte Wort. Der Sprache Ohnmacht hat mich oft geplagt, doch Trotz und Hoffnung gab ich niemals fort! Mir scheint die Welt geht aus den Fugen bringt sich um, die vielen Kriege zählt man schon nicht mehr. Auch dieses neue große Deutschland macht mich stumm, der Zorn der Worte und die Wut wird mehr. Die Welt stirbt leise stilles Schreien hört man nicht, es hilft kein Weinen und man sieht's nicht im Gesicht. Wer einen Menschen rettet rettet so die Welt, am Ende überleben wir uns doch. Nur wir bestimmen wann der letzte Vorhang fällt, still und leise verlassen wir die Welt!

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#12

RE: Schießbefehl DDR Grenze - Eine Erklärung

in Grenztruppen der DDR 12.11.2011 19:15
von Zaunkletterer (gelöscht)
avatar

Zitat von Feliks D.
Schriftform hin oder her, die Aussage ist eindeutig und bezieht sich nich explizit darauf...

Zitat
Einen Schießbefehl im Sinne einer Verpflichtung zum Todesschuss gab es – juristisch betrachtet – nicht. Aber Belobigungen und Prämien für Todesschützen, ideologische Beeinflussung der jungen Wehrpflichtigen und Soldaten sowie Strafgesetze, die Fluchtversuche unter bestimmten Bedingungen als Verbrechen definierten, rückten im Alltag der Grenzsoldaten die Erlaubnis zum Einsatz der Waffe in die unmittelbare Nähe der Pflicht.
Quelle: Der Regierende Bürgermeister von Berlin,- Senatskanzlei -, Referat II A, Online-Kommunikation



Auch wäre mir neu das eine Vergatterung in der DDR, egal welchen Wortlauts, derartige Rechtsgewalt innehatte um bestehende gesetzliche Rechtsnormen wie den §27 GrenzG und Vorläufer aufzuheben. Wie oben richtig erläutert gab es lediglich eine Befugnis zum Einsatz der Schusswaffe wie sie andere staatliche Stellen auch hatten und immer noch haben.

Weitere Diskussion aus diesem Grund überflüssig.



Verstehe ich zu diesem Thema alles falsch?! Kein Schießbefehl, oder wie auch immer betitelt, und trotzdem wurde geschossen! Für Außenstehende bei allem guten Willen nicht mal im Ansatz zu verstehen.......


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#13

RE: Schießbefehl DDR Grenze - Eine Erklärung

in Grenztruppen der DDR 12.11.2011 19:20
von Feliks D. | 8.887 Beiträge

Doch Zaunkletterer, eigentlich ganz einfach zu verstehen der Unterschied zwischen der Befugnis die Waffe als letztes Mittel einsetzen zu können und einem Befehl schießen zu müssen.

Die Polizei heute darf auch schießen, kein Mensch käme hier jedoch auf den Gedanken von einem Schießbefehl zu sprechen.


Was ich zu sagen hatte habe ich gesagt, nun fürchte ich das allerletzte Wort. Der Sprache Ohnmacht hat mich oft geplagt, doch Trotz und Hoffnung gab ich niemals fort! Mir scheint die Welt geht aus den Fugen bringt sich um, die vielen Kriege zählt man schon nicht mehr. Auch dieses neue große Deutschland macht mich stumm, der Zorn der Worte und die Wut wird mehr. Die Welt stirbt leise stilles Schreien hört man nicht, es hilft kein Weinen und man sieht's nicht im Gesicht. Wer einen Menschen rettet rettet so die Welt, am Ende überleben wir uns doch. Nur wir bestimmen wann der letzte Vorhang fällt, still und leise verlassen wir die Welt!

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#14

RE: Schießbefehl DDR Grenze - Eine Erklärung

in Grenztruppen der DDR 12.11.2011 19:25
von eisenringtheo | 9.179 Beiträge

Da wird so viel gesagt und geschrieben, dass man am Schluss ein Fall für die Psychiatrie wird. Wikipedia ist ohnehin keine Hilfe. Ausser das englische für die Amis: "order to fire...by all means including killing the violators!"
http://en.wikipedia.org/wiki/Schie%C3%9Fbefehl
Theo


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#15

RE: Schießbefehl DDR Grenze - Eine Erklärung

in Grenztruppen der DDR 12.11.2011 19:27
von utkieker | 2.925 Beiträge

Zitat von Feliks D.
Schriftform hin oder her, die Aussage ist eindeutig und bezieht sich nich explizit darauf...
.....
Auch wäre mir neu das eine Vergatterung in der DDR, egal welchen Wortlauts, derartige Rechtsgewalt innehatte um bestehende gesetzliche Rechtsnormen wie den §27 GrenzG und Vorläufer aufzuheben. Wie oben richtig erläutert gab es lediglich eine Befugnis zum Einsatz der Schusswaffe wie sie andere staatliche Stellen auch hatten und immer noch haben.

Weitere Diskussion aus diesem Grund überflüssig.



Hallo Feliks,

Eines verstehe nicht erst eröffnest du einen Thread und dann hälst du weitere Diskussionen für überflüssig? Die Vergatterung kenne ich auch als BEFEHL ZUR GRENZSICHERUNG und schloß auch die Vernichtung der Grenzverletzer mit ein, wenn eine Festnahme nicht möglich gewesen wäre!

Gruß Hartmut!


"Die Vergangenheit zu verbieten macht sie nicht ungeschehen, nicht einmal wenn man versucht sie selbst in sich zu verdrängen"
(Anja-Andrea 1959 - 2014)
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#16

RE: Schießbefehl DDR Grenze - Eine Erklärung

in Grenztruppen der DDR 12.11.2011 20:05
von Zaunkletterer (gelöscht)
avatar

Zitat von Feliks D.
Doch Zaunkletterer, eigentlich ganz einfach zu verstehen der Unterschied zwischen der Befugnis die Waffe als letztes Mittel einsetzen zu können und einem Befehl schießen zu müssen.

Die Polizei heute darf auch schießen, kein Mensch käme hier jedoch auf den Gedanken von einem Schießbefehl zu sprechen.


Ein Thema für das es wohl nie einen Abschluß geben wird. Für mich konnte dieses Grenzregime nur mit einer eindeutigen!! Befehlsstruktur und Kette am laufen gehalten werden. Ansonsten hätte jeder auch nur durchschnittlich begabte Mensch niemals die Waffe gegen wehrlose, Betonung liegt genau darauf, Menschen eingesetzt. Die Polizei in diesem Zusammenhang als Beispiel zu nennen, ist aus meiner Sicht völlig unpassend.


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#17

RE: Schießbefehl DDR Grenze - Eine Erklärung

in Grenztruppen der DDR 12.11.2011 20:20
von Gert | 12.356 Beiträge

Zitat von Zaunkletterer

Zitat von Feliks D.
Doch Zaunkletterer, eigentlich ganz einfach zu verstehen der Unterschied zwischen der Befugnis die Waffe als letztes Mittel einsetzen zu können und einem Befehl schießen zu müssen.

Die Polizei heute darf auch schießen, kein Mensch käme hier jedoch auf den Gedanken von einem Schießbefehl zu sprechen.


Ein Thema für das es wohl nie einen Abschluß geben wird. Für mich konnte dieses Grenzregime nur mit einer eindeutigen!! Befehlsstruktur und Kette am laufen gehalten werden. Ansonsten hätte jeder auch nur durchschnittlich begabte Mensch niemals die Waffe gegen wehrlose, Betonung liegt genau darauf, Menschen eingesetzt. Die Polizei in diesem Zusammenhang als Beispiel zu nennen, ist aus meiner Sicht völlig unpassend.




Zaunkletterer bravo, treffender kann man es nicht formulieren. Feliks, deine Einlassungen sind einfach nachträgliche Traumtänzerei. Zu der Zeit, als du noch deine "DDR Arbeitskleidung" trugst, hättest du ganz anders geredet. Ich möchte als gestellter Grenzverletzer nicht dir im Verhör gegenüber gesessen haben, da hätte ich mir sicher ander Texte anhören müssen.

Gruß Gert


.
All free men, wherever they may live, are citizens of Berlin, and, therefore, as a free man, I take pride in the words ‘Ich bin ein Berliner!’”
John F.Kennedy 1963 in Berlin
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#18

RE: Schießbefehl DDR Grenze - Eine Erklärung

in Grenztruppen der DDR 12.11.2011 20:21
von eisenringtheo | 9.179 Beiträge

Wenn erkennbar ist, dass der Angetroffene ein Verbrechen begeht, ist ein angemessener Waffeneinsatz zulässig, um das Verbrechen zu verhindern (Gefahrenabwehr) oder die Flucht zu verhindern, wenn eine Festnahme wegen Verdunkelungsgefahr erforderlich ist. Das Dilemma einiger Grenzsoldaten war wohl, dass aus ihrer Empfindung heraus ungesetzliche Grenzübertritte oder staatsfeindlicher Menschenhandel keine Verbrechen darstellten. Diese hofften, nie einen Grenzverletzer anzutreffen.
Theo


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#19

RE: Schießbefehl DDR Grenze - Eine Erklärung

in Grenztruppen der DDR 12.11.2011 20:25
von damals wars | 12.186 Beiträge

Zitat von exgakl
@ Gert, ich habe mich die ganze Zeit gefragt, wie Du die Kurve wieder kriegst.. jetzt weiss ich es!



Ich hör es wohl, ....


Als Gott den Menschen erschuf, war er bereits müde; das erklärt manches.(Mark Twain)
Ein demokratischer Rechtsstaat braucht Richter, keine Henker. Interview auf der Kundgebung Je suis Charlie am 11.01.2015
"Hass hat keinen Glauben, keine Rasse oder Religion, er ist giftig." der Witwer der britische Labour-Abgeordnete Jo Cox.
http://www.neo-magazin-royale.de/zdi/art...fur-frauke.html
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#20

RE: Schießbefehl DDR Grenze - Eine Erklärung

in Grenztruppen der DDR 12.11.2011 20:53
von Feliks D. | 8.887 Beiträge

Zitat von Gert
Feliks, deine Einlassungen sind einfach nachträgliche Traumtänzerei. Zu der Zeit, als du noch deine "DDR Arbeitskleidung" trugst, hättest du ganz anders geredet. Ich möchte als gestellter Grenzverletzer nicht dir im Verhör gegenüber gesessen haben, da hätte ich mir sicher ander Texte anhören müssen.

Gruß Gert




Ich denke nicht das sie sich sonderlich von der Hunderttausender anderer Unterschieden hat, die konnte auch jeder andere kaufen.


Was ich zu sagen hatte habe ich gesagt, nun fürchte ich das allerletzte Wort. Der Sprache Ohnmacht hat mich oft geplagt, doch Trotz und Hoffnung gab ich niemals fort! Mir scheint die Welt geht aus den Fugen bringt sich um, die vielen Kriege zählt man schon nicht mehr. Auch dieses neue große Deutschland macht mich stumm, der Zorn der Worte und die Wut wird mehr. Die Welt stirbt leise stilles Schreien hört man nicht, es hilft kein Weinen und man sieht's nicht im Gesicht. Wer einen Menschen rettet rettet so die Welt, am Ende überleben wir uns doch. Nur wir bestimmen wann der letzte Vorhang fällt, still und leise verlassen wir die Welt!

Macht es gut Freunde!
zuletzt bearbeitet 12.11.2011 20:54 | nach oben springen



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