#161

RE: Schießbefehl DDR Grenze - Eine Erklärung

in Grenztruppen der DDR 14.12.2011 19:30
von Mike59 | 7.979 Beiträge

Zitat von 94
Ha! Ich hab ihn gefunden! ... http://www.youtube.com/watch?v=nUcSytSoXk0#t=37s



Eigentlich hätte man alles außer Grenze und Kugeln zu spüren aus diesem Beitrag entfernen können. Dann wäre der Spot zwar nur noch ein Flash aber ein ganz eindeutiger Beweis. Ich weiß nur nicht zu was.

Mike59


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#162

RE: Schießbefehl DDR Grenze - Eine Erklärung

in Grenztruppen der DDR 14.12.2011 19:31
von Feliks D. | 8.887 Beiträge

Selektiver Ausschnitt, gemeint ist der militärische Gegner!


Was ich zu sagen hatte habe ich gesagt, nun fürchte ich das allerletzte Wort. Der Sprache Ohnmacht hat mich oft geplagt, doch Trotz und Hoffnung gab ich niemals fort! Mir scheint die Welt geht aus den Fugen bringt sich um, die vielen Kriege zählt man schon nicht mehr. Auch dieses neue große Deutschland macht mich stumm, der Zorn der Worte und die Wut wird mehr. Die Welt stirbt leise stilles Schreien hört man nicht, es hilft kein Weinen und man sieht's nicht im Gesicht. Wer einen Menschen rettet rettet so die Welt, am Ende überleben wir uns doch. Nur wir bestimmen wann der letzte Vorhang fällt, still und leise verlassen wir die Welt!

Macht es gut Freunde!
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#163

RE: Schießbefehl DDR Grenze - Eine Erklärung

in Grenztruppen der DDR 14.12.2011 19:37
von 94 | 10.792 Beiträge

Zitat von Diplomkanonier
Wo ist denn der Schiessbefehl?


Nicht? Och, menno! Also ich such nicht weiter.
Ist nähmlich (das zweite h extra für Mike59 *grins*) ganz schön anstrengend nach etwas zu suchen, was es gar nicht gibt.


Verachte den Krieg, aber achte den Krieger!


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#164

RE: Schießbefehl DDR Grenze - Eine Erklärung

in Grenztruppen der DDR 14.12.2011 20:05
von Mike59 | 7.979 Beiträge

(das zweite h extra für Mike59 *grins*)

Schwer OT *gr* du Arsch - gelacht hab ich trotzdem.

Mike59


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#165

RE: Schießbefehl DDR Grenze - Eine Erklärung

in Grenztruppen der DDR 14.12.2011 20:36
von eisenringtheo | 9.183 Beiträge

Zitat von Feliks D.
Selektiver Ausschnitt, gemeint ist der militärische Gegner!



Jeder kannte irgendjemanden der einmal bei den GT Dienst tat. Und alle sagten wohl, dass sie nicht auf, sonden neben die GV geschossen hätten, falls der Einsatz der Schusswaffe erforderlich gewesen wäre. Das Funktionieren der Grenzsicherung hing aber massgeblich davon ab, dass sie glaubwürdig blieb. Deshalb taten Politik und Armee alles, um die Abschreckung aufrechtzuhalten: Ich denke nicht, dass im Video nicht nur der militärische Gegner gemeint ist, sondern jeder, der ausserhalb der Güst die Grenze überschreiten will.
Theo


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#166

RE: Schießbefehl DDR Grenze - Eine Erklärung

in Grenztruppen der DDR 14.12.2011 20:49
von EK 82/2 | 2.952 Beiträge

Zitat von eisenringtheo

Zitat von Feliks D.
Selektiver Ausschnitt, gemeint ist der militärische Gegner!



Jeder kannte irgendjemanden der einmal bei den GT Dienst tat. Und alle sagten wohl, dass sie nicht auf, sonden neben die GV geschossen hätten, falls der Einsatz der Schusswaffe erforderlich gewesen wäre. Das Funktionieren der Grenzsicherung hing aber massgeblich davon ab, dass sie glaubwürdig blieb. Deshalb taten Politik und Armee alles, um die Abschreckung aufrechtzuhalten: Ich denke nicht, dass im Video nicht nur der militärische Gegner gemeint ist, sondern jeder, der ausserhalb der Güst die Grenze überschreiten will.
Theo



also das rote bestätige ich für mich negativ. einen schießbefehl kenne ich zwar nicht, da ich keinem exekutionskommado angehörte. aber wenn der einsatz der waffe notwendig wird, wäre doch jeder soldat dumm damit spass zu treiben. in die luft schießen ist richtig nach aufforderung sich zu ergeben und danach erneute aufforderung.
aber auch hier oder grade hier ist alles situationsabhängig zu betrachten. ich kenne keinen der jemanden mit willen erschießen wollte oder jemanden mit willen flüchten ließ um gegen seinen eid zu verstoßen.

ek 82/2


Alles was ich schreibe, ist nur meine Meinung und keine Feststellung.
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#167

RE: Schießbefehl DDR Grenze - Eine Erklärung

in Grenztruppen der DDR 14.12.2011 22:20
von eisenringtheo | 9.183 Beiträge

Zitat von EK 82/2

Zitat von eisenringtheo

Zitat von Feliks D.
Selektiver Ausschnitt, gemeint ist der militärische Gegner!



Jeder kannte irgendjemanden der einmal bei den GT Dienst tat. Und alle sagten wohl, dass sie nicht auf, sonden neben die GV geschossen hätten, falls der Einsatz der Schusswaffe erforderlich gewesen wäre. Das Funktionieren der Grenzsicherung hing aber massgeblich davon ab, dass sie glaubwürdig blieb. Deshalb taten Politik und Armee alles, um die Abschreckung aufrechtzuhalten: Ich denke nicht, dass im Video nicht nur der militärische Gegner gemeint ist, sondern jeder, der ausserhalb der Güst die Grenze überschreiten will.
Theo



also das rote bestätige ich für mich negativ. einen schießbefehl kenne ich zwar nicht, da ich keinem exekutionskommado angehörte. aber wenn der einsatz der waffe notwendig wird, wäre doch jeder soldat dumm damit spass zu treiben. in die luft schießen ist richtig nach aufforderung sich zu ergeben und danach erneute aufforderung.
aber auch hier oder grade hier ist alles situationsabhängig zu betrachten. ich kenne keinen der jemanden mit willen erschießen wollte oder jemanden mit willen flüchten ließ um gegen seinen eid zu verstoßen.

ek 82/2




Jetzt im Nachhinein möchte ich das Rot eingefärbte nicht aufrechthalten. Wenn einem GT Angehörigen der Reserve von Freunden oder Bekannten Fragen in Richtung Schusswaffeneinsatz gestellt, wird er sich überlegen, von wem und warum er sowas gefragt wird und eingermassen vorsichtig antworten.
Theo
PS: Bitte kein Thema entführen. Für das Fernglas einen neuen Thread eröffnen. So findet keiner die Beträge zum Fernglas.


zuletzt bearbeitet 14.12.2011 22:22 | nach oben springen

#168

RE: Schießbefehl DDR Grenze - Eine Erklärung

in Grenztruppen der DDR 14.12.2011 22:28
von Mike59 | 7.979 Beiträge

Zitat
Jetzt im Nachhinein möchte ich das Rot eingefärbte nicht aufrechthalten. Wenn einem GT Angehörigen der Reserve von Freunden oder Bekannten Fragen in Richtung Schusswaffeneinsatz gestellt, wird er sich überlegen, von wem und warum er sowas gefragt wird und eingermassen vorsichtig antworten.
Theo



Echt? Ist das so? bzw. war das so?

Das ist doch mit unbestimmter Sicherheit immer unterschiedlich zu handhaben.

Keine Ahnung von nichts aber immer mitten drin *

*Hat in der Ausbildung mal einer zu mir gesagt.

Mike59


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#169

RE: Schießbefehl DDR Grenze - Eine Erklärung

in Grenztruppen der DDR 14.12.2011 22:30
von Fall 80 | 171 Beiträge

Oh sorry, hatte ich garnicht bemerkt. Danke für den Hinweis.

Zitat von eisenringtheo

Zitat von EK 82/2

Zitat von eisenringtheo

Zitat von Feliks D.
Selektiver Ausschnitt, gemeint ist der militärische Gegner!



Jeder kannte irgendjemanden der einmal bei den GT Dienst tat. Und alle sagten wohl, dass sie nicht auf, sonden neben die GV geschossen hätten, falls der Einsatz der Schusswaffe erforderlich gewesen wäre. Das Funktionieren der Grenzsicherung hing aber massgeblich davon ab, dass sie glaubwürdig blieb. Deshalb taten Politik und Armee alles, um die Abschreckung aufrechtzuhalten: Ich denke nicht, dass im Video nicht nur der militärische Gegner gemeint ist, sondern jeder, der ausserhalb der Güst die Grenze überschreiten will.
Theo



also das rote bestätige ich für mich negativ. einen schießbefehl kenne ich zwar nicht, da ich keinem exekutionskommado angehörte. aber wenn der einsatz der waffe notwendig wird, wäre doch jeder soldat dumm damit spass zu treiben. in die luft schießen ist richtig nach aufforderung sich zu ergeben und danach erneute aufforderung.
aber auch hier oder grade hier ist alles situationsabhängig zu betrachten. ich kenne keinen der jemanden mit willen erschießen wollte oder jemanden mit willen flüchten ließ um gegen seinen eid zu verstoßen.

ek 82/2




Jetzt im Nachhinein möchte ich das Rot eingefärbte nicht aufrechthalten. Wenn einem GT Angehörigen der Reserve von Freunden oder Bekannten Fragen in Richtung Schusswaffeneinsatz gestellt, wird er sich überlegen, von wem und warum er sowas gefragt wird und eingermassen vorsichtig antworten.
Theo
PS: Bitte kein Thema entführen. Für das Fernglas einen neuen Thread eröffnen. So findet keiner die Beträge zum Fernglas.



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#170

RE: Schießbefehl DDR Grenze - Eine Erklärung

in Grenztruppen der DDR 14.12.2011 22:37
von S51 | 3.733 Beiträge

Zitat von eisenringtheo
... nicht nur der militärische Gegner gemeint ist, sondern jeder, der ausserhalb der Güst die Grenze überschreiten will....



Der Punkt war doch, dass das Thema "schießen auf jemanden mit dem Ziel, ihm Schaden zuzufügen" so gar nicht stand.
Ziel war die Sicherung der Staatsgrenze. Darauf wurden wir orientiert. Um diese Aufgabe zu erfüllen, waren Zwangsmittel zulässig. Auch der Einsatz der Waffe. Er richtete sich aber nicht auf die Person "dort" sondern darauf, den Grenzdurchbruch zuverhindern. Ansonsten hätte man ein Problem wegen Beihilfe bekommen können.
Die Flucht sollte verhindert werden, dafür war es kein notweniges Ziel "den da" vom Leben zum Tode zu befördern aber es konnte eben passieren. Das wollte keiner (fast keiner, es gibt meines Wissens ein Urteil wegen Mord) aber es konnte eben sein. Sinn des Schußwaffengebrauchs war es nicht. Wenn die Flucht verhindert werden konnte, wenn man daneben, davor oder dahinter hielt, war das genauso im Sinne des Gesetzes.
Deshalb kann auchn nahezu jeder Grenzer sagen, er hätte nicht gezielt geschossen. Es war gar nicht Sinn, jemanden zu verletzen oder zu töten, nur die Flucht war zu verhindern. Wenn es jedoch zu diesem extremen und doch recht seltenen (vergleichsweise) Ergebnis führte, dann war das so nicht gewollt. Diese Verantwortung hat man so auf den Grenzverletzer in spe delegiert. Wie woanders eben auch.


GK Nord, GR 20, 7. GK
VPI B-Lbg. K III


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#171

RE: Schießbefehl DDR Grenze - Eine Erklärung

in Grenztruppen der DDR 14.12.2011 22:41
von eisenringtheo | 9.183 Beiträge

Zitat von Mike59

Keine Ahnung von nichts aber immer mitten drin *

*Hat in der Ausbildung mal einer zu mir gesagt.

Mike59



Ein kluger Ausbilder! "Null Ahnung, aber immer dumm rüsseln!" pflegte ich als Korporal zu sagen.
Theo


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#172

RE: Frage zum Fernglas 7X40

in Grenztruppen der DDR 15.12.2011 13:33
von 94 | 10.792 Beiträge

Zitat von Pitti53
wie kommt das Fernglas hier rein?völlig OT


Deine rasche Auffassungsgabe ist immer wieder beeindruckend. Wie wäre es denn so als Dienstgradhöchster der , mal einen einen Thread-Split zu machen, hä? Upps, was ist itzo wieder dös, höre ich da den dienstältesten Admin brabbeln.
Nun, die Beiträge von #167 bis #175 in einen noch neu zu erstellenden Thread zum Beispiel im Unterforum Ausrüstung/Waffen/Fahrzeuge/Verordnungen/Uniformen/ auszulagern.
Den Titel hat @Fall80 ja schon vorgegeben, 'Frage zum Fernglas 7X40'.
Natürlich darf sich auch jeder Andere mit dem Recht fremde Beiträge zu editieren angesprochen fühlen *wink*

In letzter Zeit habe ich den Eindruck, das außer gewissen repräsentativen Funktionen einigen Verantwortlichen hier das Forum völlig am Gesäß vorbeigeht *nicht_grins*


Verachte den Krieg, aber achte den Krieger!


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#173

RE: Frage zum Fernglas 7X40

in Grenztruppen der DDR 15.12.2011 14:06
von Feliks D. | 8.887 Beiträge

Ist das endlich Deine Freiwilligenmeldung?


Was ich zu sagen hatte habe ich gesagt, nun fürchte ich das allerletzte Wort. Der Sprache Ohnmacht hat mich oft geplagt, doch Trotz und Hoffnung gab ich niemals fort! Mir scheint die Welt geht aus den Fugen bringt sich um, die vielen Kriege zählt man schon nicht mehr. Auch dieses neue große Deutschland macht mich stumm, der Zorn der Worte und die Wut wird mehr. Die Welt stirbt leise stilles Schreien hört man nicht, es hilft kein Weinen und man sieht's nicht im Gesicht. Wer einen Menschen rettet rettet so die Welt, am Ende überleben wir uns doch. Nur wir bestimmen wann der letzte Vorhang fällt, still und leise verlassen wir die Welt!

Macht es gut Freunde!
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#174

RE: Frage zum Fernglas 7X40

in Grenztruppen der DDR 15.12.2011 15:49
von exgakl | 7.237 Beiträge

Zitat von 94

Zitat von Pitti53
wie kommt das Fernglas hier rein?völlig OT


Deine rasche Auffassungsgabe ist immer wieder beeindruckend. Wie wäre es denn so als Dienstgradhöchster der , mal einen einen Thread-Split zu machen, hä? Upps, was ist itzo wieder dös, höre ich da den dienstältesten Admin brabbeln.
Nun, die Beiträge von #167 bis #175 in einen noch neu zu erstellenden Thread zum Beispiel im Unterforum Ausrüstung/Waffen/Fahrzeuge/Verordnungen/Uniformen/ auszulagern.
Den Titel hat @Fall80 ja schon vorgegeben, 'Frage zum Fernglas 7X40'.
Natürlich darf sich auch jeder Andere mit dem Recht fremde Beiträge zu editieren angesprochen fühlen *wink*

In letzter Zeit habe ich den Eindruck, das außer gewissen repräsentativen Funktionen einigen Verantwortlichen hier das Forum völlig am Gesäß vorbeigeht *nicht_grins*




@94 du kannst den Klugscheissermodus wieder ausschalten ich habs mal geteil!

VG exgakl


Man sollte niemanden mit Tatsachen verwirren, der sich seine Meinung schon gebildet hat....
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#175

RE: Frage zum Fernglas 7X40

in Grenztruppen der DDR 15.12.2011 18:58
von 94 | 10.792 Beiträge

Mach ich, könntest Du dann auch im Gegenzug die letzten fünf Beiträge (einschließlich diesen) löschen?
Schon mal vorab tapfer danksag.


Verachte den Krieg, aber achte den Krieger!


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#176

RE: Frage zum Fernglas 7X40

in Grenztruppen der DDR 18.12.2011 10:12
von exgakl | 7.237 Beiträge

da in einem anderem Thread gerade der Name Egon Bahr viel, mal eine Aussage von ihm zum "Schießbefehl"....

Auch in Bezug auf das Gerede vom "Schießbefehl“ brachte Egon Bahr in seinem junge Welt-Interview die Angelegenheit auf den Punkt, als er den "Schießbefehl" als Begriff des Kalten Krieges bezeichnete, der nicht den Befehl beinhaltete, Menschen zu töten. Was nach 1990 dazu auf dem Felde der Justiz geschehe, sei die Fortsetzung des Kalten Krieges. Dass er damit der politischen Justiz der BRD bescheinigte, den Kalten Krieg gegen die DDR auch nach der "Wiedervereinigung" in den Gerichtssälen fortgesetzt zu haben, bestätigt nur, was von Kritikern der Prozesse von Anfang an betont wurde.

Wer den ganzen wirklich interessanten Beitrag dazu lesen möchte, hier der Link http://www.nrhz.de/flyer/beitrag.php?id=16771

VG exgakl


Man sollte niemanden mit Tatsachen verwirren, der sich seine Meinung schon gebildet hat....
zuletzt bearbeitet 18.12.2011 10:13 | nach oben springen

#177

RE: Schießbefehl DDR Grenze - Eine Erklärung

in Grenztruppen der DDR 18.12.2011 11:24
von Rechercheur (gelöscht)
avatar

Zitat von Gert
Das ist richtig Feliks, es gab wohl kein schriftlich ausformuliertes Gesetz und auch keinen schriftlichen Befehl. Die Leute, die diese Grenzabriegelung zu verantworten hatten, waren schlau genug, keine schriftlichen Dokumente über heikle Themen anzufertigen ( Man weiss ja nie und ihre Ahnung war richtig, nix ist ewig). Da ich als eh. Grenzsoldat aber Zeuge bin, kann ich dir sagen, das ich mit jeder Vergatterung den Befehl erhalten habe, Grenzverletzer festzunehmen und wenn dies nicht möglich ist, notfalls mit der Schusswaffe zu vernichten. Da wir keine Luftgewehre auf die Grenzstreife mitbekamen, war die Sache eindeutig und klar formuliert, aber eben immer nur mündlich. Das habe ich nie schriftlich bekommen. Diese mündlich erteilten Befehle waren für mich verbindlich und auch unzweideutig gegeben, also Gesetz.






Das ausformulierte Gesetz bzw. den § 27 des DDR-Grenz-Gesetzes gibt es hier in Gänze (?) zu lesen: http://de.wikipedia.org/w/index.php?titl...=20070116204929 (zuletzt eingesehen heute, 18.12.2011, 11:16 Uhr).

Hier sind noch ein paar "Nachweise", die ich hier zur Diskussion stellen möchte:
"Durch den Befehl Nr. 39/60 vom 28. Juni 1960 des Ministers des Innern wurden die bis dahin geltenden, vergleichsweise restriktiven Vorgaben zum Schusswaffengebrauch gelockert. Demnach konnte

„unter Einhaltung der einschlägigen gesetzlichen Bestimmungen von der Schußwaffe Gebrauch gemacht werden [...] [b]ei der Festnahme von Spionen, Saboteuren, Provokateuren und anderen Verbrechern, wenn sie der Festnahme bewaffneten Widerstand entgegensetzen oder die Flucht ergreifen und keine Möglichkeit besteht, die Festnahme durch eine andere qualifizierte Maßnahme herbeizuführen.[4]“


Nach dem Mauerbau im August 1961 wurde der Schießbefehl gegen „Grenzverletzer“ noch expliziter. Auf einer Lagebesprechung des vom Politbüro eingesetzten „Zentralen Stabes“ am 20. September 1961 äußerte der Leiter dieses Stabes, Erich Honecker, gleichzeitig ZK-Sekretär für Sicherheit:

„Gegen Verräter und Grenzverletzer ist die Schußwaffe anzuwenden. Es sind solche Maßnahmen zu treffen, daß Verbrecher in der 100-m-Sperrzone gestellt werden können. Beobachtungs- und Schußfeld ist in der Sperrzone zu schaffen.[5]“

Seit dem 6. Oktober 1961 gab es einen Befehl des damaligen DDR-Verteidigungsministers Armeegeneral Heinz Hoffmann, der die Grenztruppen der DDR verpflichtete, die Schusswaffe nach Zuruf und Warnschuss sofort scharf anzuwenden und Flüchtende zu vernichten, wenn sie nicht auf andere Weise festzunehmen seien. In einer Rede, die filmisch festgehalten wurde, sagte Hoffmann:

„Wer unsere Grenze nicht respektiert, der bekommt die Kugel zu spüren.[6]“

Erich Honecker erklärte am 3. Mai 1974 auf der 45. Sitzung des Nationalen Verteidigungsrates in seiner Funktion als Vorsitzender:

„Es muss angestrebt werden, dass Grenzdurchbrüche überhaupt nicht zugelassen werden; (…) überall muss ein einwandfreies Schussfeld gewährleistet werden; (…) nach wie vor muss von der Schusswaffe rücksichtslos Gebrauch gemacht werden, und es sind die Genossen, die die Schusswaffe erfolgreich angewandt haben, zu belobigen.[7]“

↑ Zitiert nach Rudolf Riemer, Das zweigeteilte Deutschland 1961-1962. München 1995, S.115 ff.
↑ Zitiert nach W. Filmer/H. Schwan: Opfer der Mauer. Die geheimen Protokolle des Todes, München 1991, S. 379.
http://mobile.morgenpost.de/printarchiv/..._die_Kugel.html
↑ Matthias Judt (Hrsg.), DDR-Geschichte in Dokumenten, Bonn 1998 (bpb) S. 468f.

Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Schie%C3%9Fbefehl (zuletzt eingesehen, 18.12.2011, 11.22 Uhr)

Grüße, Rechercheur


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#178

RE: Schießbefehl DDR Grenze - Eine Erklärung

in Grenztruppen der DDR 18.12.2011 11:40
von exgakl | 7.237 Beiträge

Rechercheur... es gab Gesetze, diese Gesetze kamen an der Staatsgrenze zur Anwendung... nicht mehr und nicht weniger, unabhängig davon was Paul Gehrlinger oder Fritz Hülsensack irgendwann und irgendwo gesagt haben. Noch dazu sollte man nicht solche Aussagen aus dem Zusammenhang reissen, das gibt immer ein blödes Bild!

VG exgakl


Man sollte niemanden mit Tatsachen verwirren, der sich seine Meinung schon gebildet hat....
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#179

RE: Schießbefehl DDR Eine Erklärung

in Grenztruppen der DDR 18.12.2011 11:44
von Rechercheur (gelöscht)
avatar

Zitat von Mike59

Zitat von 94
Ha! Ich hab ihn gefunden! ... http://www.youtube.com/watch?v=nUcSytSoXk0#t=37s



Eigentlich hätte man alles außer Grenze und Kugeln zu spüren aus diesem Beitrag entfernen können. Dann wäre der Spot zwar nur noch ein Flash aber ein ganz eindeutiger Beweis. Ich weiß nur nicht zu was.

Mike59




Danke für die Super-Recherche. Ich habe mir das 00:47 min/sec. lange Dokument angesehen. Als NVA-eigene Hervorbringung ist dieses Dokument unwiderlegbar. Ebenfalls unwiderlegbar ist ein MfS-Telegramm vom 8.12.1979 der BV Magdeburg, HA IX, maschinell unterzeichnet von mueller/lubas, abgelegt in BStU Ast. Halle, AU 1039/80, Band 1, Bl. 103-106. "...(beide posten gaben insgesamt 51 schusz ab)..." Zwei Jugendliche im Alter von 15 versuchten im Grenzgebiet Sorge, Abschnitt 'Buchenwaldschlucht' über die Grenze abzuhauen. Sämtliche Schüsse wurden in einen der beiden Jugendlichen abgefeuert. Er verstarb noch vor Ort. Der andere kam mit Befürwortung des Psychologen Dr. s.c. Späte aus Bernburg in MfS-Untersuchungshaft. Das Telegramm in Gänze abgedruckt in: Axel Reitel, Der Jugendstrafvollzug der DDR am Beispiel des Jugendhauses Halle, Köster, 2006, S. 268f. Das gutachterliche Schreiben von Herrn Dr. s. c. Späte ebenda S. 270.
Gruß, Rechercheur


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#180

RE: Schießbefehl DDR Eine Erklärung

in Grenztruppen der DDR 18.12.2011 11:52
von exgakl | 7.237 Beiträge

Zitat von Rechercheur

Zitat von Mike59

Zitat von 94
Ha! Ich hab ihn gefunden! ... http://www.youtube.com/watch?v=nUcSytSoXk0#t=37s



Eigentlich hätte man alles außer Grenze und Kugeln zu spüren aus diesem Beitrag entfernen können. Dann wäre der Spot zwar nur noch ein Flash aber ein ganz eindeutiger Beweis. Ich weiß nur nicht zu was.

Mike59




Danke für die Super-Recherche. Ich habe mir das 00:47 min/sec. lange Dokument angesehen. Als NVA-eigene Hervorbringung ist dieses Dokument unwiderlegbar. Ebenfalls unwiderlegbar ist ein MfS-Telegramm vom 8.12.1979 der BV Magdeburg, HA IX, maschinell unterzeichnet von mueller/lubas, abgelegt in BStU Ast. Halle, AU 1039/80, Band 1, Bl. 103-106. "...(beide posten gaben insgesamt 51 schusz ab)..." Zwei Jugendliche im Alter von 15 versuchten im Grenzgebiet Sorge, Abschnitt 'Buchenwaldschlucht' über die Grenze abzuhauen. Sämtliche Schüsse wurden in einen der beiden Jugendlichen abgefeuert. Er verstarb noch vor Ort. Der andere kam mit Befürwortung des Psychologen Dr. s.c. Späte aus Bernburg in MfS-Untersuchungshaft. Das Telegramm in Gänze abgedruckt in: Axel Reitel, Der Jugendstrafvollzug der DDR am Beispiel des Jugendhauses Halle, Köster, 2006, S. 268f. Das gutachterliche Schreiben von Herrn Dr. s. c. Späte ebenda S. 270.
Gruß, Rechercheur




was an dem Dokument ist denn nun unwiderlegbar?


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