#401

RE: Schießbefehl DDR Grenze - Eine Erklärung

in Grenztruppen der DDR 27.12.2011 18:38
von Gelöschtes Mitglied
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Zitat von bendix

Zitat von exgakl

Zitat von maxel22

Zitat von Feliks D.
Mach Dich doch weiter zum Lolli, zumindest mich amüsiert es.





Das brauche ich nicht das macht Ihr doch selbst. Ihr versucht wie früher auch, die Rechte mit Füßen zu treten und euch schön sauber zu halten.


Grüße

P.s. Könnt mich ruhig aus diesen Forum rausschmeisen, wäre ja nicht der erste wenn man mal offen seine Meinung sagt.




ehrlich langsam gefällst DU mir auch... sag mal kannst Du eigentlich auch Deinen Namen tanzen? Ok... ick gebe mir jetzt selber Eene




Purzelbaum...Ordnung

....so nun kommt mal wieder zum Thema!!!





habt ja Recht


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#402

RE: Schießbefehl DDR Grenze - Eine Erklärung

in Grenztruppen der DDR 27.12.2011 18:49
von S51 | 3.733 Beiträge

Zitat von Thunderhorse
...
Das Wort "ideologisch" kommt im Zusammenhang mit dem Begriff "Klassenauftrag" vor.

Zitat:
Der "Klassenauftrag" stellt keine ideologische Leerformel dar.





Nein?
Der Klassenauftrag war die politisch, moralische Orientierung. Eben doch eine ideologische Formel, die benutzt wurde, um das Handeln moralisch zu werten. Mal so und mal so, jedoch eben nicht exakt bestimmt. Man hat mir seinerzeit fehlendes Klassenbewußtsein vorgehalten, weil ich meine Festgenommrnen nicht einfach nur öde an die Wand gestellt (nicht zum Erschießen, sondern um sie zu blockieren) sondern durch unterhalten die Zeit bis zum Eintreffen der Verstärkung überbrückt habe. Immerhin nicht selten ein bis zwei Stunden! Man hat mir fehlendes Klassenbewußtsein vorgehalten, weil ich meine freie Zeit mit Jagd verbracht habe statt zur Parteiversammlung zu fahren. Klassenauftrag aber war immer nur die Sicherung der Staatsgrenze, war der Schutz von Bürgern, deren Eigentum und des Staates (Volkseigentum), nie irgendwen zu erschießen.
Eine abstrakte Markierung denn die Art und Weise der Dienstdurchführung regelten eben nicht solche politischen Allgemeinplätze sondern Gesetze, Verordnungen und Weisungen.
Der Klassenauftrag war die Domäne der Politoffiziere. Die waren für unsere Moral zuständig. Sie konnten mit ihrer Argumentation, die ja nur vereinfachend war, auch nicht an den präziseren Regelungen vorbei. Diese so nur komentieren. Und die Formel "plakativ" ist auch nur ein unbestmmter, auslegbarer Begriff. Den man praktisch nach Belieben werten konnte und kann.
Solch eine Art von Rechtssprechung hätte seinerzeit durchaus zu uns gepasst. Jedoch mehr in den Bereich, der heutzutage dazu dient, uns ein "Unrechtsystem" vorzuhalten.


GK Nord, GR 20, 7. GK
VPI B-Lbg. K III


zuletzt bearbeitet 27.12.2011 19:00 | nach oben springen

#403

RE: Schießbefehl DDR Grenze - Eine Erklärung

in Grenztruppen der DDR 27.12.2011 19:09
von S51 | 3.733 Beiträge

Zitat von maxel22
...
Ich weiss das Ihr das Thema nicht gern habt :)

Grüße



Ach woher denn.
Ich könnte umgekehrt schreiben, ich weiß, dass "ihr" ein Problem mit "eurer" Art von Rechtssprechung habt. Dass "ihr" wißt, "euch" verrannt und auch ein bischen sehr verhauen habt. Es ist erkennbar, dass dafür nach einer Rechtfertigung gesucht wird. Die es nicht gibt. Es ehrt "euch", dass "euch" dies Kopfschmerzen im übertragenen Sinne macht. Wäre "uns" wohl nicht so gegangen.
Die Gänsefüßchen deshalb, weil ich das eben nicht persönlich meine sondern nur stellvertretend.


GK Nord, GR 20, 7. GK
VPI B-Lbg. K III


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#404

RE: Schießbefehl DDR Grenze - Eine Erklärung

in Grenztruppen der DDR 27.12.2011 19:39
von Feliks D. | 8.887 Beiträge

Zitat von maxel22


P.s. Könnt mich ruhig aus diesen Forum rausschmeisen, wäre ja nicht der erste wenn man mal offen seine Meinung sagt.




Ich hab da zwar nichts zu sagen, wäre aber dagegen. Geht doch der ganze Spaß verloren...


Was ich zu sagen hatte habe ich gesagt, nun fürchte ich das allerletzte Wort. Der Sprache Ohnmacht hat mich oft geplagt, doch Trotz und Hoffnung gab ich niemals fort! Mir scheint die Welt geht aus den Fugen bringt sich um, die vielen Kriege zählt man schon nicht mehr. Auch dieses neue große Deutschland macht mich stumm, der Zorn der Worte und die Wut wird mehr. Die Welt stirbt leise stilles Schreien hört man nicht, es hilft kein Weinen und man sieht's nicht im Gesicht. Wer einen Menschen rettet rettet so die Welt, am Ende überleben wir uns doch. Nur wir bestimmen wann der letzte Vorhang fällt, still und leise verlassen wir die Welt!

Macht es gut Freunde!
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#405

RE: Schießbefehl DDR Grenze - Eine Erklärung

in Grenztruppen der DDR 27.12.2011 19:43
von Feliks D. | 8.887 Beiträge

Zitat von S51
Klassenauftrag aber war immer nur die Sicherung der Staatsgrenze, war der Schutz von Bürgern, deren Eigentum und des Staates (Volkseigentum), nie irgendwen zu erschießen.



Eine Erkenntnis zu der ja nun selbst offizielle Stellen der BRD gelangt sind, wenn ich nochmals auf Seite 1 verweisen dürfte.


Was ich zu sagen hatte habe ich gesagt, nun fürchte ich das allerletzte Wort. Der Sprache Ohnmacht hat mich oft geplagt, doch Trotz und Hoffnung gab ich niemals fort! Mir scheint die Welt geht aus den Fugen bringt sich um, die vielen Kriege zählt man schon nicht mehr. Auch dieses neue große Deutschland macht mich stumm, der Zorn der Worte und die Wut wird mehr. Die Welt stirbt leise stilles Schreien hört man nicht, es hilft kein Weinen und man sieht's nicht im Gesicht. Wer einen Menschen rettet rettet so die Welt, am Ende überleben wir uns doch. Nur wir bestimmen wann der letzte Vorhang fällt, still und leise verlassen wir die Welt!

Macht es gut Freunde!
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#406

RE: Schießbefehl DDR Grenze - Eine Erklärung

in Grenztruppen der DDR 27.12.2011 20:22
von Gelöschtes Mitglied
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Zitat von Feliks D.

Zitat von S51
Klassenauftrag aber war immer nur die Sicherung der Staatsgrenze, war der Schutz von Bürgern, deren Eigentum und des Staates (Volkseigentum), nie irgendwen zu erschießen.



Eine Erkenntnis zu der ja nun selbst offizielle Stellen der BRD gelangt sind, wenn ich nochmals auf Seite 1 verweisen dürfte.




Nur mal eine Frage, wo kann ich das Rot markierte mal nachlesen?

Grüße


zuletzt bearbeitet 27.12.2011 20:23 | nach oben springen

#407

RE: Schießbefehl DDR Grenze - Eine Erklärung

in Grenztruppen der DDR 27.12.2011 20:29
von Feliks D. | 8.887 Beiträge

Auf Seite 1 in Beitrag 11, oder einfach den Verlautbarungen deiner Bundesregierung, welche sich auf die gleiche Quelle bezieht, glauben.

Zitat
Einen Schießbefehl im Sinne einer Verpflichtung zum Todesschuss gab es – juristisch betrachtet – nicht. Aber Belobigungen und Prämien für Todesschützen, ideologische Beeinflussung der jungen Wehrpflichtigen und Soldaten sowie Strafgesetze, die Fluchtversuche als Verbrechen definierten, rückten im Alltag der Grenzsoldaten die Erlaubnis zum Einsatz der Waffe in die unmittelbare Nähe der Pflicht.
http://www.bundesregierung.de/nn_1118808...nze.html?page=1



Klare Aussage es gab keinen Schießbefehl! Alles weitere ist Geschwurbel um dann eventuell doch noch etwas herbeizureden von dem man eben eingestehen musste, dass es ihn nicht gibt. In die Nähe der Pflicht ist aber süß ausgedacht, immerhin.


Was ich zu sagen hatte habe ich gesagt, nun fürchte ich das allerletzte Wort. Der Sprache Ohnmacht hat mich oft geplagt, doch Trotz und Hoffnung gab ich niemals fort! Mir scheint die Welt geht aus den Fugen bringt sich um, die vielen Kriege zählt man schon nicht mehr. Auch dieses neue große Deutschland macht mich stumm, der Zorn der Worte und die Wut wird mehr. Die Welt stirbt leise stilles Schreien hört man nicht, es hilft kein Weinen und man sieht's nicht im Gesicht. Wer einen Menschen rettet rettet so die Welt, am Ende überleben wir uns doch. Nur wir bestimmen wann der letzte Vorhang fällt, still und leise verlassen wir die Welt!

Macht es gut Freunde!
zuletzt bearbeitet 27.12.2011 20:31 | nach oben springen

#408

RE: Schießbefehl DDR Grenze - Eine Erklärung

in Grenztruppen der DDR 27.12.2011 20:40
von Thunderhorse | 4.016 Beiträge

Zitat von S51

Zitat von Thunderhorse
...
Das Wort "ideologisch" kommt im Zusammenhang mit dem Begriff "Klassenauftrag" vor.

Zitat:
Der "Klassenauftrag" stellt keine ideologische Leerformel dar.





Nein?
Der Klassenauftrag war die politisch, moralische Orientierung. Eben doch eine ideologische Formel, die benutzt wurde, um das Handeln moralisch zu werten. Mal so und mal so, jedoch eben nicht exakt bestimmt. Man hat mir seinerzeit fehlendes Klassenbewußtsein vorgehalten, weil ich meine Festgenommrnen nicht einfach nur öde an die Wand gestellt (nicht zum Erschießen, sondern um sie zu blockieren) sondern durch unterhalten die Zeit bis zum Eintreffen der Verstärkung überbrückt habe. Immerhin nicht selten ein bis zwei Stunden! Man hat mir fehlendes Klassenbewußtsein vorgehalten, weil ich meine freie Zeit mit Jagd verbracht habe statt zur Parteiversammlung zu fahren. Klassenauftrag aber war immer nur die Sicherung der Staatsgrenze, war der Schutz von Bürgern, deren Eigentum und des Staates (Volkseigentum), nie irgendwen zu erschießen.
Eine abstrakte Markierung denn die Art und Weise der Dienstdurchführung regelten eben nicht solche politischen Allgemeinplätze sondern Gesetze, Verordnungen und Weisungen.
Der Klassenauftrag war die Domäne der Politoffiziere. Die waren für unsere Moral zuständig. Sie konnten mit ihrer Argumentation, die ja nur vereinfachend war, auch nicht an den präziseren Regelungen vorbei. Diese so nur komentieren. Und die Formel "plakativ" ist auch nur ein unbestmmter, auslegbarer Begriff. Den man praktisch nach Belieben werten konnte und kann.
Solch eine Art von Rechtssprechung hätte seinerzeit durchaus zu uns gepasst. Jedoch mehr in den Bereich, der heutzutage dazu dient, uns ein "Unrechtsystem" vorzuhalten.





Ach S51,

was mir an Dir so gefällt.
Du gibts auf alles und nichts Deine Beiträge ab.

Ich habe zwei sehr kurze Zitate aus einem Zig-Seiten umfassenden Urteil angeführt im Bezug auf die Darstellung (Überschrift des Spiegelbeitrages bzw. Auszug aus dem Bericht) im Spiegel.
Und Du besitzt die Weisheit, gepaart mit Deinem eigenen Darstellungen, dies in seiner Gesamtheit zu erfassen.

Oifach Spitze.


"Mobility, Vigilance, Justice"
zuletzt bearbeitet 27.12.2011 21:09 | nach oben springen

#409

RE: Schießbefehl DDR Grenze - Eine Erklärung

in Grenztruppen der DDR 27.12.2011 20:42
von eisenringtheo | 9.182 Beiträge

Trotzdem kommt der Ausdruck "Schiessbefehl" inflationär in Gerichtsurteilen vor. Wenn es also den Befehl im Sinne einer Tötungspflicht für die Schützen nicht gab... wieso sind dann die Vorgesetzten als mittelbare Täter bestraft worden??
http://www.igeawagu.com/news/richterbesc...1165269999.html
Theo


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#410

RE: Schießbefehl DDR Grenze - Eine Erklärung

in Grenztruppen der DDR 27.12.2011 20:44
von Thunderhorse | 4.016 Beiträge

Zitat von Feliks D.
Auf Seite 1 in Beitrag 11, oder einfach den Verlautbarungen deiner Bundesregierung, welche sich auf die gleiche Quelle bezieht, glauben.

Zitat
Einen Schießbefehl im Sinne einer Verpflichtung zum Todesschuss gab es – juristisch betrachtet – nicht. Aber Belobigungen und Prämien für Todesschützen, ideologische Beeinflussung der jungen Wehrpflichtigen und Soldaten sowie Strafgesetze, die Fluchtversuche als Verbrechen definierten, rückten im Alltag der Grenzsoldaten die Erlaubnis zum Einsatz der Waffe in die unmittelbare Nähe der Pflicht.
http://www.bundesregierung.de/nn_1118808...nze.html?page=1



Klare Aussage es gab keinen Schießbefehl! Alles weitere ist Geschwurbel um dann eventuell doch noch etwas herbeizureden von dem man eben eingestehen musste, dass es ihn nicht gibt. In die Nähe der Pflicht ist aber süß ausgedacht, immerhin.





Ebend, juristisch betrachtet.

Seitens der Gerichte:
Wurde festgestelt, dass keine Anhaltspunkte für einen "Schießbefehl" in Schriftform existiert.
Wimre hatte ich dies bereits hier im Forum angemerkt.

Deshalb ist es, so kurz belichtet, so einfach schwer zu erfassen.


"Mobility, Vigilance, Justice"
zuletzt bearbeitet 27.12.2011 22:31 | nach oben springen

#411

RE: Schießbefehl DDR Grenze - Eine Erklärung

in Grenztruppen der DDR 27.12.2011 20:58
von Thunderhorse | 4.016 Beiträge

Zitat von Ari@D187

Zitat von Thunderhorse

Zitat von Ari@D187
Vielleicht bringen die alten Säcke ja den "Schießbefehl" doch noch zum Vorschein:

http://www.n-tv.de/politik/Computer-puzz...cle4438161.html




Hm, was hat denn nun wieder das MfS mit dem "Schießbefehl" für die DGP, NVA-Kdo-Grenze, Grenztruppe zu tun?



Die HA I und deren Vorläufer stellen hier den Anknüpfpunkt dar.

Ansonsten war z.B. die DGP zeitweise dem MfS direkt unterstellt, wenn ich mich nicht irre.




Von Mai 1952 bis Juni 1953 und von April 1955 bis März 1957. War eher kontraproduktiv im Bezug auf die Grenzsicherung.
Die einstigen Aufgaben der HA I (etc.) dürfte ja inzwischen hinlänglich bekannt sein.

Ansonsten hat Mike 59 schon was dazu geschrieben.


"Mobility, Vigilance, Justice"
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#412

RE: Schießbefehl DDR Grenze - Eine Erklärung

in Grenztruppen der DDR 27.12.2011 21:01
von Thunderhorse | 4.016 Beiträge

Zitat von Mike59

Zitat von maxel22



Ich weiss das Ihr das Thema nicht gern habt :)

Grüße


Noch schöner ist es wenn sich an solchen Themen User beteiligen die Ahnung haben, nur ein klein wenig, reicht meist.

Mike59





Mike59,

mit wurde vor einiger Zeit hier im Forum mal mitgeteilt, dass es nicht auf etwas Ahnung/Fachwissen ankommen muß.


"Mobility, Vigilance, Justice"
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#413

RE: Schießbefehl DDR Grenze - Eine Erklärung

in Grenztruppen der DDR 27.12.2011 21:29
von Ari@D187 | 1.989 Beiträge

Zitat von Mike59

Zitat von Ari@D187

Zitat von Thunderhorse

Zitat von Ari@D187
Vielleicht bringen die alten Säcke ja den "Schießbefehl" doch noch zum Vorschein:

http://www.n-tv.de/politik/Computer-puzz...cle4438161.html




Hm, was hat denn nun wieder das MfS mit dem "Schießbefehl" für die DGP, NVA-Kdo-Grenze, Grenztruppe zu tun?



Die HA I und deren Vorläufer stellen hier den Anknüpfpunkt dar.

Ansonsten war z.B. die DGP zeitweise dem MfS direkt unterstellt, wenn ich mich nicht irre.





Mann kann es auch konstruieren. Von 44 Jahren +x Monate war das Unterstellungsverhältnis unter das MfS bzw. SfS insgesamt 3 Jahre +x Monate. Ist wohl was bei 7% und die Verbindung zu den 2000dern ist schon ganz großes Kino.

Mike59



Kurze Einleitung: Den "Schießbefehl" halte ich für Unsinn. Daher liegt es mir fern diesbezüglich irgendetwas zu konstruieren.

Nochmal langsam, warst Du etwa bei der HA I?

Um was ging es? Es sollen Aktenschnitzel des MfS zusammengesetzt werden. Die Frage von TH ging dann in die Richtung, was das MfS denn mit den GT, DGP, etc. zu tun haben und wie man dann da den "Schießbefehl" oder sonstiges finden könne.

Da die Computer damals noch nicht so verbreitet waren, nehme ich stark an, daß Anweisungen, Befehle, etc. der NVA bzw. der GT in Papierform in den Stuben der HA I vorlagen. Wenn das so war, dann kann man nach Zusammensetzen der Akten auch Material der GT beim MfS finden.

Bitte auch hier nochmal nachlesen und dann draufhauen.
http://www.bstu.bund.de/DE/Wissen/Publik...publicationFile

Das mit der DGP war nur ne Ergänzung. Das gleich wieder drauf angesprungen wird war mir aber vorher klar.


Scheint es auch Wahnsinn, so hat es doch Methode...
zuletzt bearbeitet 27.12.2011 21:49 | nach oben springen

#414

RE: Schießbefehl DDR Grenze - Eine Erklärung

in Grenztruppen der DDR 27.12.2011 21:34
von Ari@D187 | 1.989 Beiträge

Zitat von Thunderhorse

Zitat von Ari@D187

Zitat von Thunderhorse

Zitat von Ari@D187
Vielleicht bringen die alten Säcke ja den "Schießbefehl" doch noch zum Vorschein:

http://www.n-tv.de/politik/Computer-puzz...cle4438161.html




Hm, was hat denn nun wieder das MfS mit dem "Schießbefehl" für die DGP, NVA-Kdo-Grenze, Grenztruppe zu tun?



Die HA I und deren Vorläufer stellen hier den Anknüpfpunkt dar.

Ansonsten war z.B. die DGP zeitweise dem MfS direkt unterstellt, wenn ich mich nicht irre.



[...]
Die einstigen Aufgaben der HA I (etc.) dürfte ja inzwischen hinlänglich bekannt sein.



Dann verstehe ich Deine Frage von oben nicht! Erklärung siehe ein Beitrag drüber.

Zitat von Thunderhorse

Ansonsten hat Mike 59 schon was dazu geschrieben.


Stimmt, er hat etwas geschrieben.


Insgesamt reiten hier einige auf einem ziemlich hohen Roß...schade


Scheint es auch Wahnsinn, so hat es doch Methode...
zuletzt bearbeitet 27.12.2011 21:35 | nach oben springen

#415

RE: Schießbefehl DDR Grenze - Eine Erklärung

in Grenztruppen der DDR 27.12.2011 22:29
von Thunderhorse | 4.016 Beiträge

Zitat von Ari@D187
Vielleicht bringen die alten Säcke ja den "Schießbefehl" doch noch zum Vorschein:

http://www.n-tv.de/politik/Computer-puzz...cle4438161.html




Hm, was hat denn nun wieder das MfS mit dem "Schießbefehl" für die DGP, NVA-Kdo-Grenze, Grenztruppe zu tun?[/quote]
Die HA I und deren Vorläufer stellen hier den Anknüpfpunkt dar.

Ansonsten war z.B. die DGP zeitweise dem MfS direkt unterstellt, wenn ich mich nicht irre.[/quote]


Mann kann es auch konstruieren. Von 44 Jahren +x Monate war das Unterstellungsverhältnis unter das MfS bzw. SfS insgesamt 3 Jahre +x Monate. Ist wohl was bei 7% und die Verbindung zu den 2000dern ist schon ganz großes Kino.

Mike59[/quote]
Kurze Einleitung: Den "Schießbefehl" halte ich für Unsinn. Daher liegt es mir fern diesbezüglich irgendetwas zu konstruieren.

Nochmal langsam, warst Du etwa bei der HA I?

Um was ging es? Es sollen Aktenschnitzel des MfS zusammengesetzt werden. Die Frage von TH ging dann in die Richtung, was das MfS denn mit den GT, DGP, etc. zu tun haben und wie man dann da den "Schießbefehl" oder sonstiges finden könne.

Da die Computer damals noch nicht so verbreitet waren, nehme ich stark an, daß Anweisungen, Befehle, etc. der NVA bzw. der GT in Papierform in den Stuben der HA I vorlagen. Wenn das so war, dann kann man nach Zusammensetzen der Akten auch Material der GT beim MfS finden.

.[/quote]


Wenn sich denn Material der HA I unter den Papierschnitzel befindet!!!
Bei der GT wurden die Büros seitens der Mitarbeiter der HA I mit Masse stubenrein übergeben.


"Mobility, Vigilance, Justice"
zuletzt bearbeitet 27.12.2011 22:34 | nach oben springen

#416

RE: Schießbefehl DDR Grenze - Eine Erklärung

in Grenztruppen der DDR 27.12.2011 23:09
von handwerker | 47 Beiträge

Also es gab keinen Schiessbefehl,das wurde ja nun hinreichend erläutert.

Eigentlich hätten wir kleinen Soldaten uns dann ja auch mit einer Tröte und ner Teufelsmaske im Gebüsch verstecken können um eventuelle Fluchtwillige so zu erschrecken,dass sie wieder heimgehen.

Und die Wessis auf der Aussichtsplattform hätten bestimmt auch die Flucht ergriffen,wenn plötzlich zehn Mann im Affenkostüm mit Stöcken bewaffnet laut brüllend aus dem Splitterbunker rausgesprungen wären.

Das mit der Waffe rumstolzieren war also völlig sinnfrei,da man die ja sowieso nicht benutzen sollte.

Naja,jetzt ist es für einen Neurervorschlag leider zu spät.



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#417

RE: Schießbefehl DDR Grenze - Eine Erklärung

in Grenztruppen der DDR 28.12.2011 00:03
von Ari@D187 | 1.989 Beiträge

Zitat von Thunderhorse

Wenn sich denn Material der HA I unter den Papierschnitzel befindet!!!
Bei der GT wurden die Büros seitens der Mitarbeiter der HA I mit Masse stubenrein übergeben.


Danke, Thunderhorse. Damit kann ich etwas anfangen.


Scheint es auch Wahnsinn, so hat es doch Methode...
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#418

RE: Schießbefehl DDR Grenze - Eine Erklärung

in Grenztruppen der DDR 28.12.2011 04:26
von Gelöschtes Mitglied
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Zitat von handwerker
Also es gab keinen Schiessbefehl,das wurde ja nun hinreichend erläutert.

Eigentlich hätten wir kleinen Soldaten uns dann ja auch mit einer Tröte und ner Teufelsmaske im Gebüsch verstecken können um eventuelle Fluchtwillige so zu erschrecken,dass sie wieder heimgehen.

Und die Wessis auf der Aussichtsplattform hätten bestimmt auch die Flucht ergriffen,wenn plötzlich zehn Mann im Affenkostüm mit Stöcken bewaffnet laut brüllend aus dem Splitterbunker rausgesprungen wären.

Das mit der Waffe rumstolzieren war also völlig sinnfrei,da man die ja sowieso nicht benutzen sollte.

Naja,jetzt ist es für einen Neurervorschlag leider zu spät.



Na ja so ganz Unrecht hast du ja nicht: http://www.youtube.com/watch?v=6hn3HbQRqh8&feature=related ab 0:24:20 min, aber hatten wir ja alles schon mal hier im Forum.

Grüße


zuletzt bearbeitet 28.12.2011 12:49 | nach oben springen

#419

RE: Schießbefehl DDR Grenze - Eine Erklärung

in Grenztruppen der DDR 06.01.2012 10:30
von apollocreed (gelöscht)
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Hallo AlleMANN,

also ich habe das Thema "Schießbefehl" wie folgt erlebt und auch leben dürfen ... für diejenigen die es interessiert:
Nach der Grundausbildung in Mönchhai wurde jeder Einzelne unserer 2 Kompanien in einem persönlichen Gespräch gefragt, ob er bereit wäre im Grenzdienst auf flüchtende Personen zu schießen!!!
Zugegeben war nie direkt die Rede von einem "Schießbefehl" aber ...
Ich sagte "Nein, Major Schöne, ich werde nicht auf Menschen schießen die einfach nur in die Freiheit wollen". (Das steht übrigens fein dokumentiert in meinen Stasi Akten)
Daraufhin wurde ich von einem UFZ in der Nacht aus dem Schlaf gerissen und musste den Urinstein mit einer Rasierklinge aus dem Pissbecken kratzen. (Ehrlich gesagt, war mir das in diesem Moment egal.Bitte die Regeln des Forums beachten - Teilsatz gelöscht; Weichmolch )
Als Soldat mit guten sportlichen Eigenschaften, Schützenschnur und guten Leistungen war es nicht gern gesehen, zu wiedersprechen. Also Schießbefehl hin oder her. Wenn du nicht gemacht hast was die wollten, warst du der Arsch.
PS: Ich war gerne und oft der Arsch ;-)


zuletzt bearbeitet 06.01.2012 14:14 | nach oben springen

#420

RE: Schießbefehl DDR Grenze - Eine Erklärung

in Grenztruppen der DDR 06.01.2012 16:23
von 94 | 10.792 Beiträge

Gehe jetzt mal davon aus, dass das RRadR (RevierReinigen außer der Reihe) nicht nur seine Ursache in diesem Gespräch fand und von einem Uffz. überwacht wurde. Ein UFZ war vielleicht in so'nem Funkkoffer auf SiL oder Ural, na egal.

Doch jetzt mal zwei Fragen meinerseits, ist ja recht selten das man Jemanden trifft, der die berüchtigte Frage sooo direkt mit NEIN laut und deutlich beantwortet hat. Hast Du den Kanten je gesehen? Wie oft/regelmäßig bist Du für den Rest Deines Wehrdienstes auf Urlaub gefahren?


Verachte den Krieg, aber achte den Krieger!


zuletzt bearbeitet 06.01.2012 16:23 | nach oben springen



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