#361

RE: Schießbefehl DDR Grenze - Eine Erklärung

in Grenztruppen der DDR 22.12.2011 18:39
von Thunderhorse | 3.993 Beiträge

Ziemliche Themaverfehlung in den letzten Beiträgen.

In der Schule gäbs dafür eine glatte 6.


"Mobility, Vigilance, Justice"
zuletzt bearbeitet 22.12.2011 18:39 | nach oben springen

#362

RE: Schießbefehl DDR Grenze - Eine Erklärung

in Grenztruppen der DDR 22.12.2011 18:42
von S51 | 3.733 Beiträge

Zitat von Thunderhorse
...In der Schule gäbs dafür eine glatte 6.



Da wir selbige nicht hatten (die "6" meine ich) sortieren wir die Note einfach weiter. Macht eine gezirkelte 1 und ist für ein ausgesprochenes Neustaatsbürgerkundethema ja auch nicht schlecht.


GK Nord, GR 20, 7. GK
VPI B-Lbg. K III


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#363

RE: Schießbefehl DDR Grenze - Eine Erklärung

in Grenztruppen der DDR 22.12.2011 18:44
von Gelöschtes Mitglied
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Zitat von Ari@D187
Kurze Zusammenfassung der Beiträge im Thema "Schießbefehl":

- Niemand hat ihn bisher gesehen.
- Selbst die Definition des Begriffes ist bisher noch nicht gelungen.



Deswegen auch meine Frage:

Könnte man sich nicht auf „ideologischer Schießbefehl" einigen wie er von Zeitungen und auch in Verhandlungen benutzt wurde?


Bis jetzt hat mir keiner die Frage beantwortet warum es nicht so ist, wie es oben steht.

Grüße


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#364

RE: Schießbefehl DDR Grenze - Eine Erklärung

in Grenztruppen der DDR 22.12.2011 18:45
von exgakl | 7.223 Beiträge

Zitat von maxel22

Zitat von Ari@D187
Kurze Zusammenfassung der Beiträge im Thema "Schießbefehl":

- Niemand hat ihn bisher gesehen.
- Selbst die Definition des Begriffes ist bisher noch nicht gelungen.



Deswegen auch meine Frage:

Könnte man sich nicht auf „ideologischer Schießbefehl" einigen wie er von Zeitungen und auch in Verhandlungen benutzt wurde?


Bis jetzt hat mir keiner die Frage beantwortet warum es nicht so ist, wie es oben steht.

Grüße





wozu soll man sich auf was einigen was nicht existiert hat?????


Man sollte niemanden mit Tatsachen verwirren, der sich seine Meinung schon gebildet hat....
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#365

RE: Schießbefehl DDR Grenze - Eine Erklärung

in Grenztruppen der DDR 22.12.2011 18:55
von Gelöschtes Mitglied
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Zitat von exgakl

Zitat von maxel22

Zitat von Ari@D187
Kurze Zusammenfassung der Beiträge im Thema "Schießbefehl":

- Niemand hat ihn bisher gesehen.
- Selbst die Definition des Begriffes ist bisher noch nicht gelungen.



Deswegen auch meine Frage:

Könnte man sich nicht auf „ideologischer Schießbefehl" einigen wie er von Zeitungen und auch in Verhandlungen benutzt wurde?


Bis jetzt hat mir keiner die Frage beantwortet warum es nicht so ist, wie es oben steht.

Grüße





wozu soll man sich auf was einigen was nicht existiert hat?????




Das Problem ist das Du es so siehst, andere sehen es anders und Beweise gibt es nicht, deswegen habe ich das Wort Ideologie benutzt.

Grüße


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#366

RE: Schießbefehl DDR Grenze - Eine Erklärung

in Grenztruppen der DDR 22.12.2011 18:57
von S51 | 3.733 Beiträge

Zitat von maxel22
...Deswegen auch meine Frage:
Könnte man sich nicht auf „ideologischer Schießbefehl" einigen wie er von Zeitungen und auch in Verhandlungen benutzt wurde?
Bis jetzt hat mir keiner die Frage beantwortet warum es nicht so ist, wie es oben steht.
...



Weil der "Schießbefehl" ein ideologisches Totschlagargument (im doppelten Sinne) auch heutzutage ist.
Für den Westen "muss" es so etwas gegeben haben weil die heutige Politik nun mal gerne so etwas für ihre politische Auseinandersetzung mit der ehemaligen DDR hätte. Er ist so etwas wie ein Wunschgegner. Egal, ob es ihn gab und wenn es ihn nun mal nicht gab, muss man ihn konstruieren. Siehe deine Formulierung.
Für uns, die wir seinerzeit dort an der Linie dienten, gab es so etwas nicht. Weil unser Auftrag die Sicherung einer Staatsgrenze war und eben nicht das Totschießen von Leuten. Ich jedenfalls fühle mich durch solche Formulierungen diskreditiert. Das ist nun natürlich nur eine persönliche Meinung aber mein Grund, eine derartige Formulierung nicht zu akzeptieren.


GK Nord, GR 20, 7. GK
VPI B-Lbg. K III


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#367

RE: Schießbefehl DDR Grenze - Eine Erklärung

in Grenztruppen der DDR 22.12.2011 19:08
von Gelöschtes Mitglied
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Zitat von S51

Zitat von maxel22
...Deswegen auch meine Frage:
Könnte man sich nicht auf „ideologischer Schießbefehl" einigen wie er von Zeitungen und auch in Verhandlungen benutzt wurde?
Bis jetzt hat mir keiner die Frage beantwortet warum es nicht so ist, wie es oben steht.
...



Weil der "Schießbefehl" ein ideologisches Totschlagargument (im doppelten Sinne) auch heutzutage ist.
Für den Westen "muss" es so etwas gegeben haben weil die heutige Politik nun mal gerne so etwas für ihre politische Auseinandersetzung mit der ehemaligen DDR hätte. Er ist so etwas wie ein Wunschgegner. Egal, ob es ihn gab und wenn es ihn nun mal nicht gab, muss man ihn konstruieren. Siehe deine Formulierung.
Für uns, die wir seinerzeit dort an der Linie dienten, gab es so etwas nicht. Weil unser Auftrag die Sicherung einer Staatsgrenze war und eben nicht das Totschießen von Leuten. Ich jedenfalls fühle mich durch solche Formulierungen diskreditiert. Das ist nun natürlich nur eine persönliche Meinung aber mein Grund, eine derartige Formulierung nicht zu akzeptieren.




Ok das war sehr gut zu verstehen, meine Frage hat wenigstens einer mal aus seiner Sicht beantwortet.


Grüße


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#368

RE: Schießbefehl DDR Grenze - Eine Erklärung

in Grenztruppen der DDR 22.12.2011 21:07
von SkinnyTrucky | 1.260 Beiträge

Nun, hier sind ja nun einige Erklärungsversuche langsgekommen....einige wurden als Spam abgetan, einige Dinge wurden als etwas Humanes dargestellt....

...es war ja nun so, das die DDR auszubluten drohte....sehr viele Menschen wollten weggehen....man baute eine Grenze und perfektionierte sie mit der Zeit....jedes Kind sah, das die Staffelung der Grenzanlagen prima dazu diente, es potenziellen Flüchtlingen sehr schwer zu machen das Land zu verlassen....Menschen, die es offiziell versuchten, hatten es schwer, wenn sie nich grad Manfred Krug waren, Repressionen drohten usw....kenn wir alles.....wir wissen auch, das ausser der Grenze alles getan wurde, diese potenziellen Flüchtlinge aufzuhalten, ich sollte selber mal die Ohren aufsperren um solche Menschen aufzuspüren....sicher gab es sehr viele, die die Ohren aufhatten in der Hinsicht.....

.....trotzdem konnte man solche Menschen nicht alle habhaft werden und kriminalisieren mit eigens geschaffenen Gesetzen dazu....aber man hatte ja noch die Grenze, die pioniertechisch so war, das sie Fluchtversuche sehr schwer machte, die nötige Manpower war auch vorhanden ausgestattet mit den bekannten Kalaschnikows....nur war diese Manpower nicht durchweg durch Profis besetzt um mit dieser Waffe Menschen human aufzuhalten....es waren alles andere als Scharfschützen, man bediente sich vielfach einfache Grundwehrdienstleistende und gab ihnen eine Schusswaffengebrauchsvorschjrift mit auf dem Weg....schiessen sollten se, wenn ein Mensch, der dort an der Grenze verbotener Weise herumlief, nicht stehen blieb nach Anruf und Warnschuss....da diese Grenzsoldaten aber alles andere waren als Menschen die drauf getraint waren Menschen human auszuschalten, kam es in vielen Fällen zum Tod der Menschen, die flüchten wollten....bei angeschossene Menschen kam es oft zu unnötigen Verzögerungen bei der Lebensrettung, wo dann im Nachhinein alsnoch der Tot eintrat....oft wurde die genauen Todesursachen verschleiert....die Hinterbliebenen bekamen oft nur die Info, das ihr Angehöriger bei der Ausübung einer Straftat um's Leben kam.....

....ganz unhuman war der Einsatz von Personenminen an der Grenze....später wurden automatische Schussapparate eingesetzt, die Verletzungen hervorbrachten, die oft medizinisches Personal vor grossen Problemen stellte, die Stahlsplitter in diesen Apparaten hatten im menschlichen Organismus die Wirkung eines DumDumGeschosses und diese Apparate waren geächtet.....

Das sind alles Fakten....in den Akten des MfS ersichtlich und vielfach aus der Presse zu entnehmen damals wie heute.....ich verstehe nicht, warum eine Diskussion läuft, ob es einen Schiessbefehl gegeben hat oder nicht.....Fakt ist, es wurde oft auf Flüchtlinge geschossen und man beruft sich dort auf eine Schusswaffengebrauchsvorschrift, die dem Flüchtling eine Chance einräumen sollte, sich noch zu ergeben....allerdings ist es auch vorgekommen, das auf Flüchtlinge, die garnicht mehr weglaufen konnten, bzw Wiederstand leisten konnten, gezielt geschossen wurde, wie bei einer Exekution....ja, solche Fälle sind auch hier im Forum genannt worden....

....Soldaten, die auch mit der Waffe einen Fluchtversuch verhindert hatten, egal wie das ausging, mit oder ohne Tote, wurden belobigt mit Geldpremie und Sonderurlaub....unter den Soldaten kursierten Gerüchte, das wenn sie diese Schusswaffenverordnung nicht penibel nachleben, sie Repressionen zu erwarten hatten....eine bekannte Repression war Schwedt, ein Wort was jedem Soldaten kalten Schauer den Rücken herablaufen liess....

....nun zurück zur Diskussion ob es ein Schiessbefehl gegeben hat oder nicht....es hat ganz sicher Politiker gegeben, die sich das ganze Grenzregime ausgedacht haben, was ja infolge der Abwanderung von Ost nach West installiert wurde...man ergriff kaum Massnahmen um die Menschen zu halten....nein, man hatte drastischere Ideen, verlegte Minen, stellte blutjunge Wehrdienstleistende an den Zaun, mit der Verordnung zu schiessen, wenn dort jemand kam, der nicht auf den Aufruf stehen zu bleiben, reagierte und nahm in Kauf, das diese blutjungen Soldaten dabei auch den Hebel auf Dauerfeuer stellten...also wahllos und nicht mehr wirklich gezielt schiessen würden....auch zeigt die Verlegung von geächteten Splitterminen, das der Tot von Flüchtlingen in Kauf genommen wurde.....

....es ist sicher Sinn gewesen durch Bekanntwerden einzelner Fluchtversuche, den Rest der Fluchtwilligen abzuschrecken auch wenn man sehr viel tat, diese Fluchtversuche nich gerade publik werden zu lassen....eine Methode abzuschrecken war sicherlich Schulklassen in Grenzregimente einzuladen...mir selber wurde im Grenzregiment 24 auf dem Fuchsberg zu Salzwedel ein Model der Sperranlagen vorgeführt als ich 13-14 war....meine Mitschüler und ich waren schon etwas verwirrt und erstaunt, warum die Grenzanlagen gerade sorum gestaffelt waren, wie sie waren...ging die Propaganda doch dahin, das diese Grenze gegen den *Feind im Westen* gerichtet war....jedem Kind konnte somit deutlich sein, das die Hauptaufgabe dieser Grenze war, die Menschen daran zu hindern, weiterhin abzuwandern....

....natürlich gehe ich davon aus, das die DDR es nicht unbedingt wollte, das es an der Grenze zum Schusswaffengebrauch kommt....man versuchte darum potenzielle Fluchtwillige mithilfe eines Netzes von Zuträgern aufzuspüren und zu kriminalisieren, selbst das Entwickeln von konkreten Fluchtplänen stand unter drakonischer Strafe....Menschen, die sich entschlossen, Menschen über die Grenze zu helfen, wurden auch kriminalisiert.....Menschen, die wissendlich Fluchtwillige nicht meldeten, wurden genauso kriminalisiert....wie schon gesagt, man schuf sich eigens Gestze dazu, dies auch tun zu können....man versuchte sehr viel, das ein Flüchtling erst garnich bis an die Grenze rankam....die Staffelung der Grenzanlagen/Grenzgebiete zeigt dies sehr deutlich.....

Also, mir persönlich ist es egal, ob es einen konkreten *Schiessbefehl* gegeben hat....Fakt ist, an dieser Grenze wurde auf Menschen geschossen, wenn sie nach Anruf nicht stehen blieben, vereinzelt wurde sogar ohne Anruf geschossen.....Minen und Schussapparate funktionierten sowieso nach dem Prinzip rigoros töten zu können, sozusagen mit eingebauten absoluten Schiessbefehl.....und die meisten Menschen, die die Grenze zu Fuss überwinden wollten, waren in der Regel Menschen, die nur *abhauen* wollten.....

....so liebe Leute, ihr mögt gerne weiterdiskutieren...wie ich die Sache sehe, hab ich gerade dargelegt und so hab ich es bereits, so erzähl und werde ich es jedem erzählen, der Interesse daran hat und ich werde ihm nicht vorenthalten, sich vielleicht auch hier anderwertig zu informieren, bzw selber auf Recherche zu gehen....ich habe schon sehr vielen Menschen meine eigene Stasiakte gezeigt und meine Geschichte erzählt und ich bin regelmässig Bücher zum Thema am ausleihen, ich denke, ich tu genug, das Geschichte nicht in Vergessenheit gerät....und nein, keiner braucht Angst zu haben, das ich mich nur einseitig informiere, ich bin schliesslich unter anderem hier im Forum angemeldet und lese auch mit Begeisterung die Breichte von Usern hier, die involviert waren in DDR-Themen, einfache Grenzsoldaten, spezielle Grenzer, offizielle wie inoffizielle Mitarbeiter des Staatsicherheitsapparates, ehemalige Volkpolizisten, einfache Bürger, Flüchlinge und und und....all ihre Berichte zusammen formen ein Bild, was so verkehrt nicht sein kann....zudem lese ich sehr viel, denke das ich bei Medienmeldungen differenzieren kann.....und ausserdem, ich hab knapp 20 Jahre in der DDR gelebt und habe da noch meine Eindrücke von parat....

Ich lass euch jetzt mal wieder in aller Ruhe weiterdiskutieren....is ja schliesslich ein kontroverses Thema, der Diskussionsstoff geht euch hoffendlich nicht aus, auch wenn keine neuen Erkenntnisse zu erwarten sind....das die Diskussion schon solange läuft, zeigt vielleicht wie wichtig einigen eine mögliche Rechtfertigung ist....vielleicht die Rechtfertigung ihres eigenen Tun und Handelns damals.....

....für mich ist die Diskussion nicht ganz so wichtig, ich habe niemanden verloren durch die Grenze, mir wurde fast nichts angetan....ich hab Glück gehabt, den Kopf noch gerade eben aus der Schlinge ziehen zu können, da für mich persönlich die Grenze zum richtigen Zeitpunkt aufging....richtig kennengelernt hätte ich das ganze System vielleicht nur, wenn dies nicht passiert wäre....ich hätte es nicht ausgehalten *Verräter* spielen zu müssen an Kameraden, die im selben Boot sassen, ich hatte obendrein einen starken Willen, dort *abzuhauen* und wartete nur auf eine Gelegenheit.....ich war ungebunden, rebellisch und lag im Clinche mit dem gesamten Umfeld....ich war auch ein klassischer Fluchtwilliger.....

over and out in this interrelation

Mara

PS für denjenigen, der es braucht: Falls dies als Spam für die Mülltonne benannt werden sollte, zeigt es nur, wie Meinungen wie meine, für Manche unangenehm sein könnten.....


Kein Sex mit Nazis...!!!
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#369

RE: Schießbefehl DDR Grenze - Eine Erklärung

in Grenztruppen der DDR 22.12.2011 21:09
von Ari@D187 | 1.989 Beiträge

Zitat von maxel22

Deswegen auch meine Frage:

Könnte man sich nicht auf „ideologischer Schießbefehl" einigen wie er von Zeitungen und auch in Verhandlungen benutzt wurde?


Bis jetzt hat mir keiner die Frage beantwortet warum es nicht so ist, wie es oben steht.

Grüße




Der Begriff "ideologischer Schießbefehl" ist ja noch nebulöser als der Begriff "Schießbefehl". Anders gesagt: Wenn ein Schüler Schwierigkeiten hat das 1x1 zu lernen, dann hilft es ihm kaum weiter, wenn er zunächst einmal starke Nachhilfe bezüglich der imaginären Zahlen bekommt.

Gruß
Ari


Scheint es auch Wahnsinn, so hat es doch Methode...
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#370

RE: Schießbefehl DDR Grenze - Eine Erklärung

in Grenztruppen der DDR 22.12.2011 21:16
von exgakl | 7.223 Beiträge

@Mara, das ist doch mal ein Klasse Beitrag!

VG exgakl


Man sollte niemanden mit Tatsachen verwirren, der sich seine Meinung schon gebildet hat....
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#371

RE: Schießbefehl DDR Grenze - Eine Erklärung

in Grenztruppen der DDR 22.12.2011 21:26
von Feliks D. | 8.887 Beiträge

Zitat von SkinnyTrucky

PS für denjenigen, der es braucht: Falls dies als Spam für die Mülltonne benannt werden sollte, zeigt es nur, wie Meinungen wie meine, für Manche unangenehm sein könnten.....



Ne ganz im Gegenteil, das ist echt mal ein guter Beitrag. Sicher enthält er pers. Wertungen die ich anders sehe, allerdings kann ich ihn grsdl. mittragen!

- die Grenzsicherungsanlagen sollten auch vom ungesetzlichen Grenzübertritt abschrecken
- junge Wehrpflichtige waren in der konkreten Situation oft überfordert
- es kam zu eklatanten Fehlverhalten welches [aus politischen Gründen] nicht verfolgt wurde
- es wurde versucht einen Schusswaffeneinsatz weitestgehend zu vermeiden

So kann man doch miteinander reden und sogar gemeinsame Standpunkte finden.


Was ich zu sagen hatte habe ich gesagt, nun fürchte ich das allerletzte Wort. Der Sprache Ohnmacht hat mich oft geplagt, doch Trotz und Hoffnung gab ich niemals fort! Mir scheint die Welt geht aus den Fugen bringt sich um, die vielen Kriege zählt man schon nicht mehr. Auch dieses neue große Deutschland macht mich stumm, der Zorn der Worte und die Wut wird mehr. Die Welt stirbt leise stilles Schreien hört man nicht, es hilft kein Weinen und man sieht's nicht im Gesicht. Wer einen Menschen rettet rettet so die Welt, am Ende überleben wir uns doch. Nur wir bestimmen wann der letzte Vorhang fällt, still und leise verlassen wir die Welt!

Macht es gut Freunde!
zuletzt bearbeitet 22.12.2011 21:27 | nach oben springen

#372

RE: Schießbefehl DDR Grenze - Eine Erklärung

in Grenztruppen der DDR 22.12.2011 21:35
von Gelöschtes Mitglied
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Auch ich finde den Beitrag von SkinnyTrucky gut.

Grüße


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#373

RE: Schießbefehl DDR Grenze - Eine Erklärung

in Grenztruppen der DDR 22.12.2011 22:20
von SkinnyTrucky | 1.260 Beiträge

Zitat von Feliks D.
So kann man doch miteinander reden und sogar gemeinsame Standpunkte finden.



Ja das sollte man Feliks, es ist mittlerweile alles Geschichte....man sollte gemeinsam Sorge tragen, das es sich so nicht wiederholt....

....und ich geh mal davon aus, das auch du neben dem Eifer der möglichen Rechtfertigung damaligen Tun und Verhaltens, mich und all die anderen verstehen tust, die sich nich richtig anfreunden konnten mit dem Staat, wie wir ihn kennengelernt haben mit dem ganz eigenen Erleben....es gab soviele, die wollten keinen Klassenkampf, keinen kalten Krieg und die wollten sich aus diesem Grund auch nicht kriminalisieren lassen....sie wollten sich nicht vor einem Karren spannen lassen und ehrlich ist ehrlich, für solche Menschen war dann der Westen die bessere Alternative....du kennst meine Geschichte ein wenig und ich sage dir, ich hab auch im Westen auf der richtigen Seite gestanden....nur das Rot war eben anders, das hat mir besser gefallen....war oft auch ein Grün mit dran, im Osten unvorstellbar....es war im Westen auch alles viel lockerer, mehr selbstbestimmt und nich so idiologisch dröge....

....miteinander reden und gemeinsame Standpunkte finden ist eine gute Erkenntnis deinerseits Feliks, sowas sollte ohne verhasstes Feindbild geschehen....eigendlich gut, das die Mauer als bauliches Symbol weg ist um dies zu ermöglichen, das versperrt nun jedenfalls nich mehr die Sicht und das Aufeinander Zugehen....auch verständlich, das nach mehr als 20 Jahren der ein oder andere sich noch immer schwertut....das Leben hat aber jeden anders geprägt und auf ein und die selbe Meinung muss man ja auch nicht hinaus kommen wollen....reden reicht eigendlich....Fakten akzeptieren....und gut....soll ja nur um Verständnis gehen.....

groetjes

Mara


Kein Sex mit Nazis...!!!
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#374

RE: Schießbefehl DDR Grenze - Eine Erklärung

in Grenztruppen der DDR 27.12.2011 12:24
von Ari@D187 | 1.989 Beiträge

Vielleicht bringen die alten Säcke ja den "Schießbefehl" doch noch zum Vorschein:

http://www.n-tv.de/politik/Computer-puzz...cle4438161.html


Scheint es auch Wahnsinn, so hat es doch Methode...
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#375

RE: Schießbefehl DDR Grenze - Eine Erklärung

in Grenztruppen der DDR 27.12.2011 12:29
von Thunderhorse | 3.993 Beiträge

Zitat von Ari@D187
Vielleicht bringen die alten Säcke ja den "Schießbefehl" doch noch zum Vorschein:

http://www.n-tv.de/politik/Computer-puzz...cle4438161.html




Hm, was hat denn nun wieder das MfS mit dem "Schießbefehl" für die DGP, NVA-Kdo-Grenze, Grenztruppe zu tun?


"Mobility, Vigilance, Justice"
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#376

RE: Schießbefehl DDR Grenze - Eine Erklärung

in Grenztruppen der DDR 27.12.2011 14:47
von Gelöschtes Mitglied
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Zitat von Ari@D187
Vielleicht bringen die alten Säcke ja den "Schießbefehl" doch noch zum Vorschein:

http://www.n-tv.de/politik/Computer-puzz...cle4438161.html



Es gab doch keinen und ich Frage mich warum dann Menschen erschossen wurden?

@S51

Habe über Deine Antwort nachgedacht.

Du fühlst Dich diskriminiert wenn man von Ideologischen Schießbefehl spricht?! Was denkst Du wie sich zum Beispiel Eltern fühlen, deren Sohn an der Grenze erschossen wurde? Diese Menschen die schon genug Leid tragen müssen, werden sogar noch im Nachhinein als schuldig hingestellt? Sie waren in Deinen Augen also nicht fähig ihre Söhne und Töchter richtig zu linientreue DDR Bürger zu erziehen?


Grüße


zuletzt bearbeitet 27.12.2011 15:27 | nach oben springen

#377

RE: Schießbefehl DDR Grenze - Eine Erklärung

in Grenztruppen der DDR 27.12.2011 15:01
von exgakl | 7.223 Beiträge

Ideologischen Schießbefehl

@maxel... willst Du irgendwie mit dem "Wort des Jahres 2011" in die Geschichte eingehen?


Man sollte niemanden mit Tatsachen verwirren, der sich seine Meinung schon gebildet hat....
zuletzt bearbeitet 27.12.2011 15:01 | nach oben springen

#378

RE: Schießbefehl DDR Grenze - Eine Erklärung

in Grenztruppen der DDR 27.12.2011 15:08
von Gelöschtes Mitglied
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Zitat von exgakl
Ideologischen Schießbefehl

@maxel... willst Du irgendwie mit dem "Wort des Jahres 2011" in die Geschichte eingehen?



Ich habe das Wort nicht erfunden:

Wenn selbst hohe Richter von "Ideologischer Schießbefehl" sprechen wird also hier in diesen Forum auch die Rechtssprechung der BRD in Frage gestellt?


Der "Klassenauftrag" habe die Befehlskette bis hin zum Grenzsoldaten ausgelöst. "Das war keine Floskel", so Richter Josef Hoch, "das war der ideologische Schießbefehl."

Quelle: http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-9585632.html

Grüße


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#379

RE: Schießbefehl DDR Grenze - Eine Erklärung

in Grenztruppen der DDR 27.12.2011 15:15
von exgakl | 7.223 Beiträge

jo wenn der Richter es denn sagt....


Man sollte niemanden mit Tatsachen verwirren, der sich seine Meinung schon gebildet hat....
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#380

RE: Schießbefehl DDR Grenze - Eine Erklärung

in Grenztruppen der DDR 27.12.2011 15:21
von Mholzmichel | 381 Beiträge

Ich hörte vor jedem Grenzdienst "Grenzverletzer sind festzunehmen oder zu vernichten", also ??? !


EK 81/2
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