#281

RE: Schießbefehl DDR Grenze - Eine Erklärung

in Grenztruppen der DDR 19.12.2011 20:14
von Freedom (gelöscht)
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Zitat von Feliks D.
Sagt mal EK und Freedom, was war hier nochmal das Thema? Vielleicht lieg ich ja auch falsch...




Hat sich so ergeben.

Weiter um was es hier eigentlich geht. Danke


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#282

RE: Schießbefehl DDR Grenze - Eine Erklärung

in Grenztruppen der DDR 19.12.2011 22:42
von S51 | 3.733 Beiträge

Zitat von Gert
... Die Erklärung meines Kumpels. Die Minen gehen erst bei 25 kg Druck hoch.??(ob das stimmt weiss ich bis heute nicht, weiss das jemand ? )...



Mein Waffen-Uffz hat mir im Frühjahr 1983 bei der Einweisung gesagt, dass das Auslösegewicht bei etwa 5 kg betrug. Die 25 kg galten nur für Panzerminen. Allerdings hat die Schneedecke wohl nicht nur bei dir das Gewicht gut verteilt und so eine Auslösung verhindert.
Hat etwas von Lotto...
Glückwunsch!


GK Nord, GR 20, 7. GK
VPI B-Lbg. K III


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#283

RE: Schießbefehl DDR Grenze - Eine Erklärung

in Grenztruppen der DDR 20.12.2011 00:10
von SEG15D | 1.128 Beiträge

Ich will diese Pauschalisierung von EK82/2 nicht wirklich für voll nehmen...aber das Thema dieser Art reizt mich schon!
Zitat
@EK 82/2

Viele haben sich ihre Armut selbst zuzuschreiben.! Drogen - Alkohol - Überschuldung - blablabla.
Jedoch nicht alle.

Arbeitslosigkeit? Ich weiß das nicht jeder umziehen kann. Aber viele "könnten" es, machen es aber nicht weil sie ihr heruntergekommenes Dorf/Stadt nicht verlassen wollen! Dafür habe ich kein Verständnis!
Angebote (Umzugshilfe) vom Arbeitsamt werden mit fadenscheinigen Ausreden abgeblockt!

Zitat Ende


Ich weiß nicht wirklich wie Ihr tickt....für mich jedenfalls kam nach der "Wende" so ein Umzug niemals in Frage.
Dazu hänge ich viel zu sehr an dem Landstrich, den ich meine Heimat nenne, obwohl ich weiß, das in BW, B oder NRW meine Arbeit besser bezahlt würde. Sei's drum, ich bin Thüringer und werde es immer bleiben...und mit den Worten eines guten Freundes gesagt: Wenn der seinen Kirchturm nicht mehr sieht, fühlt er sich nicht wohl!"
Und so mag es auch jenen gehen, die aus diversen Gründen dieser Förderung anheim gefallen sind...versteht mich nicht falsch:
Ich persönlich halte dieses Gebilde für mehr als fragwürdig.....aber jemanden zu verurteilen, weil er in seiner Heimat bleiben möchte...ich weiß nicht...

Ist alles im übrigen sowas von OT....
SEG15D



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#284

RE: Schießbefehl DDR Grenze - Eine Erklärung

in Grenztruppen der DDR 20.12.2011 00:34
von EK 82/2 | 2.952 Beiträge

Zitat von SEG15D
Ich will diese Pauschalisierung von EK82/2 nicht wirklich für voll nehmen...aber das Thema dieser Art reizt mich schon!
Zitat
@EK 82/2

Viele haben sich ihre Armut selbst zuzuschreiben.! Drogen - Alkohol - Überschuldung - blablabla.
Jedoch nicht alle.

Arbeitslosigkeit? Ich weiß das nicht jeder umziehen kann. Aber viele "könnten" es, machen es aber nicht weil sie ihr heruntergekommenes Dorf/Stadt nicht verlassen wollen! Dafür habe ich kein Verständnis!
Angebote (Umzugshilfe) vom Arbeitsamt werden mit fadenscheinigen Ausreden abgeblockt!

Zitat Ende


Ich weiß nicht wirklich wie Ihr tickt....für mich jedenfalls kam nach der "Wende" so ein Umzug niemals in Frage.
Dazu hänge ich viel zu sehr an dem Landstrich, den ich meine Heimat nenne, obwohl ich weiß, das in BW, B oder NRW meine Arbeit besser bezahlt würde. Sei's drum, ich bin Thüringer und werde es immer bleiben...und mit den Worten eines guten Freundes gesagt: Wenn der seinen Kirchturm nicht mehr sieht, fühlt er sich nicht wohl!"
Und so mag es auch jenen gehen, die aus diversen Gründen dieser Förderung anheim gefallen sind...versteht mich nicht falsch:
Ich persönlich halte dieses Gebilde für mehr als fragwürdig.....aber jemanden zu verurteilen, weil er in seiner Heimat bleiben möchte...ich weiß nicht...

Ist alles im übrigen sowas von OT....
SEG15D



seg, dein auszug kam etwas schlecht rüber als wenn ich es sagte. ich war der meinung familien gehen auseinander wegen arbeit und das kann ja nicht der sinn sein. einfach mal weg gehen sagte freedom.
ek 82/2


Alles was ich schreibe, ist nur meine Meinung und keine Feststellung.
zuletzt bearbeitet 20.12.2011 00:38 | nach oben springen

#285

RE: Schießbefehl DDR Grenze - Eine Erklärung

in Grenztruppen der DDR 20.12.2011 07:58
von Gert | 12.357 Beiträge

Zitat von S51

Zitat von Gert
... Die Erklärung meines Kumpels. Die Minen gehen erst bei 25 kg Druck hoch.??(ob das stimmt weiss ich bis heute nicht, weiss das jemand ? )...



Mein Waffen-Uffz hat mir im Frühjahr 1983 bei der Einweisung gesagt, dass das Auslösegewicht bei etwa 5 kg betrug. Die 25 kg galten nur für Panzerminen. Allerdings hat die Schneedecke wohl nicht nur bei dir das Gewicht gut verteilt und so eine Auslösung verhindert.
Hat etwas von Lotto...
Glückwunsch!




@S51 danke für die Antwort, wenn ich das lese , da wird mir ja nach 47 Jahren noch schlecht . Das war wirklich wie ein 6er im Lotto
Gruß Gert


.
All free men, wherever they may live, are citizens of Berlin, and, therefore, as a free man, I take pride in the words ‘Ich bin ein Berliner!’”
John F.Kennedy 1963 in Berlin
Geld ist geprägte Freiheit!
Dostojewski 1866
Zuerst ignorieren sie dich, dann lachen sie über dich, dann bekämpfen sie dich und dann gewinnst du.
Mahatma Gandhi
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#286

RE: Schießbefehl DDR Grenze - Eine Erklärung

in Grenztruppen der DDR 20.12.2011 08:02
von Gert | 12.357 Beiträge

Zitat von SEG15D
Ich will diese Pauschalisierung von EK82/2 nicht wirklich für voll nehmen...aber das Thema dieser Art reizt mich schon!
Zitat
@EK 82/2

Viele haben sich ihre Armut selbst zuzuschreiben.! Drogen - Alkohol - Überschuldung - blablabla.
Jedoch nicht alle.

Arbeitslosigkeit? Ich weiß das nicht jeder umziehen kann. Aber viele "könnten" es, machen es aber nicht weil sie ihr heruntergekommenes Dorf/Stadt nicht verlassen wollen! Dafür habe ich kein Verständnis!
Angebote (Umzugshilfe) vom Arbeitsamt werden mit fadenscheinigen Ausreden abgeblockt!

Zitat Ende


Ich weiß nicht wirklich wie Ihr tickt....für mich jedenfalls kam nach der "Wende" so ein Umzug niemals in Frage.
Dazu hänge ich viel zu sehr an dem Landstrich, den ich meine Heimat nenne, obwohl ich weiß, das in BW, B oder NRW meine Arbeit besser bezahlt würde. Sei's drum, ich bin Thüringer und werde es immer bleiben...und mit den Worten eines guten Freundes gesagt: Wenn der seinen Kirchturm nicht mehr sieht, fühlt er sich nicht wohl!"
Und so mag es auch jenen gehen, die aus diversen Gründen dieser Förderung anheim gefallen sind...versteht mich nicht falsch:
Ich persönlich halte dieses Gebilde für mehr als fragwürdig.....aber jemanden zu verurteilen, weil er in seiner Heimat bleiben möchte...ich weiß nicht...

Ist alles im übrigen sowas von OT....
SEG15D




@SEG ich las mal in der Zeitung in MeckPomm ist das ganz schlimm. Die jungen Männer hängen am Dorfbrunnen und harren der Dinge die da kommen. Die jungen Frauen in den gleichen Gebieten sind da weitaus flexibler und haben sich mit Hilfe einer guten Ausbildung in Gebiete Deutschlands oder auch in das benachbarte Ausland davon gemacht, wo es gut bezahlte Arbeit gibt.
Nun haben sie(die Männer) nicht nur keine Arbeit sondern auch keine Frauen mehr.

Gruß Gert


.
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#287

RE: Schießbefehl DDR Grenze - Eine Erklärung

in Grenztruppen der DDR 20.12.2011 09:06
von S51 | 3.733 Beiträge

Machste dir zu einfach, Gert.
Die Strukturen sind komplizierter. Eher noch auf dem Lande als in der Stadt gilt, dass die Männer den Hof erben. Nun könnte ein gutsituierter Besserwessi nach verkaufen rufen. Doch hängt mehr daran. Die Eltern müssen ggf. versorgt werden. Gehen sie aber in ein Heim reicht für den Eigenanteil der Ertrag nicht aus. Die Höfe in diesen Dörfern bringen nicht viel. Es reicht meist nicht, weshalb am Ende Hartz-4 zu erwarten ist. Und vom Besitzer von Hof und Feld wirst du so ganz schnell zum absoluten Habenichts. Dann ist jedoch oft kein Geld mehr für Auto oder sonstige Mobilität da weil es dafür nicht ausreichend Geld gibt. Und die Löhne gering weil wenig Arbeit in der Nähe. Man kann sich also aussuchen, ob man in der Ferne arbeitet aber dann zu Hause alles verliert oder zu Hause bleibt aber wenig hat.
Die Frauen haben es meist "einfacher". Für den Hof müssen andere sorgen, so gehen sie eher in die Fremde.
So sterben die Dörfer langsam aus.


GK Nord, GR 20, 7. GK
VPI B-Lbg. K III


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#288

RE: Schießbefehl DDR Grenze - Eine Erklärung

in Grenztruppen der DDR 20.12.2011 09:12
von exgakl | 7.238 Beiträge

Zitat Gert:

@SEG ich las mal in der Zeitung in MeckPomm ist das ganz schlimm. Die jungen Männer hängen am Dorfbrunnen und harren der Dinge die da kommen. Die jungen Frauen in den gleichen Gebieten sind da weitaus flexibler und haben sich mit Hilfe einer guten Ausbildung in Gebiete Deutschlands oder auch in das benachbarte Ausland davon gemacht, wo es gut bezahlte Arbeit gibt.
Nun haben sie(die Männer) nicht nur keine Arbeit sondern auch keine Frauen mehr.

Gruß Gert


Moin Gert,

erinnere Dich bitte an das Forumtreffen in Dömitz.... das Städtchen liegt ja nun in Mecklenburg, hast DU da die Dorfjugend rumlungern sehen?
Sicher gibt es diese Gegenden und Orte die sich in dem Zustand befinden wie in der Zeitung geschrieben, man kann und sollte es aber nicht verallgemeinern. Nicht umsonst ist Mecklenburg-Vorpommern mittlerweile das beliebteste Urlaubsland (BUndesland) in Deutschland, wenn alles so trostlos wäre wie beschrieben wäre das nicht möglich.
Es ist auch nicht so, daß nur Frauen weggehen.... in der Geschichte war auch so, daß Männer das Land verlassen haben und heute in Hessen am Brunnen sitzen

VG exgakl
schöne Grüße aus Brandenburg


Man sollte niemanden mit Tatsachen verwirren, der sich seine Meinung schon gebildet hat....
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#289

RE: Schießbefehl DDR Grenze - Eine Erklärung

in Grenztruppen der DDR 20.12.2011 09:20
von Feliks D. | 8.887 Beiträge

Zitat von S51

Zitat von Gert
... Die Erklärung meines Kumpels. Die Minen gehen erst bei 25 kg Druck hoch.??(ob das stimmt weiss ich bis heute nicht, weiss das jemand ? )...



Mein Waffen-Uffz hat mir im Frühjahr 1983 bei der Einweisung gesagt, dass das Auslösegewicht bei etwa 5 kg betrug. Die 25 kg galten nur für Panzerminen. Allerdings hat die Schneedecke wohl nicht nur bei dir das Gewicht gut verteilt und so eine Auslösung verhindert.
Hat etwas von Lotto...
Glückwunsch!




Zu Gert seiner Zeit dürften da noch [falls falsch bitte berichtigen] die PMD-6M Minen gelegen haben. Diese hatten eine einstellbare Empfindlichkeit im Bereich von 6 bis 26 KG, wobei ich bei der Nutzung als AP Mine von einer Einstellung im Bereich <10kg ausgehen.

Wer mehr dazu und zu anderen lesen möchte... http://www.saper.etel.ru/index-mines.html


Was ich zu sagen hatte habe ich gesagt, nun fürchte ich das allerletzte Wort. Der Sprache Ohnmacht hat mich oft geplagt, doch Trotz und Hoffnung gab ich niemals fort! Mir scheint die Welt geht aus den Fugen bringt sich um, die vielen Kriege zählt man schon nicht mehr. Auch dieses neue große Deutschland macht mich stumm, der Zorn der Worte und die Wut wird mehr. Die Welt stirbt leise stilles Schreien hört man nicht, es hilft kein Weinen und man sieht's nicht im Gesicht. Wer einen Menschen rettet rettet so die Welt, am Ende überleben wir uns doch. Nur wir bestimmen wann der letzte Vorhang fällt, still und leise verlassen wir die Welt!

Macht es gut Freunde!
zuletzt bearbeitet 20.12.2011 09:21 | nach oben springen

#290

RE: Schießbefehl DDR Grenze - Eine Erklärung

in Grenztruppen der DDR 20.12.2011 09:54
von eisenringtheo | 9.189 Beiträge

Diese hier mofiziert mit erhöhtem Auslösedruck?
http://www.one-step-beyond.de/de/countri...mine_pmd-6.html
Ungemütlich, was so alles im Irak und Afghanistan herumliegt, da war die Ausstattung an der DDR Grenze West geradezu bescheiden.
http://www.warfightersolutions.com/solut...nes/mines_iraq/
http://www.warfightersolutions.com/solut...nes/mines_afgh/
Theo


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#291

RE: Schießbefehl DDR Grenze - Eine Erklärung

in Grenztruppen der DDR 20.12.2011 10:01
von Feliks D. | 8.887 Beiträge

Genau diese, nur halt als 6M. Jedoch lag der Auslösedruck auch bei allen späteren so im Bereich 5-10kg, eventuell haben wir ja einen Pio hier?

Auf jeden Fall hatte Gert einfach nur verdammt viel Glück, alle Chancen standen gegen ihn. Glückwunsch!


Was ich zu sagen hatte habe ich gesagt, nun fürchte ich das allerletzte Wort. Der Sprache Ohnmacht hat mich oft geplagt, doch Trotz und Hoffnung gab ich niemals fort! Mir scheint die Welt geht aus den Fugen bringt sich um, die vielen Kriege zählt man schon nicht mehr. Auch dieses neue große Deutschland macht mich stumm, der Zorn der Worte und die Wut wird mehr. Die Welt stirbt leise stilles Schreien hört man nicht, es hilft kein Weinen und man sieht's nicht im Gesicht. Wer einen Menschen rettet rettet so die Welt, am Ende überleben wir uns doch. Nur wir bestimmen wann der letzte Vorhang fällt, still und leise verlassen wir die Welt!

Macht es gut Freunde!
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#292

RE: Schießbefehl DDR Grenze - Eine Erklärung

in Grenztruppen der DDR 20.12.2011 16:08
von Gert | 12.357 Beiträge

Zitat von exgakl
Zitat Gert:

@SEG ich las mal in der Zeitung in MeckPomm ist das ganz schlimm. Die jungen Männer hängen am Dorfbrunnen und harren der Dinge die da kommen. Die jungen Frauen in den gleichen Gebieten sind da weitaus flexibler und haben sich mit Hilfe einer guten Ausbildung in Gebiete Deutschlands oder auch in das benachbarte Ausland davon gemacht, wo es gut bezahlte Arbeit gibt.
Nun haben sie(die Männer) nicht nur keine Arbeit sondern auch keine Frauen mehr.

Gruß Gert


Moin Gert,

erinnere Dich bitte an das Forumtreffen in Dömitz.... das Städtchen liegt ja nun in Mecklenburg, hast DU da die Dorfjugend rumlungern sehen?
Sicher gibt es diese Gegenden und Orte die sich in dem Zustand befinden wie in der Zeitung geschrieben, man kann und sollte es aber nicht verallgemeinern. Nicht umsonst ist Mecklenburg-Vorpommern mittlerweile das beliebteste Urlaubsland (BUndesland) in Deutschland, wenn alles so trostlos wäre wie beschrieben wäre das nicht möglich.
Es ist auch nicht so, daß nur Frauen weggehen.... in der Geschichte war auch so, daß Männer das Land verlassen haben und heute in Hessen am Brunnen sitzen

VG exgakl
schöne Grüße aus Brandenburg



Danke Exgakl und S51 für für die Aufklärung, was auf dem Lande in MeckPomm so abgeht. Ich als eingefleischter Stadtmensch habe davon wenig Ahnung. Das ist alles einleuchtend was ihr da berichtet. Der Tourismus ist sicher ein wichtiger Arbeitgeber, aber das konzentriert sich nur auf die Küste und vielleicht noch bischen Müritzsee. Aber ich bin hier total vom Thema ab so höre sofort auf.

Gruß Gert


.
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Mahatma Gandhi
zuletzt bearbeitet 20.12.2011 16:08 | nach oben springen

#293

RE: Schießbefehl DDR Grenze - Eine Erklärung

in Grenztruppen der DDR 20.12.2011 20:15
von Thunderhorse | 4.019 Beiträge

Zitat von Feliks D.
Genau diese, nur halt als 6M. Jedoch lag der Auslösedruck auch bei allen späteren so im Bereich 5-10kg, eventuell haben wir ja einen Pio hier?

Auf jeden Fall hatte Gert einfach nur verdammt viel Glück, alle Chancen standen gegen ihn. Glückwunsch!




Der voreingestellte Druck bei der PMD-6M lag bei 6 kg.
Verlegung erfolgte im Druckbereich zw. 10 und ca. 20 kg.

Zu der Zeit in der Gert über die MS62 gegangen ist hatte ein Großteil der Minensperren mit PMD-6 bzw 6M bereits ihre Wirkung verloren.
Zum Teil wurden die Minen durch Wild ausgelöst, ab-bzw. freigeschwemmt, durch Schneedruck bzw. Frost zur Auslösung gebracht.
Eine Nachverlegung erfolgte nicht immer zeitnah.
Bei der von Gert angegebenen Schneehöhe dem verharschten Schnee lagen alle Voraussetzungen für ein Gefahrloses Überwinden der MS62 vor.

Ein Quentchen Glück gehörte natürlich auch dazu.

TH


"Mobility, Vigilance, Justice"
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#294

RE: Schießbefehl DDR Grenze - Eine Erklärung

in Grenztruppen der DDR 20.12.2011 21:03
von Polter (gelöscht)
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Es wird ja desöfteren angemahnt, daß man den Schnabel haltes soll, wenn man keine Ahnung hat. Ich hab keine und frage deshalb:
Wenn die Minen durch Frost bzw. Schneedruck zur Auslösung gebracht wurden, dann waren die doch nicht empfindlich. Ich habe schon etwas von " Luftdruckminen " oder " Luftminen " gehört. Aber die hätten wohl nicht dort verlegt werden können.


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#295

RE: Schießbefehl DDR Grenze - Eine Erklärung

in Grenztruppen der DDR 20.12.2011 22:51
von EK 82/2 | 2.952 Beiträge

Zitat von Polter
Es wird ja desöfteren angemahnt, daß man den Schnabel haltes soll, wenn man keine Ahnung hat. Ich hab keine und frage deshalb:
Wenn die Minen durch Frost bzw. Schneedruck zur Auslösung gebracht wurden, dann waren die doch nicht empfindlich. Ich habe schon etwas von " Luftdruckminen " oder " Luftminen " gehört. Aber die hätten wohl nicht dort verlegt werden können.


ich habe wegen minen auch wenig ahnung, aber luftminen gehören zur luftwaffe, ich glaube das es die bomben sind die über dem erdziel explodieren. du meinst sicher die minen welche durch feder hochspringen und in ca. 1 meter höhe detonieren? von solchen minen hörte ich an der grenze nie, aber es gibt sie in einigen ländern.

ek 82/2


Alles was ich schreibe, ist nur meine Meinung und keine Feststellung.
zuletzt bearbeitet 20.12.2011 22:53 | nach oben springen

#296

RE: Schießbefehl DDR Grenze - Eine Erklärung

in Grenztruppen der DDR 20.12.2011 22:56
von Thunderhorse | 4.019 Beiträge

Zitat von Polter
Es wird ja desöfteren angemahnt, daß man den Schnabel haltes soll, wenn man keine Ahnung hat. Ich hab keine und frage deshalb:
Wenn die Minen durch Frost bzw. Schneedruck zur Auslösung gebracht wurden, dann waren die doch nicht empfindlich. Ich habe schon etwas von " Luftdruckminen " oder " Luftminen " gehört. Aber die hätten wohl nicht dort verlegt werden können.



Frostdruck (Spannungen im Boden oder Gemäuern, Fels etc.)
Schneedruck (Nasser Schnee, hohe Schneedichte, etc.)
Hat der Fragensteller sicherlich schon selbst mal erlebt.

Was ein Polter unter empfindlich versteht kann ich nicht nachvollziehen.
En Auslösedruck von ca. 6 kg aufwärts bis etwa max. 30 kg bei der PPM2 und max. 32 kg bei der PMP 71. Letztere ging manchmal schon beim Anstechen durch die Pios los.

Nu alles O.T., aber watt solls.


"Mobility, Vigilance, Justice"
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#297

RE: Schießbefehl DDR Grenze - Eine Erklärung

in Grenztruppen der DDR 20.12.2011 23:05
von EK 82/2 | 2.952 Beiträge

ich finde die druckangaben sehr interessant als absolut unwissender der nur minenschilder sah ohne den test zu machen ob es stimmt.
aber können wir uns jetzt abschließend mal auf feliks seine erklärung einigen die auch inzwischen andere stellen heute feststellten das es für soldaten der grenztruppen keinen schießbefehl gab und somit keiner der pflicht zum töten ausgesetzt war?

ek 82/2


Alles was ich schreibe, ist nur meine Meinung und keine Feststellung.
zuletzt bearbeitet 20.12.2011 23:15 | nach oben springen

#298

RE: Schießbefehl DDR Grenze - Eine Erklärung

in Grenztruppen der DDR 20.12.2011 23:25
von eisenringtheo | 9.189 Beiträge

Zitat von EK 82/2
ich finde die druckangaben sehr interessant als absolut unwissender der nur minenschilder sah ohne den test zu machen ob es stimmt.
aber können wir uns jetzt abschließend mal auf feliks seine erklärung einigen die auch inzwischen andere stellen heute feststellten das es für soldaten der grenztruppen keinen schießbefehl gab und somit keiner der pflicht zum töten ausgesetzt war?

ek 82/2



Die Diskussion wird nie ein Ende finden, wetten dass?
Theo


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#299

RE: Schießbefehl DDR Grenze - Eine Erklärung

in Grenztruppen der DDR 20.12.2011 23:31
von EK 82/2 | 2.952 Beiträge

Zitat von eisenringtheo

Zitat von EK 82/2
ich finde die druckangaben sehr interessant als absolut unwissender der nur minenschilder sah ohne den test zu machen ob es stimmt.
aber können wir uns jetzt abschließend mal auf feliks seine erklärung einigen die auch inzwischen andere stellen heute feststellten das es für soldaten der grenztruppen keinen schießbefehl gab und somit keiner der pflicht zum töten ausgesetzt war?

ek 82/2



Die Diskussion wird nie ein Ende finden, wetten dass?
Theo



leider hast du recht theo, ich lese namen und weis vorher was drinn steht. pro oder contra. der deutsche ist ebend ein streithammel ohne selber gewinn zu tragen so war es immer gewesen.
aber ich verstehe auch warum feliks das thema 100 mal gebracht neu aufdeckt. er möchte geschichtsfälschung entgegen gehen die so krass geschieht das radieschen nach unten wachsen müßten.
ek 82/2


Alles was ich schreibe, ist nur meine Meinung und keine Feststellung.
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#300

RE: Schießbefehl DDR Grenze - Eine Erklärung

in Grenztruppen der DDR 20.12.2011 23:33
von Thunderhorse | 4.019 Beiträge

Zitat von EK 82/2

Zitat von eisenringtheo

Zitat von EK 82/2
ich finde die druckangaben sehr interessant als absolut unwissender der nur minenschilder sah ohne den test zu machen ob es stimmt.
aber können wir uns jetzt abschließend mal auf feliks seine erklärung einigen die auch inzwischen andere stellen heute feststellten das es für soldaten der grenztruppen keinen schießbefehl gab und somit keiner der pflicht zum töten ausgesetzt war?

ek 82/2



Die Diskussion wird nie ein Ende finden, wetten dass?
Theo



leider hast du recht theo, ich lese namen und weis vorher was drinn steht. pro oder contra. der deutsche ist ebend ein streithammel ohne selber gewinn zu tragen so war es immer gewesen.
aber ich verstehe auch warum feliks das thema 100 mal gebracht neu aufdeckt. er möchte geschichtsfälschung entgegen gehen die so krass geschieht das radieschen nach unten wachsen müßten.
ek 82/2





Nochmal von Seite 1 herangeholt:

Wimre (ohne nun zig hunderte von Seiten an Urteilen nachzulesen) wurde seitens der Gerichte festgestellt das es keine Anhaltspunkte dafür gibt, das es einen Schießbefehl im Sinne eines förmlichen Befehls in "Schriftform" existiert, der die ausdrückliche Tötung von Flüchtenden angeordnet hat.

Die mündliche Befehlslage (Vergatterung) kann jeder selbst nachlesen.


Darum ist diese Thematik ja so einfach schwierig!
Total EASY!


"Mobility, Vigilance, Justice"
zuletzt bearbeitet 20.12.2011 23:35 | nach oben springen



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