#221

RE: Schießbefehl DDR Grenze - Eine Erklärung

in Grenztruppen der DDR 18.12.2011 20:16
von Alfred | 6.854 Beiträge

Zitat von glasi

Zitat von handwerker
Immer dieses halbwissen.
Bei jeder Vergatterung wurde klar und deutlich befohlen,Grenzverletzer festzunehmen oder zu vernichten.Das haben auch die Bewohner von Hohen-Neuendorf mitgehört,die nur 50m von uns entfernt morgens an der Bushaltestelle standen.
Was vernichten bedeutet,wurde bei uns in Germendorf gelehrt und trainiert,nämlich wie man nach dem absitzen den GV überläuft um dann in Richtung DDR feuern zu können.

Hauptsache kein Projektil ins Feindesland, alles andere egal.
Ausserdem brauchte man bei GV in Uniform(egal was für eine) nicht mal Halt stehen bleiben rufen,auch kein Warnschuss abgeben.
Da war sogar der gezielte Schuss aus dem Turm erwünscht.
So war das bei uns 1983-84


VERNICHTEN???????? WIE EIN TIER




Glasi,

es wurden in der Geschichte ganze Armeen vernichtet, dies bedeute aber nicht, dass alle ums leben kamen.


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#222

RE: Schießbefehl DDR Grenze - Eine Erklärung

in Grenztruppen der DDR 18.12.2011 20:17
von glasi | 2.815 Beiträge

Zitat von Diplomkanonier

Zitat von glasi

Zitat von Diplomkanonier
Also einen sogenannten "Schiessbefehl" hat es nicht gegeben.
Es wurde bei den GT genauso gehandhabt, wie in der übrigen NVA.
Wenn wir Wachbelehrung hatten, wurde uns die ganze Prozedur erklärt: Anruf, Warnschuss, gezielter Schuss!
So läuft es auch in der BRD ab. Ich wermute mal, dass es in der BRD mehr Tote durch Polizeiwaffen gab, als an der Staatsgrenze der DDR.
Wer nach einem Warnschuss, der nicht zu überhören ist, weiter läuft, muss ganz schön Dreck am Stecken haben!


WAS FÜR EIN BEITRAG!!!!!!!! vorallem der letzte satz.




Was ist an dem letzten Satz so falsch? Also ich würde auf jegen Fall nach einem Warnschuss stehen bleiben!



nun ja. jeder grenzverletzter wußte was ihn erwartet wenn er geschnappt wird. oder meinst du jeder der flüchtet hat was verbrochen?



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#223

RE: Schießbefehl DDR Grenze - Eine Erklärung

in Grenztruppen der DDR 18.12.2011 20:21
von mannomann14 | 625 Beiträge

Zitat von handwerker
@Glasi,meinst Du mich?
Ich habe nur aus meiner Erinnerung geschrieben.



umlaufen? dann schießen? also dann kannste ihn auch mit nem Lasso fangen,oder?
bei so manchen Erinnerungen bin ich mir jetzt nicht mehr sicher,ob ich dann doch vieleicht woanders gedient habe, ach ja nur mal so für alle, wie das so manchmal mit Erinnerungen sein kann http://www.skepdic.com/German/falsche_erinnerungen.html

gruß mannomann


Etwas über mich zu schreiben, um sich dann daraus ein Bild von mir machen zu können , wäre ungefähr so, wie der Versuch Architektur zu tanzen...
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#224

RE: Schießbefehl DDR Grenze - Eine Erklärung

in Grenztruppen der DDR 18.12.2011 20:23
von Diplomkanonier (gelöscht)
avatar

Zitat von glasi

Zitat von Diplomkanonier

Zitat von glasi

Zitat von Diplomkanonier
Also einen sogenannten "Schiessbefehl" hat es nicht gegeben.
Es wurde bei den GT genauso gehandhabt, wie in der übrigen NVA.
Wenn wir Wachbelehrung hatten, wurde uns die ganze Prozedur erklärt: Anruf, Warnschuss, gezielter Schuss!
So läuft es auch in der BRD ab. Ich wermute mal, dass es in der BRD mehr Tote durch Polizeiwaffen gab, als an der Staatsgrenze der DDR.
Wer nach einem Warnschuss, der nicht zu überhören ist, weiter läuft, muss ganz schön Dreck am Stecken haben!


WAS FÜR EIN BEITRAG!!!!!!!! vorallem der letzte satz.




Was ist an dem letzten Satz so falsch? Also ich würde auf jegen Fall nach einem Warnschuss stehen bleiben!



nun ja. jeder grenzverletzter wußte was ihn erwartet wenn er geschnappt wird. oder meinst du jeder der flüchtet hat was verbrochen?



Jeder Grenzverletzer wusste aber auch, was nach dem Warnschuss folgte! Mir wären 18 Monate Knast lieber gewesen, als tod zu sein.
Dir etwa nicht? Die Grenzverletzer hatten ihr Leben selber in der Hand!


zuletzt bearbeitet 18.12.2011 20:24 | nach oben springen

#225

RE: Schießbefehl DDR Grenze - Eine Erklärung

in Grenztruppen der DDR 18.12.2011 20:26
von glasi | 2.815 Beiträge

Zitat von handwerker
@Glasi,meinst Du mich?
Ich habe nur aus meiner Erinnerung geschrieben.


oh gott nein. ich meine doch nicht die einfachen grenzer.



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#226

RE: Schießbefehl DDR Grenze - Eine Erklärung

in Grenztruppen der DDR 18.12.2011 20:27
von EK 82/2 | 2.952 Beiträge

@ alfred, genau das wollte ich grade schreiben. vernichten heist nicht zwanghaft töten sondern kampfunfähig machen in der militärsprache. sonst müßten ja in jedem krieg alle gefangenen erschoßen werden wenn man davon sprach eine armee oder division vernichtet zu haben.

im übrigen stimmt eine aussage weitere beiträge vorher. ich würde auch gerne mal den konkret ausgegeben befehl an die grenztruppen der ddr sehen wo drinn eindeutig steht das "grenzverletzer zu töten sind".

ek 82/2


Alles was ich schreibe, ist nur meine Meinung und keine Feststellung.
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#227

RE: Schießbefehl DDR Grenze - Eine Erklärung

in Grenztruppen der DDR 18.12.2011 20:30
von handwerker | 47 Beiträge

Ja Lasso wär auch gegangen ,hab ich aber leider nie gelernt.
Stand auch irgendwie nicht zur Debatte.Wir wurden nur an AK47 ausgebildet.



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#228

RE: Schießbefehl DDR Grenze - Eine Erklärung

in Grenztruppen der DDR 18.12.2011 20:58
von eisenringtheo | 9.183 Beiträge

Zitat von glasi
(...)

Was ist an dem letzten Satz so falsch? Also ich würde auf jegen Fall nach einem Warnschuss stehen bleiben!


nun ja. jeder grenzverletzter wußte was ihn erwartet wenn er geschnappt wird. (...)?[/quote]
Eben: so kurz vor der Staatsgrenze waren die Alternativen:
entweder: weiter vorrücken und "frei" (evt. verletzt); verletzt und Gefängnis; oder tot!
oder aber: aufgeben und Gefängnis.
Ob der GV anhielt oder weiterrannte hing vermutlich nur davon, wie gut das taktische Verhalten des/der GT Angehörigen war. War er weit weg und eher hinten, rannte der GV wohl weiter, befand sich der GT Angehörige nahe beim GV und eher seitlich oder vorne, blieb er vermutlich eher stehen.
Theo


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#229

RE: Schießbefehl DDR Grenze - Eine Erklärung

in Grenztruppen der DDR 18.12.2011 21:25
von Feliks D. | 8.887 Beiträge

Zitat von mannomann14

Zitat von glasi

Zitat von Diplomkanonier

Wer nach einem Warnschuss, der nicht zu überhören ist, weiter läuft, muss ganz schön Dreck am Stecken haben!


WAS FÜR EIN BEITRAG!!!!!!!! vorallem der letzte satz.




warum Glasi?
würdest du denn ohne ersichtlichen Grund etwa nach einem Warnschuß weiterlaufen?
gruß mannomann




Dazu mal was zum nachdenken...


Unter dem Gesichtspunkt der Prüfung des Kausalzusammenhanges muss ausgesprochen werden, dass sich die fluchtwilligen Grenzverletzer, insbesondere die besonders hartnäckigen, jedenfalls objektiv selbst getötet hatten. Der maßgebliche Kausalzusammenhang besteht also zwischen ihrem hartnäckigen Versuch, die Staatsgrenze zu „durchbrechen“ und dem dadurch ausgelösten Schusswaffengebrauch der Grenzsoldaten, der die Verletzungen, u.U. tödlichen Verletzungen, der Fluchtwilligen nach sich zog.

Unbestritten gilt die Selbsttötung von Fluchtwilligen bei denjenigen, die bewusst in gesperrte Minenfelder eindrangen. Die Verlegung von Minen und die Anbringung von Selbstschussanlagen als solche löst noch keinen zum Tode führenden Kausalverlauf aus.Geschaffen wird durch die Verlegung von Minen beziehungsweise die Anbringung von Selbstschussanlagen lediglich eine bestimmte allgemeine Gefahrenlage - wie sie uns im heutigen Leben in vielen Bereichen (z.B. im Straßen-, Luft- und Eisenbahnverkehr) begegnet.

Aus der allgemeinen Gefahrenlage resultiert nur und erst dann ein unmittelbarer gefährlicher, lebensgefährlicher Kausalprozess, wenn sich jemand unbefugt in das gesperrte Minenfeld begibt und dann Minen beziehungsweise Selbstschussanlagen auslöst. Somit haben jedenfalls die „Minenopfer“ stets direkt selbstmörderisch gehandelt.

Quelle: SIEGERjustiz? / Kai Homilius Verlag


Was ich zu sagen hatte habe ich gesagt, nun fürchte ich das allerletzte Wort. Der Sprache Ohnmacht hat mich oft geplagt, doch Trotz und Hoffnung gab ich niemals fort! Mir scheint die Welt geht aus den Fugen bringt sich um, die vielen Kriege zählt man schon nicht mehr. Auch dieses neue große Deutschland macht mich stumm, der Zorn der Worte und die Wut wird mehr. Die Welt stirbt leise stilles Schreien hört man nicht, es hilft kein Weinen und man sieht's nicht im Gesicht. Wer einen Menschen rettet rettet so die Welt, am Ende überleben wir uns doch. Nur wir bestimmen wann der letzte Vorhang fällt, still und leise verlassen wir die Welt!

Macht es gut Freunde!
zuletzt bearbeitet 18.12.2011 21:30 | nach oben springen

#230

RE: Schießbefehl DDR Grenze - Eine Erklärung

in Grenztruppen der DDR 18.12.2011 22:12
von Greso | 2.377 Beiträge

Ich habe 1966 einen Fluchtversuch mit Minendetonation und Bein ab erlebt,die beiden Anderen,hatten in die Hosen gesch...(hätte ich auch).Aber der,die Mine zur detonation brachte,hegt keinen Hass auf die Grenzer und er macht Heute noch Führungen an der Ehemaligen Grenze und zeigt die Stelle.Da können sich die Leute ihr eigenes Urteil bilden.
Greso


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#231

RE: Schießbefehl DDR Grenze - Eine Erklärung

in Grenztruppen der DDR 18.12.2011 23:06
von eisenringtheo | 9.183 Beiträge

Zitat von SIEGERjustiz? / Kai Homilius Verlag



Dazu mal was zum nachdenken...
(...)
Unter dem Gesichtspunkt der Prüfung des Kausalzusammenhanges muss ausgesprochen werden, dass sich die fluchtwilligen Grenzverletzer, insbesondere die besonders hartnäckigen, jedenfalls objektiv selbst getötet hatten. Der maßgebliche Kausalzusammenhang besteht also zwischen ihrem hartnäckigen Versuch, die Staatsgrenze zu „durchbrechen“ und dem dadurch ausgelösten Schusswaffengebrauch der Grenzsoldaten, der die Verletzungen, u.U. tödlichen Verletzungen, der Fluchtwilligen nach sich zog.



So einfach ist das wohl leider nicht. Anselm Feuerbach hat die Theorie vom psychologischen Zwang in die Diskussion eingebracht (im Strafrecht als Abschreckungstheorie bekannt): Wer immer etwas tun will, was mt Nachteilen für ihn verbunden ist, vergleicht die Vorteile mit den Nachteilen und tut was besser für ihn ist. Wegen dieses Phänomens kann ein gewünschtes Verhalten erreicht werden, in dem die die Gesellschaft die Nachteile genug hoch macht: Durch hohe Strafdrohungen oder wie hier die Drohung mit dem Einsatz von Schusswaffen oder das Vorhandensein von Minen wird der Bürger vom illegalen Grenzübertritt abgeschreckt.
Bis in die 60er Jahre war die Abschreckungstheorie sehr populär. In Ost und West gab es Prozesse mit grosser Öffentlichkeit und hohen Strafen, damit die Bevölkerung sah was geschieht, wenn man ein schweres Verbrechen begeht und von derartigen Straftaten absah. Bei Personen, bei denen dieser Abschreckungsprozess funktionierte, kann man in der Tat sagen, dass sie sich selber getötetet haben, wenn sie die Grenze unbefugt überschreiten wollten: In der oben geschilderten Vergleichsrechungen haben sie die Variante zu sterben, in Kauf genommen und der Variante, nicht gegen §213 zu verstossen, vorgezogen.
Schon immer, aber seit den 70er Jahren vermehrt, kritisieren Kriminologen, dass es nicht wenige Personen gibt, bei denen dieser Abschreckungsmechanismus nicht funktioniert. Einige denken, dass sie ohnehin nicht erwischt werden (zu schlau oder zu schnell für die Polizei), andere scheinen einfach immun gegen Abschreckung und delinquieren, egal wie schlimm die Strafdrohung ist, (beleidigen sogar noch den Richter bei ihrem Strafprozess). Solchen Personen kann man keinen Selbsttötungswillen unterstellen. Vielleicht waren es vor allem solche Personen, bei denen die Schusswaffe zum Einsatz kamen und Minen explodierten. Noch heute stellen Personen, die so "ticken" eine besondere Herausforderung für Polizei und die Strafverfolgung dar.
Theo


zuletzt bearbeitet 18.12.2011 23:11 | nach oben springen

#232

RE: Schießbefehl DDR Grenze - Eine Erklärung

in Grenztruppen der DDR 18.12.2011 23:28
von EK 82/2 | 2.952 Beiträge

Zitat von Feliks D.

Zitat von mannomann14

Zitat von glasi

Zitat von Diplomkanonier

Wer nach einem Warnschuss, der nicht zu überhören ist, weiter läuft, muss ganz schön Dreck am Stecken haben!


WAS FÜR EIN BEITRAG!!!!!!!! vorallem der letzte satz.




warum Glasi?
würdest du denn ohne ersichtlichen Grund etwa nach einem Warnschuß weiterlaufen?
gruß mannomann




Dazu mal was zum nachdenken...


Unter dem Gesichtspunkt der Prüfung des Kausalzusammenhanges muss ausgesprochen werden, dass sich die fluchtwilligen Grenzverletzer, insbesondere die besonders hartnäckigen, jedenfalls objektiv selbst getötet hatten. Der maßgebliche Kausalzusammenhang besteht also zwischen ihrem hartnäckigen Versuch, die Staatsgrenze zu „durchbrechen“ und dem dadurch ausgelösten Schusswaffengebrauch der Grenzsoldaten, der die Verletzungen, u.U. tödlichen Verletzungen, der Fluchtwilligen nach sich zog.

Unbestritten gilt die Selbsttötung von Fluchtwilligen bei denjenigen, die bewusst in gesperrte Minenfelder eindrangen. Die Verlegung von Minen und die Anbringung von Selbstschussanlagen als solche löst noch keinen zum Tode führenden Kausalverlauf aus.Geschaffen wird durch die Verlegung von Minen beziehungsweise die Anbringung von Selbstschussanlagen lediglich eine bestimmte allgemeine Gefahrenlage - wie sie uns im heutigen Leben in vielen Bereichen (z.B. im Straßen-, Luft- und Eisenbahnverkehr) begegnet.

Aus der allgemeinen Gefahrenlage resultiert nur und erst dann ein unmittelbarer gefährlicher, lebensgefährlicher Kausalprozess, wenn sich jemand unbefugt in das gesperrte Minenfeld begibt und dann Minen beziehungsweise Selbstschussanlagen auslöst. Somit haben jedenfalls die „Minenopfer“ stets direkt selbstmörderisch gehandelt.

Quelle: SIEGERjustiz? / Kai Homilius Verlag



@feliks du beschreibst hier alles sehr gut. darf ich deine worte mal in einfachen umsetzen?
eine rote ampel und ein geschäft gegenüber das in 5 minuten schließt. der fußgänger ist im recht des grundgesetzes freiheit zu haben überall einkaufen zu dürfen. also geht er bei rot über die kreuzung, denn das grundgesetz der freiheit ist ja das höchste gut. wer wird nun bei einem unfall bestraft? auch andere gesteze sind neben aller freiheit zwingend zu beachten. das recht erzwingen ist immer unrecht und so auch an der grenze, und das reagieren der grenzer sehe ich als recht. wenn kein rechtzeitiges bremsen mehr möglich war, ist es wie ein unfall zu sehen.

el 82/2


Alles was ich schreibe, ist nur meine Meinung und keine Feststellung.
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#233

RE: Schießbefehl DDR Grenze - Eine Erklärung

in Grenztruppen der DDR 19.12.2011 00:51
von Gelöschtes Mitglied
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Zitat von EK 82/2

Zitat von Feliks D.

Zitat von mannomann14

Zitat von glasi

Zitat von Diplomkanonier

Wer nach einem Warnschuss, der nicht zu überhören ist, weiter läuft, muss ganz schön Dreck am Stecken haben!


WAS FÜR EIN BEITRAG!!!!!!!! vorallem der letzte satz.




warum Glasi?
würdest du denn ohne ersichtlichen Grund etwa nach einem Warnschuß weiterlaufen?
gruß mannomann




Dazu mal was zum nachdenken...


Unter dem Gesichtspunkt der Prüfung des Kausalzusammenhanges muss ausgesprochen werden, dass sich die fluchtwilligen Grenzverletzer, insbesondere die besonders hartnäckigen, jedenfalls objektiv selbst getötet hatten. Der maßgebliche Kausalzusammenhang besteht also zwischen ihrem hartnäckigen Versuch, die Staatsgrenze zu „durchbrechen“ und dem dadurch ausgelösten Schusswaffengebrauch der Grenzsoldaten, der die Verletzungen, u.U. tödlichen Verletzungen, der Fluchtwilligen nach sich zog.

Unbestritten gilt die Selbsttötung von Fluchtwilligen bei denjenigen, die bewusst in gesperrte Minenfelder eindrangen. Die Verlegung von Minen und die Anbringung von Selbstschussanlagen als solche löst noch keinen zum Tode führenden Kausalverlauf aus.Geschaffen wird durch die Verlegung von Minen beziehungsweise die Anbringung von Selbstschussanlagen lediglich eine bestimmte allgemeine Gefahrenlage - wie sie uns im heutigen Leben in vielen Bereichen (z.B. im Straßen-, Luft- und Eisenbahnverkehr) begegnet.

Aus der allgemeinen Gefahrenlage resultiert nur und erst dann ein unmittelbarer gefährlicher, lebensgefährlicher Kausalprozess, wenn sich jemand unbefugt in das gesperrte Minenfeld begibt und dann Minen beziehungsweise Selbstschussanlagen auslöst. Somit haben jedenfalls die „Minenopfer“ stets direkt selbstmörderisch gehandelt.

Quelle: SIEGERjustiz? / Kai Homilius Verlag



@feliks du beschreibst hier alles sehr gut. darf ich deine worte mal in einfachen umsetzen?
eine rote ampel und ein geschäft gegenüber das in 5 minuten schließt. der fußgänger ist im recht des grundgesetzes freiheit zu haben überall einkaufen zu dürfen. also geht er bei rot über die kreuzung, denn das grundgesetz der freiheit ist ja das höchste gut. wer wird nun bei einem unfall bestraft? auch andere gesteze sind neben aller freiheit zwingend zu beachten. das recht erzwingen ist immer unrecht und so auch an der grenze, und das reagieren der grenzer sehe ich als recht. wenn kein rechtzeitiges bremsen mehr möglich war, ist es wie ein unfall zu sehen.

el 82/2





Ich versuche es auch einmal :)

Zwei stehen auf der Brücke 30 Meter hoch, der eine schuppst den anderen, so dass dieser runder fällt. Wer ist schuld? Die Brücke weil sie so hoch war?

Grüße


zuletzt bearbeitet 19.12.2011 00:51 | nach oben springen

#234

RE: Schießbefehl DDR Grenze - Eine Erklärung

in Grenztruppen der DDR 19.12.2011 06:26
von Freedom (gelöscht)
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Zitat von Feliks D.

Unbestritten gilt die Selbsttötung von Fluchtwilligen bei denjenigen, die bewusst in gesperrte Minenfelder eindrangen. Die Verlegung von Minen und die Anbringung von Selbstschussanlagen als solche löst noch keinen zum Tode führenden Kausalverlauf aus.Geschaffen wird durch die Verlegung von Minen beziehungsweise die Anbringung von Selbstschussanlagen lediglich eine bestimmte allgemeine Gefahrenlage - wie sie uns im heutigen Leben in vielen Bereichen (z.B. im Straßen-, Luft- und Eisenbahnverkehr) begegnet.

Quelle: SIEGERjustiz? / Kai Homilius Verlag




Dem Verfasser streite ich jegliche Geschäftstüchtig ab.

Minen und Selbstschussanlagen mit der Luftfahrt vergleichen? Wahnsinn.

Nur Gott gibt und nur er kann nehmen und keine Regierung wie damals und heute. Kein schießwütiger Grenzer und derer die über ihn stehen haben das Recht über Leben und Tod zu entscheiden.


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#235

RE: Schießbefehl DDR Grenze - Eine Erklärung

in Grenztruppen der DDR 19.12.2011 07:17
von S51 | 3.733 Beiträge

Zitat von Freedom
...Nur Gott gibt und nur er kann nehmen und keine Regierung wie damals und heute. Kein schießwütiger Grenzer und derer die über ihn stehen haben das Recht über Leben und Tod zu entscheiden.



Eine Meinung ist nur halt eine Meinung.
Nicht mal eine Rechtsauffassung und leider schon gar kein Fakt.
Der gesamte Ablauf der menschlichen Entwicklung führt diese, deine Meinung ad absurdum und ordnet sie dort ein, wo sich fromme Sprüche allgemein halt finden. Auch wenn Weihnachten naht.
Solche Sprüche quittiert der Kundige mit einem traurigen oder auch höhnischen Lächeln und prüft, ob die so gesegnete Tupperware auch gesichert ist...


GK Nord, GR 20, 7. GK
VPI B-Lbg. K III


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#236

RE: Schießbefehl DDR Grenze - Eine Erklärung

in Grenztruppen der DDR 19.12.2011 07:37
von Feliks D. | 8.887 Beiträge

Zitat von eisenringtheo

Zitat von SIEGERjustiz? / Kai Homilius Verlag



Dazu mal was zum nachdenken...
(...)
Unter dem Gesichtspunkt der Prüfung des Kausalzusammenhanges muss ausgesprochen werden, dass sich die fluchtwilligen Grenzverletzer, insbesondere die besonders hartnäckigen, jedenfalls objektiv selbst getötet hatten. Der maßgebliche Kausalzusammenhang besteht also zwischen ihrem hartnäckigen Versuch, die Staatsgrenze zu „durchbrechen“ und dem dadurch ausgelösten Schusswaffengebrauch der Grenzsoldaten, der die Verletzungen, u.U. tödlichen Verletzungen, der Fluchtwilligen nach sich zog.



...dass es nicht wenige Personen gibt, bei denen dieser Abschreckungsmechanismus nicht funktioniert. Einige denken, dass sie ohnehin nicht erwischt werden (zu schlau oder zu schnell für die Polizei), andere scheinen einfach immun gegen Abschreckung und delinquieren, egal wie schlimm die Strafdrohung ist, (beleidigen sogar noch den Richter bei ihrem Strafprozess). Solchen Personen kann man keinen Selbsttötungswillen unterstellen. Vielleicht waren es vor allem solche Personen, bei denen die Schusswaffe zum Einsatz kamen und Minen explodierten. Noch heute stellen Personen, die so "ticken" eine besondere Herausforderung für Polizei und die Strafverfolgung dar.
Theo




Dann darf man also annehmen, diese Personen ticken nicht normal?


Was ich zu sagen hatte habe ich gesagt, nun fürchte ich das allerletzte Wort. Der Sprache Ohnmacht hat mich oft geplagt, doch Trotz und Hoffnung gab ich niemals fort! Mir scheint die Welt geht aus den Fugen bringt sich um, die vielen Kriege zählt man schon nicht mehr. Auch dieses neue große Deutschland macht mich stumm, der Zorn der Worte und die Wut wird mehr. Die Welt stirbt leise stilles Schreien hört man nicht, es hilft kein Weinen und man sieht's nicht im Gesicht. Wer einen Menschen rettet rettet so die Welt, am Ende überleben wir uns doch. Nur wir bestimmen wann der letzte Vorhang fällt, still und leise verlassen wir die Welt!

Macht es gut Freunde!
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#237

RE: Schießbefehl DDR Grenze - Eine Erklärung

in Grenztruppen der DDR 19.12.2011 09:06
von brummitga (gelöscht)
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Zitat von Freedom

Zitat von Feliks D.

Unbestritten gilt die Selbsttötung von Fluchtwilligen bei denjenigen, die bewusst in gesperrte Minenfelder eindrangen. Die Verlegung von Minen und die Anbringung von Selbstschussanlagen als solche löst noch keinen zum Tode führenden Kausalverlauf aus.Geschaffen wird durch die Verlegung von Minen beziehungsweise die Anbringung von Selbstschussanlagen lediglich eine bestimmte allgemeine Gefahrenlage - wie sie uns im heutigen Leben in vielen Bereichen (z.B. im Straßen-, Luft- und Eisenbahnverkehr) begegnet.

Quelle: SIEGERjustiz? / Kai Homilius Verlag




Dem Verfasser streite ich jegliche Geschäftstüchtig ab.

Minen und Selbstschussanlagen mit der Luftfahrt vergleichen? Wahnsinn.

Nur Gott gibt und nur er kann nehmen und keine Regierung wie damals und heute. "Kein schießwütiger Grenzer" und derer die über ihn stehen haben das Recht über Leben und Tod zu entscheiden.



Du hast wohl den ersten Frost abbekommen. Aber der Verbrecher Weinhold hatte nach Deiner Lesart z.B. das Recht, über Leben oder Tod der beiden Grenzer zu entscheiden, oder ? Und: lass Gott lieber aus dem Spiel.


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#238

RE: Schießbefehl DDR Grenze - Eine Erklärung

in Grenztruppen der DDR 19.12.2011 09:14
von Gert | 12.356 Beiträge

Zitat von Feliks D.

Zitat von eisenringtheo

Zitat von SIEGERjustiz? / Kai Homilius Verlag



Dazu mal was zum nachdenken...
(...)
Unter dem Gesichtspunkt der Prüfung des Kausalzusammenhanges muss ausgesprochen werden, dass sich die fluchtwilligen Grenzverletzer, insbesondere die besonders hartnäckigen, jedenfalls objektiv selbst getötet hatten. Der maßgebliche Kausalzusammenhang besteht also zwischen ihrem hartnäckigen Versuch, die Staatsgrenze zu „durchbrechen“ und dem dadurch ausgelösten Schusswaffengebrauch der Grenzsoldaten, der die Verletzungen, u.U. tödlichen Verletzungen, der Fluchtwilligen nach sich zog.



...dass es nicht wenige Personen gibt, bei denen dieser Abschreckungsmechanismus nicht funktioniert. Einige denken, dass sie ohnehin nicht erwischt werden (zu schlau oder zu schnell für die Polizei), andere scheinen einfach immun gegen Abschreckung und delinquieren, egal wie schlimm die Strafdrohung ist, (beleidigen sogar noch den Richter bei ihrem Strafprozess). Solchen Personen kann man keinen Selbsttötungswillen unterstellen. Vielleicht waren es vor allem solche Personen, bei denen die Schusswaffe zum Einsatz kamen und Minen explodierten. Noch heute stellen Personen, die so "ticken" eine besondere Herausforderung für Polizei und die Strafverfolgung dar.
Theo




Dann darf man also annehmen, diese Personen ticken nicht normal?





Feliks
Deine Frage unterstellt, dass irgendwo geschrieben steht, was normal ist? Aber was ist normal ? War die Gesetzgebung der DDR an der Grenze normal ? Für die DDR Regierung wahrscheinlich schon, in vielen anderen Ländern war sie es nicht.


.
All free men, wherever they may live, are citizens of Berlin, and, therefore, as a free man, I take pride in the words ‘Ich bin ein Berliner!’”
John F.Kennedy 1963 in Berlin
Geld ist geprägte Freiheit!
Dostojewski 1866
Zuerst ignorieren sie dich, dann lachen sie über dich, dann bekämpfen sie dich und dann gewinnst du.
Mahatma Gandhi
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#239

RE: Schießbefehl DDR Grenze - Eine Erklärung

in Grenztruppen der DDR 19.12.2011 09:24
von eisenringtheo | 9.183 Beiträge

Zitat von Feliks D.

Zitat von eisenringtheo
(...) Noch heute stellen Personen, die so "ticken" eine besondere Herausforderung für Polizei und die Strafverfolgung dar.
Theo



Dann darf man also annehmen, diese Personen ticken nicht normal?




Heute hört man oft den Begriff "verhaltensauffällige Personen": Gründe können vielfältig sein: Intelligenz, Erziehung, Lebenskrisen, usw. Fährt man ferienhalber in eine fremde Kultur, ist man oft selber der "Verhaltensauffällige" und sollte sich tunlichst anpassen, um keinen Ärger zu kriegen (Ballermann kommt nicht überall an!).
Theo


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#240

RE: Schießbefehl DDR Grenze - Eine Erklärung

in Grenztruppen der DDR 19.12.2011 12:02
von Freedom (gelöscht)
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"Wer die Grenze nicht respektiert, bekommt die Kugel"


Zitat von Armeegeneral Heinz Hoffmann


zuletzt bearbeitet 19.12.2011 12:03 | nach oben springen



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