#201

RE: Schießbefehl DDR Grenze - Eine Erklärung

in Grenztruppen der DDR 18.12.2011 17:25
von Thunderhorse | 4.016 Beiträge

Zitat von Rechercheur

Zitat von Gert
Das ist richtig Feliks, es gab wohl kein schriftlich ausformuliertes Gesetz und auch keinen schriftlichen Befehl. Die Leute, die diese Grenzabriegelung zu verantworten hatten, waren schlau genug, keine schriftlichen Dokumente über heikle Themen anzufertigen ( Man weiss ja nie und ihre Ahnung war richtig, nix ist ewig). Da ich als eh. Grenzsoldat aber Zeuge bin, kann ich dir sagen, das ich mit jeder Vergatterung den Befehl erhalten habe, Grenzverletzer festzunehmen und wenn dies nicht möglich ist, notfalls mit der Schusswaffe zu vernichten. Da wir keine Luftgewehre auf die Grenzstreife mitbekamen, war die Sache eindeutig und klar formuliert, aber eben immer nur mündlich. Das habe ich nie schriftlich bekommen. Diese mündlich erteilten Befehle waren für mich verbindlich und auch unzweideutig gegeben, also Gesetz.






Das ausformulierte Gesetz bzw. den § 27 des DDR-Grenz-Gesetzes gibt es hier in Gänze (?) zu lesen: http://de.wikipedia.org/w/index.php?titl...=20070116204929 (zuletzt eingesehen heute, 18.12.2011, 11:16 Uhr).

Hier sind noch ein paar "Nachweise", die ich hier zur Diskussion stellen möchte:
"Durch den Befehl Nr. 39/60 vom 28. Juni 1960 des Ministers des Innern wurden die bis dahin geltenden, vergleichsweise restriktiven Vorgaben zum Schusswaffengebrauch gelockert. Demnach konnte

„unter Einhaltung der einschlägigen gesetzlichen Bestimmungen von der Schußwaffe Gebrauch gemacht werden [...] [b]ei der Festnahme von Spionen, Saboteuren, Provokateuren und anderen Verbrechern, wenn sie der Festnahme bewaffneten Widerstand entgegensetzen oder die Flucht ergreifen und keine Möglichkeit besteht, die Festnahme durch eine andere qualifizierte Maßnahme herbeizuführen.[4]“


Nach dem Mauerbau im August 1961 wurde der Schießbefehl gegen „Grenzverletzer“ noch expliziter. Auf einer Lagebesprechung des vom Politbüro eingesetzten „Zentralen Stabes“ am 20. September 1961 äußerte der Leiter dieses Stabes, Erich Honecker, gleichzeitig ZK-Sekretär für Sicherheit:

„Gegen Verräter und Grenzverletzer ist die Schußwaffe anzuwenden. Es sind solche Maßnahmen zu treffen, daß Verbrecher in der 100-m-Sperrzone gestellt werden können. Beobachtungs- und Schußfeld ist in der Sperrzone zu schaffen.[5]“

Seit dem 6. Oktober 1961 gab es einen Befehl des damaligen DDR-Verteidigungsministers Armeegeneral Heinz Hoffmann, der die Grenztruppen der DDR verpflichtete, die Schusswaffe nach Zuruf und Warnschuss sofort scharf anzuwenden und Flüchtende zu vernichten, wenn sie nicht auf andere Weise festzunehmen seien. In einer Rede, die filmisch festgehalten wurde, sagte Hoffmann:

„Wer unsere Grenze nicht respektiert, der bekommt die Kugel zu spüren.[6]“

Erich Honecker erklärte am 3. Mai 1974 auf der 45. Sitzung des Nationalen Verteidigungsrates in seiner Funktion als Vorsitzender:

„Es muss angestrebt werden, dass Grenzdurchbrüche überhaupt nicht zugelassen werden; (…) überall muss ein einwandfreies Schussfeld gewährleistet werden; (…) nach wie vor muss von der Schusswaffe rücksichtslos Gebrauch gemacht werden, und es sind die Genossen, die die Schusswaffe erfolgreich angewandt haben, zu belobigen.[7]“

↑ Zitiert nach Rudolf Riemer, Das zweigeteilte Deutschland 1961-1962. München 1995, S.115 ff.
↑ Zitiert nach W. Filmer/H. Schwan: Opfer der Mauer. Die geheimen Protokolle des Todes, München 1991, S. 379.
http://mobile.morgenpost.de/printarchiv/..._die_Kugel.html
↑ Matthias Judt (Hrsg.), DDR-Geschichte in Dokumenten, Bonn 1998 (bpb) S. 468f.

Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Schie%C3%9Fbefehl (zuletzt eingesehen, 18.12.2011, 11.22 Uhr)

Grüße, Rechercheur





Tja, was da alles so in Wiki steht.
Die Thematik ist so einfach schwierig.

Mit ein bißchen Recherche hier und da kommt man nicht weit.

Von einigen wird dann wieder nur auf das Grenzgesetz, gültig ab 1982, als alleinige Grundlage verwiesen.
Ohne die Querverweise auf weiterhin gültige DV´s, Verordnungen, Vergatterungen etc.

Einfach die unendliche Geschichte.

P.S.: Rechercheur, mit Anmeldung kannste unter folgenden Link einen, kein Anspruch auf Vollständigkeit , Abriß der geschichtlichen Entwicklung der Regelungen zum Schusswaffengebrauch für die DGP, Kdo-Grenze NVA bzw. GT der DDR nachlesen.
http://www.nva-forum.de/nva-board/index.php?showtopic=7686


"Mobility, Vigilance, Justice"
zuletzt bearbeitet 18.12.2011 17:26 | nach oben springen

#202

RE: Schießbefehl DDR Grenze - Eine Erklärung

in Grenztruppen der DDR 18.12.2011 17:35
von damals wars | 12.179 Beiträge

Von einigen wird dann wieder nur auf das Grenzgesetz, gültig ab 1982, als alleinige Grundlage verwiesen.
Ohne die Querverweise auf weiterhin gültige DV´s, Verordnungen, Vergatterungen etc.
--------------------------------------------------------------

Wenn von Kinkelknechten immer wieder unsere Handlungen als ungesetzlich dargestelllt werden, ist es wohl unser Gutes Recht auf die Gesetzeslage zu verweisen.
Durchführungs- Verordnungen werden auch heute nur auf Grundlage von Gesetzen erlassen, alles andere gibt keinen Sinn.
Und jedes Neue Gesetz hebt die vorherigen Gesetze und VO auf!


Als Gott den Menschen erschuf, war er bereits müde; das erklärt manches.(Mark Twain)
Ein demokratischer Rechtsstaat braucht Richter, keine Henker. Interview auf der Kundgebung Je suis Charlie am 11.01.2015
"Hass hat keinen Glauben, keine Rasse oder Religion, er ist giftig." der Witwer der britische Labour-Abgeordnete Jo Cox.
http://www.neo-magazin-royale.de/zdi/art...fur-frauke.html
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#203

RE: Schießbefehl DDR Grenze - Eine Erklärung

in Grenztruppen der DDR 18.12.2011 18:18
von Thunderhorse | 4.016 Beiträge

Zitat von damals wars
Von einigen wird dann wieder nur auf das Grenzgesetz, gültig ab 1982, als alleinige Grundlage verwiesen.
Ohne die Querverweise auf weiterhin gültige DV´s, Verordnungen, Vergatterungen etc.
--------------------------------------------------------------

Wenn von Kinkelknechten[/rot] immer wieder unsere Handlungen als ungesetzlich dargestelllt werden, ist es wohl unser Gutes Recht auf die Gesetzeslage zu verweisen.
Durchführungs- Verordnungen werden auch heute nur auf Grundlage von Gesetzen erlassen, alles andere gibt keinen Sinn.
Und jedes Neue Gesetz hebt die vorherigen Gesetze und VO auf!




Vorsicht

"damals wars"

Beleidigen lass ich mich nicht!!!


Und zur Thematik, ein kleiner Tip, befasse Dich erstmal richtig mit der Materie
, vielleicht blickste dann etwas durch.
Möglicherweise erschließen sich für Dich dann auch gewisse Zusammenhänge.


"Mobility, Vigilance, Justice"
zuletzt bearbeitet 18.12.2011 18:19 | nach oben springen

#204

RE: Schießbefehl DDR Grenze - Eine Erklärung

in Grenztruppen der DDR 18.12.2011 18:24
von Diplomkanonier (gelöscht)
avatar

Also einen sogenannten "Schiessbefehl" hat es nicht gegeben.
Es wurde bei den GT genauso gehandhabt, wie in der übrigen NVA.
Wenn wir Wachbelehrung hatten, wurde uns die ganze Prozedur erklärt: Anruf, Warnschuss, gezielter Schuss!
So läuft es auch in der BRD ab. Ich wermute mal, dass es in der BRD mehr Tote durch Polizeiwaffen gab, als an der Staatsgrenze der DDR.
Wer nach einem Warnschuss, der nicht zu überhören ist, weiter läuft, muss ganz schön Dreck am Stecken haben!


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#205

RE: Schießbefehl DDR Grenze - Eine Erklärung

in Grenztruppen der DDR 18.12.2011 18:32
von Thunderhorse | 4.016 Beiträge

Zitat von Diplomkanonier
Also einen sogenannten "Schiessbefehl" hat es nicht gegeben.
Es wurde bei den GT genauso gehandhabt, wie in der übrigen NVA.
Wenn wir Wachbelehrung hatten, wurde uns die ganze Prozedur erklärt: Anruf, Warnschuss, gezielter Schuss!

Wer nach einem Warnschuss, der nicht zu überhören ist, weiter läuft, muss ganz schön Dreck am Stecken haben!



Hm, warste bei der GT respektive Kdo.Grenze?
Meine nicht.


"Mobility, Vigilance, Justice"
zuletzt bearbeitet 18.12.2011 18:34 | nach oben springen

#206

RE: Schießbefehl DDR Grenze - Eine Erklärung

in Grenztruppen der DDR 18.12.2011 18:46
von Alfred | 6.849 Beiträge

Zitat von Thunderhorse

Zitat von Diplomkanonier
Also einen sogenannten "Schiessbefehl" hat es nicht gegeben.
Es wurde bei den GT genauso gehandhabt, wie in der übrigen NVA.
Wenn wir Wachbelehrung hatten, wurde uns die ganze Prozedur erklärt: Anruf, Warnschuss, gezielter Schuss!

Wer nach einem Warnschuss, der nicht zu überhören ist, weiter läuft, muss ganz schön Dreck am Stecken haben!



Hm, warste bei der GT respektive Kdo.Grenze?
Meine nicht.





Warst Du denn bei den Grenztruppen ?


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#207

RE: Schießbefehl DDR Grenze - Eine Erklärung

in Grenztruppen der DDR 18.12.2011 19:06
von Diplomkanonier (gelöscht)
avatar

Zitat von Thunderhorse

Zitat von Diplomkanonier
Also einen sogenannten "Schiessbefehl" hat es nicht gegeben.
Es wurde bei den GT genauso gehandhabt, wie in der übrigen NVA.
Wenn wir Wachbelehrung hatten, wurde uns die ganze Prozedur erklärt: Anruf, Warnschuss, gezielter Schuss!

Wer nach einem Warnschuss, der nicht zu überhören ist, weiter läuft, muss ganz schön Dreck am Stecken haben!



Hm, warste bei der GT respektive Kdo.Grenze?
Meine nicht.



Ja und, was es damit zu tun? Die BStU hat mir auf Anftage bestätigt, es gibt definitiv keinen "Schiessbefehl"!
Kleine Frage am Rande, wo hast du eigendlich gedient?


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#208

RE: Schießbefehl DDR Grenze - Eine Erklärung

in Grenztruppen der DDR 18.12.2011 19:10
von Pit 59 | 10.152 Beiträge

Wenn man ein Diplom hat,kann man wohl Überall Mitreden?

Ist ja wie ein Bockwurstverkäufer der seinen Senf dazu gibt.


zuletzt bearbeitet 18.12.2011 19:14 | nach oben springen

#209

RE: Schießbefehl DDR Grenze - Eine Erklärung

in Grenztruppen der DDR 18.12.2011 19:56
von Thunderhorse | 4.016 Beiträge

Zitat von Alfred

Zitat von Thunderhorse

Zitat von Diplomkanonier
Also einen sogenannten "Schiessbefehl" hat es nicht gegeben.
Es wurde bei den GT genauso gehandhabt, wie in der übrigen NVA.
Wenn wir Wachbelehrung hatten, wurde uns die ganze Prozedur erklärt: Anruf, Warnschuss, gezielter Schuss!

Wer nach einem Warnschuss, der nicht zu überhören ist, weiter läuft, muss ganz schön Dreck am Stecken haben!



Hm, warste bei der GT respektive Kdo.Grenze?
Meine nicht.





Warst Du denn bei den Grenztruppen ?





Alfred,

Dir ist doch bekannt, dass ich BBKF war.
Mit vielfältigem Direktbezug zur Grenze in ihren zahlreichen Facetten.
Bist aber ein Spaßvogel. Grins.

TH


"Mobility, Vigilance, Justice"
zuletzt bearbeitet 18.12.2011 19:59 | nach oben springen

#210

RE: Schießbefehl DDR Grenze - Eine Erklärung

in Grenztruppen der DDR 18.12.2011 19:58
von Thunderhorse | 4.016 Beiträge

Zitat von Diplomkanonier

Zitat von Thunderhorse

Zitat von Diplomkanonier
Also einen sogenannten "Schiessbefehl" hat es nicht gegeben.
Es wurde bei den GT genauso gehandhabt, wie in der übrigen NVA.
Wenn wir Wachbelehrung hatten, wurde uns die ganze Prozedur erklärt: Anruf, Warnschuss, gezielter Schuss!

Wer nach einem Warnschuss, der nicht zu überhören ist, weiter läuft, muss ganz schön Dreck am Stecken haben!



Hm, warste bei der GT respektive Kdo.Grenze?
Meine nicht.



Ja und, was es damit zu tun? Die BStU hat mir auf Anftage bestätigt, es gibt definitiv keinen "Schiessbefehl"!
Kleine Frage am Rande, wo hast du eigendlich gedient?





Ganz dickes Grinsen.


"Mobility, Vigilance, Justice"
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#211

RE: Schießbefehl DDR Grenze - Eine Erklärung

in Grenztruppen der DDR 18.12.2011 19:58
von Alfred | 6.849 Beiträge

Zitat von Thunderhorse

Zitat von Alfred

Zitat von Thunderhorse

Zitat von Diplomkanonier
Also einen sogenannten "Schiessbefehl" hat es nicht gegeben.
Es wurde bei den GT genauso gehandhabt, wie in der übrigen NVA.
Wenn wir Wachbelehrung hatten, wurde uns die ganze Prozedur erklärt: Anruf, Warnschuss, gezielter Schuss!

Wer nach einem Warnschuss, der nicht zu überhören ist, weiter läuft, muss ganz schön Dreck am Stecken haben!



Hm, warste bei der GT respektive Kdo.Grenze?
Meine nicht.





Warst Du denn bei den Grenztruppen ?





Alfred,

Dir ist doch bekannt, dass ich BBKF war.
Mit vielfältigem Direktbezug zur Grenze in ihren Facetten.
Bist aber ein Spaßvogel.

TH

P.S.:




Muss ich Dich enttäuschen, dies war mir nicht bekannt.


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#212

RE: Schießbefehl DDR Eine Erklärung

in Grenztruppen der DDR 18.12.2011 20:04
von EK 82/2 | 2.952 Beiträge

Zitat von exgakl
@maxel22

welcher Chef? Also mein Chef war Mielke nicht und was er und andere von sich gegeben haben ist in dem Zusammenhang völlig, aber auch völlig egal. Entscheidend waren die Gesetze und nicht was irgendein Dummschwätzer mal auf irgendeiner Veranstaltung gelabert hat.
Wenn dein Chef oder wer auch immer dir an einer roten Ampel sagt du sollst fahren, fährst du dann etwa auch los?

VG exgakl


mein chef war mielke auch nicht. mein oberster chef hieß damals baumgarten und der gab mielkes gedanken nie als befehl an uns unterstellten raus. so meine erinnerung als grenzsoldat. hier wird mit NVA-GT-und MFS ein pudding gerührt der mit befehslstrukturen nichts zu tun hat. dabei sollte man heute wissen das es in heutigen strukturen genauso ist.
wenn ein heutiger general der bundeswehr gedanken zum bgs hat, bedeutet dies noch lange kein gesetz für den bgs oder zoll.

ek 82/2

ek 82/2


Alles was ich schreibe, ist nur meine Meinung und keine Feststellung.
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#213

RE: Schießbefehl DDR Grenze - Eine Erklärung

in Grenztruppen der DDR 18.12.2011 20:07
von handwerker | 47 Beiträge

Immer dieses halbwissen.
Bei jeder Vergatterung wurde klar und deutlich befohlen,Grenzverletzer festzunehmen oder zu vernichten.Das haben auch die Bewohner von Hohen-Neuendorf mitgehört,die nur 50m von uns entfernt morgens an der Bushaltestelle standen.
Was vernichten bedeutet,wurde bei uns in Germendorf gelehrt und trainiert,nämlich wie man nach dem absitzen den GV überläuft um dann in Richtung DDR feuern zu können.

Hauptsache kein Projektil ins Feindesland, alles andere egal.
Ausserdem brauchte man bei GV in Uniform(egal was für eine) nicht mal Halt stehen bleiben rufen,auch kein Warnschuss abgeben.
Da war sogar der gezielte Schuss aus dem Turm erwünscht.
So war das bei uns 1983-84



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#214

RE: Schießbefehl DDR Grenze - Eine Erklärung

in Grenztruppen der DDR 18.12.2011 20:08
von glasi | 2.815 Beiträge

Zitat von Diplomkanonier
Also einen sogenannten "Schiessbefehl" hat es nicht gegeben.
Es wurde bei den GT genauso gehandhabt, wie in der übrigen NVA.
Wenn wir Wachbelehrung hatten, wurde uns die ganze Prozedur erklärt: Anruf, Warnschuss, gezielter Schuss!
So läuft es auch in der BRD ab. Ich wermute mal, dass es in der BRD mehr Tote durch Polizeiwaffen gab, als an der Staatsgrenze der DDR.
Wer nach einem Warnschuss, der nicht zu überhören ist, weiter läuft, muss ganz schön Dreck am Stecken haben!


WAS FÜR EIN BEITRAG!!!!!!!! vorallem der letzte satz.



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#215

RE: Schießbefehl DDR Grenze - Eine Erklärung

in Grenztruppen der DDR 18.12.2011 20:12
von Diplomkanonier (gelöscht)
avatar

Zitat von Pit 59
Wenn man ein Diplom hat,kann man wohl Überall Mitreden?

Ist ja wie ein Bockwurstverkäufer der seinen Senf dazu gibt.



Tja mein lieber Pit, da du es bestimmt besser weisst!
Dann sage mir doch bitte, in welchem Archiv ich diesen "Schiessbefehl" sehen kann?
Bin gespannt auf deine Antwort.


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#216

RE: Schießbefehl DDR Grenze - Eine Erklärung

in Grenztruppen der DDR 18.12.2011 20:12
von mannomann14 | 625 Beiträge

Zitat von glasi

Zitat von Diplomkanonier
Also einen sogenannten "Schiessbefehl" hat es nicht gegeben.
Es wurde bei den GT genauso gehandhabt, wie in der übrigen NVA.
Wenn wir Wachbelehrung hatten, wurde uns die ganze Prozedur erklärt: Anruf, Warnschuss, gezielter Schuss!
So läuft es auch in der BRD ab. Ich wermute mal, dass es in der BRD mehr Tote durch Polizeiwaffen gab, als an der Staatsgrenze der DDR.
Wer nach einem Warnschuss, der nicht zu überhören ist, weiter läuft, muss ganz schön Dreck am Stecken haben!


WAS FÜR EIN BEITRAG!!!!!!!! vorallem der letzte satz.




warum Glasi?
würdest du denn ohne ersichtlichen Grund etwa nach einem Warnschuß weiterlaufen?
gruß mannomann


Etwas über mich zu schreiben, um sich dann daraus ein Bild von mir machen zu können , wäre ungefähr so, wie der Versuch Architektur zu tanzen...
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#217

RE: Schießbefehl DDR Grenze - Eine Erklärung

in Grenztruppen der DDR 18.12.2011 20:13
von glasi | 2.815 Beiträge

Zitat von handwerker
Immer dieses halbwissen.
Bei jeder Vergatterung wurde klar und deutlich befohlen,Grenzverletzer festzunehmen oder zu vernichten.Das haben auch die Bewohner von Hohen-Neuendorf mitgehört,die nur 50m von uns entfernt morgens an der Bushaltestelle standen.
Was vernichten bedeutet,wurde bei uns in Germendorf gelehrt und trainiert,nämlich wie man nach dem absitzen den GV überläuft um dann in Richtung DDR feuern zu können.

Hauptsache kein Projektil ins Feindesland, alles andere egal.
Ausserdem brauchte man bei GV in Uniform(egal was für eine) nicht mal Halt stehen bleiben rufen,auch kein Warnschuss abgeben.
Da war sogar der gezielte Schuss aus dem Turm erwünscht.
So war das bei uns 1983-84


VERNICHTEN???????? WIE EIN TIER



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#218

RE: Schießbefehl DDR Grenze - Eine Erklärung

in Grenztruppen der DDR 18.12.2011 20:13
von Diplomkanonier (gelöscht)
avatar

Zitat von glasi

Zitat von Diplomkanonier
Also einen sogenannten "Schiessbefehl" hat es nicht gegeben.
Es wurde bei den GT genauso gehandhabt, wie in der übrigen NVA.
Wenn wir Wachbelehrung hatten, wurde uns die ganze Prozedur erklärt: Anruf, Warnschuss, gezielter Schuss!
So läuft es auch in der BRD ab. Ich wermute mal, dass es in der BRD mehr Tote durch Polizeiwaffen gab, als an der Staatsgrenze der DDR.
Wer nach einem Warnschuss, der nicht zu überhören ist, weiter läuft, muss ganz schön Dreck am Stecken haben!


WAS FÜR EIN BEITRAG!!!!!!!! vorallem der letzte satz.




Was ist an dem letzten Satz so falsch? Also ich würde auf jegen Fall nach einem Warnschuss stehen bleiben!


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#219

RE: Schießbefehl DDR Grenze - Eine Erklärung

in Grenztruppen der DDR 18.12.2011 20:14
von EK 82/2 | 2.952 Beiträge

Zitat von Diplomkanonier
Also einen sogenannten "Schiessbefehl" hat es nicht gegeben.
Es wurde bei den GT genauso gehandhabt, wie in der übrigen NVA.
Wenn wir Wachbelehrung hatten, wurde uns die ganze Prozedur erklärt: Anruf, Warnschuss, gezielter Schuss!
So läuft es auch in der BRD ab. Ich wermute mal, dass es in der BRD mehr Tote durch Polizeiwaffen gab, als an der Staatsgrenze der DDR.
Wer nach einem Warnschuss, der nicht zu überhören ist, weiter läuft, muss ganz schön Dreck am Stecken haben!


@ diplomkanonier, hier schon mehrfach in themen behandelt.
die waffengebrauchsanwendung an der grenze war auch eingeschrenkt gegen einige ziele und zielrichtungen. desweiteren anruf,warnschuß,erneuter anruf,erst dann geziehltes feuer auf die beine. und hier ist "gezieltes feuer auf die beine" sehr interessant, denn das sagt schon alles aus. nur feuer wäre zweideutig und was nutzt ein toter, der seine hintermänner nicht mehr nennen kann?
aber der sieger bestimmt die geschihte, ein alter hut.

ek 82/2


Alles was ich schreibe, ist nur meine Meinung und keine Feststellung.
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#220

RE: Schießbefehl DDR Grenze - Eine Erklärung

in Grenztruppen der DDR 18.12.2011 20:14
von handwerker | 47 Beiträge

@Glasi,meinst Du mich?
Ich habe nur aus meiner Erinnerung geschrieben.



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