#1

Einsatzkleidung der DDR Grenztruppen

in Grenztruppen der DDR 10.05.2009 11:25
von Angelo | 12.396 Beiträge

Da kommt mir doch wieder mal eine Frage die ich doch gleich mal stellen muß
Was hatte ein Grenztruppen-Soldat eigentlich für eine Einsatzkleidung? Der Winter im Osten war immer sehr kalt teilweise bis zu minuns 30 Grad. Wie hat man das im Winter an der Grenze eigentlich ausgehalten? Ich kann davon ausgehen das es im BT 9 oder 11 keine Heizung gegeben hat oder??? Wie muß man sich das vorzustellen wenn man 8 Stunden bei minus Graden an der grenze verbringen mußte. hatten die Grenztruppen spezielle Kleidung??? Vielleicht hat ja auch jemand ein paar Fotos der Einstzkleidung ?


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#2

RE: Einsatzkleidung der DDR Grenztruppen

in Grenztruppen der DDR 10.05.2009 12:02
von nightforce (gelöscht)
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Doch Angelo,
da gab es Heizungen, die sogenannten Bahnheizkörper.
Das waren rohrförmige Elektroheizkörper, die eigendlich unter den Sitzen der Eisenbahnwagons verbaut wurden.
Ansonsten hat Rainman im Nachbarthread schon recht gut Auskunft gegeben, was der Grenzer in kalter Nacht so angezogen hatte.
Schau mal in den Thread "Werner Weinhold"
Nachzutragen wäre dann noch das aufblasbare Sitzkissen, die Regenrolle, ein Regenumhang ähnlich einer LKW-Plane, nur nicht ganz so schwere Quallität, und eine Kerze, Teelicht, Spiritustablette aus dem Feldkocher.
Damit hielt sich der Grenzer bei Kälte etwas warm, das klappte zwar nicht sehr gut, aber die psychologische Hilfe machte auch etwas aus.

Gruß nf

zuletzt bearbeitet 10.05.2009 12:12 | nach oben springen

#3

RE: Einsatzkleidung der DDR Grenztruppen

in Grenztruppen der DDR 10.05.2009 12:21
von Angelo | 12.396 Beiträge

Diese Rohrförmigen Heizkörper kenne ich auch noch die waren auch bei der Bundesbahn im Einsatz....gg


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#4

RE: Einsatzkleidung der DDR Grenztruppen

in Grenztruppen der DDR 10.05.2009 12:36
von Thomas 66 | 269 Beiträge

,
Also zu meiner Zeit (85-86) war auf jeden Turm eine Heizung.
Die wurden übrigens in meiner heimat in Döbeln hergestellt.
VEB Elektrowärme Döbeln hieß die Firma.
Grüße aus Sachsen


05/85 - 10/85 Potsdam / 10/85 - 10/86 Elend - Kompaniesicherung

Copyright liegt bei Mir !

Grüße aus Sachsen
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#5

RE: Einsatzkleidung der DDR Grenztruppen

in Grenztruppen der DDR 10.05.2009 12:48
von nightforce (gelöscht)
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Klar Angelo,
das war ja auch Vorkriegsware der Reichsbahn.

Gruß nf


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#6

RE: Einsatzkleidung der DDR Grenztruppen

in Grenztruppen der DDR 10.05.2009 14:57
von Angelo | 12.396 Beiträge

Da habe ich jetzt wieder was gelernt. Der BT Wachturm hatte kein Klo aber dafür eine Heizung


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#7

RE: Einsatzkleidung der DDR Grenztruppen

in Grenztruppen der DDR 10.05.2009 15:34
von S51 | 3.733 Beiträge

Teilweise konnten wir bei Skischuhen, Handschuhen und ähnlich eher unauffälligen Kleidungsstücken auf zivile Sachen zurückgreifen. Sie mussten nur ähnlich aussehen. Vieles war auch Gewöhnung. Im Frühjahr haben wir mitunter bei minus 10 °C die Handschuhe im Dienst ausgezogen, weil es so warm war...
Bei extremen Wetterlagen hatte die Kompanieführung im Harz (und sicher auch woanders) die Möglichkeit, "Wetterbefehle" recht freizügig auszulegen. So lange dies ordentlich aussah, wurde es genutzt und war erlaubt. Da haben wir denn die Wattekombi noch im Mai getragen, darunter die Filzuniform, Trainingsanzug und lange Männer, zwei Paar Handschuhe und die Oma. Dann waren auch - 28 °C im Eckerloch auzuhalten.


GK Nord, GR 20, 7. GK
VPI B-Lbg. K III


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#8

RE: Einsatzkleidung der DDR Grenztruppen

in Grenztruppen der DDR 10.05.2009 15:38
von sentry | 1.106 Beiträge

Spezielle Bekleidung hatten die GT nicht. Es stand das selbe Material zur Verfügung wie in der NVA. Das Wärmste war also die wattierte Ein-Strich-Kein-Strich-Uniform mit dem drunter, was der Grenzer für die Schicht als nötig erachtete.

Die Bahnheizkörper waren während richtig harter Winter eigentlich nicht ausreichend.
In der SiK Marienborn wurde dann gelegentlich der "Tropentest" abgehalten. Die Posten saßen auf dem Turm auf einer Art Barhocker, der Regenumhang wurde umgelegt und der Bahnheizkörper von der Wand abgeschraubt und auf die Fußablagen des Hockers geschoben. Das ging dann in Richtung "Saunazelt". Tropentest hieß das, weil in der Pose natürlich die Gefahr des EInschlafens besonders hoch war und daher die Durchhaltefähigkeit des SOldaten eines erschwerten Tests ausgesetzt war ;)


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#9

RE: Einsatzkleidung der DDR Grenztruppen

in Grenztruppen der DDR 10.05.2009 15:43
von grenzgänger86 | 375 Beiträge

Ich hatte auch ein paar zivile Pullover die man unter die Uniform ziehen konnte,natürlich mußten das solche sein mit normalem Kragen,ein Rollkragenpulli wäre bestimmt etwas komisch gewesen.Ansonsten anziehen wie ne Zwiebel viele Lagen übereinander,aber wie schon an anderer Stelle Geschrieben-Spaß hat es bei minus 26 Grad keinem gemacht

04/86-04/87 in Schierke


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#10

RE: Einsatzkleidung der DDR Grenztruppen

in Grenztruppen der DDR 10.05.2009 17:46
von grenzgänger86 | 375 Beiträge

Kann ich auch bestätigen,die Bahnheizkörper heizen den BT oder die Füst nicht aus,die Dinger wurden zwar ganz schön heiß(mal aus Versehen dran gefasst,Finger verbrannt)aber etwas davon weg war nicht mehr viel Wärme da.Gerade im Harz war man dann auch nicht lange auf dem BT und ist lieber gelaufen bei eisigen Temperaturen.

04/86-04/87 in Schierke


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#11

RE: Einsatzkleidung der DDR Grenztruppen

in Grenztruppen der DDR 10.05.2009 18:30
von küche69 | 428 Beiträge

Hallo zusammen!
Zu der Bekleidung der Grenzer, möchte ich auch kurz etwas sagen, obwohl ja schon einiges gesagt wurde(nur damit Ihr nicht denkt, ich melde mich nicht mehr, dass Forum ist Klasse), jedenfalls wurde man ja zur Ausbildung auch "Eingekleidet", heißt Felddienst ein Strich- kein Strich, usw.usw. und im wenn ab September/Oktober Winterbefehl galt, so wurde halt die wattierte Jacke und Hose, sowie der Pullover angezogen, natürlich lange "Kameraden" und Unterhemden und wie schon Grenzgänger86 schreibt waren auch private Pullover geduldet. Ich war ja (Küche) leider nicht sehr oft "draussen", aber auch wurde eingeteilt und ging ab und zu in der Grenzdienst. Und somit weiß ich auch wie bei extremer Kälte die Kameraden gefroren haben und habe ihnen dann immer warme Getränke oder eine kleine Leckerei zu bereitet, auch wenn es nicht immer der Vorschrift entsprach, aber ich habe mir ihnen mitgefühlt.



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#12

RE: Einsatzkleidung der DDR Grenztruppen

in Grenztruppen der DDR 11.05.2009 08:00
von sentry | 1.106 Beiträge

Für die Sicherungskompanien an den GÜSten war die Problematik Kälte übrigens besonders hart. Sie gingen nicht in Felddienstuniform an die Grenze, sondern mit dem etwas schickeren Zwirn der Berufssoldaten, also mit Schlips und Kragen, Stiefelhosen und Jacken aus anständigem Material und anständigen Stiefeln. Im Winter gehörte nur noch der Mantel dazu. Da hatte man natürlich weniger Optionen sich einzupacken. Das war zeug sah zwar gut aus, war aber mehr für eine Militärparade als für den Grenzdienst gemacht. In die Stiefel ging auch nichts rein (mehrere Socken, Füßlinge oder so).

Nur wenn es richtig grenzwertig kalt wurde sind auch die SiK-Grenzer in der wattierten Felddienst aufgezogen.

Auf dem B-Turm hat man die Kälte in der Regel ganz gut abgeblockt, immerhin stand man nicht im Wind und konnte die Pfoten und Füße an den Heizkörper halten oder auf den Dingern ein bisschen was brutzeln.
Schlimmer war es, wenn man irgendwo stundenlang auf einem Fleck draußen stehen musste. Da konnte eine Nachtschicht schon unglaublich lang werden und man wünschte sich in jedes Auto, das da vorbeifuhr (natürlich nur die Richtung Osten ;) ), einfach nur um es ein bisschen wärmer zu haben und die Augen zu machen zu können.
Ich habe dann sehr häufig an Papillon gedacht. Den Film mit Steve McQueen kannter ich damals noch nicht, aber die Westverwandtschaft hatte vor Ewigkeiten das Buch in den Osten geschmuggelt. Da war wunderbar beschrieben, wie er jahrelang in seiner winzigen Zelle in Französisch-Guayana von einer Wand zur anderen gegangen ist, kehrt gemacht hat und wieder zurück und dabei die Schritte gezählt. So kam ich mir auch vor.
Der widerlichste Job war folgerichtig die Objektwache in der Nacht. Ganz allein am Kasernentor, keiner rein, keiner raus, keiner zum Quatschen, nichts zu sehen, keine Ablenkung und dann vielleicht noch hundekalt - das war die Höchsstrafe, da war jeder Grenzdienst besser.


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#13

RE: Einsatzkleidung der DDR Grenztruppen

in Grenztruppen der DDR 13.05.2009 22:08
von Grete85 | 840 Beiträge

Hallo alle zusammen,
bei der Bekleidungauswahl kann ich nur aus meinem persönlichen Erleben schreiben.Ich hab im Winter Unterwäsche lang,Pullover und Trainingshose, Winterdienstuniform und wenn ich Kontrolle (K2 oder K6) gelaufen bin, Sommerfelddienst mit Pelzkragen.Die Watteuniform hatte ich ganz selten an.(weil ich sehr,sehr viel Kontrolle laufen durfte)Mit den Filzstiefel bin ich nicht vorwärts gekommen.Mit "Füßlingen" in den "Sommer"stiefeln gings auch.Um die"Oma" nicht vergessen.
Gruß Grete


--------------------------------------------------
Geschichte ist nichts anderes
als die Unfallchronik der Menschheit.

Chales Talleyrand,französicher
Staatsmann (1754-1838)
--------------------------------------------------
Gedient von Frühjahr 1982 bis Frühjahr 1985 beim
VEB Landesverteidigung, Betriebsteil Grenzsicherung Rhön
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#14

RE: Einsatzkleidung der DDR Grenztruppen

in Grenztruppen der DDR 14.05.2009 18:52
von schorsch24 (gelöscht)
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jetzt mal ne frage zum "wasserlassen"
auf den b-türmen gabs doch die schiessscharten.--richtig? ich hörte von einem fall als ein kämpfer unbedingt mal seinen strahl abgeben wollte--wie gesagt,durch den schiessschartenschlitz. irgendwie kam der metallschieber in rutschen und soll dabei sein bestes stück zwar nicht zerteilt , wohl aber ziemlich lädiert haben----grööööl

zuletzt bearbeitet 14.05.2009 18:53 | nach oben springen

#15

RE: Einsatzkleidung der DDR Grenztruppen

in Grenztruppen der DDR 14.05.2009 19:42
von S51 | 3.733 Beiträge

Da muß er sich aber vorher auch ordentlich verrenkt haben. Diese Scharten waren doch unter der Brüstung auf etwa 70 cm Höhe.


GK Nord, GR 20, 7. GK
VPI B-Lbg. K III


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#16

RE: Einsatzkleidung der DDR Grenztruppen

in Grenztruppen der DDR 14.05.2009 20:08
von manudave (gelöscht)
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Weißt du wie lang...


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#17

RE: Einsatzkleidung der DDR Grenztruppen

in Grenztruppen der DDR 14.05.2009 20:24
von Bürger (gelöscht)
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Hallo zusammen,

Also wir haben es in der Nacht so gehalten, da ging man eine Etage höher aufs Dach. Man musste halt die Windrichtung beachten.
Ging aber nur bei BT 11 (Rund) und kleine Geschäfte. Große wurden unten im Wald erledigt.
Ansonsten haben wir die Anzugsordnung genauso gehalten wie alle anderen.
Im Winter zogen wir halt das Schneehemd noch über alles. Natürlich auch zum Ski fahren bei der K6 .

Gruß Bürger


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#18

RE: Einsatzkleidung der DDR Grenztruppen

in Grenztruppen der DDR 14.05.2009 21:54
von Schreiber | 258 Beiträge

Angelo,

Zitat von Angelo
Da habe ich jetzt wieder was gelernt. Der BT Wachturm hatte kein Klo aber dafür eine Heizung


deshalb wurden auch die Grenztruppen - Fichtenscheisser genannt, weil sie ja in
den Wald gingen um Ihr Geschäft zu verrichten.
So machte sich jede Truppengattung irgendwie lustig über die Anderen.

Gruß

Reinhard


==================================================
Wer einen Fehler gemacht hat und ihn nicht korrigiert, begeht einen zweiten.
Konfuzius


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#19

RE: Einsatzkleidung der DDR Grenztruppen

in Grenztruppen der DDR 15.05.2009 07:21
von sentry | 1.106 Beiträge
Ja die Story mit dem in der Schießscharte abgeklemmten kleinen Mann gehört wohl zur Kategorie urban legend. So was wurde sich überall erzählt.
In Marienborn wurde vom BT-11 auch aus den Schießscharten gepinkelt.
Folgender ritueller Bewegungsablauf war erforderlich um alle angewachsenen Bauteile zu schützen:
- Klappe der Schießscharte mit dem Fuß nach oben aufschieben (nicht mit Hand, weil vollgepinkelt)
- Seitengewehr an der Seite in die Öffnung stellen (die Haken zum Arretieren fehlten meist schon und das Seitengewehr passte ganz genau rein, so dass die "Guillotine nicht wieder runterrasseln konnte)
- Regenrolle vor der Schießscharte auf den Boden werfen
- mit einem Knie darauf abknien (macht die Sache etwas bequemer) und loslegen.

Auf's Dach gegangen sind wir nicht, weil überall Kameras waren und man ständig von irgendwo beobachtet werden konnte.
Im Winter konnte das Dach des BT-11 ganz schön gefährlich werden, weil es leicht abschüssig war und ordentlich glatt sein konnte.
Vorne an der Grenzlinie hatten wir diesen riesigen Metallgitterturm. Der hatte auch Schießscharten am Balkon. Da musste man zusätzlich auf die Windrichtung achten, damit man die offenliegende Treppe nicht vollpinkelte. Guter Anhaltspunkt waren immer die Fahnen der Alliierten drüben an der GKSt Helmstedt (Checkpoint Alpha).

Für größere Geschäfte gab es im Abschnitt der SiK Marienborn tatsächlich eine Toilette, von uns "Schei*haus in Süd3" genannt. Das war ein kleines Gebäude was ich während meiner ganzen Dienstzeit nie wahrgenommen hatte, sozusagen nur vom Hörensagen kannte, obwohl ich -zigmal daran vorbeigelaufen bin. Das war ein gemauertes Plumpsklo im leicht bewaldeten südwestlichen Abschnitt der GÜSt. Das Ding steht übrigens heute noch.
Mir persönlich ist kein Fall bekannt, dass das Klo jemals benutzt wurde, das wäre "unehrenhaft" gewesen.
Wie wäre nun der Grenzer vorschriftsmäßig von seinem Postenpunkt (B-Turm) zu diesem Klo gekommen?
Die Kontrollstreife hätte ausrücken müssen. Der Posten der KS hätte zeitweilig den "Delinquenten" an seinem Postenpunkt ersetzt. Der Postenführer der KS hätte den Betreffenden zum Schei*haus in Süd3 gebracht, anschließend wieder zurück und alles auf Anfang.
Natürlich wollte man der KS, insbesondere dem Postenführer, diesen Sackgang ersparen. Die wollten ja auch ihre Ruhe haben und am liebsten die ganze Schicht auf der Führungsstelle rumlungern. Also hat man sich den Anruf gespart und irgendwelche anderen Wege gesucht, die ich hier aber nicht thematisieren möchte.
Das Verlassen der B-Türme war nicht ohne Weiteres möglich, weil in Marienborn die Türen beim unangekündigten Öffnen Grenzalarm ausgelöst hätten. Aber auch dafür hatten wir natürlich "kampferprobte" Mittel und Wege, die man allerdings nur im absoluten Notfall anwendete (z.B. wenn die KS bei widerlichem Wetter Streife laufen musste und einen kleinen Unterschlupf benötigte).

zuletzt bearbeitet 15.05.2009 07:22 | nach oben springen

#20

RE: Einsatzkleidung der DDR Grenztruppen

in Grenztruppen der DDR 15.05.2009 11:43
von NPKCA (gelöscht)
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Hallo sentry,
deine Schilderung der Anzugsordnung trifft wohl mehr auf die Strassen GüSt zu. Bei uns an der Eisenbahn-GüSt hatten wir die Normalausstattung mit Felddienst usw. Den "schicken Zwirn" hatte bei uns nur der Aufführende der dann im Führungspunkt war. Da wir meißt irgendwo in B-Türmen u.a. Postenhäuschen hockten, war das auch ok so.
Zum Thema Objektwache- 100% Übereinstimmung! Blöd war auch, dass das 24h Dienst war und auch aufgrund der 4h Schlaf die man nur abgekriegt hat, nicht sonderlich beliebt war.


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