#1

Mehr Respekt für Ostdeutsche

in Das Ende der DDR 10.05.2009 09:22
von Angelo | 12.392 Beiträge

„Wir können nicht so tun, als sei ein idealer Staat auf einen total verdammenswerten getroffen“, sagte Sellering. „Die Bundesrepublik hatte ihre Schwächen, und die DDR hatte ihre Stärken.“ Er stehe zu seiner Aussage, dass die DDR nicht als „totaler Unrechtsstaat zu verdammen“ sei. Man solle „nicht so tun, als ob es nicht das kleinste bisschen Gutes in der DDR gegeben hätte“. Es gehe ihm „um gleiche Augenhöhe zwischen Ost und West“. 20 Jahre nach dem Mauerfall „darf im Zusammenwachsen der beiden deutschen Staaten nicht nur das zählen, was aus dem Westen kommt“, sagte Sellering und forderte „mehr Respekt gegenüber den Ostdeutschen“.

Wer Lust hat sollte man den ganzen Artikel lesen der im Focus heute geschrieben steht

http://www.focus.de/politik/deutschland/...aid_397467.html


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#2

RE: Mehr Respekt für Ostdeutsche

in Das Ende der DDR 10.05.2009 11:55
von Augenzeuge (gelöscht)
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Dazu sagt Frau Merkel folgendes:

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat die DDR ausdrücklich als „Unrechtsstaat“ bezeichnet. Damit trat Frau Merkel relativierenden Ausführungen des Ministerpräsidenten von Mecklenburg-Vorpommern, Sellering (SPD) entgegen. „Die DDR war ein Unrechtsstaat, auf Unrecht gegründet, ohne legale Opposition, ohne freie Wahlen, ohne unabhängige Justiz, ohne Meinungsfreiheit“, sagte Frau Merkel. Der Schießbefehl an der innerdeutschen Grenze sei „pure Menschenverachtung“ eines Regimes gewesen, das auf Verängstigung und Einschüchterung gesetzt habe.

Der gesamte Artikel:
http://www.faz.net/s/Rub594835B672714A1D...n~Scontent.html

Gruß, Augenzeuge


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#3

RE: Mehr Respekt für Ostdeutsche

in Das Ende der DDR 10.05.2009 15:37
von S51 | 3.733 Beiträge

Wahlkampf eben. Der Eine versucht hier zu punkten. Die Andere dort.
Wenn wir erst gewählt haben, werden wir merken, dass sich doch nichts ändert.


GK Nord, GR 20, 7. GK
VPI B-Lbg. K III


grenzgänger81 hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#4

RE: Mehr Respekt für Ostdeutsche

in Das Ende der DDR 11.05.2009 00:11
von CaptnDelta (gelöscht)
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Mal (wieder) etwas von YouTube zum Thema:


Lerne Ostdeutsch!


-Th

zuletzt bearbeitet 11.05.2009 13:34 | nach oben springen

#5

RE: Mehr Respekt für Ostdeutsche

in Das Ende der DDR 11.05.2009 13:46
von Rainman2 | 5.754 Beiträge

Hallo CaptnDelta!

Ein Klassiker, dieses Filmchen, aber immer wieder gern gesehen. Danke!

Die hier gebrachten Politikerzitate widerspiegeln genau das, worüber hier im Forum schon Krokodiltränen vergossen wurden: Die Mauer in den Köpfen. Arme, unterdrückte Angie - musste als Pfarrerstochter FDJ-Funktionärin werden, musste studieren, musste promovieren - ach halt, das ging ja nur, wenn man in der Partei war ... oder gab es da auch andere Wege? Ach, lassen wir das. Ich antworte hier mit zwei Zitaten von ausnahmsweise intelligenten Menschen:

"Man muss wissen, wo man hingehört, sonst blamiert man sich am laufenden Band." (O.F. Weidling)

"Es war einmal ein Pferd
Das war nicht sehr viel wert
Zum Rennen war es zu dumm
Vor den Wagen gespannt, fiel es um
Da wurde es Politiker
Es ist jetzt hoch geehrt"
(Bertolt Brecht)

ciao Rainman


"Ein gutes Volk, mein Volk. Nur die Leute sind schlecht bis ins Mark."
(aus: "Wer reißt denn gleich vor'm Teufel aus", DEFA 1977)


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#6

RE: Mehr Respekt für Ostdeutsche

in Das Ende der DDR 11.05.2009 15:54
von grenzgänger86 | 375 Beiträge

Hallo zusammen,

kann ich Rainman nur zustimmen,Angie hat vergessen wo sie herkommt und hat doch gewisse Vorteile in der ja so schlechten DDR genutzt.Aber Schluß,sonst ufert es aus.


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#7

RE: Mehr Respekt für Ostdeutsche

in Das Ende der DDR 11.05.2009 18:01
von Augenzeuge (gelöscht)
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"...musste promovieren - ach halt, das ging ja nur, wenn man in der Partei war ... oder gab es da auch andere Wege?"

Hallo Rainman,

ja Angie war eben in der richtigen Blockpartei- weise Voraussicht. Damals war ja nur der Name etwas anderes. Heute weiß man das nicht mehr.
Sie war clever genug , mitzuschwimmen.

Übrigens, was ist aus O.F. Weidling geworden? Hatte der nicht irgendwann Auftrittsverbot?

Gruß, Augenzeuge

zuletzt bearbeitet 11.05.2009 18:02 | nach oben springen

#8

RE: Mehr Respekt für Ostdeutsche

in Das Ende der DDR 11.05.2009 19:38
von Pitti53 | 8.786 Beiträge

der gut ist leider schon tot


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#9

RE: Mehr Respekt für Ostdeutsche

in Das Ende der DDR 11.05.2009 21:05
von Rainman2 | 5.754 Beiträge

Hallo Augenzeuge,

ja, O.F. hatte ein Auftrittsverbot. Bei der Neueröffnung des Friedrichstadtpalastes 1984 hatte er die Moderation. Er brachte irgendein Bonmot und merkte an, dass da sogar der Genosse Mittag lache (Günter Mittag - gefürchteter Wirtschaftslenker im Politbüro, er soll bei der Bemerkung von O.F. wirklich gelächelt haben). Das reichte schon. Er bekam Auftrittsverbot und zerbrach letztlich auch daran. Es war eine Riesensauerei. Er starb im Januar 1985. Wir erfuhren davon erst nach der Wende.

ciao Rainman


"Ein gutes Volk, mein Volk. Nur die Leute sind schlecht bis ins Mark."
(aus: "Wer reißt denn gleich vor'm Teufel aus", DEFA 1977)


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#10

RE: Mehr Respekt für Ostdeutsche

in Das Ende der DDR 11.05.2009 21:48
von Bunkerkommandant (gelöscht)
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Ja, und keiner hat den Palast so schön eröffnet, wie O.F.
Zitat: „Unsere Nationalmannschaft hat gegen die UdSSR gespielt, wir haben gewonnen, wir haben uns auch schon dafür entschuldigt ...“
Er hat's allen in der ersten Reihe gezeigt. Und er hat immer seinen schwarzen Smoking aufgeknöpft,
und das Futter des Smokings war innen immer rot. Dazu der Spruch:
"Man kann sagen was man will, aber man muss wissen, wo man hingehört."
Innen rot.
Vor diesem mutigen und ehrlichen Mann sollte man sich verneigen.
O.F.Weidling starb übrigens in Dresden, seiner Heimatstadt und ist hier auf dem Heidefriedhof beerdigt worden.

http://www.myvideo.de/watch/6362232/O_F_...ch_Stadt_Palast

zuletzt bearbeitet 11.05.2009 22:10 | nach oben springen

#11

RE: Mehr Respekt für Ostdeutsche

in Das Ende der DDR 11.05.2009 22:26
von CaptnDelta (gelöscht)
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Zitat von Augenzeuge
Übrigens, was ist aus O.F. Weidling geworden? Hatte der nicht irgendwann Auftrittsverbot?

Den hat der Mittag nach der Eroeffnung des Friedrichstadt-Palastes fertig gemacht. Durfte nich mehr auftreten, wurde krank, und starb. Ich glaub'
dieses Video ist von seinem letzten Auftritt. Es gibt auch noch ein Video wo er einen Witz ueber Mittag macht, welcher dieser ihm uebelnimmt und welches dann der Anlass ist, dass er Berufsverbot kriegt. Hab's allerdings noch nicht (wieder)gefunden.
-Th
Edit: Dreht man sich mal 10 minuten um, und schon hat der Bunkerkommandant das Video reingestellt.


zuletzt bearbeitet 11.05.2009 22:35 | nach oben springen

#12

RE: Mehr Respekt für Ostdeutsche

in Das Ende der DDR 11.05.2009 23:42
von Rainman2 | 5.754 Beiträge
Hallo Thomas (Bunkerkommandant),

tausendmal Danke!!! Genau das ist die Sequenz. Schon wie Honecker so blasiert dasaß ... und dann Mittag und sein Lächeln. Ich glaube, O.F. war klug genug, schon in diesem Augenblick zu wissen, dass er sich da einen Feind gemacht hatte. Ach, was für ein Mist war das mit diesen alten Betonköpfen.


Nochmals danke und Grüße an Dich und den Bunker!

ciao Rainman

"Ein gutes Volk, mein Volk. Nur die Leute sind schlecht bis ins Mark."
(aus: "Wer reißt denn gleich vor'm Teufel aus", DEFA 1977)


zuletzt bearbeitet 11.05.2009 23:42 | nach oben springen

#13

RE: Mehr Respekt für Ostdeutsche

in Das Ende der DDR 12.05.2009 09:13
von Bunkerkommandant (gelöscht)
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Hallo Rainer (Rainman),

vielen Dank für die Grüße. Besuch mich doch mal im Bunker, wenn Du Zeit hast.

Da wir hier aber etwas vom Thema abgekommen sind - ursprünglich ging es um Sellings Äußerungen -
werde ich mal ein neues Thema eröffnen. Es scheint hier viel Erinnerungs-Potential zu stecken,
dem wir freien Lauf lassen sollten.
Wir lesen uns im nächsten Thema: "Das DDR-Fernsehen-Erinnerungen"


Bis dann, Thomas.


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#14

RE: Mehr Respekt für Ostdeutsche

in Das Ende der DDR 12.05.2009 09:59
von grenzgänger86 | 375 Beiträge

Hallo zusammen,

die DDR als totalen Unrechtsstaat zu bezeichnen,ist ja einfach,aber es ist ein Generationskonflikt.Die in den 60-zigern geborenen(ich auch 1965) kannten nichts anderes als die DDR.Wir sind in ein Land gewachsen was uns alles gegeben hat,Kindergarten,Schule,Ausbildung usw.Die Eltern hatten Arbeit und auch wenn der "Lebensweg" vorbestimmt war,die meisten hat es doch nicht gestört.Wenn von "purer Menschenverachtung"gesprochen wird,dann müssem wir auch heute das so sehen-Menschenverachtung-ist es das nicht auch wenn viele heute keine Arbeit haben und dann ihren Lebensstandart nicht mehr halten können.Rentner müssen sich etwas dazu verdienen weil die Rente nicht reicht(kein Ostdeutscher hat die Rentenkasse der BRD zur Währungsunion geleert)
Menschenverachtung-ist das nicht auch wenn vielen Deutschen Hartz4 oder Arbeitslosengeld gestrichen wird,weil angeblich noch zuviel Geld im Haushalt da ist und wie viele bekommen in diesem Land Gelder aus Töpfen in die sie nie eingezahlt haben.
Menschenverachtung-zur Zeit die Thematik,ob Dicke,Raucher oder Alkoholiker bei den Krankenkassen noch benachteiligter behandelt werden sollten.
Menschenverachtung-viele Kinder in Deutschland leben unter der Armutsgrenze,da ist kein Geld da,aber jedes Jahr an China Millionen an Fördergelder zahlen,ein Land das in seiner Entwicklung besser dasteht als Deutschland.
Aber genug,ich hoffe das ich nicht zuviel Zorn auf mich lade mit diesem Artikel.


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#15

RE: Mehr Respekt für Ostdeutsche

in Das Ende der DDR 12.05.2009 10:17
von Bunkerkommandant (gelöscht)
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Keinerlei Zorn, mein lieber Grenzgänger,
sondern Beifall.
Meine Eltern haben für meinen Kindergartenplatz nichts bezahlen müssen. Beim Arzt Krankenkassenbeitrag: mitnichten.
Es geht weiter in der Apotheke: Rezeptgebühr, was ist das?
Habt Ihr für die Miete jemals mehr als 90-, Mark ausgeben müssen, sicherlich die wenigsten.
Menschenverachtung: da fällt mir vieles ein, aber erst seit 1989:
Arbeitslosigkeit, in der DDR hatten wir nahezu Vollbeschäftigung
Krankheit, kein Arzt wollte Geld vom Patienten
Kinderschänder, die hätten bei uns nie wieder ein Kind auch nur gesehen, heute sind die Leute krank und müssen in Therapie
usw...

Ich muss Schluss machen, mir kommt wieder die Galle.
Bravo grenzgänger86

Wir lesen uns,
Thomas.


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#16

RE: Mehr Respekt für Ostdeutsche

in Das Ende der DDR 12.05.2009 11:02
von küche69 | 428 Beiträge

Möchte auch etwas Luft ablassen und meinen Vorschreibern Recht geben. Dieses Land sagt von sich selbst es würde recht sprechen, ich möchte mal wissen für wenn? Denn ob Bankmanager oder Telefon- bzw- Postchefs erhalten viel, viel Geld obwohl sie den Karren sehr tief in den Dreck gefahren haben und die Summen die diese Menschen als "Bestrafung" erhalten, bezahlen diese doch aus der Portokasse.
Ich selber erfahre jetzt am eigenen Leib, wie es ist von einer Behörde zur anderen oder von einem Gutachter zum anderen geschubst zu werden und irgendwann ist man völlig Mittellos und steht da, wie Max in der Sonne. Jedenfalls unsere Frau Merkel hat schnell vergessen wo sie herstammt und welchr Privilegien sie hier hatte, aber meistens ist das so. Und ob Gesundheitswesen, Rentenwesen ect. überall geht es nicht gerecht zu und alles wird auf dem Rücken des kleinen Mannes ausgetragen, welche Schande, ich sage nur und "denke ich an Deutschland in der Nacht, dann bin ich um den Schlaf gebracht", aber hier wird man um alles gebracht!



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#17

RE: Mehr Respekt für Ostdeutsche

in Das Ende der DDR 12.05.2009 12:43
von manudave (gelöscht)
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@Bunkerkomandant

Ich frag mich, warum aus diesem Schlaraffenland dann soviele weg wollten und hunderttausende dagegen auf die Straße gegangen sind...

Nicht zu vergessen, der Staatsbankrott 84/85, den dieses "kostenlose" System verursacht hat.

Einfach die Ungerechtigkeit in die Welt schreien, ist etwas zu einfach...


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#18

RE: Mehr Respekt für Ostdeutsche

in Das Ende der DDR 12.05.2009 13:25
von Bunkerkommandant (gelöscht)
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Hallo manudave,

du hast Recht. Wir stellen hier immer wieder fest, dass beide Systeme gute und schlechte Seiten hatten.

Aus unserem "Schlaraffenland" wollten deshalb so viele weg, weil man seine Meinung nicht einfach so äußern konnte, wie es z.B. O.F.
vor einem Millionen-Fernsehpublikum getan hat.
Aus unserem "Schlaraffenland" wollten deshalb so viele weg, weil das Land bankrott war und es nichts gab, von der Banane angefangen,
bis zum Sack Zement, der lieber in "meinen" Bunker gekippt wurde.
Aus unserem "Schlaraffenland" wollten deshalb so viele weg, weil die Leute nicht in Länder reisen konnten, die sie sehen wollten.
Du hast Recht.

Und diese Ungerechtigkeit hat das Volk dann hinaus geschrien, ganz einfach... Und es hat funktioniert.

Also wenn WIR heute hier die Ungerechtigkeit hinausschreien, machen wir es uns zu einfach?
Für uns, die hier in dieser Bundesrepublik keine Alternative zum Ausreisen in ein anderes Deutschland haben, bleibt nur das Schreien.
Wir können nicht flüchten, denn unser Heimatland, unser Vaterland wurde verkauft. Es ist nicht mehr da. Sonst würde ich gehen...
und eine gerechtere DDR aufbauen helfen...

Ein Land kaputtmachen und verkaufen für eine "symbolische Mark", kann jeder dicke Saumagenfresser auf der Welt,
aber den Mut und die Kraft aufbringen, ein Land umzugestalten, gerechter werden zu lassen,
wie es diese Demonstranten 1989 in Leipzig und Dresden tun wollten, dazu gehört etwas mehr.

Die Soldaten und Offiziere der Bundesrepublik haben z.B. nichts verloren in Afghanistan und im Irak.
Die Gelder die da verschleudert werden, kann man schon wieder in Kindergärten und Schulen und ins Gesundheitswesen
stecken. So fängt man an, das Land gerechter aufzubauen.
Ich und viele andere ehemalige DDR-Offiziere hier, haben aus unseren alten Denk-Fehlern viel gelernt,
wir kennen die Ursachen und Probleme, wir haben das alles schon mal mitgemacht.
Wenn wir es hinausschreien, dann nur, weil wir verhindern wollen, dass das Land, in dem wir leben,
in ein paar Jahren erneut von einem anderen Staat aufgekauft wird. Wir wollen die Geschichte nicht nochmal
erleben müssen. Aber genau darauf steuern wir zu...

Last uns was dagegen tun! Und wenn wir nur die erneute Ungerechtigkeit in die Welt schreien...

Wir lesen uns,
Euer Bunkerkommandant.


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#19

RE: Mehr Respekt für Ostdeutsche

in Das Ende der DDR 12.05.2009 17:07
von grenzgänger86 | 375 Beiträge

Hallo Manudave,

Na sicherlich wollten viele weg,aber sie konnten es nicht, heute kann man fahren wohin man will,aber viele können es wieder nicht,es fehlen die finanziellen Vorrausetzungen.Und wenn Du vom "Staatsbankrott"schreibst,dann frage ich mich,wie es trotzdem noch jahrelang weitergehen konnte,besorg Dir mal das Buch"Was war die DDR wert",darin steht wieviel Staatsvermögen in der DDR noch da war und erst durch die Treuhand und deren Aufgaben verschwand.
Wenn einige hier die Ungerechtigkeit rausschreien,dann auch bitte mal weiter sehen als bis zum Tellerrand und über diese Ungerechtigkeit nachdenken.Und das das System in der DDR ganz kostenlos war stimmt ja nun auch nicht,auch wir haben Lohnsteuer,Krankenversicherung usw. gezahlt,das das was wir gezahlt haben zu wenig war und viele gern mehr gezahlt hätten um bessere Bedingungen zu haben,steht auf einem anderen Blatt.
Tschau


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#20

RE: Mehr Respekt für Ostdeutsche

in Das Ende der DDR 12.05.2009 21:35
von Augenzeuge (gelöscht)
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Hallo zusammen,

von mir ein paar Fakten zur damaligen wirtschaftlichen Situation der DDR:

Die Brutto-Schulden der DDR betrugen:
1975- 5,2 Mrd Dollar; 1980- 13,9 Mrd Dollar; 1989- 26,5 Mdr Dollar.
Im Vergleich: UdSSR 1989- 52 Mrd Dollar. Quelle: Internationaler Wirtschaftsvergleich, bestätigt durch Gerhard Schürer-Politbüro.

Wer meint, das wäre noch länger gut gegangen? Glaubt hier wirklich auch nur noch einer an die damalige Möglichkeit, einen neuen Staat zu schaffen, der konkurrenzfähig sein konnte? Dann hätten auch die Menschen neu sein müssen.

Und noch eins. Nach außen hin galt die DDR als ein Land mit Vollbeschäftigung. In Wahrheit existierte in den Betrieben versteckte Arbeitslosigkeit. Beispiele:
Metallurgie: 130.000 Beschäftigte- 29.000 versteckte Arbeitslose
Chemie: 335.000 Beschäftigte- 50.000 versteckte Arbeitslose
Bauwirtschaft: 567.000 Beschäftigte- 113.000 versteckte Arbeitslose
Maschinenbau: 970.000 Beschäftigte- 195.000 versteckte Arbeitslose

Nun höre ich aber auf. Ich könnte weitere Fakten aufzählen.
Ja, man kann sagen, alles war nicht schlecht. Eine Zeitspanne betrachtet stimmt dies sogar.
Auch ich bin dort gut und sicher aufgewachsen. Unsere Kinder wären es aber nicht mehr. Weil die Basis faul war.

Heute haben wir ein System, was auch bereichsweise faulig ist. Jammert nicht rum- tut etwas dagegen!

Macht das was früher nicht erlaubt war- demonstriert für bessere Verhältnisse, wählt Alternativen!

Ich schließe mich hier ein. Danke für euer Verständnis!

Gruß, Augenzeuge





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