#21

RE: "Bundes"merkel angeblich für Mindestlohn....

in Themen vom Tage 01.11.2011 17:44
von caputher | 21 Beiträge

Zitat von uffz_nachrichten

Zitat von Alfred
Hallo,

vor einiger Zeit kam ein ABARTIGES Beispiel.

Man kündigte einen Mitarbeiter, einige Wochen später bekam er von einer Leiharbeitsfirma das Angebot wieder in seiner alten Firm anzufangen. Große Freude bei dem MA. Dann wurde ihm mitgeteilt, dass es aber nur 1/3 des alten Gehaltes, kein Urlaubs und Weihnachtsgeld gibt.....



vor einiger Zeit kam ein ABARTIGES Beispiel.

Man kündigte einen Mitarbeiter, einige Wochen später bekam er von einer Leiharbeitsfirma das Angebot wieder in seiner alten Firm anzufangen. Große Freude bei dem MA. Dann wurde ihm mitgeteilt, dass es aber nur 1/3 des alten Gehaltes, kein Urlaubs und Weihnachtsgeld gibt.....




Es geht auch andersrum und das find ich noch abartiger:
Ein Personalchef einer nicht grade kleinen Firma hat mir ( momentan auch Leihmuli ) voriges Jahr im Brustton vollster Überzeugung ein Lohnangebot unterbreitet, welches ca. 400€ Netto unter meinem damaligen Leihmuli-Lohn lag! Und dabei noch gedacht, er würde wer weiß was bieten.[/quote]

Wie war das mit Karl Marx und der Ausbeutung des Menschen durch den Menschen


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#22

RE: "Bundes"merkel angeblich für Mindestlohn....

in Themen vom Tage 01.11.2011 18:23
von Gelöschtes Mitglied
avatar

Zitat von caputher
[quote="uffz_nachrichten"][quote="Alfred
Wie war das mit Karl Marx und der Ausbeutung des Menschen durch den Menschen



dahin gehen auch meine Fragen. Auch wenn ich jetzt zwei Monate in Deutschland war. Vieles verstehe ich nicht mehr.

Was sind AGs?

Warum ist das Lohnniveau und damit eingebunden auch das Kostenniveau nach ueber 20 Jahren Einheit zwischen beiden ehemaligen Staaten nicht angeglichen? Welche Begruendung wird angegeben, warum wehren die Menschen sich nicht? Ist es vielleicht deshalb, dass es nicht nur bluehende Landschaften gibt, und die Menschen im der ehemaligen DDR noch schlechter dran waeren im heutigen unuebersichtlichen wirtschaftlichen System wo es vorne und hinten nicht stimmt aus mannigfaltigen Gruenden.

Zu dem Thema abartig. Leihfirmen bestehen seit Jahrzehnten, damals nahmen diese einerseits fuer sich in Anspruch horrende Stundenloehne den Firmen berechnen zu muessen, es kam allerdings nicht viel mehr als ein Viertel fuer den arbeitenden Leihmenschen zur Auszahlung.Ich habe in den fruehen 80igern ca. 5.60 DM fuer Dolmetscherarbeiten bekommen, die Leihfirma berechnete an die Firma ca. 18.00 DM pro Stunde. Tatsache war aber, dass die Leihfirma auch alle Kosten und Zustaendigkeiten uebernehmen musste, man war eben nur 'ausgeliehen'. Es kam sozusagen aufs Gleiche raus. Das hat sich wie ich sehe aus Euren Berichten auch gewaltig geaendert. War das nicht was mit Leibeigene...........

Genauso war es und genauso ist es mit der Ausbeutung des Menschen, auch in einem der reichsten Industrielaender der Erde (gerade da?)

Gruss, Larissa
PS: Mindestlohn in den USA $7.50 (5,4785 Euro) selbstverstaendlich ohne den Hauch eines sozialen Absicherungsnetzes


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#23

RE: "Bundes"merkel angeblich für Mindestlohn....

in Themen vom Tage 01.11.2011 19:58
von Gert | 12.354 Beiträge

Zitat von Larissa

Zitat von caputher
[quote="uffz_nachrichten"][quote="Alfred
Wie war das mit Karl Marx und der Ausbeutung des Menschen durch den Menschen



dahin gehen auch meine Fragen. Auch wenn ich jetzt zwei Monate in Deutschland war. Vieles verstehe ich nicht mehr.

Was sind AGs?

Warum ist das Lohnniveau und damit eingebunden auch das Kostenniveau nach ueber 20 Jahren Einheit zwischen beiden ehemaligen Staaten nicht angeglichen? Welche Begruendung wird angegeben, warum wehren die Menschen sich nicht? Ist es vielleicht deshalb, dass es nicht nur bluehende Landschaften gibt, und die Menschen im der ehemaligen DDR noch schlechter dran waeren im heutigen unuebersichtlichen wirtschaftlichen System wo es vorne und hinten nicht stimmt aus mannigfaltigen Gruenden.

Zu dem Thema abartig. Leihfirmen bestehen seit Jahrzehnten, damals nahmen diese einerseits fuer sich in Anspruch horrende Stundenloehne den Firmen berechnen zu muessen, es kam allerdings nicht viel mehr als ein Viertel fuer den arbeitenden Leihmenschen zur Auszahlung.Ich habe in den fruehen 80igern ca. 5.60 DM fuer Dolmetscherarbeiten bekommen, die Leihfirma berechnete an die Firma ca. 18.00 DM pro Stunde. Tatsache war aber, dass die Leihfirma auch alle Kosten und Zustaendigkeiten uebernehmen musste, man war eben nur 'ausgeliehen'. Es kam sozusagen aufs Gleiche raus. Das hat sich wie ich sehe aus Euren Berichten auch gewaltig geaendert. War das nicht was mit Leibeigene...........

Genauso war es und genauso ist es mit der Ausbeutung des Menschen, auch in einem der reichsten Industrielaender der Erde (gerade da?)

Gruss, Larissa
PS: Mindestlohn in den USA $7.50 (5,4785 Euro) selbstverstaendlich ohne den Hauch eines sozialen Absicherungsnetzes




AGs in welchem Zusammenhang ? Kann Arbeitgeber heissen aber auch Aktiengesellschaft.

Natürlich berechnen Leiharbeitsunternehmen höhere Kosten an den Auftraggeber, als sie Löhne zahlen. Da sind eine ganze Reihe Nebenkosten mit drin. Das sind : AG Anteil für Kranken-Renten-Arbeitslosen und Pflegeversicherung. ( unser soziales Netz )
desweiteren Kosten für Urlaub, evtll. Lohnfortzahlung im Krankheitsfall ( 6 Wochen im Jahr ). Da kommt einiges zusammen.
Natürlich sollte auch durch diese Firmen ein angemessener Lohn gezahlt werden ( und zwar ohne Aufstockung durch den Staat ). Die Diskussion darüber ist ja im Moment in vollem Gange und wird hoffentlich mit einem positiven Ergebnis enden.

LG Gert

P.S. der US Mindestlohn ist aber auch nicht der Hit oder ? Wenn man bedenkt, dass die USA diesen ganzen Sozialklimbim wie wir gar nicht haben, sehr bedenklich


.
All free men, wherever they may live, are citizens of Berlin, and, therefore, as a free man, I take pride in the words ‘Ich bin ein Berliner!’”
John F.Kennedy 1963 in Berlin
Geld ist geprägte Freiheit!
Dostojewski 1866
Zuerst ignorieren sie dich, dann lachen sie über dich, dann bekämpfen sie dich und dann gewinnst du.
Mahatma Gandhi
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#24

RE: "Bundes"merkel angeblich für Mindestlohn....

in Themen vom Tage 01.11.2011 20:15
von uffz_nachrichten | 475 Beiträge

Was sind AGs?

Sogenannte "Arbeitgeber"?

Warum ist das Lohnniveau und damit eingebunden auch das Kostenniveau nach ueber 20 Jahren Einheit zwischen beiden ehemaligen Staaten nicht angeglichen?

Brrr, nicht so hastig. Die meisten Kosten befinden sich durchaus auf gleichem Niveau. Ausnahmen gibt´s in beide Richtungen.
Z.B. kann man in Thüringen durchaus zum "halben" Preis einer vergleichbaren Wohnungsmiete zu Hessen "campieren", andrerseits aber auch mal locker den doppelten Wasser-/Abwasserpreis zahlen.
Aber was Waren des täglichen Bedarfs anbelangt ist so ziemlich Gleichstand. Heißt: es is z.B. wurscht ob ich in Eisenach oder in Bad Hersfeld tanke, die Plempe kostet das selbe. Und das Brot kostet hier beim Bäcker 3,20, in Bebra auch.

Bei der Angleichung des Lohnniveaus ist noch viel Lobbyarbeit im "Westen" zu leisten! Was meinste wie sich die Opelaner in Rüsselsheim wehren, wenn sie für den gleichen Lohn wie die Opelaner in Eisenach schaffen sollen?
Oder die Lohn-Eingruppierung ( ERA ) der Boschler in Hildesheim oder Feuerbach oder Reutlingen an die niedrigeren der Boschler in Eisenach angepaßt werden soll? Ein Aufschrei der Entrüstung ginge durchs Ländle!
Wobei es sich bei den Mitarbeitern der genannten Firmen/Konzerne im Osten um, für ostdeutsche Verhältnisse, extremst gut bezahlte Leut handelt. Da müssen die Chefs im "Westen" noch viel Aufklärungsarbeit leisten. Aber das wird schon noch.

Welche Begruendung wird angegeben, warum wehren die Menschen sich nicht? Ist es vielleicht deshalb, dass es nicht nur bluehende Landschaften gibt, und die Menschen im der ehemaligen DDR noch schlechter dran waeren im heutigen unuebersichtlichen wirtschaftlichen System wo es vorne und hinten nicht stimmt aus mannigfaltigen Gruenden.


Gute Frage und nur hypothetisch zu beantworten. Was wäre wenn ist keine Option, da nicht zu beziffern. Wenn man nicht grade die absolut rosarote Brille auf hat.
Wenn die Voraussetzungen da wären könnte man es mal mit Aufklärung versuchen. Aber in Zeiten in denen der Verkaufsstart für das neueste elektronische Appledingens mehr Leute anzieht als ne Demo gegen den Staat im Staat..........

Zu dem Thema abartig. Leihfirmen bestehen seit Jahrzehnten, damals nahmen diese einerseits fuer sich in Anspruch horrende Stundenloehne den Firmen berechnen zu muessen, es kam allerdings nicht viel mehr als ein Viertel fuer den arbeitenden Leihmenschen zur Auszahlung.Ich habe in den fruehen 80igern ca. 5.60 DM fuer Dolmetscherarbeiten bekommen, die Leihfirma berechnete an die Firma ca. 18.00 DM pro Stunde. Tatsache war aber, dass die Leihfirma auch alle Kosten und Zustaendigkeiten uebernehmen musste, man war eben nur 'ausgeliehen'. Es kam sozusagen aufs Gleiche raus. Das hat sich wie ich sehe aus Euren Berichten auch gewaltig geaendert. War das nicht was mit Leibeigene..

Na ja, sooo gewaltig hat sich da nix geändert. Heutzutage kriegt der Standard-Leih-Facharbeiter 7,50€ und die Leihbutze berechnet dem Entleihbetrieb zwischen 19 und 23€ pro Stunde. Stundenlohn des Arbeiters mal 2,6 ist für den Handwerksmeister so ziemlich kostendeckend. Wobei der, im Gegensatz zu ner Leihbutze, auch noch Ausgaben jenseits des Briefportos und der Überweisungsgebühr einrechnen muß. Mir persönlich ist es vollkommen Wurscht wer am Monatsende den Lohnzettel unterschreibt, wichtig ist, daß der gezahlte Lohn zur geleisteten Arbeit paßt. Wenn ich als Leihmuli in gewissen Bereichen mehr Lohn kriegen kann als als Festangestellter, dann wechsel ich den Arbeitgeber. Loyalität gegenüber einem AG ist IMHO was für sentimentale Nostalgiker.
Sowas wie Firmenverbundeheit oder AG-Loyalität paßte IMHO in Zeiten, als der Spruch : "geht´s der Firma gut, dann geht´s dem Mitarbeiter auch gut..." noch gültig war, ergo ungefähr in die 70er Jahre!
Wir schreiben aber das Jahr 2011.

Genauso war es und genauso ist es mit der Ausbeutung des Menschen, auch in einem der reichsten Industrielaender der Erde (gerade da?)

Gruss, Larissa
PS: Mindestlohn in den USA $7.50 (5,4785 Euro) selbstverstaendlich ohne den Hauch eines sozialen Absicherungsnetzes


Wie jetzt? Kein Hartz IV?



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