#1

Fremdenverkehr an der Grenze und die Farbe der Broschüren

in Dienstgrade Verteilung BGS NVA GT BW 30.10.2011 09:38
von utkieker | 2.913 Beiträge

Wenn jemand glaubt, wir hätten nur permanent auf Grenzverletzer und Flüchtlinge gewartet den muß ich immer wieder enttäuschen. Ein Großteil unseres Grenzdienstes haben wir damit vertrödelt, den "Gegner" auszuspähen. Die Grenze zwischen den beiden deutschen Staaten hat jedoch auch wider Willen zum Fremdenverkehr beigetragen. Mit Bussen kamen die Touristen bis unmittelbar an die Grenze zwischen den eigentlich dünnbesiedelten Teil des Wendlandes und der Altmark. Wenn die Touris an der Grenze standen hieß es für uns Augen auf. Aber es ging dabei weniger um die Touristen als um die Broschüren, welche dabei verteilt wurden; genauer gesagt um die Farbe der Broschüren. Meistens waren sie orange oder weiß.
Was stand denn drin in den Broschüren?
Gab es Unterschiede über den Inhalt je nach Farbe?
Gibt es hier Jemanden im Forum der als Tourist eine Broschüre erhielt?
Ist hier Jemand der Broschüren verteilte?

Bin schon sehr neugierig!

Gruß Hartmut!


"Die Vergangenheit zu verbieten macht sie nicht ungeschehen, nicht einmal wenn man versucht sie selbst in sich zu verdrängen"
(Anja-Andrea 1959 - 2014)
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#2

RE: Fremdenverkehr an der Grenze und die Farbe der Broschüren

in Dienstgrade Verteilung BGS NVA GT BW 30.10.2011 10:37
von eisenringtheo | 9.158 Beiträge

Eine Broschüre, die in jedem Reisebüro erhältlich war, war grün und hiess:
"77 praktische Tips - für Besuche in der DDR und aus der DDR und andere Kontakte hier und dort"

Quelle: http://www.amazon.de/77-praktische-Tips-...e/dp/B002LOT266
Mit detaillierten Angaben, wie man Privatreisen organisiert, welche Bestimmungen gelten und welche Grenzübergang zu benützen sind. Da die DDR alles daran setzte, der BRD und Westberlin immer wieder zu demonstrieren, dass sie gerne die volle diplomatische Anerkennung hätte, gab es für BRD Bürger ein wesentlich komplizierteres Verfahren als für Bürger anderer Staaten. WIMRE bruachten BRD Bürger für private Besuche bis zur Wende eine förmliche Einladung von DDR Bürgern, um einen Berechtigungsschein für die Einreise zu erhalten. Die brauchte ich als Schweizer nicht.
Theo


zuletzt bearbeitet 30.10.2011 10:38 | nach oben springen

#3

RE: Fremdenverkehr an der Grenze und die Farbe der Broschüren

in Dienstgrade Verteilung BGS NVA GT BW 30.10.2011 10:56
von Zermatt | 5.293 Beiträge

Ja hab ich auch..eine vom Bundesminsterirum für innerdeutsche Beziehungen.

Da heisst es auch..zun Verhalten an der Grenze von Besuchern:

Zurufe und auffällige Verhaltensweisen können leicht zu unberechenbaren Reaktionen führen und sollen in eigene Interesse vermieden werden



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#4

RE: Fremdenverkehr an der Grenze und die Farbe der Broschüren

in Dienstgrade Verteilung BGS NVA GT BW 30.10.2011 11:10
von eisenringtheo | 9.158 Beiträge

Zitat von Zermatt
Ja hab ich auch..eine vom Bundesminsterirum für innerdeutsche Beziehungen.

Da heisst es auch..zun Verhalten an der Grenze von Besuchern:

Zurufe und auffällige Verhaltensweisen können leicht zu unberechenbaren Reaktionen führen und sollen in eigene Interesse vermieden werden



Bananen über die Mauer werfen?
Theo


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#5

RE: Fremdenverkehr an der Grenze und die Farbe der Broschüren

in Dienstgrade Verteilung BGS NVA GT BW 30.10.2011 15:28
von archivar | 5 Beiträge

Die Broschüren wurden vom Bundesministerium für innerdeutsche Beziehungen (immer wieder aktualisiert) herausgegeben. Auch die Länder mit DDR-Grenze brachten für ihre Regionen solche Hefte oder Faltblätter heraus. Einmal informierte man über den Grenzaufbau und die damit verbundenen Gefahren, zum anderen gab es Ratschläge für Besucher der DDR, die damit verbundenen Formalitäten undTransitreisen durch die DDR und nach Westberlin. Spezielle touristische Angebote für Routen mit Sehenswürdigkeiten in der DDR (zB. Wartburg, Kyffhäuser, Mühlhausen, Harz) sind mir aus unserer Region auch bekannt. Sehr detailliert wird auf alles hingewiesen, was beachtet werden sollte.
Archivar



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#6

RE: Fremdenverkehr an der Grenze und die Farbe der Broschüren

in Dienstgrade Verteilung BGS NVA GT BW 31.10.2011 20:04
von Zermatt | 5.293 Beiträge

Zitat von archivar
Die Broschüren wurden vom Bundesministerium für innerdeutsche Beziehungen (immer wieder aktualisiert) herausgegeben. Auch die Länder mit DDR-Grenze brachten für ihre Regionen solche Hefte oder Faltblätter heraus. Einmal informierte man über den Grenzaufbau und die damit verbundenen Gefahren, zum anderen gab es Ratschläge für Besucher der DDR, die damit verbundenen Formalitäten undTransitreisen durch die DDR und nach Westberlin. Spezielle touristische Angebote für Routen mit Sehenswürdigkeiten in der DDR (zB. Wartburg, Kyffhäuser, Mühlhausen, Harz) sind mir aus unserer Region auch bekannt. Sehr detailliert wird auf alles hingewiesen, was beachtet werden sollte.
Archivar



Trotzdem latschten viele Besucher auf dem vorgelagerten Hoheitsgebiet der DDR rum nach dem Motto:die Grenze fängt doch erst am Zaun an..oder? Die Warnschilder des BGS nahm man nicht ernst. Meistens ging es ja gut.



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#7

RE: Fremdenverkehr an der Grenze und die Farbe der Broschüren

in Dienstgrade Verteilung BGS NVA GT BW 31.10.2011 22:05
von willie | 612 Beiträge

Zitat von Zermatt

Zitat von archivar
Die Broschüren wurden vom Bundesministerium für innerdeutsche Beziehungen (immer wieder aktualisiert) herausgegeben. Auch die Länder mit DDR-Grenze brachten für ihre Regionen solche Hefte oder Faltblätter heraus. Einmal informierte man über den Grenzaufbau und die damit verbundenen Gefahren, zum anderen gab es Ratschläge für Besucher der DDR, die damit verbundenen Formalitäten undTransitreisen durch die DDR und nach Westberlin. Spezielle touristische Angebote für Routen mit Sehenswürdigkeiten in der DDR (zB. Wartburg, Kyffhäuser, Mühlhausen, Harz) sind mir aus unserer Region auch bekannt. Sehr detailliert wird auf alles hingewiesen, was beachtet werden sollte.
Archivar



Trotzdem latschten viele Besucher auf dem vorgelagerten Hoheitsgebiet der DDR rum nach dem Motto:die Grenze fängt doch erst am Zaun an..oder? Die Warnschilder des BGS nahm man nicht ernst. Meistens ging es ja gut.




Es kam jedoch im wieder zu sog. Grenzüberschreitungen W/O obwohl der eigentliche Grenzverlauf sehr gut durch die Grenzsteine und zusätzlich durch die weiß/roten bzw. im Bereich Bayern durch weiß/blaue Kunstoffmarkierungspfähle gekennzeichnet war.
Nach einem erfolgten Grenzübertritt W/O konnte der BGS/Zoll die betreffende(n)Personen nur noch zurückrufen und auf die mögl. Gefahren des Grenzübertritts hinweisen.
Ich hab hier mal einen Ausdruck aus meiner damaligen Streifenmappe, die ich immer in der Brusttasche bei mir trug, eingestellt.
Diese Vorformulierung traf nicht nur auf "Demonstraten" zu, sondern galt auch für Grenzbesucher die sich aus Unwissenheit bzw. mit Absicht auf das Hohheitsgebiet der DDR begaben.
Gruß Willie


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grenzüberschreitung west ost.pdf grenzüberschreitung west ost.pdf

...Rechtschreibfehler sind die Special Effects meiner Tastatur!...
zuletzt bearbeitet 31.10.2011 23:53 | nach oben springen

#8

RE: Fremdenverkehr an der Grenze und die Farbe der Broschüren

in Dienstgrade Verteilung BGS NVA GT BW 31.10.2011 22:48
von eisenringtheo | 9.158 Beiträge

Die Grenzsäulen übten eine eigenartige magische Anziehungskraft: Sie reizten die Besucher zum Versuch, die gusseisernen Reliefschilder abzumontieren. Ob schwer oder einfach, keine Ahnung.. habe mich nicht über die Grenze getraut
Theo


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#9

RE: Fremdenverkehr an der Grenze und die Farbe der Broschüren

in Dienstgrade Verteilung BGS NVA GT BW 01.11.2011 00:04
von willie | 612 Beiträge

Ja Theo,
diese Säulen hatten schon was besonderes. Die Embleme waren durch die Grenzsäule hindurch, also von der Rückseite der Säule, mit Schrauben befestigt. Schrauben waren in den Beton der Säule eingelassen und wurden anschließend mit Beton/Mörtel abgedeckt und anschließend die Säule mit Farbe wieder überstrichen. Also die Befestigung der Embleme war auf den ersten Blick nicht sichtbar.
Das Lösen dieser Schrauben hätte schon einige Zeit in Anspruch genommen, man hätte die Säule von der rückwärtigen Seite mit Stemmwerkzeug bearbeiten müssen.
Es gab aber auch Anfang der 80ziger Jahre einen Vorfall im Bereich nördlich Gerstungen. Dort hatten Unbekannte versucht eine komplette DDR-Grenzssäule auszugraben. Der Vorgang wurde jedoch abgebrochen. Vermutlich hatte man das Gewicht einer solchen Säule einfach unterschätzt. Zurückgelassen wurden ein etwa 70 cm tiefes und etwa 1 m breites Loch mit einer schiefstehenden Grenzsäule.
Die danach folgende Beschwerde der DDR bei der nächsten Sitzung der gemeinsamen Grenzkommnission war vorprogrammiert und kam auch. Die Verursacher konnten jedoch nie ermittelt werden.
Gruß Willie


...Rechtschreibfehler sind die Special Effects meiner Tastatur!...
zuletzt bearbeitet 01.11.2011 10:53 | nach oben springen

#10

RE: Fremdenverkehr an der Grenze und die Farbe der Broschüren

in Dienstgrade Verteilung BGS NVA GT BW 01.11.2011 11:07
von willie | 612 Beiträge

Diese "schiefe Grenzsäule" wurde jedoch sehr schnell wieder durch die GrTr in den Normalzustand versetzt (etwa nach 2 Wochen war alle Spuren des vers. Diebstahls/Sachbeschädigung beseitigt).
Auf Seiten der DDR-GrTr erfolgte natürlich auch eine entsprechende Reaktion:
Etwa 6 Monate nach diesem Vorfall wurde durch eine Grenzstreife des BGS festgestellt, daß man zu einem nicht bekannten Zeitpunkt etwa 8 m von der Grenzsäule entfernt auf dem DDR-Gebiet ein größeres Loch (Stellung) ausgehoben hatte und dieses mit Ästen/Laub und Zeltbahnen (Tarndruck) abgedeckt hatte. Ob diese "Stellung" später besetzt war konnte nicht festgestellt werden. Angenommen wurde jedoch eine sporadische Nutzung durch GAKL bzw. SIK 27 Kräfte. Es kam an dieser Stelle jedoch wimre zu keinem weiteren Zwischenfall.
Leider habe ich von dieser Aktion mit der schiefen Säule und der getarnten Stellung keine Fotos mehr. Diese müssten in irgendeinem BGS-Archiv vorhanden sein.
Gruß Willie


...Rechtschreibfehler sind die Special Effects meiner Tastatur!...
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#11

RE: Fremdenverkehr an der Grenze und die Farbe der Broschüren

in Dienstgrade Verteilung BGS NVA GT BW 01.11.2011 11:13
von S51 | 3.733 Beiträge

Zitat von willie
...Ich hab hier mal einen Ausdruck aus meiner damaligen Streifenmappe, die ich immer in der Brusttasche bei mir trug, eingestellt.
Diese Vorformulierung traf nicht nur auf "Demonstraten" zu, sondern galt auch für Grenzbesucher die sich aus Unwissenheit bzw. mit Absicht auf das Hohheitsgebiet der DDR begaben.
...



Die Formulierung "... hat in der letzten Zeit mehrfach... unter Anwendung der Schußwaffe..." hat was. Gab es so etwas da konkret wirklich oder war das eher was zur Abschreckung?
Wir haben mehrfach erlebt, dass der BGS Zivilisten, die gar zu provokant wurden, beseite genommen hat. Diese sind dann jedes Mal gegangen. Warum? "Nur" eine solche Belehrung, Bußgeld oder Platzverweis?


GK Nord, GR 20, 7. GK
VPI B-Lbg. K III


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#12

RE: Fremdenverkehr an der Grenze und die Farbe der Broschüren

in Dienstgrade Verteilung BGS NVA GT BW 01.11.2011 11:21
von Thunderhorse | 3.997 Beiträge

Zitat von S51

Zitat von willie
...Ich hab hier mal einen Ausdruck aus meiner damaligen Streifenmappe, die ich immer in der Brusttasche bei mir trug, eingestellt.
Diese Vorformulierung traf nicht nur auf "Demonstraten" zu, sondern galt auch für Grenzbesucher die sich aus Unwissenheit bzw. mit Absicht auf das Hohheitsgebiet der DDR begaben.
...



Die Formulierung "... hat in der letzten Zeit mehrfach... unter Anwendung der Schußwaffe..." hat was. Gab es so etwas da konkret wirklich oder war das eher was zur Abschreckung?
Wir haben mehrfach erlebt, dass der BGS Zivilisten, die gar zu provokant wurden, beseite genommen hat. Diese sind dann jedes Mal gegangen. Warum? "Nur" eine solche Belehrung, Bußgeld oder Platzverweis?





Tja S51,

dass war, insbesondere in den 70er Jahren öfter der Fall.
Realität eben.
Wobei hier nicht gleich geschossen wurde, was auch vorkam.


Und für was Bußgeld?
Bezieht sich hier auf die "Kostenerstattung" an die DDR, für Kost und Logie.
Einschließlich Ordnungsstrafe.



Platzverweis war möglich und wurde im Bedarfsfall ausgesprochen.


"Mobility, Vigilance, Justice"
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#13

RE: Fremdenverkehr an der Grenze und die Farbe der Broschüren

in Dienstgrade Verteilung BGS NVA GT BW 01.11.2011 13:37
von LO-Fahrer | 605 Beiträge

In der Ausbildung haben wir den Text für die "Zurückweisung" auswendig lernen müssen (kann ich heute noch). Er lautete: "Achtung, hier sprechen die Grenztruppen der DDR. Ich fordere Sie auf Ihre Handlungen unverzüglich einzustellen und das Hoheitsgebiet der DDR zu verlassen!" . Ich kann mich aber nicht erinnern, diesen Spruch je praktisch benutzt zu haben. Von Festnahme oder Schusswaffengebrauch war da jedenfalls keine Rede. Selbst an der Straße Abbenrode - Lochtum, ein bekannter und beliebter Aussichtspunkt mit Podest blieb jeder schön auf seiner Seite.


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#14

RE: Fremdenverkehr an der Grenze und die Farbe der Broschüren

in Dienstgrade Verteilung BGS NVA GT BW 19.02.2012 16:31
von PM i.BGS a.D. | 7 Beiträge

Für uns vom BGS war es ja eine schöne Abwechslung, wenn wir Besuchern den Grenzverlauf erklären konnten. Dazu gab es eben auch Broschüren. Der Glaube, dass der MGZ die eigentlich Grenze war, war weit verbreitet. Letztlich hätten wir aber keinen Deutschen daran hindern können, von Deutschland nach Deutschland zu gehen. Aus bundesrepublikanischer Sicht war es ja keine Grenze zum Ausland, sondern nur eine innerdeutsche Grenze. Nur wenn Leute gepöbelt haben, wurden Platzverweise ausgesprochen. Habe ich aber nicht erlebt.


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#15

RE: Fremdenverkehr an der Grenze und die Farbe der Broschüren

in Dienstgrade Verteilung BGS NVA GT BW 19.02.2012 18:07
von Wanderer zwischen 2 Welten | 2.340 Beiträge

Zitat von willie
Diese "schiefe Grenzsäule" wurde jedoch sehr schnell wieder durch die GrTr in den Normalzustand versetzt (etwa nach 2 Wochen war alle Spuren des vers. Diebstahls/Sachbeschädigung beseitigt).
Auf Seiten der DDR-GrTr erfolgte natürlich auch eine entsprechende Reaktion:
Etwa 6 Monate nach diesem Vorfall wurde durch eine Grenzstreife des BGS festgestellt, daß man zu einem nicht bekannten Zeitpunkt etwa 8 m von der Grenzsäule entfernt auf dem DDR-Gebiet ein größeres Loch (Stellung) ausgehoben hatte und dieses mit Ästen/Laub und Zeltbahnen (Tarndruck) abgedeckt hatte. Ob diese "Stellung" später besetzt war konnte nicht festgestellt werden. Angenommen wurde jedoch eine sporadische Nutzung durch GAKL bzw. SIK 27 Kräfte. Es kam an dieser Stelle jedoch wimre zu keinem weiteren Zwischenfall.
Leider habe ich von dieser Aktion mit der schiefen Säule und der getarnten Stellung keine Fotos mehr. Diese müssten in irgendeinem BGS-Archiv vorhanden sein.
Gruß Willie



Bin vor der Wende mal im bayrischen Wald dicht an der Grenze zur CSSR wandern gegangen. Der Wanderweg fuehrte an einem einfachen Drahtzaun vorbei. An der anderen Seite war CSSR Gebiet. Man sah keine Grenzer, Aber Einheimische warnten uns vor dem Ueberschreiten der Grenze. Laut ihren Worten lagen CSSR Grenze staendig in Lauerstellung und gut getarnt versteckt um moegliche Grenzverletzer sofort festzunehmen, Man konnte vom Zaun aus aber nichts sehen, Darum gehe ich davon aus das die sich auch in Loechern versteckt hielten.


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#16

RE: Fremdenverkehr an der Grenze und die Farbe der Broschüren

in Dienstgrade Verteilung BGS NVA GT BW 19.02.2012 18:40
von Fall 80 | 171 Beiträge

Ich habe noch zwei weitere von den Broschüren entdeckt. Die "Grüne" wurde ja schon beschrieben. Die "Rote" war bereits die 16. Auflage und stammt wie die "Grüne" aus dem Jahr 1988 (März). Die rechte Broschüre ist die "niedersächsische" Ausführung. Alle waren vom Inhalt sehr interessant und man konnte sich als Bundesbürger wichtige Informationen über den anderen Teil von Deutschland holen.

Zitat von eisenringtheo
Eine Broschüre, die in jedem Reisebüro erhältlich war, war grün und hiess:
"77 praktische Tips - für Besuche in der DDR und aus der DDR und andere Kontakte hier und dort"

Quelle: http://www.amazon.de/77-praktische-Tips-...e/dp/B002LOT266
Mit detaillierten Angaben, wie man Privatreisen organisiert, welche Bestimmungen gelten und welche Grenzübergang zu benützen sind. Da die DDR alles daran setzte, der BRD und Westberlin immer wieder zu demonstrieren, dass sie gerne die volle diplomatische Anerkennung hätte, gab es für BRD Bürger ein wesentlich komplizierteres Verfahren als für Bürger anderer Staaten. WIMRE bruachten BRD Bürger für private Besuche bis zur Wende eine förmliche Einladung von DDR Bürgern, um einen Berechtigungsschein für die Einreise zu erhalten. Die brauchte ich als Schweizer nicht.
Theo

Angefügte Bilder:
Aufgrund eingeschränkter Benutzerrechte werden nur die Namen und (falls vorhanden) Vorschau-Grafiken der Dateianhänge angezeigt Jetzt anmelden!
Broschüren.jpg

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#17

RE: Fremdenverkehr an der Grenze und die Farbe der Broschüren

in Dienstgrade Verteilung BGS NVA GT BW 07.08.2012 09:23
von zweedi04 | 373 Beiträge

Habe auch noch was gefunden von 1986.


Gruß zweedi04


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Angelo hat sich für diesen Beitrag bedankt
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