#561

RE: wieder einer von uns gegangen

in DDR Zeiten 07.05.2016 12:23
von Pit 59 | 10.146 Beiträge

Trotzdem schätze ich eine Grundhaltung, die nicht ständig die Richtung wechselt .
Man weiß wenigstens, woran man ist.


Wem sagste das Ich bin nun täglich mit so einer Roten Socke Zusammen,und wir haben beide Spass,fängt am Frühstückstisch an,er liesst das Neue Deutschland,ich die Bild Zeitung (Ja ich weiss,ich bin der einzigste),keiner von beiden würde das andere Blatt anfassen.Am Ende wissen wir das gleiche


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#562

RE: wieder einer von uns gegangen

in DDR Zeiten 07.05.2016 12:41
von Nostalgiker | 2.554 Beiträge

Zitat von Pit 59 im Beitrag #561
Trotzdem schätze ich eine Grundhaltung, die nicht ständig die Richtung wechselt .
Man weiß wenigstens, woran man ist.


Wem sagste das Ich bin nun täglich mit so einer Roten Socke Zusammen,und wir haben beide Spass,fängt am Frühstückstisch an,er liesst das Neue Deutschland,ich die Bild Zeitung (Ja ich weiss,ich bin der einzigste),keiner von beiden würde das andere Blatt anfassen.Am Ende wissen wir das gleiche


Du Ärmster mußtest bei deinem Schwiegervater unterkriechen? Da siehste mal wie großzügig und tolerant die von dir titulierten "roten Socken" sind.
Selber würdest du doch 'so einem' noch nicht mal nen Kanten Brot geben aber große Töne spucken .....

Nostalgiker


Aber auf einmal bricht ab der Gesang,
einer zeigt aus dem Fenster, da spazieren sie lang,
die neuen Menschen, der neue Mensch,
der sieht aus, wie er war
außen und unter`m Haar
wie er war ...

_______________
aus; "Nach der Schlacht" - Renft - 1974
Text: Kurt Demmler

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#563

RE: wieder einer von uns gegangen

in DDR Zeiten 07.05.2016 12:49
von Josef | 631 Beiträge

[[aus Sicherheitsgründen gelöscht]


zuletzt bearbeitet 07.05.2016 14:45 | nach oben springen

#564

RE: wieder einer von uns gegangen

in DDR Zeiten 07.05.2016 12:52
von Freienhagener | 3.861 Beiträge

Zitat von Heckenhaus im Beitrag #560
Zitat von Freienhagener im Beitrag #558
Eine konsequente Haltung ist eine von den Umständen abhängige Sekundärtugend und nicht per se lobenswert.



Jeder setzt eben andere Prioritäten bei der Betrachtung der gesellschaftlichen Zustände .
Grund zum grenzenlosen Jubel gab es nie und gibt es auch heute nicht.
Trotzdem schätze ich eine Grundhaltung, die nicht ständig die Richtung wechselt .
Man weiß wenigstens, woran man ist.


Wie gesagt: es kommt darauf an.

Es kann sehr lobenswert sein, wenn einer seine Haltung verändert, besonders wenn einer vom "Saulus zum Paulus" wird.
(Das Wort "wechseln" habe ich bewußt nicht verwendet)

Um es auf den Punkt zu bringen: Im konkreten Fall war das Ganze einfach Altersstarrsinn. Das mag gut finden, wer will - ich nicht.

P.S.: Mindestens einmal ist sie nicht konsequent auf Linie geblieben - als ihr Mann den Ulbricht stürzte, beging sie mit Verrat. Da zeigte es sich, worum es ihr ging, um persönliche Macht.


Disziplin ist die Fähigkeit, dümmer zu erscheinen als der Chef. (Hanns Schwarz)
zuletzt bearbeitet 07.05.2016 13:06 | nach oben springen

#565

RE: wieder einer von uns gegangen

in DDR Zeiten 07.05.2016 13:15
von Heckenhaus | 5.141 Beiträge

Zitat von Freienhagener im Beitrag #564


Um es auf den Punkt zu bringen: Im konkreten Fall war das Ganze einfach Altersstarrsinn. Das mag gut finden, wer will - ich nicht.



Das Ziel war m.M.n. richtig, lediglich der eingeschlagene Weg nicht so eben, wie er hätte sein sollen.
Daß da genug Steine in den Weg gelegt wurden, um das zu verwirklichen, was beabsichtigt war, wer will das
bestreiten ?
Die Zeit war nicht reif für eine Veränderung, aber sie wird kommen.
Niemand weiß, wann, und niemand weiß, wie sie heißen wird.
Aber das, was heute ist, kann keinesfalls von ewiger Dauer sein.


.
.
„Toleranz ist die letzte Tugend einer untergehenden Gesellschaft.”
— Aristoteles -

"Man kann alle Leute einige Zeit zum Narren halten und einige Leute allezeit; aber alle Leute allezeit zum Narren halten kann man nicht."
— Abraham Lincoln –
.
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#566

RE: wieder einer von uns gegangen

in DDR Zeiten 07.05.2016 13:18
von Freienhagener | 3.861 Beiträge

Egal, wie realistisch man sowas einschätzt: Dafür braucht man jedenfalls Persönlichkeiten von einem Format weit über dem der Ulbrichts oder Honeckers, oder?
(Vor allem Leute, die sich auf veränderte Bedingungen einstellen können. Daran triumphiert oder scheitert jeder, der eine Sache anpackt)


Disziplin ist die Fähigkeit, dümmer zu erscheinen als der Chef. (Hanns Schwarz)
zuletzt bearbeitet 07.05.2016 13:22 | nach oben springen

#567

RE: wieder einer von uns gegangen

in DDR Zeiten 07.05.2016 13:34
von Heckenhaus | 5.141 Beiträge

Zitat von Freienhagener im Beitrag #566

(Vor allem Leute, die sich auf veränderte Bedingungen einstellen können. Daran triumphiert oder scheitert jeder, der eine Sache anpackt)



Da kenne ich Beispiele aus der jüngsten Deutschen Geschichte. Von der christlichen FDJ-Mitgliedschaft zur CDU-Kanzlerin.
Glückwunsch.
Und bei "Bedarf" dann mal schnell ein paar Gesetze aushebeln, um das Chaos zu "schaffen", was zuvor auf internationaler
Ebene hervorgerufen wurde, wegen Demokratisierungsversuchen der arabischen Welt.

Solche Leute braucht das Land.
Im Übrigen sollten wir nicht heute, im Jahre 2016, über Personen wie Ulbricht oder Honecker philosophieren, jede Zeit hat
seine Politiker.
Pieck, Ulbricht und auch Honecker hatten damals sehr viel Zuspruch, nur gab es zuviel Gegenwind im Nachkriegseuropa.
Aber das wäre dann eine lange Diskussion, die nicht in ein Forum paßt.


.
.
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#568

RE: wieder einer von uns gegangen

in DDR Zeiten 07.05.2016 14:49
von Freienhagener | 3.861 Beiträge

Ich meinte natürlich veränderte Bedingungen im Sozialismus.................


Disziplin ist die Fähigkeit, dümmer zu erscheinen als der Chef. (Hanns Schwarz)
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#569

RE: wieder einer von uns gegangen

in DDR Zeiten 08.05.2016 13:37
von Hackel39 | 3.123 Beiträge

Frau Honecker ist heute genauso weit weg wie sie es damals in der DDR für mich war, daher bleibt weder Haß noch Hochachtung übrig aber trotzdem hatte sie bleibende Verdienste.
Sie hat sich nach der großen Abrechnung verständlich, qualifiziert und ehrlich zu den Fragen des Medientribunals geäußert und dabei eine gute Figur abgegeben, indem sie sehr genau ihre Beweggründe und die Systemzwänge dokumentierte, die auf ihre Arbeit als Volksbildungsministerin einwirkten.
Jeder Amtsnachfolger in diesem Ressort nach ihr wird sie um diese Gestaltungsmacht beneidet haben und das einheitliche und hohe Bildungsniveau das die Absolventen der sozialistischen Schule in ihre Lehrbetriebe und Universitäten mitbrachten hat den Folgeverantwortlichen ganz sicher auch die Arbeit erleichtert, da man auf einigermaßen verläßliche Wissensstandards aufbauen konnte, das bleibt wohl der größte Verdienst ihres Berufslebens.
Die Schattenseiten ihrer politischen Karriere sind bekannt, darüber wurde anderswo schon analysiert und polemisiert, ich habe meine eigene Meinung dazu und ihr die ruhigen friedlichen letzten Jahre in Chile gegönnt und weiß, daß es hierzulande auch unter den aktuellen politischen Eliten Personen gibt, die dem Geschäftsmodell der einheitlichen Basisausbildung anerkennend gegenüber stehen ohne das jemals zuzugeben.
Möge sie in Frieden ruhen.



Josef, Udo und 1941ziger haben sich für diesen Beitrag bedankt
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#570

RE: wieder einer von uns gegangen

in DDR Zeiten 08.05.2016 13:38
von Moskwitschka | 2.529 Beiträge

Ich bin schon irgendwie erstaunt, dass Margot Honeckers Tod hier thematisiert wird. Eine von uns? Ich zähle sie nicht dazu, weil sie scheinbar ab einen ganz bestimmten Zeitpunkt, von dem "uns" sehr weit entfernt hat. Nicht zuletzt durch ihr selbstgewähltes Exil im fernen Chile, das genauso weit weg war wie Wandlitz. Weit weg von den den Sorgen und Problemen des DDR - Bürgers, wie von den Mühen der Aufarbeitung derer der letzten 26 Jahre.

Am späten Freitagabend warf jemand, der seine Finger nicht vom kleinen Nachrichtenüberbringer lassen konnte, in geselliger Runde, dass Margot tot ist. Es war eine Nachricht, die das Gespräch, am Tisch nicht unterbrach. Ich dachte nur einen kurzen Moment – nun ist sie weg. Aber auch nur weil ich sie nicht mehr fragen kann, warum mein Vater von ihr 1968 eine Danksagung für seinen persönlichen Einsatz beim Aufbau der Botschaftsschule in Moskau erhielt.

Gestern habe ich dann einige die Nachrufe der online – Medien gelesen. Der MDR schrieb, sie sei zielstrebig, kompromisslos und gefürchtet gewesen. Zielstrebig ist ja erst mal nicht schlecht. Und das Ziel zu Beginn ihrer Laufbahn, als sie als jüngste Abgeordnete und Pioniervorsitzende in die Volkskammer einzog auch nicht. Kompromisslos ist auch erst mal nicht schlecht. Nur als Politikerin, die sie dann war? Ein wenig mehr Kompromissbereitschaft wäre nicht schlecht gewesen. Aber davon hatten die wenigsten Genossen, die die Geschicke in verantwortungsvollen Positionen in der DDR. Die Kompromisslose Durchsetzung der „Idee“ stand im Vordergrund. Doch wie kam der MDR auf „gefürchtet“?

Gefürchtet vielleicht bei denen in ihrem Umfeld wegen ihrer „Nähe“ zum Generalsekretär? Und da komme ich zu den zahlreichen Nachrufen, die es eben wegen dieser Ehe wahrscheinlich nicht gegeben hätte, und auf die hier viele aufgesprungen sind. Von „lila Hexe“ über „Drachen“ bis hin zum Vorkramen von Legenden und Gerüchten über die Verstorbene, bei denen auch ihr Enkel und Urenkel nicht ausgelassen wurden. Ihre Trauer sollte man wenigstens respektieren. Insbesondere die ihres Enkels, der sich an seinen Vorfahren gerieben hat, bewies dabei Größe, indem er sich seiner Familiengeschichte öffentlich gestellt hat. Er soll gestern gesagt haben: „Sie war eine starke Frau.“ Zum Trotz oder, weil er sie nie anders erlebt hat?

Dabei ist eins vollkommen untergegangen. Auch bei denen, die Margot Honeckers Bildungssystem huldigen. Volksbildung war nicht alleine der Fachunterricht in den Schulen, von dem die meisten hier profitiert haben. Ob Kindergarten, Schule, Kinder – und Jugendorganisation waren von einem pädagogischen Leitbild geprägt, der Unterordnung in das jeweilige Kollektiv durch die Verinnerlichung der Disziplin. Man fürchtete bei „Disziplinlosigkeit“ nicht die Strafe des Pädagogen, sondern die „Kollektivstrafe“. Das schlimmste was einem passieren konnte, war der Ausschluss aus dem „Kollektiv“, egal auf welcher Ebene. Die Selbstbestimmung und das Bewusstsein der Selbstverantwortung des Einzelnen ist da auf weiten Strecken verloren gegangen. Für diese kollektivautoritäre Erziehung war aber nicht alleine Margot Honecker verantwortlich.

Und so wird ihr Tod von den einen für eine erneute Abrechnung mit der DDR genutzt. Zum Teil mit unsäglichen Hasstiraden. Von den anderen um das Gute in der DDR – das Bildungssystem herauszustellen. Auf beiden Seiten undifferenziert.

Und in die große Lücke dazwischen springt ein Hubertus Knabe und vereinnahmt die, die wirklich in der DDR wegen ihrer „Disziplinlosigkeit“ die Folgen des Ausschlusses aus dem „Kollektiv“ zu spüren bekommen haben. Nur, ob diese Menschen Margot Honecker gefürchtet haben? Ich glaube nicht.

Moskwitschka


„Nichts ist schwieriger und nichts erfordert mehr Charakter, als sich im offenen Gegensatz zu seiner Zeit zu befinden und laut zu sagen: Nein!“

Kurt Tucholsky

Josef, Hanum83 und Einmannbetrieb haben sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 08.05.2016 13:48 | nach oben springen

#571

RE: wieder einer von uns gegangen

in DDR Zeiten 08.05.2016 15:50
von Georg | 1.018 Beiträge

Zitat von Moskwitschka im Beitrag #570
Ich bin schon irgendwie erstaunt, dass Margot Honeckers Tod hier thematisiert wird. Eine von uns? Ich zähle sie nicht dazu, weil sie scheinbar ab einen ganz bestimmten Zeitpunkt, von dem "uns" sehr weit entfernt hat. Nicht zuletzt durch ihr selbstgewähltes Exil im fernen Chile, das genauso weit weg war wie Wandlitz. Weit weg von den den Sorgen und Problemen des DDR - Bürgers, wie von den Mühen der Aufarbeitung derer der letzten 26 Jahre.

Am späten Freitagabend warf jemand, der seine Finger nicht vom kleinen Nachrichtenüberbringer lassen konnte, in geselliger Runde, dass Margot tot ist. Es war eine Nachricht, die das Gespräch, am Tisch nicht unterbrach. Ich dachte nur einen kurzen Moment – nun ist sie weg. Aber auch nur weil ich sie nicht mehr fragen kann, warum mein Vater von ihr 1968 eine Danksagung für seinen persönlichen Einsatz beim Aufbau der Botschaftsschule in Moskau erhielt.

Gestern habe ich dann einige die Nachrufe der online – Medien gelesen. Der MDR schrieb, sie sei zielstrebig, kompromisslos und gefürchtet gewesen. Zielstrebig ist ja erst mal nicht schlecht. Und das Ziel zu Beginn ihrer Laufbahn, als sie als jüngste Abgeordnete und Pioniervorsitzende in die Volkskammer einzog auch nicht. Kompromisslos ist auch erst mal nicht schlecht. Nur als Politikerin, die sie dann war? Ein wenig mehr Kompromissbereitschaft wäre nicht schlecht gewesen. Aber davon hatten die wenigsten Genossen, die die Geschicke in verantwortungsvollen Positionen in der DDR. Die Kompromisslose Durchsetzung der „Idee“ stand im Vordergrund. Doch wie kam der MDR auf „gefürchtet“?

Gefürchtet vielleicht bei denen in ihrem Umfeld wegen ihrer „Nähe“ zum Generalsekretär? Und da komme ich zu den zahlreichen Nachrufen, die es eben wegen dieser Ehe wahrscheinlich nicht gegeben hätte, und auf die hier viele aufgesprungen sind. Von „lila Hexe“ über „Drachen“ bis hin zum Vorkramen von Legenden und Gerüchten über die Verstorbene, bei denen auch ihr Enkel und Urenkel nicht ausgelassen wurden. Ihre Trauer sollte man wenigstens respektieren. Insbesondere die ihres Enkels, der sich an seinen Vorfahren gerieben hat, bewies dabei Größe, indem er sich seiner Familiengeschichte öffentlich gestellt hat. Er soll gestern gesagt haben: „Sie war eine starke Frau.“ Zum Trotz oder, weil er sie nie anders erlebt hat?

Dabei ist eins vollkommen untergegangen. Auch bei denen, die Margot Honeckers Bildungssystem huldigen. Volksbildung war nicht alleine der Fachunterricht in den Schulen, von dem die meisten hier profitiert haben. Ob Kindergarten, Schule, Kinder – und Jugendorganisation waren von einem pädagogischen Leitbild geprägt, der Unterordnung in das jeweilige Kollektiv durch die Verinnerlichung der Disziplin. Man fürchtete bei „Disziplinlosigkeit“ nicht die Strafe des Pädagogen, sondern die „Kollektivstrafe“. Das schlimmste was einem passieren konnte, war der Ausschluss aus dem „Kollektiv“, egal auf welcher Ebene. Die Selbstbestimmung und das Bewusstsein der Selbstverantwortung des Einzelnen ist da auf weiten Strecken verloren gegangen. Für diese kollektivautoritäre Erziehung war aber nicht alleine Margot Honecker verantwortlich.

Und so wird ihr Tod von den einen für eine erneute Abrechnung mit der DDR genutzt. Zum Teil mit unsäglichen Hasstiraden. Von den anderen um das Gute in der DDR – das Bildungssystem herauszustellen. Auf beiden Seiten undifferenziert.

Und in die große Lücke dazwischen springt ein Hubertus Knabe und vereinnahmt die, die wirklich in der DDR wegen ihrer „Disziplinlosigkeit“ die Folgen des Ausschlusses aus dem „Kollektiv“ zu spüren bekommen haben. Nur, ob diese Menschen Margot Honecker gefürchtet haben? Ich glaube nicht.

Moskwitschka


Kompromissbereitschaft ?
Wobei denn ? Lehrpläne ? Hausordnung ? Schulspeisung ? Gebühren ? Einbeziehung der Eltern ? Patenbrigaden ? Lernpatenschaften.................................................................................................................................................................... !!!!!
Der Sozialismus - das Staatsziel - wär mit Bibelkunde bestimmt erreicht worden.


Einen Dummen anzuhören ist anstrengender, als einen Klugen zu widersprechen. ( W.Eckert )
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#572

RE: wieder einer von uns gegangen

in DDR Zeiten 08.05.2016 21:15
von Freienhagener | 3.861 Beiträge

Zitat von Moskwitschka im Beitrag #570
Ich bin schon irgendwie erstaunt, dass Margot Honeckers Tod hier thematisiert wird. Eine von uns?


Wie schon mal von mir angemerkt: es kommt auf die Betonung an. D.h. wenn Du das "von" betonst bedeutet das lediglich wegegangen........


Disziplin ist die Fähigkeit, dümmer zu erscheinen als der Chef. (Hanns Schwarz)
Josef hat sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 08.05.2016 21:43 | nach oben springen

#573

RE: wieder einer von uns gegangen

in DDR Zeiten 08.05.2016 21:33
von damals wars | 12.171 Beiträge

Sie hatte als Erziehungsziel gefestigte Persönlichkeiten. Unbestreitbar, das sie daran gearbeitet hat. Und das sie an ein Zusammenwirken
Bei der Erziehung von Staat und Familie gearbeitet hat.
Wer würde sich das heute zutrauen?
Heute schiebt man sich die Verantwortung gegenseitig zu.


Als Gott den Menschen erschuf, war er bereits müde; das erklärt manches.(Mark Twain)
Ein demokratischer Rechtsstaat braucht Richter, keine Henker. Interview auf der Kundgebung Je suis Charlie am 11.01.2015
"Hass hat keinen Glauben, keine Rasse oder Religion, er ist giftig." der Witwer der britische Labour-Abgeordnete Jo Cox.
http://www.neo-magazin-royale.de/zdi/art...fur-frauke.html
zuletzt bearbeitet 08.05.2016 21:34 | nach oben springen

#574

RE: wieder einer von uns gegangen

in DDR Zeiten 08.05.2016 21:43
von Josef | 631 Beiträge

Lasst die Dame einfach ruhen. Die ist bald Staub. Dann können sich die erinnern, die sie mochten und die andern können froh sein, dass sie weg ist. Weg ist sie ja schon ein Vierteljahrhundert. Also, keine Aufregung mehr.


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#575

RE: wieder einer von uns gegangen

in DDR Zeiten 08.05.2016 21:57
von Lutze | 8.034 Beiträge

Zitat von Josef im Beitrag #574
Lasst die Dame einfach ruhen. Die ist bald Staub. Dann können sich die erinnern, die sie mochten und die andern können froh sein, dass sie weg ist. Weg ist sie ja schon ein Vierteljahrhundert. Also, keine Aufregung mehr.

Der Nachlass könnte vielleicht noch für Aufregung sorgen
Lutze


wer kämpft kann verlieren,
wer nicht kämpft hat schon verloren
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#576

RE: wieder einer von uns gegangen

in DDR Zeiten 08.05.2016 22:02
von Josef | 631 Beiträge

Zitat von Lutze im Beitrag #575
Zitat von Josef im Beitrag #574
Lasst die Dame einfach ruhen. Die ist bald Staub. Dann können sich die erinnern, die sie mochten und die andern können froh sein, dass sie weg ist. Weg ist sie ja schon ein Vierteljahrhundert. Also, keine Aufregung mehr.

Der Nachlass könnte vielleicht noch für Aufregung sorgen
Lutze


Was soll dabei rauskommen ? wenn, dann wäre auch das Geschichte, Staub, Blätter im Wind, sind wir doch alle.


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#577

RE: wieder einer von uns gegangen

in DDR Zeiten 08.05.2016 22:09
von icke46 | 2.593 Beiträge

Das würde mich auch mal interessieren, was da für Wunder-Weisheiten aus dem Nachlass kommen - vielleicht war sie insgeheim Mehrheitsaktionär bei Daimler?

Was ich persönlich schade finde, ist, dass sie sich nach 1992 so gut wie nie öffentlich geäussert hat. Möge ihre Meinung nach unserem Dafürhalten noch so schräg oder falsch oder wie mans nennen will sein - sie wäre trotzdem eine Zeitzeugin gewesen, die uns eine Facette der DDR aufgezeigt hätte.

Auch auf die Gefahr, mich unbeliebt zu machen: Ich habe in der Hinsicht Karl-Eduard von Schnitzler bewundert, der auch nach der Wende seine Überzeugung offensiv vertreten hat. Egal, ob sie nun richtig oder falsch war, er hätte sich sein Restleben durchaus erheblich einfacher machen können.

Gruss

icke



bürger der ddr, Moskwitschka und Rainer-Maria Rohloff haben sich für diesen Beitrag bedankt
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#578

RE: wieder einer von uns gegangen

in DDR Zeiten 08.05.2016 22:12
von Ebro | 568 Beiträge

Tja, in der Öffentlichkeit ist der Grat zwischen Wendehals und Betonkopf recht fließend. Auch hier im Forum, leider...!



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#579

RE: wieder einer von uns gegangen

in DDR Zeiten 09.05.2016 09:41
von Freienhagener | 3.861 Beiträge

Man muß sich aber damals hervorgetan haben, auch im Zivilleben, um stur bleiben oder eine Wende zu können.
Damals wird wohl jeder sich über gewisse "sozialistische Leiter" gewundert haben nach 1989.
Wir durften unseren Direktor rechtzeitig abwählen. So viel Demokratie gab es vorher und nachher nicht.


Disziplin ist die Fähigkeit, dümmer zu erscheinen als der Chef. (Hanns Schwarz)
zuletzt bearbeitet 09.05.2016 09:43 | nach oben springen

#580

RE: wieder einer von uns gegangen

in DDR Zeiten 09.05.2016 19:52
von PF75 | 3.293 Beiträge

Klaus Ampler ist ja auch verstorben,er war doch auch eine Ikone des DDR-Radsports.


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