#381

RE: wieder einer von uns gegangen

in DDR Zeiten 30.12.2015 22:05
von HG19801 | 1.613 Beiträge

Zitat von Hanum83 im Beitrag #372
Ich wollte kommendes Jahr eigentlich noch mal gehen, zum Mr. Kilmister und seinen Jungs, nun ist es zu spät, machs gut Lemmy.
Na ja, ich gehe am 02. Januar zum Gedenkkonzert einer ausgezeichneten hiesigen Mötörhead-Coverband.


"Zwei Dinge sind unendlich, das Universum und die menschliche Dummheit,
aber bei dem Universum bin ich mir noch nicht ganz sicher." – Albert Einstein


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#382

RE: wieder einer von uns gegangen

in DDR Zeiten 30.12.2015 22:35
von Gert | 12.356 Beiträge

Zitat von Signalobermaat im Beitrag #377
Was mich beim Thema MfS immer wieder erstaunt,ist,daß sich Leute mit festen Behauptungen zu Wort melden, die weder im MfS waren noch in irgendeiner Form zu solchen internen Informationen Zugang hatten, um solche Behauptungen aufzustellen.
Dazu noch einige Personen,die noch nie in der DDR waren bzw.vor vielen vielen Jahren die DDR verlassen hatten.
Ihre Informationen können also nur von Medien. oder von DDR Verwandten stammen.Und von denen war sichertlich auch keiner beim MfS.
Also nur eigene Spekulationen, oder Wunschgedanken Ich weiß nicht, ob uns das weiterbringt,wenn diese hier als Fakten weiter gegeben werden
Man kann zwar seine Meinung äußern, aber dann soll man das auch zum Ausdruck bringen,was sollen die Phantastereien.
Ich bin Zeitzeuge dieser Zeit und ich weiß,was auf der einen oder anderen Dienststelle gelaufen ist und welche Befehle es gab und welche nicht.
Ein paar Gedanken, zu den letzten Beiträgen:
MfS hat Unrechtsgesetzen Vorschub geleistet.
Wenn ein Staat, der internat souverän anerkannt ist,von der UNO,von vielen Staaten usw. und für sein Staatsgebiet Gesetze erläßt, sind es rechtmäßige Gesetze,denn die wurden auch mit der Mehrheit des Parlamentes verabschiedet.Ob der eine oder andere es anders sieht ist seine Ansicht.
Das MfS hatte und konnte keine Gesetze einbringen. Es hat zur Vorbereitung von Gesetzentwürfen aus der Sicht staatlicher Sicherheit Beiträge geleistet und sie der jeweiligen Fraktion zugearbeitet, wie auch alle anderen Ministerien MdI, Zollverwaltung usw.
Ist in jedem Land so.
Auf die Gesetzgebung hatte es keinen Einfluß.
Warum wird denn die Gesetzgebung der BRD nicht angeprangert, da gibt es auch genügend Gesetze, denen man Unrecht anhängen kann.
( Rentenüberleitungsgesetz,Harz 4 , Notstandsgesetze .usw.Vieles wird einfach gegen den Willen des Volkes,und trotzdem mit Fraktionszwängen entschieden,hat eigendlich auch wenig mit Demokratie zu tun.In der Volkskammer war wahrscheinlich mehr normales Volk als im Bundestag.
Im Bundestag werden genauso wie in der VK der DDR mit der Stimmenmehrheit die Gesetze verabschiedet.
Nun könnte man sich ja auch hinstellen und sagen, die CDU hat dieser Gesetzgebung vorschub geleistet usw.
Die nächste Frage, Rechtsbeugung nur mit Hilfe des MfS. Den Beweis möchte ich sehen, wo ein Richter auf Weisung des MfS, die dazu gar nicht befugt waren,ein falsches Urteil gefällt hätten wenn die Rechtslage es nicht hergegeben hätte.Rechtsbeugung ist falsche Rechtsanwendung und ist ein Verbrechen.
Zur Situation 1989,für mich ist nicht nachzuvollziehen, warum man heut noch über einen möglichen Schußwaffeneinsatz diskutiert, vielleicht nur aus einem Grund, daß es einigen Leid tut,daß nicht geschossen wurde,gesehen hätten sie es , schon um die DDR anzuklagen. Hat aber nicht funktioniert.
Es gab von Beginn an, einen eindeutigen Befehl, kein Einsatz von Schußwaffen gegenüber Demonstranten.
Der Bef. ging an alle bewaffneten Einheiten.
Die Schußwaffebgebrauchsvorschrift wurde exakt von allen eingehalten.Ich spekuliere jetzt auch einmal, ob das in der BRD in ähnlichen Situationen auch so laufen würde, wage ich zu bezweifeln, ich hoffe nicht,daß es einmal bewiesen werden muß.
Bei einem bewaffneten Überfall oder Angriff auf eine Dienststelle, unter Gefahr für Gesundheit und Leben, ist die Rechtslage anders.
Eine solche Lage gab es nicht, also warum sollte Mielke einen Schießbefehl erteilen.Selbst beim Sturm auf die Zentrale,wurde nicht geschossen, es wurden ja nicht einmal die vorhandenen erlaubten Mittel eingesetzt.
Ich möchte mal die BND Zentrale sehen,wenn dort ein paar Hundert oder Tausend versuchen würden gewaltsam einzudringen.
Hummitsch hätte in Lpz. genauso wenig geschossen, wie Mielke in Berlin.Also warum immer wieder solch ein Horrorszenario anfangen.
Die Begründung die MA hatten Angst aufgehängt zu werden,deshalb hätten sie zu ihrem Selbstschutz nichts unternommen, also Gert ,wie kommt denn dieser Quatsch an den Rhein.Vielleicht gab es auch den einen oder anderen Weichling,der die Hosen voll hatte, sind ja alles nur Menschen, aber davon kannst du mit Sicherheit nicht auf alle schließen.
Leicht war die Situation für keinen, weder für die drinnen. noch für die draußen.
Eines hat doch die Geschichte bisher in jedem Land bewiesen,wenn Schüsse fallen, ist kein Mensch mehr auf der Straße. Also solche Wunschgedanken, soviel Bäume hätte es nicht gegeben, um alle aufzuhängen. Überlege mal gründlich.
Also bevor jemand an mich herangekommen wäre, um mich aufzuhängen, müßte mein Magazin schon leer gewesen sein.Und die die das versucht hätten, Selbstjustiz ohne Gericht wären, schlichtweg Mörder und wer sich mit solchen Verbrechern identifiziert ist nicht besser.
Ich denke mal. es hätte sich keiner freiwillig aufhängen lassen.Wenn man es versucht hätte, die Opfer auf der anderen Seite wären größer gewesen.Also dieser Gedanke ist bar jeglicher Realität.
Wenn es einen solchen Fall gegeben hätte, wäre eine neue Rechtslage entstanden.Ich glaube auch kaum, das es dann einen zweiten Versuch gegeben hätte.
Es gab eine friedliche Protestbewegung und damals wie heute,nutzen immer wieder gewaltbereite Extremisten die Situationen aus um Unruhe zu erzeugen.Heut in der angeblichen Demokratie noch schlimmer als vorher.Der Staat, der Menschen und Sachwerte schützen muß, schaut zu.
Eines war in dieser Zeit wichtig, einen klaren Kopf zu behalten und nicht den hysterischen Hetzkampagnen der Medien zu folgen.
Die haben versucht dem Mob auf der Straße zu Gewalthandlungen zu beeinflussen.
Das wäre für die BRD Politiker und Bürgerrechtler ein Freundefest gewesen,wenn auch nur ein Schuß gefallen wäre.
Seitens der BRD wurde ja noch bevor die DDR Medien Schabowskis Grenzöffnung bekanntgaben, sofort auf allen Sendern getrommelt die Grenze zu WB ist offen, um tausende dorthin zu locken, mit der vagen Hoffnung, vielleicht fallen dort Schüsse.( Dazu gab es mal eine Berichterstattung in den Medien)Kann aber auch spekulativ gewesen sein.
Ich wollte einen solchen Begriff eigendlich nicht verwenden,um niemanden zu nahe zu treten, aber ich sage es hier noch einmal, wie schon in einem anderen Beitrag.
Wörtlich von einem Gründermitglied des Neuen Forums" Von uns klugen Leuten habt ihr nichts zu befürchten, hütet Euch aber von dem Mob und dem Pöbel auf der Straße, da können wir für Eure Sicherheit nicht garantieren."So wie es heut in vielen Großstädten passiert, wo gewaltbereite Rechts -und Linksextremisten randalieren
Da wurde Haß bei Leuten erzeugt, die noch nie etwas mit dem MfS zu tun hatten.
Die Medien waren es und da nehme ich zuletzt die aus dem Osten nicht aus, die versucht haben eine Bürgerkriegsatmosphäre herbeizu führen.
Zum Glück für alle, blieb dieses Szenario aus.Ausgebadet hätten es wie immer, die kleinen Leute auf der Straße. Die großen Drahtzieher saßen sicher beschützt.
Ich kenne solche Phantastereien auch aus unserem Kreis, da schrieb unser Ortschronist, ca 10 Jahre nach der Wende eine Artikelserie
Wie verlief die Wende in unserer Stadt.
Er schilderte, die MA des MfS saßen voller Angst mit der Waffe im Anschlag im verdunkelten Gebäude und einige weinten sogar.
Ich habe ihn gefragt,ob er als Ortschronist nicht der Wahrheit verpflichtet wäre und wie er dazu kommt solche Lügen zu schreiben, da er ja nicht anwesend war.Seine Antwort, man hätte ihm das zugetragen und er ist nicht verpflichtet die Informationen auf Wahrheitsgehalt zu überprüfen.
Ich habe lange überlegt einen Gegenbericht zu schreiben,habe aber dann Abstand genommen, nachdem mir einige gesagt haben, diesen Quatsch glaubt kein Mensch.
Der Chronist arbeitete bis zur Wende in der PGH,war auch einer von denen, die angeblich nicht zur Oberschule und auch nicht studieren durften.
Nun hatte ich ja die Möglichkeit beides zu überprüfen.
1.Für die Oberschule reichten die Leistungen nicht und die Vorsitzende des Entscheidungsgremiums sagte mir, sie wären froh gewesen, wenn sie einen Jungen mehr hätten deligieren können,da überwiegend die Mädchen die erforderliche Leistung brachten.
2.Der PGH Vorsitzende( war mein Nachbar) sagte,der wollte gar nicht studieren,auch sie wären froh gewesen, wenn sie hätten einen deligieren können.Er war Fernsehmech. und hat nebenbei mehr Geld verdient, als wenn er als Ing. gearbeitet hätte.
Nur wer macht sich heut schon die Mühe,das zu überprüfen, was mancher so von sich gibt. Opferdasein ist In.








@Signalobermaat das Wort deligieren, welches du da nutzt, meinst du sicher im Sinne von abordnen, so ergibt es sich jedenfalls aus deinem Text. Das wird aber richtig wie folgt geschrieben: delegieren.
Das schreibt dir einer, den sie nach 8 Jahren Grundschule in der DDR auch nicht zur Oberschule delegierten. Bildung musste beim Klassenfeind nachgeholt werden.

P.S. normalerweise halte ich mich nicht an Rechtschreibfehlern auf, aber da wo es nötig ist......


.
All free men, wherever they may live, are citizens of Berlin, and, therefore, as a free man, I take pride in the words ‘Ich bin ein Berliner!’”
John F.Kennedy 1963 in Berlin
Geld ist geprägte Freiheit!
Dostojewski 1866
Zuerst ignorieren sie dich, dann lachen sie über dich, dann bekämpfen sie dich und dann gewinnst du.
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#383

RE: wieder einer von uns gegangen

in DDR Zeiten 30.12.2015 23:03
von Nostalgiker | 2.554 Beiträge

@Gertchen, allerunterste Schublade hast Du mit Deinem Beitrag abgeliefert.

ein wenig erfreuter
Nostalgiker


Aber auf einmal bricht ab der Gesang,
einer zeigt aus dem Fenster, da spazieren sie lang,
die neuen Menschen, der neue Mensch,
der sieht aus, wie er war
außen und unter`m Haar
wie er war ...

_______________
aus; "Nach der Schlacht" - Renft - 1974
Text: Kurt Demmler

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#384

RE: wieder einer von uns gegangen

in DDR Zeiten 31.12.2015 00:47
von turtle | 6.961 Beiträge

Nach DDR Verständnis bediente sich das MfS nach DDR Gesetzen formalrechtlich zulässiger Mittel. Es ist daher sehr schwierig Verfahren wegen Rechtsbeugung einzuleiten. Dennoch gab es Verfahren wegen Rechtsbeugung und Verurteilung gegen DDR Richter wegen begangener Rechtsbeugung. Bevor Unrecht gesprochen wurde, gab in den meisten Fällen Ermittlungen durch die Stasi. Dass diese Ergebnisse und Einschätzungen keinen Einfluss auf das Strafmaß hatte mag Signalobermaat so sehen, ich nicht! Für mich ist es Vorschub zu Unrecht. Im übrigen Signalobermaat ich hatte mit der Stasi zu tun (1964) und habe Erfahrung mit Ihnen gemacht. Mir wurde Tagelang Schlaf entzogen, damit ich bei den Vernehmungen für sie Brauchbares aussage! Der oder die Vernehmer waren mal allein oder zu zweit.
Wenn ich dachte Ruhe und endlich schlafen wurde ich wieder aus dem Verwahrraum gezerrt, und die Vernehmung begann von vorn. (Aus einem alten Beitrag von) mir Gedenkstätte Haftanstalt Hohenschönhausen (43)
Allerdings passen die letzten Beiträge nicht zum Thema ,wieder einer von und gegangen .


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zuletzt bearbeitet 31.12.2015 00:51 | nach oben springen

#385

RE: wieder einer von uns gegangen

in DDR Zeiten 31.12.2015 00:58
von vs1400 | 2.395 Beiträge

eure beiträge passen wohl nicht wirklich zum thema,
doch sie sind informativ.

gruß vs


04.11.1986 - 21.04.1987 Uffz. Ausbildung In Perleberg
21.04.1987 - 28.08.1989 Gruppenführer der 2. Gr./ 2.Zug/ 7. GK - Schierke/ GR 20/ GKM- N


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#386

RE: wieder einer von uns gegangen

in DDR Zeiten 31.12.2015 08:13
von Gert | 12.356 Beiträge

Zitat von Nostalgiker im Beitrag #383
@Gertchen, allerunterste Schublade hast Du mit Deinem Beitrag abgeliefert.

ein wenig erfreuter
Nostalgiker


richtig, Nosti, aber ich musste mich einfach mal auf das Niveau eines Foristen herablassen, der mit schöner Regelmäßigkeit mir solche Prosa aufs Auge drückt.


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#387

RE: wieder einer von uns gegangen

in DDR Zeiten 31.12.2015 10:43
von Signalobermaat | 358 Beiträge

Gert mir fällt dazu ein Vorkommnis aus einer Oberschule ein.
Die Lehrerin schrieb eine Frage an die Tafel, die zu beantworten war,da meldete sich ein Schüler und sagte, die Antwort kenne ich nicht, aber in dem Wort ist ein Fehler.
Die Lehrerin darauf sehr aufmerksam, aber da ich nach der Beantwortung der Frage gefragt habe und du dich dazu gemeldet hast und die Frage nicht beantworten konntest 5 setzen.
Hat sich tatsächlich so zugetragen.
Das war meine Antwort auf deine Rechtschreibaufmerksamkeit.
Im übrigen befasse ich mich mit Inhalten und nicht mit Schreibfehlern unserer User, aber wer keine niveauvollen Beiträge leisten kann, sucht sich eben ein Feld seines Intellektes.



Heckenhaus, vs1400, Klauspeter, Alfred, Krepp und DoreHolm haben sich für diesen Beitrag bedankt
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#388

RE: wieder einer von uns gegangen

in DDR Zeiten 31.12.2015 11:52
von turtle | 6.961 Beiträge

Zitat von vs1400 im Beitrag #385
eure beiträge passen wohl nicht wirklich zum thema,
doch sie sind informativ.

gruß vs




Das ist richtig direkt ,wie so oft entsteht eine Eigendynamik. Solange es dennoch dient sachlich aufzuklären ,ist es noch in Ordnung. So unterschiedliche Erfahrungen wir in oder mit der DDR gemacht haben, werden auch wir nicht in allen übereinstimmen. Dazu kommt noch unsere politische Einstellung. So lange Sachlichkeit ohne persönliche Beleidigung im Vordergrund steht ist das in Ordnung. Mit einem User wie Signalobermaat als Beispiel werde ich nie einer Meinung sein. Das muss ich auch nicht, dafür war unser Werdegang zu unterschiedlich.
Gegenseitige Akzeptanz und gleiche Augenhöhe genügen mir. Die politische Einstellung eines jeden ist mir nicht so wichtig, menschliche Werte ja.
Nur eben manchmal ,so ganz für mich murmele ich vor mich her ,wie kann der nur so starrsinnig sein. Kann er nicht wenigstens heute zugeben dies und das war Unrecht. (Zumindest aus heutiger Sicht betrachtet)


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#389

RE: wieder einer von uns gegangen

in DDR Zeiten 31.12.2015 12:13
von Gert | 12.356 Beiträge

Zitat von Signalobermaat im Beitrag #387
Gert mir fällt dazu ein Vorkommnis aus einer Oberschule ein.
Die Lehrerin schrieb eine Frage an die Tafel, die zu beantworten war,da meldete sich ein Schüler und sagte, die Antwort kenne ich nicht, aber in dem Wort ist ein Fehler.
Die Lehrerin darauf sehr aufmerksam, aber da ich nach der Beantwortung der Frage gefragt habe und du dich dazu gemeldet hast und die Frage nicht beantworten konntest 5 setzen.
Hat sich tatsächlich so zugetragen.
Das war meine Antwort auf deine Rechtschreibaufmerksamkeit.
Im übrigen befasse ich mich mit Inhalten und nicht mit Schreibfehlern unserer User, aber wer keine niveauvollen Beiträge leisten kann, sucht sich eben ein Feld seines Intellektes.


gehst du jetzt auf das Niveau der "klein Fritzchen Witze"? I


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#390

RE: wieder einer von uns gegangen

in DDR Zeiten 31.12.2015 12:18
von DoreHolm | 7.703 Beiträge

Zitat von turtle im Beitrag #388
Zitat von vs1400 im Beitrag #385
eure beiträge passen wohl nicht wirklich zum thema,
doch sie sind informativ.

gruß vs




Das ist richtig direkt ,wie so oft entsteht eine Eigendynamik. Solange es dennoch dient sachlich aufzuklären ,ist es noch in Ordnung. So unterschiedliche Erfahrungen wir in oder mit der DDR gemacht haben, werden auch wir nicht in allen übereinstimmen. Dazu kommt noch unsere politische Einstellung. So lange Sachlichkeit ohne persönliche Beleidigung im Vordergrund steht ist das in Ordnung. Mit einem User wie Signalobermaat als Beispiel werde ich nie einer Meinung sein. Das muss ich auch nicht, dafür war unser Werdegang zu unterschiedlich.
Gegenseitige Akzeptanz und gleiche Augenhöhe genügen mir. Die politische Einstellung eines jeden ist mir nicht so wichtig, menschliche Werte ja.
Nur eben manchmal ,so ganz für mich murmele ich vor mich her ,wie kann der nur so starrsinnig sein. Kann er nicht wenigstens heute zugeben dies und das war Unrecht. (Zumindest aus heutiger Sicht betrachtet)


Naja, turtle, das geht mir ebenso. Aber eben meist im umgekehrten Sinn und das bei meist immer den selben Usern (Du bist nicht dabei). Es gibt Ereignisse der Vergangenheit, von deren Richtigkeit eben auch heute, trotz (oder auch gerade wegen) umfassender neuer Erkenntnisse manche User überzeugt sind. Das ist dann eben eine Frage der politischen Grundeinstellung. Ich merke das z.B. immer dann, wenn Leute, deren Meinung vor der Wende ich kannte und deren heutige Meinung doch mitunter erheblich davon abweicht. Das erlebe ich auch mitunter hier im Forum, wenn dann so ganz nebenbei und umschrieben mal zugegeben wird, daß der Stabü-Lehrer, der BPO-Sekträr oder sonstwer in dem einen oder anderen Punkt, was das Wesen des Kapitalismus betrifft, doch nicht so Unrecht hatte. Mit diesen Erfahrungen sind wir den meisten Westdeutschen doch um einiges voraus.



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#391

RE: wieder einer von uns gegangen

in DDR Zeiten 31.12.2015 12:24
von exgakl | 7.237 Beiträge

Ich habe gerade mal schnell in den Nachrichten geschaut, ob wieder einer von uns gegangen ist... da hätte man ja wieder zum Thema kommen können


Man sollte niemanden mit Tatsachen verwirren, der sich seine Meinung schon gebildet hat....
LO-Wahnsinn hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#392

RE: wieder einer von uns gegangen

in DDR Zeiten 31.12.2015 12:35
von DoreHolm | 7.703 Beiträge

Zitat von exgakl im Beitrag #391
Ich habe gerade mal schnell in den Nachrichten geschaut, ob wieder einer von uns gegangen ist... da hätte man ja wieder zum Thema kommen können




Schau doch mal in die Tageszeitung. Da stehen jeden Tag ein halbes Duzend drin. Die kennt zwar außer weiteren wenigen Duzend Leuten kein anderer, aber deren Schicksal und deren Trauernde ist/sind i.d.R. nicht weniger betroffen als wenn es ein weltbekannter Prominenter war.



Altmark01 hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#393

RE: wieder einer von uns gegangen

in DDR Zeiten 31.12.2015 13:00
von turtle | 6.961 Beiträge

DJ Guru Josh auf Ibiza verstorben !

Mir war er nicht bekannt , doch sind wir beim Thema zurück.
Es ist aber richtig jeden Tag sterben Menschen ,schlimmer dabei auch durch Krieg und Gewalt. Ihrer zu Gedenken ist mir sogar mehr Wert ,wie ein Promi ,den ich nur dem Namen nach kenne. Die unschuldigen Opfer sollten uns mehr Nachdenken lassen.


Altmark01, Klauspeter, DoreHolm und LO-Wahnsinn haben sich für diesen Beitrag bedankt
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#394

RE: wieder einer von uns gegangen

in DDR Zeiten 31.12.2015 13:27
von Signalobermaat | 358 Beiträge

Zu Lutze, ob ich jemand vergessen habe, nein, ich habe doch anfangs nur einige von außerhalb geschrieben, der Rest waren doch selbstredend DDR Bürger.
Nun zu turtle.
Es gibt in keinem Staat ein klassenneutrales Recht. Recht ist immer ein Machtausdruck der jeweils herrschenden Klasse.Diese Klasse schafft sich ihr Recht.Ob in der DDR, der BRD,im Hitlerreich,Polen Rußland oder USA.
In der USA ,dem Hoheland der Demokratie gab es bis vor wenigen Jahren noch Rassentrennung.
Mich stört einfach nur, wenn immer nur aus westlicher Sicht von DDR Unrecht gesprochen wird.
Turtle, kein Mensch wird behaupten, daß es in der DDR nicht auch rein menschlich gesehen Unrecht gab.Das ist doch auch ein sehr subjektives Befinden.
Die Bemessung des Strafrahmens kann natürlich auch subjektiv sein, wenn es heißt, wird mit von ...bis.... bestraft.Aber objektiv ist, daß man sich an von - bis halten muß.
Das ungesetzliche Verlassen der DDR stand unter Strafe. Nun kann die halbe Welt darüber diskutieren,ob es Recht oder Unrecht ist.
Es gab das Gesetz und darüber hatte allein die DDR zu entscheiden.
Die DDR hat doch der USA auch nicht vorgeschrieben,warum weiße und schwarze nicht in einem Bus fahren dürfen und vieles mehr.
Und die so oft vom Westen proklamierte Menschenrechtskonvention (Völkerrecht ist allerdings immer nur empfehlendes Recht) sagt zwar,im Artikel 12 (2) jeder hat das Recht sein eigenes Land zu verlassen,und hier endete der Tenor westlicher Politiker.Der(3) sagt in Kurzfassung" Beschränkungen sind durch Gesetz möglich !"und dann kommen Aufzählungen, die jeder Staat für sich interpretieren kann.
Ich habe für mich rein subjektiv auch einiges in der DDR als Unrecht empfunden ohne es ändern zu können und empfinde es heut und hier auch.
Ich kann es jetzt eben so wenig ändern, kann mich nur ärgern oder auch nicht
Allen Menschen recht getan... oder recht haben und recht bekommen...., oder auf hoher See und vor Gericht...
Die Sprüche haben doch auch etwas Wahres.
Nun zu deinen Haftbedingungen lasse ich es mal so stehen,ich weiß nicht ob es so war.
Alle Vernehmungen von Inhaftierten wurden durch die Abt IX vorgenommen. Da hatte ich absolut keine Einsicht.Bekam nur die Ergebnisse auf den Tisch.
Aber mich interessiert es schon mal.Schade, bin im Dez.bei einer ISOR Versammlung mit einigen zusammen gekommen. Wenn es wieder einmal klappt frage ich mal wie das gehändelt wurde.Da müßte es doch auch Vorschriften geben, die das zulassen, verbieten oder offen lassen.
Bei Gefahr im Verzug, sowie frischer Inhaftierung, war es zulässig.

So machts gut bis zum nächsten Jahr.
Ich wünsche allen einen Guten Rutsch und ein Gesundes Neues Jahr
Sollte jemand noch Fehler finden, habe keine Lust noch mal Korrektur zu lesen, belassen wir die im alten Jahr.



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#395

RE: wieder einer von uns gegangen

in DDR Zeiten 31.12.2015 15:30
von passport | 2.639 Beiträge

Zitat von beobachter im Beitrag #378
Realsatire in Reinkultur ! Hut ab 😅



Die Wahrheit ist eben hier für einigen Usern schwer zu begreifen.

passport


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#396

RE: wieder einer von uns gegangen

in DDR Zeiten 31.12.2015 15:46
von turtle | 6.961 Beiträge

[quote=Signalobermaat|p512664]Turtle, kein Mensch wird behaupten, daß es in der DDR nicht auch rein menschlich gesehen Unrecht gab.Das ist doch auch ein sehr subjektives Befinden.
Die Bemessung des Strafrahmens kann natürlich auch subjektiv sein, wenn es heißt, wird mit von ...bis.... bestraft.Aber objektiv ist, daß man sich an von - bis halten muß.
Das ungesetzliche Verlassen der DDR stand unter Strafe. Nun kann die halbe Welt darüber diskutieren,ob es Recht oder Unrecht ist.
Es gab das Gesetz und darüber hatte allein die DDR zu entscheiden.
Nun zu deinen Haftbedingungen lasse ich es mal so stehen,ich weiß nicht ob es so war.
Alle Vernehmungen von Inhaftierten wurden durch die Abt IX vorgenommen. Da hatte ich absolut keine Einsicht.Bekam nur die Ergebnisse auf den Tisch.

Feliks hatte Einsicht ! Hier einiges aufklärendes von ihm. Übrigens mochte ich seine Beiträge ,sie waren sachlich.
Zehn Jahre Provokation für Ewiggestrige (4) Nr.38


Signalobermaat hat sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 31.12.2015 15:47 | nach oben springen

#397

RE: wieder einer von uns gegangen

in DDR Zeiten 31.12.2015 19:28
von Signalobermaat | 358 Beiträge

Danke dir turtle für diesen Hinweis. Habe mir alle Berichte dieses Themas angesehen.Hätte mir also vieles ersparen können.War aber trotzdem gut, weil ich somit auch die Phantasieinterpretationen von Gert nacherleben konnte.Wie ich nun feststellen konnte, haben schon viele unserer Mitglieder versucht ihn zu sachlichen Berichten zu animieren.Vergebene Liebesmühe, also lasse ich es in Zukunft auch sein.
Auch wenn wir beide in pol.ideol. Hinsicht nicht auf einen Nenner kommen,muß ja auch nicht sein,aber deine sachliche Darstellung zu den Themen ringt mir einfach Hochachtung ab.
So stelle ich mir Diskussionen auch mit Personen vor, die eine andere Einstellung, durch andere Lebenserfahrungen haben..



hanseatin, turtle, DoreHolm und LO-Wahnsinn haben sich für diesen Beitrag bedankt
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#398

RE: wieder einer von uns gegangen

in DDR Zeiten 31.12.2015 20:37
von Hackel39 | 3.123 Beiträge

Zitat von exgakl im Beitrag #391
Ich habe gerade mal schnell in den Nachrichten geschaut, ob wieder einer von uns gegangen ist... da hätte man ja wieder zum Thema kommen können




Einer meiner wenigen Bekannten von damals, die bei der großen historischen Abrechnung ("BILD Halle") als IM enttarnt wurden erzählte mir mal bei einer zufälligen Begnung sinngemäß, daß all diese Ereignisse des Wendeherbstes auch etwas erleichterndes an sich hatten und er trotz einer vollkommen veränderten beruflichen Perspektive vom staatlichen Leiter zum Materialdisponenten/ Einkäufer (genauer Begriff ist mir entfallen) die persönlichen Chancen höher eingeschätzt hat als die Risiken.
Zuletzt klagte er über die Zipperlein, die ihn nun im Alter heimsuchen, die Perspektiven der Kinder und ihre beruflichen Herausforderungen (die es als menschenunwürdig bezeichnete), die Zustände bei der Polizei und deren fehlender Rückhalt aus der Führungsetage, eben Alltagskram über den jeder redet.
Es ist anzunehmen, daß jemand der solange noch das Ergebnis der Einheit analysieren und beobachten konnte und jetzt erst das Zeitliche segnet kaum mehr schwermütig über diesen Lebensabschnitt nachdenken wird, so zumindest meine Beobachtung auch bezüglich anderer vergleichbarer Personen mit denen ich gelegentlich oberflächliche Gespräche führe.
Daß sich jemand in die Schmerzen der damaligen Niederlage so hereinsteigert, daß es ihm heute noch die Gesundheit gefährdet, kann ich aus meinem Bekanntenkreis kaum bestätigen, halte es aber nicht für unmöglich wenn man an manche Abgänger aus diesem Forum aber auch an die Aktivitäten des Verstorbenen denkt.
Hummitzsch war bis 2012 im Vorstand dieser Gesellschaft aktiv https://de.wikipedia.org/wiki/Gesellscha...erst%C3%BCtzung, die Gegner aus dem anderen Lager mit Freundschaftsverbänden der Waffen- SS (Innensenatör Körting) verglich.
Und im Gegensatz zu meinem Bekannten, der seit wenigen Jahren seine Rente genießt, hat der Genosse Generalleutnant solchen primitiven Gegnern wie dem Innensenator noch die Stirn geboten und sich den Fragen der ehemaligen und ewigen Gegner gestellt, davor zolle ich ihm den selben Respekt, den ich auch einem verdienstvollen SPD- Landrat oder einem privaten Stifter von sozialen Projekten mit CDU- Abzeichen entgegenbringen würde.



Pitti53 und Gert haben sich für diesen Beitrag bedankt
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#399

RE: wieder einer von uns gegangen

in DDR Zeiten 01.01.2016 10:33
von Hanum83 | 4.780 Beiträge

Vertippt.


"Deitsch on frei wolln mer sei, on do bleibn mer aah derbei"
(Anton Günther)
zuletzt bearbeitet 01.01.2016 10:44 | nach oben springen

#400

RE: wieder einer von uns gegangen

in DDR Zeiten 01.01.2016 11:13
von Gert | 12.356 Beiträge

Zitat von Hackel39 im Beitrag #398
Zitat von exgakl im Beitrag #391
Ich habe gerade mal schnell in den Nachrichten geschaut, ob wieder einer von uns gegangen ist... da hätte man ja wieder zum Thema kommen können




Einer meiner wenigen Bekannten von damals, die bei der großen historischen Abrechnung ("BILD Halle") als IM enttarnt wurden erzählte mir mal bei einer zufälligen Begnung sinngemäß, daß all diese Ereignisse des Wendeherbstes auch etwas erleichterndes an sich hatten und er trotz einer vollkommen veränderten beruflichen Perspektive vom staatlichen Leiter zum Materialdisponenten/ Einkäufer (genauer Begriff ist mir entfallen) die persönlichen Chancen höher eingeschätzt hat als die Risiken.
Zuletzt klagte er über die Zipperlein, die ihn nun im Alter heimsuchen, die Perspektiven der Kinder und ihre beruflichen Herausforderungen (die es als menschenunwürdig bezeichnete), die Zustände bei der Polizei und deren fehlender Rückhalt aus der Führungsetage, eben Alltagskram über den jeder redet.
Es ist anzunehmen, daß jemand der solange noch das Ergebnis der Einheit analysieren und beobachten konnte und jetzt erst das Zeitliche segnet kaum mehr schwermütig über diesen Lebensabschnitt nachdenken wird, so zumindest meine Beobachtung auch bezüglich anderer vergleichbarer Personen mit denen ich gelegentlich oberflächliche Gespräche führe.
Daß sich jemand in die Schmerzen der damaligen Niederlage so hereinsteigert, daß es ihm heute noch die Gesundheit gefährdet, kann ich aus meinem Bekanntenkreis kaum bestätigen, halte es aber nicht für unmöglich wenn man an manche Abgänger aus diesem Forum aber auch an die Aktivitäten des Verstorbenen denkt.
Hummitzsch war bis 2012 im Vorstand dieser Gesellschaft aktiv https://de.wikipedia.org/wiki/Gesellscha...erst%C3%BCtzung, die Gegner aus dem anderen Lager mit Freundschaftsverbänden der Waffen- SS (Innensenatör Körting) verglich.
Und im Gegensatz zu meinem Bekannten, der seit wenigen Jahren seine Rente genießt, hat der Genosse Generalleutnant solchen primitiven Gegnern wie dem Innensenator noch die Stirn geboten und sich den Fragen der ehemaligen und ewigen Gegner gestellt, davor zolle ich ihm den selben Respekt, den ich auch einem verdienstvollen SPD- Landrat oder einem privaten Stifter von sozialen Projekten mit CDU- Abzeichen entgegenbringen würde.






mir kommt dieser Verein auch so vor wie der Unterstützungsverein Odessa der ehemaligen SS. "Not" schweisst zusammen, unabhängig welcher Weltanschauung man angehörte. Tradition hat ebenfalls Tradition in Deutschland, so pflegt man diese. Das alles kann eine Demokratie nicht erschüttern. Lass sie ihre Wunden lecken, einige haben noch gar nicht bemerkt dass der Krieg schon zu Ende ist, wie man hier im Forum nachlesen kann. Frohes neues Jahr an alle Gert


.
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