#161

RE: Unteroffiziersschule "Egon Schultz" Perleberg

in Grenztruppen der DDR 16.02.2011 05:08
von S51 | 3.733 Beiträge

Hallo Mart,

Tschuldige, ich war zu der Zeit zwischen 11/82 und 04/83 in Glöwen als US, also eher ein noch kleineres Licht. Bin mir also gar nicht sicher. Meines Wissens waren wir die 14. und die 15. UAK. Ich kann mich aber täuschen, denn als einzige Erinnerungshilfe habe ich nur noch die allerletzte Kragenbinde von dort. Ich muss mal schauen, dauert aber ein bischen.
Ich war in der 14., R. in der 15. UAK, glaube ich. Wir waren nur ein paar Hanseln und hatten daher nicht selten gemeinsam Ausbildung vor allem auf dem Taktikacker und in der Exerzierausbildung sowie beim Sport. So war es auch diesmal.
Als wir bei ihm waren, hat er noch gelebt. Die Leuchtkugel ist, das war an den Schmauchspuren zu erkennen, knapp zwischen Helmrand und Grabenrand eingedrungen unterhalb der Nase. Das Gesicht ab Nase abwärts, Oberkiefer, Halsbereich teilweise und der Unterkiefer waren komplett zerstört und schwer verbrannt bis hinter den Ohren. Seine letzten Züge tat er während unseres verzweifelten Versuches, ihn auf dem Lkw in das Objekt zum Sani zu bringen. Zeitraum höchstens fünf Minuten. Uns kam es wie eine Ewigkeit vor.


GK Nord, GR 20, 7. GK
VPI B-Lbg. K III


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#162

RE: Unteroffiziersschule "Egon Schultz" Perleberg

in Grenztruppen der DDR 16.02.2011 09:18
von max (gelöscht)
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Hallo Max,
also mit der 13. und 14. UAK war es komisch: Mal gab es die, mal gab es die nicht. Wenn, dann aber immer in Glöwen. Wir haben die eigentlich nie gesehen. Da gab es mal einen Toten, so 1983: Fehlbedienung Leuchtsignal. War das zu Deiner Zeit noch Gespräch dort?


hallo

ja, der tote war noch zu meiner zeit im gespräch, da gabs dann die version wachvergehen, unachtsames entladen der waffe so in der richtung, von leuchtstern an die rübe nicht das ich wüsste, offizielle statements waren ja tabu, eine 14, in glöwen ist mir auch nicht bekannt, ich kann mich aber noch erinnen in der gefechtsausbildung ab in ein gemauertes schützenloch und mit dem t-55 sind sie dann drüber gefahren und dann gabs noch auf den ganz langsam fahrenden panzer springen


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#163

RE: Unteroffiziersschule "Egon Schultz" Perleberg

in Grenztruppen der DDR 16.02.2011 12:02
von spetznas_rossija | 28 Beiträge

Hallo Mart,

wenn du genau weißt, wann du in Perleberg sein wirst, dann sag mal bitte Bescheid. Ich hab zwar nicht in Perleberg gedient, sondern in der WSE Rampe bei Schwerin, aber ich bin am Wochenende in Perleberg zu Hause und habe eine der Hallen im KFZ-Park gemietet und dort meine UAZ452er, den 469er (noch nicht fertig) und meinen GAS66 geparkt. Wenn du also Lust hast, dann fahren wir beide mal mit dem "richtigen" Motorwagen ins Gelände und du kannst in Erinnerungen schwelgen und mir zeigen, was ihr wo im Wald "getrieben" habt. Mich würde es interessieren, weil ich kenne den Wald und die Überreste ja nur aus heutiger Zeit vom "spielen im Wald"

Für mich sind die Geschichten um den gesamten Standort Perleberg inkl. der umliegenden Aussenposten deswegen interessant, weil ich vieles vom Hörensagen kenne und gegenwärtig auf geschichtsträchtigem Boden wandele, sprich: Ich schraube in eine der Hallen, wo ihr früher Ausbildung hattet.

Freundliche Grüße

Rüdi



zuletzt bearbeitet 16.02.2011 12:55 | nach oben springen

#164

RE: Unteroffiziersschule "Egon Schultz" Perleberg

in Grenztruppen der DDR 22.02.2011 03:01
von Mart | 735 Beiträge

Wollen wir uns mal das Küchengebäude genauer ansehen?

Wir machen es wie damals - ich gebe mal den UvD.
Kommmieee raustreeeetn!
Das Abrückkommando habe ich leider vergessen - es ging gut trainiert nach unten. Dort gab es zwei Optionen: Entweder "Antreten vor dem Block" oder "Antreten auf dem Appellplatz". Dort hatte jede Kompanie einen Antreteort - damit die Kp sich nicht gegenseitig umrammelten. Das "Antreten auf dem Appellplatz" war die Option, wenn die Zeit knapp wurde: Dann wurde direktes Einrücken "in Reihe - Laufschritt" in den Speisesaal befohlen: Die Essenszeiten waren ziemlich heilig. Es konnte schon schweren Ärger geben, wenn Du mit Deiner Kp zu spät einrücktest: Neben dem Tresen stand der Küchenbulle - und notierte.

Ihr wollt sicher die andere Nummer -Start vor dem U-Block- hören. Klar.
Für die UvD war befohlen, den Weg zu und vom Küchengebäude zum Marschtraining mit Gesang zu nutzen. Marschtraining war sicher notwendig - also anfangs war das ja doch schon ein ziemlicher Hottenhaufen. Aber es war auch blöd für den UvD: Wenn die Truppe nicht mitspielte, warst Du der Gelackmeierte: Die Aufrührer hast Du aus der Masse nie bekommen. Und das war ja alles unter schwerer Beobachtung: linksrum mußtest Du am Stab und somit Tanner vorbei. Rechtsrum mußtest Du am Lehrgebäude und locker 10 OSL vorbei. Aber gern mit Gesang. Wobei das Repertoire etwas eingeschränkt war: Ein südländischer Himmel sowie ein grün-berocktes Mauerblümchen wurden besungen. Also in einer Zeit, in der AC/DC oder ersatzweise Michael Jackson angesagt waren.

So - einrücken.
Der Tischdienst war vor vorher da und hatte "eingedeckt". Die Hocker waren wie auf den Zimmern - mit so einer Halterung. Kompanie setzen!. Bruttoessenszeit war 20 min, netto 15 min. Früh drei Brötchen und drei geschnitten Wurst/Käse. Abends das Gleiche - mit Brot. Man ist da nicht verhungert - aber dass das nun prall war ... naja.
Mittags: Ich muss da mal eine Lanze für die Köche brechen. Also die haben sich schon sehr gemüht. Und am Wochenende kam da auch ordentliches auf den Tisch. Man erinnert sich da ja eher an die abstusen Dinge: Hirn. Lungenhaschee. Tote Oma. Grüne Bohnen mit stinkendem alten Schafbock ... erinnert ihr euch an die eine Zielzuweisung auf dem StÜP? "halblinks - Hammelhöfe - 800!" Schade, dass wir nie aufmunitioniert waren ... uns wäre viel erspart geblieben.
Fertig werden! Wenige Minuten später Kompanie auf! - Teller wegbringen und Besteck abwaschen. Das macht sich ganz perfekt mit kaltem Wasser.

Auf dem Rückweg dann nochmal das volle Marschprogra ... halt. Da war noch was. Nach dem Ausrücken war typischerweise eine Zigarettenpause. Es gab vor dem Eingang den Raucherplatz.
So - jetzt wieder marschieren - frisch gestärkt. Gern auch mit einem Abstecher in Richtung MHO. Also nicht zum einkaufen. Zwecks Verlängerung der Übungsstrecke. Elendige Kacke. Also für die Uschis ja sowieso. Aber auch für den UvD war das (wenn man nicht ausgerechnet Sadist war) auch nicht so der Traum. Denn es wäre ja ganz nett, wenn die Herren Genossen Uschis die Befehle des späteren Abends auch noch etwas befolgen wollen - das macht sich der UvD ganz fix mit solchen Marschnummern kaputt.
Aus der UvD-Sicht weiter: Wenn es richtig blöd kam, kam bei der Marschiererei Dir der General mit seinem Gefolge entgegen. Da hatteste nach vorn zu rennen (UvD führt hinten links) und mit Paradeschritt die Kp am General vorbeizuführen. - Zweite Version war: Kp halt. Achtung! Zur Meldung - die Augen ... - und dann Männlein vor Cheffe.

Auf dem Weg zum Kommunismus waren wir schon weit vorangeschritten. Praktisch alles gleich. Für alle.
Naja - fast jedenfalls. Bei den Speisesälen war alles noch etwas anders - vier hatten wir (oder gar fünf?).

Wir fangen mal oben an:
Generalspeiseraum
Da speiste der General mit seinem direkten Gefolge. Und wurde bedient. Ich bin mir nicht so ganz sicher: Aber für ihn wurde wohl extra gekocht.

Offiziersspeiseraum
Vierertische, Plastedecken, Plaseblümchen in Vase.
Fallweise konnten hier nachts versprengte Truppen essen: Standortdienst, Kuriere usw. - Also der eine oder andere hat diesen Speiseraum kennengelernt.

Uffz-Speiseraum
Da aßen die Ausbilder BU und UaZ. Den UaZ stand grundsätzlich das Soldatenessen zu - also was auf der anderen Theke auch ausgereicht wurde. Problem bei der Nummer war: Die vorbereiteten Teller mit Wurst standen direkt neben der Weißwäsche. Also das schmeckte alles nach Fit. Und war daher nicht genießbar.
Die BU hatten (morgens und abends) ein Buffet - vergleichbar einem Frühstücksbuffet in einem Hotel. Naja - nicht ganz so umfangreich wie heute natürlich. Aber schon deutlich besser als die drei Scheiben Wurst, die der Soldat bekam. Und mittags waren es nach meiner Erinnerung drei Wahlessen. Es gab dann zwei oder drei Registrierkassen - dort wurde bezahlt.
Das nutzten natürlich auch die UaZ: Es gab dort keine Kontrolle, ob man nun als BU das durfte und als UaZ nun nicht.
Die Herren GAKl müßten sich da eigentlich auch dran erinnern - sie speisten mit uns.

Soweit jetzt mal zum Kommunismus - auf dessen Weg wir ja waren. Also in der Küche in Perleberg nun mal auf alle Fälle. Iss klaa.

Dem Herrn UvD war etwas entfallen - was ich hiermit nachreiche:
Diese braune (später teilweise auch himmelblaue) Tasse und das Besteck waren "innen" zu tragen. Also bezogen auf die Kompanie. Wer links lief, mußte das rechts tragen. Und umgekehrt.
Erinnert sich noch jemand an das leicht gebrüllte Kommando "Besteck nach innen!"?


zuletzt bearbeitet 22.02.2011 03:07 | nach oben springen

#165

RE: Unteroffiziersschule "Egon Schultz" Perleberg

in Grenztruppen der DDR 22.02.2011 16:49
von Annakin | 526 Beiträge

Zitat von Freetime
na dann sag ich auch mal "Hallo" in diesem Forum und da auch bei mir mit Perleberg alles anfing... beginne ich hier .
Ich war von 5/88 bis 9/88 als Uschi in Pbrg. und dann noch mal von Oktober bis Ende Januar 89 auf BU Meisterlehrgang. Zu dieser Zeit lief schon alles irgendwie verkürzt ab. Sebst meine Facharbeiterausbildung zuvor, betrug nicht wie gewöhnlich 2 Jahre sondern ein viertel Jahr weniger. Warscheinlich ahnten damals doch schon einige was wenige Monate später in diesem Land passieren würde. Leider gibt es nur noch wenige Erinnerungen an Perleberg, denn wie Mart schon sagte, entweder erinnert man sich hauptsächlich an angenehme Dinge oder an die üblen Sachen. Da ich selber Musiker bin, sind mir die gesellschaftlichen Ereignisse im "Haus der GT" ganz gut im Gedächtnis geblieben, u.a. ein Auftritt von "Petra Zieger und Band" (wow, fand ich die mal scharf *grins*). Auch der lange Heimgang nach dem Discobesuch immer entlang dem Zaun an der Karl Liebknecht Straße, an welchem sich entweder die Kameraden entlang hangelten denen das Perleberger Bier nicht so gut bekommen war oder an dem sich ab und an mal, der ein odere noch schnell in gebührender Form von seinem One Night Stand verabschiedete . Negativ bleiben mir nur zwei Dinge in Erinnerung, der fast 100jährige OSL??? der uns am liebsten Samstags über den Exersziersplatz marschieren ließ, als ob der Kaiser persönlich seinen Besuch verkündet hätte und die Strafrunden auf dem Sportplatz, wenn man bei den 5000er ne Null Nummer geliefert hat. Passierte dann immer nach Dienstschluss, während die Kameraden schon in den wohlverdienten Ausgang durften. Aber ein Ereigniss toppte am Ende alles und so behielt ich Perleberg in guter Erinnerung. Am Ende meiner Ausbildung wurde ich entgegen aller Vorhersagen als waschechter Berliner doch nach Berlin an den Kanten versetzt und zu allem Glück sogar in meinem Heimatort Treptow.

Ich landete in der 3.Kompanie im GR33.





Hallo Freetime


Bin beim Stöbern im Forum auf Deinen Beitrag gestoßen. Als ehemaliger Perleberger ( von 05/83 - 10/83 lese ich natürlich auch von den nachfolgenden Lehrgängen die Beiträge. Wie Du schreibst bist Du nach Deiner Ausbildung ins GR - 33 nach Berlin - Treptow versetzt worden in die 3. Kompanie. Ich nehme an das es sich um die 3. Grenzkompanie handelt. Ich habe nämlich auch im GR - 33 gedient . War in der Pionierkompanie von Oktober 83 bis April 86. Wenn mich nicht alles täuscht war die Dritte im selben Gebäude untergebracht wie die Pios. Mich würde einfach mal interessieren wer Ende der achtziger Kompaniechef, Hauptfeldwebel und Zugführer dort war?. Wenn Du Dich erinnern kannst, las einfach mal was von Dir hören.

Gruß Annakin


_____________________________________________________________________________________________________________
Wenn Du einen Feind nicht besiegen kannst, mache ihn zum Verbündeten.
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#166

RE: Unteroffiziersschule "Egon Schultz" Perleberg

in Grenztruppen der DDR 22.02.2011 19:56
von Freetime (gelöscht)
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hallo Annakin,

leider kann ich mich nur noch an den Namen unseres Hfw. erinnern. Sein Spitzname war "Blümchen". Kompaniechef war nen Hauptmann irgendwas mit K. glaube ich. Bei den Zugführern verließen sie mich, waren aber alle recht frisch aus Suhl gekommen, Ich weiß nur von einem Leutnant der in der Nähe von Jena lebte und den ich nach 89 mal in seiner Heimat besucht habe. Aber es ist Alles so verdammt lang her :-).
Den Namen meines Kompaniechefs habe ich wohl absichtlich verdrängt, weil er es schaffte mich für drei Tage nach Berlin-Mitte in den Bau zu stecken. Übrigens die 3. Kompanie war zu meiner Zeit gleich im ersten Gebäude rechter Hand vom Haupteingang / 2. Etage.

Gruß Freetime


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#167

RE: Unteroffiziersschule "Egon Schultz" Perleberg

in Grenztruppen der DDR 22.02.2011 19:58
von Pitti53 | 8.789 Beiträge

Zitat von Freetime
hallo Annakin,

leider kann ich mich nur noch an den Namen unseres Hfw. erinnern. Sein Spitzname war "Blümchen". Kompaniechef war nen Hauptmann irgendwas mit K. glaube ich. Bei den Zugführern verließen sie mich, waren aber alle recht frisch aus Suhl gekommen, Ich weiß nur von einem Leutnant der in der Nähe von Jena lebte und den ich nach 89 mal in seiner Heimat besucht habe. Aber es ist Alles so verdammt lang her :-).
Den Namen meines Kompaniechefs habe ich wohl absichtlich verdrängt, weil er es schaffte mich für drei Tage nach Berlin-Mitte in den Bau zu stecken. Übrigens die 3. Kompanie war zu meiner Zeit gleich im ersten Gebäude rechter Hand vom Haupteingang / 2. Etage.

Gruß Freetime




schon mal vorsorglich der Hinweis,bitte keine Klarnamen,könnt ihr per pm austauschen


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#168

RE: Unteroffiziersschule "Egon Schultz" Perleberg

in Grenztruppen der DDR 22.02.2011 20:23
von SIK60 | 45 Beiträge

Hallo ,
nun durch das ganze gewusele habe ich ein eFrage an Mart warest du Ausbilder in dieser Einrichtung oder nur Gast wie wir alle


Männer sind Krieger
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#169

RE: Unteroffiziersschule "Egon Schultz" Perleberg

in Grenztruppen der DDR 22.02.2011 20:40
von Mart | 735 Beiträge

Die ersten 5,5 Monate war ich Gast. Dann war ich 2,5 Jahre GF/Ausbilder.
Steht weiter vorn im Thread.


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#170

RE: Unteroffiziersschule "Egon Schultz" Perleberg

in Grenztruppen der DDR 22.02.2011 20:42
von Annakin | 526 Beiträge

[quote="Freetime"]hallo Annakin,

leider kann ich mich nur noch an den Namen unseres Hfw. erinnern. Sein Spitzname war "Blümchen". Kompaniechef war nen Hauptmann irgendwas mit K. glaube ich. Bei den Zugführern verließen sie mich, waren aber alle recht frisch aus Suhl gekommen, Ich weiß nur von einem Leutnant der in der Nähe von Jena lebte und den ich nach 89 mal in seiner Heimat besucht habe. Aber es ist Alles so verdammt lang her :-).
Den Namen meines Kompaniechefs habe ich wohl absichtlich verdrängt, weil er es schaffte mich für drei Tage nach Berlin-Mitte in den Bau zu stecken. Übrigens die 3. Kompanie war zu meiner Zeit gleich im ersten Gebäude rechter Hand vom Haupteingang / 2. Etage.

Gruß Freetime


Macht nichts, daran merkt man immer wieviel Jahre schon verstrichen sind. Trotzdem vielen Dank für Deine Bemühungen.


Gruß Annakin


_____________________________________________________________________________________________________________
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#171

RE: Unteroffiziersschule "Egon Schultz" Perleberg

in Grenztruppen der DDR 22.02.2011 20:52
von SIK60 | 45 Beiträge

Hallo Mart
habe gelesen is ok

gruß Sik
Stfw auf Planstelle Hptm


Männer sind Krieger
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#172

RE: Unteroffiziersschule "Egon Schultz" Perleberg

in Grenztruppen der DDR 23.02.2011 01:10
von Mart | 735 Beiträge

Zitat von Administration
schon mal vorsorglich der Hinweis,bitte keine Klarnamen,könnt ihr per pm austauschen


Ich halte es so, dass ich Nachnamen grundsätzlich auf die ersten beiden Buchstaben einkürze. Und den Rest des Namens mit xxxx ergänze. Das ist notwendig, ohne jede Frage. - Wer Näheres wissen will, der kann mich per PN fragen.

Ich bitte die Administration gleichzeitig aber darum, Augenmaß walten zu lassen: Personen der relativen Zeitgeschichte dürfen mit Namen genannt werden. - Wir machen uns völlig lächerlich, wenn wir Generalmajor Rothe, Generalmajor Tanner oder Oberst Stöcker beispielsweise einkürzen. Das ist nicht hilfreich - das wäre lächerlich:

Ich stelle mir gerade vor, wie ich die Amtseinführung des GM Tanner beschreibe:
Ich war bei der Amtsübergabe dabei. Es ging darum, dass GM Roxxx sein Amt dem GM Taxxxx zu übergeben hatte. Dem ging eine Inspektion voraus, diese dauerte eine Woche. Zur Amtsübergabe wurde Baxxxxxxx (damals noch GL) mit Mi-8 eingeflogen, Landung war auf Ex-Platz
.

Nein. Geht so nicht.

Grenzwertig sind aus meiner Sicht OSL Grxxxx und OSL Ruxxxxx: rud2 de gren k
Beide Namen würde ich persönlich einkürzen wollen, obwohl sie sicher auch Personen der relativen Zeitgeschichte sind.
Also man die Namen dieser Offiziere nennen dürfte.


zuletzt bearbeitet 23.02.2011 01:21 | nach oben springen

#173

RE: Unteroffiziersschule "Egon Schultz" Perleberg

in Grenztruppen der DDR 23.02.2011 05:08
von Stabsfähnrich | 2.046 Beiträge

Zitat von Mart

Zitat von Administration
schon mal vorsorglich der Hinweis,bitte keine Klarnamen,könnt ihr per pm austauschen


Ich halte es so, dass ich Nachnamen grundsätzlich auf die ersten beiden Buchstaben einkürze. Und den Rest des Namens mit xxxx ergänze. Das ist notwendig, ohne jede Frage. - Wer Näheres wissen will, der kann mich per PN fragen.

Ich bitte die Administration gleichzeitig aber darum, Augenmaß walten zu lassen: Personen der relativen Zeitgeschichte dürfen mit Namen genannt werden. - Wir machen uns völlig lächerlich, wenn wir Generalmajor Rothe, Generalmajor Tanner oder Oberst Stöcker beispielsweise einkürzen. Das ist nicht hilfreich - das wäre lächerlich:
Ich stelle mir gerade vor, wie ich die Amtseinführung des GM Tanner beschreibe:
Ich war bei der Amtsübergabe dabei. Es ging darum, dass GM Roxxx sein Amt dem GM Taxxxx zu übergeben hatte. Dem ging eine Inspektion voraus, diese dauerte eine Woche. Zur Amtsübergabe wurde Baxxxxxxx (damals noch GL) mit Mi-8 eingeflogen, Landung war auf Ex-Platz
.

Nein. Geht so nicht.

Grenzwertig sind aus meiner Sicht OSL Grxxxx und OSL Ruxxxxx: rud2 de gren k
Beide Namen würde ich persönlich einkürzen wollen, obwohl sie sicher auch Personen der relativen Zeitgeschichte sind.
Also man die Namen dieser Offiziere nennen dürfte.







@Stabsfähnrich: Danke für den Hinweis. Bisher waren jedoch Personen der Zeitgeschichte, welche im Forum genannt wurden, von der Regelung des nichtverwenden von Klarnamen nicht betroffen. Die Regelung betrifft nur natürliche Personen und dies zum Schutz ihrer persönlichen Rechte.
Und jetzt bitte wieder zurück zum Thema: ".......US "Egon Schultz""". Danke


Mit freundlichen Grüßen - Chris
www.polizeilada.de
www.grenzradio911.info
zuletzt bearbeitet 23.02.2011 07:05 | nach oben springen

#174

RE: Unteroffiziersschule "Egon Schultz" Perleberg

in Grenztruppen der DDR 23.02.2011 09:39
von Nordpol | 71 Beiträge

Morjen,

Zitat von Mart

Ich grüble, was das "Alt Perleberg" war. War das jetzt die Bruchbude am Bahnhof? Oder die Spelunke an der Stepenitz?
Zu letzterer: Das war so eine Art Arbeiterkneipe mit Tresen.



schau mal hier

Das "Alt Perleberg" hieß ganz früher mal "Hamburger Hof". Die Gaststätte existiert seit gut 20 Jahren nicht mehr. Das Gebäude sieht von außen ziemlich übel aus, die rechte Hälfte (früher Bar) scheint aber irgendwie bewohnt zu sein...

Zitat von Annakin

Wo wir noch oft waren, das hieß "Sankt Hubertus". Meistens Sonntag nachmittag zum Kaffee trinken, man konnte dort auch baden, wenn ich mich recht entsinne.



Also hier muss ich jetzt grübeln wo das sein soll. Das "Hubertus" war eigentlich die Gaststätte am Tierpark, heute ist es das Hotel "kleine Residenz" aber dort baden? Du meinst evtl. die Gaststätte "Neue Mühle", dort konnte man früher (und kann auch noch wenn man möchte) baden. klickmich:-)



zuletzt bearbeitet 23.02.2011 09:52 | nach oben springen

#175

RE: Unteroffiziersschule "Egon Schultz" Perleberg

in Grenztruppen der DDR 23.02.2011 11:22
von Annakin | 526 Beiträge

Zitat von Nordpol
Morjen,

Zitat von Mart

Ich grüble, was das "Alt Perleberg" war. War das jetzt die Bruchbude am Bahnhof? Oder die Spelunke an der Stepenitz?
Zu letzterer: Das war so eine Art Arbeiterkneipe mit Tresen.



schau mal hier

Das "Alt Perleberg" hieß ganz früher mal "Hamburger Hof". Die Gaststätte existiert seit gut 20 Jahren nicht mehr. Das Gebäude sieht von außen ziemlich übel aus, die rechte Hälfte (früher Bar) scheint aber irgendwie bewohnt zu sein...

Zitat von Annakin

Wo wir noch oft waren, das hieß "Sankt Hubertus". Meistens Sonntag nachmittag zum Kaffee trinken, man konnte dort auch baden, wenn ich mich recht entsinne.



Also hier muss ich jetzt grübeln wo das sein soll. Das "Hubertus" war eigentlich die Gaststätte am Tierpark, heute ist es das Hotel "kleine Residenz" aber dort baden? Du meinst evtl. die Gaststätte "Neue Mühle", dort konnte man früher (und kann auch noch wenn man möchte) baden. klickmich:-)









Hallo Nordpol

Hast natürlich recht, Neue Mühle jetzt erinnere ich mich wieder. 28 Jahre ist eben doch ne ganz schön lange zeit

Gruß Annakin


_____________________________________________________________________________________________________________
Wenn Du einen Feind nicht besiegen kannst, mache ihn zum Verbündeten.
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#176

RE: Unteroffiziersschule "Egon Schultz" Perleberg

in Grenztruppen der DDR 23.02.2011 13:29
von Nordpol | 71 Beiträge

@Annakin:

alles klärchen... :-)

Zitat von mart

Uffz-Speiseraum
Da aßen die Ausbilder BU und UaZ. Den UaZ stand grundsätzlich das Soldatenessen zu - also was auf der anderen Theke auch ausgereicht wurde.



War zu meiner Zeit schon nicht mehr so. Der einzige Unterschied zwischen BU und UaZ war der, dass die UaZ Essenmarken hatten und damit halt das Frühstück usw. bezahlten. Nur was über dem jeweiligen Verpflegungssatz war weil man z. B. morgens 5 Brötchen und 2 Portionen Rührei oder so haben wollte, mußte aus der eigenen Tasche bezahlt werden.



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#177

RE: Unteroffiziersschule "Egon Schultz" Perleberg

in Grenztruppen der DDR 23.02.2011 13:44
von Büdinger | 1.504 Beiträge

Hallo Nordpol ,

Zitat von Nordpol
... War zu meiner Zeit schon nicht mehr so. Der einzige Unterschied zwischen BU und UaZ
war der, dass die UaZ Essenmarken hatten und damit halt das Frühstück usw. bezahlten. Nur was über dem
jeweiligen Verpflegungssatz war weil man z. B. morgens 5 Brötchen und 2 Portionen Rührei oder so haben wollte,
mußte aus der eigenen Tasche bezahlt werden.



War an der OHS in Plauen 1978 auch so. Die Früh- und Abendversorgung erfolgte über Buffet. Am Ende
des Buffet war eine Kasse. Der Wert der Verpflegung über dem Betrag der Essenmarke wurde bar bezahlt.

Gruß

Ricardo


.

Ich finde Menschen faszinierend, die meinen mich zu kennen.
Manchmal drängt es mich sie zu fragen, ob sie mir ein bisschen was über mich erzählen können ...

Ich übernehme die Verantwortung für alles, was ich sage, aber niemals für das, was andere verstehen!

.
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#178

RE: Unteroffiziersschule "Egon Schultz" Perleberg

in Grenztruppen der DDR 28.02.2011 00:21
von Mart | 735 Beiträge

Zitat von Nordpol

Zitat von mart

Uffz-Speiseraum
Da aßen die Ausbilder BU und UaZ. Den UaZ stand grundsätzlich das Soldatenessen zu - also was auf der anderen Theke auch ausgereicht wurde.



War zu meiner Zeit schon nicht mehr so. Der einzige Unterschied zwischen BU und UaZ war der, dass die UaZ Essenmarken hatten und damit halt das Frühstück usw. bezahlten. Nur was über dem jeweiligen Verpflegungssatz war weil man z. B. morgens 5 Brötchen und 2 Portionen Rührei oder so haben wollte, mußte aus der eigenen Tasche bezahlt werden.



Wir reden vielleicht aneinander vorbei.
Was Du beschreibst - exakt so war das. Also in der gelebten Praxis.

Die hohe UaZ-Theorie ist da vielleicht sanft entschlafen - oder Du hast sie schlicht nicht wahrgenommen:
Gedanklich - Du gehst rein. Dann musstest Du 90° nach rechts - um an den Anfang des Buffets zu kommen - richtig? Noch vor dem Eingang zum Buffet - rechterhand standen einige Teller mit dem, was die Soldaten bekamen. Einen Teller hättest Du Dir greifen können - Essensmarke abgeben - und Du hattest das, was Dir zustand.

Im Grunde stand uns UaZ tatsächlich nicht mehr zu. Ganz offensichtlich hatte aber die Führung der U-Schule einen unausgesprochenen Deal gemacht: Lasst die mal das BU-Essen mitnehmen. In der Kasse fällt das nicht auf - die ist immer korrekt.

Die hauptamtlichen Küchenbullen waren bis 1982 ein dicker StFw (Name vergessen) und dann Ufw(BU) Anxxx.
Für letzteren war das als Strafposten gedacht: Dessen Mutter wollte einen Westdeutschen heiraten - was der V2000 wohl etwas missfiel. Der Ufw Anxxx nutzte die Chance seines Lebens - und kohlte ab. In vertraulichem Gespräch hatte er mir damals erzählt, wie es bei der V2000 bei Hptm Maxxx so zuging dann: Da war schon Druck im Spiel. Seine Degradierung war nicht etwa der Dienstgrad. Wenn ich recht erinnere, ging er als Ufw. Die "Degradierung" war, dass Anxxx der Küchenbulle wurde. Er war meine Einstellung - aber ein halbes Jahr früher als ich zu Hause.

Olaf, wenn (es ist unwahrscheinlich) Du diesen Beitrag je lesen solltest: Gut gemacht! Ich grüße Dich. Grüße Du mir die Burg an der Saale. Unsere Burg -hast Du aber sicher vergessen- also warum es auch meine ist.


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#179

RE: Unteroffiziersschule "Egon Schultz" Perleberg

in Grenztruppen der DDR 28.02.2011 00:35
von Mart | 735 Beiträge

Zitat von Nordpol

Das "Alt Perleberg" hieß ganz früher mal "Hamburger Hof". Die Gaststätte existiert seit gut 20 Jahren nicht mehr. Das Gebäude sieht von außen ziemlich übel aus, die rechte Hälfte (früher Bar) scheint aber irgendwie bewohnt zu sein...


Was heißt hier "ganz früher"?
Wenn mich nicht alles täuscht, hieß das noch anfangs der 1980er Jahre "Hamburger Hof" oder "Hotel Hamburg" - und hatte zudem einige Zimmer: Meine Eltern haben zu meiner Vereidigung dort übernachtet. Oder verwechsele ich da nun alles?

Der "Hamburger Hof" hieß unter Soldaten zu meiner Zeit nur "Zum dreckigen Löffel". Und gab gastronomisch auch nichts her. - Ich erwähnte wohl schon das "Stadt Magdeburg" - das war der Geheimtipp damals. Also für Leute, die gut essen wollten.

Dein "ziemlich übel": Auf den ersten Blick sehen Teile der Altstadt (Markt und dahinter) dramatisch aus. Das ist um so tragischer als (was wir Jungspunde damals nicht sehen konnten und wollten) dass das eine völlig intakte mittelalterliche Altstadt ist. Das hat ja nun nicht jeder.


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#180

RE: Unteroffiziersschule "Egon Schultz" Perleberg

in Grenztruppen der DDR 28.02.2011 13:21
von Nordpol | 71 Beiträge

Mahlzeit,

Zitat von Mart
"Hamburger Hof" oder "Hotel Hamburg" [...] Oder verwechsele ich da nun alles?



Ich fürchte ja. Der Hamburger Hof bzw. (auch schon in den 80ern) "Alt Perleberg" war ne stinknormale Kneipe. Was du meinst, ist sicherlich das Hotel "Stadt Berlin", mit dem Beinamen "zum dreckigen Löffel" - hab grade eben nochmal beim Mittagessen meine Gemahlin befragt (sie ist ne echte Perlebergerin:-) ). Dieses befand sich in der Berliner Straße, wenn Du die Bäckerstr. hochgegangen bist, am Hotel "Brinker" (heute wieder "Deutscher Kaiser") dann gleich nach der Kreuzung auf der rechten Seite. Ein Stück weiter auf der linken Seite kam dann das VPKA bzw. Rat des Kreises. Das Hotel selbst gib es nicht mehr, Anfang der 90er abgerissen. An dieser Stelle wurde ein neues Gebäude hingesetzt, welches heute Krankenkassen, Wohnungen und die Lokalredaktion des RBB beheimatet.

Weil wir grade bei den Perleberger Hotels sind: mitten in der Stadt auf dem großen Markt gabs dann noch das Hotel "Am Rathaus", auch seit 1990 geschlossen...


Zitat von Mart
Die hohe UaZ-Theorie ist da vielleicht sanft entschlafen - oder Du hast sie schlicht nicht wahrgenommen:



Das kann beides gut möglich sein. Als ich den Uffz.-Speisesaal in Begleitung der beiden SAS/Chiffrier-Uffze das erste mal als frischgebackener Uffz. betrat haben die beiden mir erklärt wies lang geht und daran habe ich ich mich gehalten...



zuletzt bearbeitet 28.02.2011 13:26 | nach oben springen



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