#141

RE: Unteroffiziersschule "Egon Schultz" Perleberg

in Grenztruppen der DDR 14.02.2011 01:17
von Freetime (gelöscht)
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na dann sag ich auch mal "Hallo" in diesem Forum und da auch bei mir mit Perleberg alles anfing... beginne ich hier .
Ich war von 5/88 bis 9/88 als Uschi in Pbrg. und dann noch mal von Oktober bis Ende Januar 89 auf BU Meisterlehrgang. Zu dieser Zeit lief schon alles irgendwie verkürzt ab. Sebst meine Facharbeiterausbildung zuvor, betrug nicht wie gewöhnlich 2 Jahre sondern ein viertel Jahr weniger. Warscheinlich ahnten damals doch schon einige was wenige Monate später in diesem Land passieren würde. Leider gibt es nur noch wenige Erinnerungen an Perleberg, denn wie Mart schon sagte, entweder erinnert man sich hauptsächlich an angenehme Dinge oder an die üblen Sachen. Da ich selber Musiker bin, sind mir die gesellschaftlichen Ereignisse im "Haus der GT" ganz gut im Gedächtnis geblieben, u.a. ein Auftritt von "Petra Zieger und Band" (wow, fand ich die mal scharf *grins*). Auch der lange Heimgang nach dem Discobesuch immer entlang dem Zaun an der Karl Liebknecht Straße, an welchem sich entweder die Kameraden entlang hangelten denen das Perleberger Bier nicht so gut bekommen war oder an dem sich ab und an mal, der ein odere noch schnell in gebührender Form von seinem One Night Stand verabschiedete . Negativ bleiben mir nur zwei Dinge in Erinnerung, der fast 100jährige OSL??? der uns am liebsten Samstags über den Exersziersplatz marschieren ließ, als ob der Kaiser persönlich seinen Besuch verkündet hätte und die Strafrunden auf dem Sportplatz, wenn man bei den 5000er ne Null Nummer geliefert hat. Passierte dann immer nach Dienstschluss, während die Kameraden schon in den wohlverdienten Ausgang durften. Aber ein Ereigniss toppte am Ende alles und so behielt ich Perleberg in guter Erinnerung. Am Ende meiner Ausbildung wurde ich entgegen aller Vorhersagen als waschechter Berliner doch nach Berlin an den Kanten versetzt und zu allem Glück sogar in meinem Heimatort Treptow.

Ich landete in der 3.Kompanie im GR33.


zuletzt bearbeitet 14.02.2011 01:19 | nach oben springen

#142

RE: Unteroffiziersschule "Egon Schultz" Perleberg

in Grenztruppen der DDR 14.02.2011 04:25
von Mart | 735 Beiträge

Zitat von Freetime
"Haus der GT" ... Auch der lange Heimgang nach dem Discobesuch immer entlang dem Zaun an der Karl Liebknecht Straße ...


Wo ist für Dich das "Haus der GT"? Vor allem, wenn man da so lange laufen musste?

Das gibt mir aber die Chance, etwas über das Clubhaus zu sagen.
(Zeitschiene: Erste Hälfte 1980er Jahre)

Das Clubhaus lag zwischen dem Gebäude mit den Speisesälen und dem KDL-1.
Es hatte die Besonderheit, dass es zwei Zugänge gab: Der eine Zugang war von der Marschstraße zwischen Speisesälen und Stab, nahe am Küchengebäude. Der war zur Dienstzeit immer offen. Der andere Zugang war von außen, vor der KFZ-Schleuse: Der war nur offen, wenn Jugendweihe oder etwas für die Perleberger angesagt war. Dann war aber der innere Zugang geschlossen.

Es gab dort den großen Saal, die Gaststätte und den Buchladen - aber sicher noch mehr. Das "mehr" habe ich vergessen; kann also nicht so sehr wichtig gewesen sein. Fangen wir mal mit dem Buchladen an: Der war recht beliebtes Ziel nach dem Mittag - also wer sich abseilen konnte oder einen Dienstgrad oberhalb Uschi hatte. Einerseits gab es dort regalweise diese endlose Reihe der Heldenverehrungsliteratur. Sie lag da wie Blei rum. Bei den aktuellen Büchern war das wie eine stinknormale Volksbuchhandlung, also da war keine Bevorzugung - mit einer Ausnahme: Da gab es recht viel aus dem (westlichen) Diogenes-Verlag. Ich möchte denken, dass der in der DDR drucken lies - und wir da die (interessanten) Überbestände sahen. Es gab dort auch Schallplatten. Das war auch nicht so der Reißer: Was einen damals so interessierte, gar Lizenzplatten .. war nich. Naja, ab und an doch: Michael Jackson, Bad. Wenn ich recht erinnere.

Im großen Saal war nicht so sehr viel Angebot. Da sah ich befehlsgemäß irgendwelche Belehrungsfilme über den Atomschlag. Und irgendeinen alternden Kundschafter, der offensichtlich seine Vorträge vor der NVA abspulen mußte. Felfe oder so die Preislage. - Musikalisch ist mir da wenig in Erinnerung geblieben: Barabara Thalheim möchte sein, sie kitzelte fröhlich gegen die vormundschaftliche DDR. Wenn ich es heute so überblicke, war sie da nicht mehr IM des MfS. Und durfte in einer Kaserne spielen. Aha.

Mir ist da auch eine Tanzveranstaltung in Erinnerung: Da wurden LehrlingInnen des VEB Veritas Wittenberge rangekarrt. Da saßen dann zwei Mädels und zwei "unsere" an diesen quadratischen Tischen. Abendessen mit Tanzveranstaltung. Das war nicht so der Bringer: Die Mädels wollten nicht - und wir durften nicht: Wo auch. - Der Mit-Typ von meinem Tisch trollte sich schnell: Du, ich gehe. Meine Rechnung habe ich bezahlt. - Der nächste Tag war eher unschön: Erst Audienz beim KC, dann bei irgendwelchen Leuten im Stab: ich habe die Rechnung geprellt. Häh? Es stellte sich dann heraus, dass der andere Kollege gegangen war ohne seine Rechnung zu zahlen. Was am nächsten Tag mir als Zechpreller angekreidet wurde. Soweit mal zur Überwachung.
Herr Bottner, Du schuldest mir da noch was.

Der eigentliche Geheimtipp war die Gaststätte im Clubhaus.
Die hatten (also zu meiner Zeit) einen genialen Koch.
Was die Uschis in Mehrheit nie begriffen: Es gab die Club-Ausgangskarten, unbeliebt, weil ja kein Ausgang: Was will man denn in dem Club? Tja, verpasst: Der Trick bestand darin, dass die Clubausgangskarte nicht zur Stärke zählte! Man konnte also Sonnabend abend oder Sonntag mittag ausnehmend fein speisen und einen Schoppen Wein trinken.
Besäufnis war da nicht, klar: Direkt nebenan war der OvD und KdL-1.

Wenn Bedarf besteht, kann ich auch mal einen Artikel zu den Speisesälen oder zum KdL-2 oder zur MHO schreiben.


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#143

RE: Unteroffiziersschule "Egon Schultz" Perleberg

in Grenztruppen der DDR 14.02.2011 05:09
von Mart | 735 Beiträge

Zitat von Annakin
Was die Gastronomie betrifft kann ich mich noch erinnern das wir im Ausgang oft im Alt Perleberg waren.

Auch die Fußmärsche zum STÜP sind mir noch in bester Erinnerung, ebenso die wachen auf diesen, besonders nachts an der Lehrgrenze.
Gruß Annakin


Ich grüble, was das "Alt Perleberg" war. War das jetzt die Bruchbude am Bahnhof? Oder die Spelunke an der Stepenitz?
Zu letzterer: Das war so eine Art Arbeiterkneipe mit Tresen. Vor der wurde in Ausgangsbelehrungen gewarnt (anfangs der 1980er Jahre) - verboten war das aber nicht direkt.
Ab und an hatte ich Standortdienst: Wer sich nicht mehr erinnern kann: Die Truppe mit dem weißen Koppelzeug. Stichwort "Kettenhunde". Diese Kneipe an der Stepenitz war insoweit lustig: Ich komme da mit meinen beiden Posten rein (und hoffe, dass wir nach kurzem Blick da sauber wieder rauskommen) - wen sehe ich denn da am Tresen? Da sitzt doch der Hptm Maxxx (V-Nuller der Fachrichtung Nachrichten) und tut so, als ob er ganz Arbeiterkumpel sei.

Du erwähntest auch das - ich antworte:
Die Außenwache StÜP war völlig abstrus.
Wachhabender und drei Hanseln taten so, als ob sie irgendwas bewachen würden. Tagsüber taten sie so, als ob sie einen imaginären Schlagbaum zum StÜP bewachen würden. Das Wachlokal war ein einziges Drecksding, versifft ohne Ende. Wenn mir recht ist, mit einem Kanonenofen, der aus den Franzosenkriegen übrig blieb.

Nachts gab es den Postenweg an der Lehrgefechtsgrenze. Das war ein Einzelposten, der den ablaufen sollte. Wer sich das ausdachte, dem gehört noch heute die Rente gestrichen: Das war völliger Schwachsinn. Was sollte der Posten denn da bewegen?
Na gut, der Mirko Paxxx (ich hörte, er lebt nicht mehr) aus meiner Einstellung hat da mal den Revierförster verhaftet.
Wer einigermaßen helle war, entdeckte die erste Betondeckung (die war direkt am Anfang der "Grenze") und verteidigte von dort aus Volk und Vaterland.

Das war alles völlig lächerlich: Am Wochenende gingen die sowjetischen Offiziere mit ihren Gattinnen über "unseren" TÜP spazieren - die Dame schob den Kinderwagen über die Wege. Und der mit dieser Wache Bestrafte tat so, als ob da niemand sei.


zuletzt bearbeitet 14.02.2011 05:16 | nach oben springen

#144

RE: Unteroffiziersschule "Egon Schultz" Perleberg

in Grenztruppen der DDR 14.02.2011 22:25
von Annakin | 526 Beiträge

Hallo Mart

Das " Alt Perleberg" war vom Niveau her gesehen recht ansprechend. War kein piekfeiner Schuppen aber man konnte dort recht gut essen. Wo es sich genau befand weiß ich heute nicht mehr. Auf keinen Fall am Bahnhof, sondern in der Stadt. Wo wir noch oft waren, das hieß "Sankt Hubertus". Meistens Sonntag nachmittag zum Kaffee trinken, man konnte dort auch baden, wenn ich mich recht entsinne. Zur Wache auf dem Stüp , wer sollte sich da schon hin verirren, außer die Russen zum Spazieren gehen. Einer unserer Ausbilder hat uns mal erzählt, das die wohl in einem der Lehrgebäude des öfteren Partys feiern würden. Ich wurde auf einer der Wachen mal zum besagten Gebäude hingeschickt um dort nach dem rechten zu sehen. War aber zum Glück nichts . Was hätte einer alleine auch ausrichten sollen gegen eine Horde Besoffener. Außer dem hielt sich das Gerücht das sich nachts an der Lehrgrenze immer welche herumtrieben die die Motoren stahlen, mit denen die beweglichen Attrappen von BGS - Immitationen angetrieben wurden.


Gruß Annakin


_____________________________________________________________________________________________________________
Wenn Du einen Feind nicht besiegen kannst, mache ihn zum Verbündeten.
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#145

RE: Unteroffiziersschule "Egon Schultz" Perleberg

in Grenztruppen der DDR 14.02.2011 22:37
von Andi (gelöscht)
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Hallo, ich war 1982 in Perleberg. In der 12 Kompanie (Batterie), da wurden die Waffen Uffz ausgebildet. Die Kompanie hatte 4 Gruppen. 3 Gruppen Waffen Uffz und eine Gruppe für Kanonen und Haubitzen. Mein Gruppenführer war Feldwebel Ga.... Perleberg steht heute noch. Nach der Wende war eine Zeit ein Gymnasium drin. Gruß Andi


zuletzt bearbeitet 14.02.2011 22:48 | nach oben springen

#146

RE: Unteroffiziersschule "Egon Schultz" Perleberg

in Grenztruppen der DDR 15.02.2011 00:17
von Freetime (gelöscht)
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@ Mart,

entschuldige bitte, da habe ich mich ein wenig falsch ausgedrückt. Der lange Marsch die Karl-Liebknecht-Straße entlang enstand beim Stadtausgang. Vielleicht kam es mir auch nur so lange vor, weil ich selber schon ein paar Cola Wiskey zuviel getrunken hatte. Also wenn man in Perleberg mal in der Disco war. Da ich im schönen Monat November auf Meisterlehrgang gewesen bin, konnte es auch an den Temperaturen liegen, dass der Rückweg einem etwas länger erschien. Aber egal!
Mir ist wirklich nicht mehr viel in Erinnerung geblieben von Perleberg, aber kennst Du noch einen Ausbilder (Dienstrang und Name sind mir leider entfallen) der wohl Fize-DDR Meister im Pistolen Schießen war? Zumindest hatte er sowas erwähnt. Ich glabe es war ein Fähnrich Dienstgrad, aber sicher bin ich mir nicht.


zuletzt bearbeitet 15.02.2011 00:19 | nach oben springen

#147

RE: Unteroffiziersschule "Egon Schultz" Perleberg

in Grenztruppen der DDR 15.02.2011 09:05
von max (gelöscht)
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Guten morgen, Hallo Leute

Ich bin der neue und nur durch zufall auf das ehemaligen forum gestossen, ich war zuerst in 1987 in glöwen in der 13. UAK, grüsse an alle aus der glorreichen 13, die wurde nach der grundausbildung fast aufgelöst und der grösste teil der us in perleberg verteilt, 8 mann aus der alten einheit kamen dann auf eine bude wo wir dann immer die glöwener geblieben sind, aber der zusammenhalt war umso grösser, ich hoffe ein ehemaliger (glöwener) erinnert und meldet sich über das forum, vor abtreten in den ku haben ich und mukker moppi noch in ausgangsuniform den flur keulen dürfen, aber die jungs haben auf uns gewartet und den zug in wittenberge abfahren lassen, dann sind wir in die mitropa und haben richtig einen genommen........also stillgestanden..... richtet euch...... augen gerade aus........


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#148

RE: Unteroffiziersschule "Egon Schultz" Perleberg

in Grenztruppen der DDR 15.02.2011 13:42
von Matthias01 (gelöscht)
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Hallo Perleberger,war in der Schmiede v.Nov.81-Apr.82
Habe in einem anderen Forum Bilder gesehen von unserer Schule,es sah aus wie nach einem Angriff


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#149

RE: Unteroffiziersschule "Egon Schultz" Perleberg

in Grenztruppen der DDR 15.02.2011 20:11
von Mart | 735 Beiträge

Hallo Andi,
den Namen Gaxxx habe ich irgendwie in Erinnerung. Klar steht Perleberg noch - nur die U-Schule nicht mehr. Also da ist fast alles abgerissen: Speisegebäude, Club, Stab, alter Stab, Schwimmhalle, B/A-Lager, 2,5 Unterkunftsblöcke - alles weg. Gymnasium ist auch schon länger her: Danach war da noch ein Bildungsträger drin. Und bei meinem letzten Besuch (auch schon wieder her) war da auch alles verrammelt.

Hallo Freetime,
ASK Perleberg hatte zunächst eine Judo-Mannschaft. Die Schreiber waren darauf ausgesucht: Das waren alles Judoka. Mein KC (7, bzw. 6. UAK Hptm. Härxxx (Name auf Anfrage als PN) war in der NVA-Nationalmannschaft (was es so alles gab) und fuhr zu Wettkämpfen zu den befreundeten Armeen. Vielleicht kannst Du Dich an die Plastkernschießbahn auf dem StÜP erinnern: Da rechts war noch ein Pistolenstand, drehbare Scheiben. Da hat er mal gezeigt, was er so drauf hat: In wenigen Sekunden fünf (?) Scheiben wegputzen. Ich durfte mal mit seiner persönlichen Waffe schießen - da lernte ich, dass es auch Makarow gibt, mit denen man treffen kann. - Von einem Fähnrich weiß ich nichts.

Hallo Max,
also mit der 13. und 14. UAK war es komisch: Mal gab es die, mal gab es die nicht. Wenn, dann aber immer in Glöwen. Wir haben die eigentlich nie gesehen. Da gab es mal einen Toten, so 1983: Fehlbedienung Leuchtsignal. War das zu Deiner Zeit noch Gespräch dort?

Hallo Matthias01,
wir sind eine Einstellung. In welcher Kompanie warst Du?
Die U-Schule wurde zunächst von der BW weitergenutzt - irgend ein SatBat. Dann stand sie lange leer und gammelte vor sich hin: Aber immer hübsch bewacht - diese Pfeife hat mich da nicht reingelassen, args. 2002 zum Elbehochwasser war da nochmal viel Betrieb: Unmengen an THW, RotKreuz usw. Auf deren Regionalseiten waren viele Fotos. Vielleicht noch heute; google mal. Dann haben die da abgerissen, aber sehr unmotiviert: Irgendwann war das Geld alle - aber ein halber Block stand noch rum. Vielleicht steht er heute noch, letztens war das Ding eingezäunt. Fotos habe ich irgendwo.

In den nächsten Tagen bin ich mal kurz an der Ostsee. Wenn es sich einrichten läßt, schaue ich mal kurz in Perleberg vorbei.


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#150

RE: Unteroffiziersschule "Egon Schultz" Perleberg

in Grenztruppen der DDR 15.02.2011 20:20
von der graue Wolf (gelöscht)
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Hallo zusammen!

In Perleberg hab ich mein erstes Silvester 79/80 (Nov 79 eingezogen) bei der Armee verbringen dürfen. Als wenn das nicht schon Strafe genug war, hatte unsere Kompanie Wache. Ich durfe die kleine Pforte (unterhalb des Objekt's Richtung Stadt) bewachen. Es könnte als KDP 2 bezeichnet worden sein? Es gingen nur Uffz durch. So richtig offiziell war das wohl nicht, kann mich aber nicht mehr weiter dran erinnern. Es war nur wie ne Gartentür. Vielleicht kann sich jemand dran erinnern.


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#151

RE: Unteroffiziersschule "Egon Schultz" Perleberg

in Grenztruppen der DDR 15.02.2011 20:38
von Mart | 735 Beiträge

Zitat von der graue Wolf
Ich durfe die kleine Pforte (unterhalb des Objekt's Richtung Stadt) bewachen. Es könnte als KDP 2 bezeichnet worden sein?


Ja, das war KDL-2. Das war hier [link unten].
Doch, das war offiziell, da gingen die Offze und BU durch. Und es gab Ausgangskarten für den KDL-2: Da war mit rotem Stempel eine "2" im Kreis. Die war sehr begehrt, weil man sich viel Zeit sparte.
Zu meiner Zeit (also grob 1983) zogen die UAZ/Ausbilder aus den Kompanien aus und in die Alte Villa ein; die war ja auch da unten. Da war es ideal, eine KDL-2-Karte zu haben. Ich hatte sogar eine, die nicht auf einen Namen ausgestellt war. Die wurde mir vererbt, die hatte irgend ein Spieß unterschrieben, den ich nicht kannte. Wenn das rausgekommen wäre - wäre schlecht gewesen. So aber konnte ich immer in Zivil meine Urlaube antreten.

Übrigens ist auf dem Luftbild die Kaserne noch in alter Schönheit zu sehen. Falls Bedarf besteht, könnte ich mal erklären, welches Gebäude eigentlich was war. Jetzt erstmal KDL-2 - siehe Fadenkreuz.

http://www.wikimapia.org/#lat=53.077592&...96&z=18&l=5&m=b


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#152

RE: Unteroffiziersschule "Egon Schultz" Perleberg

in Grenztruppen der DDR 15.02.2011 21:35
von Stabsfeld | 69 Beiträge

Ich war von Nov.80 - Apr.81 in Perleberg 1.Kompanie. War kein Zuckerschlecken, unser KC wollte als beste Kompanie des Lehrganges
abschneiden ( hat er übrigens auch geschafft ). Zum StüP gings immer zu Fuß, ins Objekt durften wir dann auch ab und zu mit W50 fahren.
Ansonsten, haben unsere GF und ZF schon gut dafür gesorgt, das unsere Freizeit nicht zu üppig ausviel.
Wache auf dem StüP war ja wohl das Schärfste was einem passieren konnte, da war man froh wenn man bis an die Lehrgrenze laufen konnte. Das Wachlokal dort war das allerletzte.
Ein wahrer``Genuß`` war Samstag das Duschen -- 50 Mann in einem `` Duschsaal `` vom feinsten war das.
Ich war in dem halben Jahr nur 2 oder 3 mal im Ausgang und ein paar mal Abends im Haus der GT. Perleberg als Ort für gepflegten Ausgang ging eigentlich gar nicht. Unseren Zug Abschlußabend haben wir, wimre, in der Kneipe Stadt Perleberg gefeiert.
War 1985 noch mal für 14 Tage als Fw. in Perleberg, zu einer Weiterbildung für Gakl, da kann ich mich aber an kein Schulungsthema mehr erinnern, nur das wir uns einen Spaß daraus gemacht haben, die US die nicht grüßten, wieder zurück zu holen.

Stabsfeld



zuletzt bearbeitet 15.02.2011 21:37 | nach oben springen

#153

RE: Unteroffiziersschule "Egon Schultz" Perleberg

in Grenztruppen der DDR 15.02.2011 21:44
von SIK60 | 45 Beiträge

Hallo stabsfeld
auch zum Duschen in Jogginganzug Braun gelb im Gleichschritt ab ins Bade haus ich auch 1.Kompanie 78/79 kennen wir noch Feldwebel.Fes.....?
edit sorry


Männer sind Krieger
zuletzt bearbeitet 15.02.2011 21:52 | nach oben springen

#154

RE: Unteroffiziersschule "Egon Schultz" Perleberg

in Grenztruppen der DDR 15.02.2011 21:53
von der graue Wolf (gelöscht)
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Hallo Mart! Danke für die Erklärung! ...ist ja SUPER!
Wenn man es dann wieder hört, dämmert s auch so langsam. *grins Das mit dem Stempel stimmt. An dem Abend sind Gruppenführer von uns da raus und ich glaube die hatten die Berechtigung nicht. Die waren auch nur UAZ, das weiß ich noch.
Jo.... so eine Ausgangskarte hatte ich dann später in Glöwen auch mal geerbt. Eigentlich hatte ich die noch, ich weiß nur nicht wo genau wie meine Waffenkarte. Mit Karte durfte ich mich nur nicht vom OvD erwischen lassen. Dem Posten war s wurscht, hauptsache Karte.

Die Zeit an der U Schule gehörte nicht zu den Highlights meiner Dienstzeit. Einige haben hier schon so einiges geschildert, wie man es besser nicht tun kan. z.B. das Duschen oder den Wäschetausch. Ein Durcheinander manchmal ohne Gleichen. Das Essen war auch echt n Knaller. Nachdem ich das erste mal Küschendienst schieben durfte, war s dann ganz vorbei. Aber irgendwie mussten da ja alle durch als U Schüler. Trotzdem muss ich sagen, dass mich gerade die Zeit dort, obwohl ich so abgestunken habe, am meisten geprägt hat.

Die Karte ist auch super. Ich muss schon zugeben, viel weiß ich nicht mehr. KDL 1, Clubhaus, Speisesaal, Schwimmhalle, Med Punkt ...ja und das wars auch fast.

Aber besten Dank nochmal!


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#155

RE: Unteroffiziersschule "Egon Schultz" Perleberg

in Grenztruppen der DDR 15.02.2011 22:01
von Nomex | 254 Beiträge

Hallo Mart,

Zitat von Mart
Da gab es mal einen Toten, so 1983: Fehlbedienung Leuchtsignal. War das zu Deiner Zeit noch Gespräch dort?



Der Vorfall ist kurz vor Weihnachten 1982 gewesen, hat damals zu viel Aufruhr geführt. Danach waren die Ausbilder doppelt vorsichtig.

Gruß Nomex, der von Nov.82-Apr.83 da war.


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Günther Zieschong: "Mir hätten das System erst mal leasen solln...."
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#156

RE: Unteroffiziersschule "Egon Schultz" Perleberg

in Grenztruppen der DDR 15.02.2011 23:56
von Mart | 735 Beiträge

Hallo SIK60,
die Duscherei habe ich ausführlich beschrieben, blättere mal bitte einige Seiten zurück.

Hallo grauer Wolf,
ich bastele da mal einen Screenshot, schreibe Nummern auf jedes Gebäude. Und dann können wir erörtern, was eigentlich was war. Das meiste (meiner Zeit) weiß ich noch. Den Rest kriegen wir gemeinsam sicher zusammen.

Hallo Nomex,
ich war zu der Zeit ja Ausbilder. Ich kann mich gut an die Belehrungen nach dem tödlichen Unfall erinnern. Ich kann den Inhalt wiedergeben - weiß aber nicht, ob die uns das richtig erzählten: Ich war ja nicht dabei. Also die waren auf irgend einem TÜP, in Schützengräben gegenüber. Da wurde auch Signalleuchten (oder wie der Krempel hieß) geschossen. Da war die Vorschrift sinngemäß: Abschrauben, leicht schräg halten, unten ziehen. Der Mann hat aber aus Unachtsamkeit oder Angst nicht den Deckel gezogen, sondern praktisch die Hülle - und sie dadurch in die Waagerechte gebracht. Die Leuchtrakete flog zum Schützengraben gegenüber und traf einen Kameraden, der gerade gähnte, in den offenen Mund. - Also so wurde das jedenfalls bei den Ausbilderbelehrungen nach meiner Erinnerung erörtert.

Hallo Stabsfeld,
also mit den (einigen) GAKl-Lehrgängen haben wir abends oft zusammengesessen, meist in der vorhin erwähnten Clubgaststätte: Die GAKl hatten den Bogen auch raus: Da war es entspannter als in irgend so einer Stampe in PBG. In Erinnerung blieb mir, dass so einige GAKl Fotos mithatten, also vom Abschnitt, von Amis, BGS usw. Und zu vorgerückter Stunde auch zeigten. Inhalt der GAKl-Lehrgänge: Da weiß ich natürlich nicht, ob die uns alles erzählten; ich war ja auch nur ein kleiner Ufw. Wenn ich recht verstand, war das Ganze eher so als getarnter Urlaub mit gegenseitigem Erfahrungsaustausch gedacht. Ziemlich viel Rotlicht und dann die neuesten Kampfsporterkenntnisse: Ich vermute, dass Du Dich jetzt erinnerst: Dir sind da Grundkenntnisse des Karate beigebogen worden - also soweit man das in 14 Tagen überhaupt kann.


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#157

RE: Unteroffiziersschule "Egon Schultz" Perleberg

in Grenztruppen der DDR 16.02.2011 00:37
von Mart | 735 Beiträge

Ich habe so die Idee, einige Komplexe der U-Schule genauer zu beleuchten. Vieles hat man als Uschi ja nicht im Gesamtumfang mitbekommen. Und - wie viele sagten: Es waren nur fünfeinhalb Monate. Bei mir waren es drei Jahre: Da sieht man mehr, erinnert sich auch an mehr. Da mehrfach von StÜP-Wache die Rede war - schauen wir uns mal die Objektsicherung genauer an.

Objektsicherung und Wache
Es gab das Objekt und drei Außenobjekte.
Im Objekt war der OvD (meist ein OSL) und der OvP (Park, oft Fähnrich oder BU), einen DH V2000 (Rufbereitschaft) sowie den Wachhabenden. Zwei Seiten des KFZ-Parks waren durch Hundelaufanlagen gesichert (9.Kp?). Die dritte Seite war meines Erachtens nicht bewacht. Der Wachhabende (ein ZF) residierte in den Räumen des KdL-1, dort waren auch die drei Arrestzellen. Dort war weiterhin der Leiter KdL-1 (ein Gruppenführer) mit einem Postenbereich: Ausweise kontrollieren, KFZ-Schleuse bedienen. Die war zu meiner Zeit waagerecht schwenkbar; später muss das wohl bahnschrankenähnlich gewesen sein.
Ein weiterer Postenbereich war die Strecke hinter den U-Blöcken und hinter Lehrgebäude bis Schwimmhalle. Der Bereich hatte GSN. Im Abgang der Kellertreppe zum Schulungsgebäude konnte man abmatten und eine rauchen. Ein weiterer Postenbereich war entlang der Karl-Liebknechtstraße - also Sturmbahn. Dort konnte man sich im Fuchsbau abducken. Der letzte Postenbereich war KdL-2: Tagsüber ein Standposten, nachts ein Streifenposten. Dort soll es zu einem schweren Vorkommnis gekommen sein: Ein Uschi ist da nach dem Ausgang über den Zaun. Und der Posten hat ein Magazin auf ihn entleert. Zum Glück konnte er noch nicht schießen..
Der Platz "Waffe entladen" war hinter dem Stabsgebäude. Nachdem ein Uschi bei der Gelegenheit mal einen Schuß Richtung Stab abgab, befahl GM Tanner (bei Generalen müssen wir die Namen nicht einkürzen) die Ofenrohr-Lösung: Mehrere Rohre NW100, die die Schußrichtung definierten: Waffe rein, Sicherheit.
(Mir fehlt ggf. ein Postenbereich: Es müßten fünf sein, ich komme auf vier.)

Außenwache Muni-Lager
Wachhabender war GF, dazu drei Hanseln. Teilweise sogar ohne Wachhabenden. Ausnehmend öde Veranstaltung: Da bist Du nur rumgelatscht. Abducken war nicht, rauchen gleich gar nicht. Dort hat es einen Beobachtungsturm gegeben.

Außenwache StÜP
Darüber sprachen wir vorhin. Wachhabender war GF, ein bzw. zwei Postenbereiche: Die Lehrgefechtsgrenze war nur nachts. Dort auch GSN (GMN). Die Wachstube -wir sprachen darüber- war das hinterletzte: Eine elendig versiffte Bude. Eine Frechheit sondersgleichen für eine Armee mit dem Anspruch, die ... ach, ihr wißt schon. Gegenüber, vor der Schießbahn war ein Wachturm, faktisch wie ein Führungspunkt am Kanten. Wachhabender hatte den Schlüssel, genutzt wurde der Turm von der Wache aber nicht.
Zwei Vorkommnisse erinnere ich: Mein Freund Mirko Paxxx hat als Uschi da mal mit Schwung den Revierförster festgenommen, der hatte weder Passierschein noch Betretungserlaubnis dabei. Mirko hat aber vergessen, dem Mann seine Jagdflinte abzunehmen. Die trug er mehrere Kilometer artig auf der Schulter: Förster vorn, Mirko entsichert hinten.
Das zweite Vorkommnis war härter (ich berichte nach Belehrung): Da hat ein Uschi einen sowj. Soldaten gestellt. Und die haben sich dann ein Feuergefecht geliefert. Der Uschi konnte nicht schießen, der sowj Soldat (Major) wollte nicht treffen. In der Auswertung wurde uns gesagt, dass der Major auf einen nebenstehenden Baum zielte und ein Trefferbild Kreis 10cm dort hatte. Der Major "ergab sich dann und wurde via V2000 wohl ganz fix der sowj. Garnison zugeführt. (Heute denke ich, dass der Uschi sich mit einem Speznas anlegte.)

Außenwache Nitzow
Also wenn etwas genial war - dann diese Wache.
Die Bootsführer (ein Zug der ggf. 10. Kp?) hatten ein Außengelände bei Havelberg; Bootshafen. Also wir reden nicht über grenzbrigade Küste - sondern über die Jungs, die auf der Elbe schippern sollten. Dort standen zwei Baracken, im Hafen lagen drei Polizeiboote, aber natürlich als GT gespritzt.
Wochentags wurde diese Liegenschaft von irgend einem betrieblichen Wachschutz bewacht: Das waren Rentner, die mit Pistole M rumliefen. Am Wochenende kamen wir zum Zug. Das war wirklich genial: Erstmal bist Du da locker eine Stunde mit W50 rumgekutscht worden. Und dann war da ja auch niemand: Kein Feind. Und der OvD und Moskau waren weit.
Vorkommnis: Sehr eigenwillige Begegnung mit einem Mann der HA VI oder VIII. Der stand unvermutet vor der Türe und wollte "nach Hause" telefonieren. Das ging dann über S1 sofort hoch zum DH V2000.
Allgemein
Bei 12 Kompanien war man im Durchschnitt alle 10 Tage mit Wache dran. Die wachfreien Leute der Kp bildeten dann den (Name vergessen)-Zug: Stabsgebäude sauber machen, Clubgebäude auch. Und Küche putzen, Kartoffeln schälen.

Im Grunde war das aber alles Spielkram für große Kinder: Zwischen den Lehrgängen mußte die Sicherstellungs-Kp ran und der Zug KFZ. Auf einmal gab es viele Postenbereiche und Außenwachen gar nicht mehr.

Kommen Erinnerungen zurück?


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#158

RE: Unteroffiziersschule "Egon Schultz" Perleberg

in Grenztruppen der DDR 16.02.2011 01:22
von Nomex | 254 Beiträge

Zitat von Mart
Der Platz "Waffe entladen" war hinter dem Stabsgebäude. Nachdem ein Uschi bei der Gelegenheit mal einen Schuß Richtung Stab abgab, befahl GM Tanner (bei Generalen müssen wir die Namen nicht einkürzen) die Ofenrohr-Lösung: Mehrere Rohre NW100, die die Schußrichtung definierten: Waffe rein, Sicherheit.
(Mir fehlt ggf. ein Postenbereich: Es müßten fünf sein, ich komme auf vier.)

Außenwache Muni-Lager
Wachhabender war GF, dazu drei Hanseln. Teilweise sogar ohne Wachhabenden. Ausnehmend öde Veranstaltung: Da bist Du nur rumgelatscht. Abducken war nicht, rauchen gleich gar nicht. Dort hat es einen Beobachtungsturm gegeben.

Kommen Erinnerungen zurück?


Na aber sicher.
Der US der damals die Mumpeln raus gehauen hat ist später Waffen-Uffz in einem GAR geworden. Man dachte wohl so was passiert dem nur einmal. Denkste bei einer Waffenabgabe hat er es geschafft eine Leuchtspur in die Decke vor der Waffenkammer zu ballern. Wie die nach dem Waffenwarten in die Kaschi kam ist nie geklärt worden

Die Wache Muni-Gelände war so wie du sagst, Postenweg ein Rechteck von ca. 250x200 m, da konnten 2 h echt ermüdend werden. Dort konntest du dir nichts erlauben dafür war das Gelände einfach zu übersichtlich. Da bin ich schon lieber an der Lehrgrenze wandern gegangen.

Gruß Nomex


~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~
Günther Zieschong: "Mir hätten das System erst mal leasen solln...."
zuletzt bearbeitet 16.02.2011 01:23 | nach oben springen

#159

RE: Unteroffiziersschule "Egon Schultz" Perleberg

in Grenztruppen der DDR 16.02.2011 02:45
von S51 | 3.733 Beiträge

Zitat von Nomex
Hallo Mart,

Zitat von Mart
Da gab es mal einen Toten, so 1983: Fehlbedienung Leuchtsignal. War das zu Deiner Zeit noch Gespräch dort?



Der Vorfall ist kurz vor Weihnachten 1982 gewesen, hat damals zu viel Aufruhr geführt. Danach waren die Ausbilder doppelt vorsichtig.

Gruß Nomex, der von Nov.82-Apr.83 da war.




Das ist in Glöwen passiert, bei einer Ausbildung der 14. und 15. UAK vor Weihnachten 1982 aber schon nach der Vereidigung.
Getroffen hat es R... aus dem Haus gegenüber. Es gab keine gegenüberliegenden Schützengräben, nur eben den einen, in dem alle US standen. Auf einen Befehl hin hatten alle in Deckung zu gehen. Bis auf R. taten das auch alle, mich inklusive.
Ausbilder war, glaube ich S... Über die Ursachen gingen die Meinungen sehr auseinander.
Einmal hieß es, das HLZ (ein Stern Rot) hätte eine Fehlfunktion gehabt. Statt zu steigen zischte es waagerecht über den Schützengraben und genau in das Gesicht von R. , der da gerade über den Grabenrand schaute.
Es gab aber auch Behauptungen, das HLZ wäre bewußt über den Grabenrand geschossen worden. Dies konnte niemand belegen, denn wie gesagt, alle anderen waren in Deckung.
Als wir hochkamen, stand R. noch. Der Leuchtstern aber war unter dem Helm hochgegangen und hatte das halbe Gesicht zerstört. Ich habe seitdem viel gesehen aber diesen Anblick und die Geräusche vergesse ich nicht. Er ist uns unter den Händen gestorben.
Letzten Endes blieb es beim Unglück als Ursache und dies war wohl auch gerecht.


GK Nord, GR 20, 7. GK
VPI B-Lbg. K III


zuletzt bearbeitet 16.02.2011 02:47 | nach oben springen

#160

RE: Unteroffiziersschule "Egon Schultz" Perleberg

in Grenztruppen der DDR 16.02.2011 04:08
von Mart | 735 Beiträge

Hallo S51,
ich hatte einige Schwierigkeiten, die Zitatebenen zuzuordnen.
Erst dachte ich, dass der Text von Nomex sei.

Du sprichst von einer 14. und 15. UAK - das verstehe ich nicht:
Zu der Zeit hat es eine 13. und 14 UAK in Glöwen gegeben - also meines Wissens.
Bedenke bitte, dass ich in PBG ein kleines Licht war: UaZ, GF/Ausbilder.

Bzgl. des getöteten Kameraden kann ich Dir lediglich berichten, wie die anschließenden Belehrungen für die GF/Ausbilder waren.
(Ja, es war von ein-Stern-rot die Rede damals)

Wir als Ausbilder wurden belehrt wie folgt.
Es sei strikt auf die DV bei der Anwendung zu achten. Die Hülse habe ca 80 Grad zu zeigen, die haltende Hand muss stabil sein. Die (rechte?) Hand habe zu ziehen, ohne dass die Richtung der Hülse verändert wird.
Es wurde ganz deutlich darauf abgestellt, dass die Flugbahn bei dem Vorkommnis in Göwen dadurch verändert wurde, dass der Abschießende nicht die Schnur zog - sondern die "Röhre" zog. Und daher (mal optisch vorstellen!) die Flugbahn auf "waagerecht" stellte. Die Begründung erscheint mir schlüssig.

Nach meiner Erinnerung wurde uns tatsächlich gesagt, dass der Mann stehend gegähnt habe. Flugbahn. Und der Kopf sei ausgebrannt gewesen.


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