#921

RE: Unteroffiziersschule "Egon Schultz" Perleberg

in Grenztruppen der DDR 05.08.2015 05:20
von Mart | 734 Beiträge

Zitat von vs1400 im Beitrag #920
Zitat von lutz1961 im Beitrag #907

vs1400 - Was möchtest Du mehr wissen, Mir wurde nah gelegt von meinem Zugführer/KC mein Entpflichtungsgesuch abzugeben, da ich von der Ausbildung wenig mitgemacht habe. ...



für mich gab es diese option halt nicht, lutz 1961,
statt dessen wurde ich von der gruppe separiert, schlief nicht mehr auf deren stube und wurde erst am dritten tag mit den eigentlichen entlassungsgesuch konfrontiert.



Also eigentlich müsste man ja ein neues Thema "Unteroffiziersschule Perleberg - abkohlen" aufmachen. Leider funktioniert das erfahrungsgemäß nicht. Also frage ich recht verblüfft hier:

@vs1400
Du hast von BU auf UaZ abgekohlt? Habe ich das richtig verstanden? Wann war das zeitlich konkret, vor der Vereidigung?

Deine Klamottenandeutung; Du wurdest sofort mit Einberufung in Beutelhöschen und Offiziersstoff gesteckt? Ich frage weil: Das fing so erst 84/II an, vorher waren alle Uschis einheitlich in Filz.

@lutz1961
Du hast auch abgekohlt? Von wo nach wo?

Also ich frage, weil mir das in drei Jahren der 7.UAK nie unterkam. Oder von mir nie bemerkt wurde. Denn in der 7. (und der 8.) lief das anders: Extrem früh lief der Funkertest, das war nach wenigen Tagen. In der Folge zog ein Drittel der 7. zur 8. und ebenso von der 8. zur 7. (vs1400: zu Deiner Zeit die 6. und 7.). Und gleichzeitig war nach den ersten Polit-Einzelgesprächen (das machten Offiziere!) ein weiteres fröhliches Umziehen: Ich interpretierte das so: Wer sagte, dass er nicht schießen wird oder wer bei dem Doppeltest mit den Fragebögen Westverwandschaft hatte - der wurde zur NVA abversetzt.

Es mag nun sein, dass ich bei der 7. nicht alles mitbekam. Aber ich würde schon sagen, dass es da keine Abkohler gab. Oder vielleicht wurden die unauffällig in eine Kantenlatscher-UAK verschoben, will ich auch nicht ausschließen: Das wäre nicht aufgefallen, da in den ersten 10 Tagen in der 7. und 8. nun wirklich ständig jeder umzog.

Also wenn es sowas in der 7. zu meiner Zeit gegeben hätte -so wie Du das andeutest- das wäre nicht an mir vorbeigegangen. Also das hätte ich mir gemerkt. Mit Sicherheit.


vs1400 hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#922

RE: Unteroffiziersschule "Egon Schultz" Perleberg

in Grenztruppen der DDR 05.08.2015 08:21
von lutz1961 | 404 Beiträge

@Mart - ich war als UaZ bei den GT und bin als Ufw. entlassen wurden.

Die Ausbildung in Perleberg habe ich nicht aktiv mitgemacht, Med.Punkt war ich Dauergast und das Lazarett Neustadt/Glewe habe ich auch kennengelernt für 6 Wochen.
Ausbildung war für mich Selbststudium, daher habe ich von der Lehrgrenze nicht wirklich viel mitbekommen.

Hier sind meine Briefe zu finden:
http://xn--grenzkommandosd-dwb.de/blog/i...chef-11-3-1987/
Fortsetzung bis Juli 1989 kommt noch....


* mit Fragezeichen/Stern gekennzeichnete Stellen sind evtl. nur Gerüchte bzw. Fehlinformationen
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zuletzt bearbeitet 05.08.2015 08:33 | nach oben springen

#923

RE: Unteroffiziersschule "Egon Schultz" Perleberg

in Grenztruppen der DDR 05.08.2015 09:56
von lutz1961 | 404 Beiträge

Guten Morgen, ich habe noch mal Versucht in Google die 3 km Lehrgrenze anzulegen, die Länge scheint aber nicht zu stimmen!
Ich komme gerade mal auf 1,1 km.
Könnten Wir erst mal den Standort des Zaunes/Mauer festlegen: von wo bis wo verlief er?


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#924

RE: Unteroffiziersschule "Egon Schultz" Perleberg

in Grenztruppen der DDR 05.08.2015 11:45
von rotrang (gelöscht)
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[quote=lutz1961|p483105]Guten Morgen, ich habe noch mal Versucht in Google die 3 km Lehrgrenze anzulegen, die Länge scheint aber nicht zu stimmen!
Ich komme gerade mal auf 1,1 km.
Könnten Wir erst mal den Standort des Zaunes/Mauer festlegen: von wo bis wo verlief er?[/qu


zuletzt bearbeitet 24.08.2015 21:09 | nach oben springen

#925

RE: Unteroffiziersschule "Egon Schultz" Perleberg

in Grenztruppen der DDR 05.08.2015 12:02
von rotrang (gelöscht)
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Gelöscht


zuletzt bearbeitet 24.08.2015 21:10 | nach oben springen

#926

RE: Unteroffiziersschule "Egon Schultz" Perleberg

in Grenztruppen der DDR 05.08.2015 15:12
von lutz1961 | 404 Beiträge

Zitat von rotrang im Beitrag #924
Zitat von lutz1961 im Beitrag #923
Guten Morgen, ich habe noch mal Versucht in Google die 3 km Lehrgrenze anzulegen, die Länge scheint aber nicht zu stimmen!
Ich komme gerade mal auf 1,1 km.
Könnten Wir erst mal den Standort des Zaunes/Mauer festlegen: von wo bis wo verlief er?


Deckt sich mit meinen Angaben die Länge. Hier Foto


Die Lehrgrenze bezogen auf die Bilder war doch nicht eine Linie, diese wurde mehrfach gewinkelt ( siehe Bild: Wasser Zisterne)!


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#927

RE: Unteroffiziersschule "Egon Schultz" Perleberg

in Grenztruppen der DDR 05.08.2015 15:15
von lutz1961 | 404 Beiträge

Zitat von rotrang im Beitrag #925
Was war hier? Eingezäuntes Gebiet ,westliche Seite durch eine Betonmauer gesichert (Sichtblende) siehe Fotos Galerie
linksseitig der Verlauf der Mauer . Verlängerung der Achse( Endpunkt) Standort Füst- Lehrgrenze



Das habe ich als Brandmittelbahn - ob das Stimmt!?

Du hast mit deinem Betriebssystem die Möglichkeit bekommen, per Screenshot ein Bild zumachen.


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#928

RE: Unteroffiziersschule "Egon Schultz" Perleberg

in Grenztruppen der DDR 05.08.2015 15:24
von Gelöschtes Mitglied
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@Mart, eigentlich wollte ich mich ja raushalten, geht aber nicht, weil sich immer mal wieder Fragen ergeben. Ich hoffe Du kannst mir verzeihen und einfach
nur antworten oder auch nicht, dann ist es nur ein Denkanstoß.
Eine Abversetzung aus den GT zur NVA wegen Westverwandschaft, so beschrieben in #921, das macht mich etwas stutzig.
Ich habe schon bei der Musterung meine Westverwandschaft angegeben, nach der Einberufung noch einmal, Ausbildung bei der NVA.
gelandet bin ich bei den GT, VS-berechtigt. Probleme gab es lediglich, wenn Westverwandschaft verschwiegen wurde und das aufflog.
Ganz wichtig war Ehrlichkeit, jede Kontaktaufnahme melden und es passierte NIX.
Ich hatte es an anderer Stelle beschrieben, als ich als GOvD einen Anruf aus Gelsenkirchen erhielt. Hörer hingeschmissen und Meldung an V2000
da gab es keine Fragen, komisch oder nicht?
Kannst Du Dir vorstellen, was ich nicht nachvollziehen kann?
friedliche Grüße aus LE, Micha


RudiEK89 hat sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 05.08.2015 21:45 | nach oben springen

#929

RE: Unteroffiziersschule "Egon Schultz" Perleberg

in Grenztruppen der DDR 05.08.2015 18:44
von rotrang (gelöscht)
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Gelöscht


zuletzt bearbeitet 24.08.2015 21:11 | nach oben springen

#930

RE: Unteroffiziersschule "Egon Schultz" Perleberg

in Grenztruppen der DDR 05.08.2015 19:05
von lutz1961 | 404 Beiträge

Abend, laß uns doch mal die Größe der Lehrgrenze gemeinsam anlegen, alles andere geht in es könnte sein.
Dann haben wir ja den Posten-2 ( von @Mart in seinen Berichten erwähnt) das ist der Punkt der feste steht und auch auf einem Bild mit dem Lehrgebäude zu sehen ist.
Dann drehen wir die Karte so, das BT-9 und Lehrgebäude zusehen ist, schon haben wir die FüSt auch als Standort gefunden und den ersten Knick nach Rechts ( Standort der Mauer - siehe Bild - vor der FüSt).
Wo befindet sich die Zisterne, zusehen auf einem Bild - der Zaun kommt von Rechts ( Gassentor zu sehen) und macht nach Links in den Wald...

Der BT-9 ( sieht man auf Google noch!) müsste der auf dem Bild letzte BT-9 sein?!

http://postentreffpunkt.de/gallery/index...#imageAnker_172 Markierung zu den Türmen gesetzt.

Das Bild habe ich als Vorlage benutzt um die Türme und den Zaun zu setzen,.....



Befinden sich HEUTE noch die Kolonnenwege dort? Das kann ich schlecht auf Google sehen!

@rotrang Danke das Du hilfst bei der Suche.


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#931

RE: Unteroffiziersschule "Egon Schultz" Perleberg

in Grenztruppen der DDR 05.08.2015 22:07
von Mart | 734 Beiträge

Kameraden, mal bitte etwas langsamer: Ich habe Zweifel, ob alle von den gleichen Objekten auf dem Luftbild sprechen.

Erstens würde ich mit eingenordeter Karte arbeiten wollen, bitte nichts drehen. Zweitens: Falls die Bilder dieser Karte eingenordet sind, dann ist das nicht die Lehrgefechtsgrenze. Diese fing eben nicht an der StÜP-Wache an, sondern deutlich entfernt.

Ich habe auf heutigen Luftbildern zwei Verdachtsflächen, beide in Orientierung von NNO nach WSW. Dabei ist es vermutlich die nördlichere meiner Verdachtsflächen, dort stand 2008 laut Luftbild noch ein 4x4-Turm südlich des Weges im Wald. Und direkt nördlich des Weges an gleicher Stelle könnte sogar noch ein 2x2 stehen, das kann man aber nicht genau erkennen.

Die 3km Länge - ich meine das ich die hier letztens las. Nein, ich weiß nicht wie lang das Ding war. Also die Aussage 3km, ich bezog mich lediglich darauf.

Ich habe noch einen Text aus dem anderen Forum gefunden, den muss ich nachher heraussuchen.


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#932

RE: Unteroffiziersschule "Egon Schultz" Perleberg

in Grenztruppen der DDR 05.08.2015 22:18
von Mart | 734 Beiträge

Folgender Text (Quelle unten) deckt sich mit meiner Erinnerung, wobei der Mann die verschiedenen Sperrelemente und GSZ genauer als ich beschreiben konnte. Damit können wir die Frage ob es GSZ gab wohl als geklärt betrachten.

Zitat
Die Lehrgrenze der US-VI beinhaltete alle damals in Verwendung befindlichen Sperrelemente, also von vorn beginnend MS-66, GZ-1 und ganz hinten GM-75, GSZ war nur auf der rechten Seite des Platzes entlang der Waldkante errichtet und damals auch nur Anlage 55 und 70.

An BT standen ein BT-9 und zwei FüSt, davon eine "Feindwärts" wink.gif

Die Lehrgrenze war mein ständiger Postenbereich während der Wachschichten, und der Weg vom Wachlokal bis daraus der zog sich.



Quelle: http://www.nva-forum.de/nva-board/index.php?showtopic=17392 (Nick Ramin)
Hinweis: Ich bin bzw. war da nicht Ramin


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#933

RE: Unteroffiziersschule "Egon Schultz" Perleberg

in Grenztruppen der DDR 06.08.2015 04:48
von Gelöschtes Mitglied
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@Mart wieso entsteht bei mir der Gedanke, das es zwischen US- Wissen und Truppendienst so ganz kleine Unterschiede gibt, ist doch wohl nicht so unberechtigt, die Frage.
Micha


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#934

RE: Unteroffiziersschule "Egon Schultz" Perleberg

in Grenztruppen der DDR 06.08.2015 05:02
von Mart | 734 Beiträge

Zitat von lutz1961 im Beitrag #922
@Mart - ich war als UaZ bei den GT und bin als Ufw. entlassen wurden.
Die Ausbildung in Perleberg habe ich nicht aktiv mitgemacht, Med.Punkt war ich Dauergast und das Lazarett Neustadt/Glewe habe ich auch kennengelernt für 6 Wochen.
Ausbildung war für mich Selbststudium, daher habe ich von der Lehrgrenze nicht wirklich viel mitbekommen.

Hier sind meine Briefe zu finden:
http://xn--grenzkommandosd-dwb.de/blog/i...chef-11-3-1987/
Fortsetzung bis Juli 1989 kommt noch....



Ich zitiere das mal ganz bewusst voll. Weil es mich so erschreckt. Ja, ich habe auch den Brief gelesen. (Danke für Deine Offenheit!)

Also Du warst ja nach meiner Zeit, ich kann immer nur zu meiner Zeit berichten: Anfangs kamen da noch völlig wehrfähige Männer, Plattfuß und untrainiert geht mal als völlig wehrfähig durch. Aber das wandelte sich zu meiner Zeit. Vermutlich gingen der DDR die Wehrfähigen (und Freiwilligen) so langsam aus. Und an der 7. kann man das ganz schön sehen: Das waren ja Funker, teilweise sollten die in Bunkern rumsitzen, Nahkampf kommt da eher selten vor.

Ich erinnere mich an Leute mit ständiger Stiefelbefreiung, schon das ist ja lächerlich für eine Armee: Was braucht die denn diese Leute? Aber auch an einen mit chronischem Rückenleiden, das war in der 7. UAK: Der bekam eine Schranktür unter die Matratze. Und dann hatte die 8. oder 9. einen Soldaten, der so etwa 1,40 groß war. Der war gar nicht einzukleiden, also so wie man ihn dann mit Uniform sah. Da hat aber niemand gelacht.

Und von psychologischer Betreuung (wie es in einer modernen Armee üblich ist) wollen mir mal gar nicht erst anfangen.

Wer damals schon helle war, der fragte sich: Was wird das denn hier jetzt? Das sieht doch schon nach "letztem Aufgebot" aus.

Ich muss erschreckt feststellen, dass man das nach meiner Zeit noch doller treiben konnte. Wir dienten einem Haufen von Narren, die irgend etwas retten wollten. Wir waren Figuren in einem Schachspiel.


zuletzt bearbeitet 06.08.2015 05:04 | nach oben springen

#935

RE: Unteroffiziersschule "Egon Schultz" Perleberg

in Grenztruppen der DDR 06.08.2015 10:21
von lutz1961 | 404 Beiträge

Guten Morgen, wie Versprochen ein Versuch der Darstellung. Siehe Bild mit den BTürmen / FüSt /Lehrgebäude.



Ich habe auch gelesen, das die Wache Nachts bis zum Grenzzaun laufen musste - könnt ihr beim Verlauf helfen. Bild Ausgabe ist von 2008!

Um die Punkte zu finden, ich stehe immer an der Wache und schaue gerade aus. ( nach Norden)



Und hier die Karte gedreht nach NORDEN.


* mit Fragezeichen/Stern gekennzeichnete Stellen sind evtl. nur Gerüchte bzw. Fehlinformationen
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#936

RE: Unteroffiziersschule "Egon Schultz" Perleberg

in Grenztruppen der DDR 06.08.2015 13:12
von rotrang (gelöscht)
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[quote=lutz1961|p483265]Guten Morgen, wie Versprochen ein Versuch der Darstellung. Siehe Bild mit den BTürmen / FüSt /Lehrgebäude.



Ich habe auch gelesen, das die Wache Nachts bis zum Grenzzaun laufen musste - könnt ihr beim Verlauf helfen. Bild Ausgabe ist von 2008!

Um die Punkte zu finden, ich stehe immer an der Wache und schaue gerade aus. ( nach Norden)



Und hier die Karte gedreht nach NORDEN.


lutz1961 hat sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 24.08.2015 21:12 | nach oben springen

#937

RE: Unteroffiziersschule "Egon Schultz" Perleberg

in Grenztruppen der DDR 06.08.2015 13:22
von prignitzer | 281 Beiträge

Warum eigentlich? – Persönliche Gedanken zur Spurensuche

Ich erinnere mich noch gut und sehr gern an meine Kindheit, als ich im Schlepptau meiner Mutter durch den Wald, auf der Suche nach essbaren Pilzen, gezogen bin. Das war in den 50-er Jahren nicht nur ein Zeitvertreib, sondern hatte, aus der wirtschaftlichen Notwendigkeit heraus, die Familie ernähren zu müssen, durchaus seine Berechtigung. Darüber hinaus tat die frische Luft der Gesundheit gut und es war für uns Kinder auch immer etwas Abenteuerlust dabei.

Wenn ich heute mit @rotrang, beide im Rentenalter, auf dem fast durchgängig bewaldeten ehemaligen Truppenübungsplatz der Unteroffiziersschule Perleberg, auf der Suche nach verwertbaren Spuren aus der Vergangenheit, unterwegs bin, dann lassen sich beide Situationen, oberflächlich betrachtet, durchaus vergleichen. Nur die Zielfunktionen sind eben andere. Damals hat es vordergründig der Ernährung gedient und heute? Die fast endlose Diskussion um technische und geografische Kleinigkeiten hat mich dazu veranlasst, diesen Beitrag zu schreiben. Wem nutzt es beispielsweise zu wissen, ob die Lehrgrenze in Perleberg 1,5 km oder 2,1 km lang war und welches die genauen GPS-Koordinaten für deren Verlauf sind? In verschiedenen Archiven und auch in Internetforen sind sicher viele Informationen dazu zu finden. Solche speziellen Daten können doch eigentlich auch nur für einzelne Hobbyforscher und Freaks interessant sein.

25 Jahre danach ist auf dem ehemaligen Übungsgelände fast nichts mehr zu erkennen, außer einigen Gebäuderesten, Beton- und Holzpfählen verschiedenen Erhaltungszustände, überwachsene Betonreste, hier und da mal ein technisches Überbleibsel (Kabel/Sicherungskästen/Schaltkästen u.ä.), Kolonnenwege, Fundamente, Masten von Stromtrassen u.s.w. Es wurde eigentlich doch weitestgehend ein geordneter Rückbau betrieben. Ich glaube, dass es selbst dem Personal, welches länger auf dem Platz gedient hat, heute sehr schwer fallen würde, alle Einzelheiten zu rekonstruieren. Die Natur kann man nicht aufhalten und sie beseitigt immer mehr Spuren.

Eigentlich sind wir doch heute alle froh, dass dieses unmenschliche Bollwerk „Grüne Grenze“/Mauer friedlich beseitigt wurde. So soll es auch bleiben.

Allen Hobbyforschern (-archäologen) wünsche ich trotzdem weiterhin maximale Erfolge bei der Aufarbeitung der Vergangenheit. Das Forum ist dabei ein wichtiger, nicht zu unterschätzender, Wissensfundus. Denken wir immer daran, die Grenzer, die aus eigenen Erfahrungen berichten können werden immer weniger.

LG prignitzer


Grenzer von 11/69 bis 04/71 im GR 20 / 4. GK (Scharfenstein)


lutz1961 und Fußballer 66 haben sich für diesen Beitrag bedankt
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#938

RE: Unteroffiziersschule "Egon Schultz" Perleberg

in Grenztruppen der DDR 06.08.2015 13:32
von damals wars | 12.147 Beiträge

Ach, mart, es wurden die Rückwände der Spinde unter die Matraze gelegt, auf der Tür wäre es doch etwas hart gewesen.
War auf den Grenzkompanien absolut üblich.
Auch ich hatte eine Stiefelbefreiung, für meine Wadenweite gab es schlicht keine. Ansonsten waren Schuster und Schneider in Perleberg schon sehr talentiert, für den kräftigsten wurden 2 Koppel zusammengenäht, und auch zwei Pferdedecken (Mäntel).
Man hatten halt den Trick durchschaut sich freiwillig zu melden, um dann ausgemustert zu werden!
War dann eben nichts.

Und vielen Dank an die "Grenzaufklärer", auch wenn ich nichts wiedererkenne!
Hängt den noch der Geruch in den Bäumen!


Als Gott den Menschen erschuf, war er bereits müde; das erklärt manches.(Mark Twain)
Ein demokratischer Rechtsstaat braucht Richter, keine Henker. Interview auf der Kundgebung Je suis Charlie am 11.01.2015
"Hass hat keinen Glauben, keine Rasse oder Religion, er ist giftig." der Witwer der britische Labour-Abgeordnete Jo Cox.
http://www.neo-magazin-royale.de/zdi/art...fur-frauke.html
zuletzt bearbeitet 06.08.2015 13:33 | nach oben springen

#939

RE: Unteroffiziersschule "Egon Schultz" Perleberg

in Grenztruppen der DDR 06.08.2015 14:24
von furry | 3.574 Beiträge

Zitat von damals wars im Beitrag #938
Ach, mart, es wurden die Rückwände der Spinde unter die Matraze gelegt, auf der Tür wäre es doch etwas hart gewesen.



@Mart schrieb: Der bekam eine Schranktür unter die Matratze.

Frage an @damals wars : Hatten Schranktür und Rückwand der Spinde unterschiedliche Härtegrade? Oder ist es heute einfach nur das Wetter?


"Es gibt nur zwei Männer, denen ich vertraue: Der eine bin ich - der andere nicht Sie ... !" (Cameron Poe)
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#940

RE: Unteroffiziersschule "Egon Schultz" Perleberg

in Grenztruppen der DDR 06.08.2015 14:34
von damals wars | 12.147 Beiträge

Zitat von furry im Beitrag #939
Zitat von damals wars im Beitrag #938
Ach, mart, es wurden die Rückwände der Spinde unter die Matraze gelegt, auf der Tür wäre es doch etwas hart gewesen.



@Mart schrieb: Der bekam eine Schranktür unter die Matratze.

Frage an @damals wars : Hatten Schranktür und Rückwand der Spinde unterschiedliche Härtegrade? Oder ist es heute einfach nur das Wetter?


Rückwand war so eine Art Pappe, so wie es heute üblich ist, bzw. Sperrholz.(geändert, Hu)
Die Spinttüren waren aus Holz.

http://www.google.de/imgres?imgurl=http:...wIVCo0sCh20TA5R


Als Gott den Menschen erschuf, war er bereits müde; das erklärt manches.(Mark Twain)
Ein demokratischer Rechtsstaat braucht Richter, keine Henker. Interview auf der Kundgebung Je suis Charlie am 11.01.2015
"Hass hat keinen Glauben, keine Rasse oder Religion, er ist giftig." der Witwer der britische Labour-Abgeordnete Jo Cox.
http://www.neo-magazin-royale.de/zdi/art...fur-frauke.html
zuletzt bearbeitet 06.08.2015 16:07 | nach oben springen



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