#501

RE: Unteroffiziersschule "Egon Schultz" Perleberg

in Grenztruppen der DDR 21.01.2013 02:14
von Mart | 735 Beiträge

Zitat von EK87II im Beitrag #488
Mart, dass kann ich bestätigen. 84II waren wir im Mittelblock in der 2. Etage zusammen mit einem Zug SND's untergebracht. KC war glaube ich Hauptm. Härxxxx, Hauptfeld Blacky und Gruppenführer Stabsfeld Poxx.

Ich habe keine Lust, zig Seiten zurückzublättern - ob wir beide uns schon mal darüber unterhielten. Ich hatte vor mehr als einem Jahr die Administration angefragt - ein eigenes Unterforum: Damit wir bei der US VI den Überblick über die Themen behalten. Ich kann durchaus sagen, dass mein Anliegen sehr freundlich behandelt wurde - aber im Ergebnis leider ignoriert. Ok, ist so. Kann man nichts machen.

KC und Blacky kenne ich natürlich gut. "Kannte" muss man ja schreiben. Poxxx sagt mir auf den ersten Blick nichts, ein Stabsfeld als Gruppenführer? Was hatte der denn verbrochen? Sag' mir den Namen mal bitte in einer PN.

Zitat von silberfuchs60 im Beitrag #489
Tja und Namen von Beteiligten sozusagen Schall und Rauch sind

Das klingt nach Jammern. Bezogen auf die 7. und 8. (6. und 7.) Kompanie sind hier mindestens drei Leute, die so ziemlich alle Namen haben. Dabei ist die Funk-Kompanie sicher noch am besten präsent.

Ich weiß nicht, ob ich bei Dir grad Eulen nach Athen trage: Wir kürzen die Namen grundsätzlich ein, Stichwort Datenschutz. Wir haben kein Recht, aus dem vorletzten Leben das zu erzählen, was dem einen oder anderen nicht so recht ist. - Ausnahme ist lediglich "relative Person der Zeitgeschichte" - das trifft sicher auf Oberste und die beiden Generale zu. Es sollte rein rechtlich kein Problem sein, zum Beispiel hier zu schreiben, dass Oberst Stöcker der Chef der Fachrichtung Nachrichten war. Aber ab OSL wird es (also aus meiner Sicht) schon wacklig, der eine oder andere ist wohl relative Person der Zeitgeschichte - die meisten aber nicht. Also einkürzen.

Zu Deinem kurzen Satz: Klarnamen kann man natürlich per PN anfragen. Und der Gefragte wird sicher erstmal gucken, wer denn da fragt. Und dann antworten - oder auch nicht.


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#502

RE: Unteroffiziersschule "Egon Schultz" Perleberg

in Grenztruppen der DDR 21.01.2013 03:10
von Mart | 735 Beiträge

Hallo Nordpol,
Messerspitze/Wechselrahmen 949 fühlte sich etwas allein. Schön, dass Du wieder da bist.
Sicher hast Du die letzten beiden Kapitel gelesen, Pfropfmesser 949 ist eine "Sie" und offenbar damals (mit) der Grund, warum ihr wieder aus der Alten Villa ausziehen musstet. Da sie leider momentan nicht schreibt, nutze ich die Gelegenheit um mal einige Sätze zur Alten Villa zu sagen.

Die Alte Villa
Nicht jeder US wird es damals wahrgenommen haben oder gar sich heute erinnern: Wir hatten innerhalb "des Objekts" eine sehr schöne, sehr große und sehr alte Villa - die Alte Villa. Damit wir die alle auch finden, suchen wir sie mal: Ihr seid mal wieder US - und ich als GF führe euren Zug ...

Zuuuug stilllllstaaaaaaahn! Im Gleichschritt ... Wir sind aus der Unterkunft raus und wollen zur MHO. Zunächst also zum Lehrgebäude, dort fängt die lange Straße nach unten an; in meiner Erinnerung ist die etwas abschüssig. Direkt am ex-Platz sehen wir linkerhand noch das Speisegebäude. Danach wird es längere Zeit öde, links ein Sportplatz, später rechts die Schwimmhalle (Stichwort Kleiderschwimmen). Und weiter öde. Wir marschieren. Nun kommt links ein altes Gebäude, der "Alte Stab", rechts dann der Flachbau der MHO (dahinter rechts KDL-2). Aber wir marschieren die Straße geradeaus weiter, und sehen sie direkt vor uns - die Alte Villa.

Es muss einmal eine sehr prächtige und große Villa eines Fabrikanten gewesen sein, man zeigte, was man hat. Übrig blieb lediglich das "groß": Von der Pracht war nicht viel übrig; die DDR hatte da offenbar nicht sehr viel gemacht. Oder um es direkt zu sagen: Die Villa war verludert. So sehr, dass man aus heutiger Sicht sich schon fragt, ob die Genossen Chefs da nicht ein schlechtes Gewissen hatten. Vor meiner Zeit war dort das Ledigenwohnheim. Wer es als Offz oder BU schlecht getroffen hatte, der lebte in der Alten Villa hinter Kasernenmauern - und mit dem 30/74 - ätsch.

Irgendwann wohl 1983 komme ich ins Spiel: Es gibt wohl genügend Wohnraum in der Friedenstraße, da teilen sich dann zwei junge ledige Leutnants eine Wohnung. Und ich als UaZ/Ausbilder darf in die Alte Villa ziehen - nicht ich allein, klar. Wow, das sind da ja paradisische Zustände, also verglichen mit den Unterkünften oben in den U500!

Alte Villa von innen
Dann gehen wir mal hinein!
(Alles nach Erinnerung nach fast 30 Jahren.) Ein Windfang, dann ein Vestibül, ziemlich groß. In der linken Raumhälfte steht ein riesiger Billiardtisch, vom Feinsten! So mit Löchern in den Ecken und den Längskanten, mit schweren schönen Holzfüßen, riesiges Teil - allerdings hatte es deutlich gelitten. Es wurde trotzdem noch bespielt, ein Klick-Klack raubte mir manchmal den Schlaf.
In der Mitte des Raums war die Treppe zum ersten Obergeschoss - meine Erinnerung meldet ganz schwach, dass die wohl auch schön war. Was rechts und im hinteren Bereich war - da habe ich keine Erinnerung: Aber hinten müßte der ursprüngliche Hausherr mal den großen Speisesaal gehabt haben. Ob es einen Keller gab? Vermutlich.

Meine Stube in der Alten Villa
Wir gehen in das 1. OG. Irgendwann hatte die DDR Hand angelegt und zumindest mal Linoleum verlegt; das sah aber auch schon bessere Zeiten. Und es wurde mal tapeziert. Oberhalb des vermutlichen Speisesaals könnte ein Wohnzimmer oder die Bibliothek gewesen sein. Ein sehr großer Raum, nun meine Stube. Man kann sich kaum vorstellen wie groß: Die vier Uffze verloren sich regelrecht darin. Da standen ein ganzer Schock Betten und auch Schränke. Zunächst einmal wurde umgeräumt; die überzähligen Schränke bildeten Raumteiler. Und jeder Uffz bekam damit praktisch eine eigene Stube. Naja, fast, die Decken waren ja sehr hoch.
Aber es war alles abgewohnt, so richtig abgewohnt. Das erste Fensterputzen scheiterte daran, dass ein alter Rolladen völlig schräg verklemmt war. Den trat ich nach außen aus der Fassung - naja, ich wollte das: Als er sich endlich löste, flog ich fast mit aus dem Fenster. - Wenn ich mir das alles heute so überlege: Eine Schande, wie mit Dingen, ggf. Denkmalen umgegangen wurde - auch durch mich.

Und wie sah es denn dort mit der militärischen Ordnung aus, Ufw Mart?
Ähhhhhm, nuuuuun, ja.
Es gab keine. Das hätte ein US nie sehen dürfen, da war Lotterwirtschaft. Also so richtige Lotterwirtschaft. Im Schrank - aber auch sonst. Kamerad Uffz aus O bei Q hatte da zum Beispiel auf mehreren Tischen seine komplette Bastelwerkstatt eingerichtet. Und die wurde auch nicht abends abgeräumt - ist ja eine Werkstatt. Einen richtigen Stubendurchgang habe ich dort nie erlebt. Nur einmal kam ein ZF der 7. zwecks "mal gucken": Mir ist noch sein ziemlich entnervtes "Leute, Leute, laßt euch ja nie erwischen!" in Erinnerung.

Sanitär
Ich hatte ja (vgl letzte Seite) nach den sanitären Bedingungen gefragt, da mir diese nicht erinnerlich sind, waren. - Es ist ganz lustig, beim Schreiben dieses Beitrags meldet sich mein Unterbewußtsein. Es gab ein Bad. Mit einer alten richtig schönen gußeisernen Wanne. So mit Füßen und so. Und mein Unterbewußtsein sagt mir auch, dass die versifft aussah: Rostränder. Aber die Wasserversorgung ging noch, mit Ekelfaktor konnte man dort duschen. Und im gleichen Raum waren wohl DDR-Waschbecken an die Wände geschraubt. - Was ich nicht mehr sagen kann: War das im Erdgeschoß oder in der 1. Etage?
Mein Unterbewußtsein gibt auch nicht her, wo da eigentlich Toiletten waren.

Was geschah weiter?
Als erstes geschah mal, dass ich meine sieben Sachen packte und die Zeit "aber die drei Jahre waren doch freiwillig, Genosse!" frohen Herzens zurücklies.
Als zweites geschah, dass dort Nordpol einzog.
Als drittes geschah, dass Nordpol dort auszog um der (damals noch nicht) Pfropfmesser Platz zu machen.
Als viertes geschah die Wende. Mit - oder ohne uns.

Und mich zog es immer mal wieder dahin, immer wenn sich das so ergab. Also im Durchschnitt alle zwei Jahre oder seltener.
Irgendwann nach 1990 ist die Alte Villa wohl "privatisiert" worden: Von außen sah man kleinere bauliche Eingriffe.
Hier genau ist die Geschichte zu Ende: Das damals schon hinkende und schrunzlige Dornröschen wurde über die Jahre noch älter und faltiger. Es kam nicht einmal ein älterer Prinz zwecks Wachküssen. (Diesen letzten Teil der Geschichte kann Nordpol ggf. besser erzählen.)


Nordpol, Enno01, silberfuchs60 und selle haben sich für diesen Beitrag bedankt
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#503

RE: Unteroffiziersschule "Egon Schultz" Perleberg

in Grenztruppen der DDR 21.01.2013 10:32
von Nordpol | 71 Beiträge

Morjen zusammen,

na dann will ich mal versuchen noch ein wenig zusammenzukramen was mit der "Villa Tannenhof" zusammenhängt...

Ja genau, der frischgebackene Uffz. Nordpol hatte Ende Otober 1984 das Vergnügen sein Lager in der Villa aufzuschlagen. Zu diesem Zeitpunkt sollte ich eigentlich bereits in Erfurt beim GK Süd sein, aber bekanntlich kommt 1. alles anders und 2. als man denkt. Gerade zum Uffz. ernannt kam der Tag der Abversetzung. Seesack stand schon gepackt auf dem Kompanieflur, da hieß es "Unteroffizier Nordpol zum KC!" Wat hatte ick denn nu verbrochen? "Na, Genosse N., was halten Sie denn davon hier in Perleberg zu bleiben?" "Äh hhmm, feine Sache Jenosse Hauptmann" "Alles klar, melden Sie sich um 17.00 beim Oberoffizier Nachrichten OSL Brxxxxxx im Stabsgebäude!" "Zufehl" ... so war ich dann für die folgenden 2,5 Jahre Wechelrahmen 949 bzw. Nordpol.

Die folgenden 2 oder 3 Tage verbrachte ich noch im Kompaniebereich und zog dann mit dem Seesack in die Villa. Links die Treppe hoch, dann links um die Ecke das erste Zimmer. Es war nicht besonders groß aber sehr gemütlich und - es hatte ein Waschbacken mit Kalt- und Warmwasser. Belegt war es mit insgesamt 4 Uffzen. Ansonsten kann ich das von mart geschriebene bestätigen. Militärische Ordnung? Gabs nicht. Am Wochenende hat man auch schon mal in Zivil im Fernsehraum gesessen, der war übrigens wenn man die Treppe hochkam gleich rechts. Ging man an meiner Zimmertür vorbei den Flur weiter, befand sich am Ende so etwas wie eine Küche. Das Inventar war allerdings so vergammelt daß sie nicht nutzbar war. Mart, das Bad und die Duschen befanden sich im Erdgeschoß rechts. Aber die Toiletten? Fällt mir nicht mehr ein ob nur unten welche waren oder in den beiden oberen Geschossen auch.

Gut, machen wir noch einen kurzen Gang in den Keller (hinter der Eingangstür gleich links die Treppe runter). Viel zu sehen gibt es dort nicht, außer jede Menge Verteilerschränke. Dazu muß man wissen daß -bevor es den Bunker gab- sich in diesem Gebäude ganz oben die Nachrichtenzentrale befand. Soweit ich mich entsinne, kamen hier die Fernmeldeleitungen (öffentliches Netz, S1, Wohnungsdienstanschlüsse) ins Objekt herein. Aber auch später zu meiner Zeit erfolgte über die Verteilerschränke im Keller noch die Versorgung der Fernsprechanschlüsse für die Kompanie Sicherstellung, VE-Zug und ZNS.

Wie Mart bereits schrieb, hat es wohl nach 1990 Sanierungsversuche gegeben die augenscheinlich gescheitert sind. An dem Gebäude war früher nicht mehr viel gutes, jetzt sind wir aber bald 30 Jahre weiter... Nicht zu übersehen ist allerdings, daß aus Richtung KDL 2 eine Treppe angebaut wurde.

Grüße aus Perleberg



Mart, Enno01 und silberfuchs60 haben sich für diesen Beitrag bedankt
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#504

RE: Unteroffiziersschule "Egon Schultz" Perleberg

in Grenztruppen der DDR 21.01.2013 21:03
von Mart | 735 Beiträge

Zitat von Nordpol im Beitrag #503
Mart, das Bad und die Duschen befanden sich im Erdgeschoß rechts. Aber die Toiletten?

Danke, Nordpol!
Die Erinnerung an die Lage des Bads war so schwach, dass ich das örtlich nicht schreiben wollte: Im Erdgeschoß rein kommend, dann rechts/hinten. Nebst Badewanne hat es dort auch noch ein sehr altes Waschbecken gegeben. Obwohl das so verludert war, haben mich die Armaturen derart beeindruckt, dass dieser Stil heute mein Badezimmer beherrscht.

Ich habe bei maps.go mal geschaut - wo denn meine Stube war. Und bin ratlos. Also erstes OG auf alle Fälle, da der größte Raum. Ich meine mich zu erinnern, dass beim Heraustreten des Rolladens ich fast in Richtung Kolja gefallen wäre, also Richtung Hopfenstraße, OSO. - Aber es könnte auch Richtung Quitzower Straße, grob KdP-2 gewesen sein; also WSW.

Zu den Toiletten. Eine ähnlich schwache Erinnerung wie beim Bad. Toiletten waren etwas entfernt meiner Stube im 1.OG, andere Seite des Gangs. Da waren vier (?) abgetrennte Toiletten im Raum, dazu einige Waschbecken mit halb blinden Spiegeln.
Ich frage mich eh, wer die Sanitäreinrichtungen reinigte - als ich war das definitiv nicht; zu keiner Zeit. Es mag sein, dass das ein Revier der Sicherstellungskompanie war - aber ich habe dazu keinerlei Erinnerung.

Und gleich kommen wir zu einem Thema, was Dich auch interessieren könnte; der EK87/II müßte die Einstellung direkt nach Deiner sein ...


zuletzt bearbeitet 21.01.2013 21:05 | nach oben springen

#505

RE: Unteroffiziersschule "Egon Schultz" Perleberg

in Grenztruppen der DDR 21.01.2013 21:29
von Mart | 735 Beiträge

Zitat von EK87II im Beitrag #488
Mart, dass kann ich bestätigen. 84II waren wir im Mittelblock in der 2. Etage zusammen mit einem Zug SND's untergebracht. KC war glaube ich Hauptm. Härxxxx, Hauptfeld Blacky und Gruppenführer Stabsfeld Poxx.

Nochmal hierzu.
Danke für Deine PN - ich sehe klarer.
Es gibt hier nun recht viele Nachrichtenleute, die die 7. oder 8. (ab 84/II: 6. oder 7.) kennen, daher versuche ich, den Erkenntnisgewinn (Namen eingekürzt, die Leserschaft fragt bei Bedarf per PN nach) mitzuteilen.

Bei Poxx bin ich mir nicht sicher, ob wir den gleichen meinen; vermutlich schon: Jürgen. Er war BU und mit mir parallel 1982 noch einen Lehrgang Ausbilder. Allerhöchstens Fw zu der Zeit. Dann wurde er bei Nacht und Nebel versetzt, bis eben dachte ich: Nach "irgendwo". Aber ganz leise meldet sich mein Gedächtnis: Es könnte auch sein, dass er in die Nachrichtenwerkstatt versetzt wurde. Das müßte aber der hier mitlesende Offz der Nachrichtenwerkstatt wissen. Und uns sagen können.

Hier liest ein weiterer Ausbilder mit, Frank (wenn ich den Namen recht habe): Ich meine fast, dass Poxx sein Ausbilder war, als Frank US war. Auf alle Fälle aber 2. oder 3. Zug.

Du erwähntest auch Zugführer Stxxx.
Der kam gemeinsam mit Seixxxx als Lolli von der OHS, da war ich schon Uffz. Die übernamen den 2. und 3. Zug; Oltn Prxxx ging da wohl in die 8.
Stxx war eine Ausnahmeerscheinung: Hoch gebildet, belesen, nachdenklich, also im Grunde nicht so wirklich als Offz geeignet, wenn ich das mal so sagen darf. - Wie zwei und zwei vier ergibt: Im Städtchen war doch die Volksbuchhandlung. Und da gab es eine wirklich bildschöne junge Buchverkäuferin. Genau die angelte sich Ltn Stxxx. Ich kann mich noch recht gut erinnern, dass er beim ersten Elternbesuch ... ach, das würde zu weit führen. - Stxxx hatte ein Versetzungsgesuch laufen; er wollte in die Weltstadt Berlin. Ich meine eigentlich, dass er mit meinem Abgnag (oder ein halbes Jahr zuvor) tatsächlich versetzt wurde.

Und nun lese ich, dass er nach meiner Zeit ZF der 6. war; das wundert mich etwas. - Vor Jahren in einem anderen Forum erfuhr ich zudem, dass Stxxx nach 1985 auch in Grabow war; da ist ein Zweifel kaum möglich.
Wenige Jahre nach der Wende habe ich in irgend einer historischen und/oder Kunstzeitschrift einen Leserbrief gelesen, unterschrieben Maxxxxx Stxxx. - Egal wie: Einer der wenigen Offze, die wirklich Eindruck bei mir hinterließen. Rummel und Stxxx, nur ganz wenige weitere noch.

Soweit zu Personen; ich hoffe, dass andere Kameraden der 7. (6.) folgen können; ggf. per PN nachfragen.


EK87II hat sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 22.01.2013 02:50 | nach oben springen

#506

RE: Unteroffiziersschule "Egon Schultz" Perleberg

in Grenztruppen der DDR 21.01.2013 22:16
von Nordpol | 71 Beiträge

Mart,

Zitat von Mart im Beitrag #504
also Richtung Hopfenstraße, OSO. - Aber es könnte auch Richtung Quitzower Straße, grob KdP-2 gewesen sein



Es war. Die Zimmer gingen alle in Richtung Quitzower Straße (Route meiner täglichen Radtour:) ) oder nach hinten (parallel zur Hopfenstraße) raus. Dann war Deine Zimmertür meiner gegenüber. Wer nach Dir drin gehaust hat - ich weiß es nicht (mehr). Auf jeden Fall waren viele Kameraden untergebracht die den Schießplatz aufgebaut haben (B189 Richtung Weisen, halbe Strecke links), meistens liefen sie in Schwarzkombi rum. Und ja, nach Feierabend haben wir gemeinsam manche Flasche geleert...



zuletzt bearbeitet 21.01.2013 22:17 | nach oben springen

#507

RE: Unteroffiziersschule "Egon Schultz" Perleberg

in Grenztruppen der DDR 21.01.2013 22:43
von Mart | 735 Beiträge

Meine Zweifel hast Du nicht zerstreut.
Besorg' den Schlüssel - und ich komme sofort hoch: Also nun habe ich schon Lust, mir die rauchenden Trümmer der Alten Villa von innen anzusehen.

In meiner Stube müssten der Kamerad (wohl Nachrichtenwerkstatt) aus O bei Q (der Bastler) und der Torsten Sch[wie ein Bier] verbleiben sein; der vierte ist mir unklar.


zuletzt bearbeitet 21.01.2013 22:44 | nach oben springen

#508

RE: Unteroffiziersschule "Egon Schultz" Perleberg

in Grenztruppen der DDR 23.01.2013 15:31
von EK87II | 109 Beiträge

Mart
mit Poxxx hat sich ja nun alles geklärt, der war bei uns im 3. Zug mein Ausbilder. Was Stxxx betrifft habe ich Dir noch mal eine PN geschickt.


Gruß
EK87II
zuletzt bearbeitet 23.01.2013 15:34 | nach oben springen

#509

RE: Unteroffiziersschule "Egon Schultz" Perleberg

in Grenztruppen der DDR 26.01.2013 10:18
von StabPL | 456 Beiträge

Das ihr das noch alles im Gedächtnis behalten habt, schon gut.
Ich bin immer noch auf der Suche nach der geschichte der USchule VI, auch als Kopie.
StabPL



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#510

RE: Unteroffiziersschule "Egon Schultz" Perleberg

in Grenztruppen der DDR 26.01.2013 20:47
von Nordpol | 71 Beiträge

StabPL, Du meinst sowas wie eine Chronik? Hm, also ich wüßte nicht daß so etwas geführt wurde, will es aber auch nicht ausschließen. Im Prinzip bleibt meines Erachtens nur den kompletten Thread zu lesen, zusammenzusuchen was sich noch so im Netz findet und das ganze zusammenzupuzzlen. Eventuell findet sich noch etwas im Bundesarchiv oder beim BStU, da weiß Mart eventuell mehr. Falls Du Fragen hast die meine Zeit (1984 bis 1987) betreffen: nur zu.

Grüße aus Perleberg
Nordpol



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#511

RE: Unteroffiziersschule "Egon Schultz" Perleberg

in Grenztruppen der DDR 27.01.2013 02:57
von Mart | 735 Beiträge

Eine Chronik in der Art eines Brigadetagebuches dürfte es entsprechend DV 10/9 eigentlich nicht gegeben haben. Höchstens wäre politischer Schmus im Bereich des Stellvertreters des Kommandeurs für politische Aufgaben vorstellbar. Und dann hat das entweder jemand "weggefunden" oder weggeworfen; relevante Dinge dürften da nicht drin stehen.

Im Bundesarchiv (hier: Freiburg) lagern sportliche 3,2 Aktenmeter zur US VI. Wer sich da heran traut, sollte aber schon ein wenig Ahnung von Archivarbeit haben - und sich gut vorbereiten. Auszug im nächsten Beitrag.

BStU kann ich nur mutmaßen: Zwar habe ich dort Erfahrungen, allerdings nicht konkret zu Grenztruppen; das ist nicht mein Forschungsthema.
Auf alle Fälle würde ich da keine Chronik der SU erwarten; das war schlicht nicht die Aufgabe des MfS. Aus dem Aufgabenfeld kommt primär die HA I in Betracht. Ich würde im Bestand der HA I eine allgemeine Sammelakte zur US VI erwarten, etwa diesen Inhalts: Aggregierte Jahresberichte und Monatsberichte zu Themenkreisen wie Vorkommnissen, allgemeinen Schülerzahlen, Einstufungen, politische Stimmungen.
Davon unabhängig sollte es eine Vielzahl von Operativen Vorgängen geben: Die könnten im Bestand der der US VI zugeordneten Arbeitsgruppe sein - müssen das allerdings nicht.
Möglich wäre zudem, dass sich auch noch andere Linien des MfS mit der US VI befassten: Ich würde da die II im Auge haben.
Bei BStU hängt es auch ein klein wenig davon ab, wie gut man mit "seinem" Sachbearbeiter kooperiert, es selbst auch will. Ach ja: Nur Forschung geht: Und die hat ein Veröffentlichungsziel. Nur mal privat gucken - geht nicht.

Fallweise würde ich mich mit Rat einbringen.


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#512

RE: Unteroffiziersschule "Egon Schultz" Perleberg

in Grenztruppen der DDR 27.01.2013 03:02
von Mart | 735 Beiträge

Zum Bundesarchiv.
Da hat ein riesiger Bestand zur US VI überdauert. - Wer da ran will, sollte vorab was wissen - und sich was genau überlegen: Man muss kein studierter Historiker sein. Aber wer noch nie professionell Archivarbeit machte, sollte das erstmal in kleinerem Maßstab üben.

Für das Folgende die Quelle:
Website des Bundesarchivs (ohne URL), abgerufen am 2013-01-27

VH 33-5
Unteroffiziersschule VI


Informationen zum Bestand
Die Vorläufer der Unteroffiziersschule wurden als Unteroffiziersschule VI in Glöwen und Unteroffiziersschule VII ( aufgestellt 1971 - aufgelöst 1973, Eingliederung in die US VI). Seit 1973 (Befehl des Chefs der Grenztruppen Nr. 35/73) war die Schule in Perleberg stationiert. An der Unteroffiziersschule wurden Berufsunteroffiziere im Profil Stellvertreter des Zugführers und 1. Gruppenführer/Ausbilder herangebildet. Kommandeure: Generalmajor Fritz Rothe 1971-1982, Generalmajor Walter Tanner1982-1987, Generalmajor Jürgen Reinholz 1987-1989

Aktenordnung
Die Akten wurden vom Verwaltungsarchiv der Grenztruppen Pätz an das Militärarchiv Potsdam abgeliefert, dort zunächst unter der Bestandssignatur VA-06 verzeichnet, dann umsigniert in GT-. Die noch nicht im Endarchiv verzeichneten Akten sind unter der Signatur des unverzeichneten Bestandes der Grenztruppen zu finden.

Überlieferung
Der Bestand enthält: Befehle 1971-1990 (über Kader nur 1990); Anordnungen 1972-1988; Leitungssitzungen 1971-1985; Pläne 1975-1989; Auskunftsberichte 1974-1988;Kaderarbeit 1971-1988 u.a. alphabetische Nachweise, Kaderprogramm, Stellenbesetzung; Übergabe/Übernahme der Dienstgeschäfte 1971-1989; Chronik 1971-1989, auch Truppengeschichte; Gefechtsbereitschaft 1971-1985, auch Standortfragen; Auswertung der Ausbildungsjahre 1972-1987; Ausbildung der Unteroffiziere 1974-1989.

Erschließungszustand (Kommentar) Kartei

Weitere Überlieferung
DVP 29-2
Politabteilung der Unteroffiziersschule VI

Amtliche Druckschriften
Berufsbilderkatalog Nationale Volksarmee, Grenztruppen der DDR, Zivilverteidigung, Kasernierte Einheiten des MdI, Ausgabe 1988

Verfasser/Stand MA 4; 2003
3,2 lfm, 105 AE 1971-1990


Nordpol und silberfuchs60 haben sich für diesen Beitrag bedankt
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#513

RE: Unteroffiziersschule "Egon Schultz" Perleberg

in Grenztruppen der DDR 27.01.2013 14:16
von Nordpol | 71 Beiträge

Mart,

danke für diese ausführlichen Informationen. Da lag ich ja doch nicht so ganz verkehrt mit meinen Vermutungen wo noch Material über die USVI liegen könnte. Aber: so sehr interessiert mich das auch wieder nicht um deswegen nach Freiburg zu fahren. Aber trotzdem beachtenswert was an Material noch so übriggeblieben ist.

Grüße aus Perleberg
Nordpol



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#514

RE: Unteroffiziersschule "Egon Schultz" Perleberg

in Grenztruppen der DDR 27.01.2013 18:01
von Nordpol | 71 Beiträge

Schönen guten Nachmittag zusammen,

inspiriert durch das Thema "Villa" in diesem Thread habe ich heute mal auf meinen Mittagsschlaf verzichtet, habe mir die Kamera geschnappt und einen Spaziergang gemacht. Hier das Ergebnis:

die Villa Tannenhof von der Quitzower- Ecke Hopfenstraße aus gesehen:
Ansicht von der QuitzowerStraße (Mart, mittlere Etage die drei Fenster in der Mitte, Deine Stube?):
Ansicht von vorn:
Ansicht von hinten:
Blick Richtung Ex-Platz:
Blick zum KDL2:

Wo alles begann und endete :)

Bahnhof Perleberg:

zur Abfahrt steht bereit der RE6 von Wittenberge nach Berlin-Spandau:

viel Spaß beim Ansehen!

Links zu den Bildern entfernt, ich benötige den Speicherplatz anderweitig. Falls Bedarf besteht, PN an mich.

Gruß aus Perleberg
Nordpol



Alien1964, EK87II, Mart, silberfuchs60, Grete85 und Enno01 haben sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 22.02.2013 12:27 | nach oben springen

#515

RE: Unteroffiziersschule "Egon Schultz" Perleberg

in Grenztruppen der DDR 27.01.2013 18:13
von Fritze (gelöscht)
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Danke Nordpol, daß Du auf Deinen Mittagsschlaf verzichtet hast , und uns mit den Bildern eine kleine Freude machst .Sieht ja noch nicht mal wie einen Ruine aus . Das sich aber auch kein Interssent für dieses Gemäuer findet ?


Alien1964 hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#516

RE: Unteroffiziersschule "Egon Schultz" Perleberg

in Grenztruppen der DDR 27.01.2013 18:39
von Nordpol | 71 Beiträge

Hallo Fritze,

gerne:) Ansonsten weiß ich inzwischen soviel, das dieses Gebäude einem Perleberger gehört, welcher wohl viel damit vorhatte, es aber letztlich bei dem Vorhaben geblieben ist. Ich habe noch einen Zeitungsartikel dazu im Web gefunden, siehe hier:

https://www.svz.de/artikel/artikel/fluch...tervilla-1.html

Grüße



Alien1964 hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#517

RE: Unteroffiziersschule "Egon Schultz" Perleberg

in Grenztruppen der DDR 28.01.2013 01:21
von Mart | 735 Beiträge

Zitat von Nordpol im Beitrag #514
Ansicht von der QuitzowerStraße (Mart, mittlere Etage die drei Fenster in der Mitte, Deine Stube?):

Also erstmal ist (für mich) jetzt klar, dass meine Stube Richtung Quitzower geht, kein Zweifel. Aber an der Mitte stört mich was: Das sind drei Fenster, damit scheint mir das fast zu klein. Es könnte auch ein Raum mit 4 Fenstern gewesen sein, der rechts davon.
Oder mir kommt das nachträglich alles größer vor ...


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#518

RE: Unteroffiziersschule "Egon Schultz" Perleberg

in Grenztruppen der DDR 28.01.2013 21:37
von Nordpol | 71 Beiträge

Mart, kann gut sein. Soweit ich mich entsinne waren die großen Zimmer zur Quitzower Straße raus, die kleineren nach hinten. Wie auch immer, das alles ist gut 30 Jahre her.. ;)

Grüße
Nordpol



zuletzt bearbeitet 28.01.2013 21:38 | nach oben springen

#519

RE: Unteroffiziersschule "Egon Schultz" Perleberg

in Grenztruppen der DDR 22.02.2013 16:35
von Schlutup | 4.115 Beiträge

moin moin!

kannte einer von euch den Chef der Waffenwerkstatt aus dem Jahre 1985? müsste ein Oberfähnrich(?) Ra. sein

gruß schlutup



zuletzt bearbeitet 22.02.2013 16:36 | nach oben springen

#520

RE: Unteroffiziersschule "Egon Schultz" Perleberg

in Grenztruppen der DDR 22.02.2013 18:36
von Nordpol | 71 Beiträge

Hi schlutup,

schick mir mal bitte den kompletten Nachnamen per PN.

Grüße
Nordpol



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