#301

RE: Unteroffiziersschule "Egon Schultz" Perleberg

in Grenztruppen der DDR 25.04.2011 16:52
von 19frank63 | 22 Beiträge

Wart´s ab! Das kommt bestimmt noch - - -wie ich Mart kenne!!!


„Erfahrungen vererben sich nicht - jeder muß sie allein machen. ('')
Kurt Tucholsky
zuletzt bearbeitet 25.04.2011 16:53 | nach oben springen

#302

RE: Unteroffiziersschule "Egon Schultz" Perleberg

in Grenztruppen der DDR 25.04.2011 19:04
von utkieker | 2.915 Beiträge

Hallo Mart,

über dein Beitrag u. a. "Geheimhaltung" habe ich mich köstlich amüsiert. Ja als Datum stand da O. U. den so und so Vielten, aber im weiteren Text schrieb man dann "bin gut in Perleberg angekommen", so dusselig kann der "Klassenfeind" ja wohl nicht gewesen sein, als daß er nicht gewußt hätte, daß in Perleberg sich eine militärische Einrichtung befindet, aber wir taten alles treu und brav genau das was von uns erwartet wurde.


Noch ein frohes Restostern Hartmut!


"Die Vergangenheit zu verbieten macht sie nicht ungeschehen, nicht einmal wenn man versucht sie selbst in sich zu verdrängen"
(Anja-Andrea 1959 - 2014)
zuletzt bearbeitet 25.04.2011 19:05 | nach oben springen

#303

RE: Unteroffiziersschule "Egon Schultz" Perleberg

in Grenztruppen der DDR 26.04.2011 05:28
von Mart | 734 Beiträge

Zitat von Alien1964
Da fehlt aber noch das Erste Bettenbauen mit der Schönen Blau Karierten Betwäsche


Da fehlt noch so einiges: Ich habe vor, die ersten Tage mit sämtlichen mir erinnerlichen "Maßnahmen" vorzustellen. Und -natürlich- eure Berichte und Erfahrungen dazu zu lesen.

Du hast es nicht anders gewollt - vorab also der erste Bettenbau.

Unteroffiziersschüler Alien1964!
Wie stehen Sie? Sie sind im Stillgestanden! Bauch rein - Brust raus! Arme leicht abgewinkelt, die Hände bilden eine lockere Faust!
Kragenecke rein! Wegtreten!


Ok, der US Alien1964 stört jetzt nicht mehr. [hier denkst Du Dir den Smily hinzu!]

Maßnahme Bettenbau
Diese Maßnahme der Einweisung in den Bettenbau war vormittags nach dem Frühstück. Sie dauerte geraume Zeit. Daher möchte ich denken, dass das auf Sonntag vormittag gelegt war.

Ich erzähle das aus Sicht eines GF/Ausbilders, der natürlich auch mal US war.
Nicht nur die US sind knülle und seit Tagen ohne Freizeit - ich bin das auch: Ich bin seit dem Tag der Einberufung faktisch ständig bei meiner Gruppe. Zudem stand ich ab der Einberufung jeden dritten Tag UvD oder GUvD, etwas Schlafdefizit ist da also auch. Zwar bin ich sehr kontrolliert - aber meine Lust, hier mit einem neu Eingezogenen darüber zu diskutieren, was hier sinnvoll oder auch sinnlos ist - die hält sich in sehr deutlichen Grenzen.

Befehlslage ist also kompanieweit: Bettenbau üben.
Ich bin 7-1-1 und schreite zum Zimmer meiner Gruppe. Ich weiß genau, dass meine Gruppe knülle und orientierungslos ist.

Tür auf - und gleich mal den Stubenältesten anranzen: Stubenältester! Ihre Meldung ist falsch! Sie wiederholen!. Mannschaft auch anranzen: Sie haben bei ACHTUNG sofort die Grundstellung einzunehmen! Also die Fronten sind geklärt.
Sodann findet (fand) eine pseudo-Verbrüderung statt: Der GF gibt den guten Papa und erklärt seinen Schäfchen, dass mit dem Papa alles gut ist, wenn die Schäfchen fein lieb sind. [1]

Und weil wir alle so lieb sind, gucken wir uns mal die Decken an: Zwei sind es (die dritte ist für das Teil-2). Die ersten Tage war ziemlich egal, wie die Decke in den karierten Bezug kam. Aber jetzt zieht militärische Ordnung ein: Die Decke ist zu breit und zu lang für den Bezug. Das muss man ändern. Das kann man irgendwie falten. Nun gibt der GF den lieben Onkel: Er erklärt, wofür die Stopfnadel und der breite Faden gut ist: Mit ganz groben Stichen nähen wir die Decke so um, dass sie perfekt in den Bezug passt.
Und so nähern sich GF und seine Schäfchen.

Damit die Nähe aber nicht zu dolle wird, schaut der GF gleich mal, wer welches Nachtlager aufschlug: Alle Betten waren mit kleinen Zetteln beschriftet, das machten die GF direkt vor der Einberufung. Also Bettentausch war da nicht so direkt vorgesehen - und führte dann zu einer eher deutlichen Ansprache.

So, Decke ist im Bezug.
Dann zeigt der GF mal, wie ein perfektes Bett aussieht: Laken spannen. Zeigen, wie die Ecken korrekt gefaltet werden. Bettdecke mit oberem Umschlag drauf. Unteren Umschlag dann nachziehen auf die andere Kante. Nochmal straffziehen. Die zweite Decke auf das Fußende falten. Kopfkissen nach oben. - So - Genossen Unteroffiziersschüler - so hat das auszusehen!

Der GF war dann erstmal raus aus der Nummer: Die US übten.
Die Mischung war ganz interessant: Einerseits natürlich noch das "Himmel, die sind hier alle bekloppt" - andererseits eine deutliche Solidarisierung "wir schaffen das, wir helfen uns" - was im Grunde aber die Akzeptanz eines übergeordneten Prinzips bedeutet.

Der GF trinkt mit den anderen GF einen Kaffee. Unter den GF tauscht man sich auch aus, wer da mit Widerworten ausnehmend negativ auffliel: Als UvD hatte man den ja am Hacken, selbst wenn das nicht die eigene Gruppe war.

So. Dann mal nachgucken.
(Stubenältester) Achtung! Genosse Unterfeldwebel, ich melde xyz.

Schick-fein. Funktioniert doch.

Nein - kein Betteneinreißen [2] dann. Ganz im Gegenteil.
Dann wurden alle Betten begutachtet. Der GF erklärte, wo da noch was nicht so ganz toll war.

Alle waren glücklich:
Die US, weil sie mal sowas wie Lob hatten. Und weil sie sich kameradschaftlich helfen konnten.
Der GF, weil er diesen Terz hinter sich brachte.

Diese Maßnahme dürfte einen kompletten Vormittag verbraucht haben; ich wette auf einen Sonntag-Vormittag. Also in meiner Erinnerung.

[1] Wer als Ausbilder helle war, der wusste natürlich, dass er eher unfreiwillig einen Pakt mit dem Teufel hatte: Das Ganze diente der Unterordnung unter ein System, in dem der GF ein ziemlich kleines Rädchen war.

[2] Betteneinreißen war deutlich später. Ich möchte mal meinen, so nach der Vereidigung. Aber da kann ich nicht für alle GF sprechen.


zuletzt bearbeitet 26.04.2011 05:30 | nach oben springen

#304

RE: Unteroffiziersschule "Egon Schultz" Perleberg

in Grenztruppen der DDR 26.04.2011 07:31
von utkieker | 2.915 Beiträge

Hallo Mart,

Ich will wirklich nicht gegen den Ausbilder rebelieren oder meutern, es fiel mir so nebenbei auf aber die ersten 14 Tage waren wir garantiert noch Soldat und nicht Uffz- Schüler. Weißt du eigentlich nach wieviel Tagen wir zum US befördert wurden?

Gruß Hartmut!


"Die Vergangenheit zu verbieten macht sie nicht ungeschehen, nicht einmal wenn man versucht sie selbst in sich zu verdrängen"
(Anja-Andrea 1959 - 2014)
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#305

RE: Unteroffiziersschule "Egon Schultz" Perleberg

in Grenztruppen der DDR 26.04.2011 13:48
von feldwebel88 | 279 Beiträge

hallo mart
hab da mal ne frage.
ich war von 85/1-85/2 in perleberg
5.kompanie 3 zug

da gab es doch so eine ,,alarmtruppe,, 1/9.weiss aber nicht mehr genau was die für eine aufgabe hatte.

mfg feldwebel


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#306

RE: Unteroffiziersschule "Egon Schultz" Perleberg

in Grenztruppen der DDR 26.04.2011 19:06
von Mike59 | 7.945 Beiträge

Zitat von utkieker
Hallo Mart,

Ich will wirklich nicht gegen den Ausbilder rebelieren oder meutern, es fiel mir so nebenbei auf aber die ersten 14 Tage waren wir garantiert noch Soldat und nicht Uffz- Schüler. Weißt du eigentlich nach wieviel Tagen wir zum US befördert wurden?

Gruß Hartmut!


--------------------
Hast auf alle fälle recht, Hartmut. Die ersten Wochen waren wir Soldaten. Kann es sein, dass nach Abschluss der "Grundausbildung" vor der Vereidigung die Ernennung zum US kam? Kann natürlich auch erst nach der Vereidigung gewesen sein. Nach dieser Grundausbildung wurde auf alle Fälle schon aussortiert. Stabskompanie, 2000der, GF GSi usw.

Gruß Mike59


zuletzt bearbeitet 26.04.2011 19:07 | nach oben springen

#307

RE: Unteroffiziersschule "Egon Schultz" Perleberg

in Grenztruppen der DDR 26.04.2011 20:03
von 19frank63 | 22 Beiträge

Habt noch eure WDA ´s? da sollten die Daten drin sein.


„Erfahrungen vererben sich nicht - jeder muß sie allein machen. ('')
Kurt Tucholsky
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#308

RE: Unteroffiziersschule "Egon Schultz" Perleberg

in Grenztruppen der DDR 26.04.2011 20:51
von Mike59 | 7.945 Beiträge

Zitat von 19frank63
Habt noch eure WDA ´s? da sollten die Daten drin sein.



Ja habsch noch - war allerdings etwas länger dabei wie der erste WDA es durchgehalten hat

Mike59

Nachtrag:
Hatte ich doch noch so etwas wie eine Erleuchtung. Im SV Ausweis steht 1.5. bis 31.05. Grundwehrdienst und ab 01.06. Armeeangehöriger. Also würde ich mal sagen ein Monat Soldat danach US.

Mike59


zuletzt bearbeitet 26.04.2011 20:55 | nach oben springen

#309

RE: Unteroffiziersschule "Egon Schultz" Perleberg

in Grenztruppen der DDR 26.04.2011 22:14
von Mart | 734 Beiträge

Hallo feldwebel88,

ich weiß nicht genau, was Du meinst. Möglicherweise die Alarmmelder.

Die Offiziere und BU waren ja Außenschläfer. Viele wohnten in einem Wohnblock in der Friedensstraße - aber nicht alle. Die Friedensstraße hatte in den Fluren schöne Alarmtröten, also da werden sicher auch die Offizierskinder wach geworden sein.
Jedenfalls gab es Melderouten. Diese waren auf Karteikarten verzeichnet und lagen beim UvD. Bei Alarm mußten die Melder sich sputen: Anziehen, Tragegestell, vermutlich auch TSM (Schutzmaske), dann die Karteikarte holen. Ich weiß nicht mehr, ob auch mit Waffe: Möglich wäre es: Die Waffenkammern gingen extrem früh auf. Dann rannten die Melder los: Alle Adressen abklappern, Alarm ansagen.

Ich glaube, einer hier war als US Melder: Der wird genaueres wissen.


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#310

RE: Unteroffiziersschule "Egon Schultz" Perleberg

in Grenztruppen der DDR 26.04.2011 22:24
von Mart | 734 Beiträge

Hartmut, Mike,
es ist komplizierter.

Soldat, Unteroffiziersschüler, stellvertretender Gruppenführer.

Bis ca. 1983 war der Ablauf der folgende:
Man begann als Soldat. Nach etwa drei Wochen war die Vereidigung. (Ab dem Zeitpunkt - Wache!) mit dem Abschluss der Grundausbildung nach vier Wochen dann die Ernennung zum Unteroffiziersschüler.
Also ich meine, dass Vereidigung und Ernennung zum US zeitlich nicht zusammenfielen.

Ab 1983 war der Ablauf der folgende:
Man begann sofort als Unteroffiziersschüler. Ab dem ersten Tag.

Schulterstück: Dieses wurde selbst "gebastelt": Es gab grünes Band aus Baumwolle, ca 6 mm breit. (Postenführer war locker doppelt so breit). Das wurde um das Schulterstück gelegt und unten vernäht.

Schulterstück stv. GF: Noch so ein Band - allerdings rot. Das kam oberhalb des grünen Bandes.

Für die GF/Ausbilder waren die stv. GF eine ordentliche Entlastung. Die gaben den Stubenältesten, waren minimal herausgehoben. An die wurde aber vor allem Verantwortung delegiert. - Ich kann nicht mehr sagen, ab welchem Zeitpunkt die stv GF ernannt wurden. Ich weiß auch nicht mehr, wie die ausgewählt wurden; also wer da Einfluß nahm.


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#311

RE: Unteroffiziersschule "Egon Schultz" Perleberg

in Grenztruppen der DDR 26.04.2011 22:55
von utkieker | 2.915 Beiträge

Danke Mart, ähnlich so hatte ich es in Erinnerung. Bin allerdings EK 81/1, so daß ich die Geflogenheiten nach 1983 nicht kannte.

Übrigens zum Thema Objektwache:
An der ersten Schießübung konnte ich aus gesundheitlichen Gründen nicht teilnehmen (hatte eine fiebrige Angina). Für die Objektwache war aber die Teilnahme an dieser Schießübung Grundbedingung! So wurde ich dann zur Brandwache "verdonnert", der reinste Job zum abklingeln. Aber jeden machte ich klar, daß die Brandwache die reinste Schikane wäre! So habe ich die ganze Zeit an der Uffz.- Schule nicht ein einziges mal Objektwache geschoben - nur Brandwache!

Gruß Hartmut!


"Die Vergangenheit zu verbieten macht sie nicht ungeschehen, nicht einmal wenn man versucht sie selbst in sich zu verdrängen"
(Anja-Andrea 1959 - 2014)
zuletzt bearbeitet 26.04.2011 22:55 | nach oben springen

#312

RE: Unteroffiziersschule "Egon Schultz" Perleberg

in Grenztruppen der DDR 27.04.2011 18:50
von feldwebel88 | 279 Beiträge

Hallo feldwebel88,

ich weiß nicht genau, was Du meinst. Möglicherweise die Alarmmelder.

Die Offiziere und BU waren ja Außenschläfer. Viele wohnten in einem Wohnblock in der Friedensstraße - aber nicht alle. Die Friedensstraße hatte in den Fluren schöne Alarmtröten, also da werden sicher auch die Offizierskinder wach geworden sein.
Jedenfalls gab es Melderouten. Diese waren auf Karteikarten verzeichnet und lagen beim UvD. Bei Alarm mußten die Melder sich sputen: Anziehen, Tragegestell, vermutlich auch TSM (Schutzmaske), dann die Karteikarte holen. Ich weiß nicht mehr, ob auch mit Waffe: Möglich wäre es: Die Waffenkammern gingen extrem früh auf. Dann rannten die Melder los: Alle Adressen abklappern, Alarm ansagen.

Ich glaube, einer hier war als US Melder: Der wird genaueres wissen.


hallo mart

nein die alarmmelder meinte ich nicht,mal sehn ob ich es noch zusammen bekomme.

die alarmtruppe 1/9 bestand aus 1 gruppenführer und 9 uffz-schüler.
in dem halben jahr was ich in perleberg war hatte unsere gruppe das 2x.jeden tag war eine andere gruppe aus der uffz-schule dran.
die sachen wurden ans bett gehangen wir mussten in unterwäsche schlafen.draussen auf dem flur lag tsm und stahlhelm.

wenn ich mich recht erinnere sollte diese truppe,gelandete feindliche hubschrauber am starten hindern oder so ähnlich.versteh zwar nicht wie das gehen sollte ,aber egal
einmal wurden wir nachts geweckt.rein in die klamotten tsm umgehangen stahlhelm auf und ab zum ovd.(ohne waffenempfang)da mussten wir die tsm und stahlhelm wieder ablegen.sind bloss mit käppy und koppel auf denn w 50 drauf.
dann ging es nach perleberg rein.
da erfuhren wir erst das es in einer gaststätte eine schlägerei zwischen uffz-schülern und einheimichen gegeben haben soll.

mussten dann noch eine weile warten auf dem w-50 und sind ohne einsatz in der gaststätte wieder ins objekt gefahren.

mfg feldwebel


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#313

RE: Unteroffiziersschule "Egon Schultz" Perleberg

in Grenztruppen der DDR 28.04.2011 14:25
von Alien1964 | 47 Beiträge

Zitat von Mart
Hallo feldwebel88,

ich weiß nicht genau, was Du meinst. Möglicherweise die Alarmmelder.

Die Offiziere und BU waren ja Außenschläfer. Viele wohnten in einem Wohnblock in der Friedensstraße - aber nicht alle. Die Friedensstraße hatte in den Fluren schöne Alarmtröten, also da werden sicher auch die Offizierskinder wach geworden sein.
Jedenfalls gab es Melderouten. Diese waren auf Karteikarten verzeichnet und lagen beim UvD. Bei Alarm mußten die Melder sich sputen: Anziehen, Tragegestell, vermutlich auch TSM (Schutzmaske), dann die Karteikarte holen. Ich weiß nicht mehr, ob auch mit Waffe: Möglich wäre es: Die Waffenkammern gingen extrem früh auf. Dann rannten die Melder los: Alle Adressen abklappern, Alarm ansagen.

Ich glaube, einer hier war als US Melder: Der wird genaueres wissen.



Also, ich war ja selber als Melder eingeteilt. Dabei war ich vom Revierreinigen befreit His beim Stuben und Revierreinigen wartete ich im Sportanzug auf Alarm beim Alarm zur Waffenkammer mit
TSM und Meldeplan mit Kfz den Meldeweg abfahren und die Offiziere Arlamieren.
Ist mir 1 mal passiert da war groß Urlaub angesagt, die Halbe Kompanie noch nicht aus dem Urlaub zurück als ich zur Schule zurück kam war der Alarm zuende und der Rest der Kompanie kam gerade an.



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#314

RE: Unteroffiziersschule "Egon Schultz" Perleberg

in Grenztruppen der DDR 30.04.2011 03:39
von Mart | 734 Beiträge

Zitat von Alien1964
Also, ich war ja selber als Melder eingeteilt. Dabei war ich vom Revierreinigen befreit His beim Stuben und Revierreinigen wartete ich im Sportanzug auf Alarm beim Alarm zur Waffenkammer mit
TSM und Meldeplan mit Kfz den Meldeweg abfahren und die Offiziere Arlamieren.


Offen gesagt - ich habe nicht verstanden.

Lasse uns das mal gedanklich durchspielen:
Also Du schläfst.
Dann trötet die Tröte. Oder der UvD brüllt "7- panie - Gefechtsalarm!"

Ich nehme mal an, dass Du dann aufgestanden bist - aber was passierte danach?

Ich nehme an, dass Du FDU anzogst, dann Koppel, Tragegestell ohne was, sowie TSM.
Was war danach? Hast Du Waffe empfangen?

Du erwähntest auch, dass Du gefahren wurdest - erzähl' mal bitte genauer.
Trabbi, W-50 - oder wie genau?

Ich habe eine sehr schwache Erinnerung an die Meldekarten: Ich möchte meinen, dass die alle im Laufschritt zu den Offizierswohnungen liefen.


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#315

RE: Unteroffiziersschule "Egon Schultz" Perleberg

in Grenztruppen der DDR 30.04.2011 03:45
von Mart | 734 Beiträge

Zitat von feldwebel88
die alarmtruppe 1/9 bestand aus 1 gruppenführer und 9 uffz-schüler.


Ich möchte denken, dass diese Sache nach meiner Zeit (84/85) eingeführt wurde.

Ich habe damals ab und an mit zwei mir anbefohlenen US den Standortdienst gegeben. Ausnehmend unlustige Veranstaltung, da als Kettenhund auf der ganz schmalen Seite zu sein.

Falls es zu meiner Zeit so eine Alarmtruppe der Abteilung "Kneipenschlägerei verhindern" schon gegeben haben sollte - dann hat mir das damals niemand gesagt.


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#316

RE: Unteroffiziersschule "Egon Schultz" Perleberg

in Grenztruppen der DDR 30.04.2011 04:17
von Mart | 734 Beiträge

Zitat von utkieker
An der ersten Schießübung konnte ich aus gesundheitlichen Gründen nicht teilnehmen


Du hast da nicht so sehr viel verpasst.

Die Schießbahn auf dem StÜP war hier:
http://www.wikimapia.org/#lat=53.0494658...58&z=18&l=5&m=b

Das war im Grunde ein verbesserter KK-Schießstand mit großem Erdwall drum. Vier (oder sechs?) Schützen parallel, liegend, Einzelfeuer. Aus naheliegendem Grund wurde da nur mit Plastkern geschossen.

Das Ganze war für genau das gedacht - was Du schon sagtest: Bedingung, um Wache stehen zu "dürfen". Ansonsten war das Kinderkacke: Die richtigen Schießübungen waren auf dem TÜP Lübtheen, da wurde mit den Mannschaften mit W50 gefahren; das Wecken war so gegen 0330.

An die Plastkern-Schießerei auf StÜP Perleberg habe ich übrigens eine deutliche Erinnerung: Ich war für die liegenden Schützen verantwortlich; ich weiß nicht mehr, wie meine Funktion an der Linie hieß. Befehlslage war folgende: Jeder u/i-Funktion (also ich) kann das Schießen sofort unterbrechen. So eine Art Totmann-Schalter.

Wir hatten in der Fachrichtung Na nun einen neu zukommandierten Major, der Nordpol wird sich sicher an Mjr. Reixxxxx erinnern: Der gab schon an der Vorbereitungslinie den Affen: Ohne, dass er da was zu befehlen gehabt hätte, befahl er ein "Stahlhelm auf" für das Schießen. Das war nun nicht konzeptgemäß. Das gab dann schon den ersten Streß.
Deutlich schwerer wog. dass er beim Schießen zwischen den liegenden Schützen rumturnte und denen direkt beim Schießen an der Waffe rumfummelte. Ich habe dann das Schießen unterbrochen.

Das klingt heutzutage dramatischer als es damals war:
Jeder Aufsichtsführende an der Linie konnte das Schießen sofort unterbrechen - das war ihm in allen Zweifelssituationen strikt befohlen. Das war da mal - ich.
Der Genosse Mjr Reixxxxx wurde nicht so direkt mein Freund: Auf meinen Hinweis hin - wurde er vom Leiter des Schießens aus der Zone verbannt.
Später gab es auch keine Nachfragen. Sondern nur vom Leiter Häxxxxx ein "alles ok".

Tja. Opa erzählt vom Kriech.


zuletzt bearbeitet 30.04.2011 04:20 | nach oben springen

#317

RE: Unteroffiziersschule "Egon Schultz" Perleberg

in Grenztruppen der DDR 30.04.2011 15:16
von vs1 (gelöscht)
avatar

hallo @ mart,

ein echt nettes thx für deine mühe.
es macht freude, auch mal die erklärende sicht eines ehemaligen ausbilders lesen zu können.
für mich, der selber dort oben leiden durfte, war perleberg, damals und heute noch, eine zeit mit vielen erfahrungen.
sowohl positive, als auch negative.

gruß vs ... und weiter so!


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#318

RE: Unteroffiziersschule "Egon Schultz" Perleberg

in Grenztruppen der DDR 30.04.2011 17:02
von EK87II | 109 Beiträge

Hallo Mart,
wenn ich mich recht entsinne, 84 ist ja schon eine Weile her, war ich auch mal Melder. Mir war so als wäre das kein fester Posten gewesen, der wurde immer wieder neu eingeteilt . Einmal hat es mich mit Alarm erwischt. Musste die Alarmmeldung an Hpt. Häxxxx überbringen glaube der war damals noch Oltn. und wurde während meiner Zeit befördert. So weit ich mich erinnere ging es in FDU aber ohne Waffe im Sprint durch den KDP die Straße raus. Häxxxxx wohnte glaube ich in einem Neubaublock auf der Liebknecht Str. ein ganzes Stück nach der Hindernisbahn. Alarmmeldung machen und im Sprint wieder zurück. Mit dem Scheiß R-109 (hoffe Bezeichnung stimmt) durfte ich mich auch mal sinnlos abschleppen.


Gruß
EK87II
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#319

RE: Unteroffiziersschule "Egon Schultz" Perleberg

in Grenztruppen der DDR 30.04.2011 21:42
von Alien1964 | 47 Beiträge

Ich kann mich Erinnern das ich mit einem Trabant Kübel Rausgefahren wurde!
Ob mit oder ohne Waffe kann ich nicht genau Sagen.
In meiner Stasi Akte die über mich geführt wurde und die einen Personalfragebogen Enthält mit Angabe 6.Kompanie 2 ter Zug Zugführer Ulltn. Hxxxig

@Stabsfähnrich: Bitte keine Klarnamen verwenden.



zuletzt bearbeitet 30.04.2011 21:45 | nach oben springen

#320

RE: Unteroffiziersschule "Egon Schultz" Perleberg

in Grenztruppen der DDR 30.04.2011 21:53
von Stabsfähnrich | 2.046 Beiträge

[quote="Alien1964"]Ich kann mich Erinnern das ich mit einem Trabant Kübel Rausgefahren wurde!
Ob mit oder ohne Waffe kann ich nicht genau Sagen.
In meiner Stasi Akte die über mich geführt wurde und die einen Personalfragebogen Enthält mit Angabe 6.Kompanie 2 ter Zug Zugführer Ulltn. Hxxxig

.............bitte erkläre doch mal bitte den Zusammenhang, zwischen US VI (Thema), dass du "Melder" gewesen bist, Deiner "Stasi" Akte und der 6. Kompanie. Meinen Dank für die Erklärung, schon mal im voraus.


Mit freundlichen Grüßen - Chris
www.polizeilada.de
www.grenzradio911.info
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