#281

RE: Unteroffiziersschule "Egon Schultz" Perleberg

in Grenztruppen der DDR 23.03.2011 00:07
von Andi (gelöscht)
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Essen, das war ein leidiges Thema bei uns. Als 12 Kompanie (Batterie) waren wir (so glaube ich mich zu erinnern) immer die letzten beim Essen. Die Soldaten vom Wachschutz haben uns viele Sachen vor endhalten. Bis wir uns beim Kommandeur der U Schule beschwert haben. Na da war was los.

Essen auf Zuteilung gab es bei uns nicht. Kartoffeln schälen war immer blöd. Diese riesigen Behälter. O man.


Eigentlich ging es doch in Perleberg. Wenn ich daran denke wir waren früh beim Waschen, da sind die Russen schon in voller Montur durch die Gegend gerannt.
Wir hatten sonn Typen auf der Bude der hat drei Schachteln Karo geraucht und sich nie die Zähne geputzt.


zuletzt bearbeitet 23.03.2011 00:11 | nach oben springen

#282

RE: Unteroffiziersschule "Egon Schultz" Perleberg

in Grenztruppen der DDR 23.03.2011 01:39
von Mart | 734 Beiträge

Zitat von Ladehugo
Stichwort Tischdienst......


Erzähle uns das doch bitte genauer (ich hatte damit nichts zu tun).
Ihr seid auch 0600 aufgestanden? Aus jeder Gruppe einer - oder anders? Wer hat euch zum Küchengebäude geführt? Habt ihr da diese ekligen Blechkannen auf die Kompanie getragen - oder wie war das? Musstet ihr euch beim Küchenbullen melden?

Zitat von Ladehugo
(Einberufung 82/2 8. Kompanie Nachrichten)


Ei, schick. Sei' herzlich von mir gegrüßt! Die Wahrscheinlichkeit ist hoch, dass ich Dich auch schon mal zur korrekten Grußerweisung zurückschickte: Ich war GF/Ausbilder in der 7. - genau Deine Zeit.

Als was wurdest Du in der 8. ausgebildet? Kabelaffe oder SAS/SND?
Habt ihr damals mitbekommen, dass der 4. Zug SAS war?
Gab es in der 8. noch eine weitere verdeckte Ausbildung?

Die letzte Frage zielt auf folgendes:
In der 7. gab es die 3. Gruppe des 1. Zuges - theoretisch auch Funker. Real aber Funkaufklärer. Das war extrem geheim: Formal durfte nicht einmal der Zugführer wissen, was die Jungs der 3. Gruppe eigentlich so trieben.
Es ist ganz gut möglich, dass in der 8. auch sowas war; ich habe (wage) Anhaltspunkte dafür.


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#283

RE: Unteroffiziersschule "Egon Schultz" Perleberg

in Grenztruppen der DDR 23.03.2011 08:35
von 19frank63 | 22 Beiträge

He Mart,die Bescheibung der ersten Tage,einfachSpitze! Ich fühle mich sofort in die Zeit zurückversetzt und kann jedes Wort unterschreiben (ebenfalls aus beiden Blickrichtungen ,US - - -GF/Ausbilder)


„Erfahrungen vererben sich nicht - jeder muß sie allein machen. ('')
Kurt Tucholsky
zuletzt bearbeitet 23.03.2011 08:41 | nach oben springen

#284

RE: Unteroffiziersschule "Egon Schultz" Perleberg

in Grenztruppen der DDR 24.03.2011 01:27
von Mart | 734 Beiträge

Zitat von 19frank63
He Mart,die Bescheibung der ersten Tage,einfachSpitze! Ich fühle mich sofort in die Zeit zurückversetzt und kann jedes Wort unterschreiben (ebenfalls aus beiden Blickrichtungen ,US - - -GF/Ausbilder)


Hallo Frank,
danke für das Lob.

Ich will das in der Art einer kleinen Serie noch fortführen.
Dabei muss ich für die Tage 3-5 allerdings vom bisherigen Schema abweichen - einfach, weil man die Vielzahl der "Maßnahmen" konkreten Tagen nicht zuordnen kann: Mal war es so - mal so. Aber ich denke schon, dass ich mich ganz gut an einige Maßnahmen der ersten Tage erinnern kann: Wo dann einige Leser sagen "huch, stimmt ja! Das hatte ich ganz vergessen!"

Ich mache aber erstmal Pause: Wenn ich zu schnell schreibe, werden die einzelnen Beiträge ja nicht gelesen oder gar kommentiert.


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#285

RE: Unteroffiziersschule "Egon Schultz" Perleberg

in Grenztruppen der DDR 25.03.2011 22:52
von Ladehugo | 42 Beiträge

Zum Thema Tischdienst:

wir standen genau so wie alle anderen 6.00 Uhr auf, konnten aber gleich in den Waschraum, die anderen waren ja zum Frühsport. Da war Ruhe angesagt. Wenn der Rest vom Frühsport kam, gingen wir (von jedem Zimmer einer) los, ohne Begleitung, eine Reihe.... dann eindecken, Brötchen fassen etc. An der Essensausgabe habe ich dann täglich moniert, dss sie sich verzählt hätten... so bekam mein Tisch jeden Morgen je 4 Brötchen! Hat immer funktioniert.

Zur nächsten Frage: 8. Kompanie: Meines Wissens nach war nur der 4. Zug SAS, der Rest waren stinknormale Nachrichtenuffze für die GK. max. GB möglicherweise kamen auch einige ins GR, aber nicht direkt als Techniker, die wurden, so denke ich in Prora ausgebildet. Als Nachrichtenuffz durften wir sowieso nur Akkus laden, Funkgeräte putzen und ein wenig das GMN warten. Die richtigen Reparaturen waren Spezialisten vorbehalten.

Es gab auch keine anderen geheimen Spezialagenten in der Kompanie, außer dem besagten 4. Zug. Bei den Jungs habe ich auch mein Tonbandgerät inkl Tonkopfreiniger (reiner Alkohol) gelagert, ich war damals offizieller Kompaniediscotheker, aber davon bei Bedarf mehr....

Zum Funkertest nochmal meine Gedanken: mann, war ich schlecht, ich hatte absolut keinen Bock darauf, Tastenficker zu werden!

Was mich bis heute irritiert, ich wurde sofort in der ersten Woche Funker KC, ich kam in die berüchtigte 1. Gr, 1. Zug der 8. K. Ich wurde vom Frühsport befreit... dann wurde ich besonders sportlich gefördert... (siehe erste Seiten) dabei war ich gar keine Sportskanone sondern eher durchschnittlich.
Zum Ende der Ausbildung in Perleberg erzählte mir mein Gruppenführer, dass in meiner Beurteilung von der Penne (EOS) drin stand, ich wäre "physisch hoch belastbar". Das haben die dann auch mit mir gemacht, jeden Abend 3000 m!



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#286

RE: Unteroffiziersschule "Egon Schultz" Perleberg

in Grenztruppen der DDR 25.03.2011 23:34
von Ladehugo | 42 Beiträge

@ Mart

Sorry, habe beim Lesen der ersten Seiten gemerkt, dass ich vieles schon einmal ab Seite 3 geschrieben habe und mich wiederholte. Deine Fragen sind aber auch ähnlich ;-) ......



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#287

RE: Unteroffiziersschule "Egon Schultz" Perleberg

in Grenztruppen der DDR 25.03.2011 23:36
von Mart | 734 Beiträge

Zitat von Ladehugo
Zum Funkertest nochmal meine Gedanken: mann, war ich schlecht, ich hatte absolut keinen Bock darauf, Tastenficker zu werden!


Zu diesem Thema kommen wir später - das war ein psychologisches Drama.
Wenn ich recht mitzähle, dann haben wir mit Dir fünf Leute im Forum, die den Funkertest machten. Das würde im Grunde bedeuten, dass es einen neuen Thread geben könnte - sollte.

Zitat von Ladehugo
Was mich bis heute irritiert, ich wurde sofort in der ersten Woche Funker KC, ich kam in die berüchtigte 1. Gr, 1. Zug der 8. K.


Nordpol! Hier ist ein KC-Funker!
Geil, Ladehugo.
Von Interesse wäre, was Du bei Alarm so getrieben hast. Also vom Punkt des Aufstehens an: Beschreibe das mal möglichst völlig - nach Deiner Erinnerung.

Problem ist halt, dass es in diesem Thread fürchterlich durcheinander geht: Mal reden wir von Einberufung, mal von Innendienst, mal von Alarm. Im Grunde ist das alles für andere Leser ziemlich unlesbar - selbst wenn sie an der US VI waren. Ich muss mal überlegen, welchen Mod ich bitte, das alles in neue Threads aufzuspalten.

Zitat von Ladehugo
Zum Ende der Ausbildung in Perleberg erzählte mir mein Gruppenführer, dass in meiner Beurteilung von der Penne (EOS) drin stand, ich wäre "physisch hoch belastbar". Das haben die dann auch mit mir gemacht, jeden Abend 3000 m!


Du warst 82? Oder welche Einstellung konkret?
Warst Du in der Karate-Ausbildung?
Die (ansatzweise) Einzelkämpfer-Ausbildung?
Oder war das vor Deiner Zeit - und Du hattest nur das Pech "vorgesehen" zu sein?


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#288

RE: Unteroffiziersschule "Egon Schultz" Perleberg

in Grenztruppen der DDR 25.03.2011 23:51
von Ladehugo | 42 Beiträge

@ Mart

82/2 Keine Karate- , keine Einzelkämpferausbildung!

Zum Funker KC: ich habe nur schemenhafte Erinnerungen! ich glaube, im KC-Zimmer (Hptm Gxxxxxx) durfte ich eine R 109 aufbauen und auf Empfang gehen. Pro Kompanie gab es 2 Funker KC, hat jede Woche gewechselt. Ich kann mich an keinen Alarm erinnern, wo ich wirklich Dienst hatte, an einen (ich schrieb das schon auf ca. Seite 3) erinnere ich mich sehr gut: da ich nicht für das Schleppen von Munikisten o.ä. vorgesehen war, musste ich am offenen Fenster des Waschraumes aktive Luftraumbeobachtung durchführen auf Befehl meines Gruppenführers.



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#289

RE: Unteroffiziersschule "Egon Schultz" Perleberg

in Grenztruppen der DDR 25.03.2011 23:58
von Ladehugo | 42 Beiträge

Funkertest:

alle Mann der Kompanie im Lehrgebäude? Dann wurden einzelne Buchstaben im Morsealphabet erklärt und man musste mitschreiben, was man verstand oder heraushörte. Ging meines Wissens nach über mehrere Stunden. Das Piepen ging mir so auf den Zünder, dass ich dann abgeschaltet habe. Der Chef vom Wehrkreiskommando meiner Stadt hatte mir eh empfohlen, einfacher Nachrichtenuffz zu werden. (Ich stand damals vor der Entscheidung, Nachrichtenuffz bei den GT oder Gruppenführer bei den Mot-Schützen zu werden....)



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#290

RE: Unteroffiziersschule "Egon Schultz" Perleberg

in Grenztruppen der DDR 25.03.2011 23:59
von Mart | 734 Beiträge

@Administration
Dieser Thread wird möglicherweise unlesbar.
Obwohl er sehr fachlich/sachlich ist - aber es gehen zu viele Themen durcheinander.

Ganz grundsätzlich wäre eine eigene Rubrik "US VI" ideal.

Ich bitte darum, diesen Thread in drei Threads aufzuspalten:
* US VI - allgemein
* US VI - Einberufung
* US VI - Alarme


Aus meiner Sicht: Je eher - desto besser.
Gern wird für die Aufspaltung der Administration Hilfe angeboten. Sicher nicht nur von mir: Wir haben im Thread mehrere Herren, die von den verschiedenen die US VI betreffenden Themen deutlichen Plan haben. Konkret möchte ich Nordpol nennen.


zuletzt bearbeitet 26.03.2011 01:20 | nach oben springen

#291

RE: Unteroffiziersschule "Egon Schultz" Perleberg

in Grenztruppen der DDR 26.03.2011 00:04
von Ladehugo | 42 Beiträge

.... da möchte ich aber über jede Antwort in den Threads informiert werden.
ich würde noch vorschlagen: GWA, Feldlager auf dem Stüp, Brandbahn



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#292

RE: Unteroffiziersschule "Egon Schultz" Perleberg

in Grenztruppen der DDR 26.03.2011 00:08
von Ladehugo | 42 Beiträge

das Thema Seelingstädt wäre noch einmal äußerst interessant, da viele ehemalige Grenzer während des Studiums noch einmal die Ehre hatten, zu dienen!

Das ist auch noch nicht zu lange her, da habe ich noch einige Erinnerungen!



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#293

RE: Unteroffiziersschule "Egon Schultz" Perleberg

in Grenztruppen der DDR 26.03.2011 00:42
von Mart | 734 Beiträge

Der dritte Tag an der US VI.
Das war ein Freitag. Fast Wochenende.
Glaubt ihr nicht?
Wehrdienstausweis rausholen - guckt nach!

0600: Pfiff. Siiiiiieeeemmmmm-Paaaaanie aufstehen! Fertigmachen zum Frühsport! Zeit: Drei Minuten!
Ähmmm - wie - wo - bin - das - ist - nicht - mein - Bett!
Ach, ich bin ja Soldat.

Schnell, ich muss Frühsport!
Die ranzen mich an, wenn ich nicht schnell ... ich muss pullern. Dringend.
Die stehen da draußen und brüllen. Wo ist denn die Trainingshose - ach da.
Ich muss pullern.
Die brüllen da draußen. Schnell - schnell. Ich komme!

Soldat Hülsensack, brauchen Sie eine Extraeinladung?
Schön, dass Sie auch mal kommen!


Zweite Kachel!
Fußspitzen!
Haben Sie was an den Ohren?


Kompanie - rechts-links - um!
Rumms - Fünf Tote.
Aber nun war das nicht mehr zum Lachen: Pro Zug stand jetzt ein GF. Und der war hinreichend unlustig: Die Keime können nix - außer an Mutti denken. Nichtmal die Marschrichtung zur Treppe haben sie sich gemerkt. Der Ton war schneidig - sehr sogar.

Den Rest des Tagesablaufs spare ich mir: Das würde als Bericht schnell langweilig. Denn ein großer Teil war Formalausbildung: "Soldat, Stillgestanden!"

Jeder vermutete, dass es "einen Schliff" geben würde in den ersten Tagen. Also so eine Art "green barrets" - davor warnte uns das ND ja immer. Aber genau das passierte nicht - es gab in den ersten Tagen keinerlei körperlichen Stress. Kein 40 Klimmzüge, kein 10.000 Meter. Der Stress war ganz anders: Es gab keine Zeit. Und gleich gar keine Freizeit. Es gab immer nur Maßnahmen. Permanent Maßnahmen. Immerzu. Ständig.
Kaum war man im Zimmer, kam schon wieder
Siiiiiieeeemmmmm-Paaaaanie - heraustreten zum ...

Und das auch an dem ersten Wochenende.
Es gab kein Wochenende. Null, njete.
Da lief der Funkertest. Und viele andere Innendienstmaßnahmen. Maßnahmen.

In der weiteren Folge (man kann es nicht einem konkreten Tag zuordnen) möchte ich weitere wichtige "Maßnahmen" genauer beschreiben. Das dann in den nächsten Tagen.


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#294

RE: Unteroffiziersschule "Egon Schultz" Perleberg

in Grenztruppen der DDR 26.03.2011 00:51
von Ladehugo | 42 Beiträge

@ Mart

da muss ich Dir leider widersprechen, und da kann ich mich sehr wohl ganz genau erinnern: mein dienstgeiler Gruppenführer fragte sofort bei Eintreffen auf der Kompanie nach meinem Namen und seine nächsten Worte waren: "an die Reckstange, Klimmzüge!" Und das in meinen vollen Winterklamotten. Bei 13 Klimmzügen durfte ich "absteigen". Da war ich das erste Mal satt! Wo bin ich hier gelandet?



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#295

RE: Unteroffiziersschule "Egon Schultz" Perleberg

in Grenztruppen der DDR 26.03.2011 00:53
von Mart | 734 Beiträge

Zitat von Ladehugo
.... da möchte ich aber über jede Antwort in den Threads informiert werden.
ich würde noch vorschlagen: GWA, Feldlager auf dem Stüp, Brandbahn


Ich zitiere mich selbst:
Ganz grundsätzlich wäre eine eigene Rubrik "US VI" ideal.

Im Grunde geht es um ein "Unterforum" hier. Was zu heißen hat "Unteroffiziersschule "Egon Schultz" Perleberg" - dort bauen wir dann Threads wie GWA, Brandbahn, ... aber erstmal brauchen wir einen Mod, der uns so ein Unterforum baut.

Ich nehme mal an, dass die Mods genau so tickern wie der Frau Merkels Herren: Mal erstmal etwas abstimmen. Dauert - weiß man ja. Nicht falsch verstehen: So ist das halt, wenn es demokratisch läuft. Was bitte nicht als Kritik verstanden werden soll.

HINT: Ich habe noch keinen Mod persönlich angesprochen.


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#296

RE: Unteroffiziersschule "Egon Schultz" Perleberg

in Grenztruppen der DDR 26.03.2011 01:08
von Mart | 734 Beiträge

(war irgendwie doppelt - steht nachlesbar unten)


zuletzt bearbeitet 26.03.2011 01:24 | nach oben springen

#297

RE: Unteroffiziersschule "Egon Schultz" Perleberg

in Grenztruppen der DDR 26.03.2011 01:12
von Mart | 734 Beiträge

Zitat von Ladehugo
@ Mart
da muss ich Dir leider widersprechen, und da kann ich mich sehr wohl ganz genau erinnern: mein dienstgeiler Gruppenführer fragte sofort bei Eintreffen auf der Kompanie nach meinem Namen und seine nächsten Worte waren: "an die Reckstange, Klimmzüge!" Und das in meinen vollen Winterklamotten. Bei 13 Klimmzügen durfte ich "absteigen". Da war ich das erste Mal satt!


Mach' mal bitte langsamer.

Möglicherweise -unterstelle ich jedenfalls- geht es uns heute zwei Dinge
1) Wie haben wir das damals erlebt?
2) Welchem generellen Prinzip folgte das eigentlich?

Die Nummer mit der Klimmzugsstange wollte ich eigentlich in einem weiteren Beitrag ausführlich bringen: Meine Idee war, die (durchaus sehr vielen) "Maßnahmen" der ersten Tage einzeln aus der heutigen Sicht (!) einzeln zu beleuchten.

Zitat von Ladehugo
Wo bin ich hier gelandet?


Hast Du den Abstand heute?
An den ersten Tagen gab es noch gar keinen Sport. Absolut keinen. Rein körperlich beschränkte sich das auf eine gemütliche Runde in Kompanieformation um den Ex-Platz.

(Erste Tage)
Die wirklich sportlichen waren die, die wirklich problematisch werden konnten: Die konnten sich zu Aufrührern entwickeln. Mag auf der anderen Seite der Front niemand.

Dich hat die Klimmzugsstange umgehauen. Andere konnten nicht einen Klimmzug, gingen davon. Sie hat anderes umgehauen - was Du vielleicht vergessen hast.

Das ist mal der Punkt - mein Punkt jedenfalls.
Kleiner Nachtrag: Ich war auf beiden Seiten der Front. Ich rechtfertige NICHTS - ich berichte. Nur das.


zuletzt bearbeitet 26.03.2011 01:16 | nach oben springen

#298

RE: Unteroffiziersschule "Egon Schultz" Perleberg

in Grenztruppen der DDR 24.04.2011 02:54
von Mart | 734 Beiträge

Wir reden weiterhin über die ersten Tage. Wie versprochen, schauen wir uns mal ein paar "Maßnahmen" an.

Putz- und Flickstunde
Pfiff. "Kompanie mit Hocker und befohlenem Krempel heraustreten!"
Die Nummer war relativ harmlos: Es ging um fehlende Kleinigkeiten wie Knöpfe oder Schulterstücken anbringen. Bei der Gelegenheit wurde auch kontrolliert, ob alles Befohlene von zuhause mitgebracht wurde: Kamm, Taschentuch, Bestecktasche, Besteck. Gleichzeitig war das wieder zur Disziplinierung angelegt: "Zwei Kämme - vorzeigen!". "Ruhe!". "Stehen Sie still!". Allen wurde eingeschärft, dass man sich merken solle, was fehlt. Denn dann schloß sich eine folgerichtige Maßnahme an. So, dann erstmal "Stillgestanden! Kompanie - wegtreten!"
Klappt nicht. Pfiff. "Kompanie - heraustreten!"
Klare Ansage, wie wegzutreten ist: "Auf das Kommando 'Wegtreten'" machen Sie kehrt und mit dem linken Fuß einen betonten Ausfallschritt! - Wir üben!"

Erster MHO-Gang
Pfiff. "Kompanie - heraustreten!"
Ansprache: "Wir gehen jetzt zur MHO, kaufen das fehlende. Wer hat kein Geld dabei?"
Keule: "Icke!"
Schwerer Anranzer: "Sie haben den gestreckten linken Arm 90° zu halten - die Hand bildet eine Faust!"
Dann mal los: "Kompanie rechts-links um! Antreten vor dem Gebäude!"
Rumpel-rumpel-schepper-schepper: Shit - UvD hat nicht aufgepasst. Die 8. ist zeitgleich auf der Treppe. Es kam ein ausnehmend deutliches "Kompanie - Achtung! - und anschließende Kurzbelehrung, worin der Unterschied zwischen "Achtung" und "Kompanie - Achtung" besteht.
Der Marsch zur MHO wurde dann wieder zur Formalausbildung (diesen Begriff gab es damals aber nicht; es hieß Marschtraining) genutzt: Das volle Programm. Unten angekommen, hielt der Hauptfeld nochmal einen kurzen Vortrag: Was das Ganze denn soll. Und was man zu kaufen habe. Und was nicht. Und das man vielleicht so 10 weitere Kragenbinden (im Soll waren vmtl. nur zwei?) zum eigenen Nutze kaufen solle. "Ohne Tritt in Reihe rechts!"

Huch, was ist das denn für ein Spatzenkonsum?
Die Bude gerammelte voll, vorn ein Ladentisch wie aus den 1960ern, dahinter vier oder fünf Verkäuferinnen älteren Semesters - huch, die eine da: Was ist das denn für eine süße Maus? (Sie hat später einen GF/Ausbilder der 9. geheiratet; wenn mich recht ist: Koch). Ok, Kamm kaufen, 20 Kragenbinden, Knöpfe, Schuhcreme. Der Rückweg - man ahnt es: Marschtraining.

Geheimhaltung
Ich erspare mir die Einleitung: Kompanie runter, Marsch zum Lehrgebäude. Wenn Zeit war, gern einmal um den Ex-Platz. Nun üben wir, wie man in den Hörsaal einrückt - klappt gut. Vorn steht erstmal Ufw Sexxxxxx (7/1/3), also die Nummer hat er drauf: Wir üben mal, wie man auf Befehl aufsteht. Und was man so macht, wenn dem Vortragenden gemeldet wird: Exakt nichts!
Der Tanz kann beginnen: Der Fachoffizier schreitet ein, ihm wird gemeldet. Nun wurde es ausnehmend zivil: Genosse Oberstleutnant erklärt in einer fast väterlichen Art, dass hier im Grunde alles geheim ist. Weil ja der Klassenfeind nur auf seine Chance wartet. Und der Klassenfeind verkleidet sich. Man muss da sehr wachsam sein. Ausnehmend wachsam. Und es gibt auch ziemlich schwere Strafen, wenn man nicht wachsam ist.

Die ersten kämpften mit den Augenlidern, oft wurde der Kampf auch verloren. Zwar gab es faktisch keinen körperlichen Stress. Aber es gab auch nie Zeit zum durchatmen - und das in einer völlig fremden und verunsichernden Umgebung: Alles machte man falsch, überall "lauert der Anschiss": Nach meiner damaligen Beobachtung begann bereits zu diesem Zeitpunkt die Ausbildung dieser Soldatensprache: Anschiss, Abducken, Maßnahme.

Der Oberstleutnant hatte aber noch mehr zu verkünden - weil der Feind nun wirklich überall ist: Vermutlich auch bei der Deutschen Post. Und bei den Verwandten ja mal sowieso: Wir sind hier nicht etwa die Unteroffiziersschule VI "Egon Schultz" in Perleberg, nein-nein! Wir sind 2913 Perleberg, PF 18185/11 - das mal merken!
Höflichkeitsfloskeln werden abgeändert: Man schreibt nicht "Perleberg, den 15. Januar 1983" - man schreibt "O.U., den 15. Januar 1983"! O.U. ist die Ortsunterkunft - um den Klassenfeind zu verwirren.
Und die Dinge des militärischen Lebens gehören nicht in einen Brief! Keine, njete! Auch das Wetter kann ein militärisches Geheimnis sein, Genossen! Da erkennt der Klassenfeind vielleicht den Standort! Negative Dinge gehören gehören auch nicht in Briefe! Das sprechen Sie mit ihrem Gruppenführer ab! Übrigens erwarte ich, dass Sie heute in ihrer Freizeit einen Brief an ihre Angehörigen schreiben! Das sie hier gut angekommen sind. Das es ihnen gut geht, das das Essen auch ok ist.

Alle wachen irgendwie auf: Wie jetzt? Freizeit? Gibt's das hier auch? Und - ist hier eigentlich überhaupt was erlaubt?
Abmarsch zur Kompanie. Marschtraining damit.

Brief schreiben
Die ersten Tage hatten für die US derart viel verwirrende Wendungen - das war nicht auszuhalten:
Oben auf der Kompanie angekommen (da wurde ja immer nochmal angetreten, ehe es auf die Zimmer ging) stand schon der Hauptfeld bereit: Mal einen Vortrag an sein Volk halten. Nun wäre etwas Freizeit. Um einen ersten Brief zu schreiben. Den könne man in den Postkasten einwerfen, der sei am KdL-1 (was ist das denn?). Aber einfacher ist es, den Brief beim UvD abzugeben, da wird der gleich prüfen, ob der Absender korrekt angegeben ist.

Da saßen dann nun neun oder zehn oder gar zwölf Kameraden auf der Stube - Brief schreiben. Also das war nun auch wieder verstörend: Eigentlich darf man ja nichts schreiben, ist doch alles verboten. Und die Drohung war ja unüberhörbar: Vorsicht, Stasi liest mit! (dazu vielleicht mal in einem späteren Beitrag, ganz interessant).

Tagesende
Der Tag neigt sich nun dem Ende, es ist nach dem Abendessen. Alle GF sind auf dem Flur bzw. bei ihrer Gruppe: Ganz viel nervender Kleinkram:
Reviere werden verteilt. Etwas Ordnung in den Schrank (noch nicht das komplette Programm). Gruppengespräch (hieß wohl TAPI). Klimmzugstange. Ich nehme mal an, dass alle Kp dieses hatten, die Klimmzugstange auf dem Flur. Der GF führt seine Gruppe mal da hin. Jeder einzeln ran. Nein - so doch nicht! Kammgriff! Also - das muss sich ändern! Sechs Klimmzüge sind die 3! Hatten Sie keinen Sportunterricht?

Und bei der Gelegenheit auch der
UvD-Tisch
Gruppenweise wurde trainiert, wie man an diesen heranzutreten hat: Markierte Kachel, im Stillgestanden die Ehrenbezeigung: "Genosse Unterfeldwebel, gestatten Sie, dass ich Sie spreche?" Nu - ich gestatte. Halt, wegtreten war falsch - nochmal!
Das war übrigens die erste reale Chance für Raucher: Stiefel nehmen, an den UvD-Tisch, Männchen machen, wegtreten zum Stiefelputz.
Zwischen Lehrgebäude und dem sensationell-berühmten Duschgebäude standen dann abends teilweise mehr als 100 Männer - und versuchten, sich bei einer Zigarette zu entspannen: Scheiße, was hab ich denn verbrochen?

Heh, Du? Sag mal - bist Du nicht der Robert aus der Schweißerklasse aus [ausgedacht] Leuna? Heh, cool! Ach, hör mir auf. Das ist hier doch der helle Wahnsinn! Wie, der Sohn vom Stabü-Lehrer [Name verfälscht] Dreusser ist GF in deiner Kompanie? Der ist 10-Ender? Naja, bei seinem Vater. Ja, halte Du auch die Ohren steif!
-----------------------
Das reicht mal für Maßnahmen für einen der ersten Tage. So ähnlich lief es ab. Die konkrete Reihenfolge war natürlich immer unterschiedlich. Ein halbes Dutzend weiterer Maßnahmen der ersten Tage habe ich noch, das würde ich dann gelegentlich schreiben; Funkertest inklusive.

Allen meinen Kameraden und allen Mitlesern: Frohe Ostern!


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#299

RE: Unteroffiziersschule "Egon Schultz" Perleberg

in Grenztruppen der DDR 24.04.2011 22:59
von EK87II | 109 Beiträge

Hallo Mart,
vielen Dank für deine unterhaltsame Wiedergabe der Ereignisse. Die ersten Tage liefen ja wirklich so ab und man fühlt sich beim lesen mittendrin. Freue mich schon auf weitere interessante Berichte von Dir.
Schöne Ostern noch!!


Gruß
EK87II
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#300

RE: Unteroffiziersschule "Egon Schultz" Perleberg

in Grenztruppen der DDR 25.04.2011 10:51
von Alien1964 | 47 Beiträge

Zitat von Mart
Wir reden weiterhin über die ersten Tage. Wie versprochen, schauen wir uns mal ein paar "Maßnahmen" an.

Putz- und Flickstunde
Pfiff. "Kompanie mit Hocker und befohlenem Krempel heraustreten!"
Die Nummer war relativ harmlos: Es ging um fehlende Kleinigkeiten wie Knöpfe oder Schulterstücken anbringen. Bei der Gelegenheit wurde auch kontrolliert, ob alles Befohlene von zuhause mitgebracht wurde: Kamm, Taschentuch, Bestecktasche, Besteck. Gleichzeitig war das wieder zur Disziplinierung angelegt: "Zwei Kämme - vorzeigen!". "Ruhe!". "Stehen Sie still!". Allen wurde eingeschärft, dass man sich merken solle, was fehlt. Denn dann schloß sich eine folgerichtige Maßnahme an. So, dann erstmal "Stillgestanden! Kompanie - wegtreten!"
Klappt nicht. Pfiff. "Kompanie - heraustreten!"
Klare Ansage, wie wegzutreten ist: "Auf das Kommando 'Wegtreten'" machen Sie kehrt und mit dem linken Fuß einen betonten Ausfallschritt! - Wir üben!"

Erster MHO-Gang
Pfiff. "Kompanie - heraustreten!"
Ansprache: "Wir gehen jetzt zur MHO, kaufen das fehlende. Wer hat kein Geld dabei?"
Keule: "Icke!"
Schwerer Anranzer: "Sie haben den gestreckten linken Arm 90° zu halten - die Hand bildet eine Faust!"
Dann mal los: "Kompanie rechts-links um! Antreten vor dem Gebäude!"
Rumpel-rumpel-schepper-schepper: Shit - UvD hat nicht aufgepasst. Die 8. ist zeitgleich auf der Treppe. Es kam ein ausnehmend deutliches "Kompanie - Achtung! - und anschließende Kurzbelehrung, worin der Unterschied zwischen "Achtung" und "Kompanie - Achtung" besteht.
Der Marsch zur MHO wurde dann wieder zur Formalausbildung (diesen Begriff gab es damals aber nicht; es hieß Marschtraining) genutzt: Das volle Programm. Unten angekommen, hielt der Hauptfeld nochmal einen kurzen Vortrag: Was das Ganze denn soll. Und was man zu kaufen habe. Und was nicht. Und das man vielleicht so 10 weitere Kragenbinden (im Soll waren vmtl. nur zwei?) zum eigenen Nutze kaufen solle. "Ohne Tritt in Reihe rechts!"

Huch, was ist das denn für ein Spatzenkonsum?
Die Bude gerammelte voll, vorn ein Ladentisch wie aus den 1960ern, dahinter vier oder fünf Verkäuferinnen älteren Semesters - huch, die eine da: Was ist das denn für eine süße Maus? (Sie hat später einen GF/Ausbilder der 9. geheiratet; wenn mich recht ist: Koch). Ok, Kamm kaufen, 20 Kragenbinden, Knöpfe, Schuhcreme. Der Rückweg - man ahnt es: Marschtraining.

Geheimhaltung
Ich erspare mir die Einleitung: Kompanie runter, Marsch zum Lehrgebäude. Wenn Zeit war, gern einmal um den Ex-Platz. Nun üben wir, wie man in den Hörsaal einrückt - klappt gut. Vorn steht erstmal Ufw Sexxxxxx (7/1/3), also die Nummer hat er drauf: Wir üben mal, wie man auf Befehl aufsteht. Und was man so macht, wenn dem Vortragenden gemeldet wird: Exakt nichts!
Der Tanz kann beginnen: Der Fachoffizier schreitet ein, ihm wird gemeldet. Nun wurde es ausnehmend zivil: Genosse Oberstleutnant erklärt in einer fast väterlichen Art, dass hier im Grunde alles geheim ist. Weil ja der Klassenfeind nur auf seine Chance wartet. Und der Klassenfeind verkleidet sich. Man muss da sehr wachsam sein. Ausnehmend wachsam. Und es gibt auch ziemlich schwere Strafen, wenn man nicht wachsam ist.

Die ersten kämpften mit den Augenlidern, oft wurde der Kampf auch verloren. Zwar gab es faktisch keinen körperlichen Stress. Aber es gab auch nie Zeit zum durchatmen - und das in einer völlig fremden und verunsichernden Umgebung: Alles machte man falsch, überall "lauert der Anschiss": Nach meiner damaligen Beobachtung begann bereits zu diesem Zeitpunkt die Ausbildung dieser Soldatensprache: Anschiss, Abducken, Maßnahme.

Der Oberstleutnant hatte aber noch mehr zu verkünden - weil der Feind nun wirklich überall ist: Vermutlich auch bei der Deutschen Post. Und bei den Verwandten ja mal sowieso: Wir sind hier nicht etwa die Unteroffiziersschule VI "Egon Schultz" in Perleberg, nein-nein! Wir sind 2913 Perleberg, PF 18185/11 - das mal merken!
Höflichkeitsfloskeln werden abgeändert: Man schreibt nicht "Perleberg, den 15. Januar 1983" - man schreibt "O.U., den 15. Januar 1983"! O.U. ist die Ortsunterkunft - um den Klassenfeind zu verwirren.
Und die Dinge des militärischen Lebens gehören nicht in einen Brief! Keine, njete! Auch das Wetter kann ein militärisches Geheimnis sein, Genossen! Da erkennt der Klassenfeind vielleicht den Standort! Negative Dinge gehören gehören auch nicht in Briefe! Das sprechen Sie mit ihrem Gruppenführer ab! Übrigens erwarte ich, dass Sie heute in ihrer Freizeit einen Brief an ihre Angehörigen schreiben! Das sie hier gut angekommen sind. Das es ihnen gut geht, das das Essen auch ok ist.

Alle wachen irgendwie auf: Wie jetzt? Freizeit? Gibt's das hier auch? Und - ist hier eigentlich überhaupt was erlaubt?
Abmarsch zur Kompanie. Marschtraining damit.

Brief schreiben
Die ersten Tage hatten für die US derart viel verwirrende Wendungen - das war nicht auszuhalten:
Oben auf der Kompanie angekommen (da wurde ja immer nochmal angetreten, ehe es auf die Zimmer ging) stand schon der Hauptfeld bereit: Mal einen Vortrag an sein Volk halten. Nun wäre etwas Freizeit. Um einen ersten Brief zu schreiben. Den könne man in den Postkasten einwerfen, der sei am KdL-1 (was ist das denn?). Aber einfacher ist es, den Brief beim UvD abzugeben, da wird der gleich prüfen, ob der Absender korrekt angegeben ist.

Da saßen dann nun neun oder zehn oder gar zwölf Kameraden auf der Stube - Brief schreiben. Also das war nun auch wieder verstörend: Eigentlich darf man ja nichts schreiben, ist doch alles verboten. Und die Drohung war ja unüberhörbar: Vorsicht, Stasi liest mit! (dazu vielleicht mal in einem späteren Beitrag, ganz interessant).

Tagesende
Der Tag neigt sich nun dem Ende, es ist nach dem Abendessen. Alle GF sind auf dem Flur bzw. bei ihrer Gruppe: Ganz viel nervender Kleinkram:
Reviere werden verteilt. Etwas Ordnung in den Schrank (noch nicht das komplette Programm). Gruppengespräch (hieß wohl TAPI). Klimmzugstange. Ich nehme mal an, dass alle Kp dieses hatten, die Klimmzugstange auf dem Flur. Der GF führt seine Gruppe mal da hin. Jeder einzeln ran. Nein - so doch nicht! Kammgriff! Also - das muss sich ändern! Sechs Klimmzüge sind die 3! Hatten Sie keinen Sportunterricht?

Und bei der Gelegenheit auch der
UvD-Tisch
Gruppenweise wurde trainiert, wie man an diesen heranzutreten hat: Markierte Kachel, im Stillgestanden die Ehrenbezeigung: "Genosse Unterfeldwebel, gestatten Sie, dass ich Sie spreche?" Nu - ich gestatte. Halt, wegtreten war falsch - nochmal!
Das war übrigens die erste reale Chance für Raucher: Stiefel nehmen, an den UvD-Tisch, Männchen machen, wegtreten zum Stiefelputz.
Zwischen Lehrgebäude und dem sensationell-berühmten Duschgebäude standen dann abends teilweise mehr als 100 Männer - und versuchten, sich bei einer Zigarette zu entspannen: Scheiße, was hab ich denn verbrochen?

Heh, Du? Sag mal - bist Du nicht der Robert aus der Schweißerklasse aus [ausgedacht] Leuna? Heh, cool! Ach, hör mir auf. Das ist hier doch der helle Wahnsinn! Wie, der Sohn vom Stabü-Lehrer [Name verfälscht] Dreusser ist GF in deiner Kompanie? Der ist 10-Ender? Naja, bei seinem Vater. Ja, halte Du auch die Ohren steif!
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Das reicht mal für Maßnahmen für einen der ersten Tage. So ähnlich lief es ab. Die konkrete Reihenfolge war natürlich immer unterschiedlich. Ein halbes Dutzend weiterer Maßnahmen der ersten Tage habe ich noch, das würde ich dann gelegentlich schreiben; Funkertest inklusive.

Allen meinen Kameraden und allen Mitlesern: Frohe Ostern!




Jo soo war es!

Da fehlt aber noch das Erste Bettenbauen mit der Schönen Blau Karierten Betwäsche inklusive Päckchen bauen auf dem Hocker zur Nachtruhe!

Allen ein Frohes Ostern!



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