#21

RE: 7. Oktober 2011 - Zum Gedenken-von Oss'n

in DDR Zeiten 08.10.2011 21:29
von glasi | 2.815 Beiträge

wegwerfen???. das erwartet doch keiner!! also ich nicht.



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#22

RE: 7. Oktober 2011 - Zum Gedenken-von Oss'n

in DDR Zeiten 08.10.2011 21:44
von Feliks D. | 8.887 Beiträge

7.10.2011? Bis Mittag im Feiertagsmodus ein wenig der Arbeit nachgegangen und ab dem Nachmittag in geselliger Runde gefeiert.

07.10.1989? Dienst bis Mitternacht.


Was ich zu sagen hatte habe ich gesagt, nun fürchte ich das allerletzte Wort. Der Sprache Ohnmacht hat mich oft geplagt, doch Trotz und Hoffnung gab ich niemals fort! Mir scheint die Welt geht aus den Fugen bringt sich um, die vielen Kriege zählt man schon nicht mehr. Auch dieses neue große Deutschland macht mich stumm, der Zorn der Worte und die Wut wird mehr. Die Welt stirbt leise stilles Schreien hört man nicht, es hilft kein Weinen und man sieht's nicht im Gesicht. Wer einen Menschen rettet rettet so die Welt, am Ende überleben wir uns doch. Nur wir bestimmen wann der letzte Vorhang fällt, still und leise verlassen wir die Welt!

Macht es gut Freunde!
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#23

RE: 7. Oktober 2011 - Zum Gedenken-von Oss'n

in DDR Zeiten 08.10.2011 21:53
von Mike59 | 7.969 Beiträge

Zitat von Feliks D.
7.10.2011? Bis Mittag im Feiertagsmodus ein wenig der Arbeit nachgegangen und ab dem Nachmittag in geselliger Runde gefeiert.

07.10.1989? Dienst bis Mitternacht.



Also ich habe die letzen Tage dafür gesorgt, das nur die in die BRD einreisen, die dies auch an den dafür vorgesehenen Stellen dürfen. Wie immer halt - gab nur keinen Broiler.
Mike59


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#24

RE: 7. Oktober 2011 - Zum Gedenken-von Oss'n

in DDR Zeiten 09.10.2011 09:06
von diego (gelöscht)
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Zitat von Feliks ( oder so ähnlich )


"ein wenig der Arbeit nachgegangen"

Hattest du bei deiner "Arbeit ?????" Kopfhörer auf ?????????????

Teddy lebt



Grüße

Diego


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#25

RE: 7. Oktober 2011 - Zum Gedenken-von Oss'n

in DDR Zeiten 09.10.2011 12:48
von Marder | 1.413 Beiträge

Hallo,

die Zeitung Junge Welt sollte vielleicht ihren Namen in Alte Welt ändern. Das würde eher passen.

MfG Jürgen


Er wirft den Kopf zurück und spricht: "Wohin ich blicke, Lump und Wicht!" Doch in den Spiegel blickt er nicht.
Ein kluger Mann macht nicht alle Fehler selber. Er lässt auch anderen eine Chance.
Ein Kluger bemerkt alles - ein Dummer macht über alles eine Bemerkung.
Der Horizont vieler Menschen ist ein Kreis mit dem Radius Null - und das nennen sie ihren Standpunkt.

Wer Rechtschreibfehler findet kann sie behalten.
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#26

RE: 7. Oktober 2011 - Zum Gedenken-von Oss'n

in DDR Zeiten 09.10.2011 14:34
von passport | 2.634 Beiträge

Hallo Jürgen

Hier ein Kommentar aus der alten Welt

Gruß

passport



7. Oktober:
Die Erinnerung an die DDR ist nicht tot zu kriegen

Vor 62 Jahren wurde - als Reaktion auf den westdeutschen Separatstaat - die Deutsche Demokratische Republik gegründet. Wenige Tage vor Ablauf ihres 41sten Jahres, das ein Jahr der Erneuerung hätte werden sollen, wurden die hoffnungsvoll begonnenen Reformprozesse abgewürgt: Alle Normen und Gesetze des kapitalistischen Systems wurden der DDR übergestülpt; alle Wesensmerkmale einer sozialistischen Gesellschaftsordnung wurden mit Hilfe vom Westen gesteuerter Marionetten beseitigt.

Eine Generation, die keine eigenen Erinnerungen mehr an die DDR hat, ist inzwischen herangewachsen. Man sollte meinen, alles wäre nun Geschichte. Aber die Herrschenden sehen sich genötigt, mehr denn je auf die gewesene DDR einzuprügeln. Bundespräsident Christian Wulff, der 1961 zwei Jahre alt war, meint, den Deutschen die Ereignisse des 13. Augusts 1961 erklären zu müssen. Worte wie "Versöhnung" kommen selbst dem Bundespräsidenten kaum über die Lippen; die DDR soll nur noch als das Werk von Verbrechern dargestellt werden.

Den Vogel im Anti-DDR-Furor schießt die sogenannte Stasi-Unterlagen-Behörde ab. Ihr erster Leiter, der evangelische Pastor Joachim Gauck, gab sich mit süffisant-säuerlichem Lächeln noch den Anschein einer gewissen kühlen Sachlichkeit. Der CDU-Politiker Rainer Barzel nannte ihn 1992 in einem Gastkommentar im Bonner "Generalanzeiger" den "Großinquisitor", eine m.E. treffende Kennzeichnung. Seine Nachfolgerin, die evangelische Religionslehrerin Marianne Birthler, erschien dagegen sehr viel verbissener und versuchte vor allem, ihren Intimfeind Manfred Stolpe mit Hilfe ihrer Akten abzuschießen, was ihr allerdings dank der schützenden Hand der SPD nicht gelang. Mit dem neuen Leiter Roland Jahn wird nun das dritte Jahrzehnt der "Aufarbeitung der DDR-Diktatur" in nochmals verschärfter Gangart eingeleitet. Nach einer Zeit, nach der bereits alle Straftaten außer Mord (falls es den gegeben hätte) verjährt sind, sollen Sachverhalte, die niemals eine Straftat waren, kriminalisiert und in abermals intensivierter Form verfolgt werden.

Nun wäre gegen eine objektive Erforschung der Tätigkeit der Geheimdienste im Kalten Krieg nichts einzuwenden, - wenn sie denn unparteilich, im historischen Kontext und mit Blick auf beide Seiten stattfände. In Hinblick auf die "Organisation Gehlen" bzw. den daraus hervorgegangenen Bundesnachrichtendienst BND beginnt dies erst seit Kurzem und mit nur begrenzter Akteneinsicht. Was bisher von der "Unabhängigen Historikerkommission" zum Netzwerk von Naziaktivisten und Kriegsverbrechern festgestellt wurde, ist für Insider zwar nicht neu, sollte aber allen gläubigen Alt-BRDlern die Zornesröte ins Gesicht treiben. Auch Verfassungsschutz und Bundeskriminalamt BKA bedienten sich ungeniert hoher Nazi-Funktionäre und Kriegsverbrecher. Für diese wahrhaft skandalöse Geschichte der Geheimdienste der Alt-BRD ist aber ein Herr Jahn mit seinem großen, gut bezahlten Personalapparat nicht zuständig. Nur die verordnete Delegitimierung der DDR soll der Öffentlichkeit ad infinitum eingehämmert werden.

In den 1960er Jahren stellte der italienische Rechnungshof in einem Bericht an das italienische Parlament fest, dass es noch immer eine Behörde zur Regulierung der Kriegsschäden der Schlacht von Solferino gebe (die Schlacht fand bekanntlich im Juni 1859 statt). Herr Jahn will offensichtlich mit seiner Behörde diesen bisherigen Rekord überbieten. Die Notwendigkeit der Aufklärung werde es ewig geben, sagte er kürzlich der Süddeutschen Zeitung. Der Anti-DDR-Furor - in Wirklichkeit aber die Verleumdung von jeglichem Gedanken an Sozialismus - soll ewig weiter gehen.

Frei nach William Faulkner möchte man sagen: "Die DDR ist nicht tot, sie ist nicht einmal vergangen." Nein: Die DDR ist Vergangenheit. Sie wurde von ihren Staatsbürgern in der Krisensituation 1989/90 nicht verteidigt. Der unter den Bedingungen des Kalten Krieges entstandene, unvollkommene Sozialismus auf deutschem Boden konnte beseitigt werden. Aber den vermeintlichen Siegern der Geschichte sitzt dennoch die Angst im Nacken: Der außer Rand und Band geratene Kapitalismus delegitimiert sich zunehmend selbst. Inzwischen dämmert es auch vielen seiner bisherigen Propheten, dass eine Alternative, wie die DDR sie hätte werden können, dringend benötigt wird. Dagegen helfen auch keine zehn Jahn-Behörden.

Klaus-Dieter Wolff
05.10.2011


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#27

RE: 7. Oktober 2011 - Zum Gedenken-von Oss'n

in DDR Zeiten 09.10.2011 16:09
von Marder | 1.413 Beiträge

Hallo Passport,

hört sich auch gut an!

Was man so alles zu "Papier" bringen kann.

MfG Jürgen


Er wirft den Kopf zurück und spricht: "Wohin ich blicke, Lump und Wicht!" Doch in den Spiegel blickt er nicht.
Ein kluger Mann macht nicht alle Fehler selber. Er lässt auch anderen eine Chance.
Ein Kluger bemerkt alles - ein Dummer macht über alles eine Bemerkung.
Der Horizont vieler Menschen ist ein Kreis mit dem Radius Null - und das nennen sie ihren Standpunkt.

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#28

RE: 7. Oktober 2011 - Zum Gedenken-von Oss'n

in DDR Zeiten 09.10.2011 16:48
von passport | 2.634 Beiträge

Hallo Jürgen,

soll hier kein privater Meinungsaustausch werden, dann PN.

Aber, ist leider für viele Personen harte Realität betreffend der negativen Begleitumstände durch die Wiedervereinigung, nicht nur auf dem Papier !

In dem Sinne

passport


zuletzt bearbeitet 09.10.2011 16:48 | nach oben springen

#29

RE: 7. Oktober 2011 - Zum Gedenken-von Oss'n

in DDR Zeiten 09.10.2011 18:46
von damals wars | 12.174 Beiträge

Für manche ist die real existierende die einzigste Existenzberechtigung.
Wenn sie loslassen, fallen sie ins Nichts.


Als Gott den Menschen erschuf, war er bereits müde; das erklärt manches.(Mark Twain)
Ein demokratischer Rechtsstaat braucht Richter, keine Henker. Interview auf der Kundgebung Je suis Charlie am 11.01.2015
"Hass hat keinen Glauben, keine Rasse oder Religion, er ist giftig." der Witwer der britische Labour-Abgeordnete Jo Cox.
http://www.neo-magazin-royale.de/zdi/art...fur-frauke.html
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#30

RE: 7. Oktober 2011 - Zum Gedenken-von Oss'n

in DDR Zeiten 10.10.2011 13:03
von Rainman2 | 5.762 Beiträge

Zitat von passport
... Nein: Die DDR ist Vergangenheit. Sie wurde von ihren Staatsbürgern in der Krisensituation 1989/90 nicht verteidigt. Der unter den Bedingungen des Kalten Krieges entstandene, unvollkommene Sozialismus auf deutschem Boden konnte beseitigt werden. ...


Hmmm ...

Der Sozialismus war unvollkommen (allgemein Ursache), er wurde nicht verteidigt (Böse Bürger) und das war im Kalten Krieg (Bitterböser Klassenfeind). Die Vergangenheit erscheint immer dann im rosigen Licht, wenn man die Augen ganz fest zumacht. Da kann man solche Kleinigkeiten, wie eine Partei der Arbeiterklasse, die es noch nicht einmal schaffte, die eigenen Grundsätze von Demokratie in den eigenen Reihen durchzusetzen, ruhig mal unter den Teppich kehren. Ja, das Blättchen hat so seine Schwächen ...

ciao Rainman2


"Ein gutes Volk, mein Volk. Nur die Leute sind schlecht bis ins Mark."
(aus: "Wer reißt denn gleich vor'm Teufel aus", DEFA 1977)


zuletzt bearbeitet 10.10.2011 13:04 | nach oben springen

#31

RE: 7. Oktober 2011 - Zum Gedenken-von Oss'n

in DDR Zeiten 10.10.2011 14:01
von Feliks D. | 8.887 Beiträge

Vielleicht hat man diesen, durchaus berechtigten, Vorwurf ja in den unvollkommenen Sozialismus mit eingerechnet?


Was ich zu sagen hatte habe ich gesagt, nun fürchte ich das allerletzte Wort. Der Sprache Ohnmacht hat mich oft geplagt, doch Trotz und Hoffnung gab ich niemals fort! Mir scheint die Welt geht aus den Fugen bringt sich um, die vielen Kriege zählt man schon nicht mehr. Auch dieses neue große Deutschland macht mich stumm, der Zorn der Worte und die Wut wird mehr. Die Welt stirbt leise stilles Schreien hört man nicht, es hilft kein Weinen und man sieht's nicht im Gesicht. Wer einen Menschen rettet rettet so die Welt, am Ende überleben wir uns doch. Nur wir bestimmen wann der letzte Vorhang fällt, still und leise verlassen wir die Welt!

Macht es gut Freunde!
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#32

RE: 7. Oktober 2011 - Zum Gedenken-von Oss'n

in DDR Zeiten 10.10.2011 19:56
von Huf (gelöscht)
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Im Kern der Sache stellt sich doch die Frage: Was war die DDR in ihrem Wesen und was war sie in ihrer Erscheinung?

Darüber sollte man diskutieren, aber wohl in einem anderen Thread.

VG Huf


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#33

RE: 7. Oktober 2011 - Zum Gedenken-von Oss'n

in DDR Zeiten 10.10.2011 23:48
von Gelöschtes Mitglied
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Eigentlich wollte ich im Thread von @Feliks antworten,aber leider ließ er ihn schließen.
Na dann eben hier im "Oss'n-Thread"

Für mich war der 7.Oktober zu DDR-Zeiten nichts besonderes.
Es war nie ein "Freudentag" für mich und so sehe ich das heute noch.
Manchmal denkt man dran......da war doch was?.... aber das war es dann schon.

Wer unbedingt dieses Datum für sich zum "Feiertag" macht,soll es doch tun.
Wir haben ja jetzt zum Glück diese Freiheit.


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