#21

RE: Die Zollverwaltung der DDR

in Grenztruppen der DDR 11.10.2011 15:37
von StabsfeldKoenig | 2.655 Beiträge

Die Paßkontrolle wird nicht immer von der Polizei durchgeführt. In verschiedenen Ländern machen dies auch Militär, paramiltärische Polizeikräfte (Gendamarie) bzw. Geheimdienst. Wem untersteht die Einwanderungsbehörde in den USA, in welchem maße ist diese an der Paßkontrolle beteiligt?

Darüber hinaus interessiert mich, in welchem Maße die Zollverwaltung der DDR eine Zoll-Kriminalabteilung betrieb bzw. ab welchem Punkt die Zollkriminalität (Schmuggel, der über die Bagatellfälle des Reiseverkehrs hinausging) durch eine Abteilung des MfS (die in ihren Aufgaben offensichtlich mit dem Zollkriminalamt des Bundesinnenministeriums vergleichbar ist) bekämpft wurde.



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#22

RE: Die Zollverwaltung der DDR

in Grenztruppen der DDR 11.10.2011 17:37
von Jameson | 759 Beiträge

Zitat von passport
Hallo Oss,n,

GT, PKE und Zoll unterstanden verschiedenen Ministerien.

1. GT (Sik) MfNV
2. PKE MfS
3. Zoll MAH
...

Gruß

passport



... der Passport meint hier das MfAA, das Ministerium für Auswärtige Angelegenheiten der DDR.

Ahoi Jameson



PKE hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#23

RE: Die Zollverwaltung der DDR

in Grenztruppen der DDR 11.10.2011 17:48
von Alfred | 6.861 Beiträge

Ministerium für Außenhandel !


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#24

RE: Die Zollverwaltung der DDR

in Grenztruppen der DDR 11.10.2011 18:46
von Jameson | 759 Beiträge

AH(a) , danke für die prompte Berichtigung.

Ahoi Jameson



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#25

RE: Die Zollverwaltung der DDR

in Grenztruppen der DDR 11.10.2011 19:03
von Uleu | 528 Beiträge

Das MfAA hatte nichts mit Grenzkontrollen zu tun.
Allerdings vergaben sie die begehrten roten Pässe, die Diplomatenpässe, die vor einer solchen
Kontrolle schützten konnten

Uleu
- der auch einen solchen besass -


" Die geheime Aufklärung ist ein Dienst, der nur Herren vorbehalten ist " ( Oberst Nicolai, Leiter der dt. Militäraufklärung im 1. WK )
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#26

RE: Die Zollverwaltung der DDR

in Grenztruppen der DDR 11.10.2011 19:07
von Feliks D. | 8.887 Beiträge

Uleu dazu eine Frage. Das gute Teil immer nur auf dem Weg nach Asien benutzt oder auch für private Reisen?


Was ich zu sagen hatte habe ich gesagt, nun fürchte ich das allerletzte Wort. Der Sprache Ohnmacht hat mich oft geplagt, doch Trotz und Hoffnung gab ich niemals fort! Mir scheint die Welt geht aus den Fugen bringt sich um, die vielen Kriege zählt man schon nicht mehr. Auch dieses neue große Deutschland macht mich stumm, der Zorn der Worte und die Wut wird mehr. Die Welt stirbt leise stilles Schreien hört man nicht, es hilft kein Weinen und man sieht's nicht im Gesicht. Wer einen Menschen rettet rettet so die Welt, am Ende überleben wir uns doch. Nur wir bestimmen wann der letzte Vorhang fällt, still und leise verlassen wir die Welt!

Macht es gut Freunde!
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#27

RE: Die Zollverwaltung der DDR

in Grenztruppen der DDR 11.10.2011 19:12
von eisenringtheo | 9.190 Beiträge

Zitat von Uleu
Das MfAA hatte nichts mit Grenzkontrollen zu tun.
Allerdings vergaben sie die begehrten roten Pässe, die Diplomatenpässe, die vor einer solchen
Kontrolle schützten konnten

Uleu
- der auch einen solchen besass -



Wo kriegt man so einen? Ich will auch einen auf dem Weg zu Macht, Prestige, Steuerbefreiung und Immunität!!!
http://books.google.ch/books?id=52ZE2zcP...orteile&f=false
Theo


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#28

RE: Die Zollverwaltung der DDR

in Grenztruppen der DDR 11.10.2011 19:16
von Feliks D. | 8.887 Beiträge

Mit der richtigen Dienststellung @Theo


Was ich zu sagen hatte habe ich gesagt, nun fürchte ich das allerletzte Wort. Der Sprache Ohnmacht hat mich oft geplagt, doch Trotz und Hoffnung gab ich niemals fort! Mir scheint die Welt geht aus den Fugen bringt sich um, die vielen Kriege zählt man schon nicht mehr. Auch dieses neue große Deutschland macht mich stumm, der Zorn der Worte und die Wut wird mehr. Die Welt stirbt leise stilles Schreien hört man nicht, es hilft kein Weinen und man sieht's nicht im Gesicht. Wer einen Menschen rettet rettet so die Welt, am Ende überleben wir uns doch. Nur wir bestimmen wann der letzte Vorhang fällt, still und leise verlassen wir die Welt!

Macht es gut Freunde!
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#29

RE: Die Zollverwaltung der DDR

in Grenztruppen der DDR 11.10.2011 21:54
von Thunderhorse | 4.019 Beiträge

Zitat von eisenringtheo

Zitat von GZB1

Zitat von eisenringtheo
...Mich hat eigentlich eher überrascht, dass die PKE keine VP Uniformen hatten...
Theo



Wieso Theo, in Westdeutschland hat die Passkontrolle ja auch der BGS gemacht, heute nur mit neuem Namen.




Ja es gab und gibt nicht nur die DDR und die BRD. Im Rest der Welt war und ist es nicht üblich, dass Militär an den Güst Pass- und/oder Zollkontrollen durchführt. Aber die besondere Situation an der deutsch-deutschen Grenze erforderte besondere Massnahmen.
Andrerseits ist Landesverteidigung und Schutz der Grenze auch Sache des Militärs. Und wenn man die Grenze nicht an zugelassenen Güst überschreitet, wird man schon mit Militär rechnen müssen.
Theo




Back to the history past.
Der GSE (Grenzschutzeinzeldienst) an den Grenzübergängen der Bundesrepublik war Teil der Polizei des Bundes, beim Personal handelte es sich um Polizeibeamte.


"Mobility, Vigilance, Justice"
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#30

RE: Die Zollverwaltung der DDR

in Grenztruppen der DDR 11.10.2011 22:45
von GZB1 | 3.287 Beiträge

Ja TH, und die GT waren ja eigentlich auch nur ne Grenzpolizei.


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#31

RE: Die Zollverwaltung der DDR

in Grenztruppen der DDR 11.10.2011 23:12
von Uleu | 528 Beiträge

Zitat von Feliks D.
Uleu dazu eine Frage. Das gute Teil immer nur auf dem Weg nach Asien benutzt oder auch für private Reisen?



Nach der Ernennung zum Attache war es während meiner Dienstzeit im MfAA mein legaler Pass, dann auch - sofern der gültige Dienstort eine Botschaft war - für private Reisen wie Urlaub genutzt. CSSR, China etc. Wenn mein Dienstort Berlin war habe ich ihn nur für Dienstreisen erhalten.


" Die geheime Aufklärung ist ein Dienst, der nur Herren vorbehalten ist " ( Oberst Nicolai, Leiter der dt. Militäraufklärung im 1. WK )
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#32

RE: Die Zollverwaltung der DDR

in Grenztruppen der DDR 11.10.2011 23:28
von Stabsfähnrich | 2.046 Beiträge

Zitat von Thunderhorse

Zitat von eisenringtheo

Zitat von GZB1

Zitat von eisenringtheo
...Mich hat eigentlich eher überrascht, dass die PKE keine VP Uniformen hatten...
Theo



Wieso Theo, in Westdeutschland hat die Passkontrolle ja auch der BGS gemacht, heute nur mit neuem Namen.




Ja es gab und gibt nicht nur die DDR und die BRD. Im Rest der Welt war und ist es nicht üblich, dass Militär an den Güst Pass- und/oder Zollkontrollen durchführt. Aber die besondere Situation an der deutsch-deutschen Grenze erforderte besondere Massnahmen.
Andrerseits ist Landesverteidigung und Schutz der Grenze auch Sache des Militärs. Und wenn man die Grenze nicht an zugelassenen Güst überschreitet, wird man schon mit Militär rechnen müssen.
Theo




Back to the history past.
Der GSE (Grenzschutzeinzeldienst) an den Grenzübergängen der Bundesrepublik war Teil der Polizei des Bundes, beim Personal handelte es sich um Polizeibeamte.




...........richtig. Wobei zu beachten ist, dass der Begriff "Polizei des Bundes" erst ab 2008 zum tragen gekommen ist. Vergessen darf aber auch nicht, dass der BGS bis in die siebziger Jahre militärische Dienstgrade hatte. Den dann folgenden Amtsbezeichnungen der Polizei war bis 1998 der Zusatz im BGS zu zufügen (z.B. Polizeimeister i. BGS). Bis zu diesem Zeitpunkt trugen die Angehörigen des BGS (inkl. des GSE sowie auch der Einzeldienstverwendung Bahnpolizei) Schulterklappen welche teilweise mit dennen der Wehrmacht vergleichbar waren.
Mittelbehörde des Grenzschutzeinzeldienstes war die damalige Grenzschutzdirektion Koblenz. Im Rahmen der Umstrukturierung des BGS - hier wegfall der bisherigen Grenzschutzkommandos und Bildung der Grenzschutzpräsidieen entfiel die Unterstellung des GSE der GD Koblenz.
Die Tätigkeit des Grenzschutzeinzeldienstes war auf den Bereich der Grenzschutzstellen beschränkt. Im Gegensatz dazu war die Tätigkeit des Grenzzolldienstes (Unterstellung beim Bundesministerium für Finanzen) nicht nur auf eine Überwachung des Warenverkehrs beschränkt, sondern auch im Bereich der damaligen innerdeutschen Grenze im Rahmen der Grenzüberwachung. Zu diesem Zweck gab es an der ehemaligen Grenze s.g. Postierungspunkte des GZD. Im Rahmen der "normalen" Grenzüberwachung erfolgte dieser Dienst nach "eigenem Ermessen" jedoch mit der Vorgabe einer Mindestdienstzeit. Dazu noch eine kleine Anmerkung. 1985 erhielt ich, die Möglichkeit eine originale Dienstvorschrift des Grenzzolldienstes in Augenschein zu nehmen. In der weiteren Folge wurde darauf hin dem OOGak der Vorschlag unterbreitet, auch bei den Grenzaufklärern einen "Dienst nach eigenem Ermessen" ein zu führen. Dieser Vorschlag fand wenig gefallen.
Vielleicht noch etwas zur Zollverwaltung der DDR. Im Bahnpostamt Berlin gab es für die Kontrolle der grenzüberschreitenden Post einen extra Flachbau. Dieser war extra gesichert und von "normalen" Mitarbeitern der Deutschen Post nicht zu betreten. Dort gleichfalls vorhanden der Zollfahndungsdienst. Der Dienst dort wurde in der Dienstuniform der Zollverwaltung absolviert (Ausnahme ZFD). Gleiches war auch auf dem Wriezener Güterbahnhof zu verzeichnen. Unterhalb der S- und Fernbahngleise war ein Verbindungstunnel dorthin vorhanden. Bei Störungen an den technischen Anlagen, durften nur bestimmte Mitarbeiter der Abteilung TA1 (Dienststelle der Deutschen Post) dort Instandsetzungsarbeiten an den Bandanlagen (Flurförderanlagen) vornehmen.
Ein besonderer Bereich der "Postkontrolle" befand sich im Gebäude des Hauptpostamtes 17. In einem abgeschirmten Bereich ( zweite Etagge) befand sich die Abteilung M. Die dort Beschäftigten trugen in der Regel zivil, jedoch auch manchmal die Uniform der Zollverwaltung oder aber auch den Dienstanzug der Deutschen Post. Es war unter den Mitarbeitern der Deutschen Post ein "Geheimnis", dass dort weder Zivilisten noch Angehörige der Zollverwaltung Dienst verrichten, sondern Angehörige des Ministeriums für Staatssicherheit. Auffallend und nicht gerade dienlich für die Legende war, dass die getragenen Postuniformen in der Regel den Ärmelstreifen eine Posthauptsekretärs trugen (1982). Gleichfalls sehr auffallend, dass es auch jede Menge von Postoberinspektoren gab.
Ab dem 16. Februar 1990, wurden ehemalige Angehörige des Amtes für nationale Sicherheit (hier speziell der VI) nicht nur zu den Grenztruppen der DDR, sondern auch durch die Zollverwaltung der DDR übernommen.


Mit freundlichen Grüßen - Chris
www.polizeilada.de
www.grenzradio911.info
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#33

RE: Die Zollverwaltung der DDR

in Grenztruppen der DDR 12.10.2011 00:22
von Thunderhorse | 4.019 Beiträge

Zitat von Stabsfähnrich
[q
Back to the history past.
Der GSE (Grenzschutzeinzeldienst) an den Grenzübergängen der Bundesrepublik war Teil der Polizei des Bundes, beim Personal handelte es sich um Polizeibeamte.



...........richtig. Wobei zu beachten ist, dass der Begriff "Polizei des Bundes" erst ab 2008 zum tragen gekommen ist. Vergessen darf aber auch nicht, dass der BGS bis in die siebziger Jahre militärische Dienstgrade hatte. Den dann folgenden Amtsbezeichnungen der Polizei war bis 1998 der Zusatz im BGS zu zufügen (z.B. Polizeimeister i. BGS). Bis zu diesem Zeitpunkt trugen die Angehörigen des BGS (inkl. des GSE sowie auch der Einzeldienstverwendung Bahnpolizei) Schulterklappen welche teilweise mit dennen der Wehrmacht vergleichbar waren.
[/quote]


[gruen]Falsch:[/gruen]



Der Begriff:
Polizei des Bundes fand bereits bei der Aufstellung des BGS im Jahre 1951 Eingang in die damaligen Schriftstücke.
Der Begriff "Bundespolizei" wurde bereits zu jener Zeit als Bezeichnung für die Aufzustellenden Polizeiverbände des Bundes angedacht.
Auf Grund von Einwänden der Länder kam diese Bezeichnung damals noch nicht zum tragen. Verwendet wurde jedoch die Bezeichnung; "Polizei des Bundes" im Zusammenhang mit dem BGS.

Der GSE war auch an der sog. Grünen Grenze zur Schweiz, Frankreich, Benelux-Staaten tätig.
Es gab bei den GSSt/GS-Ämtern (außer Grenze zur DDR) sog. Mot-Fahndungstrupps.

Die Bezeichnungen bis 1976 entstammten aus dem Urspung der Landjäger, Landgendarmerie und der Grenzgendarmerie, insofern polizeiliche Begriffe.
Die Dienstgrade; Grenzjäger (Landjäger), Wachtmeister, Lt., Hpt, etc. gabs schon zu Zeiten im 18. Jahrh. bei der Polizei/Gendarmerie.

Die Schulterklappen der DDR waren auch an die der Vergangenheit angelehnt, Immer wieder leicht abgewandelt im Laufe der Jahre.

Übrigens wurden solcherlei Schulterstücke auch von den Landespolizeien der Bundesländer verwendet.


"Mobility, Vigilance, Justice"
zuletzt bearbeitet 12.10.2011 00:26 | nach oben springen

#34

RE: Die Zollverwaltung der DDR

in Grenztruppen der DDR 12.10.2011 00:38
von passport | 2.640 Beiträge

Hier wurde der GSE (Grenzschutzeinzeldienst) des BGS erwähnt. Diese Spezialeinheit des BGS hatte ähnlich gelagerte Aufgaben wie die MA der PKE. Ich hatte von Januar 1990 bis zum 01.07.1990 Gelegenheit viele Gespräche mit Angehörigen des GSE zu führen. Sie waren Beamte des BMI und trugen Polizeiuniform mit dem Ärmelaufnäher " Bundesgrenzschutz ". Die Angehörigen des GSE durchliefen nach eigenen Angaben eine mehrmonatige Ausbildung beim BND. Ein Schelm wär sich dabei Böses denkt . Sämtliche Erkenntnisse und Informationen wurden dem BND zugeleitet. Technische Ausrüstung (zB. Dok-Technik) wurde durch den BND gestellt.

Warum trugen die MA der PKE GT-Uniformen ? Habe darüber mit dem ehemaligen User Rabe gesprochen. Er meinte aus der Historie heraus wurden viele Grenzer und Zöllner zu den Vorläufern der PKE ( APF )geordert. Da die Zolluniform schon vergeben war, griff man einfachhalber zu den Uniformen der GT.


Gruß

passport


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#35

RE: Die Zollverwaltung der DDR

in Grenztruppen der DDR 12.10.2011 10:14
von Zkom IV | 323 Beiträge

Das ist wirklich Schade, dass es hier im Forum keinen "gebürtigen" Ost-Zöllner gibt. Gilbert und Feliks haben ja nur die Endzeit miterleben dürfen, so wie ich logischerweise auch. Ich habe noch losen Kontakt zu einigen Kollegen der DDR Zollverwaltung aus Potsdam, die natürlich heute z.T. an anderen Orten ihren Dienst versehen. Könnte mal versuchen, diesen vom Forum zu erzählen, vielleicht findet der eine oder andere den Kontakt.
Aus meiner Erfahrung (Dezember 1989 bis Sommer 1990) war das Verhältnis zwischen PKE und Zoll bis zur Wende immer etwas angespannt, so erzählten mir die Ostkollegen, besonders an der GÜSt Drewitz.
Meine ersten Kontakte zum Ostzoll waren durchaus positiv, Kontakte zur PKE waren etwas weniger vorhanden, ergaben sich erst gegen Mai 1990.
Ich hake bei den Kollegen mal nach, gute Möglichkeit nach längerer Pause wieder ins Gespräch zu kommen.

Gruß Frank



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#36

RE: Die Zollverwaltung der DDR

in Grenztruppen der DDR 12.10.2011 10:29
von Alfred | 6.861 Beiträge

Zitat von Stabsfähnrich

Zitat von Thunderhorse

Zitat von eisenringtheo

Zitat von GZB1

Zitat von eisenringtheo
...Mich hat eigentlich eher überrascht, dass die PKE keine VP Uniformen hatten...
Theo



Wieso Theo, in Westdeutschland hat die Passkontrolle ja auch der BGS gemacht, heute nur mit neuem Namen.




Ja es gab und gibt nicht nur die DDR und die BRD. Im Rest der Welt war und ist es nicht üblich, dass Militär an den Güst Pass- und/oder Zollkontrollen durchführt. Aber die besondere Situation an der deutsch-deutschen Grenze erforderte besondere Massnahmen.
Andrerseits ist Landesverteidigung und Schutz der Grenze auch Sache des Militärs. Und wenn man die Grenze nicht an zugelassenen Güst überschreitet, wird man schon mit Militär rechnen müssen.
Theo




Back to the history past.
Der GSE (Grenzschutzeinzeldienst) an den Grenzübergängen der Bundesrepublik war Teil der Polizei des Bundes, beim Personal handelte es sich um Polizeibeamte.




...........richtig. Wobei zu beachten ist, dass der Begriff "Polizei des Bundes" erst ab 2008 zum tragen gekommen ist. Vergessen darf aber auch nicht, dass der BGS bis in die siebziger Jahre militärische Dienstgrade hatte. Den dann folgenden Amtsbezeichnungen der Polizei war bis 1998 der Zusatz im BGS zu zufügen (z.B. Polizeimeister i. BGS). Bis zu diesem Zeitpunkt trugen die Angehörigen des BGS (inkl. des GSE sowie auch der Einzeldienstverwendung Bahnpolizei) Schulterklappen welche teilweise mit dennen der Wehrmacht vergleichbar waren.
Mittelbehörde des Grenzschutzeinzeldienstes war die damalige Grenzschutzdirektion Koblenz. Im Rahmen der Umstrukturierung des BGS - hier wegfall der bisherigen Grenzschutzkommandos und Bildung der Grenzschutzpräsidieen entfiel die Unterstellung des GSE der GD Koblenz.
Die Tätigkeit des Grenzschutzeinzeldienstes war auf den Bereich der Grenzschutzstellen beschränkt. Im Gegensatz dazu war die Tätigkeit des Grenzzolldienstes (Unterstellung beim Bundesministerium für Finanzen) nicht nur auf eine Überwachung des Warenverkehrs beschränkt, sondern auch im Bereich der damaligen innerdeutschen Grenze im Rahmen der Grenzüberwachung. Zu diesem Zweck gab es an der ehemaligen Grenze s.g. Postierungspunkte des GZD. Im Rahmen der "normalen" Grenzüberwachung erfolgte dieser Dienst nach "eigenem Ermessen" jedoch mit der Vorgabe einer Mindestdienstzeit. Dazu noch eine kleine Anmerkung. 1985 erhielt ich, die Möglichkeit eine originale Dienstvorschrift des Grenzzolldienstes in Augenschein zu nehmen. In der weiteren Folge wurde darauf hin dem OOGak der Vorschlag unterbreitet, auch bei den Grenzaufklärern einen "Dienst nach eigenem Ermessen" ein zu führen. Dieser Vorschlag fand wenig gefallen.
Vielleicht noch etwas zur Zollverwaltung der DDR. Im Bahnpostamt Berlin gab es für die Kontrolle der grenzüberschreitenden Post einen extra Flachbau. Dieser war extra gesichert und von "normalen" Mitarbeitern der Deutschen Post nicht zu betreten. Dort gleichfalls vorhanden der Zollfahndungsdienst. Der Dienst dort wurde in der Dienstuniform der Zollverwaltung absolviert (Ausnahme ZFD). Gleiches war auch auf dem Wriezener Güterbahnhof zu verzeichnen. Unterhalb der S- und Fernbahngleise war ein Verbindungstunnel dorthin vorhanden. Bei Störungen an den technischen Anlagen, durften nur bestimmte Mitarbeiter der Abteilung TA1 (Dienststelle der Deutschen Post) dort Instandsetzungsarbeiten an den Bandanlagen (Flurförderanlagen) vornehmen.
Ein besonderer Bereich der "Postkontrolle" befand sich im Gebäude des Hauptpostamtes 17. In einem abgeschirmten Bereich ( zweite Etagge) befand sich die Abteilung M. Die dort Beschäftigten trugen in der Regel zivil, jedoch auch manchmal die Uniform der Zollverwaltung oder aber auch den Dienstanzug der Deutschen Post. Es war unter den Mitarbeitern der Deutschen Post ein "Geheimnis", dass dort weder Zivilisten noch Angehörige der Zollverwaltung Dienst verrichten, sondern Angehörige des Ministeriums für Staatssicherheit. Auffallend und nicht gerade dienlich für die Legende war, dass die getragenen Postuniformen in der Regel den Ärmelstreifen eine Posthauptsekretärs trugen (1982). Gleichfalls sehr auffallend, dass es auch jede Menge von Postoberinspektoren gab.
Ab dem 16. Februar 1990, wurden ehemalige Angehörige des Amtes für nationale Sicherheit (hier speziell der VI) nicht nur zu den Grenztruppen der DDR, sondern auch durch die Zollverwaltung der DDR übernommen.




Hallo,

der Zoll wurden den Mitarbeitern des MfS 1989/90 als Ausweichvariante angeboten.

Einige Herren vom Zoll ließen dann leider den dicken Otto raushängen, frei nach der Divise jetzt zeigen wir denen mal wo der Hammer hängt. Für die meisten war klar, dass Zoll auch nur für eine begrenzte Zeit zur Vefügung steht, bis auch dort mit dem großen Besen gekehrt wird.


PKE hat sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 12.10.2011 10:30 | nach oben springen

#37

RE: Die Zollverwaltung der DDR

in Grenztruppen der DDR 12.10.2011 10:34
von Feliks D. | 8.887 Beiträge

Kleine Klarstellung zur Berichtigung, beim Zoll hab ich nichts erlebt!

Es gab zwar das Angebot in die Untersuchungsabteilung des ZFD zu wechseln bzw. sich dort zu bewerben, allerdings war doch abzusehen dass die Hatz dort ebenfalls weitergehen würde. Ich hatte es daher vorgezogen die Weichen in eine andere Richtung zu stellen. Soweit mir erinnerlich kam es in unserem Bereich auch zu keiner Übernahme durch den ZFD.


Was ich zu sagen hatte habe ich gesagt, nun fürchte ich das allerletzte Wort. Der Sprache Ohnmacht hat mich oft geplagt, doch Trotz und Hoffnung gab ich niemals fort! Mir scheint die Welt geht aus den Fugen bringt sich um, die vielen Kriege zählt man schon nicht mehr. Auch dieses neue große Deutschland macht mich stumm, der Zorn der Worte und die Wut wird mehr. Die Welt stirbt leise stilles Schreien hört man nicht, es hilft kein Weinen und man sieht's nicht im Gesicht. Wer einen Menschen rettet rettet so die Welt, am Ende überleben wir uns doch. Nur wir bestimmen wann der letzte Vorhang fällt, still und leise verlassen wir die Welt!

Macht es gut Freunde!
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#38

RE: Die Zollverwaltung der DDR

in Grenztruppen der DDR 12.10.2011 10:34
von passport | 2.640 Beiträge

Auf der Güst Marienborn./A. war die Zusammenarbeit zwischen PKE und dem GZA normal. Da jeweils die gleichen Dienstzüge (Zoll / PKE) gemeinsame Dienstzeiten hatten, zumindestens die Anfangszeiten, kannte man sich gegenseitig. Die Arbeitsbereiche waren ja in Gruppen aufgeteilt, daher sahen sich die MA des Zolls und der PKE jeden Tag. Auch fanden hin und wieder gemeinsame Sportfeste statt. Über irgendwelche Spannungen kann ich nichts berichten, weil wir zum Zoll ein gutes und entspanntes Verhältnis hatten.

Gruß

passport


PKE hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#39

RE: Die Zollverwaltung der DDR

in Grenztruppen der DDR 12.10.2011 16:40
von Zkom IV | 323 Beiträge

Ich kann mich noch gut erinnern, dass so ab März (?) 1990 bei allen neu erbauten GÜSten im Bereich Potsdam/Kleinmachnow neue Kollegen erschienen. Anfangs sagten uns die "Alt-Zöllner" nur hinter vorgehaltener Hand, das diese neuen Kollegen von "Guck und Horch" kommen. Einige Wochen später war das dann alles nicht mehr so geheim. Mit einigen dieser neuen Zöllner habe ich auch offen über ihre vorherige Tätigkeit gesprochen. Es gab da eigentlich keine Berührungsängste. Im Gegenteil, habe mich auch mit diesen Menschen sehr gut verstanden. Haben auch alle zusammen im Partykeller des Wohnheims in der Jägerstraße recht feuchtfröhliche Feten gefeiert. Natürlich sagten mir die ehem. MfS ler das sie genau wissen, dass es keine Chance zur Übernahme in die kommende Bundeszollverwaltung gab. Viele haben dann noch im Frühjahr gekündigt. Einige sind zu den zu dieser Zeit wie Pilze aus der Erde schießenden privaten Sicherheitsunternehmen gegangen. Einige sollen dort auch gut Karriere gemacht haben (der Leiter der Fluggastkontrolle auf dem Münchner Flughafen FJS soll dazu gehören, weiß aber nicht ob das stimmt). Ich habe jedenfalls die Kündigungen damals eigentlich bedauert, da die Kollegen, welche ich kennengelernt habe, zumindest zu diesem Zeitpunkt, auf mich einen guten Eindruck gemacht haben, jedenfalls rein menschlich. Ich weiß natürlich nicht was da vorher so alles gelaufen ist. Kann mir aber nicht vorstellen, dass diese Menschen vor der Wende völlig andere Menschen waren. Aber manch einer soll ja da eine wahnsinnige Kehrtwendung hingelegt haben. Ich kam mit den Jungs gut aus, auch wenn es schon damals in Diskussionen unterschiedliche Standpunkte gab.

Gruß Frank



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#40

RE: Die Zollverwaltung der DDR

in Grenztruppen der DDR 13.10.2011 21:36
von Thunderhorse | 4.019 Beiträge

Zitat von passport

Hier wurde der GSE (Grenzschutzeinzeldienst) des BGS erwähnt. Diese Spezialeinheit des BGS hatte ähnlich gelagerte Aufgaben wie die MA der PKE. Ich hatte von Januar 1990 bis zum 01.07.1990 Gelegenheit viele Gespräche mit Angehörigen des GSE zu führen. Sie waren Beamte des BMI und trugen Polizeiuniform mit dem Ärmelaufnäher " Bundesgrenzschutz ". Die Angehörigen des GSE durchliefen nach eigenen Angaben eine mehrmonatige Ausbildung beim BND. Ein Schelm wär sich dabei Böses denkt . Sämtliche Erkenntnisse und Informationen wurden dem BND zugeleitet. Technische Ausrüstung (zB. Dok-Technik) wurde durch den BND gestellt.

Warum trugen die MA der PKE GT-Uniformen ? Habe darüber mit dem ehemaligen User Rabe gesprochen. Er meinte aus der Historie heraus wurden viele Grenzer und Zöllner zu den Vorläufern der PKE ( APF )geordert. Da die Zolluniform schon vergeben war, griff man einfachhalber zu den Uniformen der GT.


Gruß

passport



Spezialeinheit, na aber.

Entweder nicht richtig zugehört oder das Gedächtnis schwächelt.
Die Ausbildung des Stammpersonals fand an der Schule des GSE in Swisttal-Heimerzheim statt, nicht beim BND.
Sämtliche Erkenntnis an den BND booah, die waren im Verteiler der täglichen Lagemeldungen.

Ein Schelm wer böses denkt, ob der Kenntnisse des User P.......


"Mobility, Vigilance, Justice"
zuletzt bearbeitet 13.10.2011 21:37 | nach oben springen


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