#21

RE: Nicht gegen- sondern miteinander

in Die Grenze,Die Teilung,geteilte Familien 05.09.2011 20:39
von uffz_nachrichten | 475 Beiträge

Zitat von Gohrbi
Schönes Thema, leider gibt es in Ost und West so viele Vorverurteiler und geistig engstirnige. Ich glaube ein Miteinander werden wir die nächsten 20 Jahre nicht erleben. Auch der Grenzer/Soldat hatte sich mit dem Leben hier und da identifiziert. Wie viele haben denn noch nicht über ihren Tellerrand geschaut. Wie viele waren noch nicht einmal nach 20 Jahren hüben oder drüben? Die tönen dann am lautesten, wenn es um Vorurteile geht. Ich betone in West UND Ost.

Und manchmal mußte ich, mich als Ossi im Westen, von meinen Landsleuten sehr distanzieren, wenn es zu, ich sags mal gelinde, affig wurde. Da habe ich Parallelen am Buffet vom FDGB Heim und dem Buffet auf der "AIDA" verzeichnen können. Aber nicht nur im Urlaub, sondern auch im ganz Alltäglichen. Das ging so weit, dass ich einfach nur von der Schwäbischen Alb kam und die Vorzeit geflissendlich verschwieg.



Ack. Obwohl mich oftmals der Verdacht beschleicht, daß ein "echtes" Miteinander aller Deutschen von offizieller, sprich politischer, oder auch von unternehmerischer Seite, garnicht gewollt ist. Dem Bürger in Köln-Kalk oder am Stammtisch in Marktbergel kann man doch viel besser "verklickern", daß seine Steuergelder bei/von den "Zonies" verschwendet werden, als wenn man ihm erzählt, daß "sein" Chef für den 1,4Mio. € teuren Hallenanbau an die vorhandene Produktionseinrichtung in Riesa mal eben 1,4Mio. € Förderung bekommen hat.
Vor über 10 Jahren war ich 3 Wochen in Rott ( Westerwald ) in einem Maschinenbauunternehmen, welches gerade "unsere" Schweißautomaten baute. Und erntete große Augen incl. ungläubigem Staunen, als ich Ossi in der "Frühstücksdebatte" um den Solidarzuschlag mal eben gesagt habe, daß auch wir im "Osten" den Soli bezahlen...
Ob sich das geändert hat?
Mein Obermonteur in der Fa. Schrö... ( ROF ), Hr. Bernd Giergsd... ist demonstrativ von der Baustelle in Berka/W. nach Obersuhl zum Bäcker und in den Kontra-Markt gefahren um Getränke und Frühstück zu holen, als sich das Benötigte im Rewe direkt um die Ecke zu kaufen.
Damaliger O-Ton: "Ich kaufe nichts im Osten, hier lasse ich keinen Pfennig..." Das war 1991/92!
Das mögen Einzelfälle sein, aber es gibt oder gab sie. Und ich hätte noch mehr davon. Eigene Erfahrungen der letzten 20 Jahre, alle definitiv aus persönlichem Erleben, nichts Gehörtes oder Gelesenes.
Miteinander? Solange man uns in Ost und West ständig verarscht und uns ganz leicht gegeneinander ausspielen kann durch gezielte Falsch- oder Nichtinformationen, so lange werden die "Engstirnigen" nicht weniger, im Gegenteil.
Mein Geschreibsel mag eigentlich OT sein ( obwohl´s zur Threadüberschrift paßt ).
Irgendwo hab ich mal den Spruch gelesen: "Halt du sie dumm, ich halt sie arm". Paßt.



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#22

RE: Nicht gegen- sondern miteinander

in Die Grenze,Die Teilung,geteilte Familien 05.09.2011 20:43
von eisenringtheo | 9.159 Beiträge

Zitat von Krelle
(...)Wäre ich Politiker und hätte Entscheidungsgewalt gehabt, dann hätte ich dafür gesorgt, dass am 3.10.1990 der Name unseres Landes „nur“ noch DEUTSCHLAND wäre. Schon als äußeres Zeichen der Vereinigung. Dann hätte manch damaliger Bürger der Deutschen Demokratischen Republik vielleicht auch das Gefühl bekommen, dass sich auch auf der „anderen“ Seite etwas tut und man nicht als einziger den Namen seines bisherigen Landes und "seine Identität" verliert. Durch den Wegfall der „Bundesrepublik“ hätten wir ALLE viel gewonnen. (...)



Das sehe ich genau so. Es ist höchste Zeit, dass Deutschland eine endgültige Verfassung erhält.
http://dejure.org/gesetze/GG/146.html
Theo


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#23

RE: Nicht gegen- sondern miteinander

in Die Grenze,Die Teilung,geteilte Familien 05.09.2011 21:24
von Krelle (gelöscht)
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DANKE, Theo!
Dann bin ich wenigstens nicht alleine mit meiner Auffassung, die nur EINE ist und nicht den Anspruch erhebt, „richtig“ zu sein.
Und wenn ich nochmals auf die sogenannte „Pflicht“ zurückkommen darf, von der ich eingangs sprach und zu der auch „Rainman 2“ kommentierte, dann wäre ich Euch dankbar!
Was unsere damalige berufliche „Pflicht“ an der Grenze anbelangt, so haben wir, die auftragsgemäß handelten, diese ganz gewiss erfüllt. Sowohl auf Ost- als auch auf Westseite. Das darf man dem „Anderen“ nicht ankreiden, in keiner Weise. Im Gegenteil: es verdient Respekt!
Ob unser Handeln bzw. unsere "Pflichterfüllung" nun derart „richtig“ war, dass es auch vor der Wahrheit, vor Gott bzw. der wahren Liebe Bestand hat, das steht auf einem anderen Blatt und kann von uns auf dieser Welt Lebenden nicht beantwortet werden. Wo die wirkliche Pflicht anfängt und wo sie aufhört, das muss letztlich ein Jeder für sich entscheiden.
Fakt ist, dass wir uns viel zu wenig Gedanken darüber machen! Wie sonst ist das verantwortungslose, kurzsichtige und oftmals schädliche Handeln des Menschen zu erklären???
Wie gehen wir mit Flora und Fauna, mit unserer Erde und nicht zuletzt mit uns selbst um???
Und wir maßen uns auch noch an, die intelligentesten Wesen auf unserem wunderschönen Planeten zu sein! Es ist schon bemerkenswert, wie überheblich wir MENSCHEN doch sind.
Deutschland und seine Grenzen spielen eigentlich nur eine untergeordnete Rolle in den wahren Fragen des Lebens.
Und trotzdem ist mir diese „Unwichtigkeit“ doch so wichtig, dass ich Mitglied dieses Forums bin und meinen Teil dazu beitragen möchte, dass wir wieder „richtig“ zueinander finden.
Für uns – für unser DEUTSCHLAND


zuletzt bearbeitet 05.09.2011 22:31 | nach oben springen

#24

RE: Nicht gegen- sondern miteinander

in Die Grenze,Die Teilung,geteilte Familien 05.09.2011 21:42
von Moskwitschka (gelöscht)
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Zitat
von Zermatt

Entscheidend aber ist der Kern dieser Aussage...versöhnen statt spalten.Wenn wir hier anfangen ist das ein guter Weg..auch wenn er lang und schwer ist.



Aus eigener Erfahrung weiß ich, wie schwer es ist sich zu versöhnen. Es ging viel leichter, nach dem ich mich mit mir versöhnt habe. Wir haben alle in unserem Leben Entscheidungen getroffen, die wir zu einem bestimmten Zeitpunkt für richtig gehalten haben, auch wenn die halbe Welt im besten Fall darüber den Kopf geschüttelt hat. Im Verlaufe der Zeit lernt man dazu, gewinnt neue Erfahrungen. Und zwangsläufig stellt sich die Frage, war das richtig, wie ich mich entschieden habe? Und diese Frage sollte man mit JA beantworten, denn die die Umstände die zu der Entscheidung geführt haben, sind im persönlichen Umfeld begründet. Und das ist das entscheidende. Die Darstellung oder Beschreibung dieser persönlichen Umstände oder Erlebnisse, ohne sich rechtfertigen zu müssen oder sich auf politische Konditionierung zurückzuziehen, sind für mich Zeitzeugen, die man nach einem sehr persönlichen Beitrag nicht sofort mit vorgefassten Meinungen zerreissen sollte. Die Folge wäre, dass die, die offen über ihre Erlebnisse und Erfahrungen berichten, sich früher oder später zurückziehen.

Ich weiss, dass geht manchmal für jeden hier im Forum an die Grenze des Erträglichen. Doch jeder, der die Zeit von 1945 bis 1990 für sich aufarbeiten möchte, sollte das aushalten, ohne neue Verletzungen zuzufügen.

Ich habe lange an diesem Beitrag geschrieben. Auch, weil ich mich selber disziplinieren muss.

LG von der grenzgaengerin

PS Und wenn es mal zu dolle wird, können wir uns zur Entspannung über die sogenannte "Weisswurstgrenze" unterhalten, auch eine innerdeutsche Grenze


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#25

RE: Nicht gegen- sondern miteinander

in Die Grenze,Die Teilung,geteilte Familien 05.09.2011 22:18
von Rainman2 | 5.754 Beiträge

Hallo grenzgaengerin!

Ich denke, ich sage jetzt einfach nur mal: Danke!

ciao Rainman2


"Ein gutes Volk, mein Volk. Nur die Leute sind schlecht bis ins Mark."
(aus: "Wer reißt denn gleich vor'm Teufel aus", DEFA 1977)


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#26

RE: Nicht gegen- sondern miteinander

in Die Grenze,Die Teilung,geteilte Familien 05.09.2011 22:32
von Uleu | 527 Beiträge

Versöhnen ? Ich hatte nie den Eindruck mich mit den anderen Deutschen versöhnen zu müssen. Ich war gegen die Bedrohung durch das andere gesellschaftliche System, aber eigentlich nie durch die Menschen.
Allerdings habe ich als gelernter DDR Bürger heute ein Problem, Ich habe beruflich und privat so manch Flasche Wodka mit guten Freunden getrunken, Sowjets, Polen, Tschechen. Gute Freunschaften geschlossen, Hilfe gegeben und Hilfe erfahren, und die sollen auf einmal nichts mehr wert sein ? Weil ich doch Deutscher bin ?
Ehrlich gesagt, nöö. Hier bin ich wirklich gerne DDR Bürger geblieben.

Gnacht, Uleu


" Die geheime Aufklärung ist ein Dienst, der nur Herren vorbehalten ist " ( Oberst Nicolai, Leiter der dt. Militäraufklärung im 1. WK )
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#27

RE: Nicht gegen- sondern miteinander

in Die Grenze,Die Teilung,geteilte Familien 05.09.2011 22:56
von Krelle (gelöscht)
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gelöscht


zuletzt bearbeitet 08.07.2012 14:42 | nach oben springen

#28

RE: Nicht gegen- sondern miteinander

in Die Grenze,Die Teilung,geteilte Familien 05.09.2011 23:06
von Moskwitschka (gelöscht)
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Lieber Uleu,

auch ich muss nicht meinen Frieden mit Russen, Tschechen, Polen, Ungarn, Schwaben, Badener, Pfälzer, Bayern, Franken, Hessen, Falen, Niedersachsen, Friesen, Rheinländern finden. Den besten Wein habe ich an der Mosel getrunken.

Es geht um den Frieden mit meinen Freunden aus meiner Kindheit in der DDR, die einen anderen Weg als ich eingeschlagen haben. Auch um meine Verwandte, die in der DDR Wein gesoffen und Wasser gepredigt haben. Und das geht schon an die Substanz.

LG von grenzgaengerin


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#29

RE: Nicht gegen- sondern miteinander

in Die Grenze,Die Teilung,geteilte Familien 07.09.2011 21:38
von Krelle (gelöscht)
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Zitat von Feliks D.


... Dieses Bild war und ist für mich Ausdruck der Nichtanerkennung souveräner Staaten und der grenzenlosen Arroganz der politischen Kaste der BRD, der dann im Alleinvertretungsanspruch gipfelte. Was wenn wir diese heute an unseren Ostgrenzen aufstellen um den dort "verlorenen" Gebieten nachzutrauern?



Hallo Feliks!
Dieser Satz läßt mich irgendwie nicht in Ruhe.... was hat das Schild mit seiner Aussage "Auch drüben ist Deutschland" mit einer evtl. Nicht-Anerkennung der DDR zu tun? Es steht/stand ja nicht geschrieben: "Auch drüben ist die Bundesrepublik Deutschland"!
Ich/wir habe(n) Euch damals als DDR bzw. Bürger der DDR anerkannt. Aber in erster Linie wart Ihr doch auch als DDR-Bürger Deutsche! So wie die Bürger der (alten) Bundesrepublik nichts anderes als Deutsche waren! Wenn wir den Anderen auch in unserem tiefsten Innern als Ausländer betrachten /betrachteten, dann sind wir viel weiter von einander entfernt, als es die damaligen Siegermächte jemals wollten. Und darum: trotz aller Differenzen, die wir damals hatten (und leider teilweise heute noch haben), wir sind EINS! Wir ALLE sind DEUTSCHLAND!


zuletzt bearbeitet 07.09.2011 22:10 | nach oben springen

#30

RE: Nicht gegen- sondern miteinander

in Die Grenze,Die Teilung,geteilte Familien 07.09.2011 22:48
von eisenringtheo | 9.159 Beiträge

Zitat von Krelle
Dieser Satz läßt mich irgendwie nicht in Ruhe.... was hat das Schild mit seiner Aussage "Auch drüben ist Deutschland" mit einer evtl. Nicht-Anerkennung der DDR zu tun?


Ich finde das Schild auch nicht schlimm, daneben gab es ganz andere, viel schlimmere. durchaus geeignet, Hass zu schüren

Quelle: http://www.drehscheibe-foren.de/foren/read.php?17,4524375
Theo


zuletzt bearbeitet 07.09.2011 22:49 | nach oben springen

#31

RE: Nicht gegen- sondern miteinander

in Die Grenze,Die Teilung,geteilte Familien 07.09.2011 22:59
von Krelle (gelöscht)
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gelöscht


zuletzt bearbeitet 08.07.2012 14:43 | nach oben springen

#32

RE: Nicht gegen- sondern miteinander

in Die Grenze,Die Teilung,geteilte Familien 08.09.2011 01:04
von Rostocker | 7.716 Beiträge

Zitat von Krelle
Deutschland ist DRÜBEN,
Deutschland ist auch HIER
Sei sicher, dass HÜBEN
ist lediglich ein Spiegelbild von DIR

Komm und reich mir Deine Hand,
lass uns Freunde sein
Dieses wunderbare Land
ist unser ALLER Sonnenschein


(Manfred Krellenberg, 07.09.2011)




Also Manfred nehme es mir nicht übel--aber statt Sonnenschein--hätte ich Deutschland oder Vaterland--geschrieben.Gruß Rostocker


zuletzt bearbeitet 08.09.2011 01:05 | nach oben springen

#33

RE: Nicht gegen- sondern miteinander

in Die Grenze,Die Teilung,geteilte Familien 08.09.2011 07:44
von Alfred | 6.841 Beiträge

Krelle,

vielleicht sollte einiges anders betrachtet werden.

Nimm die Entwicklung in den neuen Bundesländern seit 1990. Vieles hat sich positiv entwickelt, aber einiges erlebt man eben auch kritisch.

Mal einige Beispiele. Wo sind denn die OSSIS wie vertreten ? Wenn man die Glotze einschaltet sieht man bis auf einige Quotenossis wir H. Maske, Hr. Schulz , Frau Witt , eine Frau Hertel, die Puhdys und Karat recht wenige. Nenn mir mal die Anzahl der Länderspiele die die deutsche Fussballnationalmannschaft der Männer in den neuen Ländern ausgetragen hat !

Das merkt eben der eine oder andere. Ich hatte mal recht gute Beziehungen zum Fernsehen und Künstlern der DDR. Was sich da nach 1990 abgespielt hat war mehr als erschreckend. Künstler OST wurden in einer Art abgewatscht ….

Oder nimm andere Bereiche. Es gab 2004 eine Studie . Hier einige Fakten. Es ging um Leitungspositionen in verschiedenen Bereichen.
Im öffentlichen Rundfunk gab es 3 Intendanten, Ossis davon 0. Chefredakteure 3, Ossis 0, Fernsehdirektoren 3 Ossis 1, Hörfunkdirektor 3, Ossis 1. Bei den regionalen Tageszeitungen gab es 24 Chefredakteure. Hier gab es 9 Ossis . Bei den Gerichten sah es ähnlich aus. Vorsitzende Richter gab es 156, von denen waren 5 Ossis, von 274 Richtern waren 29 Ossis. Oder nimm Gewerkschaften. Bundesvorsitzende gab es 9 , davon 1 Ossi. Stellvertretende Bundesvorsitzende gab es 9, Ossis 0.
Dann haben wir die Regierung die immer von Einheit spricht. Aber bei den Funktionen sieht es anders aus. Bezogen auf die neuen BL gab 13 Minister, OSSIS 1, Parlamentarische Staatssekretäre gab es 24 davon 4 Ossis . Oder bleiben wir beim Militär. Generale gab es 206 , Ossis 0, Oberst 993, Ossis 0, Oberstleutnant 7.012, Ossis 682, Major 2.978 Ossis 419 .


Einfach nur mal lesen ....


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#34

RE: Nicht gegen- sondern miteinander

in Die Grenze,Die Teilung,geteilte Familien 08.09.2011 09:47
von Krelle (gelöscht)
avatar

Ja, diese Statistik macht nachdenklich.
Realistisch betrachtet ist mein Gedicht damit "zu optimistisch".
Hatte beim Schreiben eben keine Zahlen vor Augen, sondern mich vielmehr von meinem Herzen leiten lassen.

Pessimisten nehme ich deshalb auch nicht übel, wenn sie schreiben /reimen würden:
.... Deutschland
ist unser aller Untergang....

Aber ich bleibe lieber Optimist und schreibe vom Sonnenschein (den können wir nämlich alle gut gebrauchen!)


zuletzt bearbeitet 08.09.2011 09:48 | nach oben springen

#35

RE: Nicht gegen- sondern miteinander

in Die Grenze,Die Teilung,geteilte Familien 08.09.2011 10:09
von 94 | 10.792 Beiträge

Außerdem reimt sich der Sonnenschein doch auch so schön. Auf 'Vaterland' fällt mir spontan nur 'Schand' ein. Allerdings bin ich KEIN Lyriker und Sinn machts ja dann auch keinen mehr, odär?

Nochmal zu dem Schild, die Aussage NUR für sich genommen ist schon in Ordnung. Allerdings stand das Schild ja nicht im luftleeren Raum, sondern an der (Im O-Ton der Westmedien) Zonengrenze zur wiederrechtlich besetzten Sowjetzone. Und irgendwie vermittelt mir dann der Spruch auch heute noch keine Kommunikation auf gleicher Augenhöhe.


Verachte den Krieg, aber achte den Krieger!


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#36

RE: Nicht gegen- sondern miteinander

in Die Grenze,Die Teilung,geteilte Familien 08.09.2011 10:13
von ahlbecker (gelöscht)
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unsere Kanzlerin =ossi
Bundestagspräsident (jetzt vize) ossi
Kapitän Fußball (vor drei tagen noch)= ossi
denkt auch immer daran bei eurer prozentrechnung Wessis =65 mil und ossi 17mil

aber eigentlich ist das doch alles quatsch. zwanzig jahre sind wir wieder vereint und streiten uns um solche nebensächlichkeiten. die generation der nachwende wird über uns lachen.
wir sollten doch versuchen unsere ideen in unser land einzubringen und nicht immer noch das von uns im sand gesetzte land nachtrauern.
also packen wir es an
wünscht sich der ahlbecker


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#37

RE: Nicht gegen- sondern miteinander

in Die Grenze,Die Teilung,geteilte Familien 08.09.2011 10:26
von eisenringtheo | 9.159 Beiträge

Zitat von Krelle
Ja, diese Statistik macht nachdenklich.
(...)


Jedes Jahr nimmt die Bevölkerung in Ostdeutschland um 110'000 Personen ab, prozentual bedeutend mehr als im Westen
http://www.destatis.de/jetspeed/portal/c...enderPrint.psml

http://www.google.ch/publicdata/explore?...try&hl=de&dl=de

Wir CH wachsen noch:
http://www.google.ch/publicdata/explore?...try&hl=de&dl=de

Am besten lernt man jetzt Mandarin. Falls die Chinesen uns erobern, brauchen die sicher sprachkundige Chefbeamten.
http://www.google.ch/publicdata/explore?...try&hl=de&dl=de


zuletzt bearbeitet 08.09.2011 10:28 | nach oben springen

#38

RE: Nicht gegen- sondern miteinander

in Die Grenze,Die Teilung,geteilte Familien 08.09.2011 10:30
von Alfred | 6.841 Beiträge

Krelle,

sicher soll Mann / Frau immer Optimist sein.

Aber wenn man die zwanzig Jahre nach 1990 betrachtet fällt es eben in einigen Punkten schwer. Wo bleiben denn die Ossis in den Medien ?

Beispiel.

Vor einiger Zeit haben Armeegeneral a.D. Keßler und Generaloberst a.D. Streletz auf Wunsch des „STERN“ diesen ein MEHRSTÜNDIGES Interview gegeben. Es ging rund um den 13. August aber auch um NVA, Warschauer Vertrag etc..

Die Dame vom „STERN“ war sehr angetan und musste zugeben, dass sie einiges so nicht gesehen hat, einiges nicht kannte und fand dieses Gespräch wohl auch sehr interessant

Der „STERN“ brachte in der Ausgabe über 20 Seiten zum Thema. Das so interessante NEUE, NICHT bekannte von Keßler und Streletz war in den über 20 Seiten nicht mit EINEM WORT zu finden.

So sieht heute Geschichtsschreibung aus, was einigen Herren nicht passt wird nicht gedruckt. Ich könnte da noch einiges mehr anführen.


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#39

RE: Nicht gegen- sondern miteinander

in Die Grenze,Die Teilung,geteilte Familien 08.09.2011 16:33
von Thunderhorse | 3.997 Beiträge

Zitat von Alfred
Krelle,

vielleicht sollte einiges anders betrachtet werden.

Nimm die Entwicklung in den neuen Bundesländern seit 1990. Vieles hat sich positiv entwickelt, aber einiges erlebt man eben auch kritisch.

Mal einige Beispiele. Wo sind denn die OSSIS wie vertreten ? Wenn man die Glotze einschaltet sieht man bis auf einige Quotenossis wir H. Maske, Hr. Schulz , Frau Witt , eine Frau Hertel, die Puhdys und Karat recht wenige. Nenn mir mal die Anzahl der Länderspiele die die deutsche Fussballnationalmannschaft der Männer in den neuen Ländern ausgetragen hat !

Das merkt eben der eine oder andere. Ich hatte mal recht gute Beziehungen zum Fernsehen und Künstlern der DDR. Was sich da nach 1990 abgespielt hat war mehr als erschreckend. Künstler OST wurden in einer Art abgewatscht ….

Oder nimm andere Bereiche. Es gab 2004 eine Studie . Hier einige Fakten. Es ging um Leitungspositionen in verschiedenen Bereichen.
Im öffentlichen Rundfunk gab es 3 Intendanten, Ossis davon 0. Chefredakteure 3, Ossis 0, Fernsehdirektoren 3 Ossis 1, Hörfunkdirektor 3, Ossis 1. Bei den regionalen Tageszeitungen gab es 24 Chefredakteure. Hier gab es 9 Ossis . Bei den Gerichten sah es ähnlich aus. Vorsitzende Richter gab es 156, von denen waren 5 Ossis, von 274 Richtern waren 29 Ossis. Oder nimm Gewerkschaften. Bundesvorsitzende gab es 9 , davon 1 Ossi. Stellvertretende Bundesvorsitzende gab es 9, Ossis 0.
Dann haben wir die Regierung die immer von Einheit spricht. Aber bei den Funktionen sieht es anders aus. Bezogen auf die neuen BL gab 13 Minister, OSSIS 1, Parlamentarische Staatssekretäre gab es 24 davon 4 Ossis . Oder bleiben wir beim Militär. Generale gab es 206 , Ossis 0, Oberst 993, Ossis 0, Oberstleutnant 7.012, Ossis 682, Major 2.978 Ossis 419 .


Einfach nur mal lesen ....




Hm, wie war der Titel vom Thread?

Gegeneinander statt miteinander.
Oder so ähnlich??

Die Zahlenspiele sind eröffnet.


"Mobility, Vigilance, Justice"
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#40

RE: Nicht gegen- sondern miteinander

in Die Grenze,Die Teilung,geteilte Familien 08.09.2011 16:39
von Thunderhorse | 3.997 Beiträge

Zitat von Alfred
Krelle,

sicher soll Mann / Frau immer Optimist sein.

Aber wenn man die zwanzig Jahre nach 1990 betrachtet fällt es eben in einigen Punkten schwer. Wo bleiben denn die Ossis in den Medien ?

Beispiel.

Vor einiger Zeit haben Armeegeneral a.D. Keßler und Generaloberst a.D. Streletz auf Wunsch des „STERN“ diesen ein MEHRSTÜNDIGES Interview gegeben. Es ging rund um den 13. August aber auch um NVA, Warschauer Vertrag etc..

Die Dame vom „STERN“ war sehr angetan und musste zugeben, dass sie einiges so nicht gesehen hat, einiges nicht kannte und fand dieses Gespräch wohl auch sehr interessant

Der „STERN“ brachte in der Ausgabe über 20 Seiten zum Thema. Das so interessante NEUE, NICHT bekannte von Keßler und Streletz war in den über 20 Seiten nicht mit EINEM WORT zu finden.

So sieht heute Geschichtsschreibung aus, was einigen Herren nicht passt wird nicht gedruckt. Ich könnte da noch einiges mehr anführen.




Dann war wohl für die Redaktion/Redakteure des STERN nichts Neues oder Weltbewegendes dabei.

Bezüglich Deiner Äußerung (oder eher Vermutung) wie Geschichte ( beim STERN ) geschrieben wird, haste sicherlich zuvor recherchiert.


"Mobility, Vigilance, Justice"
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