#21

RE: Fahnenfluchten russischer Soldaten

in DDR Staat und Regime 04.09.2011 22:46
von Andi (gelöscht)
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Zitat von Rostocker

Zitat von Andi
Wir hatten im GK Nord eine flüchtigen Russischen Soldaten der nach den Westen abhauen wollte. Die GT sind von der Grenze abgezogen worden. Die Russen sind mit SPW aufgefahren und haben auf alles was sich bewegt draufgehaltenen.



Glaubste das wirklich.Die GT-abgezogen und die Russen haben die Grenzsicherung übernommen.
Ich schildere mal ein Erlebniss von 1975 Frühjahr.Hatte Posten am GSZ-K2-ganz in der Nähe von Zarrentin in so einen Erdbunker,plötzlich fuhr ein russischer SPW vor--Bordkanone auf den Bunker gerichtet--mir ging der A....auf Grundeis.Ich auf ihnen zu gegangen.Aber fragt mich nicht wie ich mit denen ins reine kam--nach 5 min zogen die wieder ab.Später hörte ich--die suchten ihren Kumpel der sich aus Hagenow entfernt hatte.----Aber meine Schicht haben die nicht übernommen Gruß Rostocker




Sag Mahl hast Du Gedient? Ich habe es selber erlebt. Das war in Gallin 12 GK (bei Zarrentin)
Gruß


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#22

RE: Fahnenfluchten russischer Soldaten

in DDR Staat und Regime 04.09.2011 23:06
von S51 | 3.733 Beiträge

Im Frühsommer 1984 hat es ein Soldat bis in den Bereich Elend/Sorge geschafft. Zeitweise hatte er Geiseln, hat auch mehrfach gefeuert.
Zwar haben die GSSD ihre Leute geschickt aber zu keinem Zeitpunkt die Grenzsicherung übernommen. Soll heißen, sie kamen zwar bis in den Schutzstreifen aber nicht hinter den GSZ. Vielmehr war es so, dass GT deren Suchstreifen mit ortskundigen Leuten flankiert hat. Nicht nur aber auch GAK. Für die eigentliche Aktion gegenüber ihrem Soldaten war dann jedoch die Abteilung der GSSD zuständig.
Während dieser Aktion und dann allen ähnlichen später (wo keiner mehr so nah kam) waren die grenzsichernden Einheiten mit drei Magazinen, also 90 Schuß, ausgestattet. Die GAK streiften zwar nach wie vor allein im Hinterland, hatten jedoch außer der Pistole ebenfalls die MPi mit 90 Patronen dabei. Außerdem haben das III. GB und die SIK mit Posten a´jeweils drei Mann Kreuzungen und bestimmte Wege im Grenzgebiet abgeriegelt (zum Beispiel die Brockenstraße und die alte Ilsenburger Straße). Letztere Variante war für uns GAK nicht ganz ungefährlich. Sicher nicht nur ich habe in dieser Zeit öfter mal dieses charakteristische metallische Klack und Ritsch-ratsch zu hören bekommen.
Ist jedoch nie was passiert, ansprechen beruhigt eben doch.


GK Nord, GR 20, 7. GK
VPI B-Lbg. K III


zuletzt bearbeitet 04.09.2011 23:10 | nach oben springen

#23

RE: Fahnenfluchten russischer Soldaten

in DDR Staat und Regime 05.09.2011 10:30
von amigaguru | 96 Beiträge

Zu meiner Zeit (1966) kamen ca.zwei Meldungen pro Monat über fahnenflüchtige Soldaten
der sowj.Armee rein.Ich war da noch in der GK Hohengandern.Meist waren die Soldaten schwer bewaffnet.Aber auf Grund des schlechten Kartenmaterials
kamen sie meist nicht weit.
Einmal mußten wir abends deswegen raus.Wir sprachen damals nicht von sowj.Soldaten,sondern für uns waren es
"Russen und Iwans"Da bekannt war,das die Soldaten des"Großen Bruders" ,ohne Rücksicht auf menschliche Verluste versuchen durchbrechen,
ging uns auch die "Düse".Aber die beiden sowj.Soldaten wurden vorher geschnappt und wir waren erleichtert,das wir es ohne Schußwechsel überstanden
haben.

amigaguru


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#24

RE: Fahnenfluchten russischer Soldaten

in DDR Staat und Regime 05.09.2011 11:25
von 94 | 10.792 Beiträge

Zitat von uffz_nachrichten
..., in einem Fall zu meiner aktiven Zeit von einem PF leider nicht wirklich!


Obwohl U.D. nur noch zweistellige Zahlen auf seinem Maßband hatte, war er mWn KEIN Postenführer.

Ansonsten möchte ich mal auf den Artikel Dedowschtschina verweisen. Etwas umfangreicher beschäftigt sich der russische Artikel (was für'n Überraschung) mit diesem auch heute noch hochaktuellen Thema. Auch recht informativ fällt die Filmo- und Bibliografie zu diesem Thema aus ... http://ru.wikipedia.org/wiki/%D0%94%D0%B....83.D1.80.D0.B5


Verachte den Krieg, aber achte den Krieger!


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#25

RE: Fahnenfluchten russischer Soldaten

in DDR Staat und Regime 05.09.2011 12:29
von Rainman2 | 5.762 Beiträge

Hallo 94,

danke für die Links. Wir hatten damals nur ab und zu Gerüchte im Umlauf über eine "knallharte EK-Bewegung" in der Sowjetarmee. Eine Hinterfragung war nicht möglich. Ich hatte u.a. in Plauen die Dienstbedingungen von sowjetischen Soldaten kennengelernt, sicher nur aus einer Perspektive, die uns als Besuchern gezeitgt wurde. Daraus schloss ich damals, dass diese schon eine Erklärung für die vielen Fahnenfluchten bieten könnte. Damit hatte ich auch eine Entschuldigung dafür gefunden: Die hohe Gefechtsbereitschaft der sowjetischen Einheiten. Es war einer der vielen Fehlschlüsse zu meiner damaligen Zeit.

ciao Rainman2


"Ein gutes Volk, mein Volk. Nur die Leute sind schlecht bis ins Mark."
(aus: "Wer reißt denn gleich vor'm Teufel aus", DEFA 1977)


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#26

RE: Fahnenfluchten russischer Soldaten

in DDR Staat und Regime 05.09.2011 13:23
von Moskwitschka (gelöscht)
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Zitat
Wir hatten damals nur ab und zu Gerüchte im Umlauf über eine "knallharte EK-Bewegung" in der Sowjetarmee. Eine Hinterfragung war nicht möglich.



Selbst in der Sojwetunion war es eines der vielen Tabu-Themen. Im Alltag der Menschen jedoch immer gegenwärtig. Mich hat damals (70-iger Jahre) sehr verwundert, warum der Abschied von den Wehrpflichtigen gefeiert wurde wie eine Hochzeit. Diese Verabschiedungen "проводы" waren Familienfeiern, bei denen natürlich wie bei anderen Feiern ordentlich gegessen und getrunken wurde. Der Unterschied zu anderen Feiern war das Verhalten der Mütter, die meist still in einer Ecke saßen und zum Teil bitterlich geweint haben. Über ihre Ängste, dass ihr Sohn auch in "Friedenszeiten" Schaden nehmen könnte, haben sie nicht gesprochen.

LG von der grenzgaengerin


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#27

RE: Fahnenfluchten russischer Soldaten

in DDR Staat und Regime 05.09.2011 14:24
von sentry | 1.098 Beiträge

Ich halte es auch für ein unbegründetes Gerücht, dass solche Fahnenfluchten erfunden wurden, um die Wachsamkeit zu erhöhen. Einerseits wurde das für so einen kleinen Effekt ziemlich professionell aufgezogen (offizielle Meldungen, Fahndungsbücher, Zusatzposten usw.), andererseits war es gefühlt eine Hauptbeschäftigung der Offiziere, mangelhafte Wachsamkeit der Soldaten aufzuklären.

Na jedenfalls habe ich so etwas auch gelegentlich erlebt.
Eines regnerisch-kalten Abends, wir hatten schon die Heimfahrt im Blick, traf es mich und einen weiteren Postenführer. Ein Russe war im Anmarsch und wir sollten sofort unsere Waffen empfangen und gewissermaßen als außerplanmäßige "Altenschicht" einen Zusatzposten besetzen. Konkret sollten wir an der südlichen Flanke der GÜSt Marienborn Streife im "Schleizer Dreieck" laufen, eine Straße im Wald, die mehr oder weniger dreieckig verlief und von besonders heißen Offizieren gerne genutzt wurde, um die Soldaten in Rot-Gelb 3000 m laufen zu lassen

Das waren immer die beschi**enen Jobs, weil keiner wusste, wie lange das dauern konnte und das Ganze auf die reguläre Planung keinen Einfluss hatte - die bevorstehende reguläre Schicht kam also auch immer näher.
Jedenfalls waren wir uns schon vor dem Waffenempfang einig, dass wir keine Lust auf die Begegnung mit einem verzweifelten Russen hatten und stopften uns als "zusätzliche Ausrüstung" diesen grünen ABC-Umhang aus Plastikfolie unter die Jacke.
Ich weiß nicht mehr ob wir uns weiter abgesprochen haben oder nicht, jedenfalls hatten wir genügend Vertrauen zueinander um festzulegen, dass wir uns von dem Russen nicht den Abgang versauen lassen und dass so kurz vor Schluss Belobigungen und Sonderurlaube so viel Heldentum nicht wert waren.
Wir empfingen unsere Kanonen, und beim UvD noch ein UFT-Funkgerät. Mit dem UvD wurden diverse Funkzeichen für das "operative Zusammenwirken" (OZW) abgesprochen, so a la "2xSprechtaste drücken = Offizier verlässt Kaserne, geflüsterte Texte (Paula Konrad = Postenkontrolle) usw." (Flüstern konnte schwer einer bestimmten Person zugeordnet werden).
Am Kontrolldurchlass wurden die gleichen Zeichen mit der Objektwache vereinbart. Außerdem sollte die Wache in dem Falle den Posten A5 anrufen, der ein paar Kilometer weiter östlich die Einfahrt in die GÜSt und in den Schutzstreifen sicherte (was die Wache sowieso immer tat). Auch wir riefen von der Wache per Telefon nochmal die A5 an und vereinbarten mit ihr ähnliche Zeichen. Damit war sichergestellt, dass auf offiziellen Wegen sich niemand unserem Posten annähern konnte, ohne dass wir davon erfuhren...so jedenfalls die Theorie. Wir dachten natürlich immer, wir sind schlauer als die Postenkontrolle und die dachten, sie sind schlauer als wir. Die Wahrheit lag wohl in der Mitte und war mehr Glückssache als gute Planung.
Das Schleizer Dreieck lag wie gesagt mitten im Wald. Links und rechts der Straße gab es eine Menge Gräben und innerhalb des Dreiecks auch alte bauliche Anlagen - eine tolle Ecke für desertierende Russen, um Unterschlupfmöglichkeiten zu finden, sich eine Weile versteckt zu halten oder vorbildliche Posten anzugreifen, die auf der Straße rumpatroullieren. Weit ins Gelände gucken konnte man nicht und durch den von den Bäumen tröpfelnden Regen und einer Menge Wild, gab es auch nicht viel zu hören...oder zu viel...wie man's nimmt.

Aber wir waren ja sowieso nicht scharf auf Grenzsicherung bis zum Letzten. Also suchten wir uns ziemlich sorgfältig ein ruhiges Plätzchen innerhalb des Schleizer Dreiecks, weit genug weg von der Straße, dass man nicht sofort entdeckt werden konnte, selbst wenn ein Fahrzeug mit Scheinwerfern kam oder jemand abseits der Straßen lief, aber dicht genug, um schnell unsere geforderte Position einnehmen zu können oder Personen zu stellen, die vielleicht uns stellen wollten.
Dort legten wir die ABC-Umhänge aus, eine hervorragende Unterlage gegen die Feuchtigkeit, rollten die Regenumhänge darauf aus (das beste Ausrüstungsteil der Grenztruppen) und parkten uns auf dieser ruhigen Insel, das UFT auf ganz leise gestellt und unmittelbar neben dem Ohr abgelegt.
Lange Rede, kurzer Sinn - gesehen haben wir in dieser ziemlich langen Sonderschicht keinen Russen - entweder war keiner da oder er ist vorbeigeschlichen, während wir beide geschlafen haben. Das ist zumindest kurzzeitig tatsächlich passiert...die Dauermüdigkeit lies sich nicht austricksen. Aber so richtig ernsthaft wollten wir das wohl auch nicht, sondern haben die willkommene Gelegenheit wahrgenommen.
Als Grenzer hatte man im Grenzdienst so eine Art "S-Bahn-Schlaf" - man schläft tatsächlich tief, kriegt aber mit, wenn im Umfeld etwas passiert, wie hier z.B. die kleinen magischen Zeichen aus dem Funkgerät.
Eine Postenkontrolle war wohl zwischenzeitlich auch nicht da...Glück gehabt, aber dies ist eine der wenigen Begebenheiten, von denen ich heute noch manchmal träume.
Kennt Ihr das? Man wacht schweißgebadet auf, obwohl der Traum nun wahrlich kein Albtraum ist, aber man sich (unter)bewusst wird, in was für ein unglaubliches Risiko man sich kurzzeitig begeben hat. Sei es nun der tatsächlich auftauchende Russe oder eine Postenkontrolle, die härteste Bestrafung nach sich ziehen konnte oder auch der Kamerad, dem man vertraut hat und der doch die Gelegenheit beim Schopfe packt...


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#28

RE: Fahnenfluchten russischer Soldaten

in DDR Staat und Regime 05.09.2011 15:05
von Thunderhorse | 4.010 Beiträge

Zitat von Gert

weiss jemand etwas darüber, ob russischen Soldaten auch der Grenzdurchbruch gelungen ist und was danach mit ihnen geschah ? Wurden sie ausgeliefert an die SU ? Haben sich die anderen "Besatzer " damit befasst oder wurden sie deutscher Gerichtsbarkeit unterstellt ?

Gruß Gert




Es gab gelungene Fluchtfälle über die Sperranlagen (mußte mal hier im Forum oder in anderen Foren suchen).
Zurück geschickt wurde keiner.
Klar haben sich für diese Soldaten/Angehörigen der GSSD/WGT die USA, GB, F, etc. interessiert.


"Mobility, Vigilance, Justice"
zuletzt bearbeitet 05.09.2011 15:05 | nach oben springen

#29

RE: Fahnenfluchten russischer Soldaten

in DDR Staat und Regime 05.09.2011 15:06
von Moskwitschka (gelöscht)
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Ich finde leider auf die schnelle nicht die Quelle. Jedenfalls berief man sich auf die Auswertung von Stasiunterlagen.

Jährlich sollen zwischen 400 und 500 Soldaten der GSSD desertiert sein. Zudem soll es ca. 27.000 Straftaten (vom Verkehrsdelikt über Körperverletzung bis Vergewaltigung) durch Angehörige der GSSD gegeben haben.

Sollten diese Zahlen stimmen, dann waren es keine "Probealarme", um die Wachsamkeit zu erhöhen.

LG von der grenzgaengerin


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#30

RE: Fahnenfluchten russischer Soldaten

in DDR Staat und Regime 05.09.2011 15:20
von GZB1 | 3.287 Beiträge

Wegen "sollen" wär ne Quelle gut!


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#31

RE: Fahnenfluchten russischer Soldaten

in DDR Staat und Regime 05.09.2011 15:25
von 94 | 10.792 Beiträge

Zitat von Thunderhorse
(mußte mal ... in anderen Foren suchen)


Oder suchen lassen ... http://www.nva-forum.de/nva-board/index.php?showtopic=12700

Zu den Zahlen @grenzgangerin wäre dann doch mal die Quelle interessant, mir erscheinen'ts fast e bissel viel. An täglich ein bis zwei Fahndungen meine ich mich nicht erinnern zu können. Wobei ich aber sicher nicht Alles mitbekommen durfte. Woran ich mich aber noch erinnern kann, der Kolja war (fast) immer mit einer halben Waffenkammer abgängig! Vermutlich wurden so Fehlbestände ausgeglichen oder Schwarzbestände geschaffen.

P.S. GZB1 hatte die bessere x-Zeit


Verachte den Krieg, aber achte den Krieger!


zuletzt bearbeitet 05.09.2011 15:28 | nach oben springen

#32

RE: Fahnenfluchten russischer Soldaten

in DDR Staat und Regime 05.09.2011 15:32
von Moskwitschka (gelöscht)
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Mal sehen, vielleicht finde ich heute abend Zeit, zum Suchen.

Jedenfalls wurden diese Zahlen mehrmals veröffentlicht. Wie z.B. auf der HP des mdr.

http://www.mdr.de/damals/archiv/artikel9...c-8cdc177c.html

LG von der grenzgaengerin


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#33

RE: Fahnenfluchten russischer Soldaten

in DDR Staat und Regime 05.09.2011 15:37
von GZB1 | 3.287 Beiträge

Mmhh, MDR als "Mutter der Weisheit"?


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#34

RE: Fahnenfluchten russischer Soldaten

in DDR Staat und Regime 05.09.2011 15:38
von Rainman2 | 5.762 Beiträge

Zitat von 94
... Woran ich mich aber noch erinnern kann, der Kolja war (fast) immer mit einer halben Waffenkammer abgängig! Vermutlich wurden so Fehlbestände ausgeglichen oder Schwarzbestände geschaffen. ...



Die häufigste Form der Meldung war 1983/84: "... mit Waffe und 60 Schuss Munition". Also von Wache abgehauen. Eigentlich die "sinnvollste" Art. Man bekam die Waffe und Munition legal und bekam den Zeitvorsprung von 2 oder 4 Stunden, je nachdem.

@sentry: Danke für die Geschichte. Ich selbst bin mal mit einem unserer Zugführer beim Versuch, eine Ablösung an einem GSZ-Tor zu kontrollieren, eingeschlafen. Als ich munter wurde war die Ablösung schon vorbei ... allerdings hatte der Zugführer auch nichts davon mitbekommen. Wir schwiegen beide drüber. Bei Müdigkeit wusste man entweder, wie man nicht einschlafen konnte, oder man wusste es nicht. Da hilft kein Bewusstsein und auch kein Wissen um die Gefahren.

ciao Rainman2


"Ein gutes Volk, mein Volk. Nur die Leute sind schlecht bis ins Mark."
(aus: "Wer reißt denn gleich vor'm Teufel aus", DEFA 1977)


zuletzt bearbeitet 05.09.2011 15:40 | nach oben springen

#35

RE: Fahnenfluchten russischer Soldaten

in DDR Staat und Regime 05.09.2011 16:36
von Moskwitschka (gelöscht)
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Doku: Veschlusssache Waffenbrüder

http://www.youtube.com/watch?v=X4DTlQrkhIk

LG von der grenzgaengerin


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#36

RE: Fahnenfluchten russischer Soldaten

in DDR Staat und Regime 05.09.2011 16:58
von Alfred | 6.841 Beiträge

Man sollte klären was bei 27.000 rein fällt.

In einen Bericht für den Hauptstab der NVA für ein Jahr aus dem 80 igern sind u.a. 755 Straftaten gegen das sozialistische Eigentum, 717 Verkehrsunfälle und 104 Fälle von Rowdytum angeführt.

Also 27.000 im Jahr ????


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#37

RE: Fahnenfluchten russischer Soldaten

in DDR Staat und Regime 05.09.2011 17:04
von Moskwitschka (gelöscht)
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Danke für den Einwurf. Habe mich in der Eile nicht eindeutig ausgedrückt.

Ca. 27.000 Straftaten von Angehörigen der GSSD während der Stationierung der sowjetischen Streitkräfte in der DDR.

LG von der grenzgaengerin


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#38

RE: Fahnenfluchten russischer Soldaten

in DDR Staat und Regime 05.09.2011 18:02
von 94 | 10.792 Beiträge

Zitat von GZB1
Mmhh, MDR als "Mutter der Weisheit"?


Ein Film von Simone Warrias produziert von phoenix.de.


Verachte den Krieg, aber achte den Krieger!


zuletzt bearbeitet 05.09.2011 18:03 | nach oben springen

#39

RE: Fahnenfluchten russischer Soldaten

in DDR Staat und Regime 05.09.2011 18:02
von Moskwitschka (gelöscht)
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Der Vollständigkeits halber hier noch ein Bericht über den Umgang mit fahnenflüchtigen russischen Soldaten nach 1990:

http://www.igfm.de/Vor-zehn-Jahren-Abzug...chla.530.0.html

LG von der grenzgaengerin


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#40

RE: Fahnenfluchten russischer Soldaten

in DDR Staat und Regime 05.09.2011 18:43
von GZB1 | 3.287 Beiträge

Danke @grenzgängerin, für die Präzisierung der Quellen!


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